[AAR HoI2] Angriff in den Anden! (Argentinien AAR 1936)

AARs zum Zeitpunkte der beiden Weltkriege

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[AAR HoI2] Angriff in den Anden! (Argentinien AAR 1936)

Beitragvon Claus E. Witz » 3. September 2012 10:43

Werte Strategen und Feldherren,

als heartsofiron.de-Immigrant möchte ich an dieser Stelle meinen HoI2 AAR "Angriff in den Anden!" erneut vorstellen und hoffe auf reges Interesse. Das Spiel ist noch nicht abgeschlossen, aber schon sehr weit fortgeschritten (Januar 1945).

Entgegen der Gepflogenheiten in der Strategie-Zone bitte ich ausdrücklich darum, dass alle Kommentare mit in diesen Thread einfließen! (...sagt Edith)

Ich wünsche dies, da sich daraus des öfteren Exkurse zum Spiel ergeben, die weitere Hintergrundinformationen aus mir entlockt haben oder sogar mein Spiel beeinflusst haben. Interessant waren auch Einschübe, die wie ein Rollenspiel waren. (Leider sind diese Passagen nicht in meinem Skript vorhanden, genauso wenig wie der parallel gelaufende Thread aus dem Generalkommando von Sarobe.

Ein AAR ist immer so lebendig wie die Leserschaft Feedback gibt. Deshalb sehe ich auch gerne "nur" Smily-Botschaften entgegen, die hoffentlich nicht von den Moderatoren gelöscht/gebannt werden. - Dann steht meiner Motivation, noch einmal von vorne zu beginnen nichts mehr im Wege. :)

Hochachtungsvoll

Claus E. Witz






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Angriff in den Anden! (HoI2 Argentinien 1936 AAR)
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Angriff in den Anden! (Argentinien AAR 1936)

Beitragvon Claus E. Witz » 3. September 2012 10:46

HoI2 v1.3a Vanilla (JLQC)
(normal/normal)

++++++++++

Inhaltsverzeichnis

Prolog

Kapitel 1: Einzug ins Regierungsviertel (Dezember 1935 bis Januar 1936)
Großmachtsträume - Strategieplanungen - Gliederung der argentinischen Streitkräfte

Kapitel 2: Der Feldzug gegen Uruguay (Januar bis März 1936)
Aufmarsch vor Uruguay - Die Schlacht um Montevideo - Meine Reise nach Montevideo

Kapitel 3: Der Feldzug gegen Paraguay (April bis Mai 1936)
Langwierige Angriffsvorbereitungen - Der Überfall auf Paraguay - Rückschlüsse aus dem Feldzug gegen Paraguay

Kapitel 4: Die Eroberung Chiles (Juni 1936 bis Januar 1937)
Feldzugspläne für Bolivien - Alternative Angriffspläne für Chile - Das lange Warten vor dem Angriff - Die Einnahme Santiagos - Der Sieg lässt auf sich warten - Chile kapituliert - Die Bilanz des Krieges

Kapitel 5: Gebirgskrieg um Bolivien (Februar bis Oktober 1937)
Aufmarsch an der bolivianischen Grenze - Der Marsch nach La Paz - Analyse des "Fall Grau"

Kapitel 6: Die Besetzung Perus (Oktober 1937 bis Januar 1938)
"Fall Beige": Strategieplanungen für den Angriff auf Peru - Der Angriff gerät ins Stocken - Endkampf um Lima - Eine bittere Bilanz

Kapitel 7: Das Ende der schnellen Expansion (Januar bis Mai 1938)
Strategieplanungen für 1938 - Wirtschaftliche Erholung - Blitzsieg gegen Ecuador - Die Palastrevolution

Kapitel 8: Der 1. Argentinisch-brasilianische Krieg (Juni bis Oktober 1938)
Der Sichelschnittplan gegen Brasilien - Die letzten Vorbereitungen für den Angriff - Der Einmarsch in Brasilien - Seeschlacht am River Plate - Der Angriff bricht im Bombenhagel zusammen - Die US-Amerikaner kommen! - Rettung vor dem Untergang

Kapitel 9: Erste US-Landungen an der Pazifikküste (November 1938 bis Mai 1939)
Die Vernichtung der argentinischen Flotte - Das Ringen um eine geschlossene Abwehrfront - Die Verteidigungslinie versteift sich - Entsatzhoffnungen durch Erfolge am Südabschnitt - Die Kämpfe um Lima und Trujillo

Kapitel 10: Der Kessel von Quito (Juni bis August 1939)
In der Zwickmühle - Der Entsatz scheitert - Der US-Brückenkopf in Antofagasta - Ausbruchversuch in den Amazonasdschungel - Die US-Streitkräfte in Südamerika - All unsere Hoffnung - Die Auflösung des V. Korps

Kapitel 11: Der Kampf um Antofagasta (August bis September 1939)
Die Infanterieforschung - Exkurs: Gliederung der argentinischen Streitkräfte (1. September 1939) - Der "Jaguar" setzt zum Sprung an - Der US-Brückenkopf in Antofagasta - Neue Herausforderungen

Kapitel 12: US-Brückenkopf in Arequipa und zweite Puerto Montt-Schlacht (Oktober 1939 bis Februar 1940)
Verlegung der Hauptarmee in den Raum Puerto Montt - Ein neuer Stachel im Rücken - Ausfallversuch aus dem Brückenkopf Arequipa - Erbarmungsloses Ringen um Puerto Montt und Antofagasta - Der Tod lauert in der Wüste - Zweite Schlacht um Puerto Montt - US-Gegenangriff bei Neuquen - Die Rache des V. Korps für "Quito" - US-Vorstoß aus dem Brückenkopf Curitiba

Kapitel 13: Blutige Kämpfe um Puerto Montt (März bis Oktober 1940)
Vorbereitungen für die dritte Offensive gegen Puerto Montt - Mein Exposé zur Wehrerhaltung - Exkurs: Gliederung der argentinischen Streitkräfte (1. April 1940) - Ein abgewehrter US-Landungsversuch in Arequipa - Operationsplan "Condor" - Flankenangriff auf Puerto Aisén - Ein Blick nach Europa - Gebietsverluste - US-Vorstöße nach Concordia - Wo zuerst? - Erfolgreicher Angriff auf Puerto Montt - Sieg in den Südanden - Ein verschenkter Sieg - Glückliche Wende

Kapitel 14: Die Kämpfe nördlich der La Plata-Mündung (Oktober 1940 bis Januar 1941)
Rückschlag in Arequipa - Erbitterte Kämpfe um Concordia - Operationsplan "Inka" - Der Angriff auf Curitiba beginnt - Buenos Aires in Gefahr - Die Versenkung des Kreuzers "Independencia" - Die Rückeroberung von Curitiba - Der Kessel von Mato Grosso-Campinas - Umgliederung der argentinischen Streitkräfte - Die Vernichtung der US-Armee an der La Plata-Front

Kapitel 15: Rückzug in den Nordanden (Januar bis April 1941)
Die US-Landung in Arequipa - Strategische Planungen für 1941 - La Paz in den Händen der US-Amerikaner - Machtlos vor dem Ansturm - Die Vernichtung von General Grunerts US-Armee - Der Rückzug kommt zum Stehen - Ein abgewehrter Umfassungsangriff über Cobija - Die Nordwestfront wankt

Kapitel 16: Die Blutmühle von La Paz (April bis September 1941)
Keine Bündnisse - Auf dem Vormarsch nach La Paz - Erbittert geführte Flügelkämpfe - Blutige Winterkämpfe in den Nordanden - US-See- und Luftlandeoffensive an der La Plata-Front - Die strategische Lage Mitte 1941 - Operationsplan "Anakonda" - Zangenangriff auf La Paz - Die Schlinge schließt sich - Das Scheitern vor den Toren der Stadt

Kapitel 17: Weiter in der Defensive (September bis Dezember 1941)
Neue Divisionen - Der Bombenterror über Buenos Aires - Gegenmaßnahmen im Luftkrieg - Hinhaltetaktik in den Nordanden - Meine Reise nach Venezuela - Umstrukturierung der Milizen - Mein Besuch bei den Sturzkampfbombern - Eine bröckelnde Abwehrfront - Die US-Amerikaner drücken weiter auf Curitiba

Kapitel 18: US-Großoffensive an der Nordfront (Januar bis Februar 1942)
Ein neuer US-Brückenkopf in Curitiba - Argentiniens Beitritt zu den Achsenmächten - Die strategische Lage in Südamerika - Gliederung der argentinischen Streitkräfte (Januar 1942) - Abriegelung des Curitiba-Brückenkopfes - Im schweren Abwehrkampf an allen Fronten - Die Schlacht um Santa Cruz - Zweite Schlacht um Curitiba - Das Kartenhaus der Nordfront

Kapitel 19: Die Niederlage bei Asunción (März bis Juni 1942)
Keine Reserven - Gliederung der argentinischen Streitkräfte (März 1942) - Die Armeegruppe Amazonas in der Falle - Rettung in letzter Minute - Rückzug auf die Ozelot-Linie - US-Aufmarsch vor den Toren Asuncións - Die Kämpfe nordwestlich von Asunción - Die Aufstellung der 3. Armee - Rückzug! - Die Festung Asunción - Die Kämpfe um Concordia - Gliederung der argentinischen Streitkräfte (Juni 1942) - Die angespannte Lage an allen Fronten

Kapitel 20: Die gescheiterten "Indianerfeldzüge" (Juli bis Dezember 1942)
Operationsplan "Mapuche" - Sturm auf Curitiba - Ein hart erkämpfter Sieg - Die 3. Armee auf dem Vormarsch - Zwei Rückschläge - Operationsplan "Maya" - Eine Niederlage auf der ganzen Linie

Kapitel 21: Die Einkesselung der Nordfront (Januar bis Juni 1943)
Das Kräfteverhältnis der Machtblöcke - Überlegungen zur Produktion und Forschung - Gliederung der argentinischen Streitkräfte (Januar 1943) - Die strategische Lage - Verstärkungen für die Nordfront - Operationsplan "Puelche" - Überhastete Angriffsvorbereitungen - Ein schneller Angriff durch die Wüste - Die Rückeroberung von La Paz - Tod eines Helden - Eine böse Überraschung - Die Schlinge schließt sich

Kapitel 22: Vormarsch zur Rio Madeira-Linie (Juni bis Dezember 1943)
Das Blutbad von Riberalta - Die großen Kesselschlachten um Asunción und Campinas - Der Vormarsch zur Rio Madeira-Linie - Eine neue Herausforderung - US-Gegenangriffe auf die Rio Madeira-Stellung - Die Schlacht um Cobija - Die Nordfront versteift sich - Die 3. Armee an der Rio Madeira-Linie - Eine neue La Plata-Front

Kapitel 23: Die US-Offensive Anfang 1944 (Januar bis März 1944)
Die Machtblöcke Anfang 1944 - Die Zahlen des Wehrwirtschaftsministeriums - Die argentinischen Streitkräfte (Januar 1944) - Sandkastenspiele - Das Scheitern der Operation „Nazca“ - Die Ölfelder gehen verloren - Ausbruch aus dem US-Brückenkopf Curitiba - Die Kesselschlacht um Montevideo - Die Stadt wird geräumt - Sorgenvolle Patagonienfront

Kapitel 24: Die Vernichtung der US-Armeegruppe Südbrasilien (März bis Juni 1944)
Auf dem Vormarsch nördlich der La Plata-Mündung - Exkurs: Die argentinische Luftwaffe (März 1944) - Erfolge an der La Plata-Front - Meine Reise ins zerstörte Montevideo - Die Zerschlagung des Kessels Asunción-Campinas

Kapitel 25: Der zweite Argentinisch-brasilianische Krieg (Juli bis Dezember 1944)
Von langer Hand geplant - Letzte Vorbereitungen vor dem Überfall - Die argentinischen Streitkräfte (August 1944) - Anhang: Schriftverkehr mit dem OKW - Die erfolgreiche Phase 1 des Angriffs - Die Kämpfe um Brasiliens Küste - Vormarsch auf die Nordküste - Das Ende Brasiliens - US-Truppen in Rio de Janeiro - Die Kämpfe an der Grenze zu Guyana

Kapitel 26: Die Eroberung Guyanas (Januar bis Juni 1945)
Das Kräfteverhältnis der Machtblöcke - Mein Wehrforschungs- und Wehrwirtschaftsbericht - Die argentinischen Streitkräfte - Die strategische Lage in Südamerika - Vormarsch nach Boa Vista - Georgetown für Rio (Teil 1) - Georgetown für Rio (Teil 2) - Im Abwehrkampf um Sao Paulo - Die Zerschlagung der britischen Streitkräfte - Die 3. Armee auf dem Vormarsch nach Osten - Niederlagen zu Lande, Siege zur See - Die Verteidigungslinie in Guyana

Kapitel 27: Brasiliens verlorene Strände (Juli bis Dezember 1945)
Brüchige Küstenlinien - Der Angriff auf Vitória und Sao Paulo - Der Kessel von Campinas - Die Katastrophe von Georgetown - Memorandum zur Wehrforschung (s. Kommentare) - Zurück in Rio de Janeiro - Rückzug aus Guyana und Nordbrasilien - Die Bildung der 4. Armee - Blutiges Scheitern vor Recife - Lücken in der Frontlinie

Kapitel 28: (...) (Januar 1946 bis (...))
Die strategische Lage in der Welt - Mein Bericht aus dem Wehrforschungs- und -wirtschaftsministerium - Das Weißbuch der argentinischen Streitkräfte 1946 - Argentiniens Armeen - Der Frontverlauf - Unternehmen "Seeleopard" - Eine Bresche in der Nordandenfront - Hunger und Tod - Ein Plan ohne Hoffnung ("Plan Drusus") - Die 3. Armee auf dem Rückzug - Auf tönernen Füßen - (...)

* Fortsetzung folgt *


Namen für Operationen und Strategiepläne

Anakonda: Operationsplan zur Rückeroberung von La Paz; der Zangenangriff bricht vor den Toren der Stadt zusammen (25. Juli bis 12. September 1941)
Andenveilchen: Operationsplan zur Einnahme des Brückenkopfs Puerto Montt; bis dahin größte Luft-Landoperation mit fast 120.000 Mann und 500 Flugzeugen (17. bis 18. Dezember 1939)
Condor: Dritter und vierter Angriff zur Einnahme von Puerto Montt über Puerto Aisén (6. Mai bis 29. September 1940)
Fall Beige: Eroberungsfeldzug gegen Peru (15. November 1937 bis 15. Januar 1938)
Fall Braun: Blitzfeldzug gegen Ecuador (11. bis 27. April 1938)
Fall Gelb: Eroberungsfeldzüge gegen Uruguay (23. Januar bis 6. Februar 1936) und Paraguay (14. bis 24. Mai 1936); ursprünglich auch gegen Bolivien geplant
Fall Grau: Eroberungsfeldzug gegen Bolivien (3. August bis 11. September 1937)
Fall Grün: Eroberungsfeldzug gegen Chile (21. September 1936 bis 16. Januar 1937)
Fall Türkis: Zweiter Argentinisch-brasilianischer Krieg (1. Juli bis 2. November 1944)
Inka: Operation zur Zerschlagung des Curitiba-Brückenkopfs (1. Dezember 1940 bis 25. Januar 1941)
Jaguar: Operationsplan zur Vernichtung des Brückenkopfs Antofagasta bei gleichzeitigem Entsatz des Quitoer Kessels (9. bis 27. September 1939)
Kaktus: Operationsplan zur Vernichtung des Brückenkopfs Antofagasta-Arequipa (7. Dezember 1939 bis 28. Februar 1940)
Maikong: Sichelschnittplan gegen Brasilien im Ersten Argentinisch-brasilianischen Krieg (5. September bis 30. Oktober 1938)
Mapuche: Gescheiterter rechter Flankenangriff über Curitiba aus der Ozelot-Stellung heraus (26. Juli bis 1. Dezember 1942)
Maya: Angriffsplan für einen Durchbruch bei Santa Cruz aus der Ozelot-Stellung heraus. Ziel war die Einkesselung von US-Truppen im Raum Asunción. (3. bis 30. Dezember 1942)
Nandu: Operation gegen einen US-Brückenkopf nördlich der La Plata-Mündung. Es wurden 20 US-Divisionen vernichtet oder gefangenengenommen. (4. März bis 14. Juli 1944)
Nazca: Großoffensive der 1. und 3. Armee zur Eroberung von Lima. Der Angriff scheiterte bereits im Ansatz (1. bis 4. Januar 1944)
Ozelot: Verteidigungsstellungen an der Nordfront zur Abwehr einer US-Invasion in das argentinische Kernland (März 1942 bis Juni 1943)
Pekari: Operationsplan zur Eroberung von Guyana (19. Oktober 1944 bis 15. Mai 1945)
Plan A: Vorplanungen für die Operation "Puelche" zur Rückeroberung von La Paz und Bildung eines großen Kessels nördlich der Ozelot-Stellung (Januar 1943)
Plan Agrippa: Planspiel zur Eroberung von Ecuador, Kolumbien und Venezuela (Januar 1938)
Plan B: Vorplanungen für eine Offensivoperation über Santa Cruz zur Bildung eines kleinen Kessels nordöstlich der Ozelot-Stellung; der Plan wurde nicht weiter verfolgt aufgrund der mangelhaften Möglichkeit einer Luftunterstützung (Januar 1943)
Plan Brutus: Planspiel zur Eroberung von Brasilien (Januar 1938)
Plan Cäsar: Planspiel zur Eroberung von Ecuador und Brasilien (Januar 1938)
Plan Drusus: Vorläufiger Plan zur Bereitstellung von Truppen und einer Offensive in den Nordanden (Mai 1946)
Puelche: Operationsplan zur Rückeroberung von La Paz und darüber hinaus zur Bildung eines Kessels nördlich der Ozelot-Stellung; die Operation endete mit der Einkesselung und Vernichtung von drei US-Armeen (16. März bis 13. Juni 1943, Räumung der Kessel bis 5. November 1943)
Seeleopard: Unternehmen zur Eroberung der Falkland Inseln mit Hilfe einer luftunterstützen Anlandung einer Kampfgruppe (19. Februar bis 1. März 1946)
Zuletzt geändert von Claus E. Witz am 20. Dezember 2017 08:35, insgesamt 245-mal geändert.
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Angriff in den Anden! (Argentinien AAR 1936)

Beitragvon Claus E. Witz » 3. September 2012 10:49

Die Lampe wurde angeknipst und der kärglich eingerichtete Raum erhellte sich schwach. Nur ein einfacher Tisch mit zwei sich gegenüber stehenden Stühlen stand mitten im Raum. Von den Wänden konnte man erahnen, dass der Putz abgefallen war. Die ausgelaugte Beize ließ die Tischplatte schäbig aussehen, auf der nur ein Aschenbecher mit Zigarettenstummeln stand.

„Come on! Now, tell us, was Du hast gemakt in de War!“
„Bitte, gebt mir erst meine Schmerzmittel, bevor ich antworte.“
„Well, ich lassen holen. Du jetzt sagen! Sonst no medicine!“
Zuletzt geändert von Claus E. Witz am 3. September 2012 23:25, insgesamt 1-mal geändert.
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Angriff in den Anden! - Kapitel 1

Beitragvon Claus E. Witz » 3. September 2012 23:13

Großmachtsträume
(Dezember 1935 bis Januar 1936)

Im Nachhinein wird einem vieles klarer, was einem zum Zeitpunkt des Eintretens der Ereignisse noch nicht so deutlich war. Dies soll keine Entschuldigung oder Verleugnung meines Handelns sein, sondern nur verdeutlichen, dass ich aus der Situation heraus versucht habe, immer die richtigen Entscheidungen zu treffen, sofern es in meiner Macht stand.

Bild
Bild 1: Südamerika (01.01.1936)

In der Vorweihnachtszeit 1935, es war sehr warm in Buenos Aires, zog es meine Frau und mich aufs Land, genauer, an die Küste des Mar del Plata auf die Hazienda meines alten Freundes Jose Maria Sarobe. Sarobe hatte es zu beachtlichem Einfluss in der Politik und Armee gebracht, die er auch wirtschaftlich zu nutzen wusste. Ich erinnere mich, wie er, fast in einem Halbsatz während einer der langen schönen Abende auf der Terrasse sitzend, mich förmlich aushorchte und wissen wollte, wo ich politisch stand und was meine Ansichten über Argentinien waren. Es waren schöne Nächte und bei der Plauderei war mir damals nicht klar, dass er nach Verbündeten für die Sache Argentiniens suchte. Wir kannten uns seit unserem Studium in Heidelberg, was für damalige Verhältnisse außergewöhnlich war, denn dass ein Südamerikaner nach Deutschland kam, war etwas besonderes. Wer hinter dieser Plauderei stand, wusste ich erst einen Monat später.

Es stand außer Frage, dass wir beide Patrioten für unsere beiden Länder waren. Wir wussten voneinander, wie stark unsere Übereinstimmung in vielen Fragen der Außen- und Wirtschaftspolitik sowie des Militär- und Forschungswesens war. Man konnte fast von einer Seelenverwandtschaft sprechen, als, nach den schönen Tagen auf dem Land, es uns zum Jahreswechsel wieder in die Hauptstadt zog und ein baldiges Wiedersehen bevorstand.

Ich war zusammen mit meine Frau als Mitglied der Wirtschaftsdelegation des Deutschen Reiches zum Neujahrempfang im Präsidentenpalast eingeladen, als ich wieder auf Sarobe stieß und er mich mit dem Präsidenten Justo bekannt machte. Er hatte den Ruf eines abgedankten Generalissimus, der seinen Staat eher wie ein Regiment regierte. Er hatte es geschafft, sein Land aus dem wirtschaftlichen Chaos der Weltwirtschaftskrise herauszuzerren, ging dabei aber nicht zimperlich mit seinen Gegnern um. Aber mir stand nicht zu, dies zu beurteilen, dafür kannte ich ihn damals zu wenig. Justo machte einen freundlichen, einnehmenden Eindruck auf mich und er verstand es, Menschen für seine Sache zu begeistern. Er lobte meine Verdienste um die Außenhandelsbeziehungen zwischen dem Deutschen Reich und Argentinien und mein Wissen um die neuesten Militärstrategien. Er lud mich fast nebenbei für den Neujahrstag am späten Nachmittag zu sich in den Palast ein. Ich nahm diese Einladung völlig überrascht aus Neugier und um einen Affront gegenüber der deutschen Botschaft zu vermeiden, an.

Als ich pünktlich am 1. Januar um 17 Uhr eintraf, ließ mich Präsident Justo in den großen Sitzungssaal bringen, der mir über die nächsten Jahre sehr vertraut werden sollte. Hier saßen sie nun, die engsten politischen Vertrauten des Präsidenten: Außenminister Carlos Saavedra Lamas, ein „Mantel-und-Degen-Planer“, der sehr verschlossen war und unorthodoxe Methoden anwendete, um zum Ziel zu gelangen. Wenn es um Putsch oder Verschwörung in der Außenpolitik ging, war er sicherlich der richtige Mann, und es war besser ihm nicht in die Quere zu kommen. Alberto Hueyo war die Instanz des Verteidigungsministeriums. Man könnte ihn als Laisser-faire-Kapitalisten bezeichnen, der auf die ordnende unsichtbare Hand der Wirtschaft vertraute, die sowohl in Friedens- als auch in Kriegszeiten für einen verringerten Konsumbedarf sorgen sollte. Ramon Castillo, Sicherheitsminister seines Zeichens, galt als „Mann des Schreckens“ und würde in besetzten Gebieten das Letzte aus der Industrie herausholen, um der Sache zu dienen. Geheimdienstminister Jorge de la Torre, war sehr begabt, wenn es um die Wirtschaftsspionage ging und sorgte für eine zusätzlichen Auftrieb in der Industriekapazität (+5% IK).

Überraschenderweise waren in diesem Gremium der Generalstab mit dem Stabschef Manuel A. Rodriguez, der gleichzeitig den Posten des Chefs der Armee ausfüllte, sowie dem Marinechef Pedro S. Casal und dem Chef der Luftwaffe, Antonio Parodi mit eingeladen. Militärisch verfolgten der Armee- und er Marinechef die Idee, mit Infanterie und Artillerie beziehungsweise mit Transportern und Marineinfanterie den Gegner in die Knie zu zwingen. Parodi war ein Anhänger der Luftüberlegenheitsdoktrin und bevorzugte die Produktion von Jägern und Flak. Mein Freund Sarobe befand sich ebenfalls unter dieser Gesellschaft, einen Posten füllte er aber nicht aus, sondern wurde vom Präsidenten häufig als Freund und Berater eingeladen.

Bild
Bild 2: Das argentinische Kabinett (01.01.1936)

Der Präsident stellte mich überraschenderweise als neues Mitglied des Gremiums vor, obwohl wir – ich versichere Ihnen – hierüber zu keinem Zeitpunkt gesprochen hatten. In einer Pause erklärte er mir vertraulich, dass dieses mit dem Botschafter des Deutschen Reiches abgesprochen war und die ganze Aktion, wenn auch nicht schriftlich, den Segen des Führers habe. Was blieb mir anderes übrig, als mich mit der neuen, ich muss zugeben, nicht unlieb empfundenen Situation zu arrangieren.

Unverblümt malte Präsident den Anwesenden aus, welche Vorteile es hätte, wenn Lateinamerika als geeintes Land der südamerikanischen Staaten hervorgehen würde, aus dem Schatten der Siegermächte des Weltkrieges hervortreten und als Weltmacht gleichrangig neben den USA, Großbritannien und Frankreich stehen würde. Es war untrüglich, dass er sich berufen fühlte, diese Rolle des „George Washingtons Südamerikas“ einzunehmen. Niemand hätte es gewagt ihm zu widersprechen, im Gegenteil, wir waren alle fasziniert von der Idee, einer „großen Sache“ zu dienen. Skrupel empfanden wir damals nicht bei dem Gedanken, dass uns Widerstand entgegen gestellt werden würde.
Zuletzt geändert von Claus E. Witz am 28. Mai 2017 23:08, insgesamt 4-mal geändert.
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Angriff in den Anden! - Kapitel 1

Beitragvon Claus E. Witz » 4. September 2012 11:16

Strategieplanungen
(Januar 1936)

Präsident Justo bewies seine Tatkraft schon am selben Sitzungsabend und so saßen wir bis zum Morgengrauen zusammen, um die Situation zu analysieren und die wichtigsten Maßnahmen festzulegen.

Zunächst entbrannte die Diskussion, wann der richtige Zeitpunkt zum Losschlagen sei, welches Land für eine Invasion zuerst in Betracht käme und ob die militärischen Kräfte hierfür überhaupt ausreichend seien. Ich hielt mich bei dieser ersten Sitzung zurück, denn ich war ein Neuling unter den Anwesenden, konnte aber nicht umhin, darauf hinzuweisen, dass es – wie in den Theorien von Clausewitz schon vor über 100 Jahren beschrieben – das Beste sei, den Hauptfeind direkt zu schlagen, sofern dies möglich sei. Wäre dies nicht der Fall, so versuche mit einer Umzingelungstaktik den Gegner so zu schwächen oder selbst so an Stärke so zu gewinnen, dass der Angriff gelingen kann. Mir schwebte als mächtigsten Gegner Brasilien vor und mir schien, dass alle mit mir diese Meinung teilten. Also arbeiteten wir eine Strategie dahingehend aus.

Bild
Bild 3: Landstreitkräfte und Industriekapazität der Nachbarländer (01.01.1936)

Zunächst sollten Uruguay, Paraguay und Bolivien erobert werden, um im nächsten Zug Chile für die „Vereinigten Staaten von Südamerika“ zu gewinnen. Ob dann Brasilien zu werfen sei, sollte dann neu entschieden werden. Die Ausgangslage schien günstig, kein Gegner war sonderlich gerüstet. Panzertruppen und Luftwaffe waren auf dem südamerikanischen Kontinent so gut wie nicht vertreten. Die Flotten von Brasilien und Chile waren die einzig nennenswerten, die uns gefährlich werden konnten, wobei die brasilianische Flotte fast zur Hälfte aus Transportern zu bestehen schien.
Zuletzt geändert von Claus E. Witz am 4. September 2012 11:57, insgesamt 1-mal geändert.
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Angriff in den Anden! - Kapitel 1

Beitragvon Claus E. Witz » 4. September 2012 11:31

Gliederung der argentinischen Streitkräfte
(Januar 1936)

Armee

Die Armee gliederte sich in zwei Korps, die veraltet waren: vier Infanteriedivisionen waren auf dem Stand von 1918, zwei davon waren mit leichter Vorkriegsartillerie, eine mit einfacher Flugabwehr ausgestattet. Eine (frühe) Gebirgsjägerdivision hatte erst 2/3 seiner Stärke erreicht. Lediglich das Vorhandensein des „Supreme“ Hauptquartiers konnte von großem Nutzen sein.

Befehligt wurde das I. Korps durch Feldmarschall Justo, dem Bruder des Präsidenten. Er war ein Mann, von geringer Fähigkeit und Erfahrung, wie ich heute freimütig sagen kann. Das II. Korps unterstand dem Generalleutnant Velez, einem Logistikgenie der alten Garde mit nicht zu unterschätzenden Fähigkeiten, aber ohne jegliche Erfahrung.

BildBild
Bild 4 / Bild 5: Die Landstreitkräfte (01.01.1936)

Luftwaffe

Die fliegenden Streitkräfte beschränkten sich auf ein Jagdgeschwader mit den veralteten Doppeldecker-Abfangjägern „Curtiss Hawk III“ unter dem Kommando von Parodi selbst sowie einem modernen Geschwader Marinebomber, ausgestattet mit der „Consolidated P2Y-3A Ranger“, die allerdings nur eine Ist-Stärke von je 50 Prozent (50 Maschinen) aufwies. Luftwaffengeneral Cassinelli, ein Mann der alten Garde, aber mit guten Aufklärungseigenschaften, führte diese Einheit.

BildBild
Bild 6 / Bild 7: Die Luftstreitkräfte (01.01.1936)

Marine

Die Marine bestand aus den alten Vorkriegsschachtschiffen „Moreno“ und „Rivadavia“ der gleichnamigen Klasse, den vier schweren Kreuzern „Veinticinco De Mayos, „Almir ante Brown“, „Independencia“ und „Libertat“. Zu den leichten Einheiten konnten wir die Leichten Kreuzer „Generale Belgrano“ und „Generale Pueyrredon“, die 1. und 2. Zerstörerflottille und die 1. U-Boot-Flottille zählen, die dem Vizeadmiral Grosso Sotto, einem Seewolf der alten Schule anvertraut waren.

Bild
Bild 8: Die Seestreitkräfte (01.01.1936)
Zuletzt geändert von Claus E. Witz am 4. September 2012 11:57, insgesamt 1-mal geändert.
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Angriff in den Anden! - Kapitel 2

Beitragvon Claus E. Witz » 4. September 2012 11:45

Aufmarsch vor Uruguay
(Januar 1936)

Für die erste Operation gegen Uruguay unter dem Decknamen „Fall Gelb“ wurden die Maßnahmen bereits am selben Abend ergriffen. Im Rundfunk wurde eine Hetzkampagne gegen den kleinen nördlichen Nachbarstaat begonnen, um die Bevölkerung auf die bevorstehenden Ereignisse vorzubereiten (+1 Richtung Interventionist). Der Präsident hatte schon Wochen vorher heimlich Anordnungen an die Presse gegeben.

Alle Teilstreitkräfte sollten sich bereithalten. Bis zum 11. Januar sollte der heimliche Aufmarsch in der Provinz Concordia abgeschlossen sein und mit den direkten Angriffsvorbereitungen begonnen werden. Luftwaffe und Marine sollten den Angriff unterstützen. Am 19. Januar verlegten wir so unauffällig wie möglich die Flotte nach Buenos Aires, die am 21. Januar von der Bahia Blanca eintreffen sollte. Lediglich die U-Bootflottille blieb zurück.

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Bild 9: Aufmarsch vor Uruguay (02.01.1936)

Am 22. sahen wir uns endlich gut vorbereitet. Die Divisionen waren umorganisiert in das I. und III. Armeekorps mit 3 Infanteriedivisionen und der 5. Gebirgsjägerdivision sowie dem Hauptquartier der 1. Armee. Die Organisation war durch Manöver und Übungen auf den Höchststand gebracht, lediglich die Gebirgsjägerdivision hatte eine Bestandsstärke von 91 %. Mit der Modernisierung der Streitkräfte wurde hingegen nicht begonnen, da der Produktion von 5 Gebirgsjägerdivisionen der Vorzug gegeben wurde. In der Forschung waren wir darauf erpicht, so schnell wie möglich „Frühe Infanteriedivision“ und „Frühe Feldartillerie“ zu entwickeln, um den kommenden Aufgaben gewachsen zu sein. Unsere nationalen Rohstoffreserven schmolzen hingegen langsam dahin. Uns gelang es ein Handelsabkommen mit den USA abzuschließen, um genügend Nachschub zu erhalten, mussten aber dafür von unserer Ölproduktion etwas abzweigen. Wir setzten darauf, in Uruguay schnell reiche Beute zu machen.

Am 23. Januar um 9 Uhr war es soweit: Außenminister Lamas überreichte dem Botschafter von Uruguay die Note mit der Kriegserklärung und drückte sein persönliches Bedauern aus. In ganz Argentinien kam es zu Unruhen, die Wirtschaftsleistung ging schlagartig um 11 % zurück, aber wir hatten unser großes Ziel vor Augen. Man würde verstehen... später einmal...
"Wir behaupten (...), der Krieg ist nichts als eine Fortsetzung des politischen Verkehrs mit Einmischung anderer Mittel." Carl von Clausewitz

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Angriff in den Anden! - Kapitel 2

Beitragvon Claus E. Witz » 4. September 2012 12:48

Die Schlacht um Montevideo
(Januar 1936)

Admiral Rawson Bustawa, ein hervorragender Taktiker der alten Schule, der das Kommando der Hochseeflotte übernommen hatte, gab fast zeitgleich mit dem Vormarsch der Armee den Befehl zum Küstenbeschuss von Montevideo. Das 1. Jagdgeschwader sicherte den Luftraum über dem La Plata, während das 1. Marinebombergeschwader die gegnerische Division „Brigada Don Claudio“ zerrütten sollte.

Generalmajor Vadora hatte nichts entgegenzusetzen, als der Angriff der Landstreitkräfte am 23. Januar gegen Mittag erfolgte. Um 18 Uhr war der Feind geschlagen und in Auflösung begriffen, da es für die Truppen keine Rückzugsmöglichkeiten mehr gab.

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Bild 10: Schlacht um Montevideo (23.01.1936)

Am 25. Januar hoben die USA den Nichtangriffspakt mit Argentinien auf. Dies sollte uns wohl eine Warnung sein. Wir ließen uns aber nicht beirren von unserem Vorhaben und setzten das Armeehauptquartier und das I. Armeekorps nach Corrientes in Bewegung, einem unwegsamen Dschungellandstrich nahe der Grenze zu Paraguay, noch bevor wir Montevideo entgültig eingenommen hatten. Am 6. Februar war es endlich soweit: Die 5. Gebirgsjägerdivision unter dem Befehl von Generalmajor Ibarra zog in der Hauptstadt ein. Uruguay wurde noch am selben Tag annektiert, ohne dass auch nur die geringste Empörung der Bevölkerung zu merken war. Allerdings erfolgte das böse Erwachen am nächsten Tag: Das Revolterisiko lag bei 22 %! Die Besatzungstruppen mussten dazu eingesetzt werden, Partisanen zu bekämpfen.
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Angriff in den Anden! - Kapitel 2

Beitragvon Claus E. Witz » 4. September 2012 12:56

Meine Reise nach Montevideo
(Februar bis März 1936)

Durch die eroberten Vorräte wurden unsere nationalen Reserven verdoppelt. Das ermöglichte uns, die Unruhen mit einer Erhöhung der Konsumgüterrate zu begegnen. Wir hofften so, in der Übergangsphase bis zum Paraguay-Feldzug die Innenpolitik zu stabilisieren. Zwei Sicherungsdivisionen waren in Aufstellung begriffen, um die zukünftigen Unruheherde bekämpfen zu können. Um die 5. Gebirgsjägerdivision abzulösen, schickten wir die 4. Infanteriedivision, die Buenos Aires gedeckt hatte, nach Montevideo.

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Bild 11: Vorbereitungen für den Angriff auf Paraguay (01.03.1936)

Anfang März reiste ich trotz der weiter anhaltenden Unruhen zur Inspektion nach Montevideo. Ich fuhr mit dem Zug und ich genoss die Zeit, da ich mich hervorragend während der Fahrt auf meinen Aufenthalt vorbereiten konnte. Die Industrie erholte sich nur langsam von den Kampfhandlungen vor einem Monat. Flugplatz und Hafen waren immer noch nur halb einsetzbar und die Ressourcen aus dieser neuen Provinz sprossen auch noch nicht reichlich. Ich muss zugeben, wir unterschätzten damals die Auswirkungen der Unruhen auf die wirtschaftliche Erholung und mir bereitete es große Sorge, dass wir bis zu diesem Zeitpunkt noch keinen Fortschritt im wirtschaftlichen Wachstum verbuchen konnten.

Ich verfasste mehrere Dossiers über die wirtschaftliche Entwicklung der Provinz Montevideo, unter anderem auch militärische zu der Fragestellung der Nutzbarkeit der militärischen Anlagen bei einem Angriff auf Paraguay sowie Brasilien, als ich am 13. März den Einzug der Truppen der 4. Infanteriedivision in die Stadt miterleben durfte. Eiligst machte sich die 5. Gebirgsjägerdivision auf den Weg, um ihre Ausgangsstellung in Concordia für den Überfall auf Paraguay einzunehmen. Als am 16. März das I. Armeekorps erschöpft im Dschungel von Corrientes eintraf, war ich bereits wieder nach Buenos Aires zurückgekehrt und erstattete dem Präsidenten Bericht. Um meine Ausführungen über meine Dienstreise zu vervollständigen, möchte ich den Geschehnissen vorgreifen. Mit der Aufstellung der 1. Sicherungsdivision in Montevideo am 30. März 1936 konnten unsere Probleme in dieser Provinz langfristig gemildert werden.
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Angriff in den Anden! - Kapitel 3

Beitragvon Claus E. Witz » 5. September 2012 11:56

Langwierige Angriffsvorbereitungen
(April bis Mai 1936)

Am 2. April kam Feldmarschall Justo vom 1. Armeehauptquartier überraschenderweise aus dem Dschungel angereist, um uns seinen Plan für die Niederwerfung von Paraguay vorzutragen. Entgegen der ursprünglichen Planung hatte er das III. Korps unter dem Kommando von Generalleutnant Ibarra mit der 5. Gebirgsjägerdivision ebenfalls nach Corrientes befohlen. Ibarra, ein erfahrener Befehlshaber mit einem guten Gespür für Kommandounternehmungen sollte nicht den langen Umweg durch den Dschungel von Ciudad del Este nehmen, um dann noch über den Fluss angreifen zu müssen. Dieses Manöver hätte einen Monat gedauert, bevor ein Zangenangriff auf die Hauptstadt Asuncion möglich gewesen wäre. Stattdessen sollte ein konzentrierter Angriff der 1. Armee direkt ins Herz Paraguays die Entscheidung herbeiführen. Das III. Korps würde am 9. Mai eintreffen und nach einer Auffrischungspause könne der Angriff spätestens Ende Mai erfolgen.

Wir waren etwas enttäuscht, dass die Angriffsvorbereitungen so lange dauern sollten, zumal die 2. Sicherungsdivision bereits zwei Wochen vorher bereitstehen würde, um die eroberten Provinzen vor Partisanentätigkeiten zu schützen. Der erhöhte Nachschubbedarf konnte schon jetzt nur schwerlich gesichert werden und die Vorräte schmolzen dahin. Wir waren zum Erfolg verdammt, sollte uns die Versorgungslage nicht in eine gefährliche Situation bringen.

Nachdem der Präsident den geänderten Plan gebilligt hatte, fuhr Feldmarschall Justo unverzüglich zurück an die Grenze Paraguays. Uns aber ließ er mit den Sorgen um die Wirtschaftslage zurück.

Die Regierung bemühte sich nach Kräften, dem Versorgungsengpass Herr zu werden. Ein Wirtschaftsabkommen mit Großbritannien wurde jedoch am 16. April zurückgewiesen, so dass wir kein Öl gegen Nachschub tauschen konnten. Wir hatten uns verspekuliert. Nach eingehender Analyse schätzten wir ab, dass die Vorräte noch zwei Monate reichen würden. Bis dahin sollte Paraguay gefallen sein.

Am 22. April annektierte Italien Äthiopien. Präsident Justo beglückwünschte den Duce und bot nebenbei ein diplomatisches Abkommen Öl gegen Nachschub an, aber Italien lehnte ebenfalls ab. Am 24. April schlossen wir endlich mit Deutschland ein Abkommen ab. Wie wir erst im Nachhinein erfahren hatten, war der Präsident persönlich um das Abkommen bemüht. Er hatte neben Öl noch Devisen angeboten, um einen persönlichen Erfolg verbuchen zu können. Immerhin sicherte uns dieser Umstand ein Durchhalten bis Ende Juni 1936.

Am 9. Mai erreichte endlich das III. Armeekorps die Provinz Corrientes. Das III. Korps war inzwischen um die neu aufgestellte 6. Gebirgsjägerdivision verstärkt worden; dieses konnte sich aber noch nicht auf dem beschwerlichen langen Marsch durch den Dschungel organisieren. Generalleutnant Ibarra bewies sein Talent und sorgte für eine schnelle Reorganisation.

Aufklärungstrupps meldeten uns eine günstige Lage: Es standen lediglich eine Infanteriedivision und eine Miliz unter dem Kommando von Generalleutnant Belaieff, einem Truppenführer, der etwas von Verteidigung verstand, gegenüber. Mit unseren fünf Divisionen, unterstützt von einem Armeehauptquartier, sollte dies eine lösbare Aufgabe für Feldmarschall Justo sein. Man wollte nur noch das Ende der Regenzeit abwarten, bevor der Angriff gestartet werden sollte.

Am 14. Mai war es soweit: Die Buenos Aires Railway Company hatte die „Frühe Feldartillerie“ entwickelt. Die abschließende Kriechfeuerübung war ein voller Erfolg und ich konnte auf der Tribüne des Übungsplatzes von Buenos Aires an der abschließenden Vorführung bei „Kaiserwetter“ beiwohnen.

Am Nachmittag saßen wir im Sitzungssaal wieder zusammen, um die weiteren Forschungsprojekte zu diskutieren. Wir entschlossen uns, „einfache Maschinenwerkzeuge“ zu entwickeln, um die Industriekapazität effizienter ausnutzen zu können. Wir beauftragten die Firma YPF mit dem Projekt.
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Angriff in den Anden! - Kapitel 3

Beitragvon Claus E. Witz » 5. September 2012 12:05

Der Überfall auf Paraguay
(Mai 1936)

Am Morgen des 15. Mai um 8 Uhr erklärten wir Paraguay den Krieg. Vier Stunden später brach das III. Armeekorps, unterstützt vom I. Korps aus dem Dickicht hervor und stand in die Ebene von Asuncion. Das Gefecht war zunächst ausgeglichen, bis eine Stunde später um 13 Uhr alle Bodentruppen eingreifen konnten.

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Bild 12: Das Gefecht um die Hauptstadt Asuncion (15.05.1936)

Ein um 17 Uhr geführter Luftangriff erhöhte den Druck auf die paraguayischen Truppen. Gegen 19 Uhr mussten sie der argentinischen Übermacht weichen und zogen sich in den Dschungel von Ciudad del Este zurück. Auf ihrem Marsch wurden die Einheiten ständig durch Luftangriffe gestört, so dass der Rückzug verlangsamt wurde. Nach neun Tagen stellten wir jedoch die Bombardierung ein, da das 1. Marinebombergeschwader nach neun Angriffen ein Drittel seiner Stärke eingebüßt hatte.

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Bild 13: Manöverbewegungen in Asuncion (16.05.1936)

Einen Tag später erreichte gegen Mittag das III. Korps die Hauptstadt Paraguays. Paraguay wurde darauf hin unverzüglich annektiert. Die paraguayische Armee wurde aufgelöst.
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Angriff in den Anden! - Kapitel 3

Beitragvon Claus E. Witz » 5. September 2012 12:15

Rückschlüsse aus dem Feldzug gegen Paraguay
(Mai 1936)

Auf der Abschlussbesprechung des Feldzuges gegen Paraguay am 27. Mai traten alle Minister und führende Militärs zusammen, um Rückschlüsse für den nächsten Schritt gegen Bolivien zu ziehen: Die Bombardierung mit Marinebombern wurde als nicht effizient angesehen, obwohl der Einsatz zu Aufklärungsflügen von Nutzen sein konnte. Mit der nächsten Kriegserklärung würden die Unruhen extrem stark ansteigen. Annektierte Provinzen stellten mit 20 Prozent ein großes Risiko der Partisanentätigkeit dar. Für das Jagen von Partisanenbanden fehlten jedoch die nötigen Streitkräfte. Das Eindämmen der Unruhen würde die Industriekapazität stark belasten. Die Eroberung der Vorräte von Paraguay hatte nicht den erhofften Erfolg gebracht. Lediglich 150 Tonnen Nachschub wurden erbeutet. Die Versorgungslage hatte sich damit nicht entspannt. Es mussten neue Wege beschritten werden. Konnte Boliven schon bald angegriffen werden?
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Angriff in den Anden! - Kapitel 4

Beitragvon Claus E. Witz » 6. September 2012 08:25

Feldzugspläne für Bolivien
(Mai 1936)

Die Beratungen zogen sich hin und man diskutierte den nächsten Feldzug. Bei einem Angriff auf Bolivien wäre kein Überraschungsangriff möglich gewesen, da die Hauptstadt La Paz in einer im Gebirge befindlichen entfernteren Provinz liegt. So hätte der Feind die Möglichkeit gehabt, rechtzeitig zu reagieren. Bolivien konnte damals fünf Einheiten mobilisieren: Zwei Infanterie- und eine Kavalleriedivision sowie zwei Milizeinheiten. Eine Übermacht wäre nicht zu konzentrieren möglich gewesen. Hinzu kam die schlechte Infrastruktur des Landes, die den Vormarsch verlangsamen und die Angriffseffizienz verschlechtert hätte.

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Bild 14: Die strategischen Planungen für Bolivien (27.05.1936)

Wir hatten uns vorgenommen, den Strategieplan einzuhalten und bis Ende 1936 Bolivien zu erobern. Bis dahin musste die Aufrüstung so weit gediehen sein, dass der Angriff Erfolg versprechen konnte. Dafür sah man die Notwendigkeit, 10 bis 12 Infanterie- und Gebirgsjägerdivisionen auf dem neusten Stand der Technik und ein Armeehauptquartier aufzubieten, um den Angriff aus drei Richtungen vortragen und den Gegner einkesseln zu können. Wir konnten lediglich sechs Divisionen, zwei Drittel davon veraltet, ins Feld führen und waren damit weit davon entfernt, dieses Kontingent aufbieten zu können, zumal wir zu diesem Zeitpunkt lediglich für vier neue Divisionen waffenfähige Männer aufbringen konnten. So gingen wir nach der Sitzung betrübt und etwas ratlos auseinander.
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Angriff in den Anden! - Kapitel 4

Beitragvon Claus E. Witz » 6. September 2012 08:42

Alternative Angriffspläne für Chile
(Juni 1936)

Am 1. Juni setzten wir unsere Strategieplanung fort und prüften, ob alternativ der Angriff gegen Chile vorgezogen werden könnte. In der strategischen Gesamtlage würde durch einen Sieg die Frontlinie stark verkürzt werden. Der Angriff auf die Hauptstadt Chiles war direkt von der Grenze möglich. Die chilenischen Streitkräfte waren über das ganze Land disloziert, obwohl der industrielle Schwerpunkt des Landes im Norden lag. Der Zerfall des Landes wäre sofort nach der Eroberung der Hauptstadt einleitbar. Nach einem Sieg wäre Boliviens Hauptstadt ebenfalls direkt erreichbar und böte somit eine gute Ausgangsstellung für den nächsten Feldzug. So wurde der Generalstab beauftragt einen weiteren Operationsplan aufzustellen mit der Maßgabe, dass dieser noch 1936 abzuschließen sei.

Bereits am nächsten Tag präsentierte uns Generalstabschef Rodriguez seinen einfachen und deshalb genialen Plan: Chile hatte seine vier Divisionen über das ganze Land verteilt. Die Hauptstadt Santiago wurde lediglich durch eine Kavalleriedivision verteidigt. Deshalb sollte gleich zu Anfang der Schwerpunkt des Angriffs direkt auf die chilenische Hauptstadt erfolgen. Aufgrund der schwierigen Versorgung mangels vorhandener Infrastruktur sollte das Hauptkontingent unser 1. Armee aus San Miguel de Tucuman vorstoßen, das von einem zurückbleibenden Kontingent gedeckt werden würde. Ein unterstützender Flankenangriff durch die Anden sollte über Neuquen geführt werden.

Nach Einnahme der Hauptstadt mit den Hafenanlagen wäre die Basis für die vier Großkampf- und vier Begleitschiffe der chilenische Flotte genommen, so dass auf dem Meer keine Gefahr mehr bestehen würde. Sofern die Reichweite der argentinischen Schiffe es zulassen würde, könnte mit einem unterstützenden Küstenbeschuss der weitere Angriff vorgetragen werden.

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Bild 15: Der Operationsplan für Chile (01.06.1936)

Sollte die chilenische Hauptstadt provisorisch nach Norden in die Provinz Antofagasta verlegt werden, wovon der Generalstab ausging, da hier strategische Siegpunkte angesiedelt waren, könnten die eingeschlossenen zwei Divisionen von zwei Seiten aus angegriffen und vernichtet werden. Würde hingegen die Hauptstadt Chiles südlich von Santiago provisorisch errichtet werden, könnte ebenso ein, wenn auch schwächerer Angriff von zwei Seiten erfolgen.

Der Generalstab ging davon aus, dass spätestens nach Einnahme der nördlichen drei Provinzen Chiles das Land zur Kapitulation bereit sein würde. Als optimaler Angriffszeitpunkt wurde Mitte September angesehen, da zunächst eine Garnison, die erst Mitte Juli aufgestellt werden konnte, Asunción sichern musste. Der Marsch und die anschließende Erholungspause des III. Armeekorps würden zwei Monate dauern. Bis zum Angriffszeitpunkt würde außerdem eine weitere Gebirgsjägerdivision fertig ausgebildet sein und sich am Angriff beteiligen können.

Das Gremium hörte den Ausführungen Rodriguez´ gebannt zu. Nach gründlicher Prüfung und Beratung billigte das Kabinett den Operationsplan und taufte diesen in "Fall Grün". Nun konnten Taten folgen.
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Angriff in den Anden! - Kapitel 4

Beitragvon Claus E. Witz » 6. September 2012 09:05

Das lange Warten vor dem Angriff
(Juni bis September 1936)

Inzwischen wurde unsere Nachschublage wieder schwierig, wollten wir unsere Produktion nicht drosseln. Deshalb schlossen wir am 4. Juni ein kleines Handelsabkommen mit Nationalchina ab. Großbritannien wies dagegen unser Angebot ab. Am 6. Juni folgten weitere Abkommen mit Bulgarien und der Türkei. Trotzdem würden, trotz der Anstrengungen, die gemacht wurden, die Nachschubreserven Anfang August erschöpft sein. Eine ähnliche Lage zeichnete sich auf dem Energiesektor ab: Hier würde der Kollaps in drei Monaten bevorstehen. Wir waren also aufs Neue dazu verdammt, mit einem Angriffskrieg unseren Rohstoffhunger zu stillen.

Mitte Juni wurde das I. Armeekorps sowie das Hauptquartier unauffällig in die Anden an die Grenze Chiles befohlen. Mit dem Eintreffen in der Provinz San Miguel de Tucuman war nicht vor Ende Juli zu rechnen.

Am 22. Juni sahen wir uns in die Lage versetzt, „Frühe Infanteriedivisionen“ aufstellen zu können und es entbrannte eine hitzige Debatte darüber, ob wir die Produktion von Gebirgsjägern auf Infanteriedivisionen umstellen sollten. Der Präsident sprach ein Machtwort und ließen zu diesem Zeitpunkt alles beim Alten: Erst sollten sechs Gebirgsjägerdivisionen aufgestellt werden, bevor ein Wechsel geschehen sollte. Das Menschenmaterial gab sowieso nicht mehr her. Der Zulauf an Freiwilligen hielt sich in den Rekrutierungsbüros in Grenzen.

Wir entschlossen uns, ein ausgeklügeltes System für einen „Hinterbereich Versorgungsdepots“ zu entwickeln. So hofften wir, den zukünftigen Anforderungen der Logistik gerecht zu werden. Außerdem würde uns die Untersuchung eine strategische Verlegung von Garnisonstruppen ermöglichen.

Mitte Juli konnte die 2. Sicherungsdivision in Asuncion disloziert werden. Sie sollte das III. Armeekorps – von da an in III. Gebirgsjägerkorps umbenannt – ablösen. Die frei gewordenen Produktionskapazitäten wurden dazu genutzt, eine neue Artilleriebrigade aufzustellen, die beim Angriff auf Chile noch rechtzeitig fertig sein würde. Am 16. Juli stelle der Generalstabschef und Chef der Armee, Rodriguez, den Marschbefehl an die 4. und 5. Gebirgsjägerdivision aus, dem I. Armeekorps ins Gebirge zu folgen.

Während in Europa Nationalspanien und die Republik Spanien einen blutigen Bürgerkrieg führten, erholte sich unsere Wirtschaft langsam wieder: Die Unruhe in der Bevölkerung sank auf knapp 13 Prozent und es konnten erstmalig wieder genügend Nachschubgüter produziert werden. Wir atmeten erleichtert auf, auch wenn die Unruhe in den neu angegliederten Provinzen mit 10, 17 und 24 Prozent noch weiter Sorgen bereiteten.

Am 29. August wurde die 7. Gebirgsjägerdivision aufgestellt und sofort unter das Kommando von Generalleutnant Fasola Castano, einem Spezialisten im Pionierwesen, gestellt. Die Division sollte die Keimzelle für das IV. Gebirgsjägerkorps bilden. Wir waren jedoch gezwungen diese Korps zukünftig auf zwei Divisionen zu beschränken, da wir über die Maßen Wehrpflichtige einberufen mussten.

So wurde Ende August vom Oberkommando festgelegt, dass das argentinische Heer aus zwei Armeen mit jeweils zwei Korps bestehen sollte. Die Infanteriedivisionen – zu dritt zusammengefasst zu einem Korps, nebst zusätzlichen Artillerieregimentern, sollten den Kern bilden. Dazu sollte jeweils ein Gebirgskorps die schnellen Bewegungen im unwegsamen Gelände durchführen. Ich ließ prüfen, ob Pionierregimenter zu diesem Zwecke von Vorteil seien. Wir mussten den Gedanken jedoch zunächst wieder fallen lassen, da der Aufbau dieser Gliederung insgesamt 45.000 Mann allein an Bodentruppen bedurfte (Infanteriedivision besteht aus 10,0 Wehrpflichtigen = 10.000 Soldaten, Anm. des Verfassers). Zu diesem Zeitpunkt konnten wir jedoch nur 24.000 wehrfähige Männer einberufen. Und wir mussten mit Verlusten bei dem bevorstehenden Krieg gegen Chile rechnen, die in keinem Verhältnis zu den bisher 660 Gefallenen stehen würden.

Am 2. September gliederten wir ein Artillerieregiment an die 1. Infanteriedivision an, so dass die 1. Armee komplett aufgestellt war. Es sollte aber noch eine Woche dauern, bevor alle Truppen in den Verfügungsräumen an der chilenischen Grenze versammelt sein würden. Im Präsidentenpalast herrschte eine angespannte Stimmung und wir wurden unruhig, als wir erfuhren, dass eine chilenische Luftwaffe aufgebaut wurde. Wir hofften aber, uns schnell des Flugplatzes in Santiago bemächtigen zu können, um die Luftherrschaft gewinnen zu können.

Als wir kurz vor dem Angriff standen, entschlossen wir uns, die Luftflotte und die Flotte nach Bahia Blanca zu verlegen. Wir wollten noch bis zum 20. September warten, um die Organisation wieder aufzubauen und die Sollstärke des Marinebombergeschwaders wieder zu erreichen.
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