Imperator - Entwicklertagebuch #3 - 11. Juni 2018

Rund ums Spiel / Pre-Release

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Imperator - Entwicklertagebuch #3 - 11. Juni 2018

Beitragvon Kornstab » 11. Juni 2018 15:57

https://forum.paradoxplaza.com/forum/in ... 8.1104733/


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Hallo allerseits und willkommen zurück zu einem weiteren Entwicklertagebuch für Imperator. Diesmal sprechen wir über das Ressourcensystem im Spiel.

Zuallererst mal haben wir Gold, das du über Steuern und Handel erhältst und für Entwicklung und Militär ausgeben kannst. Die zweite Ressource ist die Rekrutenreserve, die hauptsächlich für den Aufbau und die Verstärkung von Armeen benötigt wird.

Es gibt zudem vier weitere Arten von Ressourcen, die nicht mit dem Wachstum skalieren, sondern ein großartiges Balancing-Instrument gegen ein Schneeballsystem darstellen, durch das man immer stärker würde.

Diese vier Ressourcen stellen Macht dar. Es gibt vier Arten von Macht in Imperator, die jeweils auch einem Charakterattribut zugeordnet sind. Jede mit eigenem Nutzen und eigenen Vorteilen.

Macht bekommst du vor allem je nach Qualität deines aktuellen Herrschers, aber es gibt auch einen Bonus für die monatliche Macht, wenn deine nationalen Ideen mit den Kategorien übereinstimmen, in denen deine Regierung Ideen haben möchte.


Bild Die erste Macht ist die militärische Macht (Military Power), die die "Virtus" repräsentiert. Diese basiert hauptsächlich auf den kriegerischen Fähigkeiten deines Herrschers. Militärische Macht wird genutzt, um neue militärische Traditionen, inspirierende Devotio [lateinisch für Weihe für die Götter. Laut wiki ein Pakt eines Feldherrn mit den Göttern, Anm. d. Ü.] sowie alle einzigartigen Einheitenfähigkeiten zu bekommen.


Bild Die zweite Macht wird bürgerliche Macht (Civic Power) genannt, was "Gravitas" repräsentiert und hauptsächlich auf dem Raffinesse-Attribut deines Herrschers beruht. Du nutzt bürgerliche Macht, um Erfindungen zu erhalten, Handelsrouten einzurichten und deine Pops zu bewegen, aber auch für andere Dinge.


Bild Die dritte Macht ist die Macht der Redekunst (Oratory Power), die die "Dignitas" repräsentiert. Diese hängt vom Charisma-Attribut deines Herrschers ab, und du verwendest diese Macht auf das Fingieren von Ansprüchen, die Verbesserung von Beziehungen, das Verordnen von Gesetzen, die Unterstützung von Parteien und für viele andere Dinge, bei denen die Macht der Rede nützlich ist.


Bild Die vierte und letzte Macht ist die religiöse Macht, auch bekannt als die "Pietas". Diese basiert auf dem Eifer-Attribut (engl.: zeal) deines Herrschers. Hier einige Dinge, für die du religiöse Macht nutzt: Schweine erstechen, Pops konvertieren und Omen einholen.


Dann gibt es noch viel mehr Fähigkeiten und Interaktionen, bei denen eine Kombination von Macht genutzt werden kann oder auch nicht. Dein Technologiefortschritt aber hängt von der Leistung deiner Bürger ab, nicht von der Ausgabe von Machtpunkten.

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Nächste Woche werfen wir einen Blick auf die Einheiten von Imperator!


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Und noch das Bild von John bei Twitter:

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Re: Imperator - Entwicklertagebuch #3 - 11. Juni 2018

Beitragvon Kornstab » 11. Juni 2018 15:59

Eine Poleis auf dem Weg zur Weltmacht
(Kinder bitte nicht nachmachen!)​


Teil 1 von 2​


Lange nach Anbeginn der Zeit, aber noch weit bevor der anthropogene Treibhauseffekt Schnee von gestern war, wanderten aus dem Norden die Dorer auf die griechische Halbinsel. Hätte es diese nicht gegeben, wären sie glatt baden gegangen. So aber sorgten sie mit Naturkatastrophen im Gepäck für das Ende der Mykenischen Hochkultur. Eine davon dürfte der Staatsbankrott gewesen sein. Bis dahin beherrschte die von Handel geprägte Stammesgemeinschaft lange vor den Phöniziern die Ägäis. Jetzt aber mussten sie ihren Platz räumen. Denn merke: Wer viel handele, der importiere viele Waffen! Ansonsten geht es einen wie den Mykenern, die sich als Ionier getarnt selbst auf das kleinasiatische Festland exportieren mussten. Ihren Heroen hinterher, die sich vor lauter Schlachten bei Troia, Ställe ausmisten oder der Jagd auf Phantasiewesen der Verteidigung entsagten.

Da einer der Letzteren aber in seiner Heimat gerade seinen seltsamen Freizeitbeschäftigungen nachging und so das letzte Schiff verpasste, begrüßte er die Neuankömmlinge freundlich. Seine Gästezimmer reichten jedoch nicht annähernd für die Hälfte eines Bruchteils seiner dorischen Gäste aus. So gründete er voller verzweifeltem Stolz eine Stadt – Athen. Die Dorer nannten ihren edlen Gastgeber daraufhin Theseus, weil er sich selbst auch so nannte.

In dieser ihrer Poleis war vieles anders als sonst wo auf der Welt. Der Adel, der nur deswegen Adel war, weil sein Land etwas läufiger war als das der anderen, repräsentierte nichts groß über sich hinaus. Anderswo monopolisierte dieser Stand die Schrift, somit die Verwaltung und über diese wiederum die Verteilung von Ländereien. Manche hatten gar ein Patent auf den Zugang zu den Göttern, welche den in der Landvergabe gefühlt übers Ohr gehauenen Bauern die Richtigkeit über den Betrug bescheinigten. Dieser Segen von oben war in Athen nicht präsent. Jeder wusste, dass sie ihr Leben nur als Spielfiguren des streitenden Göttermops fristeten.

Aber während dieser Frist mussten sie sich wehren. Gegen Perser aus dem Osten, gegen Römer aus dem Westen – aber zumindest nicht im selben Zug.

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Re: Imperator - Entwicklertagebuch #3 - 11. Juni 2018

Beitragvon Marvin » 11. Juni 2018 16:12

Meine Schätzung wäre, dass es ein Tippfehler in devotion ist und nicht das lat. Devotio.

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Re: Imperator - Entwicklertagebuch #3 - 11. Juni 2018

Beitragvon Icestorm » 13. Juni 2018 18:28

Ich finde es auf jeden Fall gut und begrüßenswert, dass man sich von dem Konstrukt Macht in Technologie gelöst hat, insgesamt finde ich Technologie meist in Strategiespielen sehr sehr schwach umgesetzt. Die Idee mit den Institutionen in EU4 gefällt mir schon sehr gut. Es sollten einfach gewisse Dinge an gewisse Wahrscheinlichkeiten gekoppelt irgendwo erfunden werden und dann auf Basis von Handelsrouten und/oder Spionage sich weiter verbreiten und auf Basis dessen dann eine technologische Entwicklung stattfinden (also quasi die Institutionsmechanik dafür nutzen), wie es auch mehr oder minder realistisch abläuft, bisher habe ich noch keinen König oder Präsidenten Machtpunkte Forschungspunkte oder sonst etwas für Erfindungen ausgeben sehen - okay ich schweife zu sehr ab. Etwas mehr Vielfalt bei der Punkte Generierung hätte ich mir allerdings noch gewünscht, wie ein Minister für jeden Machtpunkt zusätzlich zu dem König und den Zufall etwas zu Balancen, aber gut lassen wir uns mal überraschen...

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Re: Imperator - Entwicklertagebuch #3 - 11. Juni 2018

Beitragvon Dragonlord1975 » 14. Juni 2018 13:00

Nunja, es gab in der Neuzeit durchaus Herrscher die aktiv in die Wissenschaft eingegriffen haben. August der Starke von Sachsen ist da ein Beispiel. Sber andere aufgeklärte Herrscher scharten "Wissenschaftler" um sich um so einen Vorsprung zu bekommen. So hatten sie durchaus Einfluss auf die Entwicklung. Es ist aber schon Richtig zu behaupten Macht(punkte) erfinden keine neuen Dinge. Man müsste, um es in einem Spiel umzusetzen, so machen das man bestimmte Persönlichkeiten an den Hof holt. Diese bräuchten dann bestimmte Eigenschaften die eine Erfindung in einem Gebiet wahrscheinlicher macht. Was die Verbreitung betrifft ist es bei EU4 durch die abnehmenden Kosten der Entwicklung durchaus gut umgesetzt. Besser wäre durchaus eine Verbreitung entlang der Handelswege in Abhängigkeit der Handelnden Kulturen. (Die Sioux intressiert ein verbessertes Gussverfahren für Eisen nur indirekt, da sie selbt keine Gießereine betrieben haben). Für die Antike soielt dieser Gedanke aber eine eher untergeordnete Rolle, denn technologische Fortschritte hatten nicht so gravierende Vorteile gegenüber einem Gegner. Politische und Gesellschaftliche Ideen wurden zum Teil sogar ingnoriert,da man sih auf die eigene "Stammesform" berief. Da bin ich auch der Meinung es wie die Institutionen in EU4 laufen zu lassen

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Re: Imperator - Entwicklertagebuch #3 - 11. Juni 2018

Beitragvon Weltenschmerz » 18. Juni 2018 08:27

Naja eigentlich haut das in EU4 schon hin. Was nicht passt ist die Benennung der Punkte.

Dass das generieren der Punkte vom Herrscher abhängt kann man nachvollziehen. Es beschreibt die Fähigkeit und das Interesse eines Herrschers sich auf gewissen Gebieten zu engagieren und seinen Staat in diesem Gebiet zu stärken.
Dass man die Wahl hat seine militärischen Punkte zb. entweder in einen General oder bessere Technologie zu investieren macht Sinn. Ich habe in meinem Staat ein gewissen Know how in Sachen Kriegsführung, das natürlich in bestimmten Leuten gespeichert ist. Setze ich einen dieser Leute als General ein, kann er nicht mehr Forschen - macht Sinn.
Setze ich einen meiner Administratoren darauf an ein Gebiet zu integrieren kann er in der Zwischenzeit keine Staatstheorie an der Universität entwickeln.

Mit etwas Fantasie lässt es sich also schon erklären.

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Re: Imperator - Entwicklertagebuch #3 - 11. Juni 2018

Beitragvon Dragonlord1975 » 18. Juni 2018 13:19

Für EU4 mag das so passen. Für die Antike finde ich das allerdings nicht. Die kulturellen Unterschiede sind dahingehend doch sehr groß. Ein griechischer Staatenlenker dürfte sich Philosophen zum Freund gemacht haben, ein Keltischer Fürst eher nicht. Da wurde die technische Entwicklung eher von den Schmieden und anderen Handwerkern gemacht. Im persischen Raum gab es die "Magier" die sich auf Befehl des Herrschers auf die Suche machten um bestimmte Probleme zu lösen. Man ist durchaus sehr unterschiedlich mit diesen Dingen umgegangen und ein lechtzen nach Fortschritt wie er heute zu finden ist war den Menschen damals Fremd. Man suchte eher pragmatisch nach Lösungen für ein aktuelles Problem und nicht nach einer gänzlich neuen Innovation. Wenn etwas funkioniert war es erst mal nicht nötig etwas zu ändern. Entwicklungen gingen sehr langsam vonstatten. Die meisten "Forscher" gab es im giechisch/römischen Raum und oft waren diese nicht vom Herrscher beeinflusst. Eher umgekehrt, die Kinder der Könige/Senatoren gingen bei den Philosophen zur Ausbildung. Und manche Erfindungen gingen gar verloren weil es niemand intressierte. So wurde die Dampfmaschine schon von Heron entwickelt, aber niemand sah einen Nutzen in diesem Spielzeug. Mangelnde Schriftlichkeit hemmte zudem die Verbreitung nuer Techniken, selbst wenn sie direkt von Nutzen war. Zum Anderen, wenn etwas Neues sich durchgesetzt hatte machte es vor Grenzen nicht halt, ein Protektionismus wie er in der Neuzeit aufkam kannte man wenn überhaupt, nur im militärischen Bereich.