[HOI3 TFH 4.02] "Die Familie Albrecht - eine deutsche Familiensaga" Neufassung

AARs zum Zeitpunkte der beiden Weltkriege

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Re: [HOI3 TFH 4.02] "Die Familie Albrecht - eine deutsche Familiensaga" Neufassung

Beitragvon croatiafreiburg » 18. April 2021 11:14

2. Blick Richtung Westen

Noch während Einheiten der Reichswehr an die Grenze zu Frankreich und Dänemark verlegt wurden, griffen die Alliierten unsere Handelskonvois immer stärker an und versenkten täglich wichtige Konvois.
Am 26.09.1939 mobilisiert das Königreich Niederlande Ihre Armeen. 3 Tage später trat auch Neuseeland den Alliierten bei. Langsam wurde aus dem europäischen Krieg ein neuer Weltkrieg.
Während des Oktobers blieb es an der Westfront weiterhin ziemlich ruhig. Lediglich die Luftangriffe auf Industriezentren im Westen vermittelten eine gewisse Kriegsatmosphäre. Die Regierung tagte fast täglich. Bei diesen Besprechungen ging es um weitere Strategieschritte. Aufgrund der Tatsache, dass die Westmächte nicht mit sich reden ließen, musste man den Krieg auf dem Feld gewinnen oder die Westmächte zu einem Friedensvertrag "schlagen".
Anfang Oktober begann man mit der Neuorganisation des Heeres. Fast alle Armeen und Korps wurden nun dem OKdR West zugewiesen. Die 4. Armee wurde dabei an die Nordgrenze stationiert. Die 1. und 2. Armee wurden an die Westgrenze gesendet. Die 1. Panzerarmee ins Ruhrgebiet.
Fast alle Lufteinheiten wurden auf Fliegerhorste im Westen verteilt.
Am 11. Oktober wurde eine neue Weisung für die Industrie verabschiedet. Die totale wirtschaftliche Mobilmachung wurde beschlossen.

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Nachdem man nun Polen besetzt hatte und es keinen diplomatischen Spielraum bei Verhandlungen mit den Alliierten gab, musste man sich also eine Strategie für die Westfront ausdenken. Einen ewigen Sitzkrieg am Rhein und Seegefechte direkt vor der deutschen Küste könnte man ja nicht ewig machen können. Die Überlegungen gingen dabei in viele verschiedene Richtungen. Als man sich Mitte Oktober in Berlin traf, waren diverse Personen vom Kanzler zu Beratungen eingeladen worden. Natürlich war auch Wilhelm mit von der Partie.
Am 14. Oktober 1939 war eine besonders wichtige Sitzung angesetzt worden. Dort sollte sich die weitere Vorgehensweise im Westen entscheiden.

Zuerst wurden allen Anwesenden die neuesten Geheimdienstakten vorgelegt. Danach hatten alle eine Stunde Zeit, sich die neuesten Entwicklungen anzusehen. Danach sollte jeder seine Meinung äußern. Die Daten zeigten die weitere Erstarkung der anderen Großmächte. Die Entwicklung der USA und der UdSSR machten der Regierung allerdings die größten Sorgen. Damit waren allen folgendes klar: Die Zeit tickte gegen das Deutsche Reich. Man musste schnellstens eine Entscheidung im Westen suchen, um eine Siegeschance zu wahren.
Am Ende des Abends hatte man folgende Themen als wichtig deklariert:

• Man musste die Nordflanke (Skandinavien) gegen die Briten schützen, allein schon wegen der wichtigen Rohstoffe aus Schweden. >> Operation „Wodan“
• Frankreich musste schnell ausgeschaltet werden >>> Operation „Balmung“
• Rohstofflieferungen aus Übersee werden immer schwieriger; Suche nach Alternativen
• Italien als Verbündeten gewinnen
• Ungarn, Rumänien und Jugoslawien sollte der Achse angenähert werden, umso den Einfluss der Briten zu senken. Vor allem die Jugoslawen galten als unzuverlässig.
• Griechenland wollte man beobachten, dass sonst die Briten dort eine gute Basis im Süden hätten
• Spanien sollte auch in die Achse eintreten
• Nordafrika (mit Hilfe ITA) für die Briten zum Kriegsschauplatz machen
• Seeblockade verhindern
• Die „neutralen“ Beneluxländer müsste man für den Plan „Balmung“ wohl angreifen.
• Die UdSSR ist und bleibt ein wackeliger Partner. Zudem hatte man nun eine gemeinsame lange Grenze. Dauerhaft wurde der Pakt nicht halten. Stalin war kein „Monarchiefan“
• Die USA muss solange wie möglich neutral gehalten werden.

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Wirtschaftslage Oktober 1939

Daher sollte als Nächstes ein Plan zur Sicherung der Nordflanke (Dänemark und Norwegen) ausgearbeitet werden.

Diese Operation „WODAN“ sollte im Frühling 1940 vollzogen werden und somit die Nordflanke des Reiches schützen, ehe man sich um seinen Erzfeind im Westen, den Franzosen, kümmern würde. Nach einem Sieg gegen Frankreich würden die Briten verhandeln. Das war der Plan des Kaisers und seinem Kanzler.

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Einige Tage nach der Sitzung konnte das Auswärtige Amt den Abschluss des Stahlpaktes mit Italien vermelden. Das erste Ziel war damit geschafft. Italien war nun Mitglied der Achse Berlin-Rom-Tokio.

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Einige Tage später mobilisierte Italien seine Armeen.

In der Ostsee kam es unterdessen immer wieder zu schweren Seegefechten mit der Royal Navy. Dabei waren die Briten meist überlegen.

Am 05. November konnten die Operationspläne für die Operationen "Thor" und "Wodan" vorgelegt werden.

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Damit sollte die Nordflanke vor britischen Landungen gesichert werden. Zudem wäre der Zugang zur Ostsee endlich geschlossen. Die Royal Navy hätte dann keinen Zugang zur Ostsee.

Im Schatten der Ereignisse der letzten Wochen wuchs in einem anderen Teil Europas ein neuer Konflikt heran. Zwischen Finnland und der UdSSR kam es seit einiger Zeit zu diplomatischen Scharmützeln. Wilhelm Albrecht sollte auf Anweisung des Kanzlers nach Moskau und Helsinki reisen. Er sollte versuchen zwischen diesen beiden Staaten zu vermitteln.
Doch als er am 20. November wieder in die Reichshauptstadt Berlin heimkehrte, musste er dem Außenminister schlechte Nachrichten berichten. Eine Einigung war kaum möglich. Wilhelm befürchtete, dass die Sowjets bald angreifen werden.

Dass er so schnell Recht haben würde, wunderte allerdings auch Wilhelm Albrecht.
Am 30. November 1939 überfiel die UdSSR das kleine Finnland. Der sowjetische-finnische Winterkrieg hatte begonnen.

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Im Reich selbst und an der Westgrenze blieb es bis zum Ende des Jahres 1939 weiterhin ruhig. Beide Seiten nutzen den Winter 1939, um Ihre Stellungen auszuheben und die Truppen aufzurüsten. Die Wehrmacht probte die Ausführung der anstehenden Operationen.

So genoss Wilhelm Albrecht die Weihnachtsfeiertage 1939 und den Jahreswechsel 1939/40 im Kreis seiner Familie.
Das neue Jahr 1940 begann ruhig.
Wie jedes Jahr fand am 05. Januar die alljährliche Jahressitzung der Regierung statt. Doch wirkliche neue Erkenntnisse wurden hier nicht eröffnet.

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Hier die Geheimdienstberichte über die anderen Staaten.

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Am 06. Januar 1940 konnte man einen gigantischen Stahl-Lieferungsvertrag mit den USA abschließen.
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Auch an die britischen Bomberangriffe im Westen hatte man sich gewöhnt. Dass die Nordsee und zeitweise auch die Ostsee von der britischen Royal Navy kontrolliert wurde, nahm man ebenfalls relativ gelassen hin.

Wilhelm Albrecht wusste jedoch, was sich hinter den Kulissen in Berlin abspielte. Bei seinem letzten Besuch bei seinem Bruder, hatte er dort die vollen Auftragsbücher gesehen. Rolf zeigte ihm auch die neuesten Entwicklungen bei Panzern, Kanonen und Logistik. Die Firma produzierte in drei Schichten rund um die Uhr. Wilhelm wusste von den Plänen des Kriegsministers und des Kanzlers. Bis Ende Januar sollten die letzten Details für die Operationen "Thor" und "Wodan" stehen.

Wilhelm bekam Ende Januar 1940 den Auftrag nach Hamburg zu reisen. Dort sollte er die Truppen inspizieren. Auf der Rückreise wollte er über Duisburg nach Berlin reisen.
Als die beiden Brüder sich bei Ihren Abendspaziergang befanden, begann Karl-Gustav von den Fortschritten in der Fabrik und den guten Gewinnen zu erzählen. Doch er bemerkte auch, dass sein Bruder etwas betrübt war. Doch zuerst ließ sich Karl-Gustav nichts anmerken und erzählte von den letzten Tests mit den neuen Panzertypen, die bald vom Stapel liefen. Außerdem berichtete er, dass seine Mitbewerber Krupp und Porsche ebenfalls neue Panzer entwickelt hatten. Doch erst im Felde würde man sehen, wer die besseren Panter herstellt. Zum Wohle des Reiches hoffte Karl-Gustav, dass die anderen Panzerhersteller ähnlich gute Arbeit ablieferten wie die Fabrik ALBRECHT. Wilhelm hörte angestrengt zu und als sein Bruder eine kurze Pause machte, sprach Wilhelm folgenden Satz: "Ich gehe wieder an die Front". Karl-Gustav verschlug es die Sprache, sodass nur ein "Wieso?" herauskam. Wilhelm erzählte, dass er nicht zufällig bei den Truppen in Hamburg gewesen sei. Nachdem er nun fast 4 Jahre für das Außen- und Kriegsministerium Berichte verfasste und interpretierte, wollte er seinem Vaterlande wieder aktiv beistehen. Aufgrund seiner Bitte hatte Ihn der Kanzler und Kaiser zum "OB NORD" gemacht. Er sollte die Operationen in Skandinavien leiten. Falls es dies erfolgreich bestehen sollte, winkte Ihm sogar eine wichtige Stelle beim kommenden "Westfeldzug".
Denn das war beiden Brüdern klar. Der Krieg gegen Frankreich stand kurz bevor.
Karl-Gustav hatte seine Stimme wiedergefunden und sprach Wilhelm seine Glückwünsche aus. Danach ging man ohne Worte weiter.
Am nächsten Morgen verabschiedete sich Wilhelm in Richtung Berlin.
Am 01. Februar wurde Wilhelm zum OKdR ins HQ bestellt. Dort wurden Ihm die wichtigen Daten zu den Operationen im Norden mitgeteilt.
Er sollte vier Armeekorps für diese Operationen erhalten. Dazu würde Ihn die Kaiserliche Marine und einige Stuka- und Jägergeschwader unterstützen. Damit müsste er die beiden Operationen durchführen. Nach Erfolg der Operationen würde er noch 1-2 Korps mit Sicherungsdivisionen für die Küste Norwegens erhalten. Dies würde dann nach Bedarf entschieden werden.
Beginn der Operation sollte Mitte/Ende März 1940 sein. Der genaue Zeitpunkt werde nach Wetterlagen entschieden.
Er erhielt zudem alle Pläne und Unterlagen, die er für das Unternehmen brächte. Nachdem er wieder zu Hause war, packte er seine Sachen und ging noch Abend essen. Schon am nächsten Tag wollte er wieder nach Kiel reisen, um dort sein HQ aufzuschlagen.
Als er in Kiel ankam begann er sofort sein HQ aufzustellen und die notwendigen Offiziere anzufordern.

Gliederung seiner 4. Armee "NORD" in Kiel
Befehlshaber des Armeeoberkommandos "Nord": Wilhelm Albrecht
Chef des Generalstabes
Abteilung I (Führungsabteilung)
Erster Generalstabsoffizier (Ia) (Operationen)
Dritter Generalstabsoffizier (Ic) (Feindlage)
Vierter Generalstabsoffizier Id (Ausbildung)
Abteilung II (Adjutantur – Verwaltung)
1. Adjutant IIa (Personalangelegenheiten der Offiziere)
2. Adjutant IIc (Personalangelegenheiten der Unteroffiziere und Mannschaften)
Oberquartiermeisterabteilung (Nachschub)
Zweiter Generalstabsoffizier (Oberquartiermeister)
Armeearzt IVb
Armeeveterinär IVc

Nach mehreren Telefonaten stand sein Armeeoberkommando. Er hatte fast alle gewünschten Offiziere erhalten.
Nun begann die Truppenverlegungen und täglichen Übungen für den Tag X.

Die 4. Armee bestand aus dem III. Armeekorps mit 5 mot. Inf. Divisionen, XV. Armeekorps mit 4 mot. Inf. Divisionen, XVII Armeekorps mit 5 Inf. Divisionen und dem I. Gebirgsjägerkorps mit 3 Divisionen. Zusätzlich bekam er noch die 1. Elite-Eingreiftruppe.

Weisung für die "Operation Wodan"

1. Die Entwicklung der Lage in Skandinavien erfordert es, alle Vorbereitungen dafür zu treffen, um mit Teilkräften der Reichswehr Dänemark und Norwegen zu besetzen ("Operation Wodan"). Hierdurch soll englischen Übergriffen nach Skandinavien und der Ostsee vorgebeugt, unsere Erzbasis in Schweden gesichert und für Kriegsmarine und Luftwaffe die Ausgangsstellung gegen England erweitert werden.
Kriegsmarine und Luftwaffe fällt im Rahmen der gegebenen Möglichkeiten die Sicherung des Unternehmens gegen das Eingreifen englischer See- und Luftstreitkräfte zu.
Die für den "Operation Wodan" einzusetzenden Kräfte werden im Hinblick auf unsere militärpolitische Stärke gegenüber den nordischen Staaten so schwach als möglich gehalten. Ihre zahlenmäßige Schwäche muss durch kühnes Handeln und überraschende Durchführung ausgeglichen werden. Grundsätzlich ist anzustreben, der Unternehmung den Charakter einer friedlichen Besetzung zu geben, die einen bewaffneten Schutz der Neutralität der nordischen Staaten zum Ziel hat. Entsprechende Forderungen werden mit Beginn der Besetzung den Regierungen übermittelt werden. Flotten- und Luftdemonstrationen werden erforderlichenfalls den nötigen Nachdruck geben. Trotzdem auftretender Widerstand ist unter Einsatz aller militärischen Mittel zu brechen.
Mit der Vorbereitung und Führung des Unternehmens gegen Dänemark und Norwegen beauftrage ich den Kommandierenden General Wilhelm Albrecht.
Dieser untersteht mir in Führungsfragen unmittelbar. Der Stab ist aus allen drei Reichswehrteilen zu ergänzen.
Die für "Operation Wodan" zur Verfügung zu stellenden Kräfte werden gesondert befohlen. Über sie darf für andere Kriegsschauplätze nicht verfügt werden.
Die Kräfte der Luftwaffe werden zur Durchführung der Operation der Gruppe taktisch unterstellt. Sie treten nach Beendigung ihrer Aufgabe unter den Befehl des 0. d. L. zurück. Der Einsatz der von Kriegsmarine und Luftwaffe unmittelbar geführten Kräfte hat in engem Einvernehmen mit dem Befehlshaber der Gruppe zu erfolgen.
Die Versorgung der zur Gruppe abgestellten Kräfte ist durch die Reichswehrteile nach den Anforderungen des Befehlshabers sicherzustellen.
3. Grenzübertritt gegen Dänemark und Landung in Norwegen müssen innerhalb von 24h erfolgen. Die Unternehmungen sind mit größtem Nachdruck so schnell als möglich vorzubereiten. Falls der Feind die Initiative gegen Norwegen ergreift, müssen eigene Gegenmaßnahmen sofort ausgelöst werden können.
Von größter Bedeutung ist, daß unsere Maßnahmen die nordischen Staaten wie die Westgegner überraschend treffen. Dem haben alle Vorbereitungen, insbesondere die Art der Bereitstellung des Laderaums und der Truppen, ihre Einweisung und ihre Verladung Rechnung zu tragen.
Können Vorbereitungen für die Verschiffung nicht mehr geheim gehalten werden, sind Führern und Truppen andere Ziele vorzutäuschen. Der Truppe dürfen die wahren Ziele erst nach dem Auslaufen bekannt werden.
4. Besetzung Dänemarks: ("Operation Wodan Süd").
Aufgabe der Gruppe: Überraschende Besetzung von Jütland und Fünen, anschließend Besetzung von Seeland.
Hierzu ist unter Sicherung der wichtigsten Punkte möglichst schnell bis Skagen und bis zur Ostküste von Fünen durchzustoßen. In Seeland sind als Ausgangsstellungen für die spätere Besetzung frühzeitig Stützpunkte in Besitz zu nehmen.
Die Kriegsmarine stellt Kräfte zur Sicherung der Verbindung Nyborg-Korsoer und zur raschen Besitznahme der Kleinen-Belt Brücke, nötigenfalls auch zu Truppenlandungen, zur Verfügung. Sie bereitet ferner die Küstenverteidigung vor.
Von der Luftwaffe sind Fliegerverbände in erster Linie zu Demonstrationszwecken und für Flugblattabwurf vorzusehen. Die Ausnutzung der dänischen Bodenorganisation sowie die Luftverteidigung sind sicherzustellen.
5. Besetzung Norwegens: ("Operation Wodan Nord").
Aufgabe der Gruppe: Überraschende Besetzung der wichtigsten Küstenplätze von See her und durch Luftlandeuntemehmen.
Die Kriegsmarine übernimmt Vorbereitung und Durchführung des Seetransportes der Landungstruppen und der im weiteren Verlauf nach Oslo nachzuführenden Kräfte.
Sie sichert den Nachschub auf dem Seewege dahin. Der beschleunigte Ausbau des Küstenschutzes in Norwegen ist vorzubereiten.
Die Luftwaffe hat nach erfolgter Besetzung die Luftverteidigung sowie die Ausnutzung der norwegischen Basis für die Luftkriegführung gegen England sicherzustellen.
6. Gruppe meldet OKdR laufend Stand der Vorbereitungen und legt eine zeitlich geordnete Übersicht über den Ablauf der Vorbereitungen vor. Dabei ist die Mindestzeitspanne, die zwischen Befehlsausgabe zum "Operation Wodan" und der Durchführung liegen muß, anzugeben. Beabsichtigter Gefechtsstand ist zu melden.

Decknamen: Wodanstag = Tag des Unternehmens
Wodanszeit = Uhrzeit des Unternehmens

(gez.) Oskar I. von Preußen


Weitab in Berlin planten der Kanzler und seine Berater bereits den nächsten Feldzug: Operation "BALMUNG" - der Krieg gegen Frankreich.

Der Oberste Befehlshaber der Reichswehr Berlin, den 15.12.1939
OKdR Nr.172/39
Geheime Kommandosache
Chef Sache
Nur durch Offizier
8 Ausfertigungen
2.Ausfertigung

Weisung „Operation Balmung“ für die Kriegführung

1. Sollte in der nächsten Zeit zu erkennen sein, das England und unter dessen Führung auch Frankreich nicht gewillt sind, den Krieg zu beenden, so bin ich entschlossen, ohne lange Zeit verstreichen zu lassen, aktiv und offensiv zu handeln.
2. Ein längeres Abwarten führt nicht zu einer Beseitigung der belgischen, vielleicht auch der holländischen Neutralität zugunsten der Westmächte, sondern stärkt auch die militärische Kraft unserer Feinde in zunehmendem Maße, lässt das Vertrauen der Neutralen auf einen Endsieg Deutschlands schwinden, und trägt nicht dazu bei, Italien als militärischen Bundesgenossen an unsere Seite zu bringen.
3. Für die Weiterführung der militärischen Operationen befehle ich daher folgendes:
a. Am Nordflügel der Westfront ist durch den luxemburgisch-belgischen und holländischen Raum eine Angriffsoperation vorzubereiten. Dieser Angriff muss so stark und so frühzeitig als möglich geführt werden.
b. Zweck dieser Angriffsoperation ist es, möglichst starke Teile des französischen Operationsheeres und an die an seiner Seite fechtenden Verbündeten zu schlagen, und gleichzeitig möglichst viel holländischen, belgischen und nordfranzösischen Raum als Basis für eine aussichtsreiche Luft- und Seekriegführung gegen England und als weites Vorfeld des lebenswichtigen Ruhrgebietes zu gewinnen.
c. Der Zeitpunkt des Angriffes ist abhängig von der Bereitschaft der Panzer und Mot.-Verbände, die unter Anspannung aller Kräfte zu beschleunigen ist und von der dann gegebenen und in Aussicht stehenden Wetterlage.
4. Die Luftwaffe verhindert das Eingreifen der französisch-englischen Luftwaffe gegen das eigene Heer und unterstützt, soweit erforderlich, dessen Vorgehen unmittelbar. Hierbei wird es auch darauf ankommen, das Festsetzen der englisch-französischen Luftwaffe sowie englische Truppenlandungen in Belgien und Holland zu verhindern.
5. Die Seekriegführung hat alles daran zu setzen, um für die Dauer dieses Angriffs die Operationen des Heeres und Luftwaffe mittelbar oder unmittelbar unterstützen zu können.
6. Neben diesen Vorbereitungen für den planmaßigen Beginn des Angriffs im Westen müssen Heer und Luftwaffe jederzeit und in zunehmender Stärke bereit sein, um sofort einem französisch-englischen Einmarsch nach Belgien möglichst weit vorwärts auf belgischem Gebiet entgegentreten und Holland in einem möglichst weiten Umfang in Richtung auf die Westküste besetzen zu können.
7. Die Tarnung der Vorbereitungen muss darauf abgestimmt sein, dass es sich nur um Vorsichtsmaßnahmen gegenüber der drohenden Versammlung französischer und englischer Kräfte an der französisch-luxemburgischen und belgischen Grenze handelt.
8. Die Herren Oberbefehlshaber bitte ich, mir auf Grund dieser Weisung ihre Absichten im Einzelnen möglichst bald vorzutragen und mich über das OKdR fortlaufend über den Stand der Vorbereitungen unterrichtet zu halten

(gez.) Oskar I. von Preußen


Anfang März war die Lage im sowj.-finnischen Winterkrieg immer noch sehr festgefahren. Die Sowjets kamen nicht voran und machten sich so zur Lachnummer in der Welt. Der Kaiser in Berlin tönte: Nicht mal das keine Finnland kann die rote Armee besiegen. Wir werden wie ein warmes Messer durch Butter gleiten!

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Derweil wurden die finalen Operationspläne für Operation "WODAN" besprochen und verabschiedetet.

Pan der Operation "Wodan" Nord und Süd
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Alle Truppen waren nun in Dauerbereitschaft, da man nun nur noch auf besseres Wetter wartete um die Befehle für den Wodanstag zu geben.

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Beitragvon croatiafreiburg » 20. April 2021 12:59

3. Der Nordfeldzug – „Operation Wodan“

Bei einer weiteren Lagebesprechung in der Reichskanzlei wurde der Beginn der beiden Operationen in Norden für den 20. März 1940 bestimmt. Das war also der Wodanstag. Also Wodanszeit wurde 3:00 Uhr morgens bestimmt.
Anfang März 1940 besserte sich das Wetter in Nordeuropa. Daher wurde der Angriffstermin für die beiden kommenden Operationen für den 20. März 1940 bestätigt.

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Alles wurde vorbereitet und zahlreichen Divisionen eingeschifft und die Flotten aus den Häfen gesendet, um die Truppentransporter zu schützen.
Am 20. März 3 Uhr morgens überquerten erste deutsche Truppen die Reichsgrenze zu Dänemark und starte somit die „Operation Wodan SÜD“. Gleichzeitig begann die Luftwaffe wichtige Einrichtungen zu bombardieren.

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Dieser Feldzug lief genau nach Plan. Die dänische Armee war diesem wuchtigen und schnellen Angriff hoffnungslos ausgeliefert. Daher gab es, außer bei Arhus, fast keine Gegenwehr der Dänen. Die Hauptstadt Kopenhagen musste heftige Bombenangriffe aushalten. Als nach einer Woche, die ersten deutschen Truppen den Stadtrand der Hauptstadt erreichten, flüchtete der dänische König und seine Regierung nach London.
24.03.1940 – Odense wird eingenommen
26.03.1940 – Nach harten Kampf wird Arhus besetzt

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28.03.1940 – Hauptstadt Kopenhagen kapituliert

Die dänische Armee kapitulierte am 29.03.1940 und ging in Gefangenschaft.

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Noch während der Unterzeichnung der dänischen Kapitulation wurden die weiteren Schritte und Pläne in die Tat umgesetzt. Sofort wurde eine Militärregierung in Kopenhagen eingesetzt.
Am gleichen Tag gab Wilhelm seinen Marineeinheiten den Befehl ins Skagerak auszulaufen und dort die Seehoheit zu sichern.
Unterdessen startete die UdSSR eine erste größere erfolgreiche Offensive in Finnland.

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Am nächsten Tag besetzten britische Spezialeinheiten die bisher dänischen Inseln Färaör und Grönland.

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Im neuen HQ von Wilhelm in Kopenhagen konnte man mit dem ersten Teil der Operation zufrieden sein. Innerhalb weniger Tage hatte man Dänemark besiegt und besetzt. Nun galt es den Schwung rüber zunehmen und auch Norwegen schnell und ohne große Verluste zu besetzen. Der Start der Operation Wodan NORD sollte am 02.04.1940 um 2:00 Uhr morgens sein. Die Landung in Norwegen würde aber sicherlich schwieriger werden als der Einmarsch nach Dänemark.
Wilhelm ging nochmal den Plan durch, ehe seine Unterschrift unter die letzten Befehle setzte

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Dem norwegischen Botschafter in Berlin wurde die deutsche Kriegserklärung am 02.04.1940 um 7:00 Uhr übergeben. Da hatte der eigentliche Angriff schon 5 Stunden begonnen.
Bereits um 12 Uhr gab es die ersten Luftkämpfe bei Kristiansand. Genau dort wollten die deutschen Landungstruppen anlanden.

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Doch die Landungsoperation waren bereits voll im Gang. Am 03. April 1940 wurde es erstmals brenzlig. Als Wilhelm die Nachricht erhielt, dass Alliierte Marineeinheiten die deutsche Flotte mit den Landungstruppen angriff, stockte sein Atem. War die deutsche Kriegsmarine stark genug?

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Das erste Seegefecht konnte die Kriegsmarine für sich entscheiden und somit die Landung sichern.
Doch Stunden später am 04.04.40 greift ein größerer alliierten Flottenverband erneut an und die Landung steht auf der Kippe.

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Wieder stockt Wilhelm in seinem HQ der Atem, als er diese Nachricht erhält. Wieder hängt der Erfolg der Operation am seidenen Faden. Doch um 19 Uhr am 04.04.40 landen die Truppen bei Kristiansand und können den Brückenkopf sichern. Jedoch hat die deutsche Flotte schwere Verluste hinnehmen müssen (2 Schiffe komplett gesunken, der Rest stark beschädigt) Somit fällt die Flotte erstmal einige Tage aus. Das könnte nun ein richtiges Problem werden.

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Die Landung ist gelungen, sodass die Operation weitergehen kann. Zur Sicherung der Gewässer werden einige Taktische Bomber in die Luft geschickt. Diese sollen fremde Flottenverbände angreifen und orten.

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Unter dem Schutz der Luftwaffe werden weitere Divisionen nach Kristiansand transportiert. Die Zone kann langsam erweitert werden.

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Am 07. April 1940 wird Stavanger besetzt und über Oslo versucht die Luftwaffe die Hoheit zu gewinnen.

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Zwei Tage später gelingt eine weitere Anlandung südlich von Oslo, sodass am 10. April die Schlacht um Oslo beginnt.

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Im Finnland herrscht seit dem 10. April eine Waffenruhe. Die UdSSR erhält einige finnische Gebiete und wahrt somit Ihr Gesicht. Doch die tapferen Finnen haben es dem russischen Bär sehr schwer gemacht. Respekt.

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Oslo kann sich nur 2 Tage wehren und muss am 12. April 1940 um 15:00 Uhr geräumt werden. Die Regierung und die königliche Familie waren bereits einige Stunden zuvor nach London geflüchtet.

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Am Folgetag kapitulieren die norwegischen Streitkräfte mit sofortiger Wirkung, da ein weiterer Kampf aussichtslos geworden ist. Norwegen wird besetzt und eine Militärregierung nimmt in Oslo seine Arbeit auf.

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Als erste Maßnahmen werden die Truppen neu strukturiert und alle Küstenstädte befestigt. Dazu wird das OKdR NORD mit der Heeresgruppe NORD und der 5. Armee gebildet. Alle anderen Einheiten werden zurück nach Deutschland beordert. Wilhelm kann sein HQ auflösen und wird mit großen Ehren in Berlin persönlich vom Kaiser und seinem Kanzler begrüßt.

Innerhalb 24 Tage hat man die Operation Wodan siegreich beenden können. Doch Wilhelm wusste genau, dass dieser Erfolg zeitweise sehr fragil war.
Dennoch war er glücklich und froh, diese Operation erfolgreich bestanden zu haben. Als Dank wurde ihm der Pour le Mérite Orden verliehen. Zudem erhielt er das Eisernes Kreuz I. Klasse.

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"Nicht wer zuerst die Waffen ergreift, ist Anstifter des Unheils, sondern wer dazu nötigt." (Niccolò Machiavelli)

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Beitragvon croatiafreiburg » 27. April 2021 21:24

4. Frankreich-Feldzug – Operation „Balmung“ 1940
Die ersten Tage & Erfolge


Doch kaum war der Sieg in Norwegen erreicht, ging es gleich weiter mit den Plänen und Sitzungen. Wilhelm war schon wieder in Oslo und mit den letzten Aufgaben der Sicherung der norwegischen Küste beschäftigt, da ging es in Berlin hoch her. Die Generäle der alten Garde wollten einen verbesserten Schlieffenplan durchführen. Wilhelm hörte von diesen Plänen und war entsetzt. Warum sollte es 1940 etwas gelingen, was 1914 in einer Katastrophe endete. Er musste dringend nach Berlin reisen und den Kanzler und den Kaiser umstimmen. Nur einen konzentrierten Angriff in Frankreichs Mitte (Südbelgien/Luxemburg) wurde zu einem schnellen Erfolg führen. Er ging bei der Operation Balmung bisher auch immer von dieser Option aus. Doch durch seine Aufgaben in Norwegen abgelenkt, konnten die alten Generäle den Plan wieder umwerfen. Am 21. April 1940 konnte er endlich mit Kanzler und Kaiser sprechen und seine Bedenken vortragen.
Sowohl Kaiser als auch der Kanzler konnten Wilhelm beruhigen. Die Operation „Balmung“ stand fest und an den letzten Weisungen vom 15.12.1939 war keine Änderungen vorgesehen.
Der Hauptstoß sollte wie geplant in der Mitte Frankreichs, also nördlich der Maginotlinie und südlich der deutsch-niederländischen Grenze stattfinden. Der Angriff auf die Niederlande sollte eine Ablenkung darstellen.
Die Pläne wurden nochmals auf den Tisch gelegt:

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Wilhelm zeigte sich entspannt. Zugleich wurde auch klar bestimmt, dass die Operation am 02. Mai 1940 um 04:00 Uhr mit einem Angriff auf die Niederlande beginnen sollte.
Am folgenden Tag überbrachte der schwedische Botschafter eine diplomatische Note vorbei. Schweden hatte dem Reich (freiwillig) Durchmarschrechte zugestanden. Damit wollte man einem gleichen Schicksal wie Norwegen entgegenwirken. Kluger Schachzug, dachte sich Wilhelm.

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Wilhelm hatte sich derweil in den Ruhestand versetzen lassen, Ein Frontkommando war in seinem Alter einfach zu anstrengend. Er wollte Berater des Kanzlers bleiben. Das füllte in völlig aus.
In den letzten Apriltagen wurden die letzten Vorbereitungen und Truppenverlegungen durchgeführt. Alle waren nun in Alarmbereitschaft versetzt worden. Es sollte ja in einigen Tagen losgehen.
Die Heeresgruppe A mit der 1./2./4 Armee und der 1. Panzerarmee sollte den offensiven Teil der Operation durchführen. Dabei sollte die Panzerarmee den Hauptstoß durchführen und die Armeen die Sicherung der Flanken und der eroberten Gebiete übernehmen. Die Heeresgruppe C mit der 3. Armee sollten die Verteidigungslinien halten, sodass es keine bösen Überraschungen geben würde.
Am 02. Mai um 3:00 morgens wurde dem niederländischen Vertreter in Berlin die Kriegserklärung übergeben.

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Es war also wieder so weit. Das Reich griff erneut im Westen an und wollte diesmal die Franzosen innerhalb von 2 Monaten besiegen. Als morgen die Nachricht über den Beginn der Offensive in Berlin und anderen Städten die Runde machten, war ein ganz anderes Gefühl als 1914. Niemand tanze auf den Straßen, keiner war zum Feiern zu Mute. Die Menschen waren sehr ernst und entschlossen. Das Schicksal des Reiches lag erneut in den Händen der Militärs.
Um 18 Uhr konnte der erste Durchbruch bei Maastrich vermeldet werden.

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In den folgenden Stunden kam es zu heftigen Gefechten an der Grenze. Die Niederländer wurden auch aus der Luft angegriffen. Erst am 05. Mai 1940 mit der Kriegserklärung an Belgien und starken Angriffen bei Lüttich /Hasselt und Velwisch offenbarte das Deutsche Reich seine eigentlichen Absichten. Die Alliierten und insbesondere Frankreich zeigte sich sichtlich geschockt.

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[img]https://up.picr.de/41075818rp.png[/img

Es dauert 24 Stunden, ehe sich der franz. Generalstab in der Lage sah Befehle zur Verlegung von Truppen nach Norden zu erteilen. Wertvolle Zeit ging dabei verloren.

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Am 06. Mai fällt die erste belgische Stadt in deutsche Hände. Lüttich ist besetzt und damit auch eine wichtige Festung. Innerhalb von nur 24 Stunden. Paris und London waren geschockt.
Am 07. Mai kommt es bei Namur zu ersten direkten Gefechten mit franz. Einheiten. Das Gefecht endete mit einem klaren Sieg der deutschen Einheiten

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Am 08. Mai 1940 erklärte man nun auch Luxemburg den Krieg und griff das kleine, aber wichtige Land sofort an.
So konnte man am 09. Mai (also eine Woche nach Beginn der Operation) sehr zufrieden sein.

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Drei Tage später kapitulierte die luxemburgische Regierung und das Land wurde vollständig besetzt.

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Bis zum 14. Mai war der Durchbruch gelungen und man hatte die franz-belgische Grenze erreicht. Welch ein Erfolg.

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Mit Lille wird am 14.5.1940 die erste franz. Stadt besetzt. Am gleichen Tag beginnt die Schlacht um Amsterdam.
Am Abend des 14. Mai steht man kurz vor der Kanalküste bei Brügge und hatte somit die Benelux Staaten und Frankreich getrennt.

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Zwei Tage später wird der Verteidigungsring um Brüssel angegriffen. Somit ist nun auch die belgische Hauptstadt Frontgebiet. Am gleichen Tag wird Amsterdam eingenommen.
Am 19. Mai ereilt auch Brüssel das Schicksal Amsterdams und fällt in die Hände deutscher Truppen. Damit sind beide Hauptstädte unter deutscher Kontrolle. Die Regierungen & Königshaus sind rechtzeitig nach London evakuiert worden.

In Berlin war der Kaiser völlig aus dem Häuschen. In nur 2 Wochen hatte man so viel erreicht. Würde Oskar I. es besser machen als damals sein unglücklicher Vater? Wilhelm II. betrachtete dies Erfolge seines Sohnes aus der weiten Entfernung in seinem Altersruhesitz im Schwarzwald.



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"Nicht wer zuerst die Waffen ergreift, ist Anstifter des Unheils, sondern wer dazu nötigt." (Niccolò Machiavelli)

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Registriert: 27. August 2012 21:22
Wohnort: Neuenburg bei Freiburg
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Re: [HOI3 TFH 4.02] "Die Familie Albrecht - eine deutsche Familiensaga" Neufassung

Beitragvon croatiafreiburg » 28. April 2021 20:26

4. Frankreich-Feldzug – Operation „Balmung“ 1940
Wiederholt sich das Desaster von 1914 oder wird Frankreich vernichtet?


In den kommenden Tagen wurden die Gefechte, nun immer mehr gegen starke franz. Einheiten und immer öfters auch gegen starke britische Einheiten, immer heftiger und verlustreicher. Damit wurde der Vormarsch der Deutschen stetig langsamer. Als Wilhelm abends die Reichswehrberichte las, wurde er an den Westfeldzug von 1914 erinnert. Würde es auch diesmal, nach anfänglichen Erfolgen, zu einem Stellungskrieg kommen? Dies wäre für die Reichswehr eine Katastrophe. Dies musste um jeden Preis verhindert werden.
Bis zum 20. Mai 1940 kam man nur mühsam voran, aber immerhin erreichte man die Kanalküste.

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Heimlich und leise hatte eine andere Großmacht am 20. Mai 1940 Fakten geschaffen. Die UdSSR annektierte ohne einen einzigen Schuss alle drei baltischen Staaten. Niemand protestierte gewaltsam. Doch damit war klar, dass auch Stalin seinen Teil vom Kuchen haben wollte. Für Wilhelm war schon immer klar gewesen, dass der eigentliche Feind im Osten lag. Es war nur eine Frage der Zeit, wann Stalin bereits für einen Angriff auf das Reich war. Dies musste man dringend zuvorkommen. Doch einen Zweifrontenkrieg musste man ebenfalls unbedingt vermeiden. Man musste also Frankreich besiegen und damit die Briten zu einem Frieden zwingen. Stalin hat nun freien Zugang zur Ostsee. Das passte dem deutschem OKdRM überhaupt nicht.
Zwei Tage später endlich wieder gute Nachrichten. Belgien kapitulierte (zumindest in Europa) und somit war dieses Land ebenfalls besetzt.

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Am 28. Mai übergab der jugoslawische Vertreter der Botschaft in Berlin die Durchmarschrechte für das Reich durch Jugoslawien. Welch ein Akt der Unterwerfung. Aber dem Kaiser gefiel dieser Akt sehr. Doch im eigenen Land machte sich der König Petar II. keine Freunde. Das Militär plante bereits einen Putsch, hieß es in Geheimdienstkreisen.
Die Kämpfe wurden täglich heftiger. Der Luftraum über Frankreich war enorm umkämpft und die Alliierten hatten teilweise die Lufthoheit, sodass die deutschen Bomber nicht zur Geltung kamen. Auch hier zeigten sich einige Planungsfehler des OKdR deutlich.

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Am 31. Mai 1940 kapitulierten die letzten alliierten Truppen in den Niederlanden. Damit waren zahlreiche Soldaten nun in deutscher Gefangenschaft.

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Auch die Ungarn gewährten am 31. Mai 1940 den deutschen weitreichende Durchmarschrechte. Doch der Kanzler ließ sich davon nicht beindrucken und entschied beim 2. Wiener Schiedsspruch zugunsten der Rumänen. Für das Reich waren die Rumänen mit Ihren Ölfeldern strategisch der wichtigere Partner.

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In den kommenden Tagen ging es heftig weiter. Die Luftwaffe musste oft am Boden bleiben. So schwer waren die Verluste. Im Norden kam die Reichswehr aufgrund Ihrer starken Panzerkräfte dennoch voran und konnte bis zum 19. Juni 1940 den Ring um Paris schliessen.

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Nach sechs Tagen heftiger Gefechte und Straßenkämpfe kapitulierten die letzten Einheiten in Paris aufgrund von Munitionsmangel.

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Durch den Verlust Ihrer Hauptstadt und den immer höheren Verlusten entschied die franz. Regierung am 27. Juni 1940 um Waffenstillstandsverhandlungen zu bitten. Das Reich stimmte zu und somit war Frankreich zum zweiten Mal nach 1871 besiegt.

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Der Kaiser ließ spontan Feierlichkeiten in Berlin ausrufen und fuhr mit seiner Paradekutsche durch die Reichshauptstadt. Die Berliner jubelten ihrem Kaiser frenetisch zu. Das Desaster von 1918 war endlich ausgemerzt. Der Erzfeind lag geschlagen am Boden.

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Aufgrund der Verhandlungen mit Marschall Petain, konnte sich ein Teil Frankreichs als Vichy-Frankreich unbesetzt halten.
Der Waffenstillstand von Compiègne im Zweiten Weltkrieg wurde am 27. Juni 1940 zwischen dem Deutschen Reich und Frankreich geschlossen und beendete den Westfeldzug. Im Französischen werden beide Waffenstillstände 1918 und 1940 Armistice de Rethondes genannt, nach dem drei Kilometer östlich von Compiègne gelegenen Dorf Rethondes. Der Waffenstillstand sah die Besetzung von 60 Prozent des französischen Territoriums in Europa durch die deutsche Reichswehr vor. Im unbesetzten Teil Frankreichs bildete sich das eng an Deutschland angelehnte Vichy-Regime. Die Bedingungen des Waffenstillstands kamen einer Kapitulation Frankreichs gleich, es verlor seine vormalige Souveränität.

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Die loyalen Franzosen unter Charles de Gaulle setzen Ihren Kampf unter Alliierten Führung weiter fort.

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Die britische Regierung unter Ihrem Premier Winston Churchill schickte bereits am folgenden Tag eine klare Botschaft nach Berlin. Man würde auf keinen Fall kapitulieren. Damit war die Option für das Reich in weiter Ferne gerückt.

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Aus Wut über diese Reaktion ließ der Kaiser die Festungsanlagen der Maginot Linie schleifen und komplett zerstören.

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Re: [HOI3 TFH 4.02] "Die Familie Albrecht - eine deutsche Familiensaga" Neufassung

Beitragvon croatiafreiburg » 6. Mai 2021 20:50

5. Blick nach Osten oder Angriff auf Großbritannien?

Nachdem der Krieg gegen Frankreichfeldzug nun erfolgreich abgeschlossen wurde und somit Kontinentaleuropa unter Herrschaft der Achse oder anderer nationalistischen Regierungen stand, gab es in Europa noch zwei bedrohliche Feinde. Im Westen die Briten und im Osten die Russen. Eine Nation musste man noch „ausschalten“, dann wären die Kriegsziele des Kaisers erreicht und man könnte beginnen durch Verhandlungen die Erfolge zu sichern. Daher ließ der Kaiser seinen Kanzler Pläne zur Eroberung Britanniens oder Russland entwerfen. Das Unternehmen „Seeadler“ (Großbritannien) oder „Odin“ sollte der letzte große Feldzug des Reiches werden, ehe man sich mit den restlichen Mächten an den Tisch setzen wollte. Zumindest versprach der Kaiser dies seinem Kanzler.
Sofort ließ der Kanzler seine Militärberater, unter Ihnen auch Wilhelm Albrecht, an die Arbeit gehen. Er wollte die ersten Entwürfe im Spätsommer 1940 sehen. Umsetzung sollte dann im Frühjahr/Sommer 1941 sein.
Wilhelm Albrecht, nun schon 65 Jahre alt, sollte die dafür bevorstehende Heeresreform organisieren und durchführen. Bevor er sein Büro in Berlin besetzte, fuhr er mir der Reichsbahn zu einem Bruder nach Duisburg. Sein Bruder auch schon 71 Jahre alt, wurde zum dritten Male Großvater. Mit Katharina Albrecht (Tochter seines 2. Sohnes Otto) bekam er seine erste Enkelin. Zu diesem Glück und um das neue Mitglied der Familie persönlich begrüßen zu können, nutzte er diese kleine Pause.
In Duisburg wurde er wie immer herzlich empfangen. Als er seinen Bruder seit Monaten wieder sah, schien es ihm also sein Bruder in den letzten Monaten stark gealtert war. Doch Karl-Gustav sah nur so aus, er war sonst sehr fit und glücklich. Wilhelm wollte sich jedoch nach dem nächsten Feldzug endlich zur Ruhe setzen und seinen Lebensabend hier mit der Familie in Duisburg verbringen. Das nahm er sich fest vor.
Nachdem er einige Tage Urlaub genoss, kam er mit großer Energie nach Berlin zurück und legte sofort los.
Ein Plan sah vor drei große Oberkommandobereiche zu schaffen. OKdR NORD mit HQ in Oslo (Norwegen und Dänemark) OKdR West mit Sitz in Köln (Frankreich, Benelux und der westliche Teil des Reiches ggf. Großbritannien) und OKdR Ost mit Sitz in Berlin (Polen, östlicher Teil des Reiches und ggf. UdSSR) Darunter sollten die Heeresgruppen A-D verteilt sein, die wiederum in 6 Armeen und einer Panzerarmeen gegliedert sein sollten. Zusätzlich gab es im Westen 3 Sicherungsarmee mit Garnisonen und einige „freie“ Armeekorps zur freien Verwendung wie z.B. dem XVII. Armeekorps in Norwegen.
Die Marine wurde dem OKdR West unterstellt. Die Lufteinheiten wurden erstmal zur Verteidigung des Reiches ebenfalls im Westen stationiert. Immerhin wurden die allliierten Luftangriffe auf das Reich immer heftiger.
Sobald die Entscheidung für die nächste Operation feststand, würde er die weiteren Details in die Wege leiten. Für beide Optionen hatte Wilhelm die Pläne Ende August fertig in der Schublade liegen. Er wollte nichts dem Zufall überlassen.
Zuerst war der Plan für „Seeadler“ fertig. Der Plan sah vor, dass man nach Erlangung der Lufthoheit und damit auch der Seehoheit im Kanal an zwei Stellen im Süden anzulanden und dann schnell an London vorbei nach Norden vorzustoßen und die Hauptstadt London vom Rest der Inseln abzuspalten.

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Doch der Plan hatte einen wichtigen Haken. Man musste zwingend die Lufthoheit und auch die Seehoheit im Kanal erlangen. Doch nach einigen Luftkämpfen musste das OKdR erkennen, dass dies unmöglich schien. So entschied man schon im August 1940, dass man sich zuerst gegen die UdSSR wenden würde. Die Russen schienen der deutlicher leichtere Feind zu sein. Würde man die Russen überraschen können, hätte man die Chance, Stalin innerhalb von 3-4 Monaten zu besiegen.
Damit war es also entschieden! Es ging in Richtung Osten.
Wilhelm holte seinen Plan B raus und ließ die Befehle erteilen.
Im geheimen ließ Wilhelm auch einen Plan zur Sicherung des Balkans entwerfen. Er befürchtete, dass bei einem Angriff auf Sowjetrussland, die Briten dort anlanden würden und über Griechenland und Jugoslawien die Südgrenze des Reiches bedrohen könnten.
Die Operation hieß „Donar“.

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Am 02. September berichte der Auslandsgeheimdienst, dass Stalin seinen letzten Rivalen erledigt hätte. Diesmal traf es Leo Trotzki
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Einige Tage später befahl das der OB West den ersten Einsatz von U-Booten im Atlantik. Damit sollte der Handelskrieg gegen die Briten eingeleitet werden. Doch schon nach paar Tage musste man den kompletten Verlust der I. U-Boot Flotte vermelden. Die Royal Navy zeigte eindrucksvoll wer auf hoher See die Macht inne hatte. Für den Kaiser war dies eine niederschmetternde Nachricht. Unter den toten Seeleuten war auch sein besonderer Held Admiral von Dönitz. Selbstverständlich gab es in Kiel ein Staatsbegräbnis für den Admiral. Er forderte Rache. Doch womit. Die Flotte war zu schwach. Doch der Druck auf den Kanzler wuchs, sodass er neue U-Boote in Auftrag gab.
Doch die schlechten Nachrichten hörten nicht auf. Am 23.09. konnten polnische Partisanen einen Aufstand in Osten Polen starten. Sofort mussten deutsche Einheiten dorthin abkommandiert werden. Aufgrund der starken Übermacht war der Aufstand innerhalb weniger Tagen unter Kontrolle. Doch dieser Aufstand zeigte, wie sehr der Untergrund in den besetzten Gebieten organisiert war. Das Oberkommando in Berlin ließ gleich den Befehl zur Aushebung einiger Polizei-Kavallerie Einheiten erteilen.

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Damit man für den Krieg gegen die UdSSR nicht mit bösen Überraschungen in Osteuropa rechnen musste, wollte der Kanzler Ungarn, Bulgarien und Rumänien ins Achsenbündnis holen. Daher startete das auswärtige Amt einige Initiativen und Besuche in diesen Staaten. So wurde am 10.11.1940 zunächst Ungarn und Bulgarien offiziell ins Bündnis eingeladen. Die Rumänen waren noch nicht so weit. Doch während die Ungarn das Angebot erfreut annahmen, machten die Bulgaren kurz vor Unterzeichnung noch einen Rückzieher. Doch der Außenminister wollte nicht nachgeben und nachdem er persönlich nochmal am 18.11.1940 on Sofia vorsprach unterzeichnete auch Bulgarien den Pakt mit dem Reich.
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Um die Sowjets nicht unnötig zu reizen, wurde über diesen Beitritt der beide Staaten erstmal der Mantel des Schweigens gelegt.

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Am 23.11.1940 schickte das Marine-Oberkommando die neue I. UBOOT Flotte erneut in den auf Konvoi-Jagd. Diesmal in der Nähe von Gibraltar. Diesmal schien es so, also es mehr Erfolg hätte. Zumindest könnte man bis zum Ende des Jahres einige Konvois versenken ohne eigene Verluste zu erleiden.
Erst Ende Dezember konnten die Royal Navy unsere U-Boote stellen. Sofort wurden diese zurück nach Nantes beordert.

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Aber zumindest hatte man den Briten einige Schiffe versenken können. Man wollte den U-Boot-Krieg 1941 wieder aufnehmen und somit die Briten auf See beschäftigen.



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Beitragvon croatiafreiburg » 7. Mai 2021 15:12

6. Italienische Abenteuer auf dem Balkan und Nordafrika

Wie gewohnt trafen Sie alle Minister und Ressortchefs zum Neujahrempfang im Berliner Palast und zeigten Ihre Unterlagen vor, damit sich alle ein Bild über die allgemeine Lage machen konnten.
Der Kaiser war zufrieden, jedoch nicht glücklich. Das die Briten so stur waren und seine stolze U-Bootflotte so erniedrigten, machte ihm doch einiges zu schaffen.
Tja… er war halt der Sohn von Wilhelm II. Der hatte auch solche Marineträume gehabt.
Zunächst begann der Außenminister mit der politischen Lage in Europa.

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Durch die diplomatischen Coups mit Ungarn und Bulgarien hatte man die Russen diplomatisch ziemlich isoliert. Die Rumänen standen auch eher zur Achse und man wollte die Rumänen 1941 unbedingt in die Achse holen.
Im Norden standen die Finnen auch eher zu uns. Immerhin hatte noch eine Rechnung mit Stalin offen. Lediglich die Griechen waren ein Unsicherheitsfaktor. Man war doch ziemlich von britischer Seite beeinflusst worden. Ansonst war Europa in der Hand des Reiches.
Leider waren die USA nicht mehr neutral gegenüber dem Deutschen Reich.
Mit einer IK Stärke von 383 war man zufrieden und konnte wirtschaftlich immer noch aus dem Vollen schöpfen. Die Ressourcen Lage war bei Metall, aber vor allem bei den seltenen Rohstoffen nicht gerade erfreulich. Doch genau deswegen wollte man 1941 die UdSSR in die Kniee zwingen. Die Produktion war mit Volldampf auf neue Panzer, Jagdflieger und auf besonderem Befehl des Kaisers auf die Flotte ausgelegt.

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Bei der Technologieforschung lag der Fokus ebenfalls auf Panzer, Luftwaffe und Marine. Hier lief alles nach Plan und man sehr zufrieden und den anderen Staaten überlegen.

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Die innenpolitische Lage war grandios und stabil. Der Kaiser war sehr erfreut solche Zahlen zu sehen. Fast 75% aller Deutschen standen hinter Ihm und seiner Regierung. Der Einfluss der „Roten“ war gerade mal 10%. Es gab also keine Gründe irgendetwas zu ändern.

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Doch nur einen Tag später trübte sich die Laune des Kaisers und seinem Kanzler. Auch Wilhelm war von der Nachricht nicht angetan, jedoch hatte er diesen Schritt längst erwartete. Für Ihn waren die USA bereits ein Kriegsgegner gewesen, wenn auch indirekt durch massive Hilfen an die Briten und Franzosen. Durch diesen neuen Eskalationsschritt, waren die USA nun auch fast schon direkt Kriegsgegner geworden und die Lage der deutschen Hochseeflotte wurde nicht besser. Nur Stunden später verabschiedete der Senat und Kongress in Washington das formelle Handelsembargo mit dem Reich. Damit würde die Rohstofflage des Reiches nochmal deutlich schlechter werden.

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Doch das deutsche Volk stand nun voll hinter Ihrem Kaiser. Als Reaktion auf das USA Embargo meldeten sich junge Männer im ganzen Reich zum Militärdienst. Der Kaiser trat mit Tränen in den Augen vor sein Volks und hielt einer seiner besten Reden vom Berliner Palastbalkon an sein Volk. (Leider gibt es von dieser spontanen Rede keine Tonaufnahmen. Aber man könnte Sie mit der Rede seines Vaters 1914 vergleichen. Auch erkannte keine Parteien mehr, sondern nur noch Deutsche.

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Auch in den nächsten Tagen ging es turbulent weiter. Nachdem die Italiener bisher nur moralische Unterstützung leisteten, trat Italien am 13.01.1941 überraschend auch aktiv dem Krieg gegen die Alliierten bei. Das überraschte auch den Kanzler und seinen Minister.

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Und nur Stunden später wusste man, warum dieser Schritt kam. Die Italiener begannen eine Offensive in Nordafrika. Sicherlich war das Ziel die Briten bei Suezkanal abzuschneiden. Doch war dies ein kluger Schachzug? Was würde in Äthiopien geschehen? Waren die ital. Truppen in Afrika stark genug? Kann die ital. Marine im Mittelmeer im Kampf mit der Royal Navy standhalten? Alles offene Fragen, dachte sich Wilhelm. Immerhin war die Briten nun etwas beschäftigt. Doch was würde Griechenland und Jugoslawien machen? Daher war der Plan „DONAR“ von Wilhelm 1940 wieder aktueller den je.

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Mussolini wollte endlich seinen Teil vom Kuchen. Die Tedesco´s hatten schon genug Macht in Europa. Italien hingegen, hatte Albanien und Äthiopien bekommen.

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Die USA reagierte auf diese italienische Provokation sehr ungehalten und ließ verkünden nun auch Italien als Feind anzusehen.

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Die ital. Afrika-Armee konnte in den ersten Tagen schon einige Geländegewinnen vermelden.

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Derweil gab es immer wieder harte Luftgefechte über Europa. Doch die Luftwaffe bekam die Lage langsam in den Griff.

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In Afrika kamen die Italiener überraschend gut voran.

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In Ostafrika hingegen war die Lage deutlich schwieriger für Italien. Dort hatten die Briten bereits zurückgeschlagen.

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In Norden ging es immer weiter vorwärts. Benito Mussolini war begeistert und alle Militärexperten des Reiches waren überrascht. Keiner hätte es diese Erfolge der Italiener zugetraut.

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Doch das Reich selbst kam auch nicht zur Ruhe. Ständige Luftangriffe der Alliierten und nun auch noch massive Partisanenaufstände in Polen. Südlich von Warschau wurde die Republik Polen ausgerufen. Starke Panzereinheiten wurden sofort dorthin verlegt. Solche Störungen kurz vor der Start der Operation „Odin“ könnten fatale Folgen nach sich ziehen.

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Doch damit nicht genug. Auch franz. Partisanen im Süden an der Grenze zur Schweiz begannen mit kleineren Aufständen. Die Besatzungspolitik war wohl zu hart. Doch der Kaiser befahl harte Hand zu zeigen. Alles niederschlagen und keine Gefangene machen. Es sollten dringend Polizeieinheiten in diese Gebiete entsendet werden, die die Lage dauerhaft unter Kontrolle bringen sollten.

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Anfang Februar war die Lage in Polen immer noch nicht unter Kontrolle.

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Auch in Frankreich weiteten sich die Aufstände aus. Es wurden nun sogar zwei Divisionen ins Gebiet beordert.

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Der Kaiser tobte in Berlin und forderte Rache und schnelles Eingreifen. Wie konnte man sowas zulassen. Der Innenminister musste einige an Kritik einstecken.
Während man also mit den Partisanen so seine Mühe hatte, wollte man die Rumänen nun endlich in die Achse holen. Am 15.02.41 war es endlich so weit. Die rumänische Regierung unterschrieb den geheimen Beitritt des Landes zur Achse.
Am 17.02. war der Aufstand in Frankreich beendet. Zahlreiche Partisanen fanden Ihren Tod. Nur 6 Tage später war auch der polnische Traum beendet worden.
Doch die Gefahr blieb bestehen.
Am 25.02.1941 erklärte Italien (ohne Rücksprache mit dem Reich) Griechenland den Krieg. Dies erzürnte den Kanzler sehr. Mussolini überschätze seine militärische Stärke anscheinend maßlos und das Reich wollte auf keinen Fall eine weitere Flanke auf dem Balkan haben. Deswegen wurde der Plan „DONAR“ aus der Schublade geholt und vorbereitet. Dazu wurde die OKdR Süd in Wien gegründet und einige Armeekorps an die jugoslawische Grenze beordert. Man wollte sich alle Optionen offenhalten.
Die italienischen Truppen überquerten die Grenze von Albanien aus rasch in Richtung Süden und in Richtung Athen.
In Afrika lief es ebenfalls gut für Mussolinis Truppen. Erstaunlich gut.

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Wilhelm und alle deutschen Experten trauten Ihren Augen nicht, als Sie die Frontkarte vom 02.03.41 vor sich auf dem Tisch anschauten. Italien stürmte in Richtung Athen. So stand man knapp einer Woche vor den Toren der griechischen Hauptstadt.

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Die Gesamtlage der Italiener am 07.03.1941 war erstaunlich gut. In Griechenland stand kurz vor einem grandiosen Sieg, in Nordafrika war man weiterhin auf dem Vormarsch. Lediglich in Ostafrika war man unterlegen und die Briten hatten dort die Kontrolle erlangt. Doch Ostafrika war für Mussolini kein so wichtiges Gebiet gewesen.

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Weitere sieben Tage später stand die Kapitulation der Griechen kurz bevor.

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In Nordafrika musste man erstmal etwas stoppen.

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Am 16.03.1941 kapituliert die Hauptstadt Athen, doch die Griechen kämpfen tapfer weiter.
Das Reich hatte wieder eigene Probleme. So kam es in Norwegen, Frankreich und Polen im März zu weiteren neuen Partisanenaufständen.

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Bis zum 05. April 1941 konnten die Aufstände in Norwegen und Polen blutig niedergeschlagen werden. Lediglich in Frankreich war es noch nicht beendet.
Bis zum 08. April hatten die ital. Truppen Festland Griechenland völlig unter Kontrolle.

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Die Regierung der Griechen setzte Ihren Kampf aber von der Insel Kreta weiter fort und wollte nicht kapitulieren. Aufgrund dieser Tatsache und dem Risiko, dass Jugoslawien durch einen Militärputsch ins Lager der Alliierten wechseln könnte, wollte der Kanzler Ruhe auf dem Balkan schaffen, bevor man gegen die UdSSR losschlagen wollte. Daher befahl er am 09. April den Angriff auf Jugoslawien. Die 2 Armeekorps mit 10 Divisionen überschritten also die Grenze am gleichen Tag. Unterstützt durch die einige STUKA Geschwader und Bomber. Man erwartete einen einfachen Sieg.

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Auch Italien erklärte am gleichen Tag Jugoslawien den Krieg. Dies wiederum passte nicht in die Pläne Mussolinis. Seine Truppen waren noch nicht bereit, aber er wollte seinen Teil vom Kuchen haben. Daher befahl er den Truppen in Albanien und Griechenland den Angriff auf den Süden Jugoslawiens.
Das Gelände hatten die Deutschen unterschätzt, sodass der Vormarsch sehr langsam voran ging.

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Zwar waren die jugosl. Truppen nicht stark, doch das Gelände bremste den Vormarsch doch erheblich, sodass man sich mühsam vorkämpfen musste.
Am 01.05.1941 kam die erwartete Niederlage in Ostafrika und der Staat Äthiopien kapitulierte gegen die Briten und wurde besetzt. Dort war der Kampf also fast beendet. Paar ital. Divisionen kämpften dort auf verlorenem Posten.

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Bis zum 05. Mai 1941 konnte man bisher nur den Norden Jugoslawiens mit den Städten Laibach und Zagreb besetzen. Der Kanzler war fassungslos. Sogar die Italiener kamen im Süden teilweise besser
voran. Skandal. Bereits einen Monat waren vergangen und man hatte noch nicht mal Belgrad in Sichtweite.

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Wenn man so die Operation „Odin“ führen würde, war das mit den 4 Monaten nur ein unrealistischer Traum.
Wilhelm schwante Böses. Doch man musste auch sagen, dass man nur einige Divisionen nach Jugoslawien entsendet hatte und keinerlei Panzereinheiten. An der UdSSR Front würde man andere Truppen aufbieten.
Auch in Nordafrika wurde der brit. Widerstand nun stärker und der Vormarsch der Italiener stockte

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In Jugoslawien ging es weiterhin schleppend voran, aber immerhin voran. Im Süden konnten die Italiener jedoch positiv überraschen.

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Ein Niederlage des Jugoslawen war nun nur noch eine Frage der Zeit. Doch genau diese hatte die deutsche Armeeführung nicht mehr. Man wollte im Juni gegen die UdSSR losschlagen.
Immerhin hatte man am 25. Mai 1941 die Hauptstadt Belgrad von Norden und Süden eingekreist.

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Leider gab es aus Nordafrika schlechte Nachrichten. Erstmals gingen dort alliierte Truppen in die Offensive und drängten die Achsentruppen zurück. War das die Wende?

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Wilhelm machte sich Sorgen. Die Reichswehr blamierte sich auf dem Balkan und Italien überdehnte seine Kräfte. Würde das zu einer neuen Front im Süden mit den Briten führen? Könnten die Briten so
auf den europäischen Festland Fuß fassen? Das wäre eine Katastrophe.
Doch am 03. Juni war dann endlich so weit. Fast 2 Monate hatte es gedauert, ehe Jugoslawien geschlagen war.

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Bereits während des Kriegs hatte man mit den kroatischen Nationalisten verhandelt. Jugoslawien wurde nun gedrittelt. Ein Teil ging ans Reich und Italien. Zusätzlich wurde das Königreich Kroatien proklamiert.

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Dadurch war zumindest die Lage auf dem Balkan erstmal unter Kontrolle. Das OkdR Süd bekam zur Sicherung des Balkans ein Armeekorps zugeteilt. Der Rest wurde an die sowj. Grenze beordert.

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Beitragvon croatiafreiburg » 7. Mai 2021 20:51

7. Die letzte große Schlacht? Unternehmen „Odin“ 1941

Man hatte durch den langen Feldzug auf dem Balkan wertvolle Zeit verloren. Umso dringlicher waren nun die letzten Vorbereitungen für das anstehende Unternehmen „Odin“, welches nun am 30. Juni 1941 starten sollte.

Erster Entwurf
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Daher traf man sich am 04. Juni 1941 in Berlin. Doch das Treffen wurde durch den Tod des ehemaligen Kaisers Wilhelm II. überschattet. Oskar I. ordnete 3 Tage Staatstrauer um seinen Vater an. Wilhelm II. hatte es nie verkraftet, dass er 1918 abdanken musste.
Jedoch war er nach dem Thronantritt seines Sohnes und dessen Erfolge in den letzten Jahren versöhnlich gewesen und ist in aller Ruhe eingeschlafen.

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Während das Volk und der Staat um den ehemaligen Kaiser trauerten, gingen die Planungen und Vorbereitungen in Berlin mit Tempo weiter. Es galt nun keine Zeit mehr zu verlieren.
So ließ der Kanzler die wichtigsten Berichte vorlegen. Die alliierten Bomber hatten im letzten halben Jahr erheblichen Schaden angerichtet. Fast 40 IK waren derzeit nicht nutzbar. Das musste aufhören. Die Jägerstaffeln im Westen wurden nochmal verstärkt. Das Volk war aufgrund der Luftangriffe nicht mehr ganz so hinter Ihrem Kaiser.
Dennoch lag die Zustimmung immer noch bei sehr guten 55-60%. Dennoch hatte man innerhalb eines ½ Jahres fast 15 %. verloren.

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Man warf noch einen Blick auf die letzten Geheimdienstdossiers. Weiterhin war man in Berlin der Meinung, dass die UdSSR ein leichter Gegner werden würde und das die rote Armee keine Hürde für die Reichswehr wäre.

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Die Lage in Nordafrika hatte sich verschlechtert. Die Italiener waren nun in der Defensive und die Briten eroberten Gebiete zurück.

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Auf der anderen Seite der Welt versuchte Präsident Roosevelt immer offener auf der Seite der Alliierten in den Krieg einzutreten.

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Und die schlechten Nachrichten folgten nun im Stundentakt. Die befürchtete britische Landung auf dem Balkan war gestartet worden. Am Morgen des 06. Juni landeten britische Marineeinheiten am Ufer von Ital.-Albanien an.

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Die nun wichtige Frage war jetzt, ob die Italiener dieses Problem allein lösen könnten oder ob die Reichswehr wichtige Truppenteile dorthin verlegen mussten. Gespannt wartete man auf jeden Bericht von Balkan.
Und wieder überraschten die Südländer die deutschen Experten in Berlin. Schon nach einigen Tagen hatten die Italiener die Lage unter Kontrolle und am 15. Juni 1941 war die Landung gescheitert und die Briten zogen sich zurück

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Auch in Nordafrika drehten die Italiener den Spieß erneut um und gingen Ihrerseits wieder in die Offensive. Wilhelm Albrecht musste achtungsvoll zugegeben, dass er den launischen Juniorpartner in der Achse unterschätzt hatte. War die Wahl des Kaisers mit Italien etwas doch eine gute Wahl gewesen?

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Die Briten wollten es nochmal wissen und starteten diesmal in Split einen neuen Landungsversuch. Doch die deutsche Garnison in Split konnte auch diesen Angriff erfolgreich abwenden. Fast 1000 britische Soldaten ließen Ihr Leben. Damit sollte den Briten die Lust an Landungen auf dem Balkan vergangen sein.

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Eine Woche vor Start des Unternehmens „Odin“ wurde die letzten Befehle und Kartenpläne ausgegeben.

Befehle zum Unternehmen „Odin“
Der Oberste Befehlshaber der Reichswehr
Berlin den 23. Juni 1941
OKdR Ost/WFSt/Abt.L (I) Nr. 33408/40 gK Chefs.
Geheime Kommandosache!
Chef-Sache!
Nur durch Offizier!

Die deutsche Reichswehr muss, auch vor Beendigung des Krieges gegen England Sowjetrussland in einem schnellen Feldzug niederzuwerfen.
Das Heer wird hierzu alle verfügbaren Verbände einzusetzen haben mit der Einschränkung, dass die besetzten Gebiete gegen Überraschungen gesichert sein müssen.
Für die Luftwaffe wird es darauf ankommen, für den Ostfeldzug so starke Kräfte zur Unterstützung des Heeres freizumachen, dass mit einem raschen Ablauf der Erdoperationen gerechnet werden kann und die Schädigung des ostdeutschen Raumes durch feindliche Luftangriffe so gering wie möglich bleibt. Diese Schwerpunktbildung im Osten findet ihre Grenze in der Forderung, dass der gesamte von uns beherrschte Kampf- und Rüstungsraum gegen feindliche Luftangriffe hinreichend geschützt bleiben muss und die Angriffshandlungen gegen England, insbesondere seine Zufuhr, nicht zum Erliegen kommen dürfen.
Der Schwerpunkt des Einsatzes der Kriegsmarine bleibt auch während eines Ostfeldzuges eindeutig gegen England gerichtet.
Den Aufmarsch gegen Sowjetrussland ist nun abgeschlossen.
Entscheidender Wert ist jedoch darauf zu legen, dass die Absicht eines Angriffes nicht erkennbar wird.
Die Vorbereitungen der Oberkommandos sind auf folgender Grundlage zu treffen:

I. Allgemeine Absicht:
Die im westlichen Russland stehende Masse des russischen Heeres soll in kühnen Operationen unter weitem Vortreiben von Panzerkeilen vernichtet, der Abzug kampfkräftiger Teile in die Weite des russischen Raumes verhindert werden.
In rascher Verfolgung ist dann eine Linie zu erreichen, aus der die russische Luftwaffe reichsdeutsches Gebiet nicht mehr angreifen kann. Das Endziel der Operation ist die Abschirmung gegen das asiatische Russland aus der allgemeinen Linie Wolga—Archangelsk. So kann erforderlichenfalls das letzte Russland verbleibende Industriegebiet am Ural durch die Luftwaffe ausgeschaltet werden.
Im Zuge dieser Operationen wird die russische Ostseeflotte schnell ihre Stützpunkte verlieren und damit nicht mehr kampffähig sein.
Wirksames Eingreifen der russischen Luftwaffe ist schon bei Beginn der Operationen durch kraftvolle Schläge zu verhindern.

II. Voraussichtliche Verbündete und deren Aufgaben:
1. Auf den Flügeln unserer Operation ist mit der aktiven Teilnahme Rumäniens und Finnlands am Kriege gegen Sowjetrussland zu rechnen.
In welcher Form die Streitkräfte beider Länder bei ihrem Eingreifen deutschem Befehl unterstellt werden, wird das Oberkommando der Reichswehr zeitgerecht vereinbaren und festlegen.
2. Rumäniens Aufgabe wird es sein, den Angriff des deutschen Südflügels, wenigstens in seinen Anfängen, mit ausgesuchten Kräften zu unterstützen, den Gegner dort, wo deutsche Kräfte nicht angesetzt sind, zu fesseln und im übrigen Hilfsdienste im rückwärtigen Gebiet zu leisten.
3. Finnland wird den Aufmarsch der aus Norwegen kommenden abgesetzten deutschen Nordgruppe (Teile der Gruppe XXI) zu decken und mit ihr gemeinsam zu operieren haben. Daneben wird Finnland die Ausschaltung von Hangö zufallen.

III. Die Führung der Operationen:
A. Heer (in Genehmigung der mir vorgetragenen Absichten):
In dem durch die Pripetsümpfe in eine südliche und eine nördliche Hälfte getrennten Operationsraum ist der Schwerpunkt nördlich dieses Gebietes zu bilden. Hier operiert die Heeresgruppe Nord und Mitte
Der Heeresgruppe Mitte — Mitte der Gesamtfront — fällt die Aufgabe zu, mit besonders starken Panzer- und mot[orisierten] Verbänden aus dem Raum um und nördlich Warschau vorbrechend die feindlichen Kräfte in Weissrussland zu zersprengen. Dadurch muss die Voraussetzung geschaffen werden für das Eindrehen von starken Teilen der schnellen Truppen nach Norden, um im Zusammenwirken mit der aus Ostpreussen in allgemeiner Richtung Leningrad operierenden Heeresgruppe Nord die im Baltikum kämpfenden feindlichen Kräfte zu vernichten. Erst nach Sicherstellung [durchgestrichen: "Erledigung"] dieser vordringlichsten Aufgabe, welcher die Besetzung von Leningrad und Kronstadt folgen muss, sind die Angriffsoperationen zur Besitznahme des wichtigen Verkehrs- und Rüstungszentrums Moskau fortzuführen.
Nur ein überraschend schnell eintretender Zusammenbruch der russischen Widerstandskraft könnte es rechtfertigen, beide Ziele gleichzeitig anzustreben.
Die Heeresgruppe Süd hat das Ziel die Besetzung Kiew/Krim/ Rostov durch den massiven Einsatz der 1. Panzerarmee zu erreichen.
Die wichtigste Aufgabe der Gruppe XXI bleibt auch während der Ostoperationen der Schutz Norwegens. Die darüber hinaus verfügbaren Kräfte sind im Norden (Geb[irgs]-Korps) zunächst zur Sicherung des Petsamo-Gebietes und seiner Erzgruben sowie der Eismeerstrasse einzusetzen, um dann gemeinsam mit finnischen Kräften gegen die Murmansk-Bahn vorzustossen und die Versorgung des Murmansk-Gebietes auf dem Landwege zu unterbinden.
Ob eine derartige Operation mit stärkeren deutschen Kräften (2-3 Div[isionen]) aus dem Raum von Rovaniemi und südlich geführt werden kann, hängt von der Bereitwilligkeit Schwedens ab, seine Eisenbahnen für einen solchen Aufmarsch zur Verfügung zu stellen.
Der Masse des finnischen Heeres wird die Aufgabe zufallen, in Übereinstimmung mit den Fortschritten des deutschen Nordflügels möglichst starke russische Kräfte durch Angriff westlich oder beiderseits des Ladoga-Sees zu fesseln und sich in den Besitz von Hangö zu setzen.
Auch bei der südlich der Pripet-Sümpfe angesetzten Heeresgruppe Mitte ist in konzentrischer Operation und mit starken Flügeln die vollständige Vernichtung der in der Ukraine stehenden russischen Kräfte noch westlich des Dnjepr anzustreben. Hierzu ist der Schwerpunkt aus dem Raum von Lublin in allgemeiner Richtung Kiew zu bilden, während die in Rumänien befindlichen Kräfte über den unteren Pruth hinweg einen weit abgesetzten Umfassungsarm bilden. Der rumänischen Armee wird die Fesselung der dazwischen befindlichen Kräfte zufallen.
Sind die Schlachten südlich bzw. nördlich der Pripetsümpfe geschlagen, ist im Rahmen der Verfolgung anzustreben:
im Süden die frühzeitige Besitznahme des wehrwirtschaftlich wichtigen Donez-Beckens,
im Norden das schnelle Erreichen von Moskau.
Die Einnahme dieser Stadt bedeutet politisch und wirtschaftlich einen entscheidenden Erfolg, darüber hinaus den Ausfall des wichtigsten Eisenbahnknotenpunktes.
B. Luftwaffe:
Ihre Aufgabe wird es sein, die Einwirkung der russischen Luftwaffe soweit wie möglich zu lähmen und auszuschalten sowie die Operationen des Heeres in ihren Schwerpunkten, namentlich bei der mittleren Heeresgruppe und auf dem Schwerpunktflügel der südlichen Heeresgruppe, zu unterstützen. Die russischen Bahnen werden je nach ihrer Bedeutung für die Operationen zu unterbrechen bezw. in ihren wichtigsten nahegelegenen Objekten (Flussübergänge!) durch kühnen Einsatz von Fallschirm- und Luftlandetruppen in Besitz zu nehmen sein.
Um alle Kräfte gegen die feindliche Luftwaffe und zur unmittelbaren Unterstützung des Heeres zusammenfassen zu können, ist die Rüstungsindustrie während der Hauptoperationen nicht anzugreifen. Erst nach dem Abschluss der Bewegungsoperationen kommen derartige Angriffe, in erster Linie gegen das Uralgebiet, in Frage.
C. Kriegsmarine:
Der Kriegsmarine fällt gegen Sowjetrussland die Aufgabe zu, unter Sicherung der eigenen Küste ein Ausbrechen feindlicher Seestreitkräfte aus der Ostsee zu verhindern. Da nach dem Erreichen von Leningrad der russischen Ostseeflotte der letzte Stützpunkt genommen und diese dann in hoffnungsloser Lage sein wird, sind vorher grössere Seeoperationen zu vermeiden.
Nach dem Ausschalten der russischen Flotte wird es darauf ankommen, den vollen Seeverkehr in der Ostsee, dabei auch den Nachschub für den nördlichen Heeresflügel über See, sicherzustellen (Minenräumung!).

IV.
Alle von den Herren Oberbefehlshabern auf Grund dieser Weisung zu treffenden Anordnungen müssen eindeutig dahin abgestimmt sein, dass es sich um Vorsichtsmassnahmen handelt für den Fall, dass Russland seine bisherige Haltung gegen uns ändern sollte. Die Zahl der frühzeitig zu den Vorarbeiten heranzuziehenden Offiziere ist so klein wie möglich zu halten, weitere Mitarbeiter sind so spät wie möglich und nur in dem für die Tätigkeit jedes Einzelnen erforderlichen Umfang einzuweisen. Sonst besteht Gefahr, dass durch ein Bekanntwerden unserer Vorbereitungen, deren Durchführung zeitlich noch gar nicht festliegt, schwerste politische und militärische Nachteile entstehen.

V.
Vorträgen der Herren Oberbefehlshaber über ihre weiteren Absichten auf Grund dieser Weisung sehe ich entgegen.
Die beabsichtigten Vorbereitungen aller Reichswehrteile sind mir, auch in ihrem zeitlichen Ablauf, über das Oberkommando der Reichswehr zu melden.

(gez.) Oskar I.


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Am Tag vor dem Start des größten Feldzuges aller Zeiten sah die Lage an allen „Fronten“ wie folgt aus:

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Kurz vor Mitternacht schrieb Wilhelm noch einen Brief an seinen Bruder.

Lieber Bruder,

nun das es nun bald losgeht und wir morgen in einen fürchterlichen und großen Krieg eintreten, wollte ich Dich darum bitten, dass Du gut auf unsere Familie Acht geben sollst. Ich kann von der Front nichts für Euch tun. Aber in Deinen Händen weiß ich die Familie in Sicherheit.
Morgen werden wir das Schicksal Deutschlands in den Händen halten und mit der Waffe entscheiden. Gott möge uns beistehen.
In der Hoffnung, Dich bald wieder zu sehen, schreibt Dir Dein kleiner Bruder

Willhelm


Nachdem Wilhelm nur wenige Stunden geschlafen hatte, wachte Wilhelm um 01.00 Uhr wieder auf.
Als er aus seinem Fenster blickte, sah er hektisches Treiben im Innenhof des Palastes. Es würde also bald losgehen. Er selbst würde erst 2-3 Tage nach dem Start des Unternehmens „ODIN“, mit den Stab der Heeresgruppe B (Mitte) nachreisen.

Aufstellung der Reichswehr im Bereich OST

Heeresgruppe A (NORD)
1. und 2. Armee mit insgesamt sieben Armeekorps und zwei Panzerkorps.
Ziel: Leningrad
Heeresgruppe B (MITTE)
6. Armee mit zwei Armeekorps und einem Panzerkorps. Bei Bedarf sollte hier auch noch die 5. Armee eingesetzt werden
Ziel: Moskau
Heeresgruppe C (SÜD)
3./4. und 1. Panzerarmee mit insgesamt vier Armeekorps, zwei mot. Armeekorps und fünf Panzerkorps
Insgesamt waren das also 97 Kampfdivisionen.
Ziel: Rostov

Zusätzlich würden sechs STUKA Geschwader, vier Bomberflotten und drei Jägerstaffeln die Ostfront unterstützen.
In der Ostsee stand zudem noch die Ostseeflotte zur Verfügung (bei Bedarf).



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Beitragvon croatiafreiburg » 14. Mai 2021 11:59

8. Beginn des Unternehmens „Odin“ – Phase 1 Operation „Berseker“

Kurzfristig musste der Beginn des Unternehmens „Odin“ noch um einige Tage verschoben werden. Sodass der neue Startzeitpunkt der 04.07.1941 um 3:00 Uhr sein sollte.
Am Abend des 03. Juli konnte also endlich losgehen
Das Schicksal Europas und dem Reich stand nun auf dem Spiel.
Am 4. Juli um 3:00 Uhr morgens begann der schrecklichste Angriff, den die Welt bis dato gesehen hatte. Aus allen Rohren wurde geschossen. Die Erde bebte. Eine echte Kriegserklärung gab es nicht. Man griff die Russen einfach an.

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Unternehmen „ODIN“ war mit der Phase 1 Operation „Berseker“ gestartet. Ziel war eine schnelle Überwindung der Grenztruppen und schnelle Vordringen der mobilen Einheiten, umso viele Einheiten einzukesseln und damit komplett auszuschalten.
Für die Statistikfreaks paar Fakten zum Feldzugbeginn:
Mannstärke: 1540
IK: 390
Offiziersrate: 126%
Unmut: 0,11%
Zusammenhalt: 83%

Die Reaktionen auf diesen Angriff ließen nicht lange auf sich warten. Die USA weitete die Sicherheitszone der Handelsschiffe deutlich aus.

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Von Seiten der UDSSR und Stalins kam die große Rede zur Verteidigung des Vaterlandes.

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Zudem trat mit Sinkiang ein weiteres Land dem Komintern bei

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Doch diese Reaktionen hatte man in Berlin einkalkuliert und war nicht überrascht. Ganz anders hingegen die sowj. Truppen an der Grenze. Dies wurden in den ersten Stunden quasi überrollt.

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Auch in Nordafrika waren die Achsenmächte auf dem Vormarsch und standen kurz vor Kairo.

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Im Nordabschnitt geht es ebenfalls zugig voran.

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Auch in Asien unterstützte Japan die Achse mit einem Angriff auf die Sowjetunion. Damit befand sich die UdSSR in einem Zweifrontenkrieg.
In den folgenden zwei Wochen wurde die Gefechte immer härter und brutaler. Die Reichswehr kam weiterhin gut voran. Jedoch meldeten fast alle Befehlshaber einen starken Widerstandswillen der sowj. Einheiten, sodass man nach zwei Wochen feststellen konnte, da dieser Feldzug kein Spaziergang werden würde.
Bis zum 16. Juli 1941 war man teilweise tief in die UdSSR hineingestoßen.

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Vor allem im Süden konnten sich die Panzerspitzen tief hinein stoßen.
In Nordafrika hingegen hatten die Alliierten den ital. Vormarsch erstmal stoppen können.

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Aufgrund von Geheimdienstberichten und verstärkter Aktivitäten der britischen Marine ging das OKdR von einem Landungsversuch der Briten in Norddeutschland aus. Daher wurde das XVI. Armeekorps und ein paar Elite Divisionen nach Kiel verlegt.
Aufgrund der siegreichen Seegefechte der Royal Navy gegen die Regia Marina führte am Mitte Juli 1941 zu einem Stocken des Nachschubs in Nordafrika. Die ital. Marina war inzwischen zum größten Teil auf dem Meeresboden versunken.
Das hatte deutliche Auswirkungen auf die Front in Nordafrika. Dort gingen die Alliierten nun in die Gegenoffensive und drängten die Italiener stark zurück.

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In Asien hingegen war Japan und seine Verbündeten in die Offensive gegangen und können schon einige Geländegewinne erzielen.

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An der Ostfront konnte die Reichswehr weiter vorrücken, wenn auch immer schwerer.

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Am 25.07.1941 wurde im Süden ein sehr großer Kessel beim Lemberg geschlossen. Dadurch sind etliche sowj. Truppen eingeschlossen.

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In der Ostsee kommt es zu einem großen Gefecht mit der Royal Nay. Man vermutet, dass dieser Flottenverband die Landung in Norddeutschland vorbereiten sollte.

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Die Reichskriegsmarine kann dieses Gefecht glorreich für sich entscheiden und schickt 6 brit. Schiffe auf den Meeresgrund. Der Kaiser in Berlin öffnet darauf eine Flasche Champagner und befördert die Admirale reihenweise.

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Lagebericht der Fronten am 27.07.41 in Berlin
In der Ostfront weiterhin starke Gefechte mit kleineren Geländegewinnen.

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In Nordafrika scheint sich die ital. Front aufzulösen.

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In Asien sind die Japaner weiter offensiv aktiv.

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Bis zum 01. August hat die Lage an den Fronten kaum noch verändert.
Lediglich an der Ostfront konnte ein weiterer Kessel geschlossen werden und der Südkessel wird langsam aufgerollt.

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Am 04.08.1941 wird Brest-Litovsk besetzt und nur Tage später die Hafenstadt Riga.
In Frankreich haben sich wieder lästige Partisanenaufstände bemerkbar gemacht.

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Die Lage in Nordafrika wird immer brenzliger. Die Italiener sind fast zusammengebrochen. Es gleicht keinem Rückzug mehr, sondern eher einer Flucht. Die Alliierten haben nun schon ital. Kolonialboden betreten.

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Am 21. August verkündete der Kanzler weitere Kriegsmaßnahmen zur Steigerung der Rüstungsproduktion.

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Wilhelm fand solche Gesetzt nicht optimal. Das Eingreifen des Staates in die Wirtschaft gefiel ihm nicht.
Bis Ende August wurden die Kämpfe im Osten täglich harter. Die Reichswehr versuchte nun die beiden größeren Kessel aufzulösen, umso Einheiten frei zubekommen. Doch der Vormarsch der letzten zwei Monate an Spuren an Mensch und Material hinterlassen.
Wilhelm besprach sich in Berlin mit dem Kanzler und dem Kriegsminister. Die Lage schien langsam schwierig zu werden. Wie sollte es weiter gehen. Die Operation „Berseker“ stand kurz vor Ihrem Ende und es schien so, also die Ziele für diese Operation nicht erreicht werden würde.

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Am 02.09.1941 versuchten die Briten Ihr Glück bei einem Landungsversuch bei SPLIT (Adria). Doch die dortige Garnison könnte dies verhindern.

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Am 02. September traf man sich in Berlin zu einer „Krisensitzung“ Die Operation „Berseker“ wurde bald beendet sein und man hatte kein einziges Ziel erreicht.
Weder das komplette Baltikum, Minsk, Kiew und Odessa waren eingenommen.

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Die Lage war angespannt, da die Truppen teilweise am Ende Ihrer Kräfte waren und einige Frontlinien jetzt schon überdehnt sind. Zudem kann man den Südkessel immer noch nicht aufreiben.
Auch die Lage in Nordafrika war alarmierend. Sollte Italien dort komplett kapitulieren, hatten die Briten wieder die Hände frei.

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Lediglich in Asien sah immer noch gut aus.

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Beitragvon croatiafreiburg » 17. Mai 2021 19:58

8. Beginn des Unternehmens „Odin“ – Phase 1 Operation „Berseker“ (Teil2)

Am 03. September 1941 traf Wilhelm auf Anweisung des Kanzlers im Hauptquartier des OKdR Nord in Warschau ein.

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Von User:Darwinek - Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.p ... d=11204185

Er sollte die Lage vor Ort geschildert bekommen. Die bisherigen Informationen waren nicht erfreulich gewesen. Die Operation „Berseker“ hatten bei weitem nicht den gewünschten Erfolg erzielen können. In Berlin hatte man die Befürchtung, ja sogar Angst, dass der Krieg zu einem langen verlustreichen Feldzug werden würde. Eigentlich wollte man mit der Operation „Berseker“, das Baltikum, Minsk, Kiew und Odessa besetzt haben. Bisher hatte man keines dieser vier Ziele nur ansatzweise erreichen können. Demensprechend war Wilhelm auch übel gelaunt, als er den Generälen gegenübertrat. Nachdem man sich alle Karten genau angeschaut hatte und dann die weitere Vorgehensweise besprochen wurde, hatte Wilhelm zumindest das Gefühl, dass den Herren der ernst der Lage klar geworden sei. Anderseits hatte er aber auch verstanden, dass unsere Truppen einfach erschöpft seien und man dringend frische Einheiten aufstellen musste. Sonst würde man die Ziele 1941/1942 nicht mehr erreichen.
Zunächst wollte man sich nun um den Südkessel beim Lemberg kümmern. Dieser war immer noch nicht unter Kontrolle und dadurch waren zahlreiche Einheiten gebunden.

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Diese Konzentration auf Lemberg und die Vorbereitungen auf den Sturm auf Minsk brachten wieder etwas Ordnung, sodass bis zum 15.09.1941 endlich einige Erfolg wie z.B. die Eroberung Lembergs erzielt werden konnte.

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Auch aus Asien kamen erfreuliche Meldungen. Die UdSSR war dort nun total unterlagen und auf einem ständigen Rückzug.

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Leider konnte man dies von der Nordafrikafront nicht behaupten. Die ital. Truppen waren dort weiterhin auf dem Rückzug und mussten immer wieder herbe Niederlagen einstecken. Die Briten rückten immer näher auf die wichtige Hafenstadt Bengasi vor.

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Am 25.09.1941 konnte auch die bisher unglückliche Heeresgruppe Nord endlich einen Erfolg melden, indem man die Düna bei Dünaburg überqueren konnte und somit einen sicheren Brückenkopf zu
sichern.
Am 27.09.1941 versuchten britische Truppen erneut bei Split anzulanden. Dieser Versuch war aber schon nach 2 Tagen beendet, da die deutsche Garnison wieder zu stark war.
Die Lage an den Fronten war am 01.10.1941 kaum verändert. Die Reichwehrs stand an der Ostfront weiterhin in harten Gefechten um jeden Meter Boden. Die Japaner waren immer noch auf dem Vormarsch und die Italiener versuchten sich einfach nur noch zu wehren. Leider konnte man die Anlandung britischer Truppen im Norden Sardiniens nicht verhindern.

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Bis zum 20.10.1941 wurde immer klarer, dass man die gesetzten Ziele (blaue Punkte auf der Karte) dieses Jahr nicht mehr erreichen würde. Viel schlimmer war aber die Entwicklung an der Mittelmeerfront.

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Die japanischen Erfolge führten am 05.11.1941 zu einem folgenschweren Schritt des jap. Kaiserreiches. Die jap. Militärführung sah es für strategisch richtig, den ersten Schlag gegen die immer stärker werdenden USA auszuführen. So wurde am Morgen des 05.11.41 ein Luftangriff auf die Pazifikflotte in Pearl Habour durchgeführt. Damit war Japan und alle anderen Achsenstaaten mit den USA im Krieg.

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Präsident Roosevelt richtet noch am gleichen Tag eine Rundfunkrede an sein Volk.

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Japan reagierte mit der totalen Mobilmachung des Landes.

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Somit wurden der Pazifik und das gesamte Mittelmeer eine neue Front. Der Kanzler ließ sich sofort einen Bericht über die derzeitige Lage USA vorlegen.

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Und nur einige Tage später gab es die ersten Aktivitäten vor der deutschen Küste im Westen. Zunächst wurden einige U-Boote aufgespürt und versenkt.

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Und die USA versuchten gleich mal eine „Test“- Landung an der deutschen Nordseeküste. Welche eine Spontanaktion. Doch der Küstenschutz war auf dem Posten und konnte diese Aktion abwehren. Doch dies war der erste Vorgeschmack auf die amerikanische Beteiligung. Das OKdR war der Meinung, dass nur ein erster Test war.

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Die Lage auf Sardinien hatte sich derweil bis zum 11.11.1941 weiter verschärft.

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Wilhelm hatte nun langsam ein wenig Panik. Er reiste am 14.11.41 zu seinem Bruder nach Duisburg und wollte Ihm mal die aktuelle Kriegslage anhand der Frontkarten schildern. Die Lage an der Ostfront war festgefahren. Das Wetter wurde immer schlechter und die Truppen immer erschöpfter. Zwar konnte man nochmal einige frische Truppen an die Front werfen, doch diese mussten erstmal mit den Bedingungen an der Front klarkommen. In Asien hatte sich durch den Angriff auf die USA die Lage verändert. Japan würde künftig den Fokus eher auf den Pazifik und Südasien legen. Damit war der Druck auf die UdSSR etwas kleiner geworden. Im Mittelmeerraum war die Niederlage Italiens nur noch eine Frage der Zeit und damit würde auch Italien zu einem neuen Risiko werden. Die Lage war kurz gesagt: Bescheiden.

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Doch Wilhelms Bruder versuchte Wilhelm aufzumuntern. Für jede Krise gibt es eine Lösung. Er zeigte Wilhelm die neuen Ideen von Rolf und die Dinge, die der neue Chef der Firma seit der Übernahme in Gang gesetzt hatte. Die Firma Albrecht boomte und bracht einen Rekord nach dem anderen. Solche Nachrichten bauten Wilhelm wieder etwas auf.
Am 19.11.1941 verkündete Churchill die gemeinsame vereinte Front aller Nationen. Ihr Ziel war die bedingungslose Kapitulation der Achse. Für den Kaiser und viele Menschen im Reich war dies ein gewaltiger Schock. Damit war nun klar, dass es mit den Briten keinen Verständigungsfrieden geben würde.

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Voller Euphorie versuchten einige Partisanen in den Niederlanden dem Reich Probleme zu machen.

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In Abschnitt der Heeresgruppe Nord kam es Ende Nov zu den letzten Gefechten um den letzten Kessel aufzulösen.

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Die Gefechte an der Ostfront wurden aufgrund des Wetters immer weniger. Lediglich der Kessel im Norden war immer noch hart umkämpft. Im Pazifik konnte Japan die erste US-Insel GUAM besetzen. Auch in Südasien marschierten die Japaner weiter voran. Leider war auch Sardinien nun vollständig in britischer Hand.

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Zwar konnte man den Kessel im Norden bis zum 17.121941 komplett auflösen und viele sowj. Einheiten vernichten, doch insgesamt war niemand mit der Operation Berseker zufrieden. Keines der vier Ziele wurde tatsächlich erreicht. Zwar stand man kurz vor Minsk, Kiew und Odessa, doch alle drei Städte sind immer noch in der Hand der roten Armee. In Norden war es noch viel schlimmer. Das Baltikum war immer noch fest in sowjetischer Hand.
Daher traf man sich zu einer erneuten Lagebesprechung im HQ in Warschau. Diesmal waren auch der Kaiser, Kanzler und Kriegsminister anwesend. Selbstverständlich war auch Wilhelm dabei. Er sollte die Operationen für das Jahr 1942 mitgestalten und zum Erfolg führen.
Dabei galt es die veränderten Parameter wie z.B. Kriegseintritt USA und die drohende Niederlage Italiens im Mittelmeer zu berücksichtigen.

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Die Mannstärke am 17.12.41 lag bei nur noch 968! Das Jahr 1941 war somit sehr verlustreich gewesen.



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Re: [HOI3 TFH 4.02] "Die Familie Albrecht - eine deutsche Familiensaga" Neufassung

Beitragvon croatiafreiburg » 22. Mai 2021 13:36

9. Ruhe vor dem Sturm im Osten

Während an der Ostfront eine gewissen Ruhe einkehrte und die Front stabil blieb, versuchten die Italiener mit einer Landung in Nordsardinien die Insel wieder unter Kontrolle zu bekommen. Eine gewagte und riskante Aktion. Doch Wilhelm war wieder einmal positiv überrascht. Die Italiener waren immer wieder für eine Überraschung gut.

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Kurz vor Weihnachten erreichte Wilhelm ein Telegramm aus Berlin. Er solle sich am 22. Dezember 1941 im Kaiserpalast melden. Wilhelm war etwas nervös. Er hatte keine Ahnung, warum ihn der Kanzler bzw. Kaiser persönlich sehen wollte. Hatte es was mit der gescheiterten Operation „Berseker“ an der Ostfront zu tun?
Nun am 22.12.1941 erschien er beim Kanzler und ihm wurde eröffnet, dass er heute zum Generaloberst zur besonderen Verwendung befördert werden würde. Wilhelm konnte dies nicht glauben. Mit 67 Jahren noch zum Generaloberst der Reichswehr ernannt zu werden. Er war unglaublich stolz.

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Doch mit der Ernennung hatte der Kanzler auch einen Hintergedanken. Er wollte das Wilhelm den nötigen Respekt haben würde, um die Operation THOR 1942 zu planen und organisieren.
Wilhelm wollte also sofort mit den Planungen für diese finale Operation im Osten beginnen.
Bereits am 28.12.41 konnte er den Operationsplan fertig stellen und seinen engsten Beratern in Berlin vorstellen.

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Wilhelm plante mit drei Heeresgruppen (Nord, Mitte und Süd) und damit drei Hauptstoßrichtungen die Linie Leningrad, Moskau, Rostow nun endlich zu erreichen. Dazu organisierte er die Heeresgruppen A,B und C in die neuen Heeresgruppen Nord, Mitte und Süd. Einige Korps wurden neu zugewiesen und neue Divisionen und drei neue Korps wurden aufgestellt. Zudem wurde die Luftwaffe komplett neu organisiert.
Jede Heeresgruppe bekam nun eine Stuka Luftflotte fest zugewiesen. Zudem wurde aus den kleinen Bombergeschwadern nun eine große Bomberluftlotte gestellt. Er wollte jedoch noch mind. Eine weitere Bomberflotte (mind. 6 Staffeln) zusammenstellen. Für den Begleitschutz bekam jede Heeresgruppe je ein Jägergeschwader (3 Staffeln) zugeteilt.
Zudem forderte Wilhelm Unterstützung der Bündnispartner Ungarn und Rumänien an. Diese sollten den südlichen Abschnitt bei Odessa sichern, sodass einige Divisionen frei wurden, um dann wieder offensiv tätig zu werden.
Diese Anweisungen wurden noch Ende Dezember in Auftrag gegeben. Wilhelm ließ sich Ende Dezember noch die Lagepläne der anderen Fronten vorlegen, umso einen Gesamtblick auf die Weltlage zu erhalten.
Im Mittelmeer war die Lage etwas stabiler geworden und durch die ital. Landung auf Sardinien hatte Wilhelm die Hoffnung in den südl. Partner noch nicht verloren.

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Mit den Japanern war Wilhelm schon seit Beginn recht zufrieden. Man beschäftigte sowohl die Russen wie auch die Briten in Asien ordentlich. Lediglich der Kriegseintritt der USA konnte er nicht noch nicht einschätzen.

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Während Wilhelm in Warschau in Ruhe plante und es an der Ostfront, aufgrund des Wetter, fast zu einem Sitzkrieg kam, tobte es an den anderen Fronten der Welt. Im Laufe des Januars könnten die Italiener die Front in Nordafrika zwar stabil halten.

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Indes landeten aber britische und griechische Einheiten am 17. Januar 1942 auf dem griechischen Festland und marschierten Richtung Athen.

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Dies führte dazu, dass Wilhelm eine Division aus Split in Richtung Griechenland abkommandierte und die Bulgaren um Hilfe bei der Sicherung der ehemaligen Grenze Griechenland/Jugoslawien bat. Die Bulgaren entsprachen dem Wunsch gerne (besser als gegen die Russen, dachte man sich in Sofia)

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Erfreuliche Nachrichten erreichten Wilhelm aus Sardinien. Dort hatten die Achsentruppen sich festsetzen können und sogar Landgewinne erzielt.

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Leider überkam Mussolini wieder der Übermut und er ließ am 19. Jan 1942 ital. Truppen auf Kreta anlanden. Welch eine Kamikazeaktion, dachte sich Wilhelm.

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Die Lage im Mittelmeer sah am 20/21. Jan 1942 wie folgt aus:

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Auf Sardinien lief es weiterhin recht gut. Und man konnte sogar Malte besetzen. Welch ein Coup.

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Auch in Nordafrika war die Lage immer noch stabil. Die Hafenstadt Begasi war immer noch in sicherer Hand.

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Leider war die Lage in Griechenland weiterhin angespannt und kritisch. Die britischen Truppen hatten Athen besetzt und waren auf dem Vormarsch.

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Zudem wurde die ital. Landung auf Kreta erfolglos abgebrochen.
Anfang Februar begann die Entscheidungsschlacht um Sardinien.

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An der Asienfronten hatte Japan weiterhin die Oberhand und konnte schon einige amerik. Inseln erobern.

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Leider konnten die Italiener Malta nicht lange halten, sodass die Briten die Insel am 10. Febr. 1942 wieder unter Kontrolle hatten. Schade.
Am 18. Februar 1942 meldete das Oberkommando in Rom die vollständige Rückeroberung Sardiniens. Wer hätte das gedacht. Alle Achtung.

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Um die Pazifikinseln war nun der Kampf zwischen Japan und USA immer heftiger. Die Inseln wechselten die Besitzer ständig. Noch hatte Japan aber leichte Vorteile.

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Am 24. Februar 1942 erreichte Wilhelm die Nachricht, dass britische Einheiten nun zum dritten Mal versuchten bei Split anzulanden. Doch auch diesmal wehrte sich die deutschen Garnisonstruppen tapfer.
Und die guten Meldungen gingen weiter. Am 02. März hatten ital. Truppen die griech. Hauptstadt Athen wieder unter Kontrolle. Die Hilfe der deutschen Division hatten sie dafür nicht nötig.
Am 3.3. 1942 meldet der OB von Split die erfolgreiche Abwehr des britischen Angriffes.

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Die Kämpfe in Asien wurden immer heftiger. Vor allem die Pazifikinseln wurden zu richtigen Schlachtfeldern.

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Mussolini wollte die Gunst der Stunde nochmals nutzen und ließ am 08. März 1942 erneut auf Kreta anlanden.

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Am 12. März überzeugte der Kanzler sein Kabinett und ließ in den besetzten Gebieten humanere „einheimische“ Regierungen einsetzen. Dies sollten die Partisanenaktivität und die Bindung von Truppen
senken. Leider sank dadurch auch die Wirtschaftskraft des Reiches deutlich. Die IK sank von 413 auf 380. Also 33 IK pro Tag! Ob dies eine gute Idee war, fragte sich Wilhelm in Warschau.
Am 13. März war wieder ganz Festland-Griechenland in ital. Hand. Welch eine Wende.
Doch in Nordafrika musste die Achse die wichtige Hafenstadt Bengasi räumen.

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Asienfront am 13. März 1942

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Wilhelm wurde in Warschau langsam nervös und ließ alle HG OBs nach Warschau einfliegen. Die Operation Thor sollte nun bald beginnen.



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Beitragvon croatiafreiburg » 1. Juni 2021 21:31

10. Operation „Thor“ Entscheidung im Osten? 1942

Wilhelm erklärte vor den Obs der Heeresgruppen und Armeen, wie die Operation „THOR“ starten sollte. Aufgrund der Wetterlage in der UdSSR sollte die Operation stufenweise beginnen. Die Heeresgruppe Süd (3.+4. Armee und 1. Panzerarmee) sollte bereits in wenigen Tagen mit einer großen Offensive auf Kiew und Odessa loslegen. Sobald das Wetter im Mittelabschnitt es zulassen würde (geplant ist Anfang April) sollte man dort in Richtung Minsk massiv vorrücken. Die Heeresgruppe Mitte hatte hierfür die bisher nur die 6. Armee mit zwei Armeekorps und einem Panzerkorps.
Die Heeresgruppe Nord musste sich noch ein wenig gedulden, da hier der Winter sicherlich noch tief in den April reingehen würde. Man rechnete hier mit einen Start Ende April bzw. Anfang Mai. Das Ziel war zunächst das Baltikum zu sichern.
Zur Auffrischung wurde der Gesamtplan nochmals vorgelegt.

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Der Beginn konnte überraschenderweise doch vorgelegt werden und auf den 15.03.1942. Das Wetter in Russland war stabil und wärmer als sonst. Wilhelm Albrecht wollte diese Gunst der Stunde nutzen, umso so früh als möglich anzugreifen. Immerhin tickte die Zeit für die UdSSR, die täglich neue frische Einheiten an die Front warfen. Mit der wirtschaftlichen Unterstützung der USA wuchs die Militärstärke UdSSR somit stetig an. Mit der Operation „Thor“ musste der Sieg im Osten erreicht werden, da man im Westen mit einer baldigen Invasion der Alliierten in Frankreich, Italien oder auf dem Balkan rechnete. Einige Versuche gab es schon.
Die Lage am Vorabend des Angriffes sah wie folgt aus:

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Wilhelm forderte zudem endlich Unterstützung bei den Verbündeten Ungarn, Rumänen und Bulgaren an. Diese Truppen sollten die Flanken der Südfront und die Griechenlandfront sichern. Kroatische und italienische Truppen sollten die Küsten Dalmatiens sichern.
Statistik am 15.03.42
Mannstärke: 1006
IK: 382
Offiziere: 112 %
Zusammenhalt: 80%
Unmut: 0,00
Seltene Rohstoffe starkes Defizit und nach Berechnungen sollte es nur noch bis zum späten Sommer reichen, die Wirtschaft voll zu versorgen.
So begann also am 15.03.42 um 3 Uhr die Operation „Thor“ bei Salismünde (Abschnitt NORD).
Zwei Tage später könnten die Truppen Mussolinis einen weiteren Sieg einfahren und den Krieg gegen Griechenland siegreich beenden. Die Griechen ergaben sich nach langem und zähem Kampf.

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Somit hatte sich die Landkarte Europa nochmal etwas verändert.
Aufgrund des Vormarsches auf dem Baltikum konnte man am 23.03.42 US-Truppen auf der Ostseeinsel Ösel ausmachen. Dies bereitete Wilhelm doch einige Kopfschmerzen.

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Die ersten Angriffe im Abschnitt liefen gut und bis zum 26.03.42 könnte man einige Geländegewinne auf dem Baltikum erzielen und den Stadtrand der Stadt Reval erreichen.

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Das ermutigte Wilhelm nun auch die Offensive im Süden bei Talne starten zu lassen. Der Abschnitt Mitte musste noch auf Verstärkungen warten. Die ersten Wochen des Aprils kam es nun im Norden und Süden zu heftigen Gefechten. Die rote Armee war seit 1941 deutlich stärker und widerstandfähiger geworden. Das machte sich auch bei den höheren Verlusten bemerkbar.
Im Süden gab es am 14.04.42 sogar einen starken Fronteinbruch bei Budei (Ungarn), sodass das OK der Heeresgruppe Süd dort Feuerwehreinheiten senden musste. Dies störte die Offensive im Süden doch sehr.

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Dennoch befahl Wilhelm den Start der Offensive nun auch im Mittelabschnitt bei Molodeczno am 16.04.42.
Lage an den Fronten Mitte April 1942

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Am 17.04.42 wird die wichtige Hafenstadt Narwa von deutschen Truppen besetzt. Der Vormarsch im Norden läuft recht gut, während es im Mittel- und Südabschnitt eher schleppend voran geht.
Am 20.04.42 erlässt Wilhelm zusammen mit dem Kanzler die Verfügung, dass Generalfeldmarschall von Rundstedt neuer OB des OKdR Ost wird. Dies soll eine bessere Führung der Truppen im Osten gewährleisten. Der bisherige OB wird an die Westfront abkommandiert.
Aufgrund der kritischen Lage ruft Stalin am 25.04.42 den großen vaterländischen Krieg aus.

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Genossen! Bürger! Brüder und Schwestern!
Kämpfer unserer Armee und Flotte!
An Euch wende ich mich, meine Freunde!
Der von Deutschland am 22. Juni wortbrüchig begonnene militärische Überfall auf unsere Heimat dauert an. Trotz des heldenhaften Widerstands der Roten Armee und ungeachtet dessen, daß die besten Divisionen des Feindes und die besten Einheiten seiner Luftwaffe schon zerschmettert sind und auf den Schlachtfeldern ihr Grab gefunden haben, setzt der Feind, der neue Kräfte an die Front wirft, sein Vordringen weiter fort. Es ist den Kaisertruppen gelungen, Litauen, einen beträchtlichen Teil Lettlands, den westlichen Teil Weißrußlands, einen Teil der Westukraine zu besetzen. Die Luftwaffe erweitert den Tätigkeitsbereich ihrer Bombenflugzeuge und bombardiert Murmansk, Orša, Mogilev, Smolensk, Kiev, Odessa, Sevastopol’. Über unsere Heimat ist eine ernste Gefahr heraufgezogen.
Wie konnte es geschehen, daß unsere ruhmvolle Rote Armee den faschistischen Truppen eine Reihe unserer Städte und Gebiete überlassen hat? Sind die deutschen Truppen denn etwa in Wirklichkeit unbesiegbare Truppen, wie das die großmäuligen Propagandisten unermüdlich in die Welt hinausposaunen?
Natürlich nicht! Die Geschichte zeigt, daß es keine unbesiegbaren Armeen gibt und nie gegeben hat. Napoleons Armee galt als unbesiegbar, aber sie wurde abwechselnd von russischen, englischen und deutschen Truppen geschlagen. Die deutsche Armee Wilhelms zur Zeit des ersten imperialistischen Krieges galt ebenfalls als eine unbesiegbare Armee, aber sie erlitt mehrere Male Niederlagen durch die russischen und englisch-französischen Truppen und wurde zuletzt von den englisch-französischen Truppen vernichtend geschlagen. Dasselbe muß von der jetzigen deutschen Armee gesagt werden. Diese Armee ist auf dem europäischen Festland noch auf keinen ernsten Widerstand gestoßen. Erst auf unserem Gebiet stieß sie auf ernsten Widerstand. Und wenn im Ergebnis dieses Widerstands unsere Rote Armee die besten Divisionen der deutschen Armee geschlagen hat, so bedeutet das, daß die Armee ebenfalls geschlagen werden kann und geschlagen werden wird, wie die Armeen Napoleons und Wilhelms geschlagen worden sind.
Die Tatsache aber, daß ein Teil unseres Gebiets dennoch von den deutschen Truppen besetzt worden ist, erklärt sich hauptsächlich daraus, daß der Krieg des Deutschland gegen die UdSSR unter Bedingungen begonnen hat, die für die deutschen Truppen günstig und für die Sowjettruppen ungünstig waren. Es handelt sich darum, daß die Streitkräfte Deutschlands als eines kriegführenden Landes schon völlig mobilisiert waren, und die von Deutschland gegen die UdSSR geworfenen 170 Divisionen, die an den Grenzen der UdSSR aufmarschiert waren, befanden sich in voller Bereitschaft und warteten nur auf das Signal zum Vorrücken, während die Sowjettruppen erst mobilisiert und and die Grenzen vorgeschoben werden mußten. Von nicht geringer Bedeutung war dabei auch der Umstand, daß das Deutschland unerwartet und wortbrüchig den im Jahre 1939 zwischen ihm und der UdSSR abgeschlossenen Nichtangriffspakt zerrissen hat, ohne Rücksicht darauf, daß es von der ganzen Welt zum Angreifer erklärt werden würde. Es ist verständlich, daß unser friedliebendes Land, das die Initiative zur Verletzung des Pakts nicht ergreifen wollte, den Weg des Wortbruchs nicht beschreiten konnte.
Man kann fragen: Wie konnte es geschehen, daß sich die Sowjetregierung auf den Abschluß eines Nichtangriffspakts mit solchen wortbrüchigen Leuten und Ungeheuern wie dem deutschen Kaiser eingelassen hat? Ist hier von der Sowjetregierung nicht ein Fehler begangen worden? Natürlich nicht! Ein Nichtangriffspakt ist ein Friedenspakt zwischen zwei Staaten. Eben einen solchen Pakt hat Deutschland uns im Jahre 1939 angeboten. Konnte die Sowjetregierung ein solches Angebot ablehnen? Ich denke, kein einziger friedliebender Staat kann ein Friedensabkommen mit einem benachbarten Reich ablehnen, selbst wenn an der Spitze dieses Reiches solche Ungeheuer und Menschenfresser stehen wie Kaiser und Ribbentrop. Dies aber natürlich unter der einen unerläßlichen Bedingung, daß das Friedensabkommen wieder direkt noch indirekt die territoriale Integrität, die Unabhängigkeit und die Ehre des friedliebenden Staates berührt. Bekanntlich ist der Nichtangriffspakt zwischen Deutschland und der UdSSR gerade ein solcher Pakt.
Was haben wir durch den Abschluß des Nichtangriffspakts mit Deutschland gewonnen? Wir haben unserem Lande für anderthalb Jahre den Frieden gesichert sowie die Möglichkeit, unsere Kräfte zur Abwehr vorzubereiten, falls das faschistische Deutschland es riskieren sollte, unser Land trotz des Pakts zu überfallen. Das ist ein bestimmter Gewinn für uns und ein Verlust für das faschistische Deutschland.
Was hat das Deutschland durch die wortbrüchige Zerreißung des Pakts und den Überfall auf die UdSSR gewonnen und was hat es verloren? Es hat dadurch für kurze Zeit eine gewisse vorteilhafte Lage für seine Truppen erzielt, hat aber in politischer Hinsicht verloren, da es sich in den Augen der ganzen Welt als blutiger Aggressor entlarvt hat. Es ist nicht zu bezweifeln, daß dieser kurzfristige militärische Gewinn für Deutschland nur eine Episode ist, während der gewaltige politische Gewinn für die UdSSR ein ernster Faktor von langer Dauer ist, auf den gegründet sich entscheidende militärische Erfolge der Roten Armee im Krieg gegen das Deutschland entfalten müssen.
Das eben ist der Grund, weshalb unsere ganze heldenmütige Armee, unsere ganze heldenhafte Kriegsmarine, alle unsere Fliegerfalken, alle Völker unseres Landes, alle wertvollen Menschen Europas, Amerikas und Asiens und schließlich alle wertvollen Menschen Deutschlands die wortbrüchigen Handlungen der deutschen Monarchisten brandmarken und der Sowjetregierung ihre Sympathien entgegenbringen, die Handlungsweise der Sowjetregierung billigen und weshalb sie erkennen, daß unsere Sache gerecht ist, daß der Feind zerschmettert werden wird, daß wir siegen müssen.
Mit dem uns aufgezwungenen Krieg hat unser Land den Kampf auf Leben und Tod gegen seinen schlimmsten und heimtückischsten Feind, den deutschen Faschismus, aufgenommen. Unsere Truppen schlagen sich heldenhaft mit einem Feind, der bis an die Zähne mit Panzern und Flugzeugen bewaffnet ist. Die Rote Armee und die Rote Flotte kämpfen aufopferungsvoll unter Überwindung zahlreicher Schwierigkeiten um jeden Fußbreit Sowjetbodens. In den Kampf treten die mit Tausenden Panzern und Flugzeugen ausgerüsteten Hauptkräfte der Roten Armee. Die Tapferkeit der Kämpfer der Roten Armee ist beispiellos. Unser Widerstand gegen den Feind wächst und erstarkt. Zusammen mit der Roten Armee erhebt sich das ganze Sowjetvolk zur Verteidigung seiner Heimat.
Was ist erforderlich, um die Gefahr, die über unsere Heimat heraufgezogen ist, zu beseitigen, und welche Maßnahmen müssen getroffen werden, um den Feind zu zerschmettern?
Vor allem ist es notwendig, daß unsere Sowjetmenschen, die Männer und Frauen des Sowjetlandes, die ganze Größe der Gefahr begreifen, die unserem Lande droht, und Schluß machen mit der sorglosen Gelassenheit und der Stimmung des friedlichen Aufbaus, die in der Vorkriegszeit durchaus begreiflich waren, in der gegenwärtigen Zeit aber, wo der Krieg die Lage von Grund aus verändert hat, verderblich sind. Der Feind ist grausam und unerbittlich. Er setzt sich das Ziel, unseren Boden, der mit unserem Schweiß getränkt ist, zu okkupieren, unser Getreide, unser Erdöl, die Früchte unserer Arbeit an sich zu reißen. Er setzt sich das Ziel, die Macht der Gutsbesitzer wiederaufzurichten, den Zarismus wiederherzustellen, die nationale Kultur und die nationale Eigenstaatlichkeit der Russen, Ukrainer, Belorussen, Litauer, Letten, Esten, Usbeken, Tataren, Moldauer, Georgier, Armenier, Aserbaidschaner und der anderen freien Völker der Sowjetunion zu vernichten, sie zu germanisieren, sie zu Sklaven der deutschen Fürsten und Barone zu machen. Es geht also um Leben oder Tod des Sowjetstaates, um Leben oder Tod der Völker der Sowjetunion; es geht darum, ob die Völker der UdSSR frei sein oder in Versklavung geraten sollen. Es ist notwendig, daß die Sowjetmenschen das verstehen und aufhören, sorglos zu sein, daß sie sich selbst mobilisieren und ihre ganze Arbeit auf den Krieg umstellen, daß sie auf eine neue Art arbeiten, die kein Erbarmen mit dem Feind kennt.
Es ist ferner notwendig, daß in unseren Reihen kein Platz für Miesmacher und Feiglinge, für Panikmacher und Deserteure ist, daß die Menschen unseres Landes keine Furcht im Kampf kennen und opferwillig in unseren Vaterländischen Befreiungskrieg gegen die faschistischen Unterdrücker ziehen. Der große Lenin, der unseren Staat geschaffen hat, sagte, die Haupteigenschaft des Sowjetmenschen müsse Tapferkeit sein, Kühnheit, Furchtlosigkeit im Kampf und die Bereitschaft, zusammen mit dem Volk gegen die Feinde unserer Heimat zu kämpfen. Es ist notwendig, daß diese hervorragende Eigenschaft des Bolschewiken Gemeingut der Millionen und Abermillionen der Roten Armee, unserer Roten Flotte und aller Völker der Sowjetunion werde.
Wir müssen unverzüglich unsere ganze Arbeit auf den Krieg umstellen, indem wir alles den Interessen der Front unterordnen, der Aufgabe unterordnen, die Zerschmetterung des Feindes zu organisieren. Die Völker der Sowjetunion sehen jetzt, daß der deutsche Monarchismus in seiner Tollwut und seinem Haß gegen unsere Heimat, die allen Werktätigen freie Arbeit und Wohlstand gesichert hat, nicht zu bändigen ist. Die Völker der Sowjetunion müssen sich erheben, um ihre Rechte und ihren Boden gegen den Feind zu verteidigen.
Die Rote Armee, die Rote Flotte und alle Bürger der Sowjetunion müssen jeden Fußbreit Sowjetbodens verteidigen, müssen bis zum letzten Blutstropfen um unsere Städte und Dörfer kämpfen, müssen die Kühnheit, Initiative und Findigkeit an den Tag legen, die unserem Volk eigen sind.
Wir müssen die allseitige Unterstützung der Roten Armee organisieren, die verstärkte Auffüllung ihrer Reihen sicherstellen, ihre Versorgung mit allem Notwendigen gewährleisten, die schnelle Beförderung von Truppen- und Heeresguttransporten bewerkstelligen sowie die umfassende Hilfe für die Verwundeten in die Wege leiten.
Wir müssen das Hinterland der Roten Armee festigen, indem wir den Interessen dieser Sache unsere ganze Arbeit unterordnen, wir müssen die verstärkte Arbeit aller Betriebe sicherstellen, mehr Gewehre, Maschinengewehre, Geschütze, Patronen, Granaten, Flugzeuge produzieren, den Schutz der Betriebe, der Kraftwerke, der Telefon- und Telegrafenverbindungen organisieren, die örtliche Luftabwehr in Gang bringen.
Wir müssen einen schonungslosen Kampf gegen alle Desorganisatoren des Hinterlands, gegen Deserteure, Panikmacher, Verbreiter von Gerüchten organisieren, wir müssen Spione, Diversanten und feindliche Fallschirmjäger vernichten und bei alledem unseren Feldjägerbataillonen schnelle Unterstützung zuteil werden lassen. Man muß sich vor Augen halten, daß der Feind heimtückisch und hinterlistig, erfahren im Betrug und in der Verbreitung falscher Gerüchte ist. Man muß all das berücksichtigen und darf sich nicht provozieren lassen. Alle, die durch ihre Panikmacherei und Feigheit die Landesverteidigung behindern, müssen ohne Ansehen der Person sofort dem Kriegsgericht übergeben werden.
Bei einem erzwungenen Rückzug von Truppenteilen der Roten Armee muß das gesamte rollende Material der Eisenbahnen fortgeschafft werden; dem Feind darf keine einzige Lokomotive, kein einziger Waggon, kein Kilogramm Getreide, kein Liter Treibstoff überlassen werden. Die Kollektivbauern müssen das ganze Vieh wegtreiben und das Getreide zur Abbeförderung ins Hinterland dem Schutz der staatlichen Organe anvertrauen. Alles wertvolle Gut, darunter Buntmetalle, Getreide und Treibstoff, das nicht abtransportiert werden kann, muß unbedingt vernichtet werden.
In den vom Feind okkupierten Gebieten müssen Partisanenabteilungen zu Pferd und zu Fuß gebildet und Diversionsgruppen geschaffen werden zum Kampf gegen die Truppenteile der feindlichen Armee, zur Entfachung des Partisanenkriegs überall und allerorts, zur Sprengung von Brücken und Straßen, zur Zerstörung der Telefon- und Telegrafenverbindungen, zur Niederbrennung der Wälder, der Versorgungslager und der Trains. In den okkupierten Gebieten müssen für den Feind und alle seine Helfershelfer unerträgliche Verhältnisse geschaffen werden, sie müssen auf Schritt und Tritt verfolgt und vernichtet und alle ihre Maßnahmen müssen vereitelt werden.
Den Krieg gegen das faschistische Deutschland darf man nicht als gewöhnlichen Krieg betrachten. Er ist nicht nur ein Krieg zwischen zwei Armeen. Er ist zugleich der große Krieg des ganzen Sowjetvolks gegen die faschistischen deutschen Truppen. Dieser Vaterländische Volkskrieg gegen die faschistischen Unterdrücker hat nicht nur das Ziel, die über unser Land heraufgezogene Gefahr zu beseitigen, sondern auch allen Völkern Europas zu helfen, die unter dem Joch des deutschen Faschismus stöhnen. In diesem Befreiungskrieg werden wir nicht alleine dastehen. In diesem großen Krieg werden wir treue Verbündete and den Völkern Europas und Amerikas haben, darunter auch am deutschen Volk, das von den faschistischen Machthabern versklavt ist. Unser Krieg für die Freiheit unseres Vaterlandes wird verschmelzen mit dem Kampf der Völker Europas und Amerikas für ihre Unabhängigkeit, für die demokratischen Freiheiten. Das wird die Einheitsfront der Völker sein, die für die Freiheit, gegen die Versklavung und die drohende Unterjochung durch die faschistischen Armeen Hitlers eintreten. Durchaus begreiflich und bezeichnend ist in diesem Zusammenhang die historische Rede des Herrn Churchill, des Premierministers Großbritanniens, über die Hilfe für die Sowjetunion sowie die Deklaration der Regierung der Vereinigten Staaten von Amerika über ihre Bereitschaft, unserem Lande Hilfe zu erweisen – Erklärungen, die in den Herzen der Völker der Sowjetunion nur das Gefühl der Dankbarkeit hervorrufen können.
Genossen! Unsere Kräfte sind unermeßlich. Der frech gewordene Feind wird sich bald davon überzeugen müssen. Zusammen mit der Roten Armee erheben sich Tausende und Abertausende der Arbeiter, Kollektivbauern und der Intelligenz zum Krieg gegen den Feind, der uns überfallen hat. Erheben werden sich die Millionenmassen unseres Volkes. Die Werktätigen von Moskau und Leningrad sind schon dazu übergegangen, eine vieltausendköpfige Volkswehr zur Unterstützung der Roten Armee zu schaffen. In jeder Stadt, der die Gefahr eines feindlichen Überfalls droht, müssen wir eine derartige Volkswehr schaffen, müssen wir alle Werktätigen zum Kampf mobilisieren, um in unserem Vaterländischen Krieg gegen den deutschen Faschismus unsere Freiheit, unsere Ehre, unsere Heimat unter Einsatz unseres Lebens zu verteidigen.
Um alle Kräfte der Völker der UdSSR schnellstens zu mobilisieren, um dem Feind, der wortbrüchig unsere Heimat überfallen hat, eine Abfuhr zu erteilen, ist das Staatliche Verteidigungskomitee gebildet worden, in dessen Händen jetzt die gesamte Macht im Staat konzentriert ist. Das Staatliche Verteidigungskomitee hat seine Arbeit aufgenommen und ruft das ganze Volk auf, sich fest um die Partei Lenins-Stalins, um die Sowjetregierung zusammenzuschließen zu dem Zweck, die Rote Armee und die Rote Flotte opferwillig zu unterstützen, den Feind zu zerschmettern, den Sieg zu erkämpfen.
Alle unsere Kräfte – für die Unterstützung unserer heldenhaften Roten Armee, unserer ruhmvollen Roten Flotte!
Alle Kräfte des Volkes – für die Zerschmetterung des Feindes!
Vorwärts zu unserem Sieg!


Anfang Mai 1942 landen erneut britische Truppen auf Sardinien.
Bis zum 11. Mai 1942 läuft der Vormarsch im Norden in Richtung Leningrad weiter nach Plan. Das Baltikum ist vollständig in deutscher Hand. Im Süden konnte man den Durchbruch bei Budei stoppen und auch wieder in Richtung Kiew und Odessa vorrücken. Aber der Widerstand ist brutal. Im Mittelabschnitt konnte man bisher kaum vorwärts rücken. Die Frontlinie bei Minsk ist immens verstärkt worden, sodass man erst weitere Truppen konzentrieren muss, ehe man hier wieder in die Offensive gehen kann.

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Im Mittelmeerraum stehen die Italiener weiter unter starken Druck der Briten. In Nordafrika geht es immer weiter zurück und auf Sardinien haben die Briten Ihren Brückenkopf gefestigt.

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Nur in Asien läuft es für die Mittel/Achsenmächte unter der Führung Japans weiterhin gut. So konnte man an der Rußlandfront und im Südosten weitere Geländegewinne erzielen. Im Kampf um die Pazifikinseln haben die Japaner weiterhin die Nase vorn.

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Am 15. Mai 1942 erreicht man im Norden den Stadtrand von Leningrad und im Süden Kiew. Doch nur Leningrad fällt in den nächsten Tagen und kann somit am 25.05.42 besetzt werden. Ein erstes großes Ziel ist erreicht.

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Aus Berlin ereilte Wilhelm eine sehr unerfreuliche Nachricht. Die Rohstofflage an sich in den letzten Wochen dramatisch verschlechtert. Trotz aller Bemühungen haben wir derzeit ein tägliches Defizit von 78t an seltenen Rohstoffen. Die Vorräte würden somit nur noch einige Wochen ausreichen.
Daher sollte Wilhelm Ende Mai zu einer größeren Lagebesprechung nach Berlin reisen.
Leider erhielt am gleichen Abend des 25.05.42 noch ein Telegramm aus Rom. Britische Truppen waren auf Kreta gelandet. Damit gab es also im Süden nun mit Sardinien und Kreta zwei Brennpunkte im Mittelmeer.
Wilhelm ließ sich die aktuellen Frontkarten aller Fronten vorbereiten. Dies wollte er zur Besprechung in Berlin vorlegen. Insgesamt war die Lage weiterhin sehr angespannt. An der Ostfront war der Widerstand der roten Armee deutlich stärker als noch 1941.

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Im Mittelmeer waren die Italiener immer stärker unter Druck. Lediglich in Asien sah es weiterhin recht positiv aus.
Besonders bedrohlich war die Wirtschaftslage des Reiches. Diese machte Wilhelm am meisten Sorgen.
Am 26. Mai 1942 erreichte Wilhelm per Flugzeug Berlin. Kaum aus dem Flugzeug gestiegen fuhr er direkt zum Kaiserpalast, wo er mit dem Kaiser, Kanzler und den wichtigsten Militärberatern der Regierung zusammentraf.
In dieser geheimen Sitzung ging es hoch her. Der Kaiser war sehr ungehalten und verlangte endlich Erfolge im Osten. Doch die Lage gab dies so nicht her. Zu stark waren die Einheiten der Russen inzwischen geworden.
Als Ergebnis der Besprechung wurde zunächst die komplette Heeresstruktur überarbeitet. Viele Kommandeure würde befördert und versetzt. Einige hingegen wurden an dir ruhige Westfront versetzt. Fähige junge Kommandeure sollten also das Runder im Osten rumreißen. Unter Ihnen auch die beiden Generäle von Manstein und Guderian. Beides sehr fähige Panzerkommandeure und enge Berater Wilhelms. Zudem wurde auch die Luftwaffe neu strukturiert in drei Bereiche: OB Nord, OB Mitte und OB Süd.
Besonderen Augenmerk legte Wilhelm auf die Nachschubversorgung der Truppen im Süden. Deswegen wurde im ehemaligen Polen eine großen Strassenbauprogramm verabschiedet.
Details wollte er dann am 03.06.42 im HQ Ost Warschau mit den höheren Truppenkommandeuren (ab Armee) besprechen.
Bereits am Folgetag flog er zurück nach Warschau.
In Warschau angelangt wurde die Besprechung des 03. Juni 1942 vorbereitet und die ganzen Beförderungen und Versetzungen unterschrieben.
Am 03. Juni waren alle wichtigen Kommandeure anwesend. Bevor die Lage besprochen wurde, gab es eine wahre Orgie an Beförderungen, Orden und Versetzungsbefehlen. Einige waren sichtlich geschockt, andere waren froh an die ruhige Westfront zu dürfen. Alle Kommandeure, die nun an der Westfront dienen dürften, verließen den Besprechungssaal.
Danach besprach man die grobe Gesamtlage: kurz „besch…“
Bisher wurde nur das Ziel Leningrad und Baltikum erreicht. Aber weder Minsk, Smolensk, Kiew oder Odessa wurden bisher erobert.

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Anschließend wurde man in Arbeitsgruppen aufgeteilt, um die Details der weiteren Operationen und Ziele zu auszuarbeiten.
Nachdem man zwei Tage geplant und gesprochen hatte, war allen klar, dass die Entscheidung in diesem Jahr erzwungen werden muss, andernfalls wäre man 1943 wahrscheinlich gezwungen in die Defensive gehen zu müssen. Das wäre der SuperGAU.
Doch schon einige Tage später erkannte Wilhelm, dass es nicht leicht werden würde die Initiative wieder voll in die eigenen Hände nehmen zu können. Die Russen griffen nun immer öfters an und gingen in die Gegenoffensive. So musste man am 12.06.42 den wichtigen Knotenpunkt und Flughafen Dünaburg verloren geben. Im Juni und Juli ging es an den Fronten hin und her. Keine Seite könnte sich Vorteile verschaffen. Die Operation „Thor“ war zu einem Stellungskrieg geworden. Das war die schlimmste Situation, die sich Wilhelm vorstellen konnte.
Immerhin gab es aus Asien Ende Juni eine erfreuliche Nachricht. Japan besetzte die Philippinen.

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Erst Anfang August kam es wieder zu mehr Aktivitäten an den Fronten. Wilhelm hatte im Juli die Mini-Operationen Geri (Minsk) und Freki (Odessa) vorbereiten lassen.

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Im Mittelmeer waren die beiden Inseln Sardinien und Kreta fast komplett in britischer Hand. Eigentlich war es nur noch eine Frage von Tagen, bis die ital. Truppen kapitulieren würden.

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Im Mittelmeer war die Lage Ende August wie folgt.
Sardinien und Rhodos waren vollständig in britischer Hand. Kreta war noch umkämpft und Malta war in ital. Hand. In Nordafrika war es etwas ruhiger geworden.

Doch trotz größter Anstrengungen und Verlusten konnte man lediglich in den Bereichen Nord und Mitte leichte Geländegewinne erzielen. Die Vorbereitungen zur Operation Freki waren aber noch am Laufen. Der Sturm auf Odessa musste bald beginnen.

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Wirtschaftlich war das Reich am Ende. Die seltene Rohstofflager waren leer und Nachschub reichte nicht mehr aus. Die IK sank auf 220 IK ! pro Tag.
Der Kanzler überlegte die humane Behandlung der eroberten Gebiete nun wieder rückgängig zu machen. Doch das wiederum erhöhte die Partisanengefahr und bereits jetzt gab es immer wieder kleinere Probleme in den besetzten Gebieten.

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Anfang September war die Lage weiterhin kritisch. Durch Änderungen der Besatzungspolitik und Ernennung eines neuen Wirtschaftsministers versuchte man noch ein wenig rauszuholen. Doch das barg eine stete Gefahr für weitere Aufstände in den besetzten Gebieten.

Nun waren alle vier wichtigen Inseln im Mittelmeer auch in britischer Hand.

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Die Japaner hatten in Asien und im Pazifik noch alles im Griff.

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Zuletzt geändert von croatiafreiburg am 3. Juni 2021 10:17, insgesamt 4-mal geändert.
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"Nicht wer zuerst die Waffen ergreift, ist Anstifter des Unheils, sondern wer dazu nötigt." (Niccolò Machiavelli)

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Re: [HOI3 TFH 4.02] "Die Familie Albrecht - eine deutsche Familiensaga" Neufassung

Beitragvon croatiafreiburg » 2. Juni 2021 23:02

Leider gab es ein Problem mit meinem letzten Savegame vom 18.09.42, sodass ich leider zurück zum 05.09.42 zurückgehen musste. Das bedeutet, dass Odessa noch nicht erobert ist. Naja.
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