[EU IV MP][AAR][Diplo] „Deus Vult!"

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Elequendi
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Re: [EU IV MP][AAR][Diplo] „Deus Vult!"

Beitragvon Elequendi » 6. August 2017 01:36

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Die Staatskasse füllen.


Nachdem der große Krieg des Westens geendet und unsere Soldaten aus der Fremde zurückgekehrt waren, da gedachte unser weiser Herr Noriaki sofort mit der Sanierung der heimatlichen Gefilde und dem Ausgleich der Finanzen zwei große Projekte in Angriff zu nehmen. Die ersten Opfer von Noriakis Sparplänen waren die raffgierigen Beamten, die den Hof unseres Herrschers in Schaaren belagerten. Der gesamte Verwaltungsapparat wurde ausgedünnt und nur die wichtigsten Berater durften ihren Posten behalten. Auch die Struktur der Armee wurde fürs Erste geändert. Solange also kein Krieg herrschte sollten auch keinerlei unzuverlässige und gierige Söldner in den Regimentern des stehenden Heeres zu finden sein. So wurden demnach alle entlassen, die nicht aus unseren Reihen rekrutiert und für regelmäßigen aber mäßigen Sold für uns zu kämpfen bereit waren. Infolge dieser und anderer Maßnahmen sollte es Noriaki innerhalb weniger Jahre gelingen, die Schulden des Staates zu tilgen und unsere Kassen wieder zu füllen.Noriaki wollte dieses Geld nun nicht gänzlich als Reserven für mögliche Kriege zurücklegen. Er ließ im großen Stile in den verschiedenen Regionen des Reiches Gebäude errichten. Nicht nur neue Produktionsbetriebe und Manufakturen, sondern auch Tempel und neue Regimentslager wurden errichtet. Da dies alles mit Besonnenheit und Voraussicht geschah, hatten sich viele der Investitionen schnell für unser Land ausgezahlt.


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Einer der neuen Tempel. Dieser steht in der Provinz Kii




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Das Feuer meiner Träume.


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Der feurige Drache der Alpträume der Fürst Noriaki heimsucht.


Unsere Anpassungsfähigkeit hat uns in so mancher nachteiligen Lage zu einer neuen Form der Stärke geführt, die uns voredem nie in solcher Art in den Sinn gekommen wäre. Oft schon haben wir auf die Stärke unserer Tradition vertrauend unsere Tore geöffnet für all jene Menschen und Ideen, die aus der Ferne zu uns strömten. Dies alles hatte sich immer ausgezahlt, denn weder vergaßen wir jene Aspekte die unser Dasein und unsere Identität seit jeher ausgemacht hatten, noch hatte sich eine dieser Neuerungen zu unserem Nachteil ausgewirkt. Ich aber frage mich, wie lange sollen wir die Türen noch offenhalten, wie lange noch unsere Häuser öffnen für jene, die bereit sind solcherlei Schrecken über diese Welt zu bringen? Zwar haben sich nahezu alle Besucher, welche der Lauf der Welt an unsere Gestade verschlagen hatte, bis zum heutigen Tage Respektvoll und höflich gezeigt, zumindest in einem Umfang, den man von fremden Menschen in fremden Landen erwarten kann. Alleine die Aussagen der Soldaten aus den Westen, die mir von Strömen von Blut, von verbrannten Landen und von unehrenhaften und gräulichen Verhalten auf beiden Seiten Kunde brachten, hätten meine Zweifel allerdings nicht in solch einem Ausmaß schüren können. Ich selbst weiß, wie schnell im Krieg das Tuch der Tugend zerrissen werden kann, wie schnell die Moral vor den Fackeln des Chaos zu kapitulieren vermag. Nein nicht die Berichte eines schrecklichen Krieges waren es, die meinen Zweifel über das Gewissen der Welt schürten, sondern die schrecklichen Träume die ich hatte und die noch immer an den Pforten meines Geistes kratzen und scharren. Immer wieder sah ich die Flut in Blut aufgehen, Blut das sich tief ins Land hineinfraß. Blut kam vom Meer und es stieg und stieg über ganz Nihon. Es fraß die Häfen, es verschlang die Küsten.

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Es drängte immer weiter und höher, bis selbst Fuji-san sein Haupt vor den Fluten des Blutes senken musste. Die grausige Flut wich zurück und das Land war stinkend von Fett und Unrat der Menschen die einst waren. Ich alleine ging durch leere Straßen, leere Wälder und leere Täler die schwarz verkrustet ob der vergangenen Flut waren und der Gestank des alten krustigen Blutes stieg mir in die Nase und ich wachte auf. Ich erwachte und wirklich war ich mit Blut bedeckt, meinem Blut das mir aus der Nase rann und an dem ich mich fast verschluckt hätte.Dies passierte mir nun dreimal, und ich frage mich ob nicht das Schicksal sich mit Gewalt meines Geistes bemächtigen will, das Außen auszuschließen, auf das die Flut, die alles vernichten mochte nie kommen würde. Aber was weiß ich schon, bin ich doch nur ein Mensch und sagen nicht auch alle meine Berater es sei gut für unser Land den Handel und den Austausch von Ideen mit unseren Nachbarn in nah und fern aufrechtzuerhalten? Doch ich vermag die Flammen, die diese seltsamen Träume in meinem Herzen entzündet hatten nicht so einfach zu ersticken, nicht mit den Worten der Vernunft, und nicht mit den Worten des Glaubens. Ich werde das Land so regieren wie man es von mir erwartet, ich werde mein Handeln weiterhin leiten lassen von meiner Erfahrung und führen lassen von meiner Urteilskraft und dem Rat besonnener Berater. Solange Mir nicht das Schicksal selbst dem Verstand begreiflichere und greifbarere Einblicke liefert, werde ich die Flammen meiner Träume mich umzüngeln lassen und leben mit dem Zweifel der sich tief in meinen Geist eingegraben hat.


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Der Phönix und der Drache symbolisieren die Vernunft und den Zweifel, die in Noriakis Geiste Ringen.






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Ein wundervolles Schwert.


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Das Schwert Yamatorige (Feder des Fasahns), das spätere Lieblingsschwert der Uesugis.


Schon der flammende Glanz der aufgehenden Sonne verriet Daiki, dass an diesem Tage etwas Besonderes bevorstehen könnte. Daiki arbeitete für Akira Kihara dem wohl besten Schmelzmeister in ganz Nihon. Akiras Nitocho Tatara, die letzte Schmelze in den Bergen von Shimane war bekannt für ihr erlesenes Tamahagane und alle Schwerschmiede des Landes verlangte es nach dem Stahl des alten Meisters. Ganz in der Nähe der Schmiede stand ein Schrein Kanajanushins, der Göttin des Metalls, welche mit strengen Augen über die Herstellung und die Qualität des Stahls zu wachen schien. Daiki hatte sich immer hervorgetan in der Bewertung des Satetsus, des Eisensandes, welcher als Grundlage für den Tamahagane diente. Deshalb machte er sich auch große Hoffnung bald selber als Murage zu arbeiten und deshalb wurde auch er allein häufig in die Berge geschickt, um neue Vorkommen an Satetsu zu finden. An diesem Morgen waren die Flanken der Berge, wie die Glut der Tatara, gesäumt im prächtigen Orange- und Rottönen. Hier hatte Daiki schon einige Vorkommen reichhaltiger und reiner Sande gefunden und auch an diesem Morgen wollte er dieses Revier absuchen. Doch ließ er sich dieses Mal vom Licht der Sonne selbst leiten, wie ein Insekt wurde er schon beinahe magisch davon angezogen. Der rötliche Schein der frühmorgendlichen Sonne erhellte sich langsam zu einem feurigen Gelb. Dort wo die Sonne den Hang streichelte wollte er Heute sein Glück versuchen, dort musste einfach etwas zu finden sein, denn nie zuvor erschienen ihnen die Hänge der Berge so lebendig wie an diesem Tag. Als er die besagte Steilwand erreicht hatte, entdeckte er einen Einschnitt in der gewaltigen steinernen Mauer und aus dieser ergoss sich wie ein Strom tiefgrauer Fluten ein wunderbar feinkörniger Satetsu. Doch nicht nur die Körnigkeit war besonders, das erkannte Daikis junges aber doch schon gut geschultes Auge sofort. Dieser Sand war rein und kaum durchsetzt von fremden Mineralen und doch hatte er eine Note, wie er da so im Lichte der Sonne tanzte, die ihm auch etwas neues und ungewöhnliches beifügte, jenseits des Reinheitsgrades. Daiki war froh, denn er wusste, dass sein Weg nicht umsonst gewesen war. Er musste nur einen kurzen Test machen, den das Auge ihm nicht abnehmen konnte. Er zog ein Eisenstück hervor und ließ es in geringer Höhe über dem Sand gleiten. Er stellte kaum Bewegung in der Materie fest und das war gut, war der Satetsu doch offensichtlich nicht allzu magnetisch. Daiki eilte zurück, um seinem Meister eine Probe des Sandes zu bringen damit dieser, wenn Meister Akira zufrieden war, von den Arbeitern in großen Mengen abgebaut werden konnten.

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Die Arbeiter beim Transportieren des Eisensandes.


Meister Akira besah sich den Sand einige Zeit, wobei sich seine Augen zuerst etwas argwöhnisch zusammenzogen, sich dann aber vor Erstaunen weiteten. „Dies ist seltsamer Satetsu, seltsam aber mit viel Potential will ich meinen. Du hast gut daran getan Daiki dies zu mir zu bringen. Die Arbeiter sollen sofort mit dem Abbau beginnen, die Tatara wird nun bald aufgebaut werden und wir brauchen sicher einig Zeit, wenn wir diesen Sand ordentlich abbauen wollen.“ Die Abbauarbeiten um genug Satetsu ins Tal zu befördern dauerten in der Tat mehrere Monate. Denn schon wenige Fingerbreit unter der Oberfläche mischten sich Tonerden unter den Satetsu, daher mussten die Arbeiter extrem vorsichtig vorgehen um den Sand nicht zu verunreinigen. Es war schon tief im Winter und die Luft war beinahe trocken genug, um die Tatara aufzubauen und in Betrieb zu nehmen. Es war an einem späten Dezembertag, als Meister Akira das Zeichen gab den Lehm für die Tatara herbeizuschaffen. Daiki befürchtete, das nicht genug Satetsu vom Berg gebracht werden konnte um genügend Tamahagane hervorzubringen aber Meister Akira hatte sowieso vor, den neuen Sand Daikis mit den Resten des letzten Jahres zu vermischen um die besten Eigenschaften beider Böden zu vereinen. Die Luft war Trocken genug und die Tatara wurde in Gang gebracht und befeuert. Nachdem die Tatara genügend aufgeheizt war, musste nun das Satetsugemisch hinzugegeben werden. Vorsichtig und mit dem Feingefühl der Erfahrung wurden viele Gan des Sandes über fast eine Woche in kleinen Mengen hinzugegeben. Als die Flammen am Boden der Tatara dann endlich die richtigen Farben hervorbrachten und den Raum mit dem Fackelschein der untergehenden Sonne erhellten, wurde die Tatara aufgebrochen. Die vielen Gan der Eisensande waren zusammengeschmolzen zu einem Block von gerade einmal 30 Sho. Dieser wurde mit langen Haken vor die Schmelzhütte gezogen und mit großen Keilen auseinandergetrieben. Von dem Kern von etwa 20 Sho wurden die Ränder abgetragen. Dieses Material war das Tamahagane. Mit Rundzangen wurde der Schwammartige Stahlrohling von den Gehilfen aus den Bruchstücken herausgezogen und in ein Wasserbecken getaucht. Nach dem Abschrecken wurde der Klumpen Tamahagane weiter zerteilt. Seine Kristallstruktur gibt Aufschluss darüber ob er zu einem Meisterstück taugt. Meister Akira lächelte, denn obwohl die Ausbeute gerade einmal dem Gewicht eines großen Mannes entsprach, sah auch der lernfaulste Schüler das dieses Metall ganz besonders war. „Dies ist wohl das beste Tamahagane seit gut fünfzig Jahren“ meinte Meister Akira. „Aber letztendlich sehen was er Wert ist, werden wir erst, wenn die Schmiede damit fertig sind. Wir schicken den Großteil am besten an Gassan Sadatoshi, seine Arbeiten gelten seit Jahrzehnten als hervorragend und suchen ihresgleichen. Der Rest kann zwischen den anderen Tosho verteilt werden, falls noch genug für sie übrigbleibt.“ Bevor der Stahl an die Meisterschmiede veteilt wurde, wurde er dem Tamatsubushi unterworfen. Die besten Stücke wurden ausgesondert indem man das Tamahagane mit Lehmwasser und Lauge übergoss und anschließend erhitzte, dabei verschwand ein großteil der eingelagerten Fremdstoffe.

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Ein paar Klumpen des hochwertigen Tamahaganes.


Als das Tamahagane bei Meister Gassan ankam besah er sich die einzelnen Bruchstücke des weißlich glänzenden Metalls sehr genau. „Das ist gutes Material, ich denke es wird eine gute Klinge daraus hervorgehen.“ Er nahm sich die besten Stücke aus der Schachtel heraus und rief sogleich seine Gehilfen. Meister Gassan wollte sich sofort ans Werk machen. Dazu musste er zuallererst die verschiedenen Metallklumpen mit seinem geschulten und erfahrenen Auge sortieren. Welches Tamahagane er für eine Klinge, welches er für den Kern und welches er für die Schneide verwenden konnte. Aber Meister Gassan konnte die Qualität von Metall sehr schnell erfassen und so bereitete ihm diese Aufgabe keine großen Schwierigkeiten. Die harte Arbeit musste ja noch kommen. Die einzelnen Klumpen wurden weiter zerteilt und erhitzt, um ihre Struktur so rein wie möglich zu machen wurden sie immer wieder von des Meisters Hand mit einem schweren Hammer bearbeitet. Nachdem das Material rein genug war schmiedete Sadatoshi die ausgesuchten Stücke im Tsukunikomi Soshu Kitae Stil zu einem einheitlichen Block zusammen, den weichen Shingane Stahl ummantelte er mit dem harten mehrfach gefalteten Kawagane Tamahagane und dem für die Schneide extra fein geschmiedeten Hagane und formte so den Grundkörper des Schwertes. Nun wurde der Block mit kunstvollen und geübten Schlägen in Form gebracht. Es folgte der sensible Prozess des Yakiire, des Härtens. Um aber die Aysugi-Hada, das typische Wellenförmige Muster auf der Klinge entstehen zu lassen und eine schön geschwungene Härteline, die Hamon, hervorzubringen, wurde zuvor die Schneide mit einem Spezialöl Yakibatsuchi bestrichen. Die Klinge musste daraufhin solange erwärmt werden, bis sie die Farbe der aufgehenden Sonne erreicht hatte. Meister Gassan beobachtete mit stets wachsamen Augen die tanzenden Farben im Herzen des Feuerbettes und die Flammen, welche sich um die Klinge züngelten. Mit der Ruhe der Erfahrung zog er den Stahlblock im rechten Moment aus der Glut und tauchte ihn in das exakt temperierte Wasserbecken vor dem sich die Lehrlinge mit Respekt zurückgezogen hatten, kannten sie doch alle die Geschichte um Mansamune dem großen Schmied. Dieser hatte als ein Lehrling trotz seines Verbotes die Wassertemperatur mit der Hand zu überprüfen einen Finger in da Becken hineingesteckt und zur Strafe hieb ihm der Meister die Hand mit einem gekonnten Schwertstreich ab. An diesem Tage aber veränderte keiner der Lehrlinge in unbedachter Weise die Temperatur des Wassers und als Sadatoshi die heiße Klinge in das Bad tauchte, verrieten ihm schon allein die Melodien der zischenden und schäumenden Flüssigkeit, dass alles hervorragend funktioniert hatte. Damit war der Prozess des Schmiedens für Sadatoshi abgeschlossen. Diese Klinge war schon jetzt wunderschön und die Maserung herrlich anzuschauen, aber seinem wahren Glanz sollte das Schwert erst nach dem Polieren und Schleifen erhalten. Dazu wollte Sadatoshi die Klinge an Koshu Honami schicken, den in seinen Augen besten und fähigsten Togi-Shi.

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Meister Koshu beim bearbeiten der Klinge, sein Lehrling (rechts) übt sich an einem Messer.


Meister Koshu war seit mehr als vierzig Jahren Schwertpolierer und viele Schmiede aus allen Teilen des Landes schickte ihm ihre Arbeiten zu. Mit Meister Gassan aber pflegte er ein ganz besonders freundschaftliches Verhältnis und so war es kein Wunder, dass er der Bitte, die der feinen Klinge des Meisters beilag, entsprach und diese mit ganz besonderer Bedachtsamkeit behandelte. Auch Meister Koshu erkannte sofort die äußerst hohe Qualität der Klinge und legte sich im Geiste schon die verschiedenen Stufen an Poliersteinen zurecht, die er für den gesamten Prozess verwenden würde. Meister Koshu arbeitete während der immer feiner werdenden Schritte die exzellenten Details der Körnung, der Maserung und der Kristallstruktur heraus. Immer besser traten Hada und Hamon in den Vordergrund. Immer kleinere und filigranere Steine benutzend hob Meister Koshu die dem Schwert eigene Schönheit hervor und schärfte die Schneide auf unübertroffene Weise. Mit dem letzten Schleifstein, dem winzigen Jizuya, nicht größer als ein Reiskorn, gab er der Klinge den letzten Schliff. Nach knapp zwei Wochen des Schleifens und Polierens war Meister Koshu zufrieden und schickte die ausgearbeitete Toshin in die Werkstatt von Meister Gassan zurück. Dort wurde das Prachtstück mit einer Horimono verziert und der Katana-Mei des Meisters signiert. Nachdem das Schwert vervollkommnet durch eine prächtige Tsuka mit herrlichen Ornamenten endlich in seiner ganzen Pracht erstrahlte, solle es an den Hof von Uesugi Noriaki geschickt werden, der es mit Freuden entgegennahm und es seitdem immer bei sich trug.


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Die fertige Klinge des Schwertes, mit Drachen Horimono und Katana-Mei von Meister Gassan.




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Der Gesang über Nihon

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Lass mich dir künden vom Land der salzigen Wellen.
Vom Land der Feuerberge und der eisigen Quellen.
Dem Gestade der Geister und Wälder
wo Tau und Nebel sich paaren.
Dem Zuhause der friedlichen Buchten
und der saftigen Weiden und Felder.
Deine Bilder möchte ich wahren
träumend in idyllischen Schluchten.

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Da ziehen im Geiste Visionen herauf.
Sie zeigen mir Lande im schnellen Verlauf.
Vom eisigen Norden wo glitzernd die Gischt den Himmel benetzt
Bis zum grünenden Süden, wo die Sonne selbst Schatten mit Hitze versetzt.

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Hokkaido erblick ich,
wo heiße Quellen trotzen dem eisigen Schnee.
Wo hohe Tannen und Kiefern auf kargen Grund gedeihen
und die eisummantelten Berge auf ewig Feuer speien
Und das Salz des Meeres spricht
in ewig wütender tobender Gischt:
Sei gegrüßt Hokkaido du nördliches Licht
Auf das dein eisiges Feuer niemals erlischt.

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Die Reise führt weiter nach Süden gekehrt,
bis das Feld meines Blickes Hokkaido entbehrt.

Honshu erspäh ich,
wo Buchten unzählig umkränzen das Land.
Wo wilde Flüsse den felsigen Bergen entspringen
und in schattigen Tälern Licht und Dunkelheit ringen.
Und das Salz des Meeres spricht
in ewig wütender tobender Gischt:
Sei gegrüßt mir oh Honshu mit Wäldern so dicht.
Auf das ewig dein Wasser mit mir sich vermischt.

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Die Reise führt weiter nach Süden gekehrt,
bis das Feld meines Blickes auch Honshu entbehrt.

Shikoku gewahr ich,
wo üppiger Boden noch Schätze bewahrt.
Wo auf fruchtbaren Feldern Blumen und Früchte gedeihen
und sich Orangenbäume an saftige Weiden reihen.
Und das Salz des Meeres spricht
in ewig wütender tobender Gischt:
Sei gegrüßt mir Shikoku, die so viel verspricht
Auf das ewig dein Boden das Leben erfrischt.

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Die Reise führt weiter, nach Süden gekehrt,
bis letztlich mein Blick auch Shikoku entbehrt.

Kyushu erkenn ich,
wo sich drängen die Gipfel steiler Berge.
Wo ewig der Aso seine Asche in den Himmel speit
und an sonnigen Hängen aromatischer Tee gedeiht.
Und das Salz des Meeres spricht
in ewig wütender tobender Gischt:
Sei mir gegrüßt Kyushu, trägst der Berge Gewicht,
auf das ewig dein Antlitz der Sorgen entwischt.

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Weiter zieht die Reise mich und alles flieht im Raum,
Insel um Insel, Stein um Stein
Bis nur mein ganzes Sein allein
verbleibt und endet meinen Traum.
Nun sitz ich wachend und gedenke deiner voller Wonne,
glorreiches Nihon, du Land der aufgehenden Sonne
.


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上杉義稙大名日本の男性
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Re: [EU IV MP][AAR][Diplo] „Deus Vult!"

Beitragvon Flügelhusar » 6. August 2017 01:41

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Exegese und Sünder


Brief an die englischen Theologen und an alle Christen



Die Bischöfe des Königreichs von Jerusalem hat geschrieben:
In defensores pontificis maximus


An die englischen Theologen. Ihr habt so eine lange Liste gemacht, um zu zeigen, dass der Papst ein einfacher Sünder ist? Wie wir alle? Das hätten wir euch sofort bestätigen können. Wir könnten eure Liste weiter fortführen. Auch der allererste Papst war ein einfacher Sünder. Er leugnete Jesus dreimal. Aber das tut nichts zu Sache. Wir sollen nicht die Sünde beim anderen suchen. Wir beenden unseren Kommentar mit dieser Bibelstelle:

Bibel hat geschrieben:
Mt 7, 1-5


1 Richtet nicht, damit ihr nicht gerichtet werdet! 2 Denn wie ihr richtet, so werdet ihr gerichtet werden, und nach dem Maß, mit dem ihr messt und zuteilt, wird euch zugeteilt werden. 3 Warum siehst du den Splitter im Auge deines Bruders, aber den Balken in deinem Auge bemerkst du nicht? 4 Wie kannst du zu deinem Bruder sagen: Lass mich den Splitter aus deinem Auge herausziehen! - und dabei steckt in deinem Auge ein Balken? 5 Du Heuchler! Zieh zuerst den Balken aus deinem Auge, dann kannst du versuchen, den Splitter aus dem Auge deines Bruders herauszuziehen.


Kommen wir nun zu euren Auslegungen der Bibelstellen in Bezug auf das Papstamt.

Englische Theologen hat geschrieben:Wie kann jemand der fehlbar ist dann behaupten GOTT selbst vertreten zu können?!

Weil Gott Petrus und damit auch seine Nachfolger, die die Päpste sind, damit beauftragt hat.
Hier die Bibelstelle:
Bibel hat geschrieben:18 Ich aber sage dir: Du bist Petrus und auf diesen Felsen werde ich meine Kirche bauen und die Mächte der Unterwelt werden sie nicht überwältigen.3 19 Ich werde dir die Schlüssel des Himmelreichs geben; was du auf Erden binden wirst, das wird auch im Himmel gebunden sein, und was du auf Erden lösen wirst, das wird auch im Himmel gelöst sein.


Der entscheidende Satz ist der mit den Schlüsseln des Himmelreiches. Petrus bekommt die SCHLÜSSEL des Himmelreiches. Er ist der von Gott auserwählte Stellvertreter des Königreich Gottes auf Erden. Also hat er die väterliche Autorität in der Kirche.
Das „Binden“ und „Lösen“ bezieht sich auf die Vergebung der Sünden. Wie es auch in Mt 18, 18 der Fall ist. Die Apostel sind damit beauftragt Sünden zu lösen und Menschen an Jesus Christus zu binden. Das widerspricht sich nicht. Man sollte bei der Auslegung auch den Kontext miteinbeziehen.

Zu der Stelle in Mt 16, 21-23:

Bibel hat geschrieben:21 Von da an begann Jesus, seinen Jüngern zu erklären, er müsse nach Jerusalem gehen und von den Ältesten, den Hohenpriestern und den Schriftgelehrten vieles erleiden; er werde getötet werden, aber am dritten Tag werde er auferstehen. 22 Da nahm ihn Petrus beiseite und machte ihm Vorwürfe; er sagte: Das soll Gott verhüten, Herr! Das darf nicht mit dir geschehen! 23 Jesus aber wandte sich um und sagte zu Petrus: Weg mit dir, Satan, geh mir aus den Augen! Du willst mich zu Fall bringen; denn du hast nicht das im Sinn, was Gott will, sondern was die Menschen wollen.


Ja, Petrus denkt menschlich. Ja, Petrus ist fehlbar. Ja, er steht Jesus im Weg. Petrus muss hier lernen, dass Jesus den Weg des Leidens geht. Dieser Weg führt zur Auferstehung. Es ist nicht Petrus der Satan ist, sondern sein Handeln, das von Satan kommt, weil er Petrus verführte, dass zu sagen, weil auch Satan nicht wollte, dass Jesus den Leidensweg geht.

Englische Theologen hat geschrieben:Christen! Lasst uns zusammen diesen verdorbenen Baum endgültig ins Feuer werfen, von Satan ist er nämlich entsprungen, zu Satan soll er zurückkehren!


Wir sind die einzig wahre Kirche und keine falschen Propheten. Ach, seid ihr Protestanten nicht eigentlich aus der katholischen Kirche entsprungen?

Eure Argumentation ist schwach und voller Fehler. Ihr habt euch nicht mal die Mühe gemacht, den Kontext einzubeziehen. Hättet ihr das getan wäret ihr wieder in die katholische Kirche heimgekehrt. Möge Gott euch wieder auf den rechten Weg führen. Wir werden für euch und alle Protestanten beten. Besonders um eure Bekehrung.

gez.
Die Bischöfe des Königreiches von Jerusalem


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Mr XEM
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Re: [EU IV MP][AAR][Diplo] „Deus Vult!"

Beitragvon Mr XEM » 6. August 2017 02:33

Königreich Schweden

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Noch immer zogen Rauchschwaden über die Hügel und Wälder nahe Berlin. In der Ferne waren noch schwach Schüsse zu vernehmen. Die Nachhut der österreichisch päpstlichen Truppen führte dort noch vereinzelte Rückzugsgefechte.

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Schwedische Soldaten bei der Verfolgung päpstlicher Truppen


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Wachtmeister Gunnarson und seine Batterie während der Schlacht um Berlin

Leif Gunnarson, Wachtmeister im 10. schwedischen ArtRgt überwachte seine Batterie beim Herstellen der Marschbereitschaft. General Einar Erikson hatte, kaum das die letzte Breitseite abgefeuert worden war, die sofortige Verlegung Richtung österreichische Grenze befohlen. Die Unordnung der feinlichen Truppen sollte genutzt werden, um die besetzten Festungen zurück zu erobern. Während seine Soldaten die Pferde vor die Geschütze spannten beobachtete Wachtmeister Gunnarson die Kolonne die an ihrer Stellung Richtung Norden vorbei zog. Die meisten Soldaten die er sah waren preußische und schwedische Infanteristen, die verwundete Kameraden zum Lazarett brachten. Sie wurden immer wieder von Gruppen in verschmutzten päpstlichen und österreichischen Uniformen abgelöst, welche sich unter den wachsamen Augen ihrer preußischen Bewacher auf den Weg in die Kriegsgefangenschaft machten.

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Zwei Schweden tragen einen verwundeten Kameraden zum Lazarett

Auf einem Hügel nicht weit entfernt vom 10. ArtRgt warf Einer Erikson einen letzten Blick auf das Schlachtfeld, bevor er sich auf den Weg nach Berlin machte, um sich mit der preußischen Führung über das weitere Vorgehen zu beraten. Nachdem sich die Truppen der protestantisch Liga bis nach Berlin zurück ziehen mussten, war endlich die erste Schlacht dieses Krieges gewonnen worden. Gleichzeitig war es der erste Sieg unter seinem Kommando. Er war einer der wenigen gewesen, der die vollständige Vernichtung der schwedischen Armee in Spanien überlebt hatte. Als junger Fähnrich der Kavallerie war er damit betraut worden mit einer kleine Gruppe die schwedische Fahne durch die feindliche Linien nach Hause zu bringen. Es war der schlimmste Moment seines Lebens gewesen, seine Kameraden verlassen zu müssen, während diese sich für ihr letztes Gefecht vorbereiteten. Von einem Hügel hatten er und seine Kameraden beobachtet wie die schwedische Armee, welche durch einen Leutnant der beim Rückzug aus Navarra die Karte falsch rum gehalten und sie somit nach Spanien statt Frankreich geführt hatte, bis zum Untergang kämpfte.
Zurück in der Heimat wurde er Aufgrund des Offiziermangels zum Leutnant befördert und er bekam sein erstes Kommando über eine Kavalleriekompanie. Während des russisch polnischen Krieges konnte er sich mehrfach beweisen und wurde erst mit der Führung eines Kavallerieregimentes betraut und ladete schließlich im schwedischen Gerneralstab.


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Leutnant Einar Erikson führt seine Truppen bei einem Angriff im russisch polnischen Krieg

Kurz vor Kriegsende wurde er zum Oberbefehlshaber ernannt und gleich nach der Unterzeichnung des Friedensvertrag bekam er den Auftrag die geschundene schwedische Armee wieder aufzubauen. Doch bevor die Armee ihre Sollstärke erreicht hatte, kamen die Nachrichten dass österreich und der Vatikan der Liga zuvor gekommen war und bereits die ersten Festungen im Süden Preußens belagerten. Und so war er mit den bereits in Jütland versammelten Regimentern nach Berlin maschiert und hatte Melder ins ganze Land geschickt um die Aufstellung weiterer Einheiten zu beschleunigen und Söldner anzuwerben.
Er wurde aus seinen Erinnerungen gerissen als sein Adjutant im meldete das alle Marschbefehle verteilt seinen und die ersten Vorrauskommandos bereits auf dem Weg gen Süden seien. Er hoffte das sie schnell genug sein würden und die Festungen erobern konnten, bevor sich die Truppen der Ketzer wieder neu formieren konnten. Er wurde Zeit den Krieg in das Land der Feinde zu tragen.


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Schwedische Truppen sammeln sich nach der Schlacht von Berlin

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Re: [EU IV MP][AAR][Diplo] „Deus Vult!"

Beitragvon KirKanos » 8. August 2017 20:26

Guten Abend, heute mal schon früher den ersten Podcast. Ich möchte in Zukunft die Podcasts raushauen wenn sie frisch "abgedreht" sind. Dann kommen die Podcasts nach und nach und sind so vielleicht etwas verträglicher. Was den Podcast selber angeht, neues Aufnahme-Programm, etwas schlechte Qualität, besonders eine doofes Hintergrundrauschen. Sind da noch am arbeiten. Ich persönlich war da gestern Abend auch etwas unkonzentriert, man möge es mir vergeben. Aber dafür gibt es eine Premiere, denn wir haben eine Schlachtenanalyse für Euch. Ich hoffe für den Anfang passt es. Ein Cast zum Reli Krieg wird folgen, vielleicht noch einen zu den Kolo Sachen.

Die Noten und das MP Girl der Woche habe ich natürlich auch nicht vergessen. Keine Sorge. ;)





In der IV. Spieltagsanalyse werte ich mit meinem "Stamm" Cast den letzten Spieltag aus. Zu Gast ist der Byzantiner, Gunkerion.

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Re: [EU IV MP][AAR][Diplo] „Deus Vult!"

Beitragvon Dynamite » 9. August 2017 15:56

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- Dicio Pontificia -
Der Kirchenstaat



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Wappen des Kirchenstaats





Katholik der Woche!

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~ KÖNIG VON JERUSALEM ~
- Katholik der Woche -


Der Krieg gegen die Protestantische Liga war eine große Tragödie und hat das Reich zerstört. Schuld an dieser Niederlage hat größtenteils das abtrünnige Byzanz was dafür ewig verflucht sein möge. Doch selbst in der dunkelsten Stunde vermag es der Herr uns ein Licht der Hoffnung zu senden. Als der König von Jerusalem von dem erschreckendem Verrat durch Byzanz hörte, sammelte er sofort seine Armeen und bat dem Kaiser ein Bündnis an. Die Armeen Jerusalems machten mit Anatolien kurzen Prozess. War der Krieg in Europa zwar verloren, kämpften doch die Ritter des Heiligen landes einw eiteres Mal erfolgreich gegen die Sünde und die Gefolgschaft Satan in welche Byzanz gefallen zu sein scheint. Gott segne den König Jerusalems, den wohl einzigen Held dieses verdammten Krieges.

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Diplomaten aus Jerusalem in einer Messer in Rom. Diese alt-ehrenwerten Herren wissen den König Jerusalems weise zu beraten.


Katholiken der Woche seit 1444:

Toxic (Tommy) in Frankreich (1444-1469):
- Bekannte seine Sünde vor dem Papst und tat Buße, Kämpfte im 1. Kreuzzug gegen die Osmanen und begann den 1. Kreuzzug gegen die Mamelucken -

Mr XEM in Schweden (1469-1492):
- Befreite Rom von der Belagerung der Heiden und stand dem Papst bedingungslos zur Seite -

Taxla in Polen-Litauen (1492-1522):
- Führte unzählige Glaubenskriege und wendete sich von den Ketzern in Russland ab -

Flügelhusar (Maeki) in Jerusalem (1522-1546):
- Ist standhaftes Bollwerk zum Schutze des Heiligen Landes und eiserne Hand gegen den Islam -

Schiegfried in Niederlande (1546-1568):
- Führte den ersten Krieg gegen die Ketzer und ist Beschützer der katholischen Gewässer -

Voraxor in Portugal (1568-1588):
- Treibende Kraft in der Missionierung der Welt und frommes Vorbild für alle Herrscher -

NoName97 in Österreich (1588-1606):
- Vernichtete die Reformisten in der Schweiz und kämpfte tapfer gegen die preußische Ketzerei -

Flügelhusar (Maeki) in Jerusalem (1606-1632):
- Bezog Position für die Kirche im Ligakrieg und kämpfte gegen das abtrünnige Byzanz -


__________________________________________________________________________


- Es lag Verrat in der Luft -
- Das Schicksal von Papst Clemens IX. -


Große Hoffnungen setzte die Kirche, nein die ganze christliche Welt, auf unseren verstorbenen Papst Clemens IX. von Frankreich. Gott habe ihn selig. Er war es, der die Kirche auf einen neuen Kurs ein-schwören wollte, man munkelte er wolle die Kirche mit den Protestanten versöhnen. Die Massen, der Adel und der Klerus hörten auf ihn. Seine Weisheit wurde selbst von manchen Ketzern oder Heiden gelobt. Eine strahlende Persönlichkeit welche zu jedem Problem eine besonnene Antwort liefern konnte. Er verabscheute den Reichtum und lebte sehr bescheiden und trug kein Gold. Er war dafür bekannt große Mengen an Geld an die Armen auszuteilen. In der Tat ging er sogar noch weiter, er gab den Armen nicht nur Geld sondern auch Arbeit. Viele Projekte wurden in Auftrag gegeben, für die Alten Heime eingerichtet. Das Militär reformierte er intensiv, wusste er doch über die dunklen Wolken am Horizont.

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Clemens IX. von Frankreich in Rom


Doch leider ward er nicht von allen geliebt. Es wurden Stimmen laut, dass der Erzbischof Konstantinopels im Streit mit dem Papst lag. Der Erzbischof setzte sich vehement für seinen Neffen, den Kaiser Byzanz, ein damit diesem die Ehre des Katholiken der Woche zuteil werden sollte. Clemens IX. musste den Erzbischof leider mehrfach vertrösten, hatte er doch andere Pläne. Er wusste natürlich, dass Byzanz viel Gutes getan hat. Deshalb hatte er etwas ganz besonderes geplant. Diese Pläne wurden erst bekannt, als Clemens IX. bereits von uns gegangen war. Sein zweiter Nachfolger, Papst Nicolaus V. von Rom ließ in den Dokumenten des alten Papstes suchen und fand einen großen Ordner mit Plänen für den Titel des Katholiken des Jahrhunderts. Clemens IX. begann seine Amtszeit im Jahre 1600 und es wurde nun bekannt, dass er für die Jahre 1500-1600 einen besonderen Ehrentitel dem byzantinischen Kaiser verleihen wollte. Kaum einer wusste von diesen Plänen. Hätte er sie nicht so Geheim gehalten, wer weiß, vielleicht würde er dann heute noch leben?

Denn der Tot von Papst Clemens IX. war äußerst mysteriös. Im Jahre 1609 war der Papst voller Tatendrang. Er rüstete die Armee auf und beauftragte den Bau von fünf verschiedenen Universitäten in Neapel. Doch dann kam der Erzbischof von Konstantinopel nach Rom und keine zwei Tage nach seiner Ankunft wurde der Papst plötzlich sehr krank. Dabei war er ein gesunder, und für das Amt noch sehr junger Mann. Die Ärzte konnten zuerst nicht feststellen was dem Papst fehlte. Er verstarb über Nacht, unter elenden Schmerzen und laut zu Gott flehend. Der jetzige Papst, Nicolaus V. von Rom war damals 31 Jahre alt und einer der engsten Vertrauten des Papstes. Er war in jener Nacht bei ihm und dies sollte ihn bis heute prägen.

Als der Papst gestorben war, wurde die Leiche auf ausdrücklichen Wunsch der Kirche untersucht. Eine unübliche Praxis, der Papst hatte aber vor seinem Ableben ein Dokument unterzeichnet, was in einem solchen Fall ausdrücklich darum bittet die führenden Mediziner des Kirchenstaats die Ursache zu ergründen. Papst Clemens IX. war ein großer Freund der Wissenschaft und hat sich erhofft damit vielleicht den selben Tod für jemand anderen zu verhindern. Nichts passiert ohne Grund, sprach er einst, Gott habe immer einen Plan. Bei der Untersuchung konnte festgestellt werden, dass der Papst vergiftet worden war. Dieses Ergebnis wurde jedoch erst bekannt, als der neue Papst bereits im Amt war...der Erzbischof von Byzanz. Er verbat über diese Umstände zu berichten und sperrte die Berichte weg. Es wurde in Rom viel über diese Papstwahl gesprochen. Angeblich war der Erzbischof Konstantinopels zur Wahl mit mehreren Wagenladungen voller Gold und Silbermünzen gekommen...viele geprägt mit der englischen Krone. Doch Zeugen dieser Umstände verschwanden plötzlich und bald wollte niemand mehr darüber reden.

Papst Alexander VI. von Byzanz führte die Kirche von 1609 bis 1622, ganze 13 Jahre lang. In jener Zeit forschte der einstige Berater von Clemens IX., der jetzige Papst Nicolaus V., im Geheimen weiter nach und stieg in den Rängen der Kirche auf. Nach der recht erfolglosen und vor allem grausamen Führung des Byzantiners entschieden sich die Kardinäle für einen Papst aus dem eigenen Staat. Papst Nicolaus V. machte es sich zur Pflicht die Wahrheit über die damaligen Ereignisse herauszufinden. Er führt die Kirche nun bereits zehn Jahre lang. Sein Amt ist gezeichnet von seiner großen Gottesfürchtigkeit, welche sicherlich auf Papst Clemens IX. Vorbild zurückzuführen ist. Aber ebenso wie gläubig ist er ein ruhiger Führer. Nichts vermag ihn aufzubringen, stets reagiert er mit Gelassenheit. Mit einer Ausnahme...Byzanz. Er hat selbst seine Ergebnisse der Nachforschungen geheim gehalten, vermutlich würden sie dem Amt des Papstes schaden. Doch ein ist gewiss, Papst Nicolaus V. verabscheut Byzanz wie sonst niemand. Seit seiner Ernennung zum Papst strebt er danach den Byzantinischen Kaiser zu bestrafen. Der Streit eskalierte und der Kaiser von Byzanz erklärte sich selbst zum Oberhaupt der katholischen Kirche in seinem Land. Durch diese Taten aufgebracht, grübelt unser Papst oft lange über Landkarten und führt lange Diskussionen mit den Generälen. Er ist sich bewusst, dass er niemals an das Genie von Papst Clemens IX. (5 5 6) herankommen könnte, Papst Nicolaus V. (2 3 0) verstand nicht viel vom Krieg. Doch in seinem Herzen brannte die Fackel der Rechtschaffenheit und früher oder später sollte er seine Rache bekommen. Er ist ein Gottesfürchtiger Mann...doch diese eine Sünde die er plant möge Gott ihm hoffentlich verzeihen. Und wenn dem nicht so ist, er würde für Papst Clemens IX. auch in die Hölle gehen. Der Kaiser von Byzanz wird dafür bezahlen was er getan hat.

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Es war ein sonniger Tag, als Papst Clemens IX. plötzlich keine Luft mehr bekam und krank wurde.



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Große Predigt an die katholischen Nationen

Der Schatten des zerstörten Reichs liegt über Europa. Dennoch wollen wir einige Worte an die Katholiken richten.

An den König von Jerusalem:
Noch nie hat Jerusalem die Kirche enttäuscht. Ihr seid wahrlich der größte Diener des Herrn. Gott segne euch!

An den König von Portugal:
Wir hörten, dass ihr eine gigantische Kolonie zu unseren Ehren "Neu-Vatikan" nanntet. Dies ist ein wahrlich großer Akt und Gott wird euch dafür segnen!

An den König von Spanien:
Man hört, dass ihr einen guten Urlaub in der Karibik hattet. Wir wünschen euch zurück in Europa willkommen. Gott segne euch!

An den Kaiser von Frankreich:
Ihr habt versucht das richtige zu tun, dafür seid ihr gesegnet. Doch die protestantischen Teufel kämpften mit eiserner Faust gegen euer stolzes Land. Möge Gott eure Nation segnen und stärken, in Zukunft sollt nicht ihr sondern eure Feinde zittern wenn der Krieg ruft!

An den Statthalter der Niederlande:
Gerne unterstützten wir eure Expansion in Indien. immer wenn der Glaube verbreitet wird, kämpfen wir gerne mir vollem Herzen. Viel Erfolg bei den nächsten Eroberungen!

An den König von Österreich & Böhmen:
Welch Tragödie. Wir wollen nicht weiter darüber reden, wir wissen beide was passiert ist. Doch vergesst nie, wir stehen weiter hinter euch. Gott segne euch!

An den Kaiser von Polen und Litauen:
Wir sind froh, dass auch ihr die Niedertracht der Byzantiner erkannt habt. Euer Krieg gegen den Exkommunizierten Herrscher war ehrenvoll und ein Beweis eures Glaubens. Wir vergeben euch die vergangenen Sünden eurer Väter und die schrecklichen Worte welche im Opiumrausch gesprochen wurden. Polen steht nun wieder als frommer Christ vor der Kirche. Gott segne euch.

An den Kaiser des Byzantinischen Reichs:
Byzanz. Wird. Sterben.

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Der alte Erzbischof von Konstantinopel und späterer Papst Alexander VI. von Byzanz



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Die Päpste seit 1444:

Eugenius IV. von Rom (1431-1455):
- Gottesfürchtig (Pious) Bild & Industriell (Industrious) Bild -
- Erkannte den Sittenverfall Italiens und begründete die Freundschaft mit beiden römischen Kaisern -


Leo X. von Rom (1455-1463):
- Grausam (Cruel) Bild -
- Führte den 1. Kreuzzug gegen die Osmanen und zerschlug Venedig -


Benedictus XIII. von Frankreich (1463-1485):
- Verschlossen (Secretive) Bild & Böswillig (Malevolent) Bild -
- Führte den 1. Kreuzzug gegen die Mamelucken und eroberte Jerusalem-


Clemens VII. von Frankreich (1485-1502):
- Maßlos (Indulgent) Bild & Unbestechlich (Incorruptible) Bild -
- Führte Byzanz zum katholischen Glauben und beendete so das große Schisma -


Clemens VIII. von Portugal (1502-1520):
- Eroberer (Conqueror) Bild & Ruhig (Calm) Bild -
- Erkannte den schädlichen Einfluss der Ketzer und führte den 2. Kreuzzug gegen die Mamelucken sowie den 2. gegen die Osmanen -


Iohannes XXIII. von Rom (1520-1536):
- Taktisches Genie (Tactical Genius) Bild & Unternehmer (Entrepreneur) Bild -
- Formulierte das Anti-Ketzer Edikt und befreite Polen-Litauen aus den Klauen der russischen Ketzer -


Hadrianus VI. von Jerusalem (1536-1566):
- Von Glück gesegnet (Midas Touched) Bild, Gut beraten (Well advised) Bild & Tolerant (Tolerant) Bild -
- Proklamierte die Mission zur Auslöschung der Ketzerei, führte den 1. Kreuzzug gegen den Oman & befreite Iberien von der Ketzerei -


Leo XI. von Byzanz (1566-1580):
- Komplexer Netzweber (Intricate Webweaver) Bild & Gesetzgeber (Lawgiver) Bild -
- Erster Papst aus Konstantinopel und führte die Rückeroberung gegen den Oman (2. Oman Kreuzzug) -


Xystus IV. von Portugal (1580-1600):
- Fanatisch (Zealot) Bild & Leidenschaftlicher Verhandlungspartner (Fierce Negotiator) Bild -
- Kämpfte im großen Krieg gegen Russland, predigte den Aufruf zum religiösen Frieden und führte den ersten Krieg gegen Preußen -


Clemens IX. von Frankreich (1600-1609):
- Taktisches Genie (Tactical Genius) Bild -
- Begnadigte Giordano Bruno und starb viel zu früh unter mysteriösen Umständen -


Alexander VI. von Byzanz (1609-1622):
- Gottesfürchtig (Pious) Bild & Grausam (Cruel) Bild-
- Verlor den Religionskrieg im Reich und steht im Verdacht Papst Clemens IX. vergiftet zu haben -


Nicolaus V. von Rom (1622-heute):
- Gottesfürchtig (Pious) Bild & Ruhig (Calm) Bild -
- Baute zahlreiche Provinzen Italiens aus und brachte Venedig heim ins italienische Kirchenreich -



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Re: [EU IV MP][AAR][Diplo] „Deus Vult!"

Beitragvon Dynamite » 11. August 2017 10:10

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- Dicio Pontificia -
Der Kirchenstaat



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Wappen des Kirchenstaats




- Das Ende einer Ära -
- Das Ende des Heiligen Römischen Reichs -


Über viele hunderte Jahre war das Heilige Römische Reich eine zentrale Macht in Europa. Es gab in jenen vielen Jahren viele schreckliche Zeiten aber auch Zeiten des Wohlstands und des Friedens. Wir erinnern uns an das 15. Jahrhundert, wo die italienischen Fürsten beinahe dem Sittenverfall zum Opfer gefallen wären und sich vom Reich lösen wollten. Es gibt noch viele Dokumente aus jener Zeit, welche sich der Papst in den Jahren nach dem Ligakrieg mehrfach angesehen hat. Zu jener Zeit war die Welt noch in Ordnung. Es gab keine Reformation, es gab keine Ketzerei. Unser Glaube war stark, unsere Kirche war mächtig. Byzanz wurde zurück in die katholische Kirche geführt, das Schisma beendet. Wir eroberten das Heilige Land, etablierten das Königreich Jerusalem was seit jenen Tagen stetig wuchs und heute eine Macht ist welche selbst den Persern trotzen kann. Wir erinnern uns an die Zeit als die Russen unsere Stärke und unseren Glauben diffamierten...und wir sie dafür bitter bluten ließen. Zu jener Zeit, dem Zenit unserer Macht, konnten wir viel Gutes bewirken. Doch ab irgendeinem Punkt war dieser Zenit überschritten. Dies haben wir nun erkannt. Als die Reformation kam war es für alle offensichtlich. Die Zeit der großen, weltlichen katholischen Kirche ist vorbei. Die alten Päpste haben sich seitdem immer weiter aus den weltlichen Geschehnissen herausgehalten. Ein letzter großer Krieg sollte jedoch geführt werden...um das Heilige Römische Reich.

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Ein Relikt vergangener Zeiten. Das Reich ist nur noch eine leere Hülle


Der Papst war der wohl größte Faktor im Ligakrieg, welcher sich für einen ausgeglichenen, ehrenhaften Krieg aussprach. Man ging davon aus, dass die Ketzer, auch wenn sie Ketzer sind, noch immer einen Funken Ehre besitzen. So schlugen wir zuerst einen Krieg von Zwei gegen Zwei vor, Preußen mit Beihilfe aus Schweden und Österreich mit Beihilfe aus dem Kirchenstaat. Wie ein ehrenhaftes Duell zweier Männer die jeweils einen Adjutanten auswählen. Der Kaiser wollte aber aus taktischen Gründen diese Aufstellung vor dem großen Zusammentreffen testen, eine Weise Entscheidung. So ging er in die Offensive und es war eindeutig, dass die Protestantische Seite mächtiger war. So schlug der Papst also vor, dass man auf jede Seite einen weiteren "Adjutanten" aufstellt. Zuerst fiel der Blick auf Byzanz, ein Land welches seit dem 15 Jahrhundert und der alten Freundschaft der Kaiser treu zur Kirche stand. Doch der große Krieg gegen Russland hatte sein Land geschwächt, er bat uns um eine Ruhepause um zu generieren und seinem Volk eine Pause zu verschaffen. Viel hatten sie bereits für den Glauben geblutet. Der Kaiser und auch der Papst konnten diese milde Bitte nicht ablehnen.
Die Protestanten hatte überlegt Frankreich als Gegenpart von Byzanz für sich zu gewinnen. Damals gingen sie wohl noch davon aus, dass Frankreich und Byzanz ähnlich stark sind. Vielleicht waren sie aber damals bereit ehrenlos und wollten keinen fairen Krieg. Vielleicht dachten sie damals schon, dass Frankreich eine Großmacht auf Höhe Preußens sei. Wir wissen es nicht.
Die Franzosen sind hingegen eine Nation der Ehre. Sie hätte nur für die Ehre die Protestanten unterstützt um einen fairen Wettkampf zu gewährleisten. Wo klar war, dass Preußen und Schweden sehr viel mächtiger sind als erwartet und Byzanz nicht helfen konnte, sah man in Frankreich ein, dass die Unterstützung des Kaisers, sei er auch ein Rivale, nötig ist um die Ehre aufrechtzuerhalten. Der Papststaat wusste zu jener Zeit bereits, dass Großbritannien sich militärisch einmischen würde. Wir sahen einen kleinen Nachteil zu unseren Gunsten. Doch wir wollten ein Duell, keine ungleichen Verhältnisse. Besser eine kleine Ungunst auf unserer Seite als ein massives Ungleichgewicht, welches den letzten Krieg dann zu einer Farce machen würde. Wir hätten sonst noch Möglichkeiten gehabt...die Iberer, Jerusalem oder Byzanz haben wir nicht weiter behelligt. Das war rückblickend ein schwerer Fehler. Wir hätten niemals mit einer solchen Niedertracht der Protestanten gerechnet und nie und nimmer...mit dem Verhalten von Byzanz.

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Eine Illustration eines römischen Priesterjungen, das Reich 1444


Noch heute erfüllt es uns mit großer Wut und bitterer Enttäuschung. Das wir den Protestanten mehr Ehre zugesprochen hatten als ihnen zusteht war ein Fehler unsererseits. Wir hätten den Kaiser nicht davon überzeugen sollen, auf die Protestanten zu warten um den Krieg zu führen. Wir hätten, wie von Kaiser gefordert, erneut präventiv zuschlagen sollen, damit ihre Liga ausläuft. Wir haben aber nicht mit dem gerechnet was noch kam, wir waren zu gutgläubig. Was sehr schmerzt und uns im Herzen weh tut, ist das was Byzanz uns angetan hat. Sie waren es, die uns den Dolch in den Rücken gerammt haben. Wir hätten niemals gedacht von einem unserer treuesten Brüder verraten zu werden. Wir haben Byzanz geliebt...vielleicht haben wir deshalb seine Sünde übersehen. Rückblickend ist sie gigantisch. Wir können dies niemals vergessen und niemals vergeben. Es gab nichts auf der Welt, was wir mehr wollten als einen guten Krieg um den Glauben im Reich. Doch Byzanz hat dies ohne mit der Wimper zu zucken verraten. Sie taten dies aus Sünde, aus Gier, aus Neid. Sie waren neidisch auf die anderen, welche bereits Titel durch den Papst erhalten hatten. Sie waren gierig auf die Ländereien der anderen Katholiken, welche mehr Land besaßen als Byzanz selbst.

Was ist nun die Konsequenz der ganzen Sache? Das Reich ist tot. Ja es, gibt noch den Titel des Kaisers. Doch was ist er, nicht mehr als ein hohles Wort. Das Reich ist geschrumpft. Preußen konnte eine Krone erringen, welche zu Asche geworden ist. Doch was bedeutet das für uns, für den Kirchenstaat? Wir werden uns weiter zurückziehen. Wir werden keine Kriege mehr für die Religion führen. Diese Kriege führen zu nichts außer Tod und Verderben. Wir werden Konditoren senden, sollten wir darum gebeten werden. Wir werden weiterhin jedem Katholiken mit offenen Armen empfangen und ihm helfen. So wie wir auch um die halbe Welt gesegelt sind um für die Niederlande in Indien die Heiden zu verdrängen. Doch viel mehr bleibt uns nicht. Wir sind in Italien gebunden.

Gott segne unsere Kirche. Mögen bessere Zeiten kommen. Doch zur Zeit sehen wir in Europa nicht viel Hoffnung. Wir hoffen daher auf das Himmelreich. Wir wollen zu den Protestanten, Ketzern und Heiden neutrale Beziehungen. Wir werden nicht mehr in die Offensive gehen. In der Tat hoffen wir, dass wir mit den Protestanten an sich in nächster Zeit nicht viel zu tun haben. Zu groß ist die Wunde, wir brauchen Zeit damit sie verheilen kann.
Doch für Byzanz haben wir klare Worte: "Ein Tag wird kommen wenn ihr denkt ihr seid in Sicherheit und glücklich. Doch plötzlich wird eure Freude zu Asche in eurem Mund werden und ihr werdet wissen, dass eure Schuld eingefordert wurde."



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Re: [EU IV MP][AAR][Diplo] „Deus Vult!"

Beitragvon Declaminius » 12. August 2017 00:46

Königreich Preußen

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Auszüge aus dem Tagebuch Wilhelm Friedrichs I. von Brandenburg:

Der Krieg ist vorbei.
~
Frieden im Reich.
~
Der Kaiser ist gefallen.
~
Sieg ist unser.


Doch was ist es für ein Sieg, der hohler nicht sein könnte.
Kaiser darf man sich nun nennen, doch was ist der Titel wert, wenn das Kaiserreich de facto nicht mehr existiert? König in Preußen, Kaiser in Berlin, alles klingende Namen, doch sind es hohle Titel. Preußen unter der Kontrolle des slawischen Kaisers und das Heilige Römische Reich nicht einmal mehr ein Schatten seiner selbst.
Es sollte der größte Feiertag der brandenburgischen Geschichte sein. Die ehemalig derartig überlegen wirkenden Feinde in Grund und Boden gestampft, den protestantischen Glauben im Reich durchgesetzt und endgültig unbestreitbar in den Kreis der mächtigsten Nationen Europas aufgestiegen.

Warum nur, ist es dann nicht ausgelassene Feierstimmung die ich empfinde, wieso ist da nur Leere, wo einst Leidenschaft und Ambition war? Der Krieg ist gewonnen, doch was für ein Krieg? Beendet, bevor er überhaupt wirklich begonnen hatte. Es scheint so, als könnte niemand die preußische Armee auf dem Schlachtfeld schlagen, niemand den preußischen Soldaten Paroli bieten. Wo sind die alten Rivalen jetzt, welche einst ehrgeizig davon überzeugt waren, die aufstrebende Macht Preußens zurück in den Staub zu treten? Nun liegen sie vor meinen Füßen, und der Siegestaumel ist bereits verflossen.
Die Glanztaten der tapferen preußischen Soldaten, die taktischen Manöver der norddeutschen Offiziere, alles verblasst und verschwommen durch den Schleier der Zeit. Was ist nur aus mir geworden? Von spartanischen Lebensstil hin zu höfischer Dekadenz, die den Geist trübt und die Seele verbittert. Nun sitze ich hier als alter Mann, habe alles für mein Land erreicht, und doch ist mir Glückseligkeit verwehrt. Ach, was würde ich all diese Erfolge eintauschen für die Möglichkeit wieder jung und frei zu sein, ein ganzes Leben vor mir für die Jagd nach Ehre und Ruhm auf dem Schlachtfeld, die Jagd nach Preußens Gloria.




Nur ein Jahr nach dem Ende des Ligakriegs verstarb Wilhelm Friedrich I. unter nicht vollständig geklärten Umständen. Offiziell wurde verlautbart, er sei eines natürlichen Todes gestorben, in Regierungskreisen wird aber öfters hinter vorgehaltener Hand erzählt, der alte König sei nicht seiner Krankheit erlegen, sondern vergiftet worden. In seinen letzten Tagen war der kranke König öfters im, von Fieberträumen geplagten Schlaf, als im Wachzustand und redete mit der Zeit immer mehr wirres Zeug, bis er eines Morgens tot auf seinem Sessel aufgefunden wurde. Seine letzten überlieferten Worte: "Die Saat ist stark."
Auf seinen Thron nachfolgen sollte sein einziger Sohn Friedrich V., welcher das Land nun bereits seit knappen zwei Jahrzehnten ruhig und stabil in einer ungewohnt langen Periode des Friedens regiert.

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Porträt des dahingeschiedenen Monarchs




Preußische Statistik-Abteilung: 1606 - 1632

Die zweite Ausgabe der beliebten preußischen Militärstatistiken, welche dank der akribisch genauen Datenerfassung der preußischen Offiziere einmal wieder zustande kommen konnte.

Entwicklung * (Öffnen)
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Entwicklungsverlauf * (Öffnen)
* eigene Entwicklung + Hälfte der Untertanen-Entwicklung
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Armeeverluste:

Infanterie

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Kavallerie

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Artillerie

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Kampf

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Zermürbung

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Gesamt

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Diagramme:

Verluste gesamt:

Armeeverluste nach Truppengattung total (Öffnen)
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Armeeverluste nach Todesart total (Öffnen)
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Verluste letzter Spieltag:

Armeeverluste nach Truppengattung letzter Spieltag (Öffnen)
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Armeeverluste nach Todesart letzter Spieltag (Öffnen)
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Sonstiges:

Top 5 Herrscher * (Öffnen)
1. Frederick I. Lancaster | Großbritannien | 45 Jahre | seit 1630 | (5/4/6) | 15 Punkte
2. Erik XIV. Tre Rutor | Schweden | 47 Jahre | seit 1600 | (3/5/5) | 13 Punkte
-. Isaakios III. Palaiologos | Byzanz | 45 Jahre | seit 1609 | (6/4/3) | 13 Punkte
4. Baldwin VIII. de Dreux | Jerusalem | 35 Jahre | seit 1612 | (3/6/3) | 12 Punkte
-. Tamashp I. Sabiri | Persien | 34 Jahre | seit 1619 | (3/3/6) | 12 Punkte
-. Friedrich V. von Hohenzollern | Preußen | 34 Jahre | seit 1613 | (5/1/6) | 12 Punkte

* KI-Nationen ausgenommen

Top 10 Umschlagplätze (Öffnen)
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Überblick Jahreseinnahmen (Öffnen)
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Preußische Historiker-Kommission:

Nach mehreren Jahren harter Arbeit haben die renommiertesten Historiker des Landes geschichtliche Beiträge der wichtigsten Nationen der letzten 200 Jahre zusammengetragen und analysiert, mit dem Ziel die besten und historisch wertvollsten Werke in einem Bund zusammenzufassen.

AAR-Belohnungen (Öffnen)
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AAR-Punktedurchschnitt (Öffnen)
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Top 10 Historische Beiträge (Öffnen)
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Zuletzt geändert von Declaminius am 19. August 2017 00:24, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: [EU IV MP][AAR][Diplo] „Deus Vult!"

Beitragvon Flügelhusar » 12. August 2017 01:40

ARR

Armeniens Regenten Report


Historiker aus dem Königreich Armenien in Kilikien, dass unter der Herrschaft des Königs von Jerusalem steht und auch Kleinarmenien genannt wird, haben sich getroffen, um die Herrscher der letzten 100 Jahre zu bewerten. Eine riesige Versammlung mit Dokumenten und Texten, die ganze Räume füllen. Alle diese wurden analysiert und die Herrscher im Verhalten im Großen Spiel der Diplomatie, ihrer taktischen Fähigkeiten und der Verwaltung ihrer beeindruckenden Reiche bewertet. Die Bewertungen sind bitte nicht als Beleidigungen zu werten. Sie beschreiben die Herrscher vom Standpunkt des Königreiches Jerusalem aus. Dies ist das zweite Treffen. Diese Tradition wird von den verschiedensten Universitäten des Heiligen Landes gefördert. In 100 Jahren werden sich wieder Historiker in Armenien treffen.

Bild Papststaaten: Dynamite
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1: Pious (+1 Yearly devotion)
Eindeutig ein Super-RP-Papst. Hat Europa zusammen gehalten gegen gemeinsame Feinde Krieg und Kreuzzüge geführt und den Frieden in Europa gesichert. Leider sind jetzt in den letzten Jahren drei Nationen auf den Irrweg gelangt.
2: Naive Enthusiast (-20% Improve relations)
Obwohl er sehr großzügig mit Belohnungen umging, gelang es ihm nicht die Protestanten zurück zuführen, es stellten sich sogar neue Nationen gegen den Papst auf. Der Religionskrieg wurde auch verloren. Es war naiv zu glauben, Frankreich hätte eine gutes Heer.

Bild Portugal Großbritannien: Voraxor
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1: Expansionist (+15 Global settler increase)
Basileus Tom hat geschrieben:Das Kolonialwachstum von Portugal ist einfach pervers. Anders kann man es nicht sagen.

2: Navigator (+10% Ship durability)
Man hört seine Flotte wäre unschlagbar. Respekt!

Bild Spanien: Grauer Wolf
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1: Zealot (+1% Missionary strength)
Soll laut päpstlichen Informationen ein guter Katholik sein, der die Indianer in der neuen Welt missioniert. Mehr wissen wir leider nicht.
2: Secretive (+20% Foreign spy detection)
Es kommen überhaupt gar keine Informationen aus Spanien nach Jerusalem.

Bild Äthiopien Frankreich: MiguelW97
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1: Kind-Hearted (−0.05 Monthly war exhaustion)
Ist ziemlich nett gegenüber seien Nachbarn.
2: Just (-2 National Unrest)
Hat versucht den Religionskrieg spannend zu machen. Leider befand sich sein Reich und seine Armee im desaströsen Zustand, die ihn zur traurigen Figur des Religionskrieges machte. Sein Einsatz für die katholische Sache ist ihm, aber anzurechnen.

Bild Niederlande: Schiegfried
BildBild
1: Benevolent (-5 Liberty desire in subjects)
Hat es geschafft seine PU’s in Zaum zu halten. Hat bei den Kreuzzügne geholfen und ist ziemlich geduldig in Kriegen gegen England.
2: Industrious (+10% Goods produced modifier)
Trotz des kleinen Reiches ist er jetzt auf der ganzen Welt aktiv. Er gibt auch nicht auf und such fleißig immer neue Wege zur Expansion.

Bild Oman Österreich: NoName97
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1: Industrious (+10% Goods produced modifier)
Man sieht Oman immer kämpfen und immer sein koloniales Reich vergrößern. Ist anscheinend schon auf Brunei.
2: Righteous (+1 Yearly legitimacy)
Der rechtmäßige Herrscher des Heiligen Römischen Reiches ist immer noch der Kaiser aus Österreich! Muss seine diplomatische Situation schnell evaluieren und ggf. neue Verbündete suchen, um gegen künftige Angriffe vorbereitet zu sein.


Bild Brandenburg: Declaminius
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1: Martial Educator (-1% Yearly army tradition decay)
3-Sterne-General!
2: Strict (+5% Discipline)
Diese Disziplin seiner Soldaten.

Bild Schweden: Mr.XEM
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1: Careful (–10% Aggressive expansion impact)
Scheint ziemlich vorsichtig zu spielen. Viel hört man aus Schweden nicht.
2: Intricate Webweaver (+30% Spy network construction)
Nervt mit seinen Spionen!


Bild Polen-Litauen: Taxla
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1: Cruel (+2 National unrest)
Der Move gegen Russland und der anschließende Krieg in Überzahl, war schon etwas grausam.
2: Sinner (–2 Tolerance of the true faith)
Verbrüderte sich mit Protestanten und Persern. Legt auch einen ziemlich hohen Opiumkonsum an den Tag.

Bild Jerusalem: Maeki
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1: Righteous (+1 Yearly legitimacy)
Habe alle ehemaligen und rechtmäßigen Kreuzritterkönigreiche wieder vereinigt!
2: Zealot (+1% Missionary strength)
Jerusalem, Alexandria, Antiochia, Medina, Mekka alles katholisch!


Bild Russland: KirKanos
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1: Fierce Negotiator (–25% Mercenary maintenance)
Die Diskussionen mit Dynamite, die sich schon seit der Planung des MP’s ziehen. Eins muss man ihn lassen. Er lässt sich nicht unterkriegen.
2: Free Thinker (–5% Idea cost)
Coole Idee mit den Podcasts und den Artillerie-Reporter-Teams.

Bild Byzanz: Gunkerion
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1: Well Advised (+1 Possible advisors)
Beste Entscheidung katholisch zu werden. Er war echt gut beraten.
2: Babbling Buffoon (–1 Diplomatic reputation)
Verschreibt sich erst der katholischen Sache und stößt dann den Katholiken den Dolch in den Rücken. Hat sich damit diplomatisch ins aus geschossen und viel Vertrauen zerstört.

BildPersien: Sebulon
BildBild
1: Just (-2 National unrest)
Versucht immer gerechte Kriege zu gewährleisten. Das ehrt ihn.
2: Bold Fighter (+1 Land leader shock)
Kämpft ständig, ob gegen Jerusalem oder Inder.

Bild Japan: Elequendi
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1: Free Thinker (–5% Idea cost)
Seine AAR’s sind schön!
2: Conqueror (–5 Years of separatism)
Scheint sehr viel erobert haben. Sein Reich sieht riesig aus.

Regenten, die von uns gegangen sind (Öffnen)
Bild Frankreich: Tommy
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1: Fertile (+50% Chance of new heir)
Personalunion über die Pfalz und ein de Valois in Russland. Muss ich mehr sagen?

Bild England: Basileus Tom
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1: Entrepreneur (+10% Trade efficiency)
Suez, Djerba, Gotland, Ösel und viele weitere klein Inseln. Ein schönes Projekt. Er hat bestimmt irgendwas vor. Das Verhandlungsgeschick hat er schonmal.

Bild Österreich: SangarEmperor
Bild
1: Well connected (-20% Advisor cost)
Ist mit dem Papst gut vernetzt. Schafft es ganz gut mit seinen Nachbarn auszukommen und konnte Böhmen und Ungarn unter eine Personalunion nehmen.


Anmerkungen (Öffnen)
Da Mordecai erst ganz neu dazu gestiegen ist. Werden die Bewertungen für ihn und Portugal noch zurückgehalten.

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Re: [EU IV MP][AAR][Diplo] „Deus Vult!"

Beitragvon KirKanos » 12. August 2017 14:34



[Die Spieltagsanalyse zum letzten Spieltag]




Spieltagsanalyse






*Die Schulnoten des MP Reports*




Die Noten des MP Reports spiegeln nur eine Meinung(!!!!) wieder und erheben keinen Anspruch auf absolute Wahrheit.
Diese Woche sind die Protestanten eher oben zu finden, aber das kann sich ja schnell wieder ändern.




Großbritannien(Voraxor): 1

Polen (Taxla):1minus
Japan(Elequendi): 1minus

Persien(Sebulon): 2
Portugal (Mordecai): 2

Preußen(Decla): 2minus

Schweden (Mr.XEM):3
Österreich (NoName):3
Frankreich(Miguel):3
Kastilien (Sangar): 3
Papststaat (Dynamite): 3
Niederlande (Schiegfried):3
Russland(KirKanos):3

Jerusalem(Maeki):3minus





*


Zuletzt geändert von KirKanos am 26. Oktober 2017 01:33, insgesamt 3-mal geändert.

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Re: [EU IV MP][AAR][Diplo] „Deus Vult!"

Beitragvon No_Name_97 » 12. August 2017 15:15

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Erzherzogtum Österreich


Österreich im Spiegel der Zeit

Im Jahre 1600 war der Krieg der Protestantischen Liga absehbar, doch blieb ihnen nicht mehr viel Zeit, bis die Liga in die Bedeutungslosigkeit verschunden wäre. Es wurde abgewägt, ob es Sinnvoll sei erneut die Initiative zu ergreifen und Preussen und seine Verbündeten wieder anzugreifen. Erneut wären sie überrascht gewesen, erneut wären ihre Vorbereitungen nicht abgeschlossen gewesen und vor allem wäre die Liga ausgelaufen und der Katholische Glaube der einzige im Reich gewesen. Im Nachhinein wäre dies eine gute Option gewesen, hätte sie doch festgelegt welche Parteien am Krieg teilnehmen. Sicherlich hätte diese Aktion öffentliche Empörung unter den Herrschern der anderen Nationen ausgelöst, jedoch hätte der Glaube triumphiert, selbst wenn der Krieg verloren worden wäre.

Nun ist das Reich ein Schatten seiner Selbst. Riesige Gebiete in Süddeutschland und Italien sind aus dem Reich entschwunden, viele der Letzten Fürsten des Reiches sind Untertanen Großer Nationen in den Peripherie des Reiches. Böhmen steht Treu an der Seite des Österreichischen Königs, die Pfalz und Ansbach stehen an der Seite Frankreichs und Genua ist Vasall des Papstes. Nur Bayern und Savoyen sind noch unabhängig. Somit darf sich der preussische König nun Kaiser von Norddeutschland und einigen südlichen Exklaven nennen. Das Reich ist lange nicht so prächtig und wohlhabend, wie es noch unter der Führung der Habsburger in Wien war.

Doch in all diesem Schlamassel lässt sich auch gutes Erkennen. Da Krieg bevor stand wurden die Kassen gefüllt und die Rekruten-Reserven aufgestockt. Viele Tausend Dukaten sind in den Aufbau des Landes geflossen, Absprachen in ungeheuren finanziellen Ausmaßen wurden getroffen und die Zentralisierung des Landes schreitet mit großen Schritten voran. Die Fürsten Ungarns unterstehen nun direkt König Österreichs, nun sind keine Unterschiede zwischen diesen Reichen mehr zu erkennen. All dies wurde im Angesicht des Krieges in Gang gesetzt und nen ernten wir den Lohn, das Königreich steht da wie nie zuvor, Tausende junge Männer dienen in der Armee, viele weitere befindet sich in der Ausbildung.

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"200.000 stehen bereit und eine weiter Millionen befindet sich in der Endfertigung", Lama Su 22 VSY.
(leider sind die Truppen Österreichs nicht so Space-Marineig)


Das Land floriert, überall schießen Manufakturen, Kasernen und andere wichtige Gebäude aus dem Boden. War dieser "Krieg" auch ein Rückschlag für das Reich und den Katholischen Glauben, so hat er in Österreich auch viel Gutes bewirkt. König Karl I vor Habsburg regiert absolut, diese neu erfundene Art der Regenschaft schreitet in Österreich schnell voran, Gelehrte sprechen davon das ein Wert von 20 bereits früh überschritten wurde, was auch immer das bedeuten mag.

Was die Zukunft bringt ist ungewiss, doch es ist sicher, dass Österreich alles erdenkliche machen wird, um nicht der Spielball der anderen Nationen zu bleiben.

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Re: [EU IV MP][AAR][Diplo] „Deus Vult!"

Beitragvon Voraxor » 12. August 2017 17:25

Königreich Grossbritannien

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Prolog: Die Idee

Es war ein warmer Sommermorgen, als König Goose I in seinem königlichen Teich plantsche Garten spazieren ging. Immer wenn er durch diesen Garten ging, erinnerte er sich an alte Geschichten, schon hunderte Jahre her, von der damaligen Königsregentin Elizabeth Fournier. Sie war maßgeblich dafür verantwortlich dass Tee so beliebt in Europa wurde und die Redewendung "Abwarten und Tee trinken" lässt sich auch auf sie zurückführen (Teaparty Geschichte von Portugal auf Seite 4). Damals hat Elizabeth das Königreich Burgund besiegt, ohne einen einzigen Kampf zu schlagen sondern nur, indem sie intelligent ihre Karten ausgespielt hatte. Ihre Kriegsführung sollte ein großes Vorbild für König Goose bei seinen Überlegungen im Bezug zum bevorstehenden Religionskrieg werden.

Er interessierte sich jedoch nicht für Religion oder für Ehre.
Ihn interessierten nur die Finanzen.

Kriege hindern bloß das Wachstum und die Bildung einer Nation. Sie bringen meist nur Zerstörung und Leid.
"Wie könnte man wohl diesen Krieg möglichst schnell und ohne viel Verlust gewinnen?" fragte sich der König selbst.
Da kam auch schon der Geistesblitz. Sofort machte der König sich auf den Weg und versammelte die besten Historiker und Kleriker des Landes.


Phase I: Die Botschaft

Ein Jahr später.
An alle christlichen Monarchen Europas, schickte der König Boten aus mit einem "Appell an die Christen" (Beitrag von Großbritannien auf Seite 9).
In diesem haben die von König Goose versammelten Historiker eine Liste der Päpste zusammengestellt und nur deren schlechten Taten hervorgehoben. Eine letzte große Schrift der Protestanten an die Katholiken.
Der König betrachtete von seinem Balkon aus die sich auf den weg machenden Boten, während sich sein engster Vertrauter, Sir Duckworth, zu ihm watschelte gesellte.

Sir Duckworth: "Mein König, seid ihr sicher, dass euer Aufwand nicht vergebens ist? Wenn die Katholiken sich schon nicht der Reformation angeschlossen hatten, warum sollten sie sich dann jetzt umentscheiden?"
König Goose I von Lancaster: "Die Situation ist nun anders. Die meisten katholischen Könige folgen dem Papst aus Gier nach Lohn und Angst vor katholischer Vergeltung. Wenn wir sie von der wahren Natur des Papsttums überzeugen können, dann werden sie ihre Position überdenken."
Sir Duckworth: "Doch wird man es nicht bloß als protestantische Propaganda abtun?"
König Goose I von Lancaster: "Natürlich wird man das tun. Doch sollte auch nur ein Katholik einen Groll gegen den Papst hegen, so werden seine bereits vorhandenen Zweifel noch weiter verstärkt werden. Wenn sich nur einer vom Papst abwendet, war es die ganze Mühe wert, denn wie ein Niederländer einst sagte: Ein verdorbener Apfel im Korb verdirbt das ganze gute Obst."
Sir Duckworth: "Dann wollen wir hoffen, dass der Papst eins seiner Schäfchen nicht so gut behandelt wie er es sollte oder?"
König Goose I von Lancaster: "Es gibt viele Kandidaten denen der Kirchenstaat etwas genommen hat oder die er ungerechtfertigt behandelt. ich bin mir sicher unsere Worte werden Anklang finden."

Phase 2: Das Gespräch

Einige Monate später.
Der König wartete voller Vorfreude auf seinen (noch) katholischen Gast. Der Appell war ein voller Erfolg, denn obwohl nur eine Nation darauf antwortete, war es eine nicht verachtenswerte und mächtige Nation. Seine Mühen hatten Früchte getragen.
Die Tore zum Thronsaal öffneten sich und eine fiese Schlange der Kaiser des byzantinischen Reiches betrat den Raum.
Kronprinz Isaakios III Palaiologos: "Endlich sind wir da! (Ich hab doch gesagt ich werde in England landen, warum glaubt mir keiner?)"
König Goose I von Lancaster: "Ah, der Kronprinz des byzantinischen Kaiserreiches! Was verschafft uns die Ehre eures Besuches?"
KronprinzBasileus Isaakios III Palaiologos: "Oh, da habt ihr aber noch nicht die neuesten Informationen werter Britenkönig. ICH bin jetzt Basileus des Reichs. Mein Vater....hat abgedankt. Er war bloß ein schwacher Narr der vor dem Papst herumgekrochen ist in der Hoffnung auch mal ein Stückchen Anerkennung zu erhalten. Eure Botschaft ist bei ihm auf taube Ohren gestoßen, doch ich erkenne die große Weisheit in euren Worten und erkenne nun den Papst als das, was er wirklich ist."
König Goose I von Lancaster: "Das freut mich wirklich sehr zu hören! Kommt, lasst uns in meine Privatgemächer, wo wir ungestört reden können..."
Einige Zeit später in den Privatgemächern...
König Goose I von Lancaster: "Ihr habt euch also dazu entschieden gegen den Papst zu ziehen, sehe ich das richtig?"
Basileus Isaakios III Palaiologos: "Natürlich, doch erwarten wir dafür auch ein wenig Unterstützung, wenn ihr versteht was ich meine..."
König Goose I von Lancaster: "Aber gewiss doch..."
König Goose stand auf und holte eine Kiste aus einem Geheimversteck hervor.
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Süßer die Kassen nie klingeln als in Großbritannien

König Goose I von Lancaster: "Ich denke ein zinsloses Darlehen von 800 Dukaten sollte im Rahmen des Möglichen sein."
Basileus Isaakios III Palaiologos: "Wunderbar! Mit solchen Mitteln werden wir euch hervorragend im Kampf gegen den Papst unterstützen können!"
König Goose I von Lancaster: "Ich würde den Plan gerne etwas...erweitern."
Basileus Isaakios III Palaiologos: "Erweitern?"
König Goose I von Lancaster: "Momentan steht euer Land noch hoch in der Gunst des Kirchenstaates, ich finde wir sollten das ausnutzen solange es noch möglich ist. Ich höre ihr habt viel Einfluss im Vatikan und euer Kandidat könnte der nächste Papst werden.
Basileus Isaakios III Palaiologos: "Ja KÖNNTE, sicher ist dies nicht..."
König Goose I von Lancaster: Nun, Ich finde wir sollten da etwas... nachhelfen. Der jetzige Papst ist klug und gerissen (5|5|6), er kann unserer Sache sehr gefährlich werden. Wenn wir es schaffen noch vor dem Ligakrieg euren Kandidaten auf den Stuhl zu setzen, kann uns das enorme Vorteile bringen. Ihr könntet den Kirchenstaat von innen sabotieren (Der Papst von Byzanz hatte 0 Militär) und für Unruhe und Chaos sorgen wo vorher perfekte Harmonie bestand.
Basileus Isaakios III Palaiologos: "Das klingt alles schön und gut, doch wie sollen wir sicherstellen, dass mein Kandidat auch Papst wird."
König Goose stand nun abermals auf und holte eine weitere Kiste Gold.
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Doppelt hält besser!

Die Augen des Basileus weiteten sich
Basileus Isaakios III Palaiologos: "Woher habt ihr soviel Gold?"
König Goose I von Lancaster: "Sorgt euch nicht um die britische Wirtschaft. Wo das herkommt gibt es noch viel mehr."
Basileus Isaakios III Palaiologos: Aber denkt ihr wirklich die Kardinäle lassen sich so einfach bestechen?"
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.
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Eine Weile lang herrschte Stille
.
.
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Dann brachen die beiden Könige in Gelächter aus
Basileus Isaakios III Palaiologos: "Entschuldigt, der musste jetzt sein "
König Goose I von Lancaster: Nicht der Rede wert, euer Humor ist zu köstlich Basileus^^"
Basileus Isaakios III Palaiologos: "Doch ich muss euch leider mitteilen, dass wir soviel Geld nicht all zu schnell zurückzahlen werden können..."
König Goose I von Lancaster: "Macht euch darum keine Sorgen, die zweite Kiste ist einzig und allein für den Zweck gedacht euch zum Kontrolleur der Kurie zu machen. Seht es als... Finanzierung. Wir erwarten nicht, dass dieses Geld zurückgezahlt wird.
Basileus Isaakios III Palaiologos: "Ihr seid zu großzügig, mein Freund! Ich werde euch nicht enttäuschen!"
König Goose I von Lancaster: "Ich bin mir sicher, dass ihr das nicht werdet, nun geht, Ihr habt sicher noch viel vorzubereiten, außerdem müsst ihr noch den Krieg gegen den Perser schlagen."
Basileus Isaakios III Palaiologos: "Macht euch um den Perser keine Sorgen. Ich habe Athanasios Melisurgos (6|6|1|0) darauf angesetzt. Er ist ungeschlagen, ja ich glaube er ist sogar ein größerer Feldheer als Cremona, auch wenn er nicht so bekannt ist, doch dies ist nur eine weitere seiner Stärken."
König Goose I von Lancaster: "Nun, wenn das wahr sein sollte, mache ich mir wirklich keine Sorgen. Ich danke euch vielmals für das treffen Basileus. Möge dies der Beginn einer großen Freundschaft sein!
Basileus Isaakios III Palaiologos: "Die Freude war ganz meinerseits eure Majestät! Ich hoffe unser nächstes Wiedersehen wird nach unserem großen Sieg sein!"

Und so wurde der Plan langsam in Bewegung gesetzt und keiner in Europa schöpfte auch nur den geringsten Verdacht...

Phase 3: Der neue Papst

Nicht viel Zeit verging seit dem Treffen, da gab es bereits Kunde vom Tod des Papstes Clemens IX. Es gab zwar vereinzelt Gerüchte, dass der byzantinische Erzbischof etwas damit zu tun haben sollte, doch konnte dies niemand beweisen. Als König Goose auch noch erfuhr, dass der neue Papst Alexander VI (der byzantinische Erzbischof) ist, konnte er sich ein zufriedenes Lächeln nicht verkneifen.
"Alles läuft nach Plan. Jetzt muss nur noch der Krieg geschlagen werden. Der Papst wird noch etwas für Unruhe im Vatikan sorgen, dann greifen wir an."
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Papst Alexander VI
Jemandem mit so einem schönen Lächeln kann man doch vertrauen!



Phase 4: Der Krieg

Mit dem Sieg der Byzantiner über die Perser, der gerüchteweisen Schwäche Frankreichs und der Kirchenstaat mit schlechter Führung, sollte dem schnellen und überwältigendem Sieg der Protestanten nichts mehr im Weg stehen.

Die offizielle Kriegserklärung kam dann 1611.
Die Truppen der Protestanten sammelten sich hauptsächlich im Norden Frankreichs, da man auf Unterstüzung im Osten durch Byzanz rechnen konnte. Daher wurden die französichen Truppen im Westen schnell besiegt und als sich Österreich im Osten schon als Sieger glaubte, kam von der Flanke die byzantinische Übermacht herein, angeführt von Athanasios Melisurgos und fegten die Reihen der kaiserlichen Truppen einfach hinweg. Mit dem extrem schnellen Verlust vieler Truppen und der Belagerung ihrer Länder, kapitulierte die katholische Allianz um weiteren Schaden zu begrenzen.
Es gab kaum Ausgaben oder irgendeine Mühe seitens Großbritanniens, man nahm höchstens an zwei Schlachten teil ohne aber viel in diesen gekämpft zu haben, außerdem belagerte und plünderte man einige französische Provinzen, wodurch man durch den Krieg vielleicht sogar noch eher was rausgeholt hat.
Der krieg endete 1613 mit einem überwältigendem und verlustfreiem Sieg der Protestanten.

Epilog: Das Ergebnis

Und wieder ging König Goose I durch seinen Garten und setzte sich an den schönsten Platz. Er dachte über die letzten Jahre nach.
Dann kam ihm ein breites Grinsen aufs Gesicht.
Sein Plan ist perfekt aufgegangen. Nein er hat sogar alle Erwartungen übertroffen.

Der Papst hat viel von seiner Macht einbüßen müssen, das heilige römische Reich existiert praktisch nicht mehr, ein wichtiger Katholik hat sich vom Kirchenstaat abgewendet.
Dann war der Krieg so kurz, dass er kaum an den Ressourcen des Landes gezerrt hatte und dieses Zeit und Geld nun anderen Projekten zur Verfügung stand.
Das Beste an alledem? Die ganze Wut und Enttäuschung über die Niederlage bekommt nun das byzantinische Reich zu spüren, während König Goose sich weiterhin in seinem Garten entspannen kann.

Nun werden mit den freigewordenen Ressourcen noch ein paar Inseln von anderen Nationen abgekauft. Vielleicht darf es auch eine größere Insel sein? Wofür sich König Goose auch immer entscheiden wird, er wird seinen Nachfolger Frederick auf jeden Fall in eine Ära des Friedens und Wohlstandes entlassen...

***********************************************************************************

Botschaften an diverse Herrscher


An Frankreich:

Bei dem letzten Krieg standen wir auf gegensätzlichen Seiten. Ich hoffe ihr wisst, dass ich nichts persönliches gegen euch habe und wir vielleicht zusammenarbeiten könnten? Ich hörte ihr habt finanzielle Schwierigkeiten, vielleicht lässt sich da was aushandeln? Eine Hand wäscht die andere.

An Niederlande:

Auch gegenüber den Niederländern hege ich keinen Groll, obwohl ihr uns so niederträchtig angegriffen habt damals. Meine Tür für Verhandlungen steht immer offen.

An Preußen:

Schnell und überwältigend war unser Sieg mein Freund, doch seid vorsichtig: Ich glaube an den Gerüchten um den Kaiser Polens ist mehr dran als wir denken...

An Schweden:

Seid gegrüßt mein Freund im Norden. Euch ist sicher nicht entgangen, dass einige Provinzen in der Ostsee noch unter britischer Herrschaft stehen. Falls ihr über die Zukunft dieser Gebiete sprechen möchtet, bin ich gerne dazu bereit.

An Byzanz:

Ihr habt viel geleistet im Liga-Krieg mein Freund. Doch fängt jetzt erst die wahre Hölle an. Wir werden euch natürlich weiterhin finanzieren, wenn ihr weiterhin erfolgreich in euren Kriegen sein solltet. Wir erwarten dafür natürlich einen kleinen Anteil in euren Eroberungen dafür. Doch bin ich mir sicher, dass das byzantinische Kaiserreich diese Krise überstehen wird, denn euer reich hat schon viel Schlimmeres überlebt, nicht wahr?

An Portugal:

Es ist sehr erfreulich, dass wir uns in der Sache um Neuseeland einigen konnten. Ich hoffe, dass wir auch in Zukunft weiterhin gute Geschäfte machen können.

An Persien:

Ich hoffe ihr habt nicht vergessen, wer euer wahrer Feind ist Perser. Das heilige Land wurde eurem Glauben so hinterhältig entrissen, in einem sogenannten Kreuzzug, bei dem es nichts als Mord und Zerstörung an Zivilisten gab. Es wird langsam Zeit diesen Unterdrückern zu zeugen, dass sie nicht tun können was sie wollen, findet ihr nicht?

An Russland:

Nach mehr als einem Jahrhundert, versucht Byzanz sich endlich aus dem Griff des Kirchenstaats zu befreien. Ich hoffe ihr habt nicht vergessen, wo euer Glaube seinen Anfang nahm? Vielleicht ist endlich die Zeit gekommen, in der Byzanz nicht länger sein Erbe verleugnet und wieder zu seinen rechtmäßigen Wurzeln zurückkehrt. Doch gibt es viele die dem Reich dies nicht gönnen wollen. Ihr seid einer der wenigen die Byzanz bei diesem Unterfangen unterstützen können (und sollten). Ich denke ihr werdet die richtige Entscheidung treffen.

An Japan:

Grüße an das weit entfernte Japan!
Wir sehen, dass euer Land weiterhin wächst und zu einer nicht verachtenswerten Macht geworden ist. Ich hörte, ihr habt euch mit Russland zusammengeschlossen und den Kaiser Chinas angegriffen? Solltet ihr erfolgreich sein, wird die Zukunft Japans sicher mit viel Ruhm und Ehre erfüllt sein.


Möge Gold unser Handeln lenken

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Re: [EU IV MP] „Deus Vult!"

Beitragvon Dynamite » 12. August 2017 18:24

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Re: [EU IV MP][AAR][Diplo] „Deus Vult!"

Beitragvon Elequendi » 12. August 2017 23:16

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Noriakis Entscheidung


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Nachdem mehrere Jahre ins Feld gegangen waren und trotz der Politik der Offenen Tür nach der Fürst Noriaki weiterhin handelte, geschah nichts Verhängnisvolles in Nihon. Keine Katastrophe brach über das Land herein und auch unser Herrscher erfreute sich wieder einer besseren Gesundheit, denn die Alpträume schienen ihn nicht länger zu plagen. Nachdem ihm die finsteren Visionen geplagt hatten, wandte sich Fürst Noriaki den westlichen Ideen in größerem Maße zu, denn er wollte selber mit wachen Verstand und tüchtigem Geist die mögliche Bedrohung, die von den Nanban kommen mochte einschätzen. Er wandte sich nicht nur der Sprache und der Kultur der europäischen Nationen zu, sondern versuchte auch deren Religion, ihre Lebensweise und ihre Geschichte zu begreifen, auf das er sich sicher sein konnte, dass diese Menschen und Menschen waren sie wohl offensichtlich, Japan nicht den Untergang bringen mochten. Dabei war es unerlässlich, dass er sich auch der großen Werke der Europäer annahm. Er las viel, die großen philosophischen Werke des Westens, er las die großen Gelehrten und die Scholastiker. So kam er auch bald zu dem heiligen Buch der Europäer, der Bibel. Da er dieses Werk kaum mit den Erfahrungen und den Spirituellen Vorstellungen, die ihm selbst in seiner Jugend mitgegeben wurden in Verbindung zu bringen vermochte, so holte er sich einige der Missionare, die schon seit einigen Jahren mit der Zustimmung des Fürsten im Land umherzogen an seinen Hof. Nach langen Gesprächen konnte sich unser Fürst zumindest davon überzeugen lassen, dass hinter den seltsamen Geschichten dieses Buches scheinbar ein tieferer Sinn zu stecken schien. Auch wenn manche Andeutungen der christlichen Missionare Noriaki missfallen hatten war er doch geneigt den Diskurs mit dieser neuen Religion offen zu gestalten.


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Am Hofe Noriakis konnte man den Fürsten immer öfter im Dialog mit den Jesuitenpriestern sehen und ein hochgebildeter und sehr beredter Mann namens Ignacio Ferreira wurde gar ein Freund unseres Fürsten. Manchem seiner Berater missfiel diese Entwicklung jedoch mit der Zeit und einige Stimmen wurden laut, die christliche Religion auf ihre subversiven Qualitäten hin zu überprüfen. Sie meinten das diese neue und fremde Religion mit der Zeit unsere eigene Kultur und Bräuche zerstören könnte, dass sie sogar unserer Vorfahren beleidigen würde. Nach langen Drängen seiner Berater entschied sich Noriaki letztendlich dafür diese Religion durch eine Gruppe von vertrauenswürdigen Gelehrten und Fachleuten verschiedener Fachgebiete zu überprüfen, auf das sie sich selbst ein Bild machen sollten von der Natur dieses Glaubens und ein vernünftiges Urteil abgeben mögen.


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Das Resultat dieser Untersuchung überraschte nicht nur die Berater am Hofe des Fürsten sondern auch unseren Herrscher selbst. Da die entsandten Fachleute derart von den christlichen Werten überzeugt waren, das sie sich selber hatten taufen lassen. Fürst Noriaki fühlte sich von dieser Euphorie derart angesteckt, dass er sich selber von Ignacio Ferreira hat taufen lassen. Auch in der normalen Bevölkerung fanden sich immer mehr Menschen, die diesen neuen Weg für sich entdeckten. Nachdem nun also auch das Christentum als ein Teil unseres Reiches angenommen wurde, können wir mit Fug und Rechte behaupten, dass Fürst Noriaki in weiser Manier über ein weltoffenes und florierendes Land geboten hatte in dem sowohl Buddhisten, Schintoisten, Animisten und Konfuzianer und Taoisten friedlich nebeneinander mit Christen koexistierten.


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Die letzten Jahre Noriakis


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[center]Noriaki in seinen privaten Gemächern. Einige Diener übermitteln dem Herrscher so wie hier immer wieder wichtige Botschaften und Anfragen aus allen Teilen des Reiches.
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Noch im hohen Alter war unser guter Fürst voll des Tatendranges und wollte unser Land endlich aus der Oberhoheit durch die Chugoku befreien. Der Jährliche Tribut war zwar alles andre als hinderlich, aber es verletzte doch im tiefsten Inneren den Stolz eines Jeden von uns. Dabei wollte sich Fürst Noriaki jedoch nicht alleine auf unsere Truppen verlassen, wussten wir doch um die militärische Stärke unseres Gegners. Um die Reihen unseres Heeres zu verstärken, wollte Fürst Noriaki unseren Bündnispartner den Zaren um Hilfe bitten, damit die Masse der russischen Soldaten die Chinesen zurückdrängen und ihnen Einhalt gebieten würden oder zumindest Ihre Aufmerksamkeit auf mehrere Schauplätze zu verteilen. Das Heer wurde für diese Aufgabe weiter aufgestockt um unsere Grenze vor den Ansturm des Feindes schützen zu können. Die Festungen an der Grenze waren ohnehin in einem guten Zustand und so konnte der Krieg schon bald nach der Absprache mit den Zaren begonnen werden.


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Dem Zaren wird das Gesuch Fürst Noriakis vorgetragen. Aufgrund der wichtigkeit dieser Entscheidung war der gesamte Hofadel anwesend.


Wie es nicht anders zu erwarten war konnten wir einige Wegstunden in Feindesland vorrücken bevor uns das Heer des Gegners gegenübertrat. Am Fluss Shuangtaizi erwarteten wir das feindliche Heer. Verstärkt durch 24.000 Russen konnten wir unsere Position gegen den mächtigen ersten Ansturm der gegnerischen Heere halten. Unser Glück war es, dass die Chinesen ihre Heere in einer Stärke von etwa 30.000 bis 40.000 Mann in unsere Formation hineinschickten, wobei sie, hoffnungslos unterlegen, schnell aufgerieben wurden, bevor die Verstärkungen sie hätten retten können. So verlor unser Gegner schon in den ersten Kriegsmonaten etwa 250.000 Mann. Doch schienen sie diese Zahlen kaum zu schrecken, denn schon kurz nach dieser ersten Welle kamen schon die nächsten Horden auf unsere Stellung zugestürmt und nicht nur unsere Grenze wurde von den Chinesen attackiert, auch die sibirische Grenze in Russland wurde von knapp 100.000 Mann angegriffen. Nachdem wir aber Welle um Welle des Feindes abgewehrt hatten und ihre Verluste weit über 400.000 Mann betrugen, da ebbte ihre Flut langsam ab und wir rückten weiter vor um Beijing zu besetzen. Die große und reiche Stadt fiel nach einjähriger Belagerung ohne das ein größeres Entsatzheer unsere Verbände vor Ort bedroht hätte.


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Nachdem die Angriffe der Chinesen abgewehrt wurden schien ganz Nrdchina mit Leichen übersät zu sein.


Kurz nach dem Fall der mächtigen Stadt hatte unser Land jedoch einen schweren Schlag hinzunehmen, denn Fürst Noriaki erlag einer schweren Krankheit, die ihm schon seit Wochen zusetzte. Sein Sohn Norifuji übernahm daraufhin den Titel und die Ämter seines Vaters und versuchte die Wogen dieses so spontanen Wechsels mitten in einem der größten Kriege die wir je ausgefochten hatten zu glätten. Norifuji behielt zum größten Teil die Berater seines Vaters bei und beließ so ziemlich jeden der Beamten am Hofe auf seinen Posten, da er eine Umstellung der höfischen Prozeduren im Krieg für ungebührend erachtete.


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Uesugi Norifuji bereitet sich auf die Thronbesteigung vor.




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Norifujis Ideen für den neuen Beraterstab


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Fürst Norifuji empfängt hier im Beisein seines Rates einen Ausländischen Experten.


Obwohl der krieg mit unseren mächtigen Nachbarn noch nicht beendet ist, wollte Norifuji nun doch, nachdem die ersten wechselvollen Monate nach der Thronbesteigung ohne größere Schwierigkeiten gemeistert waren, den Hofstaat seines Vaters an seine neue Regierung anpassen. Dazu wollte er sich einige Berater an den Hof holen, die nicht in Nihon geboren waren und ihr Leben um größten Teil in ihren fernen Heimatländern verbracht hatten. Diese sollte Norifuji dabei helfen diese Welt besser zu verstehen. Dass sein Vater sich hatte taufen lassen und in seinen letzten Lebensjahren viel Umgang mit den christlichen Missionaren hatte, tat sein Übriges dazu, das Norifuji mehr von der Welt wissen wollte. Dennoch mochte Norifuji nicht einfach bei den Händlern, die nur auf Profit aus waren und bei den Missionaren Rat suchen. Kamen diese doch mit einem bestimmten von ihrer Krone, ihren Glauben oder ihrer Gier getriebenen Auftrag in unser Land. Noriifuji aber wollte sich Männer an den Hof holen, die ihre Welt möglichst objektiv betrachteten, ohne das ihr Blick durch di Brille ihres Glaubens oder ihrer Geschäfte verzerrt zu werden drohte. Diese Leute aber waren sehr schwer aufzutreiben. Da die meisten Europäer die Reise nach Japan wie sie unser Land im Allgemeinen nannten ohnehin eher scheuten, da der Weg immer noch weit und gefährlich war, waren nahezu alle anwesenden Besucher aus dieser fernen Welt im Auftrag des Glaubens oder des Geldbeutels hier mit Ausnahme einiger verwegener Abenteurer. Mit der Zeit aber konnten einige Persönlichkeiten der wichtigen westlichen Nationen an Norifujis Hof versammelt werden. Diese sollten ihm nicht nur über die Diplomatischen und Wirtschaftlichen Verhältnisse in ihrer Heimat berichten, sondern auch über die Ambitionen und Ansichten der Herrscher und Machthaber dort, sofern sie es denn vermochten.




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Persien verlangt es nach den Reichtümern Indiens.


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Der Nordwesten des indischen Subkontinents konnte erst kürzlich von den Truppen des Schahs unterworfen werden. Hier sieht man eine prächtige Prozession des Machthabers in einer der neu gewonnenen Provinzen.


Er unterhielt sich zunächst mit Amin Razi aus dem südlichen Persien. Dieser Mann hatte lange Zeit als Geograph in Diensten des Schahs gedient, war aber nach langen Jahren des Dienstes am Hofe dieser Aufgabe überdrüssig geworden, da er die Welt mal mit eigenen Augen sehen und nicht nur Karten aufgrund von Berichten anderer anfertigen wollte. Amin konnte dem Fürsten Noriaki einiges über die persischen Sitten und Gebräuche sagen. Dass sie schon lange hungerten nach den Reichtümern Indiens, welche direkt vor ihren Augen lagen, die aber oft in weite Ferne gerückt waren, weil die Herrscher in der Vergangenheit ihr Augenmerk doch des Öfteren auf den Westen geworfen hatten, wo die Christen einen eigenständigen Staat etabliert hatten, der immer weiter in die ehemaligen muslimischen Gebiete vordgedrungen war. Schon früh hatten sie im Lande damit begonnen die alten Festungen zu restaurieren und oft verließe man sich im Kampf auf die Schlagkraft ihrer Reitertruppen. Nachdem die Wirtschaft gestärkt worden war und die fruchtbaren Gebiete zwischen Euphrat und Tirgis in ihre Hand gefallen waren, da begannen die Herrscher den Adel zu stärken, der in wohlweislicher Manier dazu beitrug das Heer zu bereichern. Auch lässt man dort die Religion nicht aus den Augen, denn auch sie betrachten ihren Glauben als vorrangig und versuchen den Anteil derer, die diesen Glauben nicht folgen, zumindest so gering zu halten, dass sich daraus keine Gefahr für die Stabilität des Staates ergäbe.




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Aufopferungsvoller Kampf ums heilige Land.


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Viele blutige Kämpfe mussten ausgefochten werden, bis die Kreuzfahrer ernuet in den Besitz des Heiigen Landes gekommen waren und mit viel Blut verteidigen sie es.


Er lud sich danach Godfrey de Lunais an den Hof. Dieser war lange Zeit ein Kommandant der christlichen Truppen unter König Baldwin von Jerusalem. Er war, nachdem er aus dessen dienste durch unflätiges Benehmen entlassen wurde, durch die Welt gereist um sich die Kampfkünste anderer Kulturen anzueignen. Da er einiges über unsere Art mit dem Schwert zu kämpfen in der Ferne erfahren hatte, kam er schließlich bis in unser Land. Godfrey war zwar ein eher grobschlächtiger und unhöflicher Mensch, weshalb er wohl auch bei seinem früheren Herrn in Ungnade gefallen war, konnte Noriaki aber dennoch einen guten Einblick in die Lebensweise und Kultur seines Heimatlandes geben. Er meinte, dass man in Jerusalem zumeist bestrebt sei, die christlichen Ideale weiter zu verbreiten und die Heiden, wie sie alle Andersgläubigen Nichtchristen bezeichneten weiter zurückzudrängen. Insbesondere die Eroberung der Heiligen Stätten der Muslime war für sie ein großes Ziel gewesen. In den weiten Trockenen Ebenen dort gibt’s es so manche machtvolle Grafen und Herzöge, die auf gut befestigten Burgen ihr Territorium wie kleine Könige beherrschen. Mit den starken Burgen der Kreuzritter und der Berufung auf ihre Gottgegebene Mission wollten sie unbedingt die Heilige Stadt jerusalem in christlicher Hand bewahren und waren lange Zeit gut Feund mit dem Kaiser im Norden und dem Papst in Italien.




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Der Drang zu alter Größe.


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Der Blick auf die Hafenanlagen von Konstantinopel. Die Hagia Sophia gebietet mit ihrer gewaltigen Fassade über die Stadt.


Da Godfrey in seiner Rede ab und zu auf das Kaiserreich von Byzanz, welches gekrönt von einer mächtigen Hauptstadt die Gefilde Kleinasiens beherrscht, verwies, wollte Noriaki auch einen Landsmann dieses Reiches zu sich an den Hof laden. Es dauerte jedoch einige Zeit, bis ein solcher in unserem Reiche gefunden wart. Dieser Mann hieß Thomas Iagaris. Er behauptete lange am Hofe von Basileus Isaakios gedient zu haben, wollte aber nicht offenlegen welche Position genau er denn innegehabt hatte. Doch schien er viel über die inneren Angelegenheiten der Regierung zu wissen und auch von den Gepflogenheiten des Herrschers wusste er einiges zu erzählen. Aus seiner Sicht war man am Hofe in letzter Zeit wohl oft in Verdruss geraten ob der Stagnation an den Grenzen des Reiches. Noch zu Zeiten der Vorväter ihres jetzigen Herrschers hatte man sich wohl ausgemalt den alten Glanz ihres Reiches wiederherstellen zu können. Dieses Vorhaben aber war zu sehr ins Stocken geraten und da alles Gebiet, welches sie gerne für sich gefordert hätten von ihren damaligen Verbündeten besetzt war, ließ sich der Herrscher zum Verrat an seiner Religion und an seinen treuen Verbündeten verführen. Dies war zumindest die Sicht dieses Mannes, aber es war auch Noriaki schon zu Ohren gekommen, dass im fernen Westen die Einheit der Religion und die Einheit der Nationen wohl schon so manche Scharte abbekommen hatte. Thomas sprach weiter von der Geschichte seines Landes, man habe sich dort schon immer auf die Religion gestützt und das Christentum, egal in welcher Auslegung habe eine sehr lange Tradition. Aber sie hätten sich auch schon recht früh bemüht durch Offensive Aktionen sich das zurückzuholen, was ihnen aus ihrer Sicht nur zustehen konnte. Um das zu gewährleisten wollten die Machthaber zusätzlich auch die die Qualität des Heeres verbessern und die Wirtschaft stärken. Wie sich die Geschehnisse in seiner Heimat in Zukunft noch entwickeln mochten, dass wollte Thomas nicht einmal abzuschätzen wagen.




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Reichtum und Pracht im Kirchenstaat.


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Der kolossale Neubau der Basilica Sankcti Petri ist prächtiger und schöner als alles zuvor dagewesene.


Thomas Iagaris hatte Fürst Noriaki auf eine andere Idee gebracht. Hatte Thomas doch etwas von den verschiedenen Strömungen des Christentums erwähnt. Nun wollte er etwas über das Land in Erfahrung bringen, dass den noch immer vorherrschenden Glauben der Christlichen Welt am ehesten vertrat. Er wollte unbedingt mit einem Manne aus dem Reich des Papstes im Westen reden. Alexander Flangini ein gebürtiger Florentiner und Finanzexperte wurde nach kurzer Absprache mit einigen christlichen Missionaren an den Hof befohlen. Alexander war nach Aussage der Geistlichen für längere Zeit in finanziellen Angelegenheiten von den Beratern der Päpste um Rat gebeten worden, bis er sich dazu entschloss Europa endgültig den Rücken zu kehren, damit er endlich ruhe hätte vor all diesen lästigen Anfragen. Er erschien kurze Zeit später am Hofe Noriakis und erklärte diesen, dass er von den Päpsten selbst zwar recht wenig gesehen hatte, aber über ihre Politik wohl bescheid wisse. Die Verwaltung auf der Halbinsel die zum Großteil unter der direkten Herrschaft der Päpste Stand und den Namen Italien trägt, war in zehn Regionen unterteilt. Schon früh hatten die Päpste die Einsicht gehabt, dass die störrischen italienischen Städte nur mittels starker und wohl gebildeter Adliger vor Ort unter Kontrolle zu bekommen waren. Somit hatte man früh damit angefangen die Aristokratische Schicht auf der Halbinsel zu stärken. Auch wollten die Machthaber das hohe wirtschaftliche Potential ihres Machtbereiches ausreizen und führten dahingehend einige wirtshaftliche und finanzielle Reformen ein. Im Laufe der Zeit wurde ihnen allerdings klar, dass man in Anbetracht der erstarkenden Nachbarn und feindlichen Kräfte die Qualität ihre Truppen erhöhen müsste und dass man sich auch neuen Ideen zuwenden sollte. Daher wurden einige der größten Künstler und Gelehrte in die Stadt Rom eingeladen. Viele monumentale Bauwerke sollen dort entstanden sein, die von der Pacht und dem Reichtum der Päpste zeugen. Was seither in seinem Geburtsland geschehen sein mag, darüber konnte auch Alexander nur spekulieren, denn da er seine Ruhe haben wollte, vermied er jedwede Korrespondenz mit seiner alten Heimat.




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上杉義稙大名日本の男性

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Re: [EU IV MP][AAR][Diplo] „Deus Vult!"

Beitragvon Sebulon » 13. August 2017 02:13

Persien


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Wieder eine fremde Delegation

Der Schah saß an seinem Schreibtisch. Viel zu oft saß er in letzter Zeit an seinem Schreibtisch. Er erinnerte sich an die Ausritte in seiner Jugend. Wie er im Galopp durch die Steppen eilte. Die kleinen Flüsse und Bäche, die endlosen Felder. Wie Alis Rüssel ihn auffingt, wenn er stürzte. Die Lagerfeuer. Als er so darüber nachdachte, musste er sich eingestehen, dass seine Erinnerung getrübt war. War er wirklich auf dem Rücken seines Elefanten durch die erst kürzlich eroberten Steppen geritten? Vielleicht sollte er das Rauchen von Opium reduzieren. Nunja es war wie er war, er hatte eine Menge Papierkram vor sich, als der neue Großwesir den Raum betrat. Eines musste man seinem Vorgänger, dem elenden Verräter lassen, er wusste, wohl zum Zwecke der Infiltration, bestens um alle Verwaltungstätigkeiten bescheid.
"Mein Schah, eine Fremde Delegation ist eingetroffen."
"Schon wieder eine Delegation? Was suchen sie diesmal, die grüne Katze?"
"Nein, mein Schah, es scheinen Kaufleute zu sein. Händler aus dem Westen, die an Geschäften und Dublonen interessiert sind."
"Hm, Geschäfte sagst du? Nun gut, ich werde sie Empfangen."

Der Schah betrat den Thronsaal. In gewohnter Prozedur musterte er auf dem Weg zum Thron die Delegation. Sie traten sehr nüchtern auf. Keine Truhen, keine Geschenke, aber mit einem Ausdruck im Gesicht, als wüssten sie genau, was sie wollten.
"Mein Schah, die Delegation aus den Niederlanden, vertreten durch den Außenhandelsvertreter der Niederländischen Südindienkompanie, Willem van de Mark, im Auftrag des Statthalters der Republik der Vereinigten Niederlande."
Der Schah nahm das Wort an sich: "Willkommen im wunderschönen Persien, meine Herren, was hält mich davon ab eure heidnischen Köpfe auf den Stadtmauern aufzuspießen?"
"Großer Schah von Persien", der Niederländische Abgesandte antwortete, "wir haben in Südindien Konzessionen von lokalen Machthabern zur Kolonisation und Prosperation erhalten. Im Einklang mit den Statuten der Niederländischen Südindienkompanie in Übereinstimmung mit den Paragraphen 13 und 14 der Niederländischen Kolonisations- und Prosperitationsverordnung. Wir zielen auf eine Kolonisation und anschließende Prosperation des Südöstlichen Indiens und in Übereinstimmung mit den Paragraphen 3 und 7 der Niederländischen Kolonisations- und Prosperitationsverordnung auf eine zunehmende Wertschöpfung mit anschließender Abschöpfung zum Wohle aller Bürger der Republik der Vereinigten Niederlande ab."
"Territorium in Indien ...was wovon, um was geht es..".
Der Schah wurde jäh von dem niederländischen Abgesandten unterbrochen: "Hier, großer Schah, einige Karten", einer seiner Mitarbeiter trat mit Kartenmaterial vor den Schah, "hier sehen Sie einige Grenzverläufe eingezeichnet. Entlang der wichtigen Handelspunkte werden sie einen, von der Südindienkompanie eingezeichneten, Vorschlag vorfinden. Im Einklang mit den Sitten des großen Persischen Reiches sind wir bereit euch einen Tribut für unsere Präsenz in Indien zu zollen. Sollten sie zustimmen werden umgehend Truhen mit Gold nach Isfahan gesendet."
"Tribut klingt gut. Eine Freude mit Ihnen Geschäfte zu machen. Nun entschuldigen sie mich, ich habe noch Papierkram zu erledigen." Der Schah erhob sich und verließ den Thronsaal.
Autor folgender Bücher

American Horror Story oder: Wie ich lernte, den Italiener zu hassen. Blitzkrieg im Westen, der Untergang Frankreichs. Rang 1 mit Deustchland - Fluch und Segen zugleich. Von ewiger Treue (Eine Deutsch-Deutsch-Osmanische Geschichte). Tausend und eins tote Rebellenbrigaden. Im Westen viel Neues - Die Geschichte Russlands uns seiner störrischen Nachbarn.

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Flügelhusar
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Re: [EU IV MP][AAR][Diplo] „Deus Vult!"

Beitragvon Flügelhusar » 13. August 2017 03:09

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Handel und Zucker


Zucker aus Nablus

Auszug aus dem Lexikon der Pflanzen von den Antoniusbrüdern in Sinai hat geschrieben:
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Illustration der Zuckerrohrpflanze


Die genau Herkunft des Zucker ist unbekannt. Es wird vermutet, dass die Zuckerrohrpflanze aus China oder Indonesien stammt. Durch Handel über die Seidenstraße gelangte sie schon in der Antike zur Zeit Christi in den Okzident und Orient. Sogar die Byzantiner haben Aufzeichnungen darüber in ihren Archiven. Der Saft der Pflanze wurde kristallisiert und so lange haltbar gemacht. So war es leichter zu transportieren und der Zucker war viel länger haltbar. Der Anbau der Zuckerrohrpfalnze erstreckte sich bald um den ganzen Mittelmeerraum.

Die ersten Kreuzzügler brachten den Zucker nach Zentraleuropa. Wir lernten viel über den Zuckeranbau und konnten ihn sogar verbessern! Italienische Kaufleute verkauften den zucker bald in ganz Europa und er wurde zu einem beliebten Genussmittel.

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Nablus entwickelte sich im Heiligen Land zum größten Zuckerproduzenten. Bald darauf entschieden sich die Könige von Jerusalem den Zuckeranbau in Nablus zu fördern. Die gezielte Förderung des Anbbau resultierte, dass Nablus zur Zuckerhaupstadt der ganzen Welt wurde und immer noch ist. 15% des gesamten Zuckerbedarfs werden von der Region Nablus gedeckt. Mit 18% Produktionsanteil ist Jerusalem der Hauptexporteur von Zucker.

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Die besten Konditoren gehen nach Nablus in die Konditorenschule, um dort ihr Handwerk zu lernen. Hier enstehen täglich neue Kreationen der Zuckerindustrie von leckeren Kuchen über Bonbon. Der Name Bonbon kommt übrigens von den Konditorenkindern, als sie die Bonbons zum ersten mal probierten riefen sie Bon (französich: gut)!

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Briefe


Baldwin ging im Skriptorium des Klosters umher und diktierte dem schnell schreibenden Bruder folgende Briefe. Er hielt die briefe kurz. Schließlich war er auf Exerzitien im Kloster und wollte etwas Abstand von den Regierungsgeschäften nehmen.

Heiligster Vater Papst Nicolaus V,

wir sind erschüttert, über den verlorenen Ligakrieg. Wir wissen aber der katholische Glauben ist nicht verloren. Viel mehr war dies ein Zeichen, dass wir uns vielleicht mehr entweltlichen sollten und den Güter und Schätze im Himmel anstatt auf Erden ansammeln sollte. Ich halte Sie ehrwürdiger Vater stets in meinem Gebet.

gez.
Baldwin VIII de Dreux, König von Jerusalem


Sehr geehrter Statthalter der Niederlande,

Wir begrüßen eure Besitzungen in Indien und euren Eifer für die Mission sehr. Vielleicht kann man ja bald in Handel und Expansion zusammen arbeiten?

gez.
Baldwin VIII de Dreux, König von Jerusalem


Geliebter Bruder in Byzanz,

komm bitte wieder Heim in Katholische Kirche. Wir warten sehnlichst auf euch. Lasst uns alle unsere Streitigkeiten beiseite legen und uns versöhnen.

gez.
Baldwin VIII de Dreux, König von Jerusalem


Ehrwürdiger Fürst von Uesugi,

wir hörten von Christen in eurem Reich. Das von Tag zu Tag immer mehr Menschen sich zum Christentum bekehren. Sogar euer Vater hat sich taufen lassen. Haben wir gehört. Möge euer Land gesegnet sein und bald offiziel Teil der katholischen Kirche.

gez.
Baldwin VIII de Dreux, König von Jerusalem





Stille


Baldwin reflektierte die heutige Lesung als er zur Kapelle ging.

Bibel hat geschrieben:11 Der Herr antwortete: Komm heraus und stell dich auf den Berg vor den Herrn! Da zog der Herr vorüber: Ein starker, heftiger Sturm, der die Berge zerriss und die Felsen zerbrach, ging dem Herrn voraus. Doch der Herr war nicht im Sturm.


Plötzlich pfeifte ein starker Wind durch den Kreuzgang. Baldwin musste sich an den Säulen festhalten. Der Wind pfeifte in seinen Ohren. blätter flogen vom Garten in den Kreuzgang.

Bibel hat geschrieben:Nach dem Sturm kam ein Erdbeben. Doch der Herr war nicht im Erdbeben.


Der Sturm hörte auf und ein Erdbeben brachte Baldwin zu Fall und er landete auf den harten Marmorboden des Kreuzganges.

Bibel hat geschrieben:12 Nach dem Beben kam ein Feuer. Doch der Herr war nicht im Feuer.


Baldwin rettete sich in die Kapelle und kurz vor Ende des Bebens viel ein Kerze auf den Teppich in der Kapelle und der Teppich fing Feuer. Zum Glück konnte er das Feuer rechtzeitig austreten. Es wurde wieder stille und Baldwin hob den Kopf.

Bibel hat geschrieben:Nach dem Feuer kam ein sanftes, leises Säuseln.13 Als Elija es hörte, hüllte er sein Gesicht in den Mantel, trat hinaus und stellte sich an den Eingang der Höhle.


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Es wurde wieder stille und Baldwin hob den Kopf. Er fiel sofort auf die Knie und er wusste er war nicht alleine. Seine Augen erblickten den Herrn der verhüllt im Allerheiligsten Sakrament zugegen war. Er war nicht mehr alleine. Er war alleine mit Gott allein. In der Stille verbrachte er auf Knien betend die ganze Nacht in der Kapelle bis die Mönche sich zum Morgengebet in der Kapelle einfanden. Baldwin schaute sich verwundert, weil er realisierte, dass er die ganze Nacht in der Kapelle war. Er freute sich und lobte Gott.

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