[HoI2 AoD] YAGG - Ein Arsenal of Democracy AAR

AARs zum Zeitpunkte der beiden Weltkriege

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[HoI2 AoD] YAGG - Ein Arsenal of Democracy AAR

Beitragvon Vampy » 19. Oktober 2012 13:46

YAGG (Yet another Germany Game) - Ein Arsenal of Democracy AAR

Einführung

Hier entsteht ein neuer 1936er AAR. Basis ist Arsenal of Democracy 1.08 (Normal/Normal). Gespielt wird ohne eigene Events, angepaßte Werte von Einheiten, Tech-Teams, Leadern, Ministern, etc.

In diesem AAR werde ich erstmals keine Geschichte erzählen, sondern einzig und alleine die Spielmechanik darstellen. Kommentare, Vorschläge und Diskussionen ausdrücklich erwünscht!


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Re: [HoI2 AoD] YAGG - Ein Arsenal of Democracy AAR

Beitragvon Vampy » 19. Oktober 2012 14:09

Erste Schritte

Das Standard-Szenario mit Aufbauphase startet und auf den ersten Blick hat sich nicht viel gegenüber Armageddon geändert. Wir haben 3x L.Pz I, 36x Infanterie '36 (davon 3 in Ostpreussen) und 1x HQ. Dazu kommt eine Luftwaffe aus 8x Takt.Bomber I und 3x Abfangjäger I. Die spärliche Marine besteht ebenfalls aus größtenteils veralteten Schiffen. Brrrr!

Handel

Da die Rohstofflager ziemlich dünn sind, führt der erste Schritt in das neue Handelsmenü. Da ich mich die nächsten 3 Jahre nicht selber um den Handel kümmern will, übergebe ich diesen Part der KI. Ganz wichtig ist dabei die Exportsperre für Öl, Energie, Metall und Seltenes, damit auch wirklich Vorräte angelegt werden und die Handels-KI diese nicht verzockt.
Der Importfokus soll, ganz klar, auf Rohstoffen liegen, die das DR nicht selbst (oder nur in sehr geringen Mengen) produzieren kann. In Fall des DR also Öl und Seltenes. Energie und Metall werden dabei nur in sehr geringen Mengen eingehandelt.


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Der automatische Handel


Produktion

Als nächstes kümmere ich mich um die Produktion. Neben 2 Schlachtkreuzern IV, die noch bis März 1937 laufen, ist noch ein (veralteter) Schwerer Kreuzer IV, 2 Zerstörer II und ein Uboot II im Bau. Soweit kenne ich das auch aus Armageddon.

Da die Schlachtkreuzer erst zu 0% abgeschlossen sind, werden die Bauaufträge als erste storniert. Ebenso die bereits halbfertigen Zerstörer und das Uboot. Der Schwere Kreuzer ist bereits zu knapp 95% fertig und benötigt nur noch 68 IK-Tage. Zwar könnte ich den Bauauftrag noch bequem auf ein moderneres Modell umrüsten. Doch würde ich dabei die Hälfte des Baufortschritts verlieren. Außerdem wird eine Umrüstungszeit fällig, in der zwar die volle IK verbraucht aber kein Baufortschritt erzielt wird.

Der ansonsten in Armageddon übliche IK-Ausbau in 2 bis 3 Stufen entfällt in Arsenal of Democracy. An seiner Stelle tritt ein groß angelegter Infrastruktur-Ausbau. Infrastruktur spielt hier eine sehr gewichtige Rolle. Warum, wird später noch erläutert.

Als nächstes knöpfe ich mir die neuen Slider für 'Umwandlungen' vor. Als DR startet man bereits mit einer Handvoll Hydrierwerke, die Energie in Öl wandeln, sowie einer Fabrik für synthetische Materialien, die Öl und Metall in Seltenes wandelt. Die Rohstoffkosten für beide Umwandlungen sind horrend.
Während ich aber Energie im Überfluß habe und viel Öl brauche, kann ich die 3,6 Seltenen deutlich billiger auf dem Weltmarkt einhandeln. Der Slider wird also auf 0 gefahren und die Synthetikfabriken stehen still.


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Produktion zum Szenariostart

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Umwandlungsslider


Forschung

Mit meiner Basis-IK von 153 kann ich 8 Techlots finanzieren. Da ich als DR erst einmal die wirtschaftliche Basis für eine Aufrsütung schaffen muß, liegt mein Forschungsschwerpunkt erst einmal auf Industrieforschung. 4 Techslots werden mit Maschinenwerkzeugen, Konstruktionswesen, Agrochemie und Rechenmaschinen belegt.
Die restlichen 4 Slots werden (mehr oder weniger) geplant mit Technologien belegt, die sich 1936 ohne allzu großen Geschwindigkeitsmalus erforschen lassen. Das wären etwa einfache Leichte Panzer, Feldartillerie, Abfangjäger und Stukas. Ziel dabei ist es, bis 1938 das Feld der Mittleren Panzer und der Selbstfahrenden Artillerie freizuschalten.


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Erste Schritte in der Forschung


Diplomatie

Als nächstes wird die Kabinettsbelegung geprüft. Der Verteidigungsminister von Blomberg bringt zwar einige nette Boni mit (u.a. Infanterieforschung +10% und Verkürzung der Bauzeit bei Infanterie), die ich zum aktuellen Zeitpunkt aber nicht brauche, da ich weder Infanterie aufstelle noch im Infanteriezweig forsche. Neuer Verteidigungsministrer wird also Franz X. Schwarz, der mir +10% Industrieforschung bringt und auch noch die IK um +5% steigen läßt.

Die Einstellungen für Nationale Identität, Gesellschaftspolitik und Kultur werden ebenfalls geprüft. Da die verfügbaren Alternativen aber nicht wirklich verlockend sind und ein Wechsel außerdem 6% Dissent verursacht, wird hier nichts geändert. Dafür wird der letzte Schritt in Richtung Geschlossene Gesellschaft gegangen, was meine Forschungs- und Militärkosten senkt.

Neu ist, daß mein Ministertausch sich nicht sofort auswirkt, sondern der neue Verteidigungsminister erst Anfang März seinen Posten antritt. Den 1% Dissent kassiere ich aber trotzdem sofort.

Tante Edit sagt:
Die Synthtikfabriken benötigen neben Öl auch ein wenig Metall für die Umwandlung in Seltene Materialien.



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Re: [HoI2 AoD] YAGG - Ein Arsenal of Democracy AAR

Beitragvon Vampy » 22. Oktober 2012 13:53

Optimierungen

Handel

Der 02. Januar 1936 bricht an und wie bei Armageddon habe ich erst jetzt einen Überblick über meine Ressourcenlage. Zeit für Optimierungen!

Da ich bei Energie (erwartungsgemäß) hohe Überschüße produziere, hebe ich das Exportverbot für Energie auf und optimiere gleich einmal die Slider für den Autohandel. Die KI soll Öl und Seltenes jeweils in maximalen Mengen einhandeln und dazu ein wenig Metall (weil ich da ebenfalls Minus mache).

Diplomatie

Geld spielt in AoD eine wichtige Rolle beim Handel und bei diesen Einstellungen ist absehbar, daß mein IK-Bedarf bei Konsumgütern explodieren wird. Ich gehe also noch einmal alle Minister durch und entschließe mich dazu, die Posten von Geheimdienst- und Sicherheitsminister neu zu besetzen (+5% IK Geheimdienst und -10% Konsumgüterbedarf Sicherheit). Mein Dissent schnellt dadurch zwar auf 3% hoch, doch wird ja zum Ende des 03. Januar das "Rheinland"-Event triggern und den Dissent um -2% Verringern.
In AoD muß ich übrigens nicht mehr bis zum 01. Januar 1937 warten, um meine politische Ausrichtung zu ändern. Wenn ich bereit bin, weitere 17,95% Dissent zu akzeptieren, kann ich die Slider sofort wieder bewegen.


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Neues Kabinett am 02. Januar 36. Die neuen Minister werden ihren Dienst erst zum 01. bzw. 02. März antreten

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Sliderbewegungen sind jetzt jeweils 1x täglich möglich - und verursachen hohen Dissent


Produktion

Anders als noch in Armageddon ist es in AoD ziemlich wichtig, die Infrastruktur auszubauen. Dadurch wird nicht nur die Versorgungseffizienz meiner Truppen erhöht. Eine hohe Infrastruktur wirkt sich auch positiv auf die Bauzeiten von Provinzerweiterungen aus und gibt Boni auf Rohstoffförderung und IK-Ertrag. Deshalb entschließe ich mich dazu, in meinen industrie- und rohstoffreichen Provinzen die bereits laufenden Bauserien für Infrastruktur zu erhöhen und 200% Ausbau anstelle von 150% zu erzielen. Konkret betrifft das Stuttgart (IK), Nürnberg (Rohstoffe), Frankfurt (IK und Rohstoffe), Saarbrücken (Rohstoffe), Köln (IK und Rohstoffe), Essen (Rohstoffe), Dortmund (Rohstoffe), Dresden (IK), Leipzig (Rohstoffe), Hannover (Rohstoffe), Oppeln (IK und Rohstoffe), Breslau (Rohstoffe) und natürlich Berlin (IK und Rohstoffe). Natürlich verlängert sich dadurch die Bauzeit nahezu auf das Doppelte. Allerdings kommt mir hier eine weitere nützliche Neuerung von AoD entgegen: Das Beschleunigen von Bauaufträgen!
Bauaufträge können in 2 Stufe beschleunigt werden. Der IK-Aufwand verdoppelt sich auf Stufe 1 und verdreifacht sich auf Stufe 2. Dafür halbiert sich die Bauzeit bei maximaler Beschleunigung. Da durch das "Rheinland"-Event auch der Friedensmalus auf die IK entfällt, ist meine verfügbare IK von 151 auf 168 gestiegen. Zwar wandert davon auch viel in Konsumgüter, der Rest reicht jedoch aus um zumindest einige Infrastruktur-Projekte maximal zu beschleunigen. Da die Bauzeit von Provinzausbauten in AoD auch vom Gelände abhängt, beschleunige ich nur die Bauaufträge mit der ohnehin kürzesten Laufzeit. Die gesamte Anzahl an IK-Tagen für diese Projekte erhöht sich zwar trotzdem noch um 50% (3-facher IK-Aufwand bei halbierter Bauzeit). Aber da ich Anfang/Mitte 1938 mit dem Ausbau der Wehrmacht beginnen möchte, bin ich froh um jeden Bauauftrag der dann bereits fertig ist.


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Beschleunigung der Produktion


Anders als in Armageddon reicht es in AoD nicht mehr, die Infrastruktur einfach zu bauen und aufzustellen. Denn wie auch in Armageddon werden Provinzausbauten nicht mit voller Stärke aufgestellt und müssen vor Ort erst "zusammengesetzt" werden. In Armageddon ging das noch automatisch. In AoD wird dagegen eine IK-Zuweisung im Produktionsmenü (Provinzen instandsetzen) benötigt, um auf 100% zu kommen. Zwar funktioniert das prinzipiell auch ohne IK, dauert dann aber auch um ein Vielfaches länger.


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Erneute IK-Zuweisung nach dem Bau



Noch ein Wort zum Dissent:
Um Dissent automatisch mit der höchstmöglichen Rate abzubauen, kann ich den Slider unter "Zivile Ausgaben" beruhigt auf Maximum stellen. Mein IK-Bedarf bei Konsumgütern erhöht sich dadurch erst, wenn tatsächlich Dissent vorhanden ist. Es ist auch nicht schlimm, wenn die zugewiesene IK den Geldbedarf einmal nicht deckt. Würde ich in Armageddon dann noch zusätzlichen Dissent erzeugen, nimmt in AoD einfach mein Geldvorrat ab. Handel und sonstige Ausgaben laufen ungestört weiter.


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Der Bedarf paßt sich automatisch dem aktuellen Dissent an


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Re: [HoI2 AoD] YAGG - Ein Arsenal of Democracy AAR

Beitragvon Vampy » 23. Oktober 2012 15:21

Die Aufbauphase 1936

Grundsätzliche Überlegungen zum Aufbau der Wehrmacht

Da wir uns noch am Beginn der Aufbauphase befinden, passiert 1936 erwartungsgemäß noch nicht allzuviel. Trotzdem wird es langsam Zeit, sich Gedanken um den Ausbau der Wehrmacht zu machen.

Ich möchte Barbarossa zum historischen Zeitpunkt am 22. Juni 1941 starten lassen. Dieser Zeitpunkt liegt zwar noch knapp 4 Jahre in der Zukunft, aber anders als in Armageddon ist es in AoD viel wichtiger, vorausschauend zu planen. In Armageddon starte ich nach 3 Jahren IK-Ausbau, spätestens aber im März 1939, viele paralelle Serien an aktuell geforschten Einheiten. Zwar habe ich dann September 1939 noch keine wirklich große Armee, aber für Polen reicht das allemal und auch Frankreich ist damit im Mai 1940 ohne größere Probleme zu besiegen. Die Serien laufen jeweils nur kurz, und ich kann deshalb im Prinzip 'nach Bedarf' produzieren. Der große Nachteil dabei ist, daß ich den Serienbonus größtenteils verschenke.
In AoD macht mir die Umrüstungszeit aber einen Strich durch die Rechnung. Gebe ich eine Infanteriedivision in Auftrag, so passiert die ersten 80 Tage erst einmal gar nichts, außer daß IK belegt wird. Die Basiskosten einer 1936 Infanterie liegen (ohne Modifikatoren) bei 665 IK-Tagen (7 IK x 95 Tage). Alleine für die Umrüstung bezahle ich aber schon 560 IK-Tage (7 IK x 80 Tage), ohne daß dabei auch nur 1% Baufortschritt zu verzeichnen wäre.
Kurze Serien zu produzieren ist in AoD also ziemlich unwirtschaftlich, da viel zu viel IK verschwendet wird. Zwar läßt sich die Umrüstungszeit durch Forschung reduzieren. Unter 40 Tage habe ich den Wert aber auch 1939 noch nicht gedrückt. Ein Vorteil langer Serien ist aber der Serienbonus, den ich hier wohl erstmals voll abschöpfen werde. Außerdem kann ich eine laufende Serie auf modernere Modelle aufrüsten. Zwar stoppt die Produktion wegen Umrüstungszeit (die aber kürzer als bei einer neuen Produktionsserie ist) und ich verliere die Hälfte des Baufortschritts und einen Teil des Serienbonus. Aber ich muß die Serie nicht aus der Produktion nehmen bzw. eine neue Serie in Auftrag geben. Und natürlich komme ich deutlich günstiger weg, als alle gebauten Einheiten später modernisieren zu müssen.

Ein Wunschzettel wird geschrieben

Also, mit welcher Armee möchte ich 1941 gegen die glorreiche Union der sozialistischen Sowjetrepubliken antreten? In Armageddon setze ich in Russland auf schnelle Panzervorstöße um Lücken in die Front zu reißen, schnell ins Hinterland zu stoßen und Kessel zu bilden. Die nachfolgende Infanterie hat die Aufgabe, die 'Wände' des Kessels zu halten und letztlich den Kessel zu räumen. Ich brauche also primär schlagkräftige Panzer und viel Infanterie, ggf. auch motorisiert/mechanisiert, um mit den Panzern Schritt zu halten. Dazu vielleicht noch eine Handvoll schwerer Panzer, für ganz besondere Härtefälle, wo es auf richtig viel Feuerkraft ankommt.

- 120 x Infanterie 41 + Artillerie (36 x Inf zum Spielstart vorhanden + ca. 7 Divisionen von Österreich)
- 36 x Panzer IV + Artillerie auf Selbstfahrlafetten (3 x L.Pz. I vorhanden)
- 18 x Panzer IV + Schwere Panzer
- ?? X Mot/Mech-Inf + Artillerie auf Selbstfahrlafetten

Als nächstes kommen die Spezialtruppen. Gebirgsjäger werde ich aller Erfahrung nach beim Anschluß Österreichs bekommen und muß sie deshalb nicht selbst bauen. Bleibt höchstens etwas Forschung zu tun.
Marineinfanterie spare ich mir gleich komplett. Einerseits könnte ich eine amphibische Landung mit meiner Marine sowieso nicht absichern. Andererseits werde ich wohl bessere Alternativen finden, als unbedingt einen Durchbruch in sumpfigem Terrain oder über Meerengen zu versuchen und brauche deshalb auch da ihre besseren Kampfwerte nicht.
Bleiben noch die Fallschirmjäger. Fallies sind einfach nur stylisch! Abgesehen davon könnte es sich durchaus auszahlen, eine luftverladbare Truppe aus dem Ärmel schütteln zu können. Leider gehören dazu aber auch sündhaft teure Transportflugzeuge, sodaß ich mir wohl nur eine kleine Fallschirmtruppe leisten werde.
Ebenfalls zu den Spezialtruppen zähle ich die Eisenbahnartillerie. Ich bin mir noch nicht ganz sicher, was ich von der neuen Fähigkeit 'Artilleriebombardement' halten soll. Im Entwicklertagebuch wird zwar quasi im Nebensatz angedeutet, daß sich der Artillerieschlag gegen Einheiten, Provinzausbauten und Ressourcen richtet. Richtig beschrieben wird er allerdings nicht. Trotzdem plane ich mal ein paar Einheiten ein. Schon alleine, weil ich es gerne herausfinden möchte.

- 9 x Gebirgsjäger + Artillerie (von Österreich)
- 3 x Fallschirmjäger 43 + Artillerie
- 3 x Lufttransporter
- 9 x Infanterie 41 + Eisenbahnartillerie

Dann wäre die Luftwaffe an der Reihe. In Armageddon setze ich auf eine Mischung aus Takt. Bombern für Zerüttungsangriffe und Stukas für Stärkeangriffe. Daneben möchte ich aber doch zumindest meine wichtigsten Industrie- und Rohstoffzentren wirkungsvoll gegen strategische Bombardierung schützen, wenn ich wahrscheinlich nicht das ganze Reichsgebiet abdecken kann. Und über der Front brauche ich ja ebenfalls Jagdschutz. Angesichts eines umfangreichen Wunschzettels bei gleichzeitig chronisch knapper IK muß ich mich entscheiden, wieviel Luftwaffe ich Ende 1939 / Anfang 1940 wirklich benötige. Vermutlich werde ich versuchen müssen, mit der bereits vorhandenen Luftwaffe auszukommen, die bis Frankreich vielleicht um Begleitjäger verstärkt werden kann.

- 20 x Takt. Bomber IV + Begleitjäger (8 Geschwader Takt. Bomber 1 sind bereits vorhanden)
- 12 x Stuka II + Begleitschutz
- 24 x Abfangjäger IV (3 AJ I sind bereits vorhanden)
- 16 x Mehrzweckjäger II

Für die Marine wird es auf absehbare Zeit keine weiteren Großkampfschiffe geben. Fest eingeplant sind lediglich Truppentransporter (um Einheiten bei Bedarf über See verlegen zu können) und natürlich Uboote. Uboote sind für mich als DR-Spieler Pflicht! Am liebsten hätte ich September 1939 einen Mix aus Langstrecken-Ubooten und Schweren Ubooten. Allerdings habe ich derzeit noch keine Ahnung, ob und wie sich das von der IK her umsetzen läßt. Die Prioritäten liegen jedenfalls bei Heer und Luftwaffe.

- 12 x Transporter
- 12 x Schwere Uboote I + Aufklärer (Einsatzbereit zum Polenfeldzug)
- 24 x Langstrecken-Uboote (mindestens 12 Einheiten einsatzbereit zum Polenfeldzug)

Zurück auf den Boden der Tatsachen

Soweit wäre der Wunschzettel also vollständig. Bleibt zu überlegen, wie ich das am Besten umsetzen kann. 1936 kann ich noch nicht viel bauen. Immerhin habe ich im März durch Minister und "Rheinland"-Event jedoch satte 25 IK mehr, als noch im Januar. Damit müßte sich doch etwas anfangen lassen!

Eine meiner Eigenheiten ist es, daß ich wirklich jeder meiner Einheiten eine Brigade zuweise. Nach ausführlicher Studie der Spieldateien (ja, ich geb's zu, ich hab mir die Basiswerte aller Einheiten und Brigaden herausgeschrieben) entscheide ich mich (wie schon in Armageddon) für die gemeine Artillerie-Brigade. Als DR-Spieler halte ich Artillerie für einen guten Allrounder, da sie vergleichsweise günstig zu bauen ist, erfreulich wenig Nachschub verbraucht und ordentliche Werte für Soft- und Hardattack liefert. Ein ganz dicker Pluspunkt ist natürlich der nicht vorhandene Verbrauch von Öl. Zu Kriegsbeginn hat mir die KI zwar voraussichtlich so um die 200k an Öl eingelagert, aber gerade beim massiven Einsatz von Panzern und Luftwaffe schmilzt dieser Vorrat schneller dahin als eine Tüte M&Ms auf einem Kindergeburtstag.

Also stecke ich meine freie IK Anfang März 1936 in 2 Serien Artillerie zu jeweils 16 Einheiten. Nach dem ersten Infrastrukturausbau im April kommt noch einmal eine Serie zu 12 Transportschiffen dazu. Mehr ist nicht drinn, zumindest nicht 1936.

Was sonst noch so passiert ist

Januar
- Am 17. Januar 36 läuft der Bauftrag der 'Graf Spee' aus. Die freiwerdenden 4,3 IK werden gleich in die Beschleunigung der Infrastrukturaufträge investiert.

Februar

März
- Anfang März treten die neuen Minister ihr Amt an und ihre Boni werden aktiv. Die verfügbare IK erhöht sich dadurch auf 176.
- Start von 2 Serien à 16 Artillerie.

April
- Italien annektiert Äthiopien. Die Äthiopier, der Völkerbund und der Rest der internationale Gemeinschaft finden das nicht so toll.
- Die ersten Infrastrukturaufträge werden abgeliefert. Die Basis-IK erhöht sich von 153 auf 154 IK. Da sämtliche Boni durch Technologie, Minister und polilitische Ausrichtung noch darauf geschlagen werden, komme ich auf eine verfügbare IK von 185.
- Start einer Serie von 12 Transportschiffen.
- Theoretischer Durchbruch: Superschweres Eisenbahngeschütz kann jetzt erforscht werden.

Mai

Juni
- Forschung an Agrochemie ist abgeschlossen. Neues Projekt wird Landwirtschaftl. Produktion.

Juli
- Forschung an Einfache Maschinenwerkzeuge abgeschlossen. Neues Projekt wird Verbesserte Maschinenwerkzeuge.
- Der Spanische Bürgerkrieg bricht aus. Die Republik verliert alle Kolonien und befindet sich im Krieg mit den Nationalisten.
- Großbritannien und die Sowjetunion schicken Material und Freiwillige an die Republik, Italien macht das gleiche bei den Nationalisten.
- In "Spanischer Bürgerkrieg - Intervention" entscheide ich mich ebenfalls, Material und Freiwillige zu schicken.

August

September
- Die Nationalisten nehmen wichtige Gebiete ein. Die Republik verliert Tarragona, Saragossa und Madrid. Neue Hauptstadt der Republikaner wird Albacete.

Oktober
- Der Dissent für vorzeitige Slideränderungen ist mittlerweile auf erträgliche 4,5% gefallen und ich gehe einen Schritt in Richtung Planwirtschaft.
- Forschung an Einfache Rechenmaschine abgeschlossen. Neues Projekt wird Einfache Verschlüsselungsgeräte.
- Die Republikaner nehmen Badajoz, Salamanca und Saragossa ein ...
- ... und verlieren gleichzeitig Castellon.

November
- Roosevelt bleibt Präsident der USA.
- Alleine durch Infrastruktur-Ausbau steigt meine Basis-IK auf 160. Damit wird mein 9. Techslot freigeschaltet ...
- ... und auch gleich mit der Forschung von Einfache motorisierte Division belegt.
- Die Republik verliert Salamanca, Huesca, Bilbao und Saragossa.
- Forschung an Einfacher Abfangjäger abgeschlossen. Neues Projekt wird Einfacher Begleitjäger.
- Forschung an Einfache Feldartillerie abgeschlossen. Neues Projekt wird Superschweres Eisenbahngeschütz.

Dezember
- Die Republik erobert Castellon ...
- ... und verliert Oviedo.
- In Großbritannien muß König Edward VIII. wegen seiner Liebesbeziehung zu einer 2-fach geschiedenen Amerikanerin Abdanken.
- Forschung an Einfacher Sturzkampfbomber abgeschlossen. Neues Projekt wird Einfacher Taktischer Bomber.


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Edward VIII. verzichtet für diese Frau auf den Thron: Wallis Simpson


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Der Spanische Bürgerkrieg: Verlauf bis Ende 1936


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Re: [HoI2 AoD] YAGG - Ein Arsenal of Democracy AAR

Beitragvon Vampy » 25. Oktober 2012 14:16

Wie es weitergeht ...

Die Vorarbeit ist getan. Jetzt heißt es abwarten und zusehen, wie die Forschung voranschreitet, die IK sich mehrt und die Armee wächst.

1937

Januar
- Der Anti-Komintern-Pakt steht an. Ich entscheide mich für eine historische Spielweise und rege den Pakt mit Italien und Japan an ...
- ... die auch beide unterzeichnen.
- Die Republik verliert Castellon.
- Forschung an Landwirtschaftl. Produktion abgeschlossen. Neues Projekt wird Einfache Entschlüsselungsmaschine.
- 4 Serien à 20 x Infanterie 36 inkl. Artillerie werden gestartet. Bis Anfang 1941 soll damit plangemäß ein Heer von 120 Divisionen aufgestellt werden.

Februar
- Die Republik erobert Valencia ...
- ... und verliert gleichzeitig Albacete. Die neue Hauptstadt der Republik wird Guadalajara.
- Die Republik verliert nur wenig später Guadalajara. Die neue Hauptstadt der Republik wird Valencia.
- Beide Serien Artillerie werden nach dem 6. Durchlauf auf das aktuelle Modell aufgerüstet. Durch Umrüstung verzögert sich die Fertigstellung ein wenig.
- Die Republik erobert Albacete ...
- ... und muß es gleich darauf wieder aufgeben.
- Forschung an Einfacher Leichter Panzer abgeschlossen. Neues Projekt wird Einfacher Schwerer Panzer.
- Forschung an Verbesserte Maschinenwerkzeuge abgeschlossen. Neues Projekt wird Fortschrittliche Maschinenwerkzeuge.

März

April
- Forschung an Fortschrittliches Konstruktionswesen abgeschlossen. Neues Projekt wird Frühe Artillerie auf Selbstfahrlafette.

Mai
- Forschung an Einfache Verschlüsselungsgeräte abgeschlossen. Neues Projekt wird Verbesserte Rechenmaschine.

Juni
- Forschung an Einfache motorisierte Division abgeschlossen. Neues Projekt wird Verbesserter Leichter Panzer.

Juli
- Die politische Richtung wird erneut vorzeitig geändert. Der Schritt in Richtung Planwirtschaft erzeugt 4,5% Dissent.
- In der Nacht vom 03. auf den 04. Juli findet an der Marco-Polo-Brücke, knapp 15 km südwestlich Pekings, ein Feuergefecht zwischen japanischen und national-chinesischen Einheiten statt. Dieser Zwischenfall weitet sich rasch zum 2. Japanisch-Chinesischen Krieg aus.
- China beginnt mit dem Industrietransfer ins Landesinnere.
- Die USA verabschieden den Pitman-Akt. Das amerikanische Finanzministerium wird ermächtigt, chinesische Silberdollar gegen Gold anzukaufen. Das verschafft den Chinesen dringend benötigte Devisen, um im Ausland Waffen zu kaufen.

August
- Forschung an Einfache Begleitjäger abgeschlossen. Neues Projekt wird Einfacher Mehrzweckjäger.
- Japanische Truppen besetzen Nanjing. In den folgenden Wochen werden zahlreiche schwere Kriegsverbrechen an Kriegsgefangenen und Zivilisten begangen. Dem Massaker fallen bis zu 300.000 Menschen zum Opfer.
- Die Republik verliert nach 6 monatiger Belagerung ihre letzten beiden Provinzen Badajoz und Valencia.
- Sämtliche Bauprojekte, die bis Ende 1937 / Anfang 1938 fertig gestellt werden können, werden maximal beschleunigt. Zu diesem Zweck wird auch der Bauauftrag über 12 Transportflottillen auf 9 Einheiten gekürzt. Die freiwerdende IK soll spätestens ab März 1938 in neue Bauaufträge und Modernisierungsvorhaben gesteckt werden.

September
- Das Ende des spanischen Bürgerkriegs wird verkündet. Die deutschen und italienischen Freiwilligenverbände kehren in ihre Heimatländer zurück.
- In China werden 200.000 Arbeiter mobilisiert, um die Burmastraße fertigzustellen. Ziel ist es, lebenswichtigen Nachschub aus den britischen Gebieten in Burma nach China zu transportieren.
- Forschung an Frühe Artillerie auf Selbstfahrlafette abgeschlossen. Neues Projekt wird Erstschlagsdoktrin (Luftdoktrin).

Oktober
- Japan erschafft mit Mengkukuo eine neue Marionette in der Mongolei.
- Im verzweifelten Versuch, den japanischen Vormarsch zu stoppen, sprengen chinesische Truppen in der Nähe des Dorfes Huayuankou die Deiche des Huang He. Die folgende Flutkatastrophe bedroht ca. 12 Millionen Menschen, von denen bis zu 900.000 in den Fluten umkommen. Der Vormarsch der Japaner wird daraufhin zwar verzögert, aber nicht gestoppt.


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Vormarsch durch die überfluteten Ebenen von Henan


- Bei der Evakuierung amerikanischer Zivilisten und Botschaftsangehöriger aus Nanjing wird das US Kanonenboot USS Panay trotz gesetzter amerikanischer Flagge von japanischen Flugzeugen angegriffen. Die Japaner stellen den Angriff selbst dann nicht ein, als die Panay bereits sinkt und nehmen ebenfalls Rettungsboote und Überlebende am Flußufer unter Beschuß. Zwar bezahlte Japan den USA eine Entschädigung in Höhe von 2.214.007,36 Dollar. Zusammen mit Berichten über die Massaker in Nanjing wandelte sich jedoch das Bild Japans in der amerikanischen Öffentlichkeit.


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Versenkung der USS Panay


November
- Forschung an Einfacher schwerer Panzer abgeschlossen. Neues Projekt wird Blitzkriegdoktrin.

Dezember
- Forschung an Einfache Entschlüsselungsgeräte abgeschlossen. Neues Projekt wird Produktionsplanung.
- Forschung an Fortschrittliche Maschinenwerkzeuge abgeschlossen. Neues Projekt wird Produktionskontrolle.
- Die ersten neu-aufgestellten Verbände werden nach Ostpreussen verschifft.
- China und die Sowjetunion unterzeichnen einen Nicht-Angriffspakt. Als geheimer Zusatz wird die Unterstützung Chinas durch Truppen und Material vereinbart. Sowjetische Truppen sind (als Freiwillige getarnt) u.a. an der Verteidigung von Nanjing, Wuhan, Nanchang und Chongqing beteiligt.
- Forschung an Einfacher taktischer Bomber abgeschlossen. Neues Projekt wird Frühes Lazarettsystem.
- Die Prioritäten des automatischen Handels werden geändert. Ziel ist es, den Handel in den nächsten Monaten zurückzufahren, um mehr IK für die Produktion freizubekommen.


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Handelsprioritäten Ende 1937




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Re: [HoI2 AoD] YAGG - Ein Arsenal of Democracy AAR

Beitragvon Vampy » 31. Oktober 2012 13:41

Die große Ernüchterung

1938

Allmählich bekomme ich das Gefühl, als würde mir die Zeit davon laufen. In knapp 21 Monaten werde ich mich im Krieg befinden und muß damit rechnen, wertvolle IK in Nachschub, Verstärkung und Provinzinstandsetzung zu investieren.
Das wirkt sich auch auf meine geplanten Bauvorhaben aus. Das Jahr 1941 rückt schleichend aus dem Fokus meines Rüstungsplanes. An seine Stelle tritt das Jahr 1939. Der Aufbau einer Armee, die im August 1939 Polen besiegen und die Reichsverteidigung übernehmen kann, bekommt jetzt oberste Priorität. Zwar kann mich der Gedanke, Polen ohne Panzer und ohne Luftwaffe angreifen zu müssen, nicht schrecken. Und auch eine Offensive am Rhein fürchte ich nicht. Aber vor den alliierten Bomberflotten und ihren Auswirkungen auf meine IK graut es mir, mit nur 3 Abfangjäger I und ganz ohne Radar- und Flakausbau, dann doch ganz gehörig.
Als direkte Folge wandern sämtliche Bauprojekte, die bis allerspätestens Januar 1939 beendet werden können, an die Spitze der Bauliste und werden, falls nötig, beschleunigt. Alle anderen zivilen Projekte wandern in der Bauliste nach unten, hinter die laufenden Bauaufträge für militärische Einheiten. Besonders hart trifft das Infrastrukturprojekte, die wegen des Geländemalus teilweise noch bis 1943 laufen sollen, und die bestenfalls nach dem Frankreichfeldzug, vielleicht auch erst nach Barbarossa wieder mit IK versorgt werden können. Abfangjäger sind, zumindest im Moment, wichtiger.

Neben der IK macht mir aber auch die Forschung einen Strich durch die Rechnung. Die Forschung an Einfacher mittelschwerer Panzer wird wohl nicht vor März 1939 fertig. Zwar würde ich angesichts des großzügig geplanten Umfanges meiner Panzerwaffe (immerhin 54 Panzerdivisionen) gerne jetzt schon die ersten Serien in Auftrag geben. Da ich aber nicht abschätzen kann, ob ich rechtzeitig zu Barbarossa die astronomischen Kosten einer Modernisierung der verfügbaren Panzer II aufbringen kann, lasse ich es lieber. Stattdessen macht sich mehr und mehr die Erkenntnis breit, zu Barbarossa wohl nicht genug Panzer zu haben. Vom Aufbau einer Ubootwaffe ist ohnehin nicht mehr die Rede.


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Das Ende eines Forschungsauftrages muß in AoD nicht mehr geraten werden


Was sonst noch so passiert ist

Januar
- Bei 'Werner von Fritsch zum Rücktritt zwingen' entscheide ich mich mit 'Nein'.
- Durch Zurückschrauben der Überschußproduktion an Geld und Nachschub wird eine Serie Begleitjäger à 8 Einheiten querfinanziert.
- Eine Serie à 3 Lufttransportgeschwadern läuft mit halber Kraft.

Februar
- Der Bauauftrag über 9 Transportflottillen läuft aus. Die Produktionslinie wird allerdings aufrechterhalten. Ich möchte mir den Weg für 'Seelöwe' nicht verbauen und sollte ich ggf. mehr Transportschiffe brauchen, entfällt zumindest die Rüstzeit.
- Bei 'Die Anerkennung von Mandschuko' entscheide ich mich dafür, die japanische Marionette anzuerkennen und General von Falkenhausen zurückzuholen.

März
- In der Sowjetunion beginnt die größe Säuberung. Mehr als 35.000 Personen aus dem Führungskreis der Roten Armee werden verhaftet.
- Forschung an Verbesserte Rechenmaschine abgeschlossen. Neues Projekt wird Fortschrittliche Rechenmaschine.
- Die politische Richtung wird erneut vorzeitig geändert. Der Schritt in Richtung Planwirtschaft erzeugt diesmal 5,7% Dissent.

April
- Bei 'Anschluss Österreichs' entscheide ich mich für 'Auf Anschluss drängen' und drücke meinen Dissent um -4%.
- Meine Basis-IK steigt von 171 auf 183 IK und schaltet meinen 10. Techslot frei, der auch gleich mit Schlachtfeldabriegelungsdoktrin (Luftdoktrin) belegt wird.
- Von Österreich werden neben 7 Divisionen Infanterie, 7 Divisionen Gebirgsjäger, 1 HQ und 1 Kavalleriedivision auch 2 Bauserien Gebirgsjäger und 2 Bauserien Infrastruktur übernommen.
- Die beiden Bauseries für Artillerie werden um insgesamt 7 Brigaden (1x4 und 1x3) aufgestockt.
- Forschung an Superschweres Eisenbahngeschütz abgeschlossen. Neues Projekt wird Verbesserte Entschlüsselungsgeräte.
- Forschung an Einfacher Mehrzweckjäger abgeschlossen. Neues Projekt wird Einfache Infanteriedivision (Infanterie '39).

Mai
- 3 Serien à 7 Abfangjäger III werden beauftragt, erhalten aber noch keine IK-Zuweisung.

Juni
- Forschung an Verbesserter leichter Panzer abgeschlossen. Neues Projekt wird Einfacher mittelschwerer Panzer.
- Eine Serie à 3 Selbstfahrartillerie wird beauftragt.
- IK-Zuweisung für Konsumgüter und Nachschub liegt immer noch am absoluten Minimum.

Juli
- Grenzstreitigkeiten in der Mongolei zwischen der Sowjetunion und Japan eskalieren zur Schlacht am Chassansee, bei der sich auf beiden Seiten ca. 130.000 Soldaten gegenüberstehen. Der Konflikt endet, als Japan nach einer schweren Niederlage den gegenwärtigen Grenzverlauf anerkennt.
- Forschung an Schlachtfeldabriegelungsdoktin abgeschlossen. Neues Projekt wird Beschussdoktrin.

August
- Forschung an Erstschlagsdoktrin abgeschlossen. Neues Projekt wird Doktrin für logistischen Angriff.
- Forschung an Blitzkriegsdoktrin abgeschlossen. Neues Projekt wird Doktrin für zerstreuten Kampf.

September
- Forschung an Produktionsplanung abgeschlossen. Neues Projekt wird Verbesserter taktischer Bomber.
- Forschung an Produktionskontrolle abgeschlossen. Neues Projekt wird Fließbandexperimente.
- Die erste Bauserie an Artillerie läuft aus.
- Neuer Verteidigungsminister zum 18. November 1938 wird Hjalmar Schacht (+10% IK).
- Die politische Richtung wird erneut vorzeitig geändert. Der letzte Schritt in Richtung Planwirtschaft erzeugt 7,9% Dissent.
- Bei 'Der Vertrag von München' entscheide ich mich für 'Fordern Sie das Sudetenland'. Durch das Event fällt mein Dissent um -3 auf 4,9%.

Oktober
- Eine Bauserie à 9 Infanterie mit Eisenbahnartillerie geht in Produktion.
- Zwei Bauserien à 6 Stuka mit Begleitjägern geht in Produktion.
- Forschung an Frühes Lazarettsystem abgeschlossen. Neues Projekt wird Fahrzeugreparatur im Hinterland.
- Die zweite Bauserie an Artillerie läuft aus.

November
- Mustafa Kemal Atatürk, der Begründer der modernen türkischen Republik, stirbt.
- Vollständiger Abbau der Unruhe. Die freigewordene IK fließt in die Modernisierung der veralteten Abfangjäger.

Dezember
- Forschung an Einfache Infanteriedivision abgeschlossen. Neues Projekt wird Verbesserte Infanteriedivision.


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Re: [HoI2 AoD] YAGG - Ein Arsenal of Democracy AAR

Beitragvon Vampy » 1. November 2012 13:50

Endspurt

1939

Die letzten 8 Monate Frieden brechen an. Nach Ausbau der Infrastruktur, vollem Übergang zur Planwirtschaft, der Annektierung Österreichs und des Sudetenlandes starte ich mit 203 Basis-IK und 324 effektiven IK ins Jahr 1939. Nach Bauchgefühl ist das auch ungefähr dieselbe IK, die ich zu diesem Zeitpunkt in Armageddon zur Verfügung habe. Trotzdem reicht es vorne und hinten nicht. Um mehr IK für Produktion und Modernisierung zu haben, habe ich die Zuweisung für Konsumgüter und Nachschub auf das absolute Minimum gedrosselt. Zeitweise betragen meine flüssigen Mittel nur 60 Geld, während meine Nachschublager mit 150 Einheiten so gut wie leer sind. Ich habe das ungute Gefühl, einige Serien erst viel zu spät gestartet und wertvolle IK vergeudet zu haben.

Die Prioritäten für den letzten Abschnitt der Aufbauphase liegen bei der Jagdwaffe und (später) den Panzern. Zum August muß ich in der Lage sein, den Himmel über meinen wichtigen Fabriken zu verteidigen.

Was sonst noch so passiert ist

Januar
- Forschung an Beschussdoktrin abgeschlossen. Neues Projekt wird Schweres U-Boot.
- Bei 'Der Rücktritt von Hjalmar Schacht' entscheide ich mich für 'Nein'. Schließlich habe ich den Posten des Verteidigungsministers erst zum November mit Schacht besetzt.
- Forschung an Doktrin für logistischen Angriff abgeschlossen. Neues Projekt wird Langstrecken U-Boot.

Februar
- Forschung an Fahrzeugreparatur im Hinterland abgeschlossen. Neues Projekt wird Komplette logistische Organisation.

März
- Forschung an Einfacher mittelschwerer Panzer abgeschlossen. Neues Projekt wird Verbesserter mittelschwerer Panzer.
- Die bestehenden 3 leichten Panzerdivisionen bekommen oberste Priorität bei der Modernisierung. Spätestens Ende August sollen diese Divisionen auf das mittelschwere Panzermodell III aufgerüstet werden.
- Um das Planziel von 36 Panzerdivisionen bis Sommer 1941 zu erreichen, werden 6 Bauserien Panzer mit Selbstfahrartillerie beauftragt, 3 Serien à 6 Panzer und 3 Serien à 5 Panzer. Die Bauserien mit 5 Einheiten Dauer müssen vorerst ohne IK-Zuweisung auskommen.
- Die politische Richtung wird erneut vorzeitig geändert. Der Schritt in Richtung Berufsheer erzeugt 9,8% Dissent.
- Forschung an Doktrin für zerstreuten Kampf abgeschlossen. Neues Projekt wird Frontaleinsatzdoktrin.
- Bei 'Der Das Ende der Tschechoslowakei' entscheide ich mich für 'Trennung der Tschechoslowakei von Ungarn'. Anstelle einer Marionette wird das komplette Land zwischen mir und Ungarn geteilt und führt zu einem Bündnis.
- Bei 'Memel beanspruchen' entscheide ich mich für 'Memel beanspruchen'.
- Durch die beiden Events ist mein Dissent auf 3,25% gesunken.
- Italien erklärt Albanien den Krieg.
- Polen tritt den Alliierten bei.

April
- Italien annektiert Albanien.

Mai
- Forschung an Schweres U-Boot abgeschlossen. Neues Projekt wird Jägerveteraneninitiative.
- Der Russisch-Japanische Grenzkonflikt endet mit der Niederlage der Japaner. Japan erkennt den existierenden Grenzverlauf an und unterzeichnet einen Nichtangriffspakt mit der Sowjetunion.

Juni
- Forschung an Verbesserte Entschlüsselungsgeräte abgeschlossen. Neues Projekt wird Verbesserter Abfangjäger.
- Forschung an Langstrecken U-Boot abgeschlossen. Neues Projekt wird Verbesserte Ölraffinierung.

Juli
- Forschung an Fortschrittliche Rechenmaschine abgeschlossen. Neues Projekt wird Verbesserte Verschlüsselungsgeräte.
- Der Nichtangriffspakt mit Polen läuft aus.

August
- Aufrüstung der Panzerdivisionen abgeschlossen.
- Aufbau der Luftlandetruppen wird mit der Aufstellung der letzten Fallschirmjägerdivision beendet.
- Dank der freigewordenen IK aus Modernisierung und FJ-Division laufen alle Panzerserien auf 100%. Der Ablieferungstermin für die letzte Panzerdivision wird auf den 02. August 1941 festgesetzt.
- Der militärische Oberbefehl über Ungarn wird übernommen. Die ungarischen Truppen werden an der Grenze zu Polen zusammengezogen.
- Bei 'Der Molotow-Ribbentrop-Pakt' entscheide ich mich für 'Historisches Abkommen'.
- Theoretischer Durchbruch: Elektronische Computer kann jetzt erforscht werden.



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Re: [HoI2 AoD] YAGG - Ein Arsenal of Democracy AAR

Beitragvon Vampy » 8. November 2012 12:56

1939

Zwischenbilanz am Vorabend des Krieges

29. August 1939: Die Eröffnung der Feindseligkeiten gegen Polen steht unmittelbar bevor. Es ist an der Zeit, eine Zwischenbilanz über die letzten 44 Monate zu ziehen.

Wirtschaft:
Seit dem Szenariostart hat sich meine Basis-IK von 153 auf 217 IK erhöht. Das ist eine Steigerung von 41,8% bzw. 64 IK. Die effektiv nutzbare IK ist sogar von 151 auf 348 IK gestiegen. Das entspricht einer Steigerung von satten 130,4% bzw. 197 IK. Erreicht wurden diese Zahlen durch den konsequenten Ausbau der Infrastruktur, das Einsetzen von Ministern mit entsprechenden Boni, der vollständigen Zuwendung zur Planwirtschaft, Industrieforschung und natürlich durch Gebietsgewinne.
Bei den Vorräten sieht es ebenfalls überwiegend positiv aus. Die Handels-KI hat in den zurückliegenden 44 Monaten konsequent Rohstoffe eingehandelt, die ich nicht selbst bzw. nicht in den erforderlichen Mengen produzieren kann. Insgesamt sind meine Lager an solchen Rohstoffe auf einen Bestand von 227.500 Einheiten Öl, 91.600 Einheiten Seltenes und 85.500 Einheiten Metall angewachsen. Im Gegenzug habe ich aber kaum Vorräte an Rohstoffen, die ich selbst produzieren kann. So befinden sich trotz gigantischer Überschüsse gerade einmal 19.300 Einheiten Energie auf Lager, Tendenz fallend. Bei Nachschub mit 175 Einheiten und Geld mit 71 Einheiten sieht es ähnlich mager aus.

Streitkräfte:
Der Aufbau der Wehrmacht war von Anfang an konsequent auf den Sommer 1941 ausgerichtet und ist zum aktuellen Zeitpunkt noch längst nicht beendet. Anbei ein kurzer Soll/Ist-Vergleich:

Ausbau des Heeres






Soll
Ist
Läuft bis:
120 x Infanterie + Artillerie99 x Infanterie + Artillerie08/1940
9 x Infanterie + Eisenbahnartillerie3 x Infanterie + Eisenbahnartillerie08/1940
3 x Fallschirmjäger + Artillerie3 x Fallschirmjäger + ArtillerieAbgeschlossen
36 x mittlere Panzer + Selbstfahrartillerie3 x mittlere Panzer + Selbstfahrartillerie08/1941
18 x mittlere Panzer + Schwere PanzerKeine verfügbarKein Bauauftrag vergeben
?? x Mot./Mech. InfanterieKeine verfügbarKein Bauauftrag vergeben


Ausbau der Luftwaffe





Soll
Ist
Läuft bis:
12 x Stuka + BJ2 x Stuka + BJ12/1940
20 x Takt. Bomber + BJ8 x Takt. Bomber davon 5 mit BJKein Bauauftrag vergeben
24 x AJ12 x AJ08/1940
16 x MZJKeine verfügbarKein Bauauftrag vergeben
3 x Lufttransporter3 x LufttransporterAbgeschlossen


Ausbau der Marine



Soll
Ist
Läuft bis:
12 x Transportschiffe9 x TransportschiffeBauauftrag gestoppt
12 x Schwere U-BooteKeine verfügbarKein Bauauftrag vergeben
12 x Langstrecken U-BooteKeine verfügbarKein Bauauftrag vergeben


Bei den kritischen Punkten liegt mein Aufbauprogramm innerhalb der Sollgrenzen. Die Panzer werden nach Abschluß der Forschung am Fahrzeugfließband (hoffentlich!) noch rechtzeitig fertig. Daß meine Luftwaffe zu Barbarossa wohl nur sehr eingeschränkt einsatzbereit sein wird, besonders der Verzicht auf Mehrzweckjäger, wurmt mich dann aber schon. In Armageddon setze ich meine Abfangjäger wegen des 25% Bonus gegen Bomber hauptsächlich zur Gebietsverteidigung ein. An der Front hingegen kämen die Mehrzweckjäger zum Einsatz, auch wegen der höheren Reichweite, die in Russland nicht zu unterschätzen ist. Auch daß ich wohl keine Schweren Panzer haben werde, ist ziemlich unschön. In Armageddon habe ich diese Einheiten dazu genutzt, in vorderster Linie gegen eingegrabene Truppen anzugreifen und eine Bresche in die Front zu schlagen. Erst dann sollten die übrigen (frischen!) Panzereinheiten durch die Bresche vorrücken und mit schnellen Geländegewinnen große Kessel bilden. Diese Taktik wird wohl so nicht mehr funktionieren.
Positiv hingegen ist, daß ich mit den vorhandenen Truppen keine Probleme in Polen haben und mir zum Frankreichfeldzug Panzer in ausreichender Menge zur Verfügung stehen werden. Zwar sind meine Truppen, allen voran Infanterie und Bomber bereits veraltet (Infanterie '36 und stellenweise noch Takt. Bomber I). Eine große Modernisierungswelle ist aber erst ab 09/1940 geplant. Zumindest die Panzer und ein Großteil der Infanterie müssen zu Barbarossa dem aktuellen Stand der Technik entsprechen.

Forschung:
Der Schwerpunkt der Forschung lag von Anfang an auf dem Bereich 'Industrie'. Besonders in den Abschnitten 'Kryptographie', 'Landwirtschaft' und 'Herstellung' konnten große Erfolge verbucht werden, was zu mehr Wehrfähigen, mehr IK und schnellerer Forschung führte.
Nummer 2 auf der Prioritätenliste war der Bereich 'Panzer & Artillerie', insbesondere die Freischaltung mittelschwerer Panzer und selbstfahrender Artillerie.
Als nächstes kam der Bereich 'Flugzeuge', in dem der Schwerpunkt klar auf der Forschung von Jagdmaschinen, Stukas und Takt. Bombern lag, um eine schlagkräftige Luftwaffe aufzubauen.
Das Schlußlicht bildet der Bereich 'Luftdoktrinen', der besonders ab der zweiten Hälfte des Jahres 1938 allmählich den Bereich 'Flugzeuge' in der Vergabe von Forschungsaufträgen abgelöst hat. Hier wurden besonders Doktrinen für den Einsatz von Jägern, Taktischen Bombern und Stukas geforscht.


Bild
Hier hat sich die letzten 3 Jahre viel getan!


Aufstellung der Streitkräfte
Westgrenze
An der Grenze zu Frankreich befinden sich insgesamt 36 Divisionen Infanterie, die sich in je 4 x 3er Stacks entlang des Westwalls in Saarbrücken, Stuttgart und Freiburg eingegraben haben. Jeder Stack wird von einem Generalleutnant mit Verteidigungsskill geführt. Ein Aufmarsch dieser Größe sollte ausreichen, damit die Frankreich-KI keinen Angriff über den Rhein wagt.
Dazu kommen die Abfangjäger, die in 4er Stacks organisiert sind und sich jeweils in Wilhelmshaven, Essen und Frankfurt am Main befinden und dort jeweils Luftüberlegenheit fliegen werden.

Ostgrenze
Der größte Teil der Wehrmacht befindet sich an der Grenze zu Polen. Von Stettin bis Ostrau stehen insgesamt 51 Divisionen bereit zum Angriff, während weitere 15 Divisionen Ostpreussen gegen einen möglichen polnischen Angriff abriegeln. Die ungarischen Verbündeten stellen weitere 30 Divisionen. Insgesamt stehen sich also 96 eigene und verbündete Divisionen ganzen 63 polnischen Divisionen gegenüber. Die Polen sind allerdings nicht nur quantitativ, sondern auch qualitativ unterlegen. Zwar verfügt Polen über ganze 4 Panzerdivisionen. Diese bestehen aber allesamt aus dem leichten Panzermodell I, die meinen 3 Divisionen des mittelschweren Panzermodells III nichts entgegenzusetzen haben.


Bild
Der Polenfeldzug - Phase 1


- Rot: Unterstützende Angriffe der Streitkräfte aus Ostpreußen und Ungarn
- Blau: Eröffnen des polnischen Korridors und Wegnahme der Stadt Danzig durch die 1. Kavallerie-Division
- Grün: Vorstoß der I. Panzerarmee von Stettin nach Radom. Gleichzeitiger Vormarsch des Heeres auf breiter Linie und zurückdrängen des Gegners hinter die Weichsel.


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Re: [HoI2 AoD] YAGG - Ein Arsenal of Democracy AAR

Beitragvon Vampy » 17. November 2012 23:40

1939

Es ist 5 vor 12. Ich muß nur die Spielzeit eine Stunde weiterlaufen lassen und es wird sich zeigen, ob ich in den letzten 3,5 Jahren Aufbauphase die Weichen richtig gestellt habe. Zeit also, alles noch einmal zu kontrollieren.

Im Westen sieht alles gut aus. Jeweils 12 gut ausgerüstete und eingegrabene Divisionen in 3er Stacks befinden sich in Saarbrücken, Stuttgart und Freiburg. Auf der anderen Seite stehen insgesamt 10 französische Divisionen in den Festungswerken der Maginot-Linie. Paßt! Die Franzosen werden zwar sicher bald Verstärkung heranführen, sollten aber trotzdem nicht offensiv werden.

Die Luftwaffe schwächelt zwar insgesamt, aber für meine Abfangjäger gilt glücklicherweise das genaue Gegenteil. In Wilhelmshaven, Essen und Frankfurt steigen jeweils 4 Abfangjäger III zur ständigen Luftüberlegenheits-Mission auf.

Im Osten habe ich eine 1:1,5 Übermacht aufgebaut, die für Polen ja wohl mehr als ausreichend sein dürfte, auch ohne Luftwaffe. Paßt also auch!

Ich organisiere meine Truppen übrigens alle in 3er Stacks. Die einfachen Infanterie-Stacks werden nach dem Muster "?. Infanteriekorps" benannt und mit einem GL besetzt. Einige Stacks werden nach dem Muster "?. Armee" benannt und mit einem FM besetzt. Das gibt mir die nötige Flexibilität, um dynamisch auf sich ändernde Situationen reagieren zu können. Herrlich diese Buzzwörter, nicht wahr?
Übrigens, Hauptquartiere stehen als 1er Stacks hinter der Front und werden als "Heeresgruppe" bezeichnet, während Panzer-Stacks grundsätzlich als Panzerarmeen bezeichnet werden. Jetzt aber genug geschwaffelt.

Bevor die Uhr weiterläuft, mache ich noch einen kurzen Abstecher in das Handelsmenü. Bisher hat es mich nicht sonderlich interessiert, mit wem die Handels-KI ein krummes Ding nach dem anderen abgezogen hat. Aber jetzt, so kurz vor Kriegsausbruch, möchte ich schon gerne einen Überblick über den Ressourcen- und Geldfluß haben. Glücklicherweise gibt es die Möglichkeit, sämtliche Handelsverträge mit einer Nation zu einem einzigen Vertrag zusammenzufassen. Das erleichtert die Übersicht enorm.
Da ein Krieg mit Polen zwangsläufig auch einen Krieg mit der Seemacht England bedeutet, entschließe ich mich dazu, sämtliche Verträge in Übersee zu beenden. Danach werden diejenigen Verträge gekillt, die mich primär Nachschub kosten. Ausnahme bilden hier nur die Sowjets, die zwar auch ordentlich Nachschub einkassieren, aber mir dafür auch jede Menge Öl und Seltenes liefern.
Am Ende bleiben dann eigentlich nur diejenigen Verträge übrig, die mich Geld oder Energie kosten. Aber auch hier wird noch einmal geprüft, was denn im Gegenzug eingehandelt wird und der Vertrag ggf. gekillt. Einzig die Verträge mit meinen zukünftigen Feinden werden ohne weitere Prüfung stehen gelassen. Schließlich werden sich alle diese Verträge ja bald von selbst erledigen. Und da mich jeder Vertrag, den ich aufhebe, bares Geld kostet, lasse ich meine zukünftigen Feinde diesen Job erledigen.

Im Gegensatz zu früheren Überlegungen habe ich mich dagegen entschieden, pauschal alle Handelsverträge zu kündigen. Ein Grund ist, daß ich immer noch nicht in der Lage bin, meinen Metallbedarf aus eigener Kraft zu decken und ich kaum Metallvorräte angelegt habe. Die Rohstofflage des DR hat mich ziemlich kalt erwischt. Aus Armageddon war ich es gewohnt, daß ich mir bis auf Öl und Seltenes keine Sorgen um Rohstoffe machen muß. Ironischerweise würde ich in AoD dank der Hydrierwerke auch ohne Handel bescheidene Überschüße beim Öl erzielen. Natürlich nur, solange ich keine großen Panzerverbände quer durch Russland schicke.

Genug gewartet! Pause raus und zusehen, wie das Datum auf den 30. August 1939 springt. Erwartungsgemäß triggert pünktlich um 0:00 Uhr das "Danzig oder Krieg"-Event, in welchem ich mich für "Letztes Ultimatum" entscheide. Die französischen und englischen Bündnisversprechungen haben den Polen ausreichend den Rücken gestärkt, daß diese mein Ultimatum ablehnen und es wirklich darauf ankommen lassen. Das ist zwar ganz schön dämlich, aber schließlich wäre eine Spiel im "2. Weltkrieg"-Setting ohne 2. Weltkrieg auch ziemlich öde und langweilig.


Bild
Gar nicht öde und langweilig: Ein eingerissener Schlagbaum an der polnischen Grenze


Krieg!

Es ist Krieg. Die Achsenmächte Deutschland und Ungarn sehen sich einem ziemlich illustren Haufen Allierter gegenüber. Neben deren unbedeutenderen Juniorpartnern Frankreich, England sowie den übrigen "Halli Galli"-Ländern des Commonwealth sind auch so gefürchtete Großmächte wie Nepal, Oman und Bhutan dabei. Doch zum Glück sind diese Länder weit weit weg, müssen erstmal die Nordsee durchqueren oder verschanzen sich in ihren Festungswerken und genießen von dort den Ausblick auf den Rhein.


Bild
Sieht ziemlich imposant aus, ist es aber nicht: Der Ausbruch des 2. Weltkriegs


Der Polenfeldzug wird von mir weder besonders inovativ noch besonders spannend geführt. Es gibt 4 Siegprovinzen, die es rasch einzunehmen gilt: Danzig, Litzmannstadt (Lodz), Krakau und Warschau.
Ganz in diesem Sinne wird die 1. Kavallerie-Division von Stettin in Richtung des unverteidigten Danzig in Marsch gesetzt. Damit soll nicht nur eine Landverbindung nach Ostpreußen hergestellt, sondern auch gleich die erste Siegprovinz einkassiert werden.
Gleichzeitig stößt die I. Panzerarmee mit ihren 3 Panzer III gegen 8 polnische Divisionen nach Bromberg vor. Unterstützung erhält sie von der I. Armee mit insgesamt 9 unterstellten Divisionen aus Küstrin. Damit soll die polnische Front umgangen und schnell in Richtung Litzmannstadt, einer weiteren Siegprovinz, marschiert werden. Von dort aus soll es dann über Radom zur Siegprovinz Warschau gehen.
Im Süden der Polenfront gehen 3 Infanteriekorps aus Breslau und Ostrau mit Ziel Krakau zum Angriff über. Unterstützt werden diese 9 Divisionen durch insgesamt 13 ungarische Divisionen in Zilina und Kosice sowie 2 weiteren Infanteriekorps mit insgesamt 6 Divisionen aus Oppeln.

An dieser Stelle möchte ich ein paar Worte zur Kampfmechanik verlieren. Schlachten fühlen sich in AoD deutlich zäher an, als es in Armageddon der Fall war. Teilweise liegt das an einer anderen Gewichtung des Geländes. Ich habe es noch nicht für alle Einheitentypen getestet, aber es scheint als würde der Angreifer grundsätzlich einen Geländemalus kassieren. Selbst Panzer bekommen beim Angriff in Ebenen noch einen leichten Malus verpaßt.
Der Hauptgrund ist aber ein anderer. AoD führt den Stacking Penalty auch für Bodenkämpfe ein. Je mehr Divisionen an einer großen Schlacht teilnehmen, desto größer wird diese Strafe. Ich habe schon Abzüge auf die Angriffeffizienz von mehr als 70% gesehen. Das führt dazu, daß Schlachten viel länger dauern als noch in Armageddon. Das soll es dem Verteidiger ermöglichen, noch während des Kampfes Verstärkungen aus benachbarten Provinzen heranzuführen. Dieses Feature gab es in HoI2 zwar auch schon. Persönlich hatte ich aber den Eindruck, daß dieses Feature recht sinnfrei war. Die Kämpfe dauerten einfach nicht lange genug, damit unterstützende Einheiten aus Nachbarprovinzen in der angegriffenen Provinz eintreffen konnten. Das ist in AoD nun anders. Und die KI kriegt das auch ziemlich gut hin!

Aus genau diesem Grund muß ich mir Gedanken machen, aus welchen Provinzen die KI Verstärkungen beziehen kann und in Konsequenz Scheinangriffe auf diese Provinzen starten. Im Falle Bromberg kann die KI Verstärkungen aus Posen und Thorn heranziehen. Thorn wird von der IV. Armee aus Königsberg und dem VIII. Infanteriekorps aus Elbing angegriffen, um die Verstärkung von Bromberg zu unterbinden. Für Posen übernehmen das die III. Armee in Küstrin und die II. Armee in Oppeln, die mit insgesamt 18 unterstellten Divisionen angreifen.
Einzig Tschenstochau wird nur von den Eisenbahngeschützen der "Schw. Eisenbahnabteilung 1", einem 3er Stack Infanterie mit Eisenbahnartillerie, mit dem neuen Missionstyp "Artillerieschlag" belegt. Das hat auch seine ganz besonderen Gründe.
Durch meine quantitative und qualitative Überlegenheit werde ich absehbar die Kämpfe um Bromberg, Posen und Krakau gewinnen. Würde ich Tschenstochau ebenfalls angreifen (und gewinnen) könnten sich die geschlagenen polnischen Divisionen nur noch nach Osten zurückziehen, also nach Litzmannstadt, Radom und Kielce. Genau durch diese Provinzen sollen meine Panzer Richtung Warschau vorstoßen. Da ich aber Tschenstochau nicht angreife, werden sich die zurückflutenden Polen dorthin zurückziehen und nicht den Weg nach Warschau blockieren. Hoffe ich zumindest!

So, das wars für heute. Nächstes Mal berichte ich über den Verlauf des Polenfeldzugs. Bevor ich aber diesen Post beende, möchte ich noch kurz die Auswirkungen des Artillerieschlags beschreiben.

Bezeichnenderweise meldet AoD einen ausgeführten Artillerieschlag als "Bombardierungsmission" und sagt mir, meine Luftwaffe hätte einen "strategischen Luftschlag" ausgeführt.


Bild
Haut zwar auch richtig rein, wird aber nicht vom Flugzeug abgeworfen: Artillerieschlag


Neben den gemeldeten Schäden an IK, Infrastruktur und Ressourcen, hat ein Artillerieschlag noch Auswirkungen auf Truppen in der angegriffenen Provinz. Neben geringen Stärkeverlusten leidet vor allem die Organisation ziemlich stark. Bei meinen 3 Eisenbahngeschützen fällt das zwar noch nicht so ins Gewicht. Je mehr Geschütze man aber in Stellung bringen kann, desto stärker sinkt die Organisation des Gegners! Leider sind Eisenbahngeschütze ziemlich teuer und ziemlich langsam. Meine "Schw. Eisenbahnabteilung 1" hinkt meiner restlichen Infanterie stets deutlich abgeschlagen hinterher.
Meiner Meinung nach macht sie das für die Offensive ziemlich unbrauchbar. Sicher, sie sind recht nützlich wenn ich Festungen weichklopfen oder einen Frontdurchbruch vorbereiten möchte. Allerdings habe ich dann das Problem, daß meine Einheiten in eine Provinz vorstoßen, deren Infrastruktur ich vorher ziemlich gründlich zerbombt habe. Ich sehe die Stärken der Eisenbahngeschütze deshalb eher in der Defensive. Wenn ich feindliche Truppenkonzentrationen mit 6 oder 9 Eisenbahngeschützen beschieße, kann ich damit ziemlich effektiv deren Organisation niedrig halten. Und da ich sowieso nicht vorstoßen möchte, kann es mir auch egal sein, wenn die Infrastruktur in der Zielprovinz zusammenbricht.



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Re: [HoI2 AoD] YAGG - Ein Arsenal of Democracy AAR

Beitragvon Vampy » 26. November 2012 13:44

Der Polenfeldzug

Polen ist für den durchschnittlichen DR-Spieler eine Art Sandkasten zum Erlernen des Kampfsystems. Viele neue Spieler erleben ihre ersten Kämpfe in Polen. Selbst in den Tutorials wird anhand des Polenfeldzuges das Kampfsystem erklärt.
Ich behaupte einfach mal, so gut wie jeder von uns hat schon einmal Polen überfallen. Ein paar haben sogar Polen gespielt und sich überfallen lassen. Der Polenfeldzug bietet keine Überraschungen mehr. Der Gegner ist für gewöhnlich unterlegen und die 4 relevanten Siegprovinzen liegen räumlich relativ nah zusammen. Man kann in Polen nicht viel verkehrt machen, auch nicht mit ... nennen wir es mal suboptimalem Aufbau. Auch ich habe meine "Standard-Strategie" für Polen, die sich gut bewährt hat. Erwartet also bitte keine Innovationen oder überraschende Wendungen von mir. Damit es nicht allzu langweilig wird, werde ich den Polenfeldzug kurz und knackig in chronologischer Reihenfolge schildern.

Falls sich übrigens jemand wundert, warum ich die ganze Zeit von nur 4 relevanten Siegprovinzen spreche ... natürlich gibt es weitere Siegprovinzen in Lemberg und Grodno. Diese sind aber für mich nicht relevant, da sie bei der Besetzung Ostpolens an die Sowjetunion fallen.

Blitzkrieg im Osten ...

01. September 39:
- Die 1. Kavalleriedivision nimmt in den frühen Morgenstunden das unverteidigte Danzig ein. Damit fällt die erste Siegprovinz in meine Hände. Direkt nach der Ankunft wird der Angriff auf Bromberg unterstützt, um einen zusätzlichen Angriffsvektor zu eröffnen.
- Die Schlacht um Thorn schaukelt sich hoch. Die polnische KI reagiert recht zügig und wirft Verstärkungen in die Schlacht. Statt der ursprünglichen 7 Divisionen stellen sich mir nun 11 Divisionen in den Weg, darunter auch die polnischen Panzerdivisionen.

02. September 39:
- Der Nachschubverbrauch explodiert. Innerhalb von 3 Tagen ist der IK-Bedarf an Nachschub von 45 auf 163 IK gestiegen! Selbst wenn ich IK von Konsumgütern, Verstärkung, Modernisierung und Provinzreparatur abziehe, komme ich nur auf 100 IK zur Deckung des Nachschubbedarfs. Und auch das halte ich nur ein paar Tage durch. Dann bin ich nämlich pleite!
- Trotz generell längerer Kampfdauer in AoD haben die Verteidiger von Bromberg meinem Ansturm nicht viel entgegenzusetzen. Die Polen sind geschlagen und die 1. Panzerarmee rückt am Vormittag in Bromberg ein. Nach kurzem Aufenthalt geht es direkt weiter nach Litzmannstadt.


Bild
Morgens halb 10 in Polen ...


03. September 39:
- Die Schlacht um Thorn bindet mittlerweile ganze 14 polnische Divisionen östlich der Weichsel, darunter alle 4 polnischen Panzerdivisionen, 6 Kavalleriedivisionen und 4 Infanteriedivisionen. Dem stehen immer noch nur 12 eigene Infanteriedivisionen gegenüber.
- Um das Nachschubproblem endlich in den Griff zu bekommen, sehe ich mich schweren Herzens gezwungen, 100 IK von der Produktion in den Nachschub zu pumpen. Das trifft besonders den Ausbau meiner Panzerwaffe ziemlich hart, weil die Panzer jetzt noch später fertig werden. Merde!

05. September 39:
- Die I. Panzerarmee erreicht kurz nach Mitternacht Litzmannstadt. Damit steht bereits die zweite Siegprovinz unter meiner Kontrolle. Diesmal sehen die Polen aber nicht tatenlos zu und gehen selbst zum Angriff über. Kurz vor Mittag ist dieser Angriff aber erfolgreich abgewehrt und meine Panzer rollen weiter nach Radom.
- Am Nachmittag kommt es in der Danziger Bucht zu einem Seegefecht zwischen der Kriegsmarine und polnischen Schiffen. Die polnische Marine, bestehend aus einem Zerstörer und einem Uboot, wird vollständig vernichtet. Da es hier nichts mehr zu tun gibt, kehrt die Kriegsmarine nach Wilhelmshaven zurück.
- In den Abendstunden rückt die I. Armee in Bromberg nach. Die Westflanke der I. Panzerarmee ist somit gesichert.

06. September 39:
- Im Laufe der Nacht erreichen die II. und III. Armee Posen. Die III. Armee marschiert gleich nach Litzmannstadt weiter, während die II. Armee zum Angriff auf Tschenstochau übergeht.

07. September 39:
- Die I. Panzerarmee erreicht Radom und stößt gleich weiter in Richtung des unverteidigten Warschau vor.

08. September 39:
- Die III. Armee marschiert in Litzmannstadt ein.
- Die blutige Schlacht um Thorn, die zeitweise bis zu 14 polnische Divisionen band, geht erfolgreich zu Ende. Die Verluste liegen auf deutscher Seite bei 8.400 Soldaten, während die Polen 8.816 Mann verlieren. Die Schlacht spielte eine entscheidende Rolle bei der schnellen Eroberung Warschaus, da sämtliche Verteidiger der polnischen Hauptstadt nach Thorn abgezogen wurden.

09. September 39:
- Zurückweichende Einheiten aus Thorn erreichen Warschau. Diese abgekämpften Einheiten leisten kurzen Widerstand, können aber auch nicht verhindern, daß die Stadt in den späten Abendstunden von der I. Panzerarmee besetzt wird. Damit habe ich drei von vier Siegprovinzen in meiner Hand.

10. September 39:
- Teile der II. Armee erreichen Tschenstochau.

11. September 39:
- Teile der IV. Armee erreichen Thorn.
- Die II. Armee wendet sich gegen Kielce.

12. September 39:
- Gemäß der Bestimmungen des Molotow-Ribbentrop-Pakts wird Ostpolen von der Sowjetunion besetzt. Die Polen stehen jetzt sprichwörtlich mit dem Rücken zur Wand.

13. September 39:
- Die 1. Kavallerie-Division erreicht die Demarkationslinie bei Lublin und trifft dort auf die ersten sowjetischen Verbände.


Bild
Wenn das der Führer wüßte: Gemeinsame Raucherpause mit dem Klassenfeind


- Mit dem Vorstoß der 1. Kavallerie-Division wurden die polnischen Restgebiete in 2 Kessel gespalten. Im Nordkessel befinden sich die abgekämpften Reste von 19 polnischen Divisionen, darunter alle 4 Panzerdivisionen. Im Südkessel sind weitere 14 Divisionen eingeschlossen.
- In der Nacht erreicht das XV. Infanteriekorps Krakau. Noch in der selben Stunde werden in beiden Kesseln die Waffen gestreckt. Mit der Annektierung Polens kann dieser Feldzug nach insgesamt 14 Tagen erfolgreich abgeschlossen werden.


Bild
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Das ist auch den Nachrichten einen Beitrag wert


... Sitzkrieg im Westen

Während in Polen die ersten Schlachten geschlagen und die Unterschiede zu Armageddon sichtbar werden, bietet sich am Rhein das gewohnte Bild. Die Franzosen ziehen zwar massiv Truppen an der Maginotlinie zusammen. Wie erwartet ist aber nicht mit Angriffen auf den Westwall zu rechnen.
Einzig in der Luft tut sich etwas. Aber auch hier bleibt das Szenario erfreulich glaubwürdig. Während die Briten mit ihren strategischen Bomberflotten meine unverteidigten Gebiete bombardieren, zeigen sich die Franzosen deutlich zaghafter. Deren taktischen Bomber meiden die Truppen am Westwall und suchen sich lieber Ziele hinter der Front. Erwischt hat es meinen 3er Stack Fallschirmjäger in Kassel, übrigens der kleinste Stack westlich der Oder. Es scheint also so, als könne man die KI-Bomber auch weiterhin mit den "Fliegenfängern" ködern.

Es stellt sich übrigens heraus, daß meine Angst vor den britischen Bombern unbegründet war. Wenn nicht gerade des Deutschen Erbfeind und Erzfreund ein paar Abfangjäger über den Oberrhein schickt, haben meine 4 Luftabfangflotten keinerlei Schwierigkeiten, den Luftraum über Großdeutschland sauber zu halten. Da sie sämtliche Einflugschneisen ins Reichsgebiet abdecken, werden die Bomber aus England mindestens einmal pro Angriffsflug erwischt und gefleddert. Bei solchen Luftkämpfen fällt die Organisation der Bomber ziemlich rasch gegen Null und ich habe dann meist ein paar Tage Ruhe.
Lediglich über Köln und Essen könnte ich gut eine zweite Luftabfangflotte haben, die als Ersatz einspringt, wenn die französischen Jäger angreifen. Weil die nämlich zwischen ihren Einsätzen am Boden bleiben können, greifen sie in der Regel mit mehr Org an und kämpfen dann meine Jäger nieder. Das führt dazu, daß das Ruhrgebiet ein paar Tage lang unverteidigt ist. Die britischen Bombern nutzen das dann sofort aus und greifen dort an. Aber auch das, so meine ich, war in Armageddon nicht anders. Ich stelle also fest: Im Westen nichts Neues!

Aber halt! Eine Sache ist dann doch ein wenig anders, als in Armageddon. Die Bombenschäden reparieren sich nämlich in AoD nicht mehr von alleine, sondern benötigen eine IK-Zuweisung. Und die beträgt am 02. September, trotz erfolgreicher Luftabwehr, bereits 76 IK. Fairerweise muß man aber dazu sagen, daß in diesen Wert auch die Schäden in den frisch eroberten polnischen Provinzen enthalten sind.

Provinzen lassen sich übrigens, ähnlich wie Einheiten, priorisieren. Ich kann also steuern, welche Provinz zuerst von der zugeteilten IK profitiert. Die Reparaturzeiten sind auch erfreulich kurz. Solange ich zwischen 5 und 20 IK abzweigen kann, werden die Schäden recht zügig beseitigt. Meine Wirtschaft wird dadurch also nicht gelähmt. Das Bombardement der Briten ist derzeit also eher lästig als nervig. In späteren Kriegsjahren kann sich das aber wieder ändern. Wer weiß, wenn ich hier durch bin, könnte ich ja mal das 1944er Szenario unter AoD in Angriff nehmen ...



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Re: [HoI2 AoD] YAGG - Ein Arsenal of Democracy AAR

Beitragvon Vampy » 3. Mai 2013 16:17

Buildup: Infrastruktur vs. Industriekapazität

Ich habe ja bereits am Anfang erwähnt, daß in Arsenal of Democracy der Ausbau der Industriekapazität aus Armageddon entfällt. An seine Stelle tritt der Ausbau von Infrastruktur. Als Grund habe ich u.a. Boni bei Rohstofförderung und IK-Ertrag angeführt und mich dabei auf das Development Diary Archive bezogen. Als Konsequenz daraus habe ich in meinem AAR vollständig auf den Bau von IK verzichtet und dafür auf einen exzessiven Infra-Ausbau gesetzt. Allerdings geschah das eher aus einem reinen Bauchgefühl heraus. Konkrete Werte, was genau so ein Infra-Ausbau bringt oder ab welchem IK-Wert eine Provinz ausgebaut werden sollte, hatte ich nicht. Deshalb möchte ich an dieser Stelle einmal näher die verschiedenen Boni beleuchten, die durch geschickten Ausbau erhältlich sind.

Unter der Lupe: Industriekapazität

Arsenal of Democracy kennt drei verschiedene IK-Werte, den theoretischen Grundwert, den Grundwert und die verfügbare IK. Die Bedeutung dieser Werte ist schnell erklärt.
Der theoretische Grundwert ist im Grunde genommen nichts anderes, als die Summe aller Fabriken, die eine Nation kontrolliert, also die Basis-IK ohne Boni und Mali.
Der tatsächliche Grundwert ergibt sich aus dem theoretischen Grundwert unter Berücksichtigung der Einflüsse von Infrastruktur, Industriekonzentration, Provinzeffizienz, Revolten und ggf. des Besatzungsstatus.
Die verfügbare IK wiederum ergibt sich aus dem Grundwert unter Berücksichtigung der Auswirkungen von Ministern, Politik und Technik, sowie ggf. dem Friedensmalus.

Im Bereich Industrie wurden mit Arsenal of Democracy einige neue Konzepte eingeführt, von denen für uns besonders Infrastruktur und Industriekonzentration interessant sind.
- Industriekonzentration:
Das bedeutet nichts anderes, als dass für jede Basis-IK, die in einer bestimmten Provinz vorhanden ist, jeweils 1% Bonus in den Grundwert einfließt. Anstatt die IK also gleichmäßig über alle Provinzen zu verteilen, wie es in Armageddon noch üblich war, lohnt es sich nun, IK in einigen wenigen Provinzen zu konzentrieren.

Bild
Bonus bei IK-Konzentration

Da sich die Infrastruktur bei 100% Ausbau nicht bemerkbar macht (es gibt weder Boni noch Mali), läßt sich in diesem Diagramm sehr schön der IK-Konzentrationsbonus erkennen. Pro Basis-IK wird ein Bonus von 1% gewährt. Je höher die Basis-IK, desto höher der Bonus.

Beispiel (bei jeweils 100% Infra):
1 IK => 1% Bonus => 1,01 Basis-IK inkl. Konzentrationsbonus
3 IK => 3% Bonus => 3,09 Basis-IK inkl. Konzentrationsbonus
5 IK => 5% Bonus => 5,25 Basis-IK inkl. Konzentrationsbonus
7 IK => 7% Bonus => 7,49 Basis-IK inkl. Konzentrationsbonus
10 IK => 10% Bonus => 11,00 Basis-IK inkl. Konzentrationsbonus
12 IK => 12% Bonus => 13,44 Basis-IK inkl. Konzentrationsbonus
20 IK => 20% Bonus => 24,00 Basis-IK inkl. Konzentrationsbonus

- Infrastruktur:
Die Infrastruktur wirkt sich ebenfalls auf den Grundwert aus. Bei Werten unter 100, unterliegt die Basis-IK einem Malus. Bei Werten über 100, unterliegt die Basis-IK einem Bonus. Bei Werten gleich 100, unterliegt die Basis-IK keiner Beeinflussung.

Beispiel:
Infrastruktur 50% = Modifikator 0,85
Infrastruktur 80% = Modifikator 0,94
Infrastruktur 100% = Modifikator 1,00
Infrastruktur 150% = Modifikator 1,15
Infrastruktur 200% = Modifikator 1,30

Bei 10-maligen Infra-Ausbau (von 100% auf 150%) erhält man also bereits einen Bonus von 15% auf die Basis-IK, zzgl. IK-Konzentrationsbonus.

Beispielrechnung

Der massiv paralelle IK-Ausbau bietet in Arsenal of Democracy viele Nachteile. Durch viele Provinzen mit (vergleichsweise) wenig Basis-IK werden erschreckend viele Boni verschenkt (IK-Konzentrationsbonus) bzw. vergleichbare Boni kosten ein vielfaches an investierter IK (Infra-Bonus).

Beispielrechnung für 1 Provinz mit 10 Basis-IK und 150% Infrastruktur (entspricht 10x Ausbau in 1 Provinz = 2400 IK-Tage):
IK-Konzentrationsbonus => (10 * 1)% von 10 IK => 1 IK Bonus
Infra-Bonus => 10 IK * 1,15 => 1,5 IK Bonus
Grundwert => 10 IK * 1,1 * 1,15 => 12,65 IK (2,65 Bonus-IK)

Beispielrechnung für 10 Provinz mit je 1 Basis-IK und 150% Infrastruktur (entspricht 10x Ausbau in 10 Provinzen = 24000 IK-Tage):
IK-Konzentrationsbonus => (1 * 1)% von 1 IK => 0,01 IK Bonus
Infra-Bonus => 1 IK * 1,15 => 0,15 IK Bonus
Grundwert => 10* (1 IK * 1,01 * 1,15) => 11,615 IK (1,615 Bonus-IK)

Ein Vorteil von 1,035 IK klingt vielleicht nicht viel. Allerdings ist das erst der Grundwert, der zusätzlich noch durch Minister-Fähigkeiten und den Auswirkungen von Forschung und Politik modifiziert, die verfügbare IK ergibt.

Fazit

Die nackten Zahlen beweisen es. In Arsenal of Democracy ist es sinnvoll, sich beim Ausbau an IK und Infrastruktur auf jene Provinzen zu beschränken, in denen bereits nennenswert IK vorhanden ist. Bei Nationen, die im Spielverlauf IK per Event erhalten, ist eine genaue Kenntnis der entsprechenden Eventketten enorm wichtig. Provinzen, die später IK bekommen, können so bereits einen gezielten Infra- und IK-Ausbau erhalten.
Darüber hinaus erleichtert die genaue Kenntnis der gewährten Boni die Entscheidung, welche Provinzen ausgebaut werden sollen bzw. wo das nicht der Fall sein soll. So wird der Verschwendung von IK vorgebeugt. Der Infra-Ausbau einer einzigen Provinz mit 10 IK ist schließlich nicht nur effektiver als ein Infra-Ausbau von 10 Provinzen mit jeweils 1 IK, sondern auch erheblich kostengünstiger. Mit kombinierten IK- und Infra-Ausbau können während des Buildup einige wenige aber dafür hocheffektive Industriezentren gebaut werden, die sich bei entsprechend räumlicher Bündelung auch mit deutlich geringerem Aufwand gegen strategische Bombardements verteidigen lassen.



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Re: [HoI2 AoD] YAGG - Ein Arsenal of Democracy AAR

Beitragvon Vampy » 29. Mai 2013 14:00

Spickzettel für IK/Infra-Ausbau

Bild
Kleiner Spickzettel, wieviel verfügbare IK bei den einzelnen IK/Infra-Ausbaustufen entsteht



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Re: [HoI2 AoD] YAGG - Ein Arsenal of Democracy AAR

Beitragvon Vampy » 3. Juni 2013 13:26

Drôle de guerre

September 1939 bis Mai 1940

In der historischen Realität zeichnete sich der Zeitraum zwischen Ende des Polenfeldzuges und Beginn des Westfeldzuges durch weitgehend passives Verhalten beider Seiten aus. Die Strategie der Alliierten wurde von Frankreich dominiert und sah ein weitgehend defensives Verharren an der Maginot-Linie vor. Eine Offensive war nicht vor dem Frühsommer 1941 geplant. Diese 7 Monate allgemeiner Untätigkeit auf beiden Seiten werden allgemein als Drôle de guerre bzw. Phoney War (komischer Krieg) bezeichnet. Im deutschen Sprachraum wird diese Phase auch als Sitzkrieg bezeichnet.

Sofern man als DR-Spieler den Rhein nicht gänzlich unbewacht läßt, findet sich der Drôle de guerre auch in HoI wieder. Je 9 bis 12 Divisionen Infanterie in Freiburg, Stuttgart und Saarbrücken reichen üblicherweise aus, um die KI auch bei 3-facher Überlegenheit von einem Angriff abzuhalten. Lediglich die Bomber fliegen in schöner Regelmäßigkeit über die Grenze und werden in ebenfalls schöner Regelmäßigkeit von meinen Jägern abgefangen.
Allzusehr sollte man sich übrigens nicht auf eine passive KI verlassen. Und auch von dem Gedanken, den Westwall mit verbündeten Truppen zu besetzen, sollte man besser absehen. Als ich während einer Testpartie auf die Idee kam, Stuttgart von 12 Divisionen der verbündeten Ungarn schützen zu lassen, wagte die Frankreich-KI prompt einen massiven Angriff und erzwang einen Durchbruch!

Nach dem frühzeitigen Ende des Polenfeldzuges (Polen kapitulierte ja bereits am 13. September 1939) juckt es mich natürlich in den Fingern, den Drôle de guerre einfach zu überspringen und noch im Oktober den Westfeldzug anlaufen zu lassen. Doch ich entscheide mich dagegen. Einerseits wäre es ziemlich unhistorisch. Andererseits naht der Winter und ich habe lediglich 3 Panzerdivisionen. Wenn ich hingegen bis Anfang Mai abwarte, kann ich mit besserem Wetter und etwa 11 Panzerdivisionen rechnen.

Die Zeit bis dahin nutze ich, um mich meiner Wirtschaft zu widmen. Der enorme Bedarf an Nachschub während des Polenfeldzuges und später bei der Verlegung der Truppen nach Westen, hatte ziemliche Einschnitte bei meiner IK-Verteilung zur Folge. Allmählich bekomme ich die Lage aber wieder in den Griff.
Bei Konsumgütern etwa erwirtschafte ich wieder bescheidene Geldüberschüsse. Viel ist es zwar nicht, aber ich kann damit alle Kosten decken und sogar ein wenig Geld sparen.
Durch die Erbeutung der polnischen Nachschublager habe ich in diesem Bereich ein bescheidenes Pölsterchen gegen Engpässe. Das erlaubt es mir, IK aus der Nachschubproduktion abzuziehen und in die Instandsetzung der polnischen Provinzen zu stecken. Danach kann ich meinen Nachschubvorrat insgesamt gesehen weitgehend stabil halten, wenn ich auch immer wieder IK abzweigen muss, besonders wenn meine Jäger nach einer Luftschlacht wieder Verstärkung benötigen.
Lediglich meine Produktion hat immer noch ein Defizit von 56 IK-Punkten, die ich auf absehbare Zeit nicht decken kann. Ich bin also gezwungen, mein Bauprogramm zu überdenken.

Als erstes fallen die eben erst beauftragten MZJ dem Rotstift zum Opfer. Diese Baufträge werden im Moment sowieso nicht mit IK versorgt. Außerdem beträgt die Umrüstzeit noch knapp 70 Tage. Als nächstes werden die Stuka-Serien von 2x6 auf 2x4 Läufe gekürzt. Dafür werden die Stukas nun noch zum Westfeldzug fertig. Die freiwerdende IK kann ich ab diesem Zeitpunkt in den Nachschub stecken. Auch die Eisenbahnartillerie wird zusammengestrichen. Da bereits vier Einheiten fertig gestellt sind und sich eine weitere Einheit in fortgeschrittenem Zustand befindet, wird die Serie nicht abgebrochen, sondern lediglich von 1x9 auf 1x6 Einheiten gekürzt. Ab Februar 1940 habe ich so zusätzliche 11 IK frei, die ich zur Beschleunigung der beiden Serien für Garnisonstruppen verwenden werde. Im Gegenzug zu diesen Kürzungen werden jedoch die Bauserien der Infanterie verlängert. Anstatt der vorgesehehen 120 Divisionen sollen jetzt insgesamt 150 Divisionen aufgestellt werden. Die aufgestockten Serien laufen nun erst Mitte März 1941 aus.
Mein Produktionsdefizit beträgt jetzt nur noch 22 IK-Punkte und betrifft ausschließlich Infrastrukturprojekte. Aufgrund meines ziemlich ungünstigen Buildups und des IK-Abzugs während des Polenfeldzuges haben viele Serien ihren Serienbonus jedoch bereits ganz oder teilweise eingebüßt.

Was sonst noch so passiert ist

September:
- Forschung an Frontaleinsatzdoktrin abgeschlossen. Neues Projekt wird Nachtbeschussdoktrin.
- Durch den Molotow-Ribbentrop-Pakt fällt Ostpolen am 12. September an die Sowjetunion. Während der Folgeevents entscheide ich mich dazu, den Pakt zu achten.
- Polen kapituliert am 13. September.
- Das deutsche Trossschiff "Altmark" wird innerhalb norwegischer Hoheitsgewässer von britischen Kriegsschiffen geentert. Die Aktion geht als Altmark-Zwischenfall in die Geschichte ein und gilt als Auslöser der Besetzung Norwegens. Im Zuge des Events entscheide ich mich ebenfalls für "Auf die Invasion Norwegens vorbereiten".
- Forschung an Fließbandexperimente abgeschlossen. Neues Projekt wird Fließbandfertigung für Fahrzeuge.
- Forschung an Verbesserter taktischer Bomber abgeschlossen. Neues Projekt wird Fließbandfertigung für Flugzeuge.


Oktober:
- Forschung an Jägerveteraneninitiative abgeschlossen. Neues Projekt wird Doktrin für offensive Jägerformation.


November:
- Forschung an Komplette logistische Organisation abgeschlossen. Neues Projekt wird Kampfgruppendoktrin.
- Der Winterkrieg bricht aus.
- Neuer Sicherheitsminister wird Wilhelm Frick. Der Fürst des Schreckens erhöht zwar meinen Bedarf an Konsumgütern, gibt mir jedoch auch einen 15%-Bonus für die Verwendung ausländischer IK.
- Schweden unterstützt die finnischen Nachbarn mit Materiallieferungen und Freiwilligen.


Dezember:
- Forschung an Verbesserter Ölraffinierung abgeschlossen. Neues Projekt wird Fließbandfertigung für Infanteriewaffen.


Januar:
- Forschung an Verbesserte Verschlüsselungsgeräte abgeschlossen. Neues Projekt wird Verbesserte Feldartillerie.
- Forschung an Nachtbeschußdoktrin abgeschlossen. Neues Projekt wird Umkreisverteidigungsdoktrin.


Februar:
- Forschung an Verbesserter Infanteriedivision abgeschlossen. Neues Projekt wird Einfache Artillerie auf Selbstfahrlafette.
- Der Winterkrieg endet mit einem Sieg der Sowjetunion.
- Ich gehe einen weiteren Schritt in Berufsheer.
- Aufstellung der Eisenbahnartillerie abgeschlossen.


März:
- Forschung an Verbesserter Abfangjäger abgeschlossen. Neues Projekt wird Verbesserte gepanzerte Eisenbahntransporte.
- Bei "Fall Weserübung" entscheide ich mich für einen Angriff auf Norwegen und Dänemark. Der Einmarsch in Dänemark und Norwegen beginnt in den Morgenstunden des 12. März.
- Die Kapitulation Dänemarks tritt am 18. März in Kraft.
- Winston Churchill wird Ministerpräsident.
- Die Kapitulation Norwegens tritt am 26. März in Kraft.


April:
- Die Rückverlegung der Truppen aus Norwegen ist abgeschlossen.
- Der Truppenaufmarsch an den Grenzen zu Belgien, Luxemburg und Frankreich beginnt.
- Der Nichtangriffspakt mit der Sowjetunion läuft aus.

Mai:
- Die Nachrüstung der bestehenden takt. Bomber mit Begleitjägern ist abgeschlossen.
- Der Drôle de guerre endet am 10. Mai 1940 mit dem Beginn des Westfeldzuges



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Re: [HoI2 AoD] YAGG - Ein Arsenal of Democracy AAR

Beitragvon Vampy » 6. Juni 2013 13:06

Unternehmen Weserübung

Im historischen Vorbild erfüllte der Überfall auf Norwegen und Dänemark mehrere strategische Ziele. Dazu gehörten die Kontrolle der Ostseezugänge, das Erweitern der Ausgangsstellungen der eigenen Marine durch Besetzung der norwegischen Häfen, somit das Verhindern einer britischen Seeblockade und die Sicherung der schwedischen Erzlieferungen, die über den norwegischen Hafen Narvik abgewickelt wurden. Darüber hinaus spielten auch ideologische Gründe eine Rolle, wie etwa Überlegungen zur Eingliederung der beiden Länder in ein "Großgermanisches Reich".

In der Welt von Hearts of Iron habe ich im Unternehmen Weserübung, ehrlich gesagt, noch nie einen tieferen Sinn oder einen besonderen Vorteil gesehen. Die norwegischen Häfen sind für mich nicht weiter interessant. Selbst wenn ich eine Marine aufbaue, lasse ich die von den französischen Atlantikhäfen aus operieren. Die Kontrolle der Ostseezugänge ist zwar ganz nett, allerdings habe ich noch nie den Versuch einer alliierten Landung an meiner Ostseeküste erlebt. Ideologische Gründe spielen für mich sowieso keine Rolle und die Abwicklung schwedischer Erzlieferungen über Narvik wird von der Spielmechanik gar nicht erst abgebildet. Darüber hinaus ist Norwegen noch nicht einmal als Aufmarschgebiet für ein deutsches "Finnland-Korps" interessant. Wenn ich meinen finnischen Verbündeten Truppen senden möchte, kann ich meine Transporter ganz normal über die Ostsee in einen finnischen Hafen fahren lassen. Auch die 3 Transportflottillen, die man durch das Event geschenkt bekommt, sind eigentlich kein ausreichender Grund. Dafür sind diese Einheiten einfach zu billig. Zu guter Letzt erbringen ein besetztes Norwegen bzw. ein besetztes Dänemark kaum nennenswerte Rohstoff- oder IK-Erträge.

Natürlich halten mich fehlende Gründe nicht davon ab, Weserübung trotzdem zu starten. Anders als im wahren Leben tut es hier ja niemandem weh.

Vorbereitungen

Die Vorbereitungen für Weserübung sind schnell abgeschlossen. Die Kriegsmarine in Wilhelmshaven ist klar zum Auslaufen und meine 3 Transportflotten stehen in Kiel bereit, um meine Truppen an Bord zu nehmen. Ebenfalls in Kiel befinden sich das I., II. und III. Gebirgskorps, sowie die 1. Kavallerie-Division. Lübeck wird vom XXX. Infanteriekorps geschützt.

Bild
Deutsche Soldaten gehen an Bord ihrer Transportschiffe

Durchführung

Aufgrund der Bedingungen des dänischen Kapitulationsevents ist dieser Feldzug der leichteste im ganzen Spiel. Da Polen nicht mehr existiert und ich mich dank des Weserübung-Events bereits im Krieg mit Dänemark befinde, sind die Triggerbedingungen schon zu 2/3 erfüllt, ohne dass ich irgendetwas machen müßte. Mir bleibt jetzt nur noch der Einmarsch in Kolding und das Halten der Provinz für allerhöchstens 5 Tage (die Triggerbedingungen werden alle 5 Tage abgeprüft).

Norwegen ist mit nur 2 Siegprovinzen in Oslo und Narvik ebenfalls kein schwieriger Gegner. Beide Provinzen sind nur schwach gesichert und lassen sich durch eine amphibische Landung einnehmen. Die weitaus größere Herausforderung sind nicht die Kämpfe, sondern die Verschiffung der Truppen und der Schutz vor feindlichen Flotten.

12. März 1940:
- Wegen des Geschwindigkeitsvorteils wird die 1. Kavallerie-Division von Kiel in Richtung Aalborg in Marsch gesetzt, gefolgt vom III. Gebirgskorps, das der Kavallerie nach Kolding folgen und dort verbleiben soll.
- Das I. Gebirgskorps wird zur amphibischen Landung in Oslo eingeschifft.
- Die Kriegsmarine läuft aus Wilhelmshaven aus, um dem I. Gebirgskorps bei der Landung artilleristisch zu unterstützen und von der Seeseite abzuschirmen.

13. März 1940:
- Die 1. Kavallerie-Division erreicht das unverteidigte Kolding in den frühen Morgenstunden und marschiert im Anschluß gleich weiter in Richtung Århus.
- Mitten in den Vorbereitungen zur Landung kommt es im Kattegat zu Kämpfen gegen dänische Schiffe. Die dänische Flotte, bestehend aus 2 veralteten schweren Kreuzern und 2 Ubootflottillen, hat den Einheiten der Kriegsmarine nichts entgegenzusetzen und wird nach 8 Stunden Gefecht vollständig vernichtet, ohne die Landeoperation nennenswert zu stören.

15. März 1940:
- Die 1. Kavallerie-Division erreicht das ebenfalls unverteidigte Århus. Der Weitermarsch in Richtung Aalborg wird von dänischen Einheiten aus Odense behindert.
- Im Kattegat kommt es erneut zu einem Gefecht, als norwegische Schiffe, bestehend aus 2 schweren und 2 leichten Kreuzern, die Landungsflotte angreifen. Nach 6-stündigen Gefecht treten die veralteten norwegischen Schiffe den Rückzug an.
- Das III. Gebirgskorps erreicht Kolding.

16. März 1940:
- Das III. Gebirgskorps erreicht Kolding und tritt unverzüglich zum Flankenangriff gegen die dänische Truppen in Odense an, um die unter Beschuß stehende 1. Kavallerie-Division zu entlasten.

17. März 1940:
- Die 1. Kavallerie-Division erreicht das unverteidigte Aalborg.

18. März 1940:
- Das I. Gebirgskorps schließt die Besetzung Oslos erfolgreich ab.

Bild
Kampf um Oslo

- Dänemark kapituliert.

Bild
Weserübung Süd im Überblick

Bild
Für sie ist der Krieg zu Ende: Dänische Kriegsgefangene

- Das II. Gebirgskorps wird zur amphibischen Landung in Narvik eingeschifft.
- Die Kriegsmarine wird in Richtung Narvik in Marsch gesetzt, um das II. Gebirgskorps bei der Landung zu unterstützen und gegen Angriffe von See abzuschirmen.
- Im Kattegat kommt es erneut zum Kampf gegen norwegische Schiffe, die diesmal durch 2 zusätzliche Ubootflottillen unterstützt werden. Nach erneuten schweren Gefechten ziehen sich die norwegischen Schiffe nach 11 Stunden zurück.

Bild
Nimmt man uns in Dänemark heute noch übel: Deutsche Spähpanzer durchfahren eine dänische Ortschaft

Bild
Auch diese Szene taugt nicht für gut-nachbarliche Gefühle: Deutscher Kradschütze vor Schloss Frederiksborg

- Der IK-Bedarf für die Instandsetzung der besetzten Gebiete liegt bei 24,50.

22. März 1940:
- Das II. Gebirgskorps beginnt mit den Landungsoperationen in Narvik.

Bild
Kampf um Narvik

- Der IK-Bedarf für die Instandsetzung der besetzten Gebiete liegt jetzt bereits bei 111,38.

26. März 1940:
- Das II. Gebirgskorps schließt die Besetzung Narviks erfolgreich ab.
- Norwegen kapituliert.

Bild
Deutsche Truppen entladen ihre Ausrüstung in norwegischem Hafen

Bild
Weserübung Nord im Überblick

Manöverkritik

Weserübung ist zwar kein besonders spannender Feldzug. Dafür bietet der Kriegsgegner Norwegen ein interessantes Detail: Wegen der fehlenden Landverbindung bin ich gezwungen, meine Truppen über See zu transportieren, was sie prinzipiell anfällig für Angriffe auf die Transportschiffe macht. In Armageddon machte die UK-KI bei mir so regen Gebrauch davon, dass ich Narvik in manchen Partien nur noch über den Landweg eingenommen habe. Generell schien es so, als wüßte die KI stets über die Position meiner Einheiten genauestens Bescheid. Sobald ich beladene Transportschiffe auf die Reise geschickt habe, pflegte die Royal Navy für gewöhnlich kurz darauf zur Stelle zu sein.

In AoD scheint die Lage eine gänzlich andere zu sein. Meine Transportschiffe bekamen nicht ein einziges Mal Kontakt mit britischen Schiffen. Sollte das tatsächlich der Fall sein, haben Landeoperationen wieder mehr Aussicht auf Erfolg und werden so interessanter.



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Re: [HoI2 AoD] YAGG - Ein Arsenal of Democracy AAR

Beitragvon Vampy » 19. November 2013 13:00

Der Westfeldzug

Nach dem Fall Polens und dem erfolgreichen Abschluß von "Weserübung" verbleibt auf dem Kontinent als Kriegsgegner nur noch der Festlandsdegen Frankreich. Wie bereits im Abschnitt "Drôle de guerre" beschrieben, bestand die alliierte Strategie damals hauptsächlich im defensiven Verharren an der Maginotlinie. Eine Offensive gegen das Deutsche Reich war erst für den Frühsommer 1941 vorgesehen.

In (mehr oder weniger ernst gemeinten) Publikationen, wie beispielsweise The Complete Military History of France, wird gelegentlich kolportiert, Frankreich hätte in seinem Verteidigungskonzept die unbefestigte belgische Grenze außer Acht gelassen, obwohl die "traditionelle Invasionsroute" bereits seit den Napoleonischen Kriegen eben durch Belgien führe.

The Complete Military History of France hat geschrieben:Also should be noted that France attempted to hide behind the Maginot line, sticking their head in the sand and pretending that the Germans would enter France that way. By doing so, the Germans would have been breaking with their traditional route of invading France, entering through Belgium (Napoleonic Wars, Franco-Prussian War, World War I, etc.). French ignored this though, and put all their effort into these defenses.


Ebenfalls kursieren Gerüchte, die Festungen der Maginot-Linie wären "verkehrt herum", mit "rückseitig offenem Eingang" oder gar mit "begrenztem Richtbereich für die Geschütze" gebaut worden.

Natürlich entsprach das Milliardenprojekt "Maginot-Linie" voll und ganz dem damaligen Stand der Technik. Ursprünglich als durchgehende Befestigungslinie gedacht, wurde sie aus Kostengründen (und wegen der hohen Personalbindung) nur bis zur Höhe Sedan voll ausgebaut.

Ebenso war den Verantwortlichen auf alliierter Seite natürlich klar, dass ein deutscher Angriff möglicherweise erneut durch Belgien erfolgen könnte. Da die Grenze am Rhein stark befestigt war, ging man sogar davon aus, dass Deutschland gar keine andere Wahl haben würde, als eben durch Belgien anzugreifen.
Die alliierte Strategie sah hier eine Verteidigung in enger Zusammenarbeit mit den belgischen Streitkräften vor. Ein deutscher Angriff sollte gemäß dem "Dyle Plan" am belgischen Fluß Dijle, der sich von Antwerpen in einem nach Osten ausgreifenden Bogen um Brüssel herum nach Süden zog, durch die besten Einheiten der französischen Armee in Zusammenarbeit mit einem britischen Expeditionskorps zum Stehen gebracht werden.

In Deutschland sah die Lage ähnlich aus. Glaubte man in Paris, der deutsche Angriff würde nach einer Art "Schlieffen-Plan 2.0" erfolgen, wurde in Berlin emsig an einer Art "Schlieffen-Plan 2.0" gefeilt, mit dem die Allierten zunächst nur bis an die Somme (und somit außer Reichweite des wichtigen Ruhrgebietes) getrieben werden sollten. Eine weitere Offensive war erst nach dem Ersatz der unweigerlich hohen Verluste geplant und wäre voraussichtlich 1942 erfolgt.
Im Gegensatz zu dieser recht konventionellen Planung eines langwierigen Feldzuges präsentierte der damalige Generalstabschef der Heeresgruppe A, Generalleutnant Erich von Manstein, einen Gegenentwurf der auf einen massiven Panzervorstoß durch die Ardennen, knapp nördlich von Sedan, setzte. Dieser Punkt stellte sozusagen das Scharnier zwischen der gut ausgebauten Maginot-Linie im Süden und den starken Kräften an der Dyle-Linie im Norden dar. Waren die Panzer hier erst einmal durchgebrochen, sollten sie zum Kanal vorstoßen. Dadurch würden die Streitkräfte des Gegners in 2 Teile gespalten, wobei die Hauptmacht des Gegners in Belgien in einem einzigen großen Kessel festsitzen würde. Der Weg nach Paris wäre somit frei, was einen schnellen Sieg im Westen versprach.

In Frankreich war man zur damaligen Zeit fest davon überzeugt, die stark bewaldeten und hügeligen Ardennen wären für Panzer unpassierbar. Ein deutscher Angriff an dieser Stelle war wenig wahrscheinlich, weshalb das Gebiet mit nur 14 unterbesetzten Divisionen entsprechend schwach verteidigt war. In Berlin sah man die Lage übrigens ähnlich, weshalb von Mansteins Plan anfänglich auf wenig Gegenliebe stieß. Während man in Berlin aber nach dem Mechelen-Zwischenfall und Hitlers persönlicher Intervention umschwenkte, hielt man in Paris unbeirrbar an diesem Glauben fest. Und das, obwohl man es gerade dort hätte besser wissen sollen. Schließlich war es dem französischen General Prételat bereits 1938 in einem Manöver gelungen, mit nur 2 Panzer- und 7 Infanteriedivisionen einen Durchbruch durch die Ardennen zu erzwingen. Obwohl damit eindrucksvoll bewiesen war, dass die Ardennen für Panzer keineswegs unpassierbar waren, wurde sein Erfolg kleingeredet. Schließlich, so der dezente Hinweis vom französischen Oberbefehlshaber Gamelin, könne so ein Einbruch in einem wirklichen Krieg jederzeit durch Reservetruppen abgeriegelt werden. Als Deutschland knapp 2 Jahre später mit 10 Panzer- und 45 Infanteriedivisionen angriff (und dabei nahezu identisch vorging wie Prételat es 1938 demonstriert hatte), folgte eine katastrophale Niederlage für Frankreich.

Im Gegensatz zum historischen Vorbild wurden "meine" Westfeldzüge bisher eher nach "Schlieffen-Plan 2.0" geführt. Ein Panzervorstoß durch Belgien bis zur Kanalküste, danach ein Schwenk nach Süden und an der Kanalküste entlang in Richtung Paris. Französische und belgische Einheiten wurden dabei von meinen Panzern vor sich hergetrieben, während nachrückende Infanterie die Flanken sicherte und dafür sorgte, dass meine Panzer nicht von der Versorgung abgeschnitten wurden. Der Rest des französischen Heeres wurde von starken Infanterieverbänden in Luxemburg gebunden, das von der Frankreich-KI selbst dann noch bis aufs Blut verteidigt wird, wenn meine Panzer bereits den Ausblick auf die Biskaya genießen. Ich gebe zu, dieser Plan zeugt von wenig Raffinesse. Die war gegenüber einem Gegner wie Frankreich aber auch nie erforderlich.

Bild
Schlieffen-Plan 2.0

Für diesen AAR habe ich mich aber für einen geringfügig anderen Plan entschieden, der weiter unten erläutert wird.

Vorbereitungen

Damit das Vichy-Event auslöst, müssen eine Reihe von Bedingungen erfüllt sein, die alle 3 Tage abgeprüft werden:
- Deutschland muss sich (logischerweise) im Krieg mit Frankreich befinden.
- Paris darf nicht mehr unter französischer Kontrolle stehen.
- Frankreich muss mindestens 25% seiner Nationalen Provinzen verloren haben.

- Frankreich muss mindestens 40% seiner Nationalen Provinzen verloren haben
oder
- der Zufallszahlengenerator löst mit 25% Wahrscheinlichkeit aus.

- Vichy muss von Frankreich
oder
- Deutschland kontrolliert sein.

- Deutschland darf sich nicht im Krieg mit der Sowjetunion befinden.
oder
- das Spieljahr muss vor 1942 liegen.
oder
- Frankreich darf keine deutsche Marionette sein.
oder
- Vichy darf keine deutsche Marionette sein.
oder
- das Vichy-Event darf noch nicht ausgelöst haben.

Eine kurze Überprüfung ergibt, dass fast alle Bedingungen bereits erfüllt sind, bis auf die Einnahme von Paris und der Eroberung von 40% der französischen Provinzen. Ich muss also schnell nach Paris vorstoßen und auf dem Weg dorthin möglichst viele Provinzen "eingrauen".

Alle einsatzbereiten Panzer sind in Aachen zu 3 Stacks à 3 Panzer zusammengefaßt. Von dort führt ihr Weg über Antwerpen und Namur nach Reims. Ein historisch echt geführter "Sichelschnitt" ist das zwar nicht (der hätte dann wohl über Bastogne und Arlon erfolgen müssen), aber ich kann damit die an der Grenze konzentrierte belgische Armee bereits in den ersten Tagen in 2 Teile spalten. Sobald die Infanterie weit genug nachgerückt ist, um ein Abschneiden meiner Panzer zu verhinden, geht es nach Calais. Ist dieser Schritt erst einmal geschafft, können meine Panzer in den (fast) unverteidigten Ebenen Nordfrankreichs ihre eigene Tour-de-France veranstalten.

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Fast ein Sichelschnitt

Der Rest der Infanterie soll derweil von Aachen, Köln und Saarbrücken aus gegen Lüttich, Bastogne und (vor allem) Luxemburg vorgehen. Die Einnahme Luxemburgs ist nach wie vor ein wichtiger Schritt zur Eroberung Frankreichs, da sich die zahlreichen Divisionen der Maginot-Linie immer noch dazu berufen fühlen, diese Provinz um jeden Preis zu befreien. Im Gegensatz zur Frankreich-KI kann ich es mir aber leisten, dort eine große Zahl an Divisionen zu konzentrieren, während die KI ihre Einheiten besser im fast entblößten Nordfrankreich gebrauchen könnte. Diese Schlacht endet dann auch regelmäßig kurz vor dem Auslösen des Vichy-Event. Zu Kämpfen oder gar Durchbrüchen an der Maginot-Linie kommt es eher selten, wodurch diese ihren eigentlichen Zweck durchaus erfüllt hat. Aber seit wann greift man Frankreich auch am Rhein an, wo doch die traditionelle Invasionsroute schon seit den Napoleonischen Kriegen durch Belgien führt? :strategie_zone_19:

Verlauf

10. Mai 1940:
- Der Westfeldzug wird mit der Kriegserklärung an Belgien und Luxemburg eröffnet.
- Unmittelbar nach der Kriegserklärung wird Luxemburg durch Luftlandetruppen besetzt.

11. Mai 1940:
- Antwerpen wird besetzt.

13. Mai 1940:
- Namur wird besetzt.
- Bastogne wird besetzt.

14. Mai 1940:
- Reims und Valenciennes werden kurz nacheinander von meinen vorpreschenden Panzern besetzt.

15. Mai 1940:
- Ghent, Brüssel und Lüttich werden kurz nacheinander durch nachdrängende Infanterie besetzt.

16. Mai 1940:
- Ghent geht unter dem Druck eines französisch-belgischen Gegenangriffs verloren.
- Amiens und Lille werden von Panzern besetzt.
- Mons wird besetzt.

17. Mai 1940:
- Calais wird besetzt. Damit sind die gegnerischen Einheiten in Ghent und Dünnkirchen eingeschlossen.
- Arlon und Compiègne werden besetzt.

18. Mai 1940:
- Paris wird besetzt. Neue Hauptstadt wird Marseille.

19. Mai 1940:
- LeHavre wird besetzt. Damit sind die gegnerischen Einheiten in Dieppe eingeschlossen.
- Der Kessel von Dieppe wird mit der Besetzung der Provinz aufgelöst.

20. Mai 1940:
- Der Ghent/Dünnkirchen-Kessel wird mit der Besetzung der Provinzen aufgelöst.

21. Mai 1940:
- Orléans wird besetzt.

23. Mai 1940:
- Frankreich kapituliert nach 14 Tagen.
- Vichy-Frankreich wird ausgerufen.

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Animation des Feldzuges

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Während die Einen ihren Sieg mit einer Besichtigungstour feiern ...

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... lassen Andere der Enttäuschung über das schlechte Abschneiden ihres Teams freien Lauf.


Manöverkritik

Wenn man einmal von meinen Abfangjägern absieht, habe ich diesen Feldzug komplett ohne Luftwaffe geführt, da meine Bomber mangels freier IK nicht modernisiert werden konnten. Auch meine Infanteriedivisionen bestehen immer noch aus Infanterie '36. Im Grunde sind meine 9 Panzerdivisionen vom Typ Panzer III die einzigen wirklich zeitgemäßen Heereseinheiten in meinem Arsenal. In Armageddon ist es mir seit Ewigkeiten nicht mehr passiert, dass ich zum Westfeldzug keine Infanterie '39 aufzubieten hatte und den gesamten Feldzug auch noch ohne Bomber bestreiten musste!

Allerdings bin ich mir nicht sicher, ob das auf schwere Fehler im Buildup zurückzuführen ist oder ob das nicht vielmehr so gewollt ist. Denn abgesehen von den fehlenden Bombern, muss mein Heer den Vergleich mit anderen Großmächten durchaus nicht scheuen. Meine Infanterie '36 hat sich schließlich hervorragend geschlagen und Luftunterstützung habe ich auch nicht wirklich vermisst.

Zwar würde ich nach aktuellem Erfahrungsstand einige Dinge anders machen, etwa einige wenige Serien viel früher starten und dafür lange Laufzeiten vorsehen, anstelle um jeden Preis ein bestimmtes Tech-Level abzuwarten und dann viele Serien parallel zu beauftragen. Auch den Ausbau von Infrastruktur und IK würde ich jetzt ein wenig anders und deutlich konzentrierter vornehmen. Aber grundsätzlich läuft meine Wirtschaft rund und ich habe eine schlagkräftige Streitmacht aufgebaut. Mein Buildup kann also sooooo verkehrt nicht sein.



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