[AAR HoI3] Im Zeichen der Walküre - Ein alternativer 2.WK

AARs zum Zeitpunkte der beiden Weltkriege

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[AAR HoI3] Im Zeichen der Walküre - Ein alternativer 2.WK

Beitragvon Hjalfnar » 13. Januar 2013 03:39

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Moin moin!

Ich habe mich entschieden, doch einmal einen AAR zu starten. Ich bin noch ein relativer Neuling in Sachen HoI3, habe mich erst vor einem Monat an das Spiel gewagt, inspiriert von Claus E. Witz wunderbarem Argentinien-AAR. Mit der tatkräftigen Unterstützung der HoI-Community fand ich mich relativ schnell im Spiel zurecht, und bin jetzt mittlerweile beim 3. Anlauf mit dem Deutschen Reich. Nicht das ich vorher gescheitert wäre, aber mich hat immer etwas am Spiel gestört. Dank Petite konnte ich das Problem in dieser Partie beseitigen, aber dazu mehr im AAR.

Da es sich um meinen ersten AAR handelt, bitte ich schon einmal um Entschuldigung für kleinere Fehltritte, sollte es dazu kommen. Aber hoffe sehr, dass meine Machwerke gefallen werden, und sich die Empörung in Grenzen halten wird.

Ich wünsche jedenfalls viel Spaß beim Lesen, und bitte fleissig kommentieren, und sei es auch nur, um mich auf gravierende Mängel in meiner Strategie hinzuweisen^^.

MfG Hjalfnar

Wer auch Hitler und Konsorten loswerden will, der nutze dieses von Petite entworfene Mod, dem Private_S und ich mit seiner Zustimmung noch etwas hinzugefügt haben. Unternehmen Walküre - Klick!
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Im Zeichen der Walküre - Stauffenbergs Opfer - Der Beginn

Beitragvon Hjalfnar » 13. Januar 2013 03:56

Die Partie begann im Jahr 1936, und verlief historisch relativ korrekt.

Der Spanische Bürgerkrieg endete, dank massiver deutscher Wirtschafts- und später auch Waffenhilfe mit einem Sieg der Nationalspanier.

Die Aufrüstung des Dritten Reiches schritt rasch voran, Technologien wurden im Eiltempo entwickelt. Österreich kam "heim ins Reich", das Sudetenland und später die restliche Tschechei annektiert.

Die deutsche Panzertruppe wuchs bis Anfang 1939 auf 250.000 Mann an. Formiert in der 1. Panzerarmee unter General Hausser, sollten die Panzer- und Panzergrenadierdivisionen noch eine geschichtsträchtige Rolle spielen. Insgesamt stieg damit die Stärke der Wehrmacht auf mehr als eine Million Mann.
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Die Luftwaffe erhöhte gleichzeitig die Anzahl ihrer taktischen Bomber auf ein Soll von 3000 Maschinen, die der Schlachtflugzeuge auf 1000 und die der Jagdmaschinen auf 3600. Mit der Aufstellung der ersten zwei deutschen Fallschirmjägerdivisionen wurden auch Transportflugzeuge notwendig, und so erhöhte man den Bestand an "Tante Ju"-Transportmaschinen auf 1000.
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Die Marine musste stattdessen erst einmal die Verschrottung ihrer letzten zwei Schlachtkreuzer verdauen. Weitere Schiffe waren bis auf weiteres nicht geplant, und das Oberkommando der Marine besann sich auf die Erfolge der U-Boot-Waffe im Großen Krieg. Zwar wurden immer noch Prototypen entwickelt, aber im Frühling '39 stand die U-Boot-Klasse IX zur Verfügung, und ging auf Anweisung des Führers in die Massenproduktion.
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Mit der vollständigen Aufstellung der 1. Panzerarmee sah der Führer die Zeit der "Kuscheldiplomatie" als vorbei an. Wenn es Krieg geben sollte, würde es eben Krieg geben!


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Im Zeichen der Walküre - Stauffenbergs Opfer - Krieg!

Beitragvon Hjalfnar » 13. Januar 2013 04:31

Krieg!
Während die ersten Monate des Jahres '39 scheinbar ruhig vor sich hindümpelten, war doch allen militärisch halbwegs bewanderten Menschen klar, das Europa das sprichwörtliche Pulverfass war. Doch den wenigsten war klar, dass die Lunte nicht nur gezündet, sondern bereits kräftig am abbrennen war. Die Mobilisierung der französischen und polnischen Streitkräfte im Februar überraschte zwar das Oberkommando der Wehrmacht, doch wartete man noch einen Monat ab, bevor man "wegen andauernder Drohgebärden" die Mobilmachung befahl. Nun sollten sich die Ereignisse überschlagen.

Erst brachte ein Putsch in den Niederlanden im Juni eine NS-Regierung an die Macht, die sofort die Nähe des deutschen Regimes suchte. Durch diese (eigentlich vom deutschen Geheimdienst ausgelöste) vermeintlich überraschende Entwicklung in seinen Absichten bestärkt, unterbreitete Hitler durch seinen treuen Außenminister, Joachim von Ribbentrop, den Polen eine letzte Chance auf Frieden:
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Die Reaktion der Polen war aggressiv. Nach telegraphischen Rückfragen bei den Regierungen Großbritanniens und Frankreichs, und deren Bestätigung der Bündnistreue, erklärte Polen dem Deutschen Reich um 13:00 Uhr, am 8. Juli 1939, den Krieg. Wenige Stunden später marschierten die ersten polnischen Verbände in Ostpreussen ein. Doch die Polen erlebten eine unangenehme Überraschung. Die 1. Panzerarmee überschritt am 9. Juli um 6:00 Uhr morgens als erste deutsche Armee geschlossen die polnische Grenze. Innerhalb weniger Stunden durchbrachen die Panzer III der Wehrmacht die schwache Verteidigung in Südpolen, fegten jeglichen Widerstand beiseite und verhielten erst kurz vor Warschau. Währenddessen überschritten weitere Infanteriedivisionen die Grenze und attackierten unter anderem Danzig, dass nach heftigem Widerstand am 20. Juli fiel, nachdem die deutsche Schlachtflotte den Beschuss auf die Stadt eröffnet hatte. Schließlich nahm die 1. Panzerarmee ihren Vormarsch wieder auf, und am 8. August fiel auch Warschau. Wenige Stunden später kapitulierte Polen. Wie die Vereinbarung mit der Sowjetunion es vorsah, wurde Polen zwischen selbiger und dem Deutschen Reich augeteilt.
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Die Bevölkerung der Gebiete, die nach dem Ende des ersten Weltkriegs vom Kaiserreich abgetrennt und der Republik Polen zugeschlagen wurden, feierte die "Rückkehr ins Reich" frenetisch, während die Welt immer noch geschockt auf die völlige Niederlage des als so stark betrachteten Polen starrte. Der deutsche "Blitzkrieg" war in aller Munde, und an der Westfront warfen die französischen Wehrpflichtigen wachsame Blicke über die Brustwehr, ob wohl die deutschen Panzerhorden an der Grenze aufmarschierten.

Panzer III:
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Kapitel 2: Erinnerungen

Beitragvon Hjalfnar » 13. Januar 2013 10:48

Erinnerungen

Diese Panzer hatten unterdessen jedoch eine vollkommen andere Aufgabe zu erfüllen. Die 1. Panzerarmee hatte sich, auf Befehl des OB Ost, direkt nach dem Sieg über Polen in Richtung Westen aufgemacht. Unter großem Jubel rollten 1500 Panzer über die Alleen Berlins und zur Siegessäule. Aus allen fünf Richtungen fuhren die drei Panzer- und zwei Panzergrenadierkorps auf den Platz der Siegessäule zu, auf der die Reichsführung mit Hitler, Himmler, Goebbels und anderen NSDAP-Funktionären versammelt war. Auffälligerweise fehlten fast alle militärischen Generalstabsangehörigen, kaum Militärs waren auf der Tribüne unter dem Denkmal.

Im Innern des kolossalen Denkmals sah sich Rittmeister Claus Schenk Graf von Stauffenberg um. Seine Kameraden, allesamt handverlesene Offiziere und Unteroffiziere, begutachteten ihre Waffen, rückten die gestohlenen SS-Uniformen zurecht und bereiteten sich auf den Tod vor. Einige beteten. Die meisten starrten an die Wand, oder hielten Fotos ihrer Familien in den Händen. Ganz wenige, wie auch Stauffenberg, ließen ihren Blick schweifen, und immer wenn sich ihre Blicke begegneten, sah der jeweils andere unglaubliche, unterdrückte Wut. Diese wenigen Soldaten hatten mehr gesehen, als gut für sie gewesen war. Stauffenberg erinnerte sich. Er war als Stabsoffizier mit der 1. leichten Division in Polen einmarschiert, und auf den Straßen Richtung Warschau zum ersten Mal seit Spanien den Gräueln des Krieges begegnet. Pferdekadaver, zerfetzte Leichen, ausgebrannte Tankettenwracks. Ihm, und nicht nur ihm allein, war plötzlich sehr schlecht geworden.
Die 1. Leichte hatte 1937-38 an der Spanienexpedition teilgenommen, und der größte Teil ihrer Mannschaften und Offiziere war im Zuge der dortigen Kämpfe eines Großteils ihrer hehren Illusionen über den Führer beraubt worden. Doch als Stauffenberg und einige andere Veteranen in den Straßengaben taumelten, um sich herzhaft zu übergeben, hörten sie das Knattern von Maschinenpistolen. Er hob seine Maschinenpistole 38, wischte sich den Mund ab und winkte eine Schützenkompanie vorwärts, in Richtung des Gehöfts, aus dem die Schüsse kamen.
Nach kurzem Sprint stürmte die Kompanie mit dem Rittmeister das Gehöft, direkt hinein in das reinste Inferno. SS-Männer taumelten, offenbar betrunken, über den Hof. Mehrere zerrten kreischende Frauen hinter sich her. Auf einem Heuhaufen waren einige der "Soldaten" bereits weiter. Während Stauffenberg noch zusah, stemmte sich einer der Männer von seinem Opfer hoch, zückte eine Mauser C96/M30 und feuerte eine kurze Salve in die Brust seines Opfers. Auf dem ganzen Hof spielten sich ähnliche Szenen ab, die entfesselten SS-Männer töteten wahllos Männer, Frauen und Kinder. Einige Gebäude hatten Feuer gefangen.
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Hinter ihnen hupte es, und ein LKW der SS rollte an ihnen vorbei. Auf der Ladefläche saßen entsetzte Menschen, allesamt Zivilisten, und unter ihnen scheinbar ein Rabbi. Stauffenberg verstand. Die Rassenideologie der Nazis war ihm suspekt gewesen, aber der Tatendrang des Führers, und das auf seine Machtergreifung folgende Wiedererstarken der Wehrmacht hatten ihn zum glühenden Nationalsozialisten werden lassen. Dies jedoch...

Vom LKW sprang ein SS-Obersturmführer und schnauzte ihn an: "Sie haben hier nichts verloren! Verschwinden Sie!"
Stauffenberg war empört, die Soldaten dieses Mannes führten sich auf wie die nationalspanische Soldadeska nach der Eroberung Toledos! Etwas in ihm zerbrach, als er deutsche Männer etwas derart schändliches begehen sah. Er lud demonstrativ seine MP38 durch.
"Obersturmführer, sammeln sie ihre Leute, und ziehen sie ab. Sofort. Sonst bringe ich sie vors Kriegsgericht!"
Der SS-Offizier starrte ihn einen Moment an, und fing dann an zu lachen. Genauso reagierten einige seiner Männer, die den Wortwechsel gehört hatten.
"Wir sind auf Befehl des Reichsführers SS und Reichsinnenminister Himmler hier. Wir haben Befehl, diese Gegend von Untermenschen und Juden zu säubern."
Der Rabbi auf der Ladefläche spuckte dem Obersturmführer auf den Kopf und brüllte: "Ich habe in Verdun beinahe mein Leben für Deutschland gelassen, und du Jüngelchen nennst mich Untermensch? Verflucht sei Deutschland..."
Schneller, als Stauffenberg reagieren konnte, fuhr der SS-Offizier herum und schoss den Rabbi mit einer Walther PPK nieder. Fluchend vor Wut feuerte Stauffenberg daraufhin selber seine Maschinenpistole ab und traf den Mann in Unterleib und Rücken, der mit einem lauten Kreischen zusammenbrach. Die SS-Männer und Wehrmachtssoldaten starrten entsetzt auf den wimmernden Schwerverwundeten. Dann zückte ein SS-Mann sein Gewehr und schoss auf Stauffenberg. Betrunken, wie es die meisten SS-Soldaten auf dem Hof waren, ging der Schuss daneben, aber er riss damit alle aus ihrer Starre. Sekunden später feuerten Wehrmacht und SS aufeinander. Die SS war in der Unterzahl, sogar deutlich, und nach wenigen Minuten waren alle SS-Männer tot. Hastig ließ Stauffenberg die Leichen in die brennenden Gebäude schaffen, dann zogen er und seine Männer ab, die verwirrten Polen ohne ein Wort zurücklassend.

Stauffenbergs Gedanken kehrten in die Gegenwart zurück. Oberfeldwebel Graumann starrte zurück. Er war am dem Tag dabei gewesen. In seinen Augen leuchtete die gleiche Entschlossenheit, die auch Stauffenberg empfand. Der Krieg war gerecht. Die Kriegsführung war es nicht. Lösung: Die Kriegsführung musste verändert werden. Trotz aller Proteste von Wehrmachtskommandeuren (von denen einige der Panzeroffiziere insgeheim über die Ereignisse an der Vormarschlinie der 1. Leichten informiert wurden) wurde die Vernichtungspolitik fortgesetzt. Und damit gab es nur eine Lösung. Um den Krieg erfolgreich zuende zu bringen, musste man sich auf die Führung verlassen können. Das konnte man aber nicht. Lösung: Die Führung musste ausgetauscht werden.

Wie schon vor einigen Monaten lud Stauffenberg seine MP38 durch, dann stieß er die Tür auf und trat ins Licht...


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Kapitel 3: Griff nach der Macht

Beitragvon Hjalfnar » 14. Januar 2013 09:40

Griff nach der Macht

Im Morgengrauen des 25. September formierte sich die 1. Panzerarmee in den Vororten Berlins und trennte sich in seine fünf Korps auf, die auf verschiedenen Routen in Richtung Stadtzentrum rollten.
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Als alle fünf Kolonnen zeitgleich an der Säule aufmarschierten, wehte die Reichsflagge in tausenden Händen, und die Stimmung war gelöst und glücklich. Doch alle, die die Parade an diesem Tag beobachteten, würden sie nie vergessen. Plötzlich strömten bewaffnete Gestalten in der Uniform der SS aus dem Inneren des Denkmals. Schüsse fielen, die Menge kreischte, Wehrmachtsoffiziere brüllten Befehle, und beinahe zeitgleich drehten sich die Türme von hunderten Panzern und richteten ihre Kanonen auf die Tribüne, während das zehntausendfache Klackern entsichernder Gewehre und Maschinengewehre über den Platz hallte. Verwirrte NS-Parteikader starrten in die Waffenläufe einer ganzen Armee, und der Führer versuchte verzweifelt, den Soldaten etwas zuzubrüllen.
Mit einem gewaltigen Dröhnen feuerten beinahe 400 Panzer und mehr als 600 Halbkettenfahrzeuge ihr Kanonen und Maschinengewehre auf die Tribüne der Reichsführung ab, die in einer gewaltigen Explosion verschwand. Die Siegessäule bekam Schlagseite, brach aber nicht zusammen. Im ganzen Reich stürmten Einheiten des Heimatheeres, den Plänen der "Operation Walküre" folgend, Postämter, Radiosendestationen, Fernmeldeämter und, dies war den Einsatzbefehlen kurzfristig hinzugefügt worden, Gauleitungen, Rathäuser und NSDAP-Gebäude.
Am Abend hörte Deutschland über die verbreiteten "Volksempfänger" zum ersten Mal die Stimme ihres neuen Staatsoberhaupts, Generaloberst der Artillerie Ludwig Beck. Seine Antrittsrede enthüllte den entsetzen Deutschen die schreckliche "Wahrheit". Ein Putschversuch während der Parade zum Sieg über die Polnische Republik, ausgeführt vom Reichführer der SS, Heinrich Himmler, und seiner Truppe, endete in einer ausgewachsenen Schlacht an der Berliner Siegessäule. Im Zuge des Kampfes fiel der Großteil der Reichsführung, darunter der Führer selbst, Regierungschef Hess, Außenminster von Ribbentropp, Kriegsminister Speer, Propagandaminister Goebbels, Reichsmarschall Göring und einige weitere hochrangige NS-Persönlichkeiten. Der Verräter Himmler sei bereits standrechtlich erschossen worden. Die neue Staatsführung, bestehend aus hochrangigen Militärs und zivilen Nationalkonserativen, würde den Krieg zu einem siegreichen Ende bringen. Danach würde man weitersehen. Eine einwöchige Staatstrauer wurde angeordnet, und alle Schulen blieben geschlossen. Geschockt verhielt die Bevölkerung, und damit erreichte die Wehrmacht genau das, was sie erhofft hatte: Die Kontrolle über das Deutsche Reich. Der Putsch war geglückt.
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Kaptil 3: Täuschung "Weserübung"

Beitragvon Hjalfnar » 16. Januar 2013 14:11

Täuschung "Weserübung"

In den kalten Morgenstunden des 1. Februars 1940 weckte ein lautes Grollen die Einwohner von Luxemburg. Als einige von ihnen aus dem Fenster blickten, konnten sie gewaltige Staubwolken von der deutschen Grenze aufsteigen sehen. Um kurz nach 5 Uhr morgens hatte der deutsche Botschafter der Großherzogin mit Bedauern in der Stimme die Kriegserklärung verlesen. Er erklärte, dass man von deutscher Seite aus keine andere Wahl habe, als durch Luxemburg zu marschieren, und da ihre Regierung bisher jegliche Bitten um Durchmarschrecht abgelehnt hätte, würde man keine andere Möglichkeit sehen. Wutentbrannt verließ die Großherzogin den Raum, und nur wenige Stunden später flohen sie und die Regierung ins Exil nach London.

Wenig besser erging es den Belgiern, deren Gebiete ebenfalls für eine Umgehung der Maginotlinie unabdinglich waren. Die Panzer- und Panzergrenadierdivisionen der 1. Panzerarmee kämpften die belgischen Verbände nieder und trieben einen Keil zwischen Belgien und Frankreich. Französische Truppen, die auf belgischem Gebiet standen, wurden abgeschnitten und gefangen genommen. Innerhalb von sieben Tagen war Belgien besetzt, und mehr als 200.000 belgische und französische Soldaten waren tot oder gefangen.

Die eklatante Lücke in der Verteidigungsstrategie der Franzosen ausnutzend, formierte sich die 1. Panzerarmee nun an der ehemaligen belgisch-französischen Grenze und stieß auf breiter Front Richtung Süden vor, die Maginotlinie einfach umgehend. In den französischen Stäben brach Panik aus. Die Regierung debattierte ohne Ende, bis die ersten Politiker Paris verließen, da die deutsche Luftwaffe die Offensive mit nachhaltigen Luftangriffen auf Paris und die Linien der wenigen verteidigungsbereiten französischen Divisionen unterstützte. Denn die französische Regierung war einer Täuschung aufgesessen.

Zwei Wochen vor Beginn des deutschen Angriffs auf Luxemburg und Belgien waren die 1. und 2. Fallschirmjägerdivision über Kopenhagen abgesprungen.
Nachdem sie in kurzem, aber heftigen Kampf die Hauptstadt Dänemarks erobert hatten, stieß die 1. aufs dänische Festland vor, zerschlug den letzten Widerstand und zwang die Regierung zur Kapitulation. Die Bedingungen waren erstaunlich mild. Sollte Dänemark sich "freiwillig" dem Reichsgebiet anschließen, und sich für die Dauer des Krieges der deutschen Oberhoheit unterwerfen, sollte das ganze Land später als Einheit im Reichsgebiet erhalten bleiben, als föderaler, selbstverwaltender Teilstaat. Lediglich die diplomatische Souveränität wäre eingeschränkt. Mit den deutschen Elitetruppen der 1. und 2. Fallschirmdivision vor den Türen des Parlaments entschied sich Christian X. gegen eine Abdankung und für den Anschluss an Deutschland als föderaler Teilstaat. Später munkelte man, die Garantie, seine bisherigen Rechte und Privilegien blieben erhalten, sowie hohe finanzielle Zuwendungen auf Lebenszeit, hätten seine Meinung beeinflusst. Der Widerstand innerhalb der Bevölkerung hielt sich jedenfalls in Grenzen. Dermaßen von Besatzungspflichten entlastet, sammelten sich die Fallschirmjäger auf dem Kopenhagener Flugplatz, um vier Tage nach dem Anschluss Dänemarks über Oslo erneut aus ihren zuverlässigen "Tante Ju" zu springen.
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Auch die Norweger wurden vom Angriff der Wehrmacht überrascht. Dank der Feuerunterstützung der Schlachtflotte unter Admiral Raeder gelang es den Fallschirmjägern unter General Student recht schnell, die Kontrolle über Oslo an sich zu reissen, und die norwegische Regierung zur Kapitulation zu zwingen, die daraufhin ins Exil floh. Noch wichtiger jedoch war, dass zwei Divisionen französischer Marineinfanteristen kurz drauf in Trondheim landeten. Damit erreichte die Wehrmachtsführung genau das, was der Angriff beabsichtigt hatte: Die Alliierten zogen Truppen aus Frankreich ab, um die Norweger zu unterstützen. Das im Zuge eines Angriffs der Schlachtflotte auf Trondheim auch noch ein französisches Schlachtschiff durch den Schweren Kreuzer "Deutschland" versenkt wurde, war nur das Sahnehäubchen. Kaum waren die Fallschirmjäger aus Oslo abgezogen, landete das komplette britische Expeditionskorps, das vorher noch für Frankreich bestimmt gewesen war. Eine signifikante Schwächung der französischen Verteidigung! Am Ende gelang es Raeders Schlachtflotte sogar noch, das britische Schlachtschiff "Royal Oak" zu versenken, nachdem es durch massive Angriffe der Luftwaffe schwer beschädigt wurde.

Diese Geschütze versenkten die "HMS Royal Oak":
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Der scheinbare "Rückschlag" in Norwegen und der schnelle Vormarsch der weit überlegenen britischen Expeditionsstreitkräfte dort rächte sich allerdings massiv. Innerhalb von gerade einmal acht Wochen wurde Frankreich überrannt.
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Kapitel 4: Das Empire wankt

Beitragvon Hjalfnar » 22. Januar 2013 09:17

Das Empire wankt

Das britische Expeditionskorps in Norwegen befreite wie im Rausch eine Provinz nach der anderen aus deutschen Händen. Doch die Fallschirmjäger bekamen sie einfach nicht zu fassen, diese zogen im Eiltempo Richtung Trondheim mit dem Auftrag, die dort befindlichen französischen Marineinfanteriedivision zu vernichten. Schlussendlich brachen die britischen Streitkräfte die Verfolgung ab und setzten ihre Befreiungsaktionen fort. Im deutschen Generalstab atmete man auf, denn die Briten hatten eine ihrer wenigen Panzerdivisionen nach Norwegen gebracht. Gegen die Panzerung der Matilda II - Panzer besaßen die Fallschirmjäger keine effektive Waffe, und hätten sich somit gegen einen Angriff kaum verteidigen können.
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Die Briten sahen die zwei Divisionen des Fallschirmkorps jedoch als hoffnungslos abgeschnitten in Feindesland an und ignorierten völlig, dass diese von Dänemark aus mit "Tante Ju" aus der Luft versorgt wurden. Im Gegensatz dazu hatten die französischen Marineinfanteristen mit Versorgungsengpässen zu kämpfen, da ein Großteil der französischen Industrieanlagen bereits in deutscher Hand war. Spätestens am 16. April musste das Supreme Command der Royal Army erkennen, dass sie die deutschen Fallschirmjäger unteschätzt hatte. Nicht nur griffen diese in hervorragendem Versorgungszustand die an Munitionsknappheit leidende Marineinfanterie in Trondheim an, die ersten Divisionen der 2. Panzerarmee unter General Rommel landeten auch noch im Hafen von Kristiansand. Innerhalb von 5 Tagen stieg die Zahl der deutschen Panzertruppen auf norwegischem Boden auf über 250.000 Mann. Zusätzlich durchbrachen die Fallschirmjäger auch noch die Verteidigungsstellungen der Fusiliers Marines und eroberten Trondheim, was nun die Franzosen vom Nachschub abschnitt.
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Unter dem Eindruck dieser Niederlage und der Vernichtung der letzten kampffähigen französischen Streitkräfte in der Maginotlinie brach die Dritte Republik auseinander und die als "Vichy-Frankreich" bezeichnete Restrepublik unter dem diktatorischen Marschall Pétain entstand.
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Obwohl damit Frankreich aus dem Krieg ausschied, rebellierten einige französische Einheiten, Generäle und Politiker gegen das Vichy-Regime und gründeten die Bewegung "Freies Frankreich" als Exilregierung, unter der Führung des nun von Vichy zum Tode verurteilten General Charles de Gaulle, dessen Ansprache über die BBC berühmt wurde.
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Die Ereignisse in Frankreich beflügelten die 2. Panzerarmee und innerhalb weniger Wochen zerschlugen sie das britische Expeditionskorps, während die Fallschirmjäger die zum Freien Frankreich übergelaufenen Fusiliers Marines aufrieben und gefangennahmen. Die Kämpfe lieferten auch noch wertvolle Erfahrungen für zukünftige Feldzüge.
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Am Ende kostete die Niederlage in Norwegen die Briten eines ihrer berühmtesten Schlachtschiffe sowie mehrere Zerstörer, ihre modernste Panzerdivision (die "1. Royal Tanks") und mehr als 20 Divisionen Infanterie und Marineinfanterie, insgesamt über 200.000 Mann, was den Großteil des britischen Berufsheeres ausmachte. Von dieser Niederlage sollte sich Großbritannien nicht so schnell erholen, daran konnte selbst Churchills Ansprache nichts ändern.


Und so kehrte bis auf weiteres Ruhe auf dem europäischen Kontinent ein. Eine Ruhe, die trügerisch war, und am Ende war es nur die Ruhe vor dem größten Sturm, den die Welt je gesehen hatte...
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Kapitel 5: Umwälzungen auf dem Balkan

Beitragvon Hjalfnar » 29. Januar 2013 01:45

Umwälzungen auf dem Balkan

In den Nachwehen des Sieges über Frankreich und der Vernichtung des britischen Expeditionskorps in Norwegen entschied die ungarische Regierung sich dazu, nach kurzen Verhandlungen der Achse Berlin-Rom beizutreten. Diese Entscheidung wurde nicht wenig dadurch beeinflusst, dass Ungarn dank der deutschen Bemühungen um die Auflösung der Tschechoslowakei bereits einige Gebiete hinzugewinnen konnte. Hinzu kam die Hoffnung auf weitere Gebiete im Zuge eines Krieges zwischen der Achse und Jugoslawien, der sich Mitte 1940 deutlich abzeichnete. Das Reich hatte im Laufe der letzten vier Jahre seine Gebirgsdivisionen auf eine Stärke von mehr als 150.000 Mann ausgebaut, und diese Truppen standen geschlossen an der Deutsch-Jugoslawischen Grenze.
Trotz verzweifelter Versuche der jugoslawischen Regierung, die deutschen Truppen sogar Bewegungsfreiheit auf ihrem Gebiet einräumte, entschloss sich Reichspräsident General Ludwig Beck nach langer Beratung mit Generalstabschef Bayerlein dazu, Jugoslawien den Krieg zu erklären.

Am 01.08.1940, um 07:00 Uhr morgens, überschritt die gesamte deutsche Gebirgsarmee die Grenze und eröffnete die Schlacht um Nordjugoslawien.
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Die Offensivpläne waren dabei eher begrenzt, man hoffte auf einen raschen Angriff der Ungarn und Italiener, um auf diesem Nebenkriegsschauplatz nicht unnötig Männer und Material vergeuden zu müssen. Glücklicherweise taten beide Staaten genau das. Ungarn sah seine Chance gekommen, sein Territorium beträchtlich zu erweitern, während Italien einen Korridor bis zur griechischen Grenze als essentiell für eine Invasion des Hellas betrachtete. Dies kam den Bemühungen der Wehrmacht sehr entgegen, die die jugoslawische Armee vor sich hertrieben.
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Bereits am 11. August waren die Offensivziele des Generalstabs erfüllt und die Gebirgsjägerdivisionen begannen mit der Besatzung. Zeitgleich drängten die Italiener und Ungarn weiter vorwärts, und standen nur 14 Tage später bereits vor den Toren Belgrads.
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Am gleichen Tag unterschrieb Rumänien unter massivem Druck der deutschen Regierung den 2. Wiener Schiedsspruch, nach dem es große Gebiete an Ungarn, Bulgarien und die Sowjetunion abtrreten musste.
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Von diesem Ereignis beflügelt, trat Bulgarien ebenfalls der Achse bei und beeilte sich, sich ein großes Stück vom jugoslawischen Kuchen zu sichern, dessen Armee diesem Ansturm aus Norden, Westen und Osten nichts mehr entgegenzusetzen hatte. Am 30. August kapitulierte das jugoslawische Heer bedingungslos und die Regierung floh ins londoner Exil. Deutschland erbte, zum Ärger der Reichsregierung, dabei die Verwaltungshoheit über einige Gebiete nahe der griechischen Grenze, an denen man eigentlich absolut kein Interesse besaß. So schloss man mit den restlichen Besatzungsmächten einfache Unterstützungsverträge: Sollte es in den nur von einfachen Polizisten kontrollierten Regionen zu ausgewachsenen Aufständen kommen, würden Italien, Bulgarien oder Ungarn eingreifen, den Aufstand niederschlagen und die Kontrolle über das entsprechende Gebiet übernehmen. Bis dahin würde man die Regionen eben einfach gründlich ausbeuten. Alle Verbündeten waren mit diesen Bedingungen einverstanden, bot sich so doch die Möglichkeit, die für alle Achsenstaaten durchaus nicht unbeträchtlichen territorialen Gewinne noch weiter auszudehnen.
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Nur wenige Tage nach dem italienischen Eingreifen auf dem Balkan eröffnete der Duce mit einer bombastischen Rede an die Nation außerdem die ersten aktiven Kampfhandlungen der italienischen Streitkräfte gegen das britische Empire. Truppen der Kolonialarmee übertraten die ägyptische Grenze, attakierten die britischen und alliierten-irakischen Verbände nahe El-Alamein und zwangen sie zum Rückzug.
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Nur wenige Tage nach der Kapitulation Jugoslawiens eröffneten die italienischen und bulgarischen Streitkräfte in enger Zusammenarbeit dann auch noch den Angriff auf Griechenland. Dieses hatte allerdings, auf Grund der jahrelangen Bedrohung durch den Erbfeind Türkei, nicht zu verachtende, kampfstarke Divisionen aufgestellt und verstand es meisterhaft, die teilweise recht mangelhaft ausgerüsteten Achsentruppen im gebirgigen Nordgriechenland auszubremsen, nicht zuletzt wegen der Unterstützung mehrerer Divisionen britischer "Royal Marines". Trotz des erbitteren Widerstands gelang bis zum 19. Dezember den Streitkräften Bulgariens und Italiens, die griechischen Truppen bis nach Athen zurückzudrängen, außerdem besetzten italienische Truppen Nordzypern und Teile der Inseln in der Ägäis. In Nordafrika hingegen fraß sich die Offensive Mussolinis an den irakischen Alliierten fest. Von all diesen Kriegsschauplätzen sollten sich vor allem die griechische Hauptstadt Athen und Ägypten als Fleisch im Stachel der deutschen Kriegsbemühungen erweisen.
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Insgesamt konnte sich das Deutsche Reich aber relativ ungestört auf den, laut Oberkommando der Wehrmacht und der politischen Führung unvermeidlichen, Waffengang mit der Sowjetunion vorbereiten. Im Laufe der Monate nach der französischen Niederlage wuchs die Wehrmacht weiter an. Gerade die deutsche U-Boot-Waffe sorgte für Begeisterung im Volke, da die hochmodernen "Seewölfe" immer wieder große Mengen an Schiffsraum samt Fracht auf den atlantischen Meeresboden schicken konnten. In diese Zeit fiel auch die Einführung des neuen deutschen Standardpanzers Panzer IV sowie des Schlachtflugzeuges Henschell Hs 129, womit Deutschland sowohl über den schlagkräftigsten Kampfpanzer als auch das schlagkräftigste Antipanzerflugzeug verfügte.
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Kapitel 6: Fall Rot

Beitragvon Hjalfnar » 31. Januar 2013 14:29

Fall Rot

Stabsoberfeldwebel i.S. Graumann, persönlicher Leibwächter von Reichspräsident Ludwig Beck, schüttelte sein Uniformhemd kurz aus, um es dann wieder in die Hose zu stecken. Hier in Ostpreussen war es Ende Juli gerade zu unerträglich heiß. Aber wo das neue Ostkommando der Wehrmacht war, musste auch der Reichspräsident hin, um an der Lageplanung teilzunehmen. Es schmerzte Graumann mitanzusehen, wie zunehmend reserviert die Offiziere in letzter Zeit mit seinem Chef umgingen. Sie sahen in ihm zunehmend einen Politiker, statt einem erfahrenen Truppenkommandeur. Er sah sich um. Nirgends eine Menschenseele zusehen, außer den patrouillierenden Wachsoldaten des OB Ost. Vielleicht könnte er ja mal im Bunker nach dem Rechten sehen, da war es auf jeden Fall kühler. Er warf sich seine MP40 wieder um und ging hinein.

Im Bunker herrschte dämmriges Licht von den durch die schmalen Fensterschlitze hereinfallenden wenigen Lichtstrahlen und den Glühbirnen, die durch dichte Wolken von Zigarettenqualm in ihrer Leuchtkraft behindert wurden. Graumann nickte dem Wachsoldaten auf der anderen Seite des Raumes zu und positionierte sich hinter "seinem" Reichspräsidenten. Hier drin war es tatsächlich einige Grad kühler, stellte er glücklich fest, wenn auch ein wenig stickig wegen der über 20 rauchenden Korps-, Armee- und Heeresgruppenkommandeure rund um den Tisch mit der Landkarte. Rommel, Kommandeur der 2. Panzerarmee, warf ihm einen kurzen Blick zu und konzentrierte sich dann wieder auf die Strategiedarlegung des OB Ost, Feldmarschall Ulex. Dieser dozierte:
"Meine Herren! Der Angriff auf Jugoslawien wird in wenigen Tagen beginnen und hoffentlich nur wenige Wochen andauern, so dass keine wichtigen Mittel aus den Depots in Polen und Ostpreussen abgezweigt werden müssen. Also können wir problemlos zur Planung wichtigerer Dinge übergehen. Der Angriffsplan, Fall Rot genannt, ist folgender."
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"Nach eröffnendem 30-minütigem Artillerieangriff und einleitenden Bombardements durch die Luftwaffe, werden die 1. Panzerarmee im Süden und die 2. Panzerarmee im Norden die Grenze übertreten und die sowjetische Front durchbrechen. Während die 1. Panzerarmee dabei gerade vorstoßen wird, um schlussendlich an der rumänischen Grenze den Kessel zu schließen, wird die 2. Panzerarmee nach dem kurzen östlichen Vormarsch nach Norden umschwenken und in einem konzentrierten Angriff Riga erobern, und somit die nördliche Flanke der Roten Armee an der Ostseeküste abschneiden. Sobald die Zerschlagung der eingekesselten Streitkräfte im Gange ist, stößt die 1. Panzerarmee weiter Richtung Odessa und Sewastopol auf der Krim vor. Die 2. Panzerarmee wird derweil sich von einem ihrer Korps trennen, dass ins ehemalige Estland vorstoßen und Tallinn erobern wird, während der Rest der 2. weiter am Peipussee südlich vorbeigehend auf Leningrad vorstößt.
Sobald sich abzeichnet, dass der Feind seine Truppenverbände aus dem Zentrum der Front abzieht, um seine zusammenbrechenden Flanken zu halten, stoßen die Infanteriedivisionen massiert vor und treiben den Gegner vor sich her.
Die 1. Gebirgsarmee wird, sobald die Kriegserklärung an die Sowjetunion bekannt gegeben wird, auf den Schiffen der 1. Transportflotte in die Ostsee auslaufen und unter Deckung durch die Schlachtflotte Raeder die sowjetische Enklave in Hanko von See aus angreifen. Zu diesem Zeitpunkt sollte Finnland sich im Krieg mit der Sowjetunion befinden und über die Unterstützung von 150.000 deutschen Elitetruppen höchst erfreut sein. Außerdem bietet sich so die Chance, Murmansk abzuschneiden sowie Leningrad auch vom Norden aus einzuschließen.
Ziel der Infanterieverbände ist es, bis Ende des Jahres in oder kurz vor Moskau zu stehen, während die 1. Panzerarmee Rostow und die 2. Leningrad genommen haben müssen. Im Frühling '42 wird die 1. Panzerarmee von Rostow aus Richtung Wolga und Kaukasus vorstoßen, um Stalingrad und Baku einzunehmen. Die 2. Panzerarmee wird von ihren Winterstellungen bei Leningrad aus Richtung Arkhangel'sk vorstoßen und so, wenn es der Gebirgsarmee und den Finnen bis dato nicht schon gelungen sein sollte, Murmansk abschneiden.
Im Zentrum werden die dann hoffentlich teilweise einsatzbereite 3. Panzerarmee und die Infanterieverbände Moskau einnehmen und weiter nach Osten drängen, um eine möglichst geradlinige Front zu bilden. Nach unseren Berechnungen sollten wir allerdings, wenn tatsächlich eine relativ geradlinige Front von Arkhangel'sk bis Astrachan erreicht werden sollte, etwa 90% der wichtigsten russischen Regionen kontrollieren und damit die sowjetische Regierung zur Kapitulation gezwungen haben. Soweit zur groben Planung. Fragen?"
Sprachlos starrten mehr als 20 Generale auf den Lageplan. Dann regte sich als erstes General Rommel, Oberbefehlshaber der 2. Panzerarmee, den "Gespenstern".
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"Wie ist es denn um die operative Freiheit der Panzerarmeen bestellt?"
"Auf taktischer Ebene haben die Panzerarmeen und ihre Untereinheiten jegliche Freiheit, die sie benötigen. Sobald die Entscheidungen die strategische Ebene erreichen, ist vorher die Erlaubnis des Armeekommandeurs einzuholen. Dieser entscheidet dann, ob es selber die notwendigen Kompetenzen besitzt, eine Entscheidung zu fällen, oder ob weitere Kommandoebenen eingeschaltet werden müssen. Wohlgemerkt, meine Herren, den Kommandeuren der Panzerarmeen alleine ist dieses Entscheidungsrecht vorbehalten. Die Infanteriekommandeure müssen weiterhin bei strategischen Entscheidungen die Beurteilung der Heeresguppenkommandos und des OB abwarten. Weitere Fragen?"
Von Hanneken, kommandierender General der Gebirsarmee, merkte an:
"Die Gebirgsjäger sind zwar für den Kampf im Gebirge hervorragend geeignet, aber gerade die aus kroatischen Verbänden der ZZ übernommenen Soldaten sind Temperaturen weit unter dem Gefrierpunkt nicht ausreichend gewöhnt. Hinzu kommen die immer noch als "Waffen-ZZ-Divisionen" betitelten Verbände. Ein großer Teil der ursprünglichen Offiziere ist im Zuge der Machtübernahme hingerichtet oder inhaftiert worden, der Rest vertritt teilweise ideologisch fragwürdige Ansichten, und ähnlich verhält es sich mit Teilen der Mannschaften."
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Zum ersten Mal ergriff nun Generel d.A. Reichspräsident Ludwig Beck das Wort:
"Dann würde ich vorschlagen, wir verlegen die gesamte Gebirgsarmee zwecks Winterkampfausbildung und Abhärtung nach Nordnorwegen. Zusätzlich wäre das auch eine Möglichkeit, sich der unliebsamen Offiziere und Mannschaften zu entledigen. In den nördlichen Gebirgsregionen regen sich immer noch schlagkräftige Partisanenverbände, schicken sie einfach die "richtigen" Leute an die Front, verstanden? Bezüglich der Namen...die Waffen-ZZ ist ja nunmehr der Wehrmacht eingegliedert worden, die Männer fühlen sich aber nach wie vor als Elitetruppe. Benennen wir die Divisionen einfach dementsprechend um."
Nach allgemeiner Zustimmung für die vorgeschlagenen Maßnahmen und Doktrinen löste sich die Versammlung auf.

Kommentare bitte hier: viewtopic.php?f=256&p=330627#p330627
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Kapitel 7: Was die Zukunft bringen wird

Beitragvon Hjalfnar » 18. Februar 2013 09:07

Was die Zukunft bringen wird

Leutnant im Sonderauftrag Ernst Graumann trat seinen Dienst an diesem Morgen nur schweren Herzens an. Aber was hätte man tun sollen? Das Volk hatte ein Recht darauf, zu erfahren, was die Nazis sich hatten zu schulden kommen lassen. Und damit leider auch viele Deutsche. Mit Unglaube waren anfangs die Bilder aus den befreiten KZs von der Bevölkerung aufgenommen worden. Doch Innenminister Walter Buch, ein noch notwendiges Übel, entschloss sich zu einer harten Linie, wenn auch nur auf massiven Druck durch das Militär. In ganz Deutschland wurden Bürger auf offener Straße angehalten, auf LKWs verladen und zu den Standorten der Lager gebracht. Viele hatten sich bis jetzt noch nicht von der Wirkung dieser Schlachthäuser erholt. Aber dass die neue Regierung so offen mit dem Thema umging, zeigte bereits Wirkung. Vor allem in Polen wurden seit dem Putsch die Wehrmachtstruppen von den jüdischen Teilen der Bevölkerung als Befreier angesehen. Eine der ersten Amtshandlungen des Reichspräsidenten war eine Schutzerklärung für alle Juden auf Reichsgebiet gewesen. Als Ergebnis davon waren tatsächlich einige Flüchtlingen aus dem Ausland zurückgekehrt, und die Anzahl an heimkehrenden sogenannten Volksdeutschen hatte sich verfünffacht. Nicht zuletzt, da die Bestrafung der Täter schnell und ohne Gnade erfolgte. Sogar Bürokraten aus dem Innenministerium wurden am hellichten Tag aus ihren Büros auf die Straße gezerrt und, wenn sie zu starken Widerstand leisteten, auf offener Straße hingerichtet. Keine Gnade für die wahren Volksfeinde, hatte der Reichspräsident verkündet, und die verbitterten Veteranen der 1. Panzerarmee waren diesem Aufruf mit nicht wenig Eifer nachgekommen.

Leutnant Graumann trat durch einen Seiteingang ins Hotel Adlon, das immer noch als provisorisches Reichspräsidialamt fungierte. Da der "Führer" die Funktion des Reichspräsidenten und -kanzlers in sich vereint hatte, war nie die Notwendigkeit eines Präsidialamtes aufgetreten. Graumann konnte allerdings die mangelnde Begeisterung des alternden Generals, sich für einen Neubau einzusetzen, durchaus verstehen: Der Luxus des Gebäudes tat seiner angeschlagenen Gesundheit bestimmt gut.
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Als er im 3. Stock ankam, nickten ihn die beiden Wachposten an der Treppe durch, senkten die Läufe ihrer Waffen vom Typ FG42 aber nicht gänzlich. Man konnte ja nie wissen. Diese Lektion hatte der Leutnant ihnen intensiv eingebläut.
"Irgendwelche Vorkommnisse?", fragte Graumann.
"Nein, Herr Leutnant!", antwortete der ranghöhere der beiden Soldaten. "Nur ein...ungewöhnlicher Besucher, Herr Leutnant."

Irritiert ging Graumann weiter den Flur hinunter und näherte sich der Suite, die dem Reichspräsidenten als Empfangszimmer diente. Er hatte sich der Tür bis auf wenige Meter genähert, als sie sich öffnete. Ein Mann trat heraus, dicht gefolgt vom Reichspräsidenten.
"Wünschen sie uns beiden Glück", sagte der Fremde.
"Das Glück ist immer mit den Rechtschaffenen", dozierte General Beck.
"Dann dürften uns keinerlei Probleme den Weg verstellen", antwortete der Fremde mit einem schwachen Lächeln. "Auf Wiedersehen, Herr Reichspräsident."
In raschem Schritt marschierte der Mann auf Leutnant Graumann zu und salutierte formvollendet im Vorbeigehen, bevor er am Ende des Flures zwischen den Wachposten hindurchtrat und die Treppe hinab verschwand. Der junge Leutnant und Befehlshaber der Leibwache des Reichpräsidenten sah dem gut 50-jährigen versonnen nach. Woher kannte er dieses Gesicht bloß?
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Er zuckte zusammen, als ihm Reichspräsident Beck auf die Schulter schlug.
"Da geht die Zukunft Deutschlands, mein Sohn."

Kommentare und Antworten auf die Frage, wer der Herr denn nun ist, bitte hier: viewtopic.php?f=256&t=11713
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Kapitel 8: Wider dem Roten Bären!

Beitragvon Hjalfnar » 6. März 2013 23:49

Wider dem Roten Bären!

Am Morgen des 20. Februars 1941 wandte sich Reichspräsident General a.D. Ludwig Beck an die deutsche Bevölkerung:

"Bürger Deutschlands! In den frühen Morgenstunden des heutigen Tages habe ich den Angriffsbefehl erteilt, der unser schönes Vaterland in den Kampf gegen die größte Bedrohung des deutschen Staates seit 70 Jahren führt. Trotz der zahlreichen Handelsabkommen und des zwischen unseren Ländern bestehenden Nichtangriffspaktes hat die Regierung des sowjetischen Russlands zunehmend zahlreichere Streitkräfte an unserer Ostgrenze konzentriert. Die Annektion der baltischen Staaten schaffte eine weitere durch sowjetische Truppen bedrohte Grenzlinie in Ostpreussen, und der Agressionskrieg gegen das tapfere Finnland ist ein weiterer Beweis für die bedrohlichen Absichten des Despoten Stalin.
Unter dem Eindruck unwiderlegbarer Beweise, die von den aufopferungsbereiten Offizieren unseres Geheimdienstes beschafft wurden, plant dieser gewaltige Bär von einem Staat einen Angriff auf Europa! Und wir, das deutsche Volk, sind mit unseren Verbündeten die Verteidiger des nun beinahe vollständig geeinten Europa gegen diese Bedrohung! Mögen die verweichlichten Briten und feigen Amerikaner hinter ihren Meeren und Flotten diese Bedrohung ignorieren, wir können es nicht! Wir stehen in der Verantwortung, nicht nur für Deutschland, sondern für ganz Europa und die Welt, diese Gefahr zu bekämpfen!
Seit dem heutigen Morgen wissen die Feinde der Achsenmächte: WIr stellen uns diesem Kampf! An der gesamten Ostgrenze stürmen unsere tapferen Soldaten die Frontlinien des Feindes! Die 1. Panzerarmee ist angetreten, die Völker des Baltikums zu befreien, die 2. Panzerarmee wird zusammen mit unseren ungarischen Verbündeten durch die Ukraine vorstoßen und den geknechteten Bauern dieser einstigen Kornkammer am Schwarzen Meer wieder zu ihren Rechten verhelfen.
Ich möchte betonen, dass wir jederzeit bereit sind, eine Kapitulation Russlands zu akzeptieren! Nicht das russische Volk ist unser Feind, sondern ihr barbarisches Regime! Nicht den russischen SOldaten möchten wir fallen sehen, sondern seinen Diktator! Freiheit für das russische Volk, Sicherheit für das Reich und Europa sind unser Ziel!
Soldaten, Matrose, Piloten, Offiziere des Heeres, der Kriegsmarine und der Luftwaffe! Das Reich des roten Bären ist groß, und der Weg zum Sieg lang! Beschwerlich wird es sein, gefährlich und für viel zu viele tapfere Kameraden auch tödlich! Doch seit euch dessen gewiss: Die Vorbereitungen sind gut, unsere Waffen sind überlegen, unsere Taktik hervorragend. Folgen sie den Befehlen ihrer Offiziere, vertrauen sie auf ihre Generäle, vertrauen sie MIR! Befreit von der Unterdrückung des Naziregimes werden wir der Welt zeigen, dass wir unsere Verantwortung für Europa akzeptieren und wahrnehmen! Italien, Japan, Finnland, Ungarn und Bulgarien stehen an unserer Seite! Dieser Krieg ist anders als der Letzte! Keine Front im Westen wird uns schwächen, denn Frankreich ist geschlagen. Niemand kann uns widerstehen, kein Feind ist unseren Panzern und Flugzeugen gewachsen! Nichts kann uns stoppen! Auf nach Osten, Kameraden! Frieden und Freiheit für Europa!"

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Folgend den Plänen des "Fall Rot" attackierten mehr als 100 deutsche Divisionen die russische Westgrenze, darunter 30 Panzer- und 20 Panzergrenadierdivisionen, zwei volle Panzerarmeen...und sie brachen durch...
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Kapitel 9: Die eisernen Vierziger?

Beitragvon Hjalfnar » 8. März 2013 22:58

Die eisernen Vierziger?

Graumann spazierte den Kudamm hinunter und versuchte, sich zu entspannen. Immerhin war es ihm befohlen worden, ein wenig auszuspannen, vom Reichspräsidenten persönlich! Aber wie sollte er? Seine Kameraden von der 1. Leichten Division kämpften an der Front in Russland, und er saß hier mitten in der Reichshauptstadt, die die wiedergewonnenen Freiheiten genoss und die Goldenen Zwanziger wiederaufleben ließ. Die Nachrichten von der Front waren gut, keine Frage, aber dennoch hätte er den Frühling lieber an der Seite seiner Freunde verbracht, auch im Feld. Immerhin schien die 1. Leichte noch keine heftigen Gefechte gesehen zu haben, im Gegensatz zu den beiden Panzerarmeen, die Lücken in die russische Front geschlagen und im Baltikum und der Ukraine mehr 750.000 Rotarmisten gefangen oder getötet hatten. Spätestens der Erfolg der 2. Panzerarmee in der Ukraine hatte am Ende die Rumänen überzeugt, auf Seiten der Achse in den Krieg einzutreten. Das Massaker an der rumänischen Grenze unter den flüchtenden sowjetischen Soldaten sollte fürchterlich gewesen sein.

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Aber trotz allem, er wanderte nun durch Berlin und versuchte, seine Laune aufzuhellen. Aber selbst fröhliche Jazzmusik und eine Tasse Kaffee konnten ihn nicht aufheitern.

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Er wandelte weiter die Straße hinab, um schlussendlich vor einer Tanzbar inne zu halten. Er musste zugeben, den Glanz der Goldenen Zwanziger hatte er ein wenig vermisst. Die Nazis hatten ja Jazz und ähnliche Musik aus dem öffentlichen Leben verbannt, und damit der Weltmetropole Berlin ein wenig die Lebenslust genommen. Trotz des Krieges blühte diese nun wieder auf, auch wenn sich deutlich mehr Uniformen und auch Bandagen durch die Menge bewegten. Ein helles Lachen ertönte aus der Bar, und lockte ihn hinein. Drinnen war es schummrig, eng, laut, und vor allem bewegt! Jeder hier schien ganz nach seinen eigenen Regeln zu tanzen, Paare drängten durcheinander, das Bier floss in Strömen, und in den Ecken drängten sich Männlein und Weiblein aneinander und flüsterten sich Sachen in die Ohren, die die Eltern beider Seiten besser niemals zu hören kriegen sollten.

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Er drängte sich durch die Menge zur Bar, erpicht darauf, seinen Schwermut mit einer ordentlichen Menge Bier hinunterzuspülen. Wozu sonst hatte der schwerkanke General ihm sonst ausdrücklich ausrichten lassen, nicht vor 13 Uhr seinen Dienst wieder anzutreten? Er winkte dem Angestellten hinter der Bar und brüllte:
"Einen halben Liter Kindl, und immer wieder nachfüllen!"
"Jawohl, Herr Oberleutnant!", erwiderte der Mann mit einem Grinsen, und füllte prompt nach, als der junge Offizier den Glasinhalt in einem Zug hinunterstürzte. Heute wollte er WIRKLICH betrunken sein!

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Circa zwei Stunden und etwa fünf Liter Bier später wankte Graumann zur Toilette der Bar und übergab sich herzhaft in die Keramikschüssel. Erstaunlicherweise fühlte er sich so dreckig wie noch nie in seinem Leben, und das wollte etwas heissen von jemandem, dem mal ein spanischer Republikaner ein Bajonett durch den Bauch gejagt hatte! Nach mehreren Minuten schaffte er es, sich wieder halbwegs klar aus den Toilettenräumen herauszuschleppen. In dem Moment sah er eine junge Frau in der Ecke sich eine Zigarette anzünden...und blieb ruckartig stehen. Sein Kopf klärte sich, und ohne einen weiteren Gedanken an sein leicht derangiertes Aussehen, seine Kameraden in Russland oder die Welt ganz im Allgemeinen steuerte er zielstrebig den Tisch des jungen Fräuleins an. Vielleicht, nur vielleicht, gab es doch etwas auf der Welt, dass seine Stimmung heben könnte...
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Kapitel 10: Der Marsch auf Leningrad

Beitragvon Hjalfnar » 13. März 2013 23:29

Der Marsch auf Leningrad

Die erste Hälfte des Jahres 1941 lief äußerst erfolgreich für die Wehrmacht. Der baltische und der ukrainische Kessel wurden ausgeräumt, und die Panzerarmeen nahmen ihren Vormarsch erneut auf. Gerade in Richtung Nordosten war die Stoßrichtung klar: Tallin, und danach Leningrad! Damit wäre die Ostsee frei von feindlichen Marinestreitkräften, und die Versorgung der vorrückenden Panzerspitzen über den Seeweg gesichert. Wichtiger war jedoch: Unter Deckung durch die Hochseeflotte landete ein großer Teil der Gebirgsarmee, die 1940 noch auf dem Balkan die jugoslawische Armee so vernichtend geschlagen hatten, an der Küste der sowjetischen Exklave Hanko, die die Sowjetunion nach dem Finnischen Winterkrieg besetzt hatte. Die schwache und unter Versorgungsengpässen leidende Garnison wurde durch dutzende Angriffe der modernen deutschen Bomberverbände und des Seebeschusses der Hochseeflotte übel zugerichtet, und ergab sich schon nach wenigen Stunden. Die Verluste der für ein solches Landungsunternehmen kaum ausgebildeten Gebirgsjäger waren minimal, während die Hanko-Garnison mehrere tausend Mann einbüßte.

Sinn und Zweck dieser gewagten Landung war das Dilemma der finnischen Streitkräfte. Diese waren zwar hervorragend ausgebildet und motiviert, aber der vollen Macht der Roten Armee schlicht nicht gewachsen, vor allem nicht nach dem Verlust der gut ausgebauten Verteidigungslinien an der Karelischen Meerenge durch die Gebietsabtretungen nach dem Winterkrieg. Zwar wehrten sich die finnischen Verbände tapfer, aber als eine sowjetische Panzerdivision die Front durchbrach, entwickelte sich der anfangs noch geordnete Rückzug in eine wilde Flucht. Schlussendlich erreichten die russischen Panzerspitzen Helsinki und besetzten es...Finnland stand vor dem völligen Zusammenbruch. Unter Eindruck der drohenden Kapitulation dieses wichtigen Verbündeten entschloss sich Generalstabschef Bayerlein nach Beratung mit Generalfeldmarschall Hammerstein-Equord und Marineoberbefehlshaber Admiral Fulda dazu, leicht verlegbare, für den Winterkrieg und unwegsames Gelände gerüstete Truppen überzusetzen.
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Der Erfolg dieses Vabanquespiels war gewaltig. Potentiell hätten mehr als 100.000 Gebirgsjäger von den sowjetischen Streitkräften eingekesselt und vernichtet werden können, doch stattdessen retteten die tapferen Kämpfer aus den deutschen und österreichischen Alpen den finnischen Staat: Nur wenige Tage nach ihrem spektakulären Erfolg in Hanko befreiten zwei Gebirgsdivisionen Helsinki, während weitere acht Divisionen eine neue Frontlinie in Südfinnland bildeten und die Rote Armee vor sich hertrieben. Die finnischen Verbände sammelten sich unter dem Eindruck dieser überraschenden Wende bemerenswert schnell und schlossen sich dem Vormarsch der Gebirgsjäger an.
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Ähnlich den tapferen Soldaten der Finnland-Interventionstruppe stieß auch die 1. Panzerarmee weiter nach Nordosten vor und schmetterte jeden Widerstand beiseite. Innerhalb weniger Tage fiel Tallinn unter schweren russischen Verlusten, und eine Welle aus Stahl flutete um den Ladogasee herum weiter Richtung Leningrad, ein verwüstetes und mit Leichen und zerstörtem Kriegsgerät bedecktes Lettland hinter sich zurücklassend.
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Die italienischen Versuche hingegen, Griechenland, die Ägäis und Ägypten unter einem neuen römischen Herrscher zu einen, schlugen kläglich fehl. Britische und irakische Infanteriedivisionen schlugen Mussolinis Truppen in der nordafrikanischen Wüste zurück und drangen ihrerseits tief in die italienische Kolonie Libyen ein, bevor ihr Vormarsch im Bombenhagel deutscher Ju 388 zum erliegen kam. Ganze Divisionen lösten sich auf oder mussten sich unter schwersten Verlusten zurückziehen. Allein die Iraker büßten mehr als 18.000 Mann an die bis dato heftigsten Luftangriffe des Krieges ein. Die beiden Luftflotten V und VI wurden schon bald als 'Wüstengeier' und 'Wüstenadler' bekannt...
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Kapitel 11: Der erste Sommer im Osten

Beitragvon Hjalfnar » 15. März 2013 00:44

Der erste Sommer im Osten

Gegen Ende Frühling 1941 erreichte die Wehrmacht ihr erstes Etappenziel: Am 26. Mai stürmten Teile der 2. Panzerarmee durch die Leningrader Vororte, fegten den Widerstand der wenigen noch kampffähigen Verteidiger beiseite und drangen ins Zentrum vor. Die Schiffe der Roten Flotte, darunter das Flaggschiff Oktjabrskaja Revoljuzija, liefen mit donnernden Geschützen aus dem Hafen aus und legten dabei das halbe Hafenviertel in Schutt und Asche. Auf See verwickelte die deutsche Hochseeflotte sie in eine heftige Seeschlacht, doch trotz aller Bemühungen der Kriegsmarine und der Luftwaffe entkam die Oktoberrevolution mit einigen wenigen Begleitschiffen der Übermacht. Trotzdem wurden mehr als 50 sowjetische U-Boote und auch mehrere Großkampfschiffe versenkt.
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In Reaktion auf den erfolgreichen Vorstoß im Norden und die verzweifelten Truppenverlegungen der Roten Armee, um die Linie im Norden zu halten, entschied sich der Oberbefehlshaber Ost, Feldmarschall Ulex, zu einem entschlossenen Generalangriff auf breiter Front, und erwischte damit die sowjetischen Kommandeure auf dem falschen Fuß. Diese hatten sich hinter den Flüssen der Ukraine sicher gefühlt und nicht gegen den Abzug kampfstarker Divisionen in den Norden protestiert. Wobei fraglich war, ob man einen solchen Protest überhaupt überlebt hätte. Schlussendlich war das Ergebnis für die Sowjets weit verheerender als der Fall Leningrads: Auf einer Länge von über 1100 Kilometern wankte die russische Front und wich zurück.
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Wirklich wichtig war für die deutschen Truppen vor allem die Erkämpfung eines Zugangs zur Krim. Die Festung Sewastopol war die wichtigste Marinebasis der Sowjetunion am Schwarzen Meer und von unschätzbarem strategischen Wert für beide Seiten. Nur wenige Tage nach dem Falle Leningrads drangen drei Panzerdivisionen der 1. Panzerarmee auf die Krim vor und trieben die Verteidiger zurück hinter die Festungsanlagen. Nur Tage später sprangen 24.000 Fallschirmjäger, die 1. und 2. Fallschirmjäger-Division unter dem Oberbefehl General Students, über Sewastopol ab. Während sich die Fallschirmjäger ihren Weg in die Befestigungsanlagen sprengten und langsam aber sicher das Zentrum der Festungsstadt unter ihre Kontrolle brachten, walzten die Panzer der 1., 2. und 3. Panzerdivision vorwärts, jeglichen Widerstand unter ihren Ketten zermalmend. Schlussendlich gelang es den Fallschirmjägern und Panzertruppen, die Stadtgarnison zur Kapitulation zu bewegen. Die Schlacht um Sewastopol endete mit mehr als 10.000 Toten auf sowjetischer und über 2000 Toten auf deutscher Seite. Die Sicherung der Krim gegen die im letzten Moment noch verzweifelt in die Schlacht geworfenen Entsatztruppen dauerte nur wenig länger als eine Woche.
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Am scheinbaren Nebenkriegsschauplatz Griechenland hatten währenddessen die 11.-15. Gebirgsjäger-Division die Front erreicht, die sich lediglich rund um die griechische Hauptstadt Athen erstreckte, bis auf einige Inseln war Griechenland vollständig besetzt. Am Abend des 31. Juni traten sie zum Angriff an und erreichten, woran die erschöpften italienischen Verbände bis dato gescheitert waren: Innerhalb von 24 Stunden brach der griechisch-britische Widerstand zusammen und die alliierten Truppen zogen sich in wilder Flucht auf die Insel Euböa zurück. Mehr als 3000 britische und griechische Soldaten ließen in den verwinkelten Straßenzügen des geschichtsträchtigen Athen ihr Leben.
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Re: [AAR HoI3] Im Zeichen der Walküre - Ein alternativer 2.W

Beitragvon Hjalfnar » 15. März 2013 18:20

Der Blick nach Süden

Hauptmann Graumann ächzte unter dem Ruck, den ihm sein Fallschirm versetzte. Warum nochmal hatte er den Reichspräsidenten darum gebeten, zurück in den aktiven Dienst zu kommen? Ach ja. Kameraden im Stich zu lassen war ihm zuwider gewesen. "Scheiss auf Kameraden!!!", brüllte er, als 100 Meter über ihm eine Flakgranate explodierte und ein schreiender Soldat an ihm vorbeistürzte, die zerfetzten Reste seines Fallschirms hinter sich herziehend wie eine Fahne. Dabei war Kreta kaum verteidigt! Zwei Fallschirmdivisionen, die Elitetruppen, die schon Kopenhagen, Oslo und Sewastopol gestürmt hatten, sollten über den Stellungen der Griechen am östlichen Ende der Insel abspringen und somit eine vorgeschobene Luftwaffenbasis für Angriffe auf die britischen Truppen in Ägypten und Libyen zu etablieren. Die Garnison hatte über die letzten Tage bereits unter heftigsten Luftangriffen zu leiden und war kaum mehr kampffähig.
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Trotzdem hatten die Griechen offenbar direkt unter ihm eine ihrer veralteten Flaks wieder instandgesetzt und ballerten damit jetzt glücklich Löcher in den Nachmittagshimmel. Sollten sie! Der Boden kam rasend schnell näher, mit einem Stöhnen ging er in die Knie und rollte sich ab, während rings um ihn herum dumpfe Aufschlagsgeräusche, Keuchen und mindestens ein spitzer Schrei zu hören waren, der schnell in ein weinerliches Wimmern überging. Graumann rappelte sich auf, sammelte seinen Fallschirm ein und wurde so schnell er konnte seinen Schirm los. Dann sah er sich um. Ein dutzend Männer aus seiner Kompanie verteilten sich über das Feld, einer von ihnen jammerte leise und hielt sich den Knöchel. Sein Spieß kam zu ihm herübergerannt.
"Gefreiter Thaers hat sich den Knöchel gebrochen, aber er könnte einer der Mörsergruppen zur Hand gehen. Wenn die nochmal auftauchen, UND ihre Waffen finden können."
Der frischgebackene Hauptmann seufzte. Dass sie aus den Veteranen der 1. Leichten auch unbedingt eine Fallschirmeinheit hatten formen müssen. Nun, wie auch immer. Er lud sein nur wenige Monate altes StG44 durch.
"Im Notfall setzen sie ihn auf einen Fallschirm und lassen sie ihn von zwei Mann hinterher ziehen. Und jetzt sammeln! Wir haben ein Flugfeld einzunehmen!"
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Der Plan des OB der Luftwaffe war gewagt: Fallschirmjäger sollten auf Kreta eine Operationsbasis für Marine und Luftwaffe errichten, um von da aus die Italiener beim Gegenschlag gegen Britisch-Ägypten zu unterstützen. Tatsächlich gelang es den taktischen Bombergeschwadern, die von Sizilien aus gegen die Briten operierten, den Vormarsch der Aliierten zum erliegen zu bringen. Während also die Iraker und Briten in ihren Schützenlöchern Schutz suchten, wurde der Plan ausgeweitet. Die Fallschirmjäger in Kreta waren in bequemer Reichweite des Suezkanals. Vielleicht wäre es sogar möglich, diesen zu sperren und Ägypten unter Kontrolle zu bringen?
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An der Ostfront hingegen verliefen die weiteren Kämpfe relativ unspektakulär. Mit massiver Luftunterstützung brach die Wehrmacht immer wieder Löcher in die Front der Roten Armee, stürmte hindurch, kesselte einige Divisionen ein und verschob die Front wieder um einige Kilometer Richtung Moskau. Die Nordküste des Schwarzen Meeres war völlig in der Hand des Deutschen Reiches, aber in diesen Stellungen verharrte der weitere Vormarsch und die im Süden der Front eingesetzte 1. Panzerarmee griff bis auf weiteres nur noch zur Ablenkung an, blieb aber ansonsten in ihren Stellungen. Stalin und das Politbüro atmeten auf. Zwar verloren die Truppen der Sowjetunion beinahe täglich an Boden, aber das Vormarschtempo würde es der Wehrmacht nicht gestatten, Moskau vor Wintereinbruch zu erreichen. Und mit dem Winter würden die sibirischen Divisionen kommen, so dachte man. In Wahrheit stand die schwärzeste Stunde Russlands noch bevor...


Das StG44, seit April 1941 die neue Standardwaffe der deutschen Infanterie, und ein absolutes Novum der Waffentechnik:
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Die Waffe ist bei den Soldaten äußerst beliebt und erlebte ihre Feuertaufe während des kombinierten Panzer- und Luftlandeangriffs auf Sewastopol. Nach den Berichten der Fallschirmjäger verwandelten die Sturmgewehre die engen Gassen der Festungstadt in Todesfallen, da schon einige wenige Männer mit genügend Munition reichten, um ein effektives Sperrfeuer zu legen. Auch im Häuserkampf bewies die Waffe ihren Wert, da sie kürzer war als das G43 oder 98k, und dabei noch vollautomatisch feuern konnte.


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"So sleep soundly in your beds tonight...for judgement is coming for you at first light! I'm the hand of god, I'm a dark messiah, I'm the vengeful one!" - Disturbed