[EU V MP] [Diplo][AAR][Karten][Umfrage]: "Kannst mich ja stabhitten"

Hier geht es um das gemeinsame zocken

Moderator: Moderatoren

Benutzeravatar
Tobias
Hastatus Posterior
Hastatus Posterior
Beiträge: 1000
Registriert: 20. August 2021 00:27
Wohnort: Bern

Re: [EU V MP] [Diplo][AAR][Karten][Umfrage]: "Kannst mich ja stabhitten"

Beitragvon Tobias » 14. September 2026 22:19

Mali erst so 22.00 gekommen

1. Was war das Highlight des letzten Spieltags?
Das ein neuer Spieler gekommen ist. Jetzt wirt es auch für Afrika voll.

2. Wie sieht es bei dir im Land aus? Was ist passiert, was steht an?
Na ja die KI hat es verbockt hat eine Integration eines untertan abgebrochen. Aufbau sonstweg nach plan nur der handel mus noch in schwung kommen.

3. Welche Nation in deiner direkten Nachbarschaft und welche weltweit ist deiner Meinung nach aktuell am stärksten aufgestellt? (Regional- und Weltmacht?)
Ich sehe leider noch nicht viel aber Spanien scheint stak zu sein.

4. Welche Spielernation war letzten Spieltag Top?, welche Flop?
na ja der potugisische riteroden finde ich gut das mit polen weis ich nicht.
Ich bin Legastheniker, ich weiß, meine Rechtschreibung ist miserabel. Aber es ist mir unmöglich, alle Rechtschreibfehler zu beheben und für 50% Reduktion 4 bis 5 Stunden einen Beitrag zu korrigieren ist nicht zielführend.Aber ihr solltet den Inhalt ja mit bekommen.
Sollte es einen wirklich so massiv stören, dann bitte korrigiert den Beitrag und postet die korrekte Version unter mein Beitrag.

Benutzeravatar
Fera333
Tiro
Tiro
Beiträge: 6
Registriert: 17. August 2026 11:34

Re: [EU V MP] [Diplo][AAR][Karten][Umfrage]: "Kannst mich ja stabhitten"

Beitragvon Fera333 » 14. September 2026 23:18

Herzogtum Kyiv



1. Was war das Highlight des letzten Spieltags?
Das Portugal sich in einen Ritterorden verwandelt hatte ich nicht auf dem Zettel, das ist jedenfalls sehr cool und ich hoffe es wird ein adequater Ersatz für den Teutonischen Orden der hier schon am ersten Spieltag geschlachtet wurde.

2. Wie sieht es bei dir im Land aus? Was ist passiert, was steht an?
Ich konnte mich endlich vom Joch der Horde befreien, welche gleichzeitig so nett war mir ein "wenig" von ihrem Territorium abzugeben, sozusagen als WIedergutmachung für vorherige Unterdrückung - was ich natürlich dankend annehme. Ich hoffe diesen Vorgang noch einige male zu wiederholen, denn es ist längst noch nicht alles wieder gut gemacht. Ansonsten habe ich mein doch eher rurales Ländchen im Rahmen meiner bescheidenen Mittel ein wenig urbanisiert.

3. Welche Nation in deiner direkten Nachbarschaft und welche weltweit ist deiner Meinung nach aktuell am stärksten aufgestellt? (Regional- und Weltmacht?)
Also Regional wird sich das ja nächste Runde unter Beweiß stellen im großen UngarnXItalien vs Osmanentum. My money is on Otto (no hard feelings). Weltmachttechnisch scheint Frankreich einfach davon zu fliegen, wir können nur hoffen das es sich um einen gütigen Herrscher handelt. Immerhin haben wir schon fast die gleiche Farbe.

4. Welche Spielernation war letzten Spieltag Top?, welche Flop?
Top: Portugal, Frankreich, Niederlande (was hast du eigentlich England für Flandern versprochen? - Dein Erstgeborenes?)
Flop/Top: Polen nimmt sich ein Teil seiner Rechtmäßigen Besitztümer zurück (TOP!), lenkt dann aber für meinen Geschmack viel zu leicht ein und lässt sich mit zu wenig abspeißen statt zu eskalieren und Festland Europa Wiking frei zu machen(meh) Anschließend übertritt zum Wikingertum (Flop - really wer möchte solche Nachbarn? :X)
Flop: Luxemburg (spielt er mit=?) und wer auch immer so eine furchtbare Internetverbindung hatte.

Geswin
Tiro
Tiro
Beiträge: 6
Registriert: 16. August 2026 11:44

Re: [EU V MP] [Diplo][AAR][Karten][Umfrage]: "Kannst mich ja stabhitten"

Beitragvon Geswin » 15. September 2026 10:37

Niederlande


1. Was war das Highlight des letzten Spieltags?
Der zweite große Spielerkrieg im Balkan (es wird sicherlich keine Konsequenzen für die Weltpolitik haben) und der Sohn Böhmens (das Reich lebt weiter).

2. Wie sieht es bei dir im Land aus? Was ist passiert, was steht an?
Wie erwartet fängt bei mir der Wirtschaftsgrind an. Nachdem der Brüsselmarkt im ersten Spieljahr gechrashed ist und die Pest ihn dann nochmal runter gedrückt hat, fängt vor allem Flandern an den Reichtum in Wachstum um zu setzen, was die Preise für Baumaterialien so durch die Decke schießen lässt, dass Holz, Glass und Ziegel von außerhalb importiert werden müssen. Dass geht natürlich nicht, dass für sowas kostbare Handelskapazität drauf geht, also hab ich angefangen wie ein Irrer Ziegelwerke, Holzfäller und Glasbläsergilden zu bauen.
Desweiteren habe ich angestrengt an der Integration der in der letzten Session eroberten Gebiete gearbeitet. Mit dem Geld was ich von der Zerschlagung diverser Koalitionen erhalten habe, wurden Straßen finanziert, die meine Hauptstadt mit dem etablierten Netz Brabants und Flanders verbinden, sowie Brücken über den Rhein gebaut. Nun existiert kein rotes Gebiet mehr auf der Proximity-Karte.
Ärgerlich war, dass durch die ganzen Desynches ich es nicht geschafft habe Flandern zu integrieren. Es fehlen mir nur noch 5 Monate und die 150 Taxe-Base sind endlich mein und ich kann wirklich anfangen das Wirtschaftsspiel zu spielen.
Ansonsten war Den Haag eine Drehtür der Diplomaten: neue Bündnisse wurden geschlossen, Kriege wurde geplant und Druck wurde ausgeübt. Kann das Fürstentum der Niederlande sich dem Einfluss der formenden Machtblöcke noch länger erwehren oder müssen wir irgendwann uns auf eine Seite schlagen?
Traurig ist man auch, da die Avancen an Luxemburg und Württemberg unbeantwortet bleiben (antwortet mir!!!).

3. Welche Nation in deiner direkten Nachbarschaft und welche weltweit ist deiner Meinung nach aktuell am stärksten aufgestellt? (Regional- und Weltmacht?)
In direkter Nachbarschaft: Frankreich, England und Böhmen. Weltweit: wahrscheinlich Frankreich.

4. Welche Spielernation war letzten Spieltag Top?, welche Flop?
Top: England (goated neuer König), Polen (im richtigen Moment den Abzug gedrückt und einen Krieg gegen 3 Spieler gewonnen ohne wirklich kämpfen zu müssen), Böhmen (insane gutes tall-play).
Flop: Die Kastilien-Allianz (der Papst-Deathstack war erwartbar, was habt ihr euch gedacht?), Portugal und Polen (ihr wisst wofür)

RolladusTotalus
Medicus
Medicus
Beiträge: 242
Registriert: 23. April 2019 12:33

Re: [EU V MP] [Diplo][AAR][Karten][Umfrage]: "Kannst mich ja stabhitten"

Beitragvon RolladusTotalus » 18. September 2026 12:37

Frankreich


Die Chronik des guten Königs Jehan II de Valois
Anno Domini 1363

Es war im Jahre des Herrn 1363, als Jehan II de Valois, Herzog der Normandie und König der Franzosen, über ein Frankreich herrschte, das sich in bemerkenswerter Weise gewandelt hatte.

Noch war das Reich nicht vollständig unter dem Banner der Krone vereint. Manche Lande standen weiterhin unter der Herrschaft mächtiger Fürsten, alte Privilegien bestanden fort und nicht jede französische Provinz blickte bereits ohne Zweifel nach Paris. Doch wer das Frankreich des Jahres 1363 mit jenem Reich verglich, dass es noch vor wenigen Jahren war, musste den Wandel anerkennen.

Die königliche Gewalt war gewachsen. Die Verwaltung war enger an die Krone gebunden. Wo einst leere Kassen geklungen hatten, erklangen nun Münzen. Jehan hatte Frankreich noch nicht vollends geeint – doch er hatte es stark gemacht. Und dies war umso bemerkenswerter, wenn man sich daran erinnerte, unter welcher Bedrohung die französische Krone einst gestanden hatte.

In unglaublicher Niedertracht erklärten das Königreich Anglien Frankreich den Krieg, ja sie riefen sogar einen "Hundertjährigen Krieg" aus. Nicht offen allein auf dem Schlachtfeld hatten sie gekämpft.
Nein – sie hatten auf Teilung, Intrigen und günstige Gelegenheiten gesetzt. In einer großen Kraftanstrengung gelang es dem französischen Volk noch unter der Führung von König Philippe VI "Der Vom Glück gesegnete" de Valois (Vater von Jehan II) die Briten zurück ins Meer zu drängen. Zerstreut und voller Angst flohen sie über das Wasser zurück in englische Gefilde. Auch trauten Sie sich keinen zweiten Versuch und gingen sogar so weit, ihre Besitztümer in Aquitanien an die ebenfalls niederträchtigen Aragonier zu verkaufen.

Es wird nun aber Zeit in die Zukunft zu blicken....

Mit Abscheu schaute Jehan II auf das Chaos was sich um sein Reich herum ausbreitete. Französische Fürstentümer welche sich dem Reich angeschlossen hatten.....rechtmäßig französisches Gebiet. Stolze katholische Länder, welche alten Göttern huldigen. Ein orientierungsloses und teilschizophrenes Luxemburg, welche sich eher tschechisch als französisch fühlt. Ein Spanier in Italien, die auch noch beinahe zum Kaiser gewählt wurden ....die Welt ist verrückt geworden. So erwuchs am Hofe des Königs ein neuer Gedanke.

Frankreich sollte nicht länger nur ein Königreich unter vielen sein. Frankreich sollte die Ordnungsmacht Europas werden.
Nicht aus Gier. Nicht aus Eroberungslust. Sondern – wie der König selbst verkünden ließ – aus schierer Verantwortung.

.....

Bild

Umfrage

1. Was war das Highlight des letzten Spieltags?
Allgemein war es ja etwas ruhiger dieses Mal - aber der jetzt noch auszutragende Großkonflikt zwischen Osmanen, Neapel und Ungarn verspricht spannend zu werden!

2. Wie sieht es bei dir im Land aus? Was ist passiert, was steht an?
Die Schulden wurden abgetragen und der Aufbau der Wirtschaft begonnen. Das der Aufstieg dann doch so schnell geht hat auch mich überrascht. Da hoffen wir doch noch einen drauf zu setzen und die Kronmacht ein bisschen weiter zu stabilisieren. Ansonsten ist jetzt vor allem das technologische Aufholen an oberster Priorität

3. Welche Nation in deiner direkten Nachbarschaft und welche weltweit ist deiner Meinung nach aktuell am stärksten aufgestellt? (Regional- und Weltmacht?)
Es bleibt aktuell denke ich dabei, dass Spanien, England und Böhmen die größten "Bedrohungen / Konkurrenz" ist. Wobei ich aber alleine aufgrund der Bündnispolitik Spanien am bedrohlichsten empfinde.

4. Welche Spielernation war letzten Spieltag Top?, welche Flop?
Top: Aus meiner Sicht hat Kiew sehr deutlich zugelegt und einen guten Job gemacht. Auch Florenz ist wirtschaftlich auf einem sehr guten Kurs und sollte nicht unterschätzt werden.
Ansonsten natürlich die üblichen verdächtigen gut zugelegt / mitgehalten.

Flop: Marokko tut sich aktuell glaub wirtschaftlich etwas schwer.
Zuletzt geändert von RolladusTotalus am 30. September 2026 21:25, insgesamt 2-mal geändert.

Benutzeravatar
SangarEmperor
Signifer
Signifer
Beiträge: 435
Registriert: 13. November 2014 19:12

Re: [EU V MP] [Diplo][AAR][Karten][Umfrage]: "Kannst mich ja stabhitten"

Beitragvon SangarEmperor » 18. September 2026 19:27



Der Orden von Portugal

Bild



Eine kleine Chronik

Einige Jahre der heftigen Nachwehen, des Vatermords von Coimbra, des hinwegfegen allem sagbaren durch die Pest und eine Zeit des tüchtigen Gräbergrabens und des Wiederaufbaus sind in die grüne Perle am tiefblauen Atlantik, Portugal gegangen. Noch sitzt König Pedro I. auf dem Thron. Manche mögen ihn noch Pedro den Schlächter oder Pedro den Sünder nennen, doch ist er heute vor allem als Pedro der Geläuterte oder auch als Pedro der Letzte bekannt. Denn er hat seinen Namen, das Anrecht der Vererbung seiner Titel und Ländereien an seine legitimen und auch zahlreichen illegitimen Kinder, abgelegt. Ganz hat er sein Leben dem Glauben und den heiligen Orden von Portugal verschrieben. Nachdem mit spanischer Hilfe den Unruhen ein Ende bereitet wurden und im Namen des portugiesischen Adels er dem Richtschwerte übergeben werden sollte, schritt der kühne, wie weise kastilische König Pedro der Rächer mit dem Legaten des Papstes Angelo Giuseppe Roncalli ein. So ging der geschundene Pedro zusammen mit dem päpstlichen Legaten seinen weiten Weg der Buße nach Avignon zu Fuß, um sich dem väterlich richtenden Spruch des Papstes zu unterwerfen. Das Urteil zu einem Leben rein zu Ehren Gottes mit allseinen Entbehrungen und auch Entsagungen von Privilegien seines Standes, setzte Pedro unterwürfigst um.


Bild

Die neu errichtete Ordensburg mit den frisch ausgehobenen Regimentern


So steht die Zukunft Portugals noch in ungeschriebenen Büchern. In der neu errichteten Ordensburg in Lissabon erreichen den großen Ordensmeister Pedro den Geläuterten die Botschaft des Erstarkens, der eigentlich in ihren Annalen längst vergessenen heidnischen Bräuche und Gepflogenheiten im Königreich Polen und Schweden. Die Niederlage der Deutschritter war der Vorbote eben jener grässlichen Entwicklung im Raum des Mare Balticum und wir müssen uns rüsten um Sklavenhändler und Seeräuber nicht ein weiteres Male unsere Klöster plündern und unsere Städte brandschatzen zu lassen. Doch noch ist die Christenheit stark und begehrt auch wieder in diesen Ländern ihre volle Pracht entfalten zu können.


Weitere Berichte handeln von großartigen Entdeckungen im Süden und weit im Osten. Orte, an denen der Glaube Christi noch kein Ohr gefunden hat, doch müssen wir auch hier stark sein um auch eben jene Heiden zu bekehren und sie unter den Petrusstab zu führen.


Musik to Deus Vult to (Öffnen)





Grafen, Könige und Ordensmeister der portugiesischen Krone:

König Pedro I. der Geläuterte *8. April 1320 | Regierungszeit: 1345-

Liste der vergangenen Grafen, Könige und Regenten von Portugal (Öffnen)
Haus Burgund 1093–1139


Bild



Graf Heinrich von Burgund (* 1069; † 1. November 1112 | 1093-1112
Gräfin Theresia von León (* 1080; † 11. November 1130) ab 1117 selbsternannte Königin von Portugal | 1112-1128
Graf Alfons Henriques (* 25. Juli 1109; † 6. Dezember 1185) ab 1139 als Alfons I. König | 1120-1139


Königreich Portugal, Haus Burgund 1139–

Alfons I. der Eroberer | 1139-1185
Sancho I. der Besiedler (* 11. November 1154; † 26. März 1211) | 1185-1211
Alfons II. der Dicke (* 23. April 1185; † 25. März 1223) | 1211-1223
Sancho II. der Mönch (* 8. September 1207; † 4. Januar 1248) | 1223-1248
Alfons III. der Restaurator (* 5. Mai 1210; † 16. Februar 1279) | 1248-1279
Dionysius der Ackerbauer (* 9. Oktober 1261; † 7. Januar 1325) | 1279-1325
Alfons IV. der Kühne (* 8. Februar 1291; † 4. Februar 1345) | 1325-1345



Benutzeravatar
Sebulon
Pilus Posterior
Pilus Posterior
Beiträge: 1427
Registriert: 2. September 2014 05:02
:
Gewinner Userwahl
Kontaktdaten:

Re: [EU V MP] [Diplo][AAR][Karten][Umfrage]: "Kannst mich ja stabhitten"

Beitragvon Sebulon » 19. September 2026 11:52

Der König von Böhmen und Luxemburg, Großherzog von Mähren, Protektor Schlesiens und Kaiser des Heiligen Römischen Reiches
Bild


Mit einem Schmunzeln vernahm der KAISER die Anmaßung des französischen KÖNIGS die Ordnungsmacht Europas zu sein. Weder das iberische Engagement in Italien, noch die Situation um Luxemburg stellen in irgendeiner Weise eine Destabilisierung des Reiches dar. Kaiserliche Diplomaten sind stets hoch Engagiert in Italien, dessen kann sich Europa gewiss sein.

Die unantastbare außenpolitische Souveränität des Kaisers wird ein wenig von innenpolitischen Querelen getrübt. Hier ist von den tschechischen Eliten alsbald eine Entscheidung zu treffen. Europa wird informiert werden.

In herzlichstem Einklang mit den christlichen Idealen ist der Kaiser sehr erfreut darüber, dass der Ordensmeister Portugals gegen Sklaverei vorgehen will.




Umfrage

1. Was war das Highlight des letzten Spieltags?
Finde die Situation auf dem Balkan, in Italien und in Osteuropa spannend.

2. Wie sieht es bei dir im Land aus? Was ist passiert, was steht an?
Ich muss Städte gründen und expandieren. Ansonsten läuft es glaube ich ganz gut.

3. Welche Nation in deiner direkten Nachbarschaft und welche weltweit ist deiner Meinung nach aktuell am stärksten aufgestellt? (Regional- und Weltmacht?)
Der Osmane ist echt schnell stark geworden. In Westeuropa ist es recht ausgeglichen.

4. Welche Spielernation war letzten Spieltag Top?, welche Flop?
Top: Spanien
Flop: Polen
Autor folgender Bücher

American Horror Story oder: Wie ich lernte, den Italiener zu hassen. Blitzkrieg im Westen, der Untergang Frankreichs. Rang 1 mit Deustchland - Fluch und Segen zugleich. Von ewiger Treue (Eine Deutsch-Deutsch-Osmanische Geschichte). Tausend und eins tote Rebellenbrigaden. Im Westen viel Neues - Die Geschichte Russlands uns seiner störrischen Nachbarn.

Gunkerion
Centurio
Centurio
Beiträge: 822
Registriert: 11. Dezember 2016 12:49

Re: [EU V MP] [Diplo][AAR][Karten][Umfrage]: "Kannst mich ja stabhitten"

Beitragvon Gunkerion » 19. September 2026 17:06

Königreich Kastilien


Vom König der gerne Kaiser wäre.

1355: Fremde
Bis zu diesem Jahr waren sie einander gleichgültig. Walram von Jülich saß seit achtzehn Jahren auf dem Kölner Stuhl und hielt den Rhein mit Schwert und Krummstab zusammen. Afonso, der Rächer von Borgohna, galt in Köln als fernes Gerücht aus dem Süden. Man wusste, dass er Rache genommen hatte, und wusste sonst wenig.

Die Politik brachte sie zusammen. Der Kaiser stand in den besten Jahren, doch er hatte drei Töchter und keinen Sohn. Am Rhein fragte man sich schon, wer nach ihm kommen würde, und der Erzbischof von Köln besaß eine Stimme, die zählte. Im Herbst schrieb Walram einen förmlichen Brief nach Iberien. Er sei ein entfernter Vetter des Großmeister von Portugal und wolle die Verwandtschaft nicht ungenutzt lassen. Afonso antwortete kurz und ebenso kühl.

1356: Der erste Besuch

Im Sommer reiste Walram selbst nach Iberien, weil er Verhandlungen dieser Art nie Boten überließ.

Der Empfang war steif. Afonso erwartete einen schlauen Kirchenfürsten und erhielt einen Mann mit der Haltung eines Söldnerführers, der beim Gespräch auf und ab ging und immer den Rücken zur Wand suchte. Es dauerte zwei Tage, bis sie das erste Mal gemeinsam lachten. Anlass war, dass beide den gleichen Hofmarschall für einen Narren hielten.

Aus den drei geplanten Tagen wurden drei Wochen. Man ritt gemeinsam aus, jagte gemeinsam und aß gemeinsam, und die Höflinge stellten bald fest, dass der König in Gegenwart des Kölners häufiger lachte als sonst. Beim Abschied schenkte Afonso ihm einen Mantel, weil der Wind aus dem Norden kam. Walram nahm ihn mit und schrieb, er habe ihn auf der Rückreise gut gebrauchen können.

1357: Briefe

Im Winter setzte ein Briefwechsel ein, der für zwei Fürsten ungewöhnlich dicht war. Alle zwei Wochen ging ein Bote in die eine oder andere Richtung. Anfangs ging es um Zölle, Fehden und die Haltung des Papstes bzw. über den Papst. Später schrieben sie sich auch über Jagdhunde, über den Wein und über die Frage, ob der Hofmarschall noch immer ein Narr sei.

Im Sommer erkrankte Walram an einem Fieber. Afonso ließ drei Wochen lang alle zwei Tage einen Boten reiten und rief dafür mehrere Pferdewechsel ein. Am Hof sagte man, so besorgt habe man den König lange nicht gesehen. Sein Beichtvater vermerkte, es handle sich um eine Freundschaft von seltener Innigkeit. Er strich das Wort Innigkeit durch und schrieb Verlässlichkeit. Der Satz blieb dennoch stehen, mit beiden Wörtern, weil das Streichen nicht ganz gelang.

1358: Der Plan

Ein Kaiser in den Dreißigern kann noch Söhne zeugen, doch mit jedem Jahr ohne Erben wuchs bei den Kurfürsten die Sorge. Ging die Krone eines Tages an den Preußen, der das Reich nicht gegen den französischen König verteidigen könne, nach Wien oder würde es in einem Streit enden, der das Reich zerriss?

Walram entschied sich früh. „Du wärst der Erste seit Langem, der dieses Reich zusammenhalten könnte“, sagte er im Winter zu Afonso. Der König wollte zunächst abwehren, ließ sich aber überzeugen. „Ich stelle mich nicht gegen dich“, fügte Walram hinzu, „ich stelle mich hinter dich. Das ist ein Unterschied.“

Was folgte, war eine Kampagne aus Gold, Versprechen und Reisen:

Walram warb bei den rheinischen Kurfürsten mit seiner ganzen Autorität für Afonso als Nachfolger des Kaisers. Als Krieger unter den Bischöfen hatte er bei Kriegern Gewicht.
Afonso sicherte Garantien und Geld.
Zwei Kurfürsten gewann Afonso mit Bündnissen, einen dritten mit sehr viel Gold.

Im Herbst trafen sie sich noch einmal im rheinischen Köln. Das Treffen war offiziell eine Beratung und dauerte nach Auskunft der Diener zwei Tage. Der Schreiber vermerkt nur, dass beide am Ende der Woche noch immer dort waren.

Zum Jahreswechsel zählte Walram drei wahrscheinliche Stimmen, sollte der Kaiser sterben, von sieben Stimmen. Er schrieb Afonso, es fehle nur noch eine.

1359: Die Wiege in Prag

Ende Januar kam die Nachricht, die alles veränderte. Der Kaiser, der zugleich die Krone Böhmens trug, hatte einen Sohn bekommen.

Für die Kurfürsten war das eine Rechnung, die sich neu aufstellte. Wozu einen fremden König aus dem Süden wählen, wenn der Kaiser jung war und nun einen Erben hatte? Innerhalb von zwei Wochen sprangen zwei Kurfürsten ab. Niemand stellt sich gegen ein Kind in der Wiege.

Er reiste sofort nach Valladolid, um es Afonso selbst zu sagen. Der Schreiber war im Nebenraum und hörte kein Wort. Er sah nur, dass der König danach lange am Fenster stand. Walram blieb bis zum Abend und redete kaum, doch er ging auch nicht.

„Das Reich hätte ich mir ohnehin nie leisten können“, soll Afonso beim Abschied gesagt haben. „Aber dass du es versucht hast, vergesse ich dir nicht.“

Der 19. Februar

Am Morgen nach der Rückreise beschloss Walram, noch einmal auszureiten. Er ritt allein, wie so oft. Die Diener sagen, er sei still gewesen.

Man fand ihn am Nachmittag am Fuß einer Böschung, das Pferd unversehrt neben ihm. Der Hals war gebrochen, der Blick offen.

Der Hofarzt sprach von einem Sturz. Der Kämmerer sprach von einem Unfall. Nur schien es seltsam, dass ein Mann mit den Kampfkünsten des Walram von Jülich vom Pferd gefallen sein sollte, und das auf dem flachsten Stück des Weges, wo der Boden trocken war.

Afonso ließ sich die Leiche bringen und schickte alle hinaus. Als er wieder hinaustrat, war sein Gesicht ausdruckslos wie ein Stein. Eine Untersuchung verbot er. Warum, sagte er nicht.
Autor von: Wie auch du zu Gott finden kannst. oder auch: Frankreich bitte bitte, werde wieder katholisch


Mitautor von: Wie man mit 30 Kanonen eine 100k Armee stackwiped.

Benutzeravatar
andi07445
Ballistrarius
Ballistrarius
Beiträge: 86
Registriert: 25. August 2014 21:21

Re: [EU V MP] [Diplo][AAR][Karten][Umfrage]: "Kannst mich ja stabhitten"

Beitragvon andi07445 » 19. September 2026 21:15

Das Herzogtum Württemberg

Bild

Von der Heimkehr Heilbronns und einem Feste, wie es die Christenheit noch nicht gesehen

Nach langen Verhandlungen, manch schwerem Ringen und gewiss nicht wenigen geleerten Weinkrügen ward endlich beschlossen, was längst beschlossen gehörte:

Heilbronn soll fortan ein fester Teil des Herzogtums Württemberg sein!

Als die Kunde hiervon den herzoglichen Hof erreichte, zeigte sich Seine Gnaden höchst erfreut. Und da ein solches Ereignis nach württembergischer Auffassung unmöglich mit einer gewöhnlichen Messe, einem Gottesdienst oder gar einem bescheidenen Bankett gewürdigt werden konnte, befahl der Herzog die Ausrichtung eines Festes von bislang ungekanntem Ausmaß.

Als Ort ward Cannstatt bestimmt.

Dort sollte ein Volksfest entstehen, wie es weder Schwaben noch Franken, ja vielleicht die gesamte Christenheit je zuvor gesehen hatte.
Handwerker aus allen Teilen des Herzogtums wurden zusammengerufen. Zimmerleute errichteten gewaltige hölzerne Fahrwerke, welche allein durch Muskelkraft, Seile und allerlei höchst verdächtige Mechanik die Menschen im Kreise schleuderten. Einige Geistliche äußerten Zweifel daran, ob der Herrgott vorgesehen habe, dass sich ein rechtschaffener Christ derart schnell um die eigene Achse drehe.
Der Herzog ließ diese Bedenken prüfen. Sie wurden verworfen.
Bier floss in Strömen, Ochsen drehten sich über den Feuern, Musikanten spielten vom Morgen bis tief in die Nacht, und selbst dem gemeinen Volke ward gestattet, sich für einige Stunden so zu benehmen, als müsse es am nächsten Morgen nicht wieder auf den Feldern erscheinen.

Und das Unglaublichste: Die herzogliche Staatskasse bezahlte alles.

Während andere Fürsten ihre Untertanen mit neuen Abgaben quälen, um irgendeinen nutzlosen Grenzturm zu errichten, zeigte Württemberg abermals, worin wahrhaft gute Herrschaft besteht:

Ein zufriedener Bauer arbeitet besser.
Ein betrunkener Bauer beschwert sich weniger.

Die Kunde vom Cannstatter Wunder verbreitete sich rasch.
Aus Überlingen und Biberach kamen die Menschen. Aus dem Schwarzwald zogen ganze Familien gen Cannstatt. Händler, Bauern, Handwerker und Adlige machten sich auf den Weg.
Ja, selbst aus den fernen Städten Florenz und Neapel sollen Menschen über die Alpen gezogen sein, nur um einmal in ihrem Leben jenes sagenumwobene Fest zu erblicken.

Ein florentinischer Kaufmann soll nach seiner Ankunft lediglich die Worte gesprochen haben:

„Dafür bin ich über die Alpen gegangen?“ Er blieb dennoch drei Tage.

Bild

Angesichts dieses überwältigenden Erfolges ließ Seine Gnaden noch während der Feierlichkeiten verkünden:

Fortan soll dieses Fest jedes Jahr begangen werden!

Am Hofe wird gar gemunkelt, der Herzog erwäge, es zweimal jährlich stattfinden zu lassen.
Der Schatzmeister soll bei diesen Worten erbleicht sein.
Doch Seine Gnaden ließen sich davon nicht beirren. Schließlich müsse es im Heiligen Römischen Reich wenigstens einen Fürsten geben, der allen Ständen Freude bereitet.

Dunkle Kunde aus Freiburg

Doch während in Cannstatt noch getanzt, getrunken und der eine oder andere Untertan aus einem mechanischen Fahrgeschäft geborgen wurde, erreichten beunruhigende Nachrichten den herzoglichen Hof.

Freiburg. Ausgerechnet Freiburg.

Dokumente gelangten an die Öffentlichkeit, welche den schweren Verdacht nähren, dass die Freie Stadt Freiburg Ränke wider Seine Kaiserliche Majestät schmiedet.
Noch schwerer wiegt, dass in den Schriftstücken offenbar auch Verbindungen nach Preußen zu erkennen sind.

Das Herzogtum Württemberg möchte an dieser Stelle jedoch zur Besonnenheit mahnen. Zumindest gegenüber Preußen.

Denn während dessen Rolle noch nicht abschließend geklärt werden konnte, besteht am württembergischen Hof hinsichtlich Freiburgs nur wenig Zweifel:
Die Fäden dieses finsteren Netzes führen nach Freiburg.
Ob Gold floss, welche geheimen Absprachen getroffen wurden und wie tief diese Verschwörung reicht, müssen weitere Untersuchungen zeigen.
Seine Gnaden erwarten daher vom preußischen Hofe eine baldige Erklärung und hoffen, dass Preußen sich klar und unmissverständlich von den Freiburger Ränkeschmieden distanziert.

Bis dahin wird Württemberg die Angelegenheit mit größter Aufmerksamkeit verfolgen. Der Herzog versichert zugleich, dass für die Bevölkerung keinerlei Grund zur Sorge bestehe:

"Die Grenzen sind bewacht. Die Archive sind gesichert. Der Kaiser ist gewarnt. Und der Wasen findet weiterhin statt."

So verkündet zu Stuttgart, auf dass niemand später behaupte, er habe von nichts gewusst.
Proximity to power deludes some into believing they wield it.

Benutzeravatar
Goose
Hastatus Posterior
Hastatus Posterior
Beiträge: 988
Registriert: 10. April 2016 17:41
Wohnort: Holy Goosian Empire
:
Kleinspender Gewinner Userwahl

Re: [EU V MP] [Diplo][AAR][Karten][Umfrage]: "Kannst mich ja stabhitten"

Beitragvon Goose » 20. September 2026 23:11

Umfrage Luxemburg

1. Was war das Highlight des letzten Spieltags?
Jerusalem.

2. Wie sieht es bei dir im Land aus? Was ist passiert, was steht an?
Viel erobert, Trier ist jetzt meins. Neue Beziehungen gemacht und der große Plan beginnt.

3. Welche Nation in deiner direkten Nachbarschaft und welche weltweit ist deiner Meinung nach aktuell am stärksten aufgestellt? (Regional- und Weltmacht?)
Frankreich, Böhmen

4. Welche Spielernation war letzten Spieltag Top?, welche Flop?
Jeder.

Benutzeravatar
Tobias
Hastatus Posterior
Hastatus Posterior
Beiträge: 1000
Registriert: 20. August 2021 00:27
Wohnort: Bern

Re: [EU V MP] [Diplo][AAR][Karten][Umfrage]: "Kannst mich ja stabhitten"

Beitragvon Tobias » 20. September 2026 23:35

1. Was war das Highlight des letzten Spieltags?
Ich sehe hald nach wie vor nur bedingt sicht auf europa daher War mein heilet der kreutzug bzw seine Volten.


2. Wie sieht es bei dir im Land aus? Was ist passiert, was steht an?
Erster gold handel entsteht langsam, Zeug wirt integriert, Vasalen werden unter worfen. Müsam enätsich das murmeltier.


3. Welche Nation in deiner direkten Nachbarschaft und welche weltweit ist deiner Meinung nach aktuell am stärksten aufgestellt? (Regional- und Weltmacht?)
Frankreich, Kastilen, und die Osmanen sind wohmomtan welt weit top aber in meiner nähe gibts nichts.


4. Welche Spielernation war letzten Spieltag Top?, welche Flop?
Flop Goss der sich vasalisren lies. Top War wohl die Osmanen der sein krig gewonen hat und jetzt quasi vor wien steht. Auch das mit dem Kreuzzug war auch gut.
Ich bin Legastheniker, ich weiß, meine Rechtschreibung ist miserabel. Aber es ist mir unmöglich, alle Rechtschreibfehler zu beheben und für 50% Reduktion 4 bis 5 Stunden einen Beitrag zu korrigieren ist nicht zielführend.Aber ihr solltet den Inhalt ja mit bekommen.
Sollte es einen wirklich so massiv stören, dann bitte korrigiert den Beitrag und postet die korrekte Version unter mein Beitrag.

Benutzeravatar
andi07445
Ballistrarius
Ballistrarius
Beiträge: 86
Registriert: 25. August 2014 21:21

Re: [EU V MP] [Diplo][AAR][Karten][Umfrage]: "Kannst mich ja stabhitten"

Beitragvon andi07445 » 20. September 2026 23:58

Das Herzogtum Württemberg

Bild

Von Verrätern, französischem Gold und der unerschütterlichen Treue Württembergs

Kaum waren die letzten Bierkrüge vom großen Cannstatter Volksfeste geleert, da erreichte den herzoglichen Hof neue Kunde über jene finsteren Machenschaften, vor denen Württemberg bereits gewarnt hatte.

Und siehe da:

Württemberg hatte recht.

Die Untersuchungen gegen die Ränkeschmiede zu Freiburg wurden fortgeführt, Schriftstücke geprüft, Boten verhört und vermutlich auch der eine oder andere Weinkeller durchsucht.

Was dabei ans Licht kam, erschütterte das Reich. Freiburg hatte tatsächlich Ränke geschmiedet! Doch Freiburg stand nicht allein.

Auch Ulm hatte seine Finger im Spiel.
Eine Stadt, von der man in Stuttgart bislang angenommen hatte, ihre größte Gefahr für das Reich bestünde darin, dass man auf der Durchreise versehentlich dort Halt machen müsse.

Doch noch schwerer wog eine andere Erkenntnis.

Unsere bisherigen Befürchtungen hinsichtlich Preußens erwiesen sich als falsch. Nicht der preußische Hof zog im Verborgenen die Fäden.

Die Spur führte weiter. Über Freiburg. Über Ulm. Über manch dunkle Kammer und vermutlich mehrere Fässer französischen Weines. Bis schließlich kein Zweifel mehr bestand:

FRANKREICH!

Der französische Hof hatte seine Hände im Spiel.
Während man in Paris vermutlich beteuerte, lediglich an Frieden, Freundschaft und gutem Wein interessiert zu sein, wurde im Verborgenen bereits eifrig an der Ordnung des Reiches gerüttelt.

Und als wäre dies nicht genug, erreichte den württembergischen Hof wenig später die Nachricht, dass Frankreich auch noch Luxemburg zu seinem Vasallen gemacht hatte.
Bild

Ein Schelm, wer hierbei einen Zusammenhang vermutet. Der württembergische Hof vermutet selbstverständlich einen Zusammenhang.

Von der Untätigkeit Preußens

Wenngleich Preußen von dem ursprünglichen Verdacht entlastet werden konnte, bleibt am Hofe zu Stuttgart dennoch eine gewisse Verstimmung zurück.

Denn während Freiburg intrigiert, Ulm mitmischt und Frankreich seine Fäden quer durch das Reich spannt, scheint man in Preußen die Vorgänge mit einer Gelassenheit zu betrachten, welche Seine Gnaden gleichermaßen beeindruckt wie beunruhigt.

Das Herzogtum Württemberg stellt daher fest:

Preußen mag unschuldig sein – seiner Verantwortung wird es dennoch nicht gerecht.

Man erwartet im Süden des Reiches nicht, dass bei jeder Freiburger Intrige sogleich zehntausend Preußen gen Breisgau marschieren... Achttausend wären fürs Erste vollkommen ausreichend!

Der französische Gesandte

Doch offenbar blieb auch dem französischen Hof nicht verborgen, wer seine Machenschaften aufgedeckt hatte.

Württemberg.

Das kleine Herzogtum im Süden, dessen Bauern friedlich ihre Felder bestellen, dessen Bürger Handel treiben und dessen Herzog eigentlich nur den Wasen finanzieren möchte, hatte Frankreichs großes Spiel durchschaut. Und so geschah etwas Bemerkenswertes.

Ein französischer Gesandter erschien am württembergischen Hofe.

Er kam nicht mit Drohungen.
Er kam nicht mit Soldaten.
Er kam mit etwas, das nach Ansicht der Franzosen offenbar wesentlich überzeugender sein sollte:

Geld.

Frankreich wollte Württemberg kaufen. Gold ward angeboten. Freundschaft ward versprochen. Und vermutlich wurde beiläufig erwähnt, welch außerordentlich bedauerliche Dinge kleinen Herzogtümern widerfahren können, die zur falschen Zeit zu viele Fragen stellen.

Der französische Unterhändler trat dabei mit einer derartigen Mischung aus Selbstvertrauen, Geschäftssinn und moralischer Biegsamkeit auf, dass die herzoglichen Schreiber sein Auftreten für die Nachwelt festhielten.

Hier kann der französische Gesandte bei der Ausübung seiner diplomatischen Künste betrachtet werden:



Der Herzog betrachtete das angebotene Gold.
Der Schatzmeister betrachtete das angebotene Gold.
Der Schatzmeister betrachtete anschließend die Rechnungen des Cannstatter Wasens.
Dann betrachtete er erneut das Gold.

Für einen kurzen Augenblick herrschte große Stille im Saal. Doch Seine Gnaden erhoben sich von ihrem Throne und verkündeten:

„Württemberg ist nicht käuflich!“

Der Schatzmeister soll daraufhin leise gefragt haben, ob man sich zumindest erkundigen dürfe, wie viel Frankreich eigentlich zu zahlen bereit sei.

Auch dieser Vorschlag wurde verworfen. Denn Württemberg weiß, wem seine Treue gilt.

Dem Kaiser!

Nicht französisches Gold, nicht Freiburger Ränkespiele und auch nicht die Aussicht auf einen ausgeglichenen Staatshaushalt werden das Herzogtum von seiner Pflicht gegenüber Kaiser und Reich abbringen.

Mögen andere ihre Treue verkaufen.
Mögen andere im Schatten ihre Bündnisse schmieden.
Mögen andere für französisches Gold ihre Ehre vergessen.

Württemberg bleibt standhaft.

Der Kaiser kann auf uns zählen. Die Verschwörung wurde aufgedeckt. Der französische Gesandte wurde fortgeschickt. Das Gold wurde selbstverständlich nicht angenommen.

*Der herzogliche Schatzmeister weist darauf hin, dass über Einzelheiten laufender diplomatischer Verhandlungen grundsätzlich keine Auskunft erteilt wird.
Ferner bittet die herzogliche Kämmerei um Klarstellung, dass die Zurückweisung französischen Goldes keineswegs als grundsätzliche Ablehnung ausländischer Geldzuwendungen missverstanden werden dürfe.
Freiwillige Schenkungen wohlgesonnener Fürsten werden selbstverständlich weiterhin entgegengenommen. Dies gilt insbesondere für jene Herrscher, denen die Bewahrung von Frieden, Ordnung und einem zahlungsfähigen Württemberg am Herzen liegt.

Der Blick des Schatzmeisters soll bei Verlesung dieser Passage auffällig lange in Richtung Böhmen geruht haben. Schließlich residiert dort der Kaiser.
Und wenn Württemberg schon für Kaiser und Reich die französischen Ränkeschmiede enttarnt, so wird man am böhmischen Hofe gewiss wissen, dass selbst die Treue eines Schwaben zwar unbezahlbar – der Wasen hingegen ausgesprochen kostspielig ist.

So verkündet zu Stuttgart, auf dass Freiburg, Ulm und nunmehr auch Frankreich wissen mögen: Die Augen Württembergs schlafen nicht.
Proximity to power deludes some into believing they wield it.

Benutzeravatar
AiwendilBraun
Miles Legiones
Miles Legiones
Beiträge: 31
Registriert: 29. September 2017 13:04

Re: [EU V MP] [Diplo][AAR][Karten][Umfrage]: "Kannst mich ja stabhitten"

Beitragvon AiwendilBraun » 21. September 2026 01:39

wer das liest ist doof
Königreich Preußen


1. Was war das Highlight des letzten Spieltags?
Der Kreuzzug für Jerusalem und der Balkankrieg (auch wenn das für jeden wahren Christen natürlich eine dunkle Stunde ist)

2. Wie sieht es bei dir im Land aus? Was ist passiert, was steht an?
Echt gut, ich konnte meine Steuergrundlage von 50 auf fast 130 pushen und hab auch ordentlich viele Aufgebote dazubekommen. Trotz der vielen Kriege geht es der Wirtschaft in Preußen sehr gut und ich konnte mir einige wichtige Eroberungen zukommen lassen (die Verbindung mit meinen wolgastischen und preußischen Vasallen, die große Handelsstadt Köln und auch Magedburg)
Insgesamt also eine gute Situation. Nun kommt in Zukunft natürlich die Eingliederung der Territorien dazu, aber das ist alles kein Problem. Auch die Gründung eines eigenen Marktes und die Erhöhung meiner Hauptstadtbevölkerung verheißen Gutes. Die Institutionen kommen auch so langsam an, ich glaube ich kann sowohl die Rennaisance als auch das Bankwesen in den ersten Jahren der nächsten Session einführen. Die stehenden Heere habe ich schon im Laufe dieser Session eingeführt und da auch schon einiges erforscht.

3. Welche Nation in deiner direkten Nachbarschaft und welche weltweit ist deiner Meinung nach aktuell am stärksten aufgestellt? (Regional- und Weltmacht?)
In meiner Nachbarschaft natürlich Böhmen, auch wenn ich ihn so langsam einhole (zumindest militärisch).
Weltweit natürlich Frankreich und auch der Osmane hat mit dem Krieg gezeigt, dass sein Militär nicht mehr zu ignorieren ist. Kastilien und Ungarn haben leider etwas nachgelassen

4. Welche Spielernation war letzten Spieltag Top?, welche Flop?
Top: Finde den ganzen Osten diesmal sehr gut, also Kiew, Polen, Moskau. Alle haben gute Eroberungen durchgezogen und so langsam wirds dort für einige eng. Ansonsten Portugal/Jerusalem für ebenjenen Kreuzzug des heiligen Landes. Und Neapel, Ungarn und den Osmanen (Letzteren natürlich hervorgehoben) für den Balkankrieg. Frankreich wächst weiter enorm, so auch Böhmen, der seine Rolle als Kaiser sehr gut einnimmt und das Reich gegen außenstehende erfolgreich verteidigt.
Flop: Nicht so wirklich viele, klar der verloren Krieg war für Ungarn und Neapel schlecht (auch der zweite Krieg den Neapel dannach verloren hat), aber zumindest passiert etwas, also eher weniger Flop.
Bin immernoch der Meinung dass Marokko sich Tunesien selbst erobern sollte, anstatt das als Tributstaat zu lassen, aber jeder wie er will i guess.
Ansonsten Luxemburg für das kampflose Ergeben seines Landes an den blauen Riesen. Leider das falsche Blau als Overlord gewählt, schade.

Benutzeravatar
Toxic
Centurio
Centurio
Beiträge: 863
Registriert: 15. Juli 2014 16:26

Re: [EU V MP] [Diplo][AAR][Karten][Umfrage]: "Kannst mich ja stabhitten"

Beitragvon Toxic » 21. September 2026 10:34

Königreich von Britannia

1. Was war das Highlight des letzten Spieltags?
Gab einige interessante Dinge, ich fand vor allem die Gründung Jerusalems sehr interessant und erwarte spannende AARs aus Iberien. Auch spannend war der Krieg der Italiener, sowie der Krieg zwischen dem Osmanen und Ungarn/Neapel

2. Wie sieht es bei dir im Land aus? Was ist passiert, was steht an?
Die Wirtschaft zieht gut an und ich bin dabei zu urbanisieren. Noch dazu sind die Values langsam so, wie ich sie möchte und ich hab meine Einnahmen nahezu verdoppelt und Spanien in der Besteuerungsgrundlage leicht überholt. Zusätzlich habe ich meine Spinnen ausgesandt um Karten abzuzeichnen, was bisher auch ganz gut funktioniert.

3. Welche Nation in deiner direkten Nachbarschaft und welche weltweit ist deiner Meinung nach aktuell am stärksten aufgestellt? (Regional- und Weltmacht?)
Frankreich

4. Welche Spielernation war letzten Spieltag Top?, welche Flop?
Top: Osmane, Florenz, Jerusalem
Flop: Neapel, Luxemburg

Benutzeravatar
SangarEmperor
Signifer
Signifer
Beiträge: 435
Registriert: 13. November 2014 19:12

Re: [EU V MP] [Diplo][AAR][Karten][Umfrage]: "Kannst mich ja stabhitten"

Beitragvon SangarEmperor » 21. September 2026 22:57

Regnum Hierosolymitanum


1. Was war das Highlight des letzten Spieltags?
Der Kampfeswille von Chris und seinen Schwur auf ewige Rache.

2. Wie sieht es bei dir im Land aus? Was ist passiert, was steht an?
Das Heilige Land konnte erobert werden und Jerusalem wurde gegründet, außerdem wurde Madeira vollständig kolonialisiert und erste Urbanisierungen beginnen und bald sollte es auch wirtschaftlich ins rollen kommen. Das ist auch der Fokus für den nächsten Spieltag

3. Welche Nation in deiner direkten Nachbarschaft und welche weltweit ist deiner Meinung nach aktuell am stärksten aufgestellt? (Regional- und Weltmacht?)
Frankreich scheint sich nun auch etwas abzusetzen.

4. Welche Spielernation war letzten Spieltag Top?, welche Flop?
Top war der Osmane, konnte Griechenland doch noch von Neapel abnehmen. Flop ist wohl Sizilien² denn:
Das ist passierte am königlichen Hofe (Öffnen)

RolladusTotalus
Medicus
Medicus
Beiträge: 242
Registriert: 23. April 2019 12:33

Re: [EU V MP] [Diplo][AAR][Karten][Umfrage]: "Kannst mich ja stabhitten"

Beitragvon RolladusTotalus » 22. September 2026 21:00

Frankreich


Die Chronik des guten Königs Jehan II de Valois
Anno Domini 1379

Die Jahre nach 1367 sollten zeigen, dass die Herrschaft des Jehan II de Valois, Herzog der Normandie und König der Franzosen, nicht bloß eine kurze Phase des Glücks gewesen war. Während andere Königreiche ihre Schätze auf Schlachtfeldern verzehrten, verstand Jehan etwas, das so mancher Herrscher Europas erst viel später begreifen sollte: Ein Krieg mochte eine Provinz gewinnen – eine gesunde Wirtschaft aber konnte ein Königreich nähren. Und so wurde unter Jehan nicht nur marschiert, sondern auch gebaut, gehandelt und investiert. Die Märkte der französischen Städte blühten, Händler zogen über die großen Straßen und Flüsse, und in den Werkstätten herrschte geschäftiges Treiben. Besonders die Herstellung und der Handel mit kostbaren Färbemitteln und gefärbten Stoffen wurden zu einer der großen Stützen des französischen Wohlstandes.

Ferner hielt Jehan an seinem Grundsatz fest:

Frankreich sollte dort eingreifen, wo Unordnung herrschte. Manche Chronisten behaupteten, der König habe einen ganz besonderen Sinn dafür entwickelt, genau dort Ordnung zu schaffen, wo sich daneben auch ein äußerst interessantes Stück Land befand. Die königlichen Berater bestritten diese Unterstellung entschieden.

Im Süden richtete sich der Blick der Krone auf die Provence. Ein Land von großer Bedeutung, wirtschaftlich wertvoll und strategisch günstig gelegen – und damit selbstverständlich ein Ort, an dem die französische Ordnung dringend gebraucht wurde. Und wie es der Zufall so will war der Herrscher der Provinz willig sich von dreckigen Rebellen in einen Feldzug gegen Frankreich hineinziehen zu lassen. Ein Frevel der selbstverständlich nur mit einer vollständigen Vasallisierung gesühnt werden konnte. Und so geschah es im Jahr 1372 des Herren, dass die Provence französisches Lehnsgut und Jehan II. Landgraf der Provence wurde.

Weitere kleinere Auseinandersetzungen führten zur Eingliederung eines Teils Savoyen ins französische Reich. Natürlich erklärte der Hof, dies habe ausschließlich der Sicherung des Friedens gedient.
Die Chronisten ergänzten gewissenhaft:

„Denn schließlich ist ein sicherer Alpenpass für den Frieden von großer Bedeutung.“

Obgleich klar war, dass die derzeitigen Grenzen hier nicht auf Dauer tragbar sind und weiter gen Osten getragen werden müssen.

Doch der größte Beweis für Jehans wachsenden Einfluss sollte nicht auf einem Schlachtfeld errungen werden. Im Norden und Osten blickte man auf das Großherzogtum Luxemburg. Der Kaiser, so empfanden es die Luxemburger, hatte für die Sorgen und Ambitionen des Landes wenig übrig. Während Luxemburg seine Stellung hätte ausbauen können, wurde es zurückgehalten. Während andere Mächte wuchsen, sollte Luxemburg stillstehen. Während die großen Herren des Reiches ihre eigenen Pläne verfolgten, musste Luxemburg erkennen, dass vom kaiserlichen Hof offenbar wenig Hilfe zu erwarten war.

Und so begann sich im Lande eine gefährliche Frage zu verbreiten:

"Was nützt einem der Schutz eines Kaisers, wenn dieser Schutz nur darin besteht, einen daran zu hindern, selbst stark zu werden?"

Die Antwort sollte bald auf schmerzhafte Weise geliefert werden. Denn während der Kaiser Luxemburg sich selbst überließ, machte sich Preußen daran, seine Stellung im Herzen des Reiches auszubauen. Und die Preußen wussten ganz genau, auf wessen Unterstützung sie zählen konnten. Sie hielten sich – so jedenfalls sah man es in Luxemburg – fest am Rockzipfel des Kaisers in Böhmen.

Was ihnen an eigener politischer Geduld fehlte, ersetzten sie durch die Nähe zur kaiserlichen Macht. Während der Kaiser in Böhmen seinen eigenen Interessen nachging, nutzten die Preußen die Gelegenheit, um mit einer Reihe äußerst geschickt gewählter – und in Luxemburg höflich formuliert „hinterlistiger“ – Maßnahmen ihre Stellung am Rhein auszubauen. Und plötzlich stand eine Macht, die zuvor noch entfernt gewirkt hatte, gefährlich nahe an den Interessen Luxemburgs. Eine weitere Region die offenbar dringend französische Ordnung benötigt.

Es war diese Entwicklung, die in Luxemburg endgültig die Erkenntnis reifen ließ, dass die alte Ordnung des Reiches keinen ausreichenden Schutz mehr bot. Das Land hatte den Kaiser. Aber der Kaiser schützte Luxemburg nicht. Der Blick fiel nach Westen und bald darauf kniete eine Luxemburgische Gesandschaft vor dem französischen König Jehan II "Der Gute" de Valois - der seinen Namen nicht ohne Grund trug. Die französischen Chronisten waren sich rasch einig, dass die Luxemburger hierfür höchstes Lob verdienten. Während andere Fürsten noch darüber stritten, welcher Eidnehmer ihnen den besseren Vorteil versprach, hatte das luxemburgische Volk erkannt, wohin die politische Entwicklung führte. Und so galt fortan der Ansatz "Lieber freiwillig unter dem Schutze Frankreichs knien, als unfreiwillig unter dem Stiefel Preußens stehen."

Und tatsächlich verkannten viele Völker Europa diesen Akt - denn das Luxemburger Kniebeugen war nicht das Zeichen von Schwäche. Es war das Zeichen von Weitsicht.

Diese Weitsicht trug für das luxemburgische Volk auch bereits früh die ersten Früchte, führte es doch neben kleineren Eroberungen (Trier) auch zu einem wirtschaftlichen Aufstieg ungekannten Ausmaßes. Denn König Jehan II "Der Gute" de Valois investierte nur bereitwillig in seine neuen Untertanen.

Vive le Luxembourg, vive la France !


Bild

Umfrage

1. Was war das Highlight des letzten Spieltags?
Die Spielerkriege in Italien und auf dem Balkan. Sehr gespannt was da noch so passiert!

2. Wie sieht es bei dir im Land aus? Was ist passiert, was steht an?
Frankreichs Wirtschaft steigt auf neue Höhen und entwickelt sich super. Das gilt es jetzt weiter auszubauen. Das Straßenbauprogramm ist fast komplett abgeschlossen. Es folgt das Brückenbauprogramm und das Zeitalter der Urbanisierung. Das Thema Kronmacht und zu große Adelsmacht bleibt weiterhin ein Problem, an dem es zu arbeiten gilt.

3. Welche Nation in deiner direkten Nachbarschaft und welche weltweit ist deiner Meinung nach aktuell am stärksten aufgestellt? (Regional- und Weltmacht?)
Spanien ist etwas abgefallen und mittlerweile sind eher die größeren Bündnisblöcke eine Bedrohung. Ich bin aber überzeugt, dass sich das schnell wieder drehen kann. Spätestens wenn die Kolonisierungswelle los geht!

4. Welche Spielernation war letzten Spieltag Top?, welche Flop?
Top: Die Spielerkriege! Niederlande hat einen ordentlichen Sprung gemacht. Aus der Ferne würde ich sagen auch Kiew hat wieder gut performt. Das polnische Popwachstum ist dank Freya insane!
Luxemburg für seine Weitsicht! (La France domine l’Europe)
Flop: Will es nicht als Flop auftun - da ehrenhaft gekämpft und vor allem gleich an zwei Fronten...aber ich hab das Gefühl Neapel fällt dann doch etwas ab.