[HOI3 TFH 4.02] "Die Familie Albrecht - eine deutsche Familiensaga" Neufassung

AARs zum Zeitpunkte der beiden Weltkriege

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[HOI3 TFH 4.02] "Die Familie Albrecht - eine deutsche Familiensaga" Neufassung

Beitragvon croatiafreiburg » 17. März 2021 15:23

Die Familie Albrecht - eine deutsche Familiensaga
Der Aufstieg einer deutschen Bürgerfamilie


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Ein HOI3 Their Finest Hour AAR (Neufassung).
Es wird die Geschichte einer deutschen Unternehmerfamilie, der Albrechts, von Gründung des Unternehmens bis zum Jahr 19XX erzählt.

Einige Daten zum Spiel und den Einstellungen:
Hearts of Iron 3 "Their Finest Hour" 4.02
Stufe: Schwer
Grafikmods: Francesco´s Model Mod, farbige Leaderpics, sowie der gfxAttakk Counter Mod, CTP Deutsch Korrektur-Mod (u.a. von Privat_S)
Eigene Modifikationen: Einige Namensänderungen bei Ministern, Politikern, Staaten und Parteien

Vorwort:
Nach mehr als 7 Jahren! Pause habe ich Hearts of Iron 3 (über den Umweg Hearts of Iron 4) wieder rausgeholt und beschlossen meinen AAR von damals neu zu verfassen. Das bedeutet, dass ich die Vorgeschichte ziemlich unverändert lassen werden, dann aber ab Jan 1936 komplett neu schreibe.
Irgendwie hab wieder richtig Lust auf das alte Spiel. Nachdem also die kleineren Bauarbeiten am Spiel (kostete mich fast 2 Abende, da es gar nicht so einfach war das Spiel unter WIN 10 über Steam stabil laufen zu bekommen). Sei es drum, mögen die Spiele beginnen.
Das AAR hat eine kurze Vorgeschichte, ehe es mit dem 01. Januar 1936 losgeht.

Inhaltsverzeichnis

Erstes Kapitel - Anfangsjahre der Familie (1825-1918)

1. Die Gründungszeit
2. Das deutsche Kaiserreich
3. Die Wilhelminische Epoche
4. Die Firma im 1. Weltkrieg

Zweites Kapitel - Weimarer Zeiten (1918-1936)

1. Die Fabrik im Wandel der Zeiten

Drittes Kapitel - Glanz und Gloria (1936-1939

1. Der Neubeginn
2. Wieder im Konzert der Großen?
3. Die Welt verändert sich!
4. Jahreswende 1937/1938
5. "Friedliche" Expansionen
6. Frieden oder Krieg?
7. Die letzten Tage des Friedens

Viertes Kapitel - Flächenbrand in Europa (1939-

1. Der Polenfeldzug "Operation Gunter"
2. Blick Richtung Westen
3. Der Nordfeldzug – „Operation Wodan“
4. Frankreich-Feldzug – Operation „Balmung“ 1940|Die ersten Tage & Erfolge
4. Frankreich-Feldzug – Operation „Balmung“ 1940|Wiederholt sich das Desaster von 1914 oder wird Frankreich vernichtet?
5. Blick nach Osten oder Angriff auf Großbritannien?
6. Italienische Abenteuer auf dem Balkan und Nordafrika
7. Die letzte große Schlacht? Unternehmen „Odin“ 1941
8. Beginn des Unternehmens „Odin“ – Phase 1 Operation „Berseker“ (Teil1)
8. Beginn des Unternehmens „Odin“ – Phase 1 Operation „Berseker“ (Teil2)
9. Ruhe vor dem Sturm im Osten
10. Operation „Thor“ Entscheidung im Osten? 1942



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Bilderquellen (Öffnen)
Screens meines eigenen Spieles (Paradox Interactive)
Wikipedia für historische Bilder
Zuletzt geändert von croatiafreiburg am 3. Juni 2021 10:17, insgesamt 38-mal geändert.
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"Nicht wer zuerst die Waffen ergreift, ist Anstifter des Unheils, sondern wer dazu nötigt." (Niccolò Machiavelli)

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Beitragvon croatiafreiburg » 17. März 2021 15:26

Erstes Kapitel - Die Anfangsjahre der Familie

1. Die Gründungszeiten

Die Geschichte der Familie begann 1825, als der damals 25 jährige Klaus Albrecht, in seiner kleinen bescheidenen Werkstatt in Duisburg, erstmals Konsumgüter z.B. Kochtöpfe und andere Küchenutensilien aus Stahl herstellte.

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Fabrik um 1850 in der Nähe von Duisburg

Die neuen Produkte waren schnell im ganzen Gebiet beliebt und verkauften sich ganz gut. Damit kam die Familie, die aus Klaus, seiner Frau Cäcilia und den beiden Söhnen Walter (5 Jahre) und Rolf (1 Jahr) bestand zu finanziellem Wohlstand obwohl zeitgleich in Essen große Erz- und Stahlwerke entstanden. Klaus konnte durch seine guten Kontakte zu den Stahllieferanten immer besseren und billigeren Stahl zur Produktion seiner Waren verwenden. Mit der Zeit entwickelte sich aus der kleinen 1-Mann Werkstatt ein kleines mittelständisches Unternehmen. 1850 arbeiteten bereits 50 Arbeiter in der kleinen Fabrik in Duisburg. Die Fabrik „Albrecht“ stellte hauptsächlich Konsumgüter her.

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Klaus Albrecht um 1860

Doch Klaus erkannte, dass sich Europa durch die Industrialisierung schnell verändern würde. Die politischen Verhältnisse in „Deutschland“ veränderten sich schnell. Die Spannungen zwischen den Großmächten wurden stetig größer. Vor allem das Königreich Preußen führte eine aggressive Politik. Der dortige König, wollte ein geeintes Deutsches Reich unter Führung der Preußen erschaffen. Daher kam es ab 1860 zu immer grösseren Spannungen mit der zweiten deutschen Großmacht Österreich. Klaus Albrecht hatte ein gutes Gespür für diese Spannungen in dieser Zeit. So stellte er 1862 mehrere junge und damals noch unbekannte Ingenieure ein. Diese sollte sich vor allem in Waffentechnik und im Lokomotivbau weiterbilden und forschen. Nach Meinung von Klaus würden die Kriege der Moderne durch die bessere Mobilität und die Waffentechniken entschieden werden. Nur wer die besten und schlagkräftigsten Waffen und vor allem Artillerie haben würde, wäre in der Lage den Feind schnell zu besiegen. Die Zeit der Kavallerie und großen Infanterieschlachten war bald vorbei. Im Jahre 1864 konnten Klaus und seine Forschungsabteilung die ersten Erfolge patentieren lassen. So wurde eine ganz neue Lokomotive (einer der schnellsten und effektivsten Ihrer Zeit) entwickelt, die Albrecht 1.

Auch bei der Rüstungsentwicklung hatte die Firma Albrecht mehrere neue Geschützen und Kanonen entwickeln können. Besonders stolz führte Klaus diese neuen Produkte dem preußischen König vor. Dieser war von den Produkten sehr begeistert und bestellte eine große Anzahl von Geschützen und mehrere Loks für sein Militär. Bereits ein Jahre später war das Königreich Preußen, der größte Kunde der Waffenfabrik „Albrecht“. 1865 übernahm der ältere Sohn Walter die Geschicke der Firma. Klaus Albrecht war nun 65 Jahre alt und litt an einer schweren Krankheit. Den Aufstieg seiner Firma zu einer der modernsten Fabrik Europa bekam der alte Mann leider nicht mehr mit.

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Zeichnung der Fabrik um 1865

Am 22. Dezember 1865 starb Klaus Albrecht im Alter von 65 Jahren an Krebs. Die Firmenleitung würde durch den 45 jährigen Sohn Walter übernommen. Der jüngere Bruder Rolf (41 Jahre) hatte Politik studiert und war seitdem im Staatsdienst und diente seinem Land als hoher Beamter. Walter Albrecht war verheiratet mit Emilie und hatte drei Kinder: Peter (18 Jahre), Joseph (15 Jahre) und Katarina (10 Jahre). Er führte die Firmenpolitik seines Vaters weiter und setzte ganz auf eine starke Rüstungsproduktion. So belieferte man Ende 1865 / 1866 Waffen an diverse Königshäuser und Staaten in der ganzen Welt. Im Frühjahr 1866 wurden die Spannungen zwischen den beiden deutschen Großmächtigen heftiger und im Sommer 1866 entlud sich dieser im „Deutschen Krieg“ von 1866.

Hintergrund zum Deutschen Krieg 1866: http://de.wikipedia.org/wiki/Deutscher_Krieg

Durch den Prager Frieden vom 23. August 1866 und der Gründung des Norddeutschen Bundes (unter Führung Preußens) waren die Machtverhältnisse im „Deutschen Reich“ neu geordnet worden. Preußen war nun die alleinige vorherrschende Macht in Deutschland. Das Kaiserreich Österreich war nicht mehr Teil der deutschen Staatengemeinschaft. Preußens Ziel eines geeinten Deutschen Reiches unter der Krone Preußens war man wieder etwas näher gekommen. Das Kaiserreich Österreich hingegen verlagerte seine Außenpolitik nun mehr in Richtung Balkan. Damit waren bereits kurz nach dem Ende des Krieges der Grundstein für neue Konflikte gelegt worden.
Diese Chance erfasste Walter Albrecht sofort. Er ließ noch mehr junge und motivierte Ingenieure einstellen. Sein Ziel war die Entwicklung der modernsten Waffentechnologien der Welt und den Bau der besten und modernsten Loks der damaligen Zeit.

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Zuletzt geändert von croatiafreiburg am 17. März 2021 21:45, insgesamt 3-mal geändert.
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Beitragvon croatiafreiburg » 17. März 2021 15:31

2. Das deutsche Kaiserreich

So hing seit 1871 da neue deutsche Kaiserwappen im Wohnzimmer der Familie Albrecht. Die Familie war stolz auf Ihren Kaiser und auf Ihre neue Heimat.

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Kaiserliches Wappen 1871

Frankreichs Kriegserklärung am 19.07.1870 an Preußen führte zum Deutsch-Französischen Krieg. Durch die deutschen Siege begünstigt, wurde am 18. Januar 1871 mit der Kaiserproklamation im Versailler Spiegelsaal, das neue Deutsche Kaiserreich gegründet.

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Gemälde "Kaiserproklamtion" 1871 im Saal der Albrechts

Am 26. Februar 1871 wurde der Krieg im Vorfrieden von Versailles beendet. Das neue deutsche Kaiserreich hatte seinen ersten Krieg siegreich beendet.

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Politische Karte des "Reiches" 1870

Walter Albrecht war überzeugt, dass dieser große Sieg, vor allem wegen seiner modernen und in großen Stückzahlen gebauten Waffen erreicht wurde. Eine der Folgen des Sieges und der Gründung des Reiches war das schnelle Wachstum der deutschen Wirtschaft. Das Reich wuchs zwischen 1871-1900 zu einem der größten und gefährlichsten Konkurrenten des britischen Empire heran. Dies führte zu Spannungen mit dem britischen Empire. Bereits 1880 erkannte Walter Albrecht, dass dieses rasches Wachstum des Reiches und die Spannungen mit dem britischen Empire Europa bald zu einem großen Krieg führen könnte. Das Bündnissystem Bismarcks verhinderte dies derzeit zwar, doch nach einem möglichen Abgang Otto von Bismarcks, würde das ganze System zu wackeln beginnen.

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Otto von Bismarck (in Uniform)

Der Hohenzollernprinz Wilhelm (der künftige Wilhelm II.) träumte bereits damals von einem großen deutschen Weltreich. Diese Vorstellungen mussten zwangsläufig mit den Vorstellungen des Britischen Empires kollidieren.

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Zuletzt geändert von croatiafreiburg am 17. März 2021 21:46, insgesamt 2-mal geändert.
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Beitragvon croatiafreiburg » 17. März 2021 15:34

3. Die Wilhelminische Epoche

Als dieser Prinz 1888 auf den Thron stieg und zum Kaiser Wilhelm II. wurde begann das Bismarcksche System zu wanken.

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Karikatur zum Abgang Bismarcks

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Gemälde mit dem Portrait Kaiser Wilhelm II., welches im großen Saal der Albrechts hing

Die Gefahr eines großen Krieges wurde merklich höher. Gute Zeiten für die Fabrik Albrecht. Inzwischen hatte der älteste Sohn Peter die Firmenleitung übernommen. Walter Albrecht war nun bereits 68 Jahre alt und lebte als graue Eminenz im Hause weiter. Sohn Peter, inzwischen 41 Jahre alt, hatte seine beiden Geschwister mit hohen Abfindungen ausbezahlt. Zudem erhielten beide Geschwister jährliche Apanagen in beträchtlicher Höhe. Somit blieb die Firma in der Hand eines Chefs. Peter hatte zum ersten Mal in der Familiengeschichte eine Frau aus adligem Hause geehelicht. Seine Frau Mathilde von der Hohenlohe gebär ihm zwei Söhne. Karl-Gustav (19 Jahre) und Wilhelm (13 Jahre).
Bis zur Jahrhundertwende hatte sich das politische Leben im Reich deutlich geändert. Mit der Absetzung des Reichskanzlers Bismarcks 1890, war die Stimmung hin zur Aufrüstung und Weltmachtstreben immer weiter gestiegen.
Der jüngere Sohn Wilhelm (inzwischen 24 Jahre) war ein vernarrter Soldat und besuchte die Königlich Preußische Kriegsakademie in Berlin. Inzwischen war er zum Fahnenjunker aufgestiegen. Er diente im kaiserlichen Heer. Sein älterer Bruder Karl-Gustav war bereits seit Jahren in den Firmengeschäften involviert worden. Die Firma hatte sich in den letzten Jahren immer weiter vergrößert und war nun einer der größten und mächtigsten Rüstungsfirma der Welt geworden. Immer öfters besuchte Kaiser Wilhelm II. seine Musterfirma in Duisburg. Er bestellte oft neue und viele Waffen der Firma Albrecht für seine geliebte Armee. Von 1900 bis 1912 kam es auf der ganzen Welt immer wieder zu kriegerischen Auseinandersetzungen wie z.B. die Burenkriege, Boxeraufstände, Russisch-japanischen Krieg, ital.-türkischer Krieg, Balkankriege. Immer verdiente die Firma Albrecht kräftig mit. Doch diese Kriege waren meist regional begrenzt.
Walter Albrecht war 1905 im Alter von 85 Jahren friedlich in seinem Bette eingeschlafen. Neues Familienoberhaupt wurde Peter Albrecht.
Aufgrund der zahlreichen Spannungen und der aggressiven Politik der Großmächte schien ein großer Krieg nicht mehr weit entfernt zu sein. Als man 1913 ein modernen und großen neues Fabrikkomplex eröffnete, schien die Firma auf Ihrem Höhepunkt zu sein. Zur Eröffnung des Gebäudekomplexes erschienen außer allen Familienmitgliedern auch viele bedeutende Personen der damaligen Zeit. Der Kaiser persönlich eröffnete die neuen Fabrikhallen in einer feierlichen Zeremonie. Ende 1913 wuchsen die Spannungen in Europa.

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Karikatur "Machtverhältnisse 1914"

Die verbündete Donaumonarchie versuchte seine innenpolitischen Schwierigkeiten mit einer aggressiven Aussenpolitik zu vertuschen. Die Annexion Bosnien im Jahre 1908 und die Balkankriege 1912-13 hatten den Balkan zu einem Pulverfass werden lassen. Als am 28. Juni 1914 ein Attentat auf den österreichischen Thronfolgers Erzherzog Franz Ferdinand verübt wurde, kam es in Europa zu einer Krise zwischen den Großmächten. Die Julikrise 1914 führte dazu, dass im August 1914 ein europäischer Krieg und Weltkrieg begann.
Die Firma Albrecht mobilisierte sofort alle Ressourcen. Die treue Firmenleitung gewährte dem deutschen Kaiser sogar großzügige Kriegskredite und ließ Waffen in großer Anzahl herstellen. Diese Waffen sollten erst nach dem Sieg des Kaiserreiches in Rechnung gestellt werden. Der jüngere Sohn Wilhelm (39 Jahre) zog bereits Anfang August 1914 in den Krieg. Er wurde an die Ostfront nach Preußen verlegt.
Gleichzeitig übernahm Karl-Gustav (45 Jahre) die Geschäftsführung von seinem Vater Peter (67 Jahre). Karl-Gustav hatte die Unternehmenstochter Cecilie Schmitt geheiratet. Er war Vater von drei Kindern: Rolf (geb. 1900) , Otto (geb. 1902) und Sophie (geb. 1904).

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Zuletzt geändert von croatiafreiburg am 19. März 2021 21:52, insgesamt 4-mal geändert.
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Re: [HOI3 TFH 4.02] "Die Familie Albrecht - eine deutsche Familiensaga" Neufassung

Beitragvon croatiafreiburg » 17. März 2021 15:45

4. Die Firma im 1. Weltkrieg

In der Anfangszeit produzierte das Unternehmen unermüdlich Waffen und Eisenbahnen für das Deutsche Kaiserreich. Doch bereits im Winter 1914 machten sich bei Karl-Gustav erste Ernüchterungen breit. Er war im Gegensatz zu seinem Vater nicht ganz so Kaisertreu. Zwar war auch er ein Monarchist und Unterstützer eines starken deutschen Reiches. Doch er dachte, dass es Zeit wäre, die Monarchie im Reich neu zu gestalten. Ein moderner Monarch könne nicht mehr am Volkswillen vorbei regieren. Daher musste man dem Parlament mehr Rechte wie bisher geben. Nur so würde man die Monarchie auf Dauer festigen können. Natürlich behielt er seine Meinung und Skepsis gegenüberüber dem jetzigen Kaiser für sich. Der Krieg verlief nicht so schnell und erfolgreich wie geplant. Auch die Briefe seines Bruders von der Ostfront öffnete Karl-Gustav immer mehr die Erkenntnis, dass das Deutsche Reich diesen Krieg nicht gewinnen könne. Dennoch produzierte die Firma in 24 h Schichten Waffen um Waffen für das deutsche Heer. Die Familie verdiente in dieser Zeit ein grosses Vermögen. Doch Karl-Gustav dachte an die Zukunft der Familie. Wie würde es im Reich weitergehen. Wie könne man die Familie und das Unternehmen in die Moderne retten und im Falle einer deutschen Niederlage schützen.

Als Anfang 1915 die USA durch den U Boot Krieg des Reiches provoziert wurden, sah Karl-Gustav seine Thesen bestätigt.
Auch die Siegesmeldungen von der Ostfront konnten Ihn von seiner Meinung nicht abbringen. Er musste einen Plan B erarbeiteten. Dieser sollte im Falle einer Niederlage und einer Revolution im Reiche, den Fortbestand der Firma und Familie gewährleisten.
Als der amerikanische Präsident Wilson im Dez. 1916 ein deutsches Friedensangebot abgibt und die Entente ablehnt, wusste Karl-Gustav, dass der Krieg bis zum Ende geführt werden musste.
Die USA trat im April 1917 in den Krieg gegen die Mittelmächte ein. Damit war Karl-Gustav klar, dass das Reich diesen Krieg verlieren würde. Zu mächtig war die amerikanische Industrie. Zu stark die Massen an Menschen und frischen Ressourcen. Karl-Gustav war 1904 nach seiner USA Reise sehr beeindruckt von der amerikanischen Wirtschaft gewesen.
Im Herbst 1917 flackerte auf deutscher Seite noch einmal ein Funken Hoffnung auf. Die neue UdSSR war bereit zu Friedensverhandlungen. Damit war der Krieg im Osten beendet. Sein Bruder Wilhelm wurde an die Westfront verlegt.
Doch bereits Anfang 1918 waren diese Hoffnungen wieder verflogen. Als Wilhelm auf Fronturlaub mit seinem Bruder zusammentraf, berieten die beiden Brüder über die Zukunft der Firma. Beide waren sich einige, dass das Kaiserreich den Krieg verlieren würde. Nachdem die „14 Punkte“ von Wilson bekannt geworden waren, war den beiden Brüder bewusst, dass auch das Deutsche Kaiserreich auf den Spiel stand. Beide befürchteten eine Rachepolitik der Siegermächte d.h. Deutschland werde zu einer schwachen Nation gemacht. Die Rüstung und Armee werde sicherlich aufgelöst. Daher berieten die beiden Brüder, was man in solch einem Falle machen sollte. Der sog. Plan B entstand. Karl-Gustav liess also ab März 1918 seine Konstrukteure Pläne erstellen um die Produktion schnellstmöglich auf Konsumgüter etc. umstellen zu können. Als es im Oktober 1918 zu Unruhen in der K.u.K Monarchie kam, wusste Karl-Gustav dass nun die Zeit gekommen war, das sinkende Schiff zu verlassen. Die Revolution im Reich stand kurz bevor. Die militärische Niederlage im Westen war nun noch eine Frage der Zeit. Karl-Gustav begann damit Kontakte zu den konservativen Parteien zu knüpfen. Gleichzeitig kontaktierte er seine ehemaligen US-Geschäftspartner in New York. Dadurch wollte er sich etwas Luft verschaffen. Die Produktion von Konsumgütern wurde bereits vorbereitet und die Firma wurde teilweise umgerüstet. Nur noch ein kleiner Teil der Fabrik baute Rüstungsware. Karl-Gustav schien bestens vorbereitet zu sein.
Am 09. November 1918 dankte Kaiser Wilhelm II. ab. Am gleichen Tag wurde in Berlin die deutsche Republik ausgerufen. Es war soweit. Das Kaiserreich war Geschichte. Eine Dynastie war untergegangen.

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Zeitungsmeldung zur Abdankung des Kaisers 1918

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Szene : Ausrufung der Republik 1918

Sofort wurden Maßnahmen zur Sicherheit der Familie und Fabrik getroffen. Loyale Arbeiter wurden als Wachen aufgestellt. Zu groß war die Angst vor Plünderungen und Aufständen. Doch es blieb ruhig. Vorerst….

Am 11. November 1918 war der 1. Weltkrieg beendet und die Verlierer standen vor dem Abgrund der Geschichte.

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Beitragvon croatiafreiburg » 18. März 2021 13:46

Zweites Kapitel - Die Fabrik im Wandel der Zeit (1918-1936)

Am 28. Juni 1919 unterzeichneten die Vertreter des Deutschen Reiches den Friedensvertrag von Versailles. Die Kolonien mussten abgegeben werden, Polen bekam Posen, Westpreußen und Soldau, Elsaß-Lothringen ging an Frankreich, das Memelland wurde von Litauen beansprucht, Eupen und Malmedy gingen an Belgien, Nordschleswig fiel an Dänemark und das Hultschiner Land wurde der Tchechoslowakei zugesprochen. Das Rheinland wurde besetzt und entmilitarisiert. Die Doppelmonarchie Österreich-Ungarn musste aufgelöst werden und es entstanden Österreich, Ungarn, Jugoslawien und die Tschechoslowakei. Zu diesem Zeitpunkt war die Bundesrepublik Österreich als Staat nicht lebensfähig. Es wurde der Anschluss an Deutschland angestrebt. Jedoch untersagten dies die Alliierten. Die Gebiete des ehemaligen Osmanischen Reichs (Syrien, Irak, Transjordanien und Palestina) wurden unter britische und französische Mandatsherrschaft gestellt.

• insgesamt verloren die Mittelmächte weit über 3 Mio. qkm und 20 Mio. Menschen
• Deutschland durfte nur 100.000 Soldaten unterhalten.
• untersagt waren schweren Waffen, großen Kriegsschiffe und eine Luftwaffe
• Deutschland wurde Republik

Die neue Republik stand unter keinem guten Stern. Der verlorene Krieg, die Auflagen des Friedenvertrages von Versailles und die Wirtschaftskrise erschütterten das Deutsche Reich. Die Familie hatte Ihre Produktion umgestellt. Doch Ihr Vermögen (Bargeld) war nichts mehr wert. Die Inflation und die verlorenen Kredite an das alte Kaiserreich waren die wichtigsten Gründe für den Verlust Ihres Vermögens. Der Verkauf der Waren ins Ausland war durch die Versailler Beschränkungen sehr erschwert. Die Arbeiter mussten mit Waren bezahlt werden. Die Reichsmark war kaum etwas wert. Dennoch ließ sich Karl-Gustav nicht beirren und versuchte seine alten Geschäftspartner in den USA zu kontaktieren. Mitte der 20er Jahre stabilisierte sich die Wirtschaft und die Lage im Reich besserte sich ein wenig. Die Firma konnte wieder schwarze Zahlen schreiben. Diese Phase dauerte jedoch nicht allzu lange. Als 1929 die Weltwirtschaftskrise eintrat, traf diese Krise das schwache und abhängige Deutsche Reich besonders hart. Durch die Krise wurde auch die Politik im Reich radikalisiert. Die KPD und die NSdAP wurden immer stärker. Beide Parteien wurden von Karl-Gustav und seinem Bruder Wilhelm entschieden abgelehnt und teilweise bekämpft. Beide Parteien waren den Brüdern zu sozialistisch und revolutionär. Die Brüder standen politisch zur Zentrumspartei. Der Vater Peter Albrecht sagte kurz vor seinem Tod im Jahr 1928: „Lasst auf keinen Fall die radikalen Parteien an die Macht, das wäre der endgültige Untergang des Reiches. Unser Ziel muss die Wiederherstellung der Monarchie mit modernem Antlitz sein“. Diese Worte trieben die beiden Brüder von nun an. Deswegen spendete man der Zentrumspartei enorme Summen, damit diese gegen die beiden neuen und starken Volksparteien eine Chance haben konnte. Als es Anfang der 30er Jahre zur größten politischen Krise seit 1919 kam und der aufstrebende Politiker A. Hitler die Macht fast in den Händen hält, organisierte Wilhelm Albrecht (mit großer Hilfe seines Bruders) einen Umsturzversuch. Mit Hilfe seiner ehemaligen Offizierskollegen aus dem 1. WK, wurde Ende 1935 ein Putsch durchgeführt. Dieser sollte die ehemalige Kaisermonarchie wiederherstellten. Für Gott, Vaterland und Kaiser war der Spruch der Putschisten um Wilhelm Albrecht.

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Szene: Putsch der Monarchisten Dez. 1935

Die Firma des Bruders spielte dabei eine gewichtige Rolle. Einerseits finanzierte man den Putsch, anderseits wurden im geheimen Waffen und Munition produziert und an die Putschisten im ganzen Reich verteilt.
Im Dezember 1935 war es endlich soweit. Kaisertreue Milizen unter der Führung Wilhelms und seinen ehemaligen Offizierskollegen verhaften am 20. Dezember 1935 alle wichtigen Funktionäre der Kommunistischen Partei und der NSDAP. Nur einige Tage später wurde der 5. Sohn des ehemaligen Kaisers Wilhelm II zum neuen deutschen Kaiser Oskar I. proklamiert. Damit begann für das Reich und die Familie Albrecht eine neue ereignisreiche Epoche.

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Potraits des neuen Kaisers Oskar Karl Gustav Adolf von Preußen alias Oskar I.

Am Abend des 26. Dezember feierte die Familie das Weihnachtsfest 1935 und gleichzeitig die Wiederherstellung der deutschen Monarchie. Doch damit war die Aufgabe noch lange nicht beendet. Im Gegenteil, das schwache Reich stand nun vor wichtigen und schweren Aufgaben. Dabei sollte die Firma Albrecht mit Geld und Waffen helfen. Die Aufgabe der Brüder Albrecht war es nun, weitere Unterstützer unter den Unternehmern im Reich zu finden.
Natürlich wussten beide Brüder, dass man bei Erfolg enorme Summen an Geld verdienen könne. Doch Ihre Motivation war nicht Ihr eigenes Vermögen, sondern es ging Ihnen um ein starkes und mächtiges Deutsches Kaiserreich.

Am Neujahrstag 1936 begann die neue Zeitrechnung und dunkle Wolken zogen am Himmel auf...

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Beitragvon croatiafreiburg » 18. März 2021 18:29

Drittes Kapitel - Glanz und Gloria

1. Der Neubeginn

Anfang des Jahres 1936 übernahm der neue deutsche Kaiser Oskar Karl Gustav Adolf von Preußen (* 27. Juli 1888 im Marmorpalais in Potsdam;) als Kaiser Oskar I. die Regierungsgeschäfte des deutschen Reiches.

Ein Vertrauter und enger Freund des Kaisers wurde zum neuen Reichskanzler von Kaisers Gnaden ernannt.

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Portrait des neuen Reichskanzlers Fürst Robert von Baden Dez 1935

Das Ausland war von den Ereignissen im Deutsche Reich völlig überrascht worden. Alle ausländischen Geheimdienste hatten komplett versagt.
So entgegnete dem neuen Kaiser und seiner Regierung nur wenig Widerstand von Seiten der Briten, Franzosen und Russen. Da die „Großmächte“ genügend eigene Probleme hatten, wollte man die Situation in Deutschland nun nur genau beobachten und höchstens im Notfall militärisch eingreifen. Daher sandten alle Großmächte etliche Spione ins Reich. Diese sollte die Lage beobachten und einen genauen Bericht über die aktuelle Lage im Reich erarbeiten und vorlegen.

In seiner ersten Rede des Kaisers an sein Volk und der Erklärung des neuen Reichskanzlers (Diese wird aus Zeitgründen hier kurz zusammengefasst) ging es beiden Herren hauptsächlich um folgende Ziele:

    Anspruch des Reiches auf einen Platz unter den Großmächten
    Revision des Versailler Vertrages
    Respekt und Ehre für das Deutsche Kaiserreich

Karl-Gustav Albrecht begrüßte diese ersten Regierungserklärung des Kaisers und seines neuen Kanzlers. Sein Bruder Wilhelm wurde als enger Berater ins Kriegs- und Wirtschaftsministerium berufen. Damit hatte die Familie eine wichtige Person an einer der Schaltflächen des Reiches installiert.

Sofort Anfang Januar 1936 berief der neue Reichskanzler Fürst Robert von Baden eine große Sitzung im Reichstagsgebäude ein. Auch beide Brüder Albrecht waren zu dieser Sitzung geladen. Immerhin sollten Sie bei der Neugestaltung des Kaiserreiches mitwirken. Außerdem waren alle wichtigen Minister, Politiker und Militärs anwesend.
Nach einer kurzen Ansprache des Kaisers, übernahm der Kanzler das Wort.

Nach dem Umsturz und der Wiedereinführung der Monarchie ging es dem Reichskanzler vorerst nun um die Sicherung der Monarchie. Dies muss das große Ziel in den nächsten Wochen und Monaten sein. Das ich durfte in dieser wichtige Stunde keine Schwäche zeigen. Als der Kanzler sein Rede beendet hatte, bebte der Saal aufgrund des tosenden Beifalls und euphorischen Rufen der Anwesenden.
Auch die beiden Brüder waren begeistert von Ihrem neuen Kanzler und der neuen Hoffnung, dass Ihr geliebtes Reich wieder zu einer geachteten Weltmacht werden könne.

So stimmten alle zum Ende des Rede gemeinsam ein:

"Lang lebe der Kaiser"
"Nieder mit Versailles"

Nach Abspielen der Kaiserhymne, ging man zum Abendessen über. Diese Gelegenheit nutzte der Kanzler um mit seinen wichtigsten Beratern zu sprechen und sofort Aufträge zu erteilen.

So verlangte er von allen Ministern aktuelle Berichte über Ihre Ressorts.

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Die neue Reichsregierung im Januar 1936

Die meisten Berichte lagen am nächsten Tag auf dem Schreibtisch des Kanzlers.

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Außenpolitische Lage des Reiches im Januar 1936

Am nächsten Morgen hängte sich Kanzler Fürst Robert v.Baden eine neue Landkarte in das neu bezogene Büro auf:

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Politische Karte Europas (Jan 1936)

Gegen Mittag kamen noch mehrere Spionageberichte rein:

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Großbritannien (Jan 1936)

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Frankreich (Jan 1936)

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UdSSR (Jan 1936)

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USA (Jan 1936)

Die ersten Entscheidungen des Kanzlers war die Ernennung neuer Minister (u.a. Dr. Schacht +10% IK und einem neuen Chef des Heeres (v. Blomberg -10% Nachschub) und Marine (Wilhelm Groener).

Zudem wurden sofort beträchtliche Aufträge an die Wirtschaft ausgegeben. Auf Anraten von Wilhelm Albrecht sollten zunächst erstmal Industrieanlagen gebaut werden. Die bisherigen Marineaufträge wurden nicht gestoppt. So hoch wäre der Verlust bei einem Baustopp gewesen.
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Nach einer Besprechung mit Karl-Gustav Albrecht ließ sich der Kanzler davon überzeugen vorerst keine neue Kampfdivisionen aufzustellen. Zum einem sollte man die anderen Großmächte nicht verprellen und zum anderen wollte man erst einige Energie und Zeit in die Erforschung neuer Waffensysteme reinstecken.
Karl-Gustav und Wilhelm Albrecht waren seit Ihrem letzten Treffen mit einem gewissen Generalmajor Guderian große Anhänger der Panzerwaffe geworden. Hier sollte die Zukunft der modernen Kriege liegen. Daher forschte die Familie Albrecht schon seit einigen Monaten an panzerähnlichen Fahrzeugen. Erst wenn hierbei einige Fortschritte erzielt würden, war mit dem Aufbau von neuen Panzerdivisionen zu rechnen. Ziel war die Panzerwaffe zur tragenden Kraft der neuen Wehrmacht zu machen.
Auch das Reich begann damit, verstärkt neue Waffensysteme zu erforschen und testen. Dabei lag der Fokus auf Infanterie- und Panzerwaffen.
Der Pool an Wehrpflichtigen war relativ gut. So konnte man derzeit auf ca. 882 MP zurückgreifen.

Bei der Außenpolitik befahl der Kanzler besonders vorsichtig zu sein. Zunächst sollten die Beziehungen zu den Großmächten: Großbritannien, Frankreich, USA und der Sowjetunion stabilisiert und verbessert werden. Zu diesem Zweck reiste Wilhelm Albrecht im Auftrag des Wirtschaftsministers in alle wichtigen Länder rund um den Globus. Dabei sollte er auch die sehr wichtigen Handelsbeziehungen aufleben lassen und teilweise neue Verträge abschließen.
Im Nachbarstaat Österreich wollte man deutlich an Einfluss gewinnen. Daher wurden geheime Spione damit beauftragt, die jetzige reichsfeindliche Regierung zu untergraben. Klares Ziel des Kaisers war es, Deutsch-Österreich ins Reich einzugliedern.

Die vorgelegten Spionageberichte brachten noch keine echten Erkenntnisse darüber, was die anderen Staaten im "Ärmel" hatten. Doch der Anfang war gemacht. Der Kanzler erkannte schnell, dass man die Spionageabwehr und den Auslandsgeheimdienst ausbauen musste.

Bereits in den ersten Stunden und Tagen konnte Wilhelm Albrecht einige sehr wichtige Handelsverträge abschließen. Das Reich war in seiner derzeitigen Lage stark von den Lieferungen aus dem Ausland abhängig. Um die Wirtschaft und Rüstung für einen eventuellen Krieg aufzubauen, musste man die Rohstofflage erheblich verbessern. Einige wichtige und große Deals wurden abgeschlossen. Vor allem Rohstoffe und Rohöl wurden eingekauft. Um dies zu finanzieren wurden überschüssige Kohle und Konsumgüter exportiert. Die Handelsbilanz blieb daher einigermaßen ausgeglichen. Die Staatsfinanzen waren nämlich ebenfalls knapp.

In der folgenden Woche traf sich Kanzler mit seinen militärischen Beratern. Dabei wollte er sich einen genauen Überblick über die derzeitige milit. Lage und Stärke (eher Schwäche) des Reiches machen. Die Mannstärke lag bei ca. 230.000 Mann.
Nun das Heer bestand aus 130 Brigaden, welche in zwei Oberkommandos (West und Ost) aufgeteilt waren. Es gab 41 Divisionen in 11 Korps und eine Heeresgruppe. Die Organisation des Heeres war eine totale Katastrophe.
Der neue Generalstabschef von Blomberg bekam sofort den Befehl, das Heer neu aufzustellen.

Bei der Luftwaffe war die Lage kaum besser. Lediglich 11 Geschwader (3 AJ + 8 TaBo) standen dem Reich zu Verfügung. Das waren ca. 1100 Flugzeuge. Damit war man nicht mal in der Lage, das Reich zu verteidigen.

Tja und die Marine musste nach der Niederlage im 1.WK am meisten leiden. Die Angst der Briten ließ die ehemalige Kaiserliche Marine auf nun 14 Großschiffen und 3 Zerstörergeschwader schrumpfen. Zudem besaß man noch 3 U-Bootgeschwader.

Nachdem der Kanzler die Lage kannte, war er niedergeschlagen. Die militärische Lage des Reiches war gelinde gesagt "total im Ars..". Hier musste unbedingt etwas geschehen.
Wenn das Reich seine Stellung und die verlorenen Gebiete wiederhaben wollte, ging dies (eventuell) nur in dem man Krieg führen musste. Dafür war die Reichswehr viel zu schwach. Nicht mal gegen Polen hätte man derzeit eine echte Chance. Wie tief war das Reich gesunken.

Nun hieß es "Ärmel hochkrempeln" und arbeiten, arbeiten und nochmals arbeiten.

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Beitragvon croatiafreiburg » 20. März 2021 20:23

2. Wieder im Konzert der Großmächte?

Bereits in der ersten Woche konnten weitere wichtige Handelsverträge mit diversen Ländern abgeschlossen werden. Die Ressourcenlage stellte sich somit nach der ersten Amtswoche am 09. Januar 1936 somit wie folgt und somit etwas besser dar:

Energie + 63
Metall + 2
Seltene Materialien - 53
Öl + 18
Treibstoff + 20
Finanzen + 1

In Afrika hatten die Italiener unter dem machtgierigen Mussolini das Kaiserreich Abessinien (Äthiopien) ohne Vorwarnung angegriffen. Die Welt hielt dem Atem still, doch keiner griff ein. Zu groß war die Angst vor einem erneuten großen Weltkrieg.
Wikipedia Artikel zum echten Abessinien-Krieg 1935/36 (Öffnen)


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Ostafrika am 9. Januar 1936

Am 25. Januar verabschiedete die neue Regierung Ihr erstes wichtige großes Gesetz: Ein neue Industriegesetz, welches unsere Industriepolitik zu einer Mischindustrie umwandelte.

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Dadurch sollte die Industrie weiterhin gestärkt und gefördert werden. Wilhelm Albrecht sollte zudem in den nächsten Wochen einige wichtige Dienstreisen unternehmen. Seine Hauptaufgabe sollte der Abschluss von wichtigen Exportabkommen mit dem Ausland sein. Die deutsche Rüstung und Wirtschaft sollte genügend Mittel für den weiteren Aufbau des Reiches zur Verfügung haben. Nur so würde man mittelfristig wieder im Konzert der Großen mitspielen können.

Am Abend vor dem Flug nach Stockholm besuchte Wilhelm seinen Bruder Karl-Gustav. Beim Abendessen sprach beide über die Pläne der neuen Regierung. Karl-Gustav begrüßte die neuen Entscheidungen sehr und schwärmte seinem Bruder von den letzten Ergebnissen seiner Experimente (z.B. Panzerwaffen) vor.
Als man später noch eine Zigarre rauchte, sprach man auch über die derzeitige Lage in Afrika. Dort kämpften die Italiener gegen das stolze Kaiserreich Äthiopien und versuchte dieses rohstoffreiche Land endlich zu besetzen.

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Lage in Ostafrika Ende Januar 1936

Wilhelm war über das langsame Vorankommen der Italiener leicht erstaunt und auch besorgt. Immerhin sah er im Königreich Italien einen möglichen Verbündeten gegen Frankreich.
Doch sein Bruder war anderer Meinung über den südlichen Nachbarn. Er meinte, dass die Italiener nicht so stark sein, wie im Allgemeinen angenommen. Die italienischen Waffen seien veraltet und die Armee in einem desolaten Zustand. Bei seiner letzten Reise nach Rom, hatte er verschiedene ital. Rüstungsfirmen besucht und war geschockt gewesen. Daher überraschte Ihn, das langsame Vorankommen der ital. Armee in Afrika überhaupt nicht.

Am nächsten Morgen flog Wilhelm von Köln nach Stockholm. Danach nach Moskau und schließlich nach Washington.
Als er Anfang Februar wieder in Berlin ankam, konnte er einige gute Handelsverträge mit den Schweden, der USA und der UDSSR vorzeigen.
So konnten von nun an große Mengen an Metall und Stahl eingekauft werden. Die nötigen Devisen erzielte man mit dem Verkauf von Konsum- und Lebensmittelgütern in die USA.
Auch in den nächsten Tagen reiste Wilhelm in weitere Nachbarländer des Reiches und brachte fast immer gute Nachrichten (sprich gute Verträge) mit nach Hause.

So sah die Handelsbilanz Ende Januar 1936 dann schon wesentlich besser aus.
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Der Kanzler war mit der Arbeit Wilhelms sehr zufrieden. Die Wirtschaftslage hatte sich innerhalb eines Monats erheblich verbessert.

Auch außenpolitisch war die Lage befriedigend. Die Wiedereinführung der Monarchie hatte kaum negative Reaktionen im Ausland herbeigeführt.

Der Einfluss in Österreich wurde leicht gesteigert, sodass der Deutsche Reichsbund (DRP) in Österreich nun bereits 2 % des Volkes hinter sich hatte.

Innenpolitisch lag die Unterstützung im Volk mit 53% weiterhin in einem sehr guten Bereich.

Anfang Februar 1936 reisten die beiden Brüder Albrecht (auf Einladung des Kaisers) nach Kiel. Dort wurde das neue Kriegsschiff der Kaiserlichen Marine, die "Admiral Graf Spee" vom Stapel gelassen. Mit diesem Schiff wollte das Reich seine wieder erstarke Stellung unter den Großmächten zeigen. Eine neue Zeitrechnung hatte begonnen. Bei diesem Treffen erhielt die Firma Albrecht (mündlich) die Zusage für mehrere Großaufträge der Reichswehr.
Am 06. Februar wurden diese Verträge an die Firma Albrecht versendet. Die Firma sollte große Mengen an Panzerabwehrwaffen und schwere Artillerie bauen. Damit sollten die bestehenden Infanteriedivisionen der Reichswehr ausgerüstet und damit weiter aufgewertet werden.

Derweil konnten die "schwachen" italienischen Kolonialtruppen in Afrika endlich einige Fortschritte erzielen. Dennoch waren die deutschen Generäle weiterhin von der Schwäche der ital. Armee geschockt.

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Lage in Ostafrika Anfang Februar 1936

Im Schatten des Krieges in Afrika zeigte die neue Reichsregierung Ihr neues Selbstvertrauen und schickte am 06. Februar 1936 Truppen ins demilitarisierten Rheinland. Ein Affront gegen die Entente und dem Versailler Vertrag von 1919. Doch wieder blieb eine harte Reaktion aus.
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Wikipedia Artikel Besetzung des Rheinlands 1936 (Öffnen)


Im gleichen Zug wurde die allgemeine Wehrpflicht von 2 Jahren auf 3 Jahre erhöht. Damit zeigte man seinen Willen die Reichswehr wieder aufzurüsten.
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In den letzten Tagen des Monates wurde es im Kriegsministerium hektisch. Wilhelm Albrecht bemerkte, dass sich täglich neue Generäle beim Minister trafen. Sogar Reichskanzler Robert erschien mehrere Male im Büro des Ministers. Auf Nachfrage Wilhelms, erzählte Ihm der Sekretär des Ministers, dass es um die geheime Operation "Hagen" gehen würde.
Wilhelm war geschockt, als er von diesem Plan erfuhr. Das Reich war für solche Abenteuer noch nicht reif. Daher schrieb er ein Telegramm an seinen Bruder Karl-Gustav.
Auch Karl-Gustav war wenig begeistert, von diesen Plänen des Kaisers und Kanzlers. Daher entschied er sich zu einem Besuch beim Kanzler.
Am 28. Februar 1936 traf sich Karl-Gustav Albrecht mit dem Reichskanzler Robert in Berlin. Dieser fragte nach den Fortschritten bei den Rüstungsvorhaben und erhielt eine befriedigende Antwort. Schnell wechselte man das Thema auf die Geheimsache "Hagen". Der Kanzler war in sehr besonnen und beruhigte Karl-Gustav. Der Plan sollte lediglich eine Option von vielen sein. Die Reichsregierung wolle Österreich auf dem diplomatischen Wege ins Reich eingliedern. Doch um ein Drohszenario aufzubauen, habe man einen Invasionsplan entwickelt. Dieser sollte dann absichtlich "durchsickern". Damit wolle man etwas Bewegung in die Verhandlungen bekommen. Das Ausland solle wissen, dass man für alle Optionen "offen" sei.

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Operation "HAGEN" - Besetzung Deutsch-Österreich

Nach der Besprechung verabschiedete sich der Kanzler von Karl-Gustav. Er hatte noch eine Besprechung mit seinem engsten Berater. Dieser brachte Ihm die neuen Monatsstatistiken.

Die Daten waren ganz gut. Die Zustimmung im Volk sank zwar ein wenig. Doch damit hatte man gerechnet. Sobald die erste Euphorie abflachte, war es ganz normal, dass die Bürger wieder etwas kritischer wurden.

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Beitragvon croatiafreiburg » 22. März 2021 10:27

2. Wieder im Konzert der Großmächte? (Fortsetzung)

Ende Februar konnte Wilhelm Albrecht einen tollen Handelsvertrag mit der US-Regierung abschließen. Der Dank des Kanzlers war im sicher. Zum Dank wurden die Brüder ins „Berliner Schloss“ eingeladen. Ein sehr genussreicher Abend war die Folge.

Durch diesen Deal und anderen kleineren Export/Import Verträge besserte sich die wirtschaftliche Lage des Reiches zusehend.

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Lage in Ostafrika Ende Februar 1936

Die Lage in Ostafrika (Abessinien) war natürlich stetiges Thema, wenn sich die beiden Brüder zu einem Cognac abends trafen. Es schien, dass die italienische Armee doch langsam Fortschritte zu vermelden hatte.
So konnten die Italiener am 09.03.1936 fast den Belagerungsring um Addis Abeba schließen. Die Zeit schien für die Afrikaner abzulaufen.

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Lage in Ostafrika am 09.03.1936

Am 17. März war es so weit. Der Kaiser von Abessinien sah keine Chance auf einen Sieg oder Frieden und kapitulierte am gleichen Abend und floh ins Exil. Die Italiener machten das Land überraschend zur Marionette, statt es als Kolonie einzugliedern.
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Als am Abend die Meldung der Kapitulation in Berlin einging, waren noch alle überzeugt gewesen, dass Italien eine neue Kolonie erbeutet hatte. Was hatte der Verrückte Benito da schon wieder im Schilde.

Bei seiner Stabssitzung gab der Kanzler die Order die komplette Reichswehr, also Heer, Kriegsmarine und Luftwaffe, komplett neu aufzustellen und umzuorganisieren.
Ziel war es zwei Oberbefehlsabschnitte (Ost und West) mit jeweils 2 Heeresgruppen und 12 Armeen aufzubauen. Dies Armeen sollten dann jeweils bis zu 5 Armeekorps unterstellt haben. Jedes Armeekorps hatte dann wiederrum bis zu 5 Divisionen.

Die Kriegsmarine und Luftwaffe sollten direkt den Oberbefehlshabern OST und WEST zugeteilt werden.
Am 26. März begann die Umstrukturierung der gesamten Armee.
Ab sofort hieß die offizielle Bezeichnung der Armee wieder Kaiserliche Reichswehr.
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Aufgrund der letzten Auslandreise von Wilhelm Albrecht kam es (etwas verspätet) doch noch zum Abschluss eines weiteren wichtigen Handelsvertrages mit den USA. Dadurch war man nun bei den Rohstoffen endlich im grünen Bereich.

Mitte April konnten die unsere Techniker, darunter auch einige kluge Köpfe der Firma Albrecht, die ersten technologischen Fortschritte in der Modernisierung unserer Armee (vorrangig Infanterieverbesserungen) vorweisen. Der Kaiser und sein Kanzler waren höchst erfreut und guter Dinge, die gesteckten Ziele zu erreichen.
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Durch die Erfolge in der Außenpolitik, Handelspolitik, aber vor allem durch die beliebte Heeresreform strömten Massen an jungen Männern in die Armee. Es war wieder schick in der Reichswehr sein zu dürfen.
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In den kommenden Wochen arbeitete man hart an den Plänen zum Aufbau der Panzerwaffe und man konnte einige Verbesserungen erzielen und bereits in diversen geheimen Aktionen testen. Dies natürlich unter strengsten Sicherheitsvorkehrungen. Immer galt der verdammte Vertrag von Versailles ja noch.
Hintergrundwissen

Tja und wieder waren es unsere „lieben“ Nachbarn aus dem Westen, welche für Aufregung in den Fluren des Regierungspalastes in Berlin und in den Hauptquartieren der Armeen sorgten. Am 01.06.1936 übernahm die sogenannte Volksfront das Sagen in Paris.
Hintergrundwissen

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Diese Regierung der vereinigten linken französischen Parteien (ohne die direkte Beteiligung der Kommunisten) war in Berlin natürlich nicht gern gesehen. Immerhin waren nun Leute an der Regierung, welche 1918 so vehement für die Abschaffung der Monarchie in Berlin gestimmt hatten. Diese Menschen zwangen den Vater von Oskar I. ins Exil und zur Abdankung. Dies hatte der Sohn nicht vergessen. Sogleich berief der Kaiser persönlich einen Krisenstab zusammen. Er wollte über alle Vorgänge in Frankreich persönlich unterrichtet werden. Die Aktionen unserer Spione in Frankreich wurden intensiviert. Dadurch aber auch gefährlicher.

Ein Maßnahme, auf besonderen Wunsch des Kaisers, war der Ausbau der Bunkeranlagen am Rhein. Diese sollten deutlich ausgebaut werden und bis zur schweizer Grenze durchgehend verlaufen.

Doch das waren nicht die einzigen Folgen in Europa. Ganz Europa war im Aufruhr. Die Spannungen zwischen Linken und Rechten war fast in jedem Land zu spüren. Doch meist waren die Mächtigen in der Lage, die Situation durch harte Hand, Polizei und Armee im Griff zu halten.

Auch im Reich sank die Unterstützung für die MPdDR (Monarchistische Partei des deutschen Reiches) auf nur noch 45%. Das „linke“ Lager war nun fast bei 30%, wenn man alle zusammen in einen Topf werfen würde.

In Spanien gelang das in Folge der Wahlen zu Beginn des Jahres 1936 war noch eine gewisse Zeit lang, doch durch die Geschehnisse in Frankreich ermuntert, wollten die Linken in Spanien nun mehr. Doch die starke Rechte unter Führung der katholischen Kirche und mit Unterstützung der Mehrheit der Armee, wollten dieser „Sozialisierung“ Mitte 1936 nicht mehr folgen. Es kam wie es kommen musste.
Am frühen Morgen des 10. Juli 1936 wurde der Kanzler durch eine Eilmeldung aus dem Außenministerium geweckt. General Franco und seine "Nationalisten" hatten in Spanien geputscht.
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Hintergrundwissen

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Die Lage einige Stunden nach Kriegsbeginn in Spanien 10. Juli 1936

Wilhelm erfuhr diese unglaublichen Neuigkeiten, als er in sein Büro ging.

Karl-Gustav war geschockt, als er die Meldung vom Bürgerkrieg in Spanien im Radio hörte. War Europa reif für diesen Konflikt. Wie würden die Großmächte reagieren? Das Reich war noch viel zu schwach für diesen Konflikt. Er rief seinen Bruder an und fragte Ihn, ob er schon wissen würde, wie die Haltung der Regierung sei. Doch Wilhelm konnte Ihm keine Antwort auf diese Frage geben. Heute Mittag sei eine dringende Krisensitzung in der Reichskanzlei angesetzt worden. Dort würde er sicherlich mehr erfahren.
Bei dieser Besprechung ging es hoch her. Wie solle man sich verhalten? Sollte man die Putschisten um Franco unterstützen. Die Besprechung eskalierte, als einer der Mitarbeiter des Kriegsministeriums dem Kanzler zu heftig widersprach. Nach einigen Stunden entschied der Reichskanzler:
Man werde Franco helfen. Zudem sollte das Kriegsministerium umorganisiert werden. Die Mitarbeiter, die nicht im Sinne der Regierung handeln, sollten sofort entlassen werden. Es sollten nur noch fähige und loyale Monarchisten eingestellt werden.

So wurde am 11. Juli 1936, Hilfe nach Burgos (prov. Hauptstadt Franco´s) gesendet.
Das Ausland reagiert, wie es der Kanzler vorausgesagt hatte. Nämlich fast gar nicht. Dies war der erste große außenpolitische Erfolg der neuen Regierung. Der Kaiser war begeistert. Endlich war sein Reich wieder vollständig souverän.
Mit der Besetzung des Rheinlandes am 06.02.1936 und der offenen Unterstützung der Putschisten in Spanien hatte man zwei erfolgreiche Coups erreicht.
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Somit hatte sich die Landkarte Europas und Spaniens drastisch geändert:
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In den nächsten Tagen reiste Wilhelm Albrecht nach Rom und Burgos um sich dort mit Beratern des Duce´s und Francos zu treffen. Dabei sollte er engere Zusammenarbeit zwischen den Staaten erreichen. Im deutschen Reich sah man beide Staaten als Verbündete im Kampf gegen die Kommunisten und Sozialisten in der UdSSR und Frankreich. Zudem hoffe man in Berlin, dass Franco (nach einem Sieg) sich gegen die Briten (Stichwort: Gibraltar Frage) erheben würde.

Daher flog Wilhelm mit dem deutschen Gesandten Walter von Aurich nach Rom.

Das Gespräch mit dem Duce war sehr angenehm und verlief erstaunlich strukturiert. Der Duce war bestens über die Situation in Spanien informiert gewesen. Durch den Sieg in Afrika strahlte er eine unglaubliche Ausstrahlung aus und schien ein guter Partner zu werden.
Wilhelm, der ebenfalls mit dem deutschen Gesandeten mitreiste und für die Inspektion der ital. Rüstungsindustrie dabei sein sollte, war erstaunt.
Auch sonst konnte Wilhelm eine deutliche Verbesserung der Strukturen in Italien erkennen. Die Wirtschaft hatte sich mit Hilfe deutscher Firmen erholt und begann nun neue moderne Waffen zu produzieren.

Als er mit dem Schiff nach Barcelona weiterreiste, war Wilhelm etwas mulmig zumute. Immerhin reiste er in einen Staat, indem gerade ein Bürgerkrieg tobte. Die Fronten waren immer noch nicht klar. Barcelona war immer noch in den Händen der loyalen Regierungstruppen.
Francos Truppen hatten sich bislang nur im Norden behaupten können. Auch an der Ostküste hatte man einige kleinere Erfolge erzielen können.
Aufgrund der gefährlichen Lage traf sich Wilhelm mit den Vertretern der Nationalisten in der Nähe von Barcelona anstatt in Burgos direkt. Dabei versprach er den Spaniern weitreichende Unterstützung mit Waffen und Wissen.

Anfang August (also nach einigen Wochen Krieg) war die Situation weiter unklar und unentschieden.

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Spanien - Lage am 01.08.1936

Von Barcelona aus reiste Wilhelm (per Schiff) weiter nach London. Dort sollte er sich mit Vertretern der britischen (Untergrund-) Monarchisten treffen. Er sollte die Lage in London erkunden und dann persönlich seinem geliebten Kaiser und Kanzler berichten.

Rechtzeitig zur monatlichen Lagebesprechung kehrte Wilhelm nach Berlin zurück. Nach der Besprechung wollte er dem Kaiser Bericht erstatten und dann zu seiner Familie weiterfahren.

Die Besprechung (Monatsbericht) verlief diesmal ohne größere Vorkommnisse. Es wurden einige Daten vorgetragen und der Kanzler sprach einige Worte dazu. Insgesamt war die Regierung zufrieden. Die Zustimmung im Volke sank auf nunmehr 40 %. Dies waren aber die Auswirkungen des Krieges in Spanien. Die Wirtschaft war ebenfalls stabil. Der Außenhandel hatte sich weiterhin gut entwickelt.
Nun wartete man auf die ersten Forschungsergebnisse, damit man die Reichswehr verstärken konnte.

Sofort nach der Besprechung reiste Wilhelm nach Duisburg zu seiner Familie. Er hatte nun 2 Wochen Urlaub vom Dienst. Natürlich würde er über alle Neuigkeiten sofort benachrichtigt werden.

Am nächsten Tag fuhr er zu seinem Bruder Karl-Gustav in die Firma. Dort sprach man über die neuesten Forschungsergebnisse. Karl-Gustav zeigte seinem Bruder die neuesten Entwicklungen. Man stand kurz vor einem wichtigen Durchbruch bei Infanterie- und Panzerwaffen. Auch war man dabei neue Kanonen zu testen.

Wilhelm war von den gezeigten Prototypen begeistert.

Noch bevor sein Urlaub zu Ende war, konnte die Firma einige neue Waffen vorzeigen. Wilhelm konnte also mit weiteren guten Nachrichten nach Berlin zurückreisen.

Als Wilhelm in Berlin ankam, berichtete er dem Kanzler sofort von den neuen Fortschritten. Dieser war natürlich begeistert. Er wollte diese Nachrichten jedoch erst bei der nächsten Monatsbesprechung im September weitergeben.

In der Zeit seiner Abwesenheit hatte der Kanzler Schritte eingeleitet, um das Wachsen der Opposition zu stoppen.
Beide Brüder waren der Meinung, dass es sowieso zu viele Parteien und Gruppen im Reich gab. Daher waren Sie mit dieser Entscheidung sehr einverstanden.
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Im August wurden die Kämpfe in Spanien (vor allem im Norden) immer heftiger und brutaler.

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Lage in Spanien am 12.08.1936

Die Putschisten standen Mitte August kurz vor den Toren von Madrid. Aber die Republik wehrte sich tapfer gegen die Einkesselung Ihrer Hauptstadt.
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Doch es schien, als ob Franco’s Truppen langsam die Oberhand gewinnen konnten. So wurde am 22.08.1936 die wichtige Hafenstadt Bilbao besetzt.
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Bis Ende August versuchte Franco mit seiner Eliteeinheiten die Hauptstadt vom Rest des Landes abzuspalten.
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Als Wilhelm Albrecht Anfang September seinen Bruder und anderen Rüstungsfirmen besuchte, wurde Ihm die Fertigstellung neuer Panzerabwehrkanonen mitgeteilt und teilweise auch vorgeführt. Damit würden die bisher bestehenden Divisionen für eine effektive Verteidigung gegen feindliche Panter ausgerüstet sein. Zudem hatte man auch bei der offensiven Panzerwaffen gute Fortschritte erzielt.

Erste Großaufträge zur Aushebung von weiteren Infanteriedivisionen und Artilleriewaffen wurden an Firmen im ganzen Reich vergeben.

Der deutsche Geheimdienst berichtete Mitte September 1936 aus Spanien. Dort schien es, als ob die Republik nochmals zurückschlagen könne.

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So konnte man den Kessel bei Sarria sprengen. Diesen Korridor konnte die Republik in den Folgetagen sogar vergrößern uns sichern.

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Doch am 16.09.1936 dann der Rückschlag der Putschisten. Barcelona kapituliert und wird nun die zweite wichtige Hafenstadt der Putschisten.

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Gelber Kreis ist der Korridor der Republik bei Sarris
Roter Kreis ist der Gegenschlag Franco’s mit der Eroberung Barcelonas.


Doch es blieb ein Hin und Her. Am 19.06.1936 konnte die Republik bei Caspe eine wichtige Schlacht für sich entscheiden.

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Ende September 1936 besuchte Karl-Gustav seine Forschungsabteilung. Seine Mitarbeiter waren aufgeregt und berichteten von einem Durchbruch bei der Panzerentwicklung. Diese Nachricht telegraphierte er sofort an seinen Bruder Albrecht nach Berlin.
Wilhelm berichte diese Nachricht sofort an seine Vorgesetzten und seinem Minister.

Aus Spanien kamen weiterhin gute Nachrichten. Franco war Ende September weiterhin auf dem Vormarsch und hatte nun den Norden, Katalonien und teilweise Südspanien unter Kontrolle.

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Die Geheimdienstberichte beider spanischen „Staaten“ sah wie folgt aus.

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So langsam konnte man einen Vorteil der Putschisten erkennen. Das Pendel hatte also in Richtung Franco´s geschlagen. Die Regierung des Kaisers atmete auf. Einen weiteren sozialistischen Staat in Europa hätte man nicht mehr verkraftet.

Mit der wirtschaftlichen Lage Anfang Oktober konnte man weiterhin zufrieden sein, auch wenn es noch viel zu verbessern gab.

Der Kanzler bat Wilhelm nach der Sitzung zu sich ins sein Arbeitszimmer. Wilhelm war überrascht. Was wollte der Kanzler von Wilhelm?
Als beide im Arbeitszimmer saßen, begann der Kanzler von seinen Plänen für die Neuordnung Europas zu sprechen. Er erläuterte seine Pläne und wollte die Meinung Wilhelms darüber hören.

Die Pläne des Kanzlers waren äußerst riskant. Zuerst wollte er die verlorenen Gebiete des Reiches zurückholen. Doch das war Ihm nicht genug. Um das Reich dauerhaft zu einer Großmacht zu machen, müsse das Reich seine Grenzen im Osten vergrößern. Ein starkes Russland im Rücken war eine stetige Bedrohung für das Reich. Diese wolle er dauerhaft ausschalten und das kommunistische Russland vernichten. Seine Vision war ein schwaches (abhängiges) russisches Zarenreich im Osten. Dadurch würde man im Westen freie Hand haben und nie wieder unter der "Fuchtel" der Westmächte geraten. Dazu bedafte es auch starke und zuverlässige Partner in Europa und in der Welt. Der Kanzler dachte dabei an das Königsreich Italien, Ungarn, Finnland, Rumänien, Spanien, Argentinien und dem Kaiserreich Japan.
Wilhelm hört dem Kanzler gebannt zu und bat um Bedenkzeit. Er müsse dies alles erstmal verdauen und sich Gedanken machen. Er versprach dem Kanzler, dass er Ihm seine Meinung innerhalb eine Woche mitteilen werde.

Bei einem Thema waren sich beide einig. Zuerst musste Franco den Sieg in Spanien erreichen. Dadurch würde Frankreich in die Zange genommen und eingekreist sein. Dies wäre ein strategischer Vorteil für das Reich.

Die Lage in Spanien schien sich weiter für Franco zu drehen. Im Oktober gab es mehrere Versuche die Hauptstadt Madrid einzuschließen. Doch immer wieder schafften es die Truppen der Republik einen kleinen Korridor offen zu lassen.

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Lage am 09.10.1936

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Lage am 20.10.1936

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Lage am 25.10.1936

Im Deutsche Reich geschah nichts Nennenswertes. Erst Ende Oktober kam wieder etwas mehr Bewegung beim Heer. Das II. Armeekorps wurde zur Verstärkung der Grenzen nach Ostpreußen verlegt. Die Polen sahen dies sicherlich nicht besonders gerne.

Derweil forschten deutsche Ingenieure im ganzen Reich fieberhaft an neuen Waffen und Waffensystemen.

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Kämpfe um Madrid

Am 13. November 1936 war es endlich so weit. Die Hauptstadt Madrid kapitulierte und Franco marschierte in die königliche Hauptstadt ein. Die neue Hauptstadt der Republik wurde Valencia.

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Karte Falls Madrids 13.11.1936

Daher beschloss die spanische Regierung Ende November eine letzte Großoffensive im Süden zu starten. Alle Reserven wurden mobilisiert. Sollte diese Offensive scheitern, wäre der Krieg endgültig verloren.
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Lage am 22.11.1936

Ende November waren auch die ersten Bunker am südlichen Rhein fertig gestellt worden. Die Franzosen sahen das mit großem Argwohn. Doch es waren ja nur Verteidigungsanlagen. https://up.picr.de/40808481qr.png
Unterdessen tobte der Krieg in Spanien weiter. Fast ganz Nordspanien und der Süden waren nun in der Hand der Putschisten. Der Krieg ging in seine entscheidende Phase und es sah nach einem Sieg Francos aus.
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Lage in Spanien am 30.11.1936

Ende November 1936 konnte man in Berlin freudig folgendes feststellen. Sowohl in Italien (immerhin ein Königreich) und in Spanien (nach einem Sieg Francos bestimmt auch wieder ein Königreich) waren die konservativen Kräfte stärker den je. Diese beiden Länder könnten also wichtige Verbündete bei der Rückkehr zum "Konzert der Mächtigen" werden.

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Re: [HOI3 TFH 4.02] "Die Familie Albrecht - eine deutsche Familiensaga" Neufassung

Beitragvon croatiafreiburg » 27. März 2021 20:13

3. Die Welt verändert sich

Die letzten Wochen des Jahres 1936 verliefen im Reich ohne größere Ereignisse ab. Natürlich war der Krieg in Spanien das tägliche Thema. Wie lange würden es noch dauern, ehe die Republik kapitulieren würde? Das war das die einzige Frage, die man sich immer wieder stellte.
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Am 21.12.1936 konnten drei neue Infanterie Divisionen im Osten aufgestellt werden. Damit wuchs das Heer stetig.
Am Folgetag gab es kurz vor Weihnachten noch eine wichtige Meldung aus Spanien. Die neue provisorische Hauptstadt der Republik Valencia musste kapitulieren und die spanische Regierung verlegte Ihren Sitz nach weiter südlich nach Murcia.
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Als die Familie Albrecht am 2. Weihnachtstag 1936 zusammen im großen Saal der Familienresidenz saß, freute man sich über die freien und ruhigen Stunden. Doch bereits einige Tage später musste Wilhelm wieder zurück nach Berlin reisen. Vorher ließ er sich von seinem Bruder die neuesten Entwicklungen in der Fabrik und Labor zeigen.

Während Wilhelm mit dem Zug nach Berlin reiste, schaute er sich die neuesten Daten und Fakten des Reiches an. Immerhin sollte er einen kleinen Redebeitrag bei der Jahresversammlung der Regierung halten. Er wollte nicht unvorbereitet auftreten.

Besonderen Augenmerk legte er dabei auf die Wirtschaftsdaten und die Geheimdienstberichte der übrigen „Großmächte“. Bis Mitte 1937 sollten die Berichte nochmal deutlich tiefer gehen, damit man sich eine genaue Lage über die Großmächte der Welt machen könnte.
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Die Lage der Wirtschaft sah wie folgt aus: IK 153/214 (im Vorjahr lag es bei 140/201)
Die Daten der Rohstoffe waren:
Energie -35, Metall -10, seltene Rohstoffe 0, Öl +40, Treibstoff +14 und Finanzen 0
Also insgesamt recht ordentlich.
Bei den anderen Staaten sah es wie folgt aus:
Großbritannien 161/120 (Fokus auf Flugzeugbau und etwas Infanterie)
Italien 69/110
Japan 94/155
Sowjetunion 161/156 (Fokus auf Infanterie)
USA 256/217 (Fokus auf Infrastruktur)
Wilhelm schaute sich die Daten des Nachbarn Frankreich sehr genau an.
IK 98/83. Rohstofflager waren gut gefüllt. Fokus auf den Bau der neuen Panzerwaffe!
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Die Rohstofflage bei den "Achsen" Mächten, die der Kanzler als neues Bündnis plante, war deutlich schlechter als die der möglichen Feinde. Daher wollte Wilhelm folgenden Rat an den Kaiser und den Kanzler richten:

Man müsse sich mit einer den beiden Seiten verbünden, ehe man einen Krieg lostreten würde. Danach müsste man die andere Seite vernichtend schlagen, sodass die andere Seite weiter verbündet bleibt. Aber am wichtigsten wäre es die USA ganz aus einem Krieg zu halten. Daher würde er ein Bündnis mit Argentinien vorerst ablehnen. Das würde die USA nicht mitmachen. Zudem müsse man die Japaner etwas zügeln. Diese würden die USA sonst in einen Krieg hineinziehen.

Aus dem Berichten war zu erkennen, dass die USA und UdSSR in den Ausbau Ihrer Infrastruktur und Rüstungsindustrie investierten. Das brachte das Reich in eine Zwickmühle. Den die Zeit spielte für die beiden großen Staaten im Westen und im Osten. Unser geliebtes Kaiserreich stand dazwischen.
Bedenklich war auch die enorme Aufrüstung der Japaner. Was führten diese im Schilde. Wilhelm hoffte, dass seine Reise nach Tokio, vom deutschen Kaiser genehmigt werden würde. Dort wollte er mehr über die japanischen Pläne herausfinden.

So traf sich das Kabinett Anfang Januar 1937 und der Kanzler verkündete seine „Achsen-Strategie“.
Nach diesem Treffen, sprach Wilhelm mit dem Kanzler über diverse andere Dinge. Dabei ging es auch um seine Reise nach Tokio. Der Kanzler versprach, dass Wilhelm nach Japan reisen könne, doch vorher sollte er nach Spanien reisen. Dort sollte er die Lage persönlich begutachten und dann einschätzen.

So reiste Wilhelm am 05. Januar nach Barcelona. Dort traf er sich mit hohen Vertretern der Nationalisten. Sofort berichteten Sie über die aktuelle Lage in Spanien. Bei diesem Treffen wurde auch der Lizenzverkauf für STUKA Flugzeuge an Franco verkauft.
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Die Truppen Francos kontrollierten nun große Teile des Landes. Doch der Feind war noch nicht geschlagen. Im Gegenteil, man kämpfte erbittert und tapfer weiter.

Es schien so, als nun die finale Phase im Bürgerkrieg begonnen war.
Am 30. Januar 1937 gab es im Hause der Albrechts eine freudige Nachricht. Der Stammeshalter Rolf wurde erstmalig Vater und seine Frau Alexandra konnten den nächsten Stammhalter der Firma gesund zur Welt bringen. Klaus-Peter Albrecht (geb. 30.01.1937). Der erste Enkel von Karl-Gustav Albrecht war nun also unter uns. Zur Geburt hab es ein gemeinsames Abendessen in der Familienresidenz. Alle Arbeiter der Firma Albrecht erhielten am 01.02.1937 einen freien Tag. Der Jubel war groß.

Den ganzen Januar und Februar 1937 tobten heftige Kämpfe in Spanien. Die Republik hatte sich erholt und schlug nun immer wieder zurück.
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Anfang März schien die Lage aussichtslos für die Republik.
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Doch einen Tag nach dem Geburtstag des Kanzlers Fürst Robert von Baden erhielten wir die unglaubliche Meldung, dass die Republik noch einmal in die Offensive ging und die ehemalige Hauptstadt Valencia zurück erobern konnte. Auch im Norden ging die Republik nochmals in die Offensive. Franco´s Truppen waren geschockt.
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Doch die schlechten Nachrichten aus Spanien wurden nur 2 Tage später durch eine erneute erfreuliche Nachricht aus dem Hause Albrecht überdeckt. Der zweite Enkel, diesmal Nachkomme aus der Ehe von Otto und Petra Albrecht erblickte das Licht der Welt. Zu Dank an den neuen Kaiser wurde dieses Kind Oskar genannt. Nun hatte Karl-Gustav also innerhalb von 2 Monaten zwei neue Enkel im Hause. Durch seine Aufgaben als Opa, begann er darüber nachzudenken, die Firmenleitung an seinen ältesten Sohn Rolf zu übergeben. Doch diesen Schritt wollte er mit seinem jüngeren (ledigen) Bruder Wilhelm besprechen.
Das letzte Aufbäumen der spanischen Republik dauerte knapp 2 Wochen. Nachdem sich die Truppen der Putschisten erstmal vom Schock erholt hatten, ging man wieder voll dagegen und drang die Republik wieder zurück. In Nordspanien waren die Gebiete unter Kontrolle der Republik ziemlich geschrumpft. Auch bei Valencia gab es einen neuen Angriff zur Rückeroberung der Stadt durch die Putschisten.
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Am 03. April 1937 dann die Nachricht, dass Sevilla wieder in den Händen der Putschisten war.
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Damit war nun allen klar, dass dieser Krieg endgültig entschieden war. Die Republik hatte alles auf eine Karte gesetzt und verloren. Ab diesem Tag war es nur noch eine Frage der Zeit und Opfer, wann die morsche Republik zusammenbrechen würde. Franco begann die Nachkriegszeit vorzu bereiten.
Mitte April war nur noch das kleine Gebiet im Südosten in der Hand der Republik. Die Menschen versuchten nun panisch die Seiten zu wechseln oder zu flüchten, solange es noch ging. Das verschärfte die Lage der Republik weiter. Auch im Ausland ließen die Mächte, welche hinter der Republik standen nun langsam die Unterstützung fallen. Lediglich bei der Flucht half man noch.
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Am 18.04.1937 fiel nun auch die Hauptstadt Murcia in die Hände der Putschisten. Neue Hauptstadt war die letzte verbliebene Stadt Malaga im Süden.
In den nächsten Wochen gab es keine größeren Ereignisse in der Welt. Erst am 06. Mai 1937 ereignete sich eines der größten Unglücke der jungen Luftfahrgeschichte. Der Stolz der deutschen Zeppelin Luftfahrt, die Hindenburg, wurde er bei der Landung in Lakehurst (New Jersey, USA) zerstört, als sich die Wasserstofffüllung entzündete. 35 der 97 Menschen an Bord sowie ein Mitglied der Bodenmannschaft kamen ums Leben. Ein tragisches Unglück für die deutsche Luftfahrt. Der Kaiser ließ sofort alle Flaagen im Reich auf Halbmast hießen und ordnete drei Tage Staatstrauer an.
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Hintergrundwissen

Mitte Mai 1937 begann die wohl letzte Großoffensive der Putschisten.
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Bis zum 27. Mai 1937 drang man die Republik auf ein sehr kleines Gebiet im Süden und der Hauptstadt Malaga zusammen. Die Republik war in den letzten Zügen.
Daher entschloss der Kanzler dazu eine Rundreise zu machen und folgende Städte zu besuchen: Madrid, Rom, Wien, Stockholm und Bern. Der Besuch in Madrid war zwar umstritten, den noch war ja Krieg und Franco nicht das neue Staatsoberhaupt des neuen Spaniens, doch der Kanzler wollte damit bewusst ein Zeichen setzen.
Seine Prognose war, dass der Krieg in Spanien im Juni zu Ende sein würde.
Wie vorhergesehen, begann Anfang Juni 1937 die Großoffensive Franco´s wie ein Gewitter um die schwache Republik herein. So könnte man am 08. Juni die Rest-Republik in zwei Hälften spalten und dieses Gebiet stetig erweitern. Bis zum 15. Juni 1937 wurde der abgespaltene Kessel immer kleiner und viele Soldaten gingen in Gefangenschaft oder desertierten.
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Am 17. Juni 1937 war der Kessel zermalmt worden und alle Truppen schwenkten nun Richtung Malaga, der verbliebenen Hauptstadt der Republik.
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Alle wichtigen Republikaner, die noch in Spanien bzw. in Malaga anwesend waren, versuchten nun zu flüchten und mit den letzten Fliegern und Schiffe das Land in Richtung Großbritannien, Frankreich oder USA zu verlassen. Unter Ihnen auch der letzte Präsident der Republik Manuel Azaña y Díaz. Die Armee war ohne Führung und die einfachen Soldaten ließen sich einfach gefangen nehmen. Der Krieg war vorbei.
Am 22. Juni 1937 begann der „Sturm“ auf die Hauptstadt, welche am 23. Juni 1937 kapituliert.
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Am 24. Juni kapitulierten die letzten loyalen Streitkräfte unter General Vicente Rojo Lluch. Damit hatten die Putschisten den Sieg nach knapp einem Jahr errungen. Die Nation hat geblutet und viele Familien waren zerrissen worden. Viele Spanier hatten das Land innerhalb des letzten Jahres verlassen. Beide Seiten hatten hohe Verluste. Doch Franco hatte gewonnen und wollte nun schnell ein stabiles und starkes Spanien schaffen. Dafür benötigte er Hilfe aus Italien und dem Deutschen Reich. Beide Staaten gratulierten noch am 24. Juni 1937 dem El Caudillo de España zum Sieg.
Hintergrundwissen

Für den Kaiser war es nun eigentlich nur eine Frage der Zeit bis auch Spanien wieder zu einer Monarchie werden würde. Doch zunächst hatte Franco andere Pläne für Spanien.
Im politischen Berlin war man über den Ausgang zwar nicht überrascht, zu klar war am Ende die Lage in Spanien gewesen, doch trotzdem war man überglücklich, dass ein weiteres Land im konservativen Lager nun endlich als stabilen Partner anzusehen war.
Nur einige Tage später hingen in allen offiziellen Arbeitszimmer die neue Europakarte an den Wänden.
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Nur einige Tage später besuchte das neue spanische Staatsoberhaupt die Reichshauptstadt Berlin und ehrte damit unseren Kaiser mit seinem ersten Staatsbesuch im Ausland. Beide waren stundenlang allein im Besprechungszimmer. Was wurde da besprochen? Man wusste es nicht. Auch die Gespräche mit dem Kanzler gingen ähnlich lang. Doch hier ging es um klare Fakten, Aufbauhilfe sowie militärische Zusammenarbeit. Immerhin hatten beiden den gleichen Feind. Den Kommunismus!
Bei den obligatorischen Monatsumfragen sank die Zustimmung mit der Regierungspartei auf nun nur noch 36%. Der Kaiser war außer sich und musste vom Kanzler persönlich beruhigt werden.
Doch die Gründe waren klar. Der Krieg in Spanien hatte die Menschen im reich verschreckt. Die Schrecken und Leiden des verlorenen 1. Weltkriegs waren einfach noch zu nah.
Beim Monatstreffen des Kabinetts wurden diesmal alle Bereiche und Berichte sehr ausführlich vorgestellt. Ungewöhnlich war dabei auch die Anwesenheit des Kaisers.
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Bei den Geheimdienstdossiers wurde es spannend.
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Als der Bericht über die Sowjetunion als letzter Bericht vorgelegt wurde, stand der Kaiser auf und schrie in den Raum hinein: „Was soll das? Wo sind unsere Daten, wer ist für dieses Desaster zuständig. Wir wissen überhaupt nichts über dieses Land! Was für eine Schlamperei!
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Selbst der Kanzler konnte nur mit Mühe und Not die Lage wieder in den Griff bekommen. Er versprach Besserung bis zum Jahresende. Danach müsste der Chef des Geheimdienstes antanzen und Besserung geloben.
Doch die Welt hatte kein Mitleid mit diesem Gefühl. Am 02.07.1937 erklärte die Japaner Nation-China und deren Verbündeten Shanxi den Krieg.

Mit dem Zwischenfall an der Marco-Polo-Brücke begann am 02. Juli 1937 der japanisch-chinesische Krieg. Asien war also zu einem neuen Kriegsschauplatz geworden.
Wilhelm war von der Meldung nicht sonderlich überrascht gewesen. Die Provokationen der letzten Wochen, waren die ersten Anzeichen eines Konfliktes in Asien. Auch dies war nicht überraschend. Immerhin meldete der deutsche Geheimdienst schon seit Wochen grenznahe Provokationen und hatte bemerkt, dass der Ton der Politiker immer schärfer wurde.
Die Frage, die sich Wilhelm und viele anderen Europäern nun stellen war: Wie würde die USA reagieren? Doch die USA blieben (vorerst) zum Glück "neutral".
So war also ein Krieg beendet, da folgte am anderen Ende der Welt der nächste Krieg.
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Hintergrundwissen

Das nächste große Unglück der Luftfahrt ließ nicht lange auf sich warten.
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Hintergrundwissen

Trotz der Kriegserklärung der Japaner, waren die Truppen aus Shanxi anfangs erfolgreicher und konnten sogar auf japanisches Gelände vordringen.
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In den letzten Monaten reiste Wilhelm mehrere Male nach Tokio. Dort erfuhr er einige wichtige Dinge über die Pläne des jap. Kaiserreiches. Die diplomatischen Spannungen mit waren also erst der Anfang der geplanten Expansionspolitik in Tokio.
Nach paar Wochen des Asienkriegs zeigten sich das Kräfteverhältnis deutlich und schnell. Die Japaner konnten schnell vorrücken und im Gebiet rund um Peking Geländegewinne verbuchen und die Stadt Peking einnehmen.
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Während das jap. Kaiserreich von Sieg zu Sieg eilte, konnte die Reichsregierung den weiteren Ausbau der Industrieanlagen vermelden. Kaiser Oskar I. war nun wieder besserer Laune.

So wurde Ende Juni 1937 ein Vertrag mit Japan abgeschlossen, welches die Schulden der Japaner bis zum Kriegende aussetzte. Gleichzeitig wurde ein lockeres Bündnis zwischen diesen beiden Kaiserreichen geschlossen. Die Achse Berlin - Tokio. Die Brüder Albrecht sahen dieses Bündnis mit großer Skepsis. Immerhin konnte eine solche Allianz bei den Amerikanern als Provokation aufgenommen werden. Doch der Kanzler und sein Kaiser waren sich hier sicher, dass es notwendig wäre mit den Japaner gemeinsame Sache zu machen.
Bis zum 01. August 1937 hatte Japan alle Geländegewinne der Shanxi Truppen zurückgeschlagen und war erstmal auf feindlichen Boden in Shanxi eingefallen. Zudem hatte man die komplette chinesische Halbinsel Shandong besetzt.

Derweil stellte die Wehrmacht im August 1937 die erste echte Panzerdivision in den Dienst. Wilhelm Albrecht lud seinen Bruder zu den Feierlichkeiten nach Berlin ein. Dort wurde eine kleine Parade mit den neuen Panzern abgehalten.
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Am 03. August 1937 konnten neun größere Fabrikkomplexe in Frankfurt, Leipzig und Hannover für Rüstung in Betrieb genommen werden.

Situation im Krieg in Asien Anfang August 1937
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Noch im September reiste Wilhelm nach Japan. Bei seiner Rückkehr in Berlin berichtete er seinem Minister, ehe er weiter nach Duisburg reiste. Dort besuchte der die Firma seines Bruders. Karl-Gustav berichtete davon, dass die Firma einige Großaufträge der Reichsregierung erhalten habe. Das Einkommen und Vermögen der Familie war seit 1935 erheblich angewachsen. Die Familie war nun eine der reichsten und einflussreichsten Familien in ganz Europa. Außerdem erzählte von seinen Plänen, die Firmengeschicke an seinen ältesten Sohn Rolf übergeben zu wollen. Wilhelm wollte das Thema erstmal überdenken und sich dann mit seinem Bruder beraten.

Nun berichtete Wilhelm seinem Bruder von den Gesprächen und den neuen großen und modernen Fabrikanlagen in Japan. Besonders angetan war er von der jap. Disziplin der dortigen Menschen.
Anfang September bildete sich nun eine klare Frontlinie in China. Die japanischen Truppen drängten dabei die Chinesen immer weiter in Richtung Süden bzw. Hauptstadt Peking
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Mitte September 1937 fällt die Großstadt Jinan und Shanxi ist zweigeteilt.
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Am 20. September 1937 gibt es einen weiteren Kessel im Norden von Peking. Fast ganz Nordchina ist nun unter japanischer Kontrolle.
Im Laufe des Oktober 1937 rücken die Japaner immer weiter vor. Es scheint, als ob die Chinesen den Japaner völlig unterlegen sein und eigentlich nur noch Rückzugsgefechte kämpfen.
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Am 27. Oktober 1937 kapituliert Shanxi bedingungslos und wird vollständig vom Kaiserreich Japan annektiert.
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[img]https://up.picr.de/40842489dd.png[/img
Bei den monatlichen Umfragen im Reich konnte die Regierung zum ersten Mal seit 1936 wieder einen Anstieg Ihrer Unterstützung erlangen. Man stand nun bei einer klaren Mehrheit mit 39% der Stimmen im Volk. Zusammen mit den anderen konservativen Parteien hatte man mehr als 50% des Volkes hinter sich. Doch immerhin unterstützen fast 25% linke Parteien und die Kommunisten. Daher sollte man weiterhin sehr wachsam sein.
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"Nicht wer zuerst die Waffen ergreift, ist Anstifter des Unheils, sondern wer dazu nötigt." (Niccolò Machiavelli)

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Re: [HOI3 TFH 4.02] "Die Familie Albrecht - eine deutsche Familiensaga" Neufassung

Beitragvon croatiafreiburg » 30. März 2021 17:13

4. Jahreswende 1937/38

Das Jahr 1937 neigte sich langsam dem Ende. Die Spannungen in der Welt und besonders unter den Großmächten hatte zwar weiter zugenommen. Doch durch die geschickte Vermittlung und Friedenspolitik der Briten, blieb es weiterhin verdammt ruhig in den Kasernen der Großmächte. Der Kaiser und sein Kanzler vermuteten hinter dieser Taktik einen listigen Plan. Die Briten wollten sicherlich einfach Zeit gewinnen und hinter dem Rücken die Allianz zwischen Frankreich, dem Vereinigten Königreich und USA weiter vertiefen.
Im Hause Albrecht liefen erste Gespräche zwischen den beiden Brüdern und dem designierten Nachfolger als Leiter der Firma. Rolf war bereit und wollte nun endlich auch die Firmenleitung übertragen bekommen. Doch noch waren die „Alten“ nicht bereit für eine Übergabe. Doch noch war nichts entschieden. Sobald es etwas ruhiger werden würde, wollte man dieses Thema erneut aufgreifen.
Währenddessen lief der Angriff der Japaner in Richtung Nanking weiter auf Hochtouren

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Lage in China m 07.11.1937

Bis zum 25. November standen die ersten Truppen der japanischen Armee vor der Toren Nankings. Doch nun wurde der chinesische Widerstand zumindest an dieser Front deutlich stärker. Immerhin ging es um Ihre Hauptstadt.
In Europa, besser gesagt Wien, versuchten Abgesandte des Kaisers, die jetzige österreichische Regierung zu einem Anschluss ans Reich zu beeinflussen. Doch die Regierung Österreichs ließen die Diplomaten kalt abservieren. Ob sich das mal nicht rächen würde?
Am 26.November 1937 fällt die Großstadt Wuhan (da war doch was?)

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Die militärische Lage der Chinesen wurde bis Ende November immer schwieriger. Im Westen konnten die japanische Armee fast ungehindert vorrücken. Im Süden und bei Nanking wurde zwar schwere Rückzugsgefechte geschlagen, doch die Japaner rückten auch hier immer weiter vor.

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Wilhelm und sein Bruder gingen mit vollster Zufriedenheit in die Weihnachtsfeiertage. Die gesamte Familie traf sich in der Familienresident in Duisburg.
Auch das Silvesterfest feierte Wilhelm mit seiner ganzen Familie in Duisburg.
Das neue Jahr 1938 sollte gleich mit einer wichtigen Sitzung im Kaiserpalast in Berlin beginnen. Auch Wilhelm Albrecht war zu diesem Neujahrsempfang geladen.
Wie immer trug jeder Minister seinen Jahresbericht vor.

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Die Lage des Reiches hatte sich 1937 weiter erholt und man konnte einige Erfolge erzielen. So wuchs die IK auf nunmehr 164/233 also über 30 effektive IK mehr als zu Beginn der Regentschaft Oskar I.
Auch was die Ressourcen anging, war man zufrieden. Obwohl man natürlich wusste, dass das Reich immer knapp sein würde. Hier würde nur eine Expansionspolitik Abhilfe schaffen.
Doch dazu war man militärisch noch lange nicht reif, vor allem wenn man die Berichte des kaiserlichen Nachrichtendienstes glauben dürfte. So hatte die „Achse“ ein Gesamt-IK von 511, dagegen die Alliierte + UdSSR von ein Gesamt-IK von 721.

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Wilhelm sah diese Daten mit großer Sorgen. Die USA, GB und UdSSR hatten Ihre Wirtschaft noch nicht mal annähernd auf Krieg gepolt und waren dennoch schon sehr stark. Die Zeit spielte also gegen die Pläne der Regierung. Sollte es wieder zu einem 2-Fronten Krieg und Beteiligung der USA kommen, würde es sehr schwer werden, den Krieg erfolgreich abzuschließen. Und ein 2. Versailles wollte Wilhelm sicherlich nicht mehr erleben.
Derweil ging der Krieg um China kurz nach Neujahr wieder auf Hochtouren. Die Japaner ließen eine Welle nach der anderen attackieren. Auch die Küste war nun vollends blockiert und der Luft raum über der Front war schon lange absolut in japanischer Hand. Die Chinesen hatten dieser Masse nichts entgegen zu werfen und beschränkten sich auf die Verteidigung der Hauptstadt Nanking.

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Doch bis zum 08. Januar 1938 konnte die Hauptstadt eingekesselt werden.
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Am 13. Januar 1938 war es dann soweit. Die Stadt Nanking geht verloren.
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Kapitulation Chinas war die Folge
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Nach den Verhandlungen wurde eine neue Grenzlinie festgelegt.
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China wurde somit deutlich beschnitten, neue Hauptstadt wurde die Stadt Chengdu, das Gebiet um Macao und Hongkong wurde japanisch.
Taiwan wird ebenfalls jap. Gebiet. Somit hat sich das japanische Kaiserreich einige sehr gute Gebiete geschnappt. Im Norden wird der neue Staat Mengkukuo (eine Marionette Japans) neu gegründet.
China ist somit erstmal raus aus dem Konzert der Großmächte. Japan hingegen sich in der Welt Respekt verschafft. Der Kaiser in Berlin war total begeistert. Doch sein Hunger selbst endlich einen siegreichen Krieg zu führen, wurde täglich größer.
Das bereitete den Brüdern Albrecht immer größere Kopfzerbrechen. Denn man kannte ja die Pläne des Kaisers, die Länder der alten Donau-Monarchie Österreich, Tschechoslowakei, Ungarn und Teile Polens ins Reich einzugliedern.



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[HOI3 TFH 4.02] "Die Familie Albrecht - eine deutsche Familiensaga" Neufassung

Beitragvon croatiafreiburg » 2. April 2021 10:09

5. „Friedliche“ Expansionen

Laut Geheimdienstberichten sah die Lage in Österreich so aus, dass einem Anschluss genügend Bürger nicht abgeneigt waren.
Der Zusammenhalt lag unter 50 %. Die Unterstützung für unsere Schwesterpartei war bereits jetzt bei ca. 30 %. Die Vorbereitungen für Putsch liefen auf Hochtouren.

Wilhelms Notizen für die Besprechung zur allgemeinen Situation:

- weiterer Ausbau der Luftwaffe und Heer notwendig
- Ausbau der Wirtschaftskraft / bessere Effektivität notwendig
- Rohstoffbedarf durch Verträge weiter absichern / Rohstoffe auf Lager legen
- Forschung: Fokus auf Industrieentwicklung und neue Waffensysteme legen
- Außenpolitik: Anschluss Österreich erreichen; Destabilisierung der Tschechoslowakei herbeiführen, dann Sudetenfrage hochkochen lassen
Mitte Januar 1938 besuchte Wilhelm einige Male Wien und anderen Städte in Österreich. Er sollte die aktuelle Lage und Stimmung im Volk auskundschaften. Währenddessen liefen die diplomatischen Bemühungen über einen Anschluss Österreichs und andere ehemalige Reichsgebiete auf Hochtouren. Gesandte aus allen Staaten gaben sich die Klinke im Außenministerium. Derweil beriet sich der Kanzler mit seinen engsten Mitarbeitern. Die weitere Vorgehensweise sollte besprochen und abgesprochen werden.
Ende Januar 1938 überschlugen sich die Ereignisse in Österreich. In mehreren Städten des Landes kam es zu Demonstrationen und Streiks. Der Volkswille war durch deutsche Agenten aufgestachelt worden. Nun schien sich dies bezahlt zu machen. Am 24. Januar 1938 war die Situation nicht mehr haltbar. Die österreichische Bundesregierung floh ins Ausland. Die neue provisorische Regierung rief den deutschen Kaiser zur Hilfe. Somit marschieren am Abend des 24. Januars 1938 Reichswehrtruppen in Österreich ein.

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Die neue Landkarte wurde nur Tage später im Bürozimmer des Kaisers aufgehängt.

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Bereits am folgenden Tag, reiste Wilhelm Albrecht nach Wien. Er sollte dort die neue Reichslandregierung organisieren und das neue Staatsgebiet bis auf weiteres führen. Eine sehr große Ehre für Wilhelm Albrecht.

Das ehemalige Bundesheer wurde in die Reichswehr eingegliedert. Diese waren zwei Armeekorps (XVIII. und XVII.) mit insgesamt 5 Divisionen und einem Abfangjägergeschwader. Damit wuchs die Reichswehr über Nacht um ca. 25.000 Mann. Die allgemeine Mannstärke wuchs um 450.

Die Wirtschaftsleistung wuchs auf 173/233 IK. Durch den Anschluss wuchs jedoch die Unruhe im Reich auf ca. 5 %. Das Volk sorgte sich über die Reaktionen des Auslandes. Daher wurden geeignete Maßnahmen zur Sicherung der Sicherheit im Reich eingeleitet.

Damit war das Reich weiter angewachsen. Die Expansion wurde im Ausland zwar mit Argwohn gesehen, doch fast alle Staaten hatten schon lange damit gerechnet. Immerhin waren die Österreicher auch "Deutsche" (Ich hoffe das nehmen mir die österreichischen Leser nicht übel). Damit war es Ihr gutes Recht wieder in einem Staat vereint zu sein.
Wilhelm begann sofort nach seiner Ankunft in Wien mit seiner Arbeit. Er ließ alle bisherigen "Staatsekretäre" zu sich rufen. Mit jedem führte er ein kurzes Gespräch und entschied dann darüber wen er für sich weiter beschäftigen wollte.
Sein Bruder Karl-Gustav schrieb am 02. März 1938 einen Brief an Wilhelm. In diesem Brief äußerte sich Karl-Gustav besorgt über die neuerlichen Spannungen mit Prag. Die anderen Westmächte würden eine Aktion wie in Österreich sicherlich nicht nochmal dulden.

Dem Reich ging es zwar nur um die ehemaligen Reichsgebiete. Doch dies würde die Existenz der CSR als Ganzes in Frage stellen. Die CSR wäre damit nicht mehr auf der Landkarte.
Dies konnten die Westmächte und UdSSR nicht so einfach hinnehmen. Daher machte sich Karl-Gustav zu Recht große Sorgen um den schwachen Frieden in Europa.

Wilhelm konnte seinen Bruder nicht beruhigen. Immerhin wusste er vom geheimen Plan "Karel".

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Geländekarte

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Der Plan sah vor, zum Schein die Grenze entlang der Verteidigungsbunker anzugreifen und dann über dem ehemaligen Österreich in den weichen Bauch hineinzustoßen.
Dieser lag schon einige Tage in der Schublade des Kanzlers. Doch der Plan sollte nur die letzte Lösung sein. Dieses Versprechen gab ihm der Kanzler.
Die Telefondrähte zwischen London, Paris, Rom, Moskau und Berlin glühten im Frühling 1938. Immer wieder ging es um das Sudentenland und die Forderungen der Reichsregierung.

Im Laufe des Frühjahres 1938 entwickelte sich eine enge Zusammenarbeit mit den Italienern. Diese versuchten zwischen den Westmächten und dem Reich zu vermitteln. Die Sowjets hielten sich bei den Gesprächen um die Zukunft der CSR dezent zurück. Sicherlich wusste Stalin, dass er im Augenblick keinen Konflikt gebrauchen könnte. Oder er dachte sich, sollen sich die Kapitalisten den Kopf erstmal einschlagen. Ich warte noch ab.
Die "Freundschaft" mit den Italienern führte zu Gesprächen über einen gemeinsamen Beistandspakt und dem Beitritt zur Achse Tokio – Berlin.

Wilhelm hatte in Wien noch einiges an Arbeit zu erledigen. So konnte er im März keine Reisen ins Ausland tätigen. Doch sein Kollege im Amt reiste nach Bukarest. Dort wurden die Beziehungen zu Rumänien weiter verbessert. Am wichtigsten waren die Handelsbeziehungen. Immerhin hatte Rumänien eines der größten Ölvorkommen Europas.

Auf Initiative der Italiener trafen sich die Alliierten, Italien und das Deutsche Reich im Mai 1938 in München. Bei dieser „Friedenskonferenz“ wurde das Problem "Sudentenland" besprochen. Komischerweise war die CSR selbst nicht geladen. Ein Affront für Benes, dem Präsidenten der noch existenten CSR. Dies führte in Prag un der gesamten CSR zu Massenprotesten in der Bevölkerung.
Auch die Sowjetunion fühlte sich übergangen.
Hintergrundwissen

Am 09.05.1938 hatte die Konferenz eine Lösung gefunden, welches mit dem Münchener Abkommen besiegelt wurde. Auch hier hatte die CSR kein Mitspracherecht erhalten. Die CSR musste das Sudentenland an das Reich abtreten. Wiederum kam es zu gewaltsamen Protesten in der ganzen CSR. Den ohne diesen Grenzgürtel war die CSR faktisch über Nacht wehrlos geworden.

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Durch dieses Abkommen gewann das Reich 300 MP und weitere IK +3/6 hinzu. Zudem erhielt man die ehemaligen Grenzgebiete zur CSR zugesprochen. In diesen Gebieten standen fast alle Verteidigungsanlagen der CSR. Der Plan „Karel“ war somit nicht mehr nötig bzw. überholt.

Aufgrund der drohenden Kriegsgefahr, stieg die Unruhe im deutschen Volk leicht an. (+5 Unmut)

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neue Landkarte Europas

Ende Mai 1938 beendete Wilhelm seine administrativen Arbeiten im Wien. So konnte er am 29.05.1938 nach Berlin zurückkehren. Er kam gerade rechtzeitig. In einer geheimen Sitzung wurde am 30.05.1938 der neue Plan "Karel II." vorgestellt.
Dieser Plan war recht einfach. Man würde von drei Seiten auf Prag vorrücken. Drei Armeekorps sollten reichen um von Norden, Westen und Süden nach Prag vorzustoßen. Immerhin waren die Bunker an der bisherigen Grenze ja nun in deutscher Hand.
Mit diesem Wissen und einer neuen Landkarte Europas fuhr Wilhelm zu seinem Bruder. Dort wollte er sich über die Ereignisse der letzten Wochen mit seinem älteren Bruder beraten.
Als Wilhelm in Duisburg am 02.06.1938 ankam, erkannte er das die Polizei Ihre Maßnahmen gegen innere Unruhen wieder zurückstufte. Der Unmut im Volke war wieder voll unter Kontrolle, sodass es keine besonderen Aktionen der Polizei etc. benötigte.

Freudig begrüßten sich die beiden Brüder. Immerhin hatte man sich seit einigen Monaten nicht mehr gesehen. Man telefonierte zwar gelegentlich, aber bei diesen Gesprächen konnte man nicht so offen wie gewünscht sprechen.

Nach dem Abendessen, erzählte Wilhelm von der Zeit in Wien, den neuen Geheimplänen und die drohende Kriegsgefahr. Karl-Gustav hörte gespannt zu. Als Wilhelm seinen Vortrag beendet hatte, erzählte Karl-Gustav von den letzten Entwicklungen und Änderungen in der Fabrik. Als beide Ihre "Vorträge" beendet hatten, wurde über all diese Themen heftig diskutiert.
Ein wichtiges Thema war die Übergabe der Firma an Rolf. Karl-Gustav war so weit, er war erschöpft, müde und alt (immerhin schon 69 Jahre alt) geworden. Er wollte mehr Zeit mit seinen beiden Enkeln verbringen und die die schöne Zeit genießen. Wilhelm hatte nichts dagegen, immerhin war er ledig und hatte keine Kinder. Er macht Karriere beim Staat und hatte kaum noch Zeit für die Firma. Man beschloss also die Firma noch im Jahr 1938 an Rolf zu übergeben.

Wilhelm schöpfte aus diesen Gesprächen immer wieder neue Ideen und Energie. Nach weiteren fünf Tagen und Abenden, kehrte Wilhelm nach Berlin zurück. Dort stürzte er sich in seine Arbeit.
So ließ er sich Bericht des Außenministeriums zur diplomatischen Einschätzung in Europa vorlagen. Als Staatssekretär mit besonderen Aufgaben und Befugnissen dürfte er auf direkten Befehl des Kanzlers Fürst Robert von Baden jederzeit Berichte aus allen Ressorts anfordern.

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Die Lage war weiterhin angespannt und kritisch. Viele Staaten standen unter dem Einfluss der Zeit und schwenkten entweder in Richtung Alliierten und der Achse. Doch sicher war dies nicht. Sicher war nur, dass die UdSSR politisch relativ isoliert war. Dies könnte man vielleicht zu unseren Gunsten nutzen, dachte sich Wilhelm immer wieder. Er hat da einen sehr vagen und riskanten Plan in seinem Kopf. Dazu aber später.
Ende Juni 1938 ging die Staatsmacht gegen illegale Nachrichten, die durch ein Netzwerk von untreuen Journalisten ins Leben gerufen worden war, vor. Man konnte die Druckpressen und die Zentrale dieser „Nestbeschmutzer“ ausfindig machen und alles beschlagnahmen und die betreffenden Personen festnehmen.

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Die Aktion kostete uns aber einiges an Ressourcen, aber immerhin war sie erfolgreich.
Obwohl man nach dem Münchener Abkommen dachte, dass man nun den Frieden dauerhaft gesichert hätte und den „Hunger“ des Kaisers in Berlin gestillt hätte, glühten die diplomatischen Drähte im Sommer 1938 auf Hochtouren. Fast täglich gab es Sitzungen, Besprechungen und Besuche von ausländischen Diplomaten in Berlin und den anderen Hauptstädten auf der Welt. Die Lage war also weiterhin sehr fragil. Der Kaiser und sein Kanzler wollten den „Stachel“ CSR unbedingt entfernen. Zu sehr ragte dieses kleine Land in den offenen Bauch des Reiches rein. Strategisch war dieses Land ein Sprungbrett ins Reich hinein. Das musste man unbedingt entfernen, ehe man sich weitere Großmachtgedanken machen konnten. Um dauerhaft mit GB, Frankreich, USA und der immer stärker werdenden UDSSR (unter Stalin) mithalten zu können, musste das Reich die einzige Großmacht auf dem europäischen Festland werden und bleiben.
Anfang Oktober 1938 kam es dann zu einigen historischen Treffen zwischen dem Kanzler und Tiso, welcher die Unabhängigkeit der Slowaken förderte. Mit Hilfe der Slowaken wollte man Prag zwingen weitere Zugeständnisse zu machen.
Hintergrundwissen

Nachdem man mit Tiso einige war, bestellte man den neuen Präsidenten der CSR Hacha zu einem offiziellen Treffen nach Berlin. Der Präsidenten der CSR wurden klar gemacht, dass man die Unabhängigkeit der Slowakei und auch die Forderungen der Ungarn an Südkarpatiens unterstützen würde. Notfalls mit Waffengewalt. Damit würde die CSR faktisch nicht mehr existieren.
Am 08.10.1938 wurde dieser „Plan“ dann auch umgesetzt. Während Hacha zur weiteren „Beratung“ in Berlin verweilte, rief Tiso in Bratislava die slowakische Nation aus und rief die deutsche Regierung zur Unterstützung und Wahrung des Friedens an. Hacha musste nun in Berlin die Unterwerfungsurkunde unterzeichnen, um einen Angriff der Luftwaffe zu verhindern.
Kurz danach wiesen Hácha und Chvalkovský in diesen Stunden die Prager Stellen an, dem bevorstehenden deutschen Einmarsch keinen Widerstand zu leisten.
Sogleich überquerten deutsche Truppen die Grenzen in Richtung Prag. Hacha hielt von Berlin aus eine Rundfunkansprache an das tschechische Volk:
„Liebe Schwester und Brüder, nachdem die Westmächte und im Stich gelassen haben und unsere slowakischen Landsleute heute die Unabhängigkeit verkündet haben, sehen wir keinen Ausweg diesen Konflikt ohne viele Todesopfer zu lösen. Daher möchte ich Sie alle dazu aufrufen, den deutschen Besatzern keinen Widerstand zu leisten. Mit dem heutigen Tage ist das Ende unserer geliebten Heimat CSR besiegelt. Gott steh uns bei“

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Hintergrundwissen

Fast zeitgleich unterstützte das Kaiserreich die Ungarn beim Bestreben alte Gebiete in der Slowakei und Südkarpatien „zurück“ zu erhalten. Mit dem ersten Wiener Schiedsspruch.

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Innerhalb weniger Tagen hatte sich die Landkarte Europas dramatisch verändert und das deutsche Kaiserreich hatte zwei diplomatische Coups erfolgreich durchführen können.
Die CSR war nicht mehr vorhanden; die Slowakei war nun ein eigenes Land und Mitglieder Achsenmächte; Ungarn hatte seine Grenzen verschoben und sich seine alten Gebiete zurück „geholt“.

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Detailaufnahme aus der Luft

Eine weitere Forderung wurde an Polen im Bezug auf die Frage Danzig gestellt.
Doch diesmal spielten die Briten und Franzosen nicht mehr mit. Nun war das Mass voll! Die Friedenspolitik war gescheitert. Beide Nationen gaben am 10. Oktober eine Garantieerklärung gegenüber Polen ab. Diese hatte eine wichtige Aussage an das Reich: Falls Polen angegriffen werden würde, bedeutete dies Krieg mit den Westmächten.

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Damit war aus dem diplomatischen Sieg nun doch noch ein Problem geworden. Denn nun war es vorbei mit den Schachzügen. Jeder weitere Schritt würde Krieg bedeuten. Das war nun jedem in Berlin klar.
Wilhelm zeigt sich sehr besorgt und telegraphierte seinem Bruder. In diesem Telegramm schrieb er, dass die Lage sich deutlich in Richtung Krieg verschoben hatte. Er würde in einigen Tagen nach Duisburg kommen und weiteres zu besprechen.
Währenddessen wurde in Duisburg die feierliche Übergabe der Firmenleitung an Rolf Albrecht vorbereitet. Am 02.11.1938 sollte dieser Festakt vollzogen werden. Sollten die Ereignisse im Osten, dies noch stoppen?
Am nächsten Tag gab es wieder eine Krisensitzung im Kaiserpalast in Berlin. Auch Wilhelm war anwesend. Der Kanzler hatte vor allem die aktuellen Geheimdienstberichte besprechen wollen.
Man begann selbstverständlich mit den Briten:
Die Industrie war hier immer noch auf Friedensstärke ausgelegt. (IK 181) Jedoch erwartete man nun einen Wechsel in Richtung Mischwirtschaft. Bei Rüstungsprojekten wurden nun immer wieder Panzer entdeckt. Sollten das die ersten Anzeichen einer Rüstung für einen Landkrieg sein? Die Briten würden auf jeden Fall eine harte Nuss werden. Wie auch schon 1914-18.

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Frankreich hatte weiterhin eine sehr schwache Wirtschaft (IK 98) . Doch auch hier würde sich bald was ändern. Doch die franz. Armee war weiterhin einer der größten und stärksten Armeen Europas. Die Rüstungsprojekte gingen auch hier verstärkt in Richtung Panzerwaffe. Die Renault Panzer galten zudem zu den modernsten auf der Welt.

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Die USA zählte man in Berlin ebenfalls zu den „Westmächten“, auch wenn man dort eher neutral war. Doch auch im ersten Weltkrieg waren die Amerikaner zunächst „neutral“ und dann auf Seiten der Westmächte.
Die USA war ein wichtiger Faktor in den Planungen des Kanzlers. Immerhin war die Industriemacht der USA enorm. (IK 265 – mit Option auf mind. 320 IK)
Die Produktion in den USA war immer noch sehr zivil. Man baute fleissig Fabriken.

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Zusammen hatten die drei Westmächte eine IK Stärke von derzeit 529 IK, das Potential lag aber eher bei 700 IK.
Demgegenüber hatte die ACHSE + Italien derzeit 578 IK. Diese waren aber bereits sehr ausgereizt.
Als letzte „neutrale“ Großmacht stand da noch die UdSSR. Weder die Westmächte noch die Achse hatten bisher mit den Kommunisten zusammenarbeiten wollen. Galt doch Stalin als Monster, welcher Millionen von Menschen beseitigt hatte. Die Revolution in Russland wirkte auf alle Staaten als Abschreckung. Keiner wollte diese Situation in seinem Land haben.
Doch ein Land dieser Größe, Stärke (IK 274) und Ressourcen und mit einem Führer Stalin würde sicherlich nicht lange neutral bleiben.

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Zum Vergleich mal die Daten des Reiches:

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Wirtschaftsdaten Oktober 1938

Innenpolitisch war das Reich so stabil wie seit langem nicht mehr. Fast 50% standen absolut hinter der Regierung

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Als alle Ihre Berichte beendet hatte, meldete sich Wilhelm zu Wort. Er hatte schon länger einen Plan in seinem Kopf entwickelt. Als Mann, der den ersten Weltkrieg miterlebt hatte, wollte er auf jeden Fall einen Zweifrontenkrieg verhindern.
Daher machte der den verrückten Vorschlag mit den Russen zu verhandeln. Oskar I. war geschockt. Mit den Kommunisten, die seine Verwandten (Anmerkung: die Romanows) haben so brutal abschlachten lassen, würde er niemals gemeinsame Sache machen. Im Gegenteil schrie der Kaiser: „Ich werde diesen Stalin und seiner UdSSR für immer auslöschen.“
Die Reaktion war heftig, aber verständlich. Der Kanzler, der die Ideen Wilhelm schon etwas länger kannte, versuchte nun die Lage zu beruhigen. Er dachte sich: „Wilhelm, du Idiot! Sowas macht man doch nicht in so großer Runde“. Der Kanzler beendete die Sitzung und verschwand mit dem Kaiser in dessen Arbeitszimmer. Dieser war immer noch heftig aufgewühlt und drohte sogar Wilhelm zu entlassen.
Wilhelm wartete im Vorzimmer. Nach fast einer Stunde kam der Kanzler aus dem Zimmer und rief Wilhelm ins Zimmer hinein.
Gerade als dieser eintreten wollte, kam ein wichtiges Telegramm.
Polen hatte soeben mobilisiert! Die trauen sich was die Polen, dachte sich Wilhelm.

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Durch diese Info war die Situation noch heikler geworden. Aber für den Plan Wilhelms war das ein weiterer wichtiger Pluspunkt.
Nun sprachen die drei allein im Zimmer. Der Kaiser war nun wieder ansprechbar. Als Wilhelm seine Ideen nun vortrug, hörte der Kaiser und sein Kanzler gespannt zu. Die Ideen Wilhelms begann nun langsam zu gedeihen. Der Kaiser war nun plötzlich ganz angetan von der Idee. Ja welcher? Dies verraten wir hier noch nicht.
Auf jeden Fall gab der Kanzler die Order raus, dass man die Wirtschaft nun noch mehr in Richtung Kriegswirtschaft lenken wollte.
Am 19.10.1938 wurde das Verstaatlichungsgesetzt erlassen. Damit wurden einige wichtige Betriebe im Reich unter staatlicher Hoheit und damit Wilhelm Albrechts unterstellt. Dadurch konnte die IK um 8% gesteigert werden. Das waren ca. 20 IK mehr. Welch ein großartiger Erfolg und Machtgewinn für Wilhelm Albrecht.

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Bis Ende Oktober geschah nichts weiteres, doch dann der nächste diplomatische Paukenschlag. Frankreich mobilisiert seine Armee.

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Das Reich blieb dennoch gelassen und mobilisierte seine Armee weiterhin nicht.



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Beitragvon croatiafreiburg » 8. April 2021 20:53

6. Frieden oder Krieg?

Am 02.11.1938 wurde der Festakt zur Übergabe der Albrecht Werke an Rolf Albrecht vollzogen.
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Von alte Ansichtskarte, Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.p ... d=18531438

Da die Bunkeranlagen der CSR nun nicht mehr genutzt wurden, fielen diese langsam auseinander. Daher befahl man die Anlagen komplett zu sprengen und abzutragen. Dieser Teil Europas würde nie wieder einem anderen Staat gehören.

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Bereits Ende 1938 zeichneten sich weitere Spannungen zwischen den Großmächten ab. Jeder der großen Mächte versuchte nun möglichst viele Verbündete auf Ihre Seite etc. zu ziehen. Das Reich streckte seine Fühler nun sogar in Richtung Moskau aus. Die geheimen Besuche bei Stalin waren die ersten Annäherungsversuche des Kaiserreiches seit Bestehen der UdSSR. Dabei hatten man gegen diesen Unmenschen eine so tiefe Abneigung. Doch es lautet ja nicht umsonst "Der Zweck heiligt die (alle) Mittel."
Der Kanzler ließ auf Anweisung des Kanzlers jedoch weitere Angriffspläne vorbereiten. Allen war klar, dass die Ruhe nicht mehr lange halten würde. Die Spannungen wuchsen täglich und die Zwickmühle der Achsenmächte würde täglich schwieriger werden. Die Ergebnisse des Versaillers Friedensvertrag mussten endgültig geändert werden, damit es zu einem dauerhaften Frieden kommen kann.
Somit begann man also im OKdR (Oberkommando der Reichwehr) damit, einen Operationsplan zur Befreiung Danzigs und Zerschlagung der polnischen Wehrmacht auszuarbeiten.

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Das eigentliche Ziel war jedoch eine Vergrößerung des Reiches nach Osten, umso die Grundlage für eine echte Großmacht in der Welt dauerhaft zu schaffen. Weiter wollte man die UdSSR als dauerhafte Bedrohung im Osten so schwächen, dass es keine Bedrohung mehr darstellen konnte. Dazu müsste man die die westlichen Gebiete der UDSSR annektieren oder als Marionetten unter Kontrolle haben. Doch dazu war es noch zu früh.
Wilhelm reiste zu Weihnachten 1938 zur Familie und konnte die 3-4 Tage mit der Familie genießen und neue Kraft tanken. An diesen Tagen konnte er auch mal in aller Ruhe mit dem neuen Vorsitzenden Rolf Albrecht sprechen und Ihm zu den neuen Aufgaben gratulieren.
Am 27. Dezember ging es dann per Zug wieder nach Berlin. Dort war er sehr auf die Jahresberichte der einzelnen Ministerien gespannt.

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Diesmal begann das Außenministerium mit seinem Bericht. Die Lage war sehr angespannt. Die Länder Europa hatten sich immer weiter in die jeweilige Richtung entwickelt. Ziemlich isoliert waren weiter Stalin´s Russen. Doch am Ende konnte man auch diese nicht ignorieren.
Erfreulich war, dass wir dieses Jahr Japan als Verbündeten und seit einigen Monaten auch unsere ersten europäischen Partner an Bord haben. Jedoch sollte man noch weitere Partner ins Bündnis aufnehmen. Doch wenn, war die entscheidende Frage: Anbieten würden sich da z.B. Italien, Spanien, Ungarn, Finnland und Rumänien. Alle miteinander nun keine wirklichen Militärmächte. Doch hilfreich könnten Sie dennoch sein.

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Als nächster Redner kam der Wirtschaftsminister zu Wort. Die Produktion von Waffen und Rüstungsgüter lief auf Hochtouren. Doch die Ressourcenlage war weiter mehr als angespannt. Fast überall war man negativ und musste sich aus den Lagern versorgen. Dieser Zustand war nicht besonders erfreulich, doch damit musste man erstmal weiter auskommen.

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Der folgende Bericht des Forschungsministeriums war kurz und knapp. Alle Projekte liegen im Zeitplan und der Fokus war weiterhin auf Panzerwaffe und Luftwaffe. Bald würde man weitere moderne Waffen vorstellen können.

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Der Innenminister konnte mit seinen Zahlen sehr zufrieden sein. Inzwischen standen fast 60% hinter Ihrem Kaiser. Die Maßnahmen der letzten Monate hatten also gegriffen.

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Spannend wurden die Berichte des Geheimdienstes über die möglichen Feinde im Westen und Osten.
Zuerst begann man mit den beiden Erzfeinden Frankreich und Großbritannien. Beide hatten Ihre Produktion langsam aber sicher in Richtung Aufrüstung geändert. Zusammen hatte man eine IK von 346. Hinzu würden im Kriegsfall wahrscheinlich auch noch die ca. 325 der USA hinzukommen. Somit hatten die „Allies“ ca. 580-625 IK.

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Entscheidend würde auch die UdSSR in einem neuerlichen Weltkrieg werden. Da waren sich alle einige. Man musste diesen schlafenden Riesen unbedingt frühzeitig stutzen. Andernfalls würde die Masse an Soldaten und die Wirtschaftskraft ein unschlagbarer Gegner darstellen. Doch noch waren die Russen handzahm. Wusste Stalin doch, dass er nach den Säuberungen des Offizierskorps und dem Bürgerkrieg etc. noch sehr schwach auf der Brust war.

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Zum Schluss warf man noch einen kurzen Blick auf unsere „Freunde“ im Süden und Asien. Würde man nun annehmen, dass diese 3 Achsenmächte gegen den Rest kämpfen müsste, dann sehe ich die aktuelle IK Lage wie folgt aus:
Achse: ca. 605 zu Allies (inkl. USA und UDSSR) von ca. 900 IK. Diese Übermacht musste man schlau entgegentreten, um ein Fiasko wie 1918 zu verhindern.

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Zum ersten Mal durfte auch der Kriegsminister einen kurzen Bericht vortragen. Die Lage hatte sich 1938 deutlich verbessert. So hatten man nun 316 Brigaden (Heer) unter Waffen. Die Marine war weiterhin auf dem Stand von 1936. Die Luftwaffe hatte ebenfalls einiges dazu bekommen. Doch 24 Geschwader waren noch weit vom gewünschten Soll entfernt. Aber immerhin war diese Geschwader auf dem neuesten Stand der Technik.
Als letzter kam der Stabschef der Oberkommandos der Reichwehr zu Wort. Er zeigte nun den ausgearbeiteten ENTWURF der Operation „GUNTER“

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Am 01. Januar 1939 reiste der Kaiser zum Neujahrsempfang des belgischen Königs nach Brüssel. Damit wurden die Beziehungen zwischen den beiden Staaten etwas verbessert. Die Belgier waren seit der Auflösung der CSR näher an die Alliierten gerückt.
Auf dem Weg nach Brüssel erreichte Ihn in die Nachricht, dass Italien, nach einem Ultimatum, das kleine Land Albanien annektiert hatte. Alle Nachrichtenagenturen meldeten einstimmig, dass der albanische König das Ultimatum akzeptiert hatte. Albanien war nun Teil des ital. Königreiches geworden. Wie die Italiener dies erreicht haben, wird wohl immer ein Geheimnis der Geschichte bleiben. Mussolini hatte also wieder Nagel mit Köpfen gemacht. So sein schlauer Fuchs.
Hintergrundwissen

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Danach reiste der Kaiser nach Den Haag weiter. Auch hier ging es um die Verbesserung der Beziehungen mit den Niederlanden.

Anfang Februar berichteten unsere Botschafter in Belgien und den Niederlanden, dass die Besuche positive Auswirkungen hatten.

Die Beziehungen zu den allen Nachbarstaaten wurden weiterhin intensiv gepflegt.
In geheimen Arbeitsgruppen arbeiteten einige Berater des Kanzlers weiter an den Plänen für den möglichen Feldzug gegen Polen. Auch Wilhelm gehörte einem dieser Arbeitsgruppen an. Als er Ende März 1939 seinen Bruder besuchte, war er sehr unruhig und schlecht gelaunt. Sein Bruder fragte nach dem Grund, doch Wilhelm durfte nichts ausplaudern. Zu gefährlich waren die Geheimnisse, die Wilhelm ins sich trug. Sein Bruder respektierte dies und beließ es damit.

Wilhelm war während seines Aufenthaltes sehr nachdenklich gewesen. Selbst sein Bruder hatte Ihn noch nie so gesehen. Selbst als Wilhelm im 1. Weltkrieg an der Front diente, war er nicht so nachdenklich gewesen. Es musste also etwas Bedrohliches sein, was die Reichsregierung im Schild führte. Wilhelm hatte Ihr aus Sicherheitsgründen nichts erzählt. Immerhin gehörte er zum engsten Stab des Kaisers. Dieser "Kriegs-"Rat war in allen geplanten Aktionen und Operationen eingeweiht. Dieses Wissen teilten maximal 100 Personen im Reich. Dazu gehörte Wilhelm Albrecht. Er wollte dieses Vertrauen nicht missbrauchen. Zudem war es sicherlich auf gefährlich, wenn man solche Geheimnisse preisgab.
Bereits am 29. Januar ging es brisant weiter. Angestachelt von den Italienern wollte auch der Kaiser nun Erfolge vorweisen. So stellte man am gleichen Tag ein Ultimatum an Litauen. Es ging um das Memelland. Der Anspruch des Reiches auf dieses Gebiet war schon länger Zankapfel zwischen diesen Nationen gewesen.
Die litauische Regierung akzeptierte das Ultimatum am 30. Januar 1939. Ein weiterer Erfolg des Reiches.

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Aufgrund einer wichtigen Besprechung des Kriegsrates musste Wilhelm am 29. März 1939 wieder nach Berlin reisen. Maria blieb bei der Familie in Duisburg.

Bei der Besprechung vom 30. März ging es hauptsächlich um die Pläne für die Operation "Gunter".
Alle Beteiligten konnten Ihre Ideen, Bedenken etc. einbringen. Der Plan sollte dann eventuell nochmals modifiziert werden. Im Augenblick plante Reichskanzler Robert keinen Krieg gegen Polen. Aber er wollte vorbereitet sein, falls die Polen die bald gemachten Vorschläge ablehnen würde.

Nun reagierten mit Südafrika ein weiteres Land und mobilisierte Ihre Armee am 31. Januar 1939. Der Rest der Welt blieb erstaunlich ruhig und passiv.

Während man in Berlin die neuesten Pläne und Strategien entwickelte und besprach, stellte die Reichswehr die erste Sicherungsarmee (1. Sicherungsarmee) in Stuttgart auf. Die Armee sollte aus 5 Korps mit je 5 Divisionen (2 x Garnisonen - 1 PaK - 1 Art) bestehen. Diese Armee hatte die Aufgabe die Westgrenze (entlang des Rheins) vor einem möglichen Angriff der Allies zu schützen.

Auch hier blieb die Reaktion nicht aus. Dennoch warnte Wilhelm davor, diese Reaktionen auf die leichte Schulter zu nehmen. Wenn man den Plan "Gunter" tatsächlich in die Tat umsetzen wollte, musste die Westgrenze standhalten. Wenn Luxemburg, Belgien und die Niederlande auf Seiten der Allies kämpfen würden, wäre die Grenze um ein Vielfaches länger und der Plan im Osten wäre unmöglich.

Aus diesem Grund bekam Wilhelm die Aufgabe, die Situation genau zu beobachten und eine Strategie für den Notfall zu entwickeln. Er wurde also zum Chefstrategen der westl. Grenze.

Nachdem man Mitte Mai nun die Armee mobilisierte und man sich auf eine neue Militärstrategie geeinigt hatte, wurden Anfang Juni die ersten Truppen verlegt. Im ganzen Reich wurden Divisionen um stationiert.

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Seit Anfang Juli bis Anfang August 1939 wurden in Berlin die letzten Vorbereitungen für den eventuellen (Kriegs-) Notfall vorbereitet und die notwendigen Befehle ausgegeben.

Weisung des Obersten Befehlshaber der Reichswehr Fürst von Baden für den Angriff auf Polen.
("Operation Gunter")
vom 31. Juli 1939

Der Oberste Befehlshaber der Reichswehr

Befehl Nr. 170 / 39
Berlin, den 31.7.39
8 Ausfertigungen


Geheime Kommandosache
Chef Sache
Nur durch Offizier

Weisung Nr. 1 für die Kriegführung

1.) Nachdem alle politischen Möglichkeiten erschöpft sind, um auf friedlichem Wege eine für Deutschland unerträgliche Lage an seiner Ostgrenze zu beseitigen, habe ich mich zur gewaltsamen Lösung entschlossen.

2.) Der Angriff gegen Polen ist nach die Operation „Gunter“ getroffenen Vorbereitungen zu führen mit den Abänderungen, die sich beim Heer durch den inzwischen fast vollendeten Aufmarsch ergeben. Aufgabenverteilung und Operationsziel bleiben unverändert.

Angriffstag: 1.9.39
Angriffszeit: 5.00 Uhr

3.) Im Westen kommt es darauf an, die Verantwortung für die Eröffnung von Feindseligkeiten eindeutig England und Frankreich zu überlassen. Geringfügigen Grenzverletzungen ist zunächst rein örtlich entgegen zu treten.
Die von uns Holland, Belgien, Luxemburg und der Schweiz zugesicherte Neutralität ist peinlich zu achten.
Die deutsche Westgrenze ist zu Land an keiner Stelle ohne meine ausdrückliche Genehmigung zu überschreiten.
Zur See gilt das gleiche für alle kriegerischen oder als solche zu deutenden Handlungen.
Die defensiven Maßnahmen der Luftwaffe sind zunächst auf die unbedingte Abwehr feindlicher Luftangriffe an der Reichsgrenze zu beschränken, wobei so lange als möglich die Grenze der neutralen Staaten bei der Abwehr einzelner Flugzeuge und kleinerer Einheiten zu achten ist. Erst wenn beim Einsatz stärkerer franz. und engl. Angriffsverbände über die neutralen Staaten gegen deutsches Gebiet die Luftverteidigung im Westen nicht mehr gesichert ist, ist die Abwehr auch über diesem neutralen Gebiet freizugeben.
Schnellste Orientierung des OKdR über jede Verletzung der Neutralität dritter Staaten durch die Westgegner ist besonders wichtig.

4.) Eröffnen England und Frankreich die Feindseligkeiten gegen Deutschland, so ist es Aufgabe der im Westen operierenden Teile der Wehrmacht, unter möglichster Schonung der Kräfte die Voraussetzungen für den siegreichen Abschluss der Operationen gegen Polen zu erhalten. Im Rahmen dieser Aufgabe sind die feindl. Streitkräfte und deren wehrwirtschaftliche Kraftquellen nach Kräften zu schädigen. Den Befehl zum Beginn der Angriffshandlungen behalte ich mir in jedem Fall vor.
Das Heer hält den Westwall und trifft Vorbereitungen, dessen Umfassung im Norden - unter Verletzung belg. oder niederl. Gebietes durch die Westmächte - zu verhindern.
Rücken franz. Kräfte in Luxemburg ein, so bleibt die Sprengung der Grenzbrücken freigegeben.
Die Kriegsmarine führt Handelskrieg mit dem Schwerpunkt gegen England. Zur Verstärkung der Wirkung kann mit der Erklärung von Gefahrenzonen gerechnet werden.
OKM meldet, in welchen Seegebieten und in welchem Umfang Gefahrenzonen für zweckmäßig gehalten werden. Der Wortlaut für eine öffentliche Erklärung ist im Benehmen mit dem Auswärtigen Amte vorzubereiten und mir über OKdR zur Genehmigung vorzulegen.
Die Ostsee ist gegen feindl. Einbruch zu sichern. Die Entscheidung, ob zu diesem Zwecke die Ostsee-Eingänge mit Minen gesperrt werden dürfen, trifft die OKL
Die Luftwaffe hat in erster Linie den Einsatz der franz. und engl. Luftwaffe gegen das deutsche Herr und dem Reich zu verhindern.
Bei der Kampfführung gegen England ist der Einsatz der Luftwaffe zur Störung der engl. Seezufuhr, der Rüstungsindustrie, der Truppentransporte nach Frankreich vorzubereiten. Günstige Gelegenheiten zu einem wirkungsvollen Angriff gegen massierte engl. Flotteneinheiten, insbes. gegen Schlachtschiffe und Flugzeugträger ist auszunutzen.
Angriffe gegen London bleiben meiner Entscheidung vorbehalten.
Die Angriffe gegen das engl. Mutterland sind unter dem Gesichtspunkt vorzubereiten, dass unzureichender Erfolg mit Teilkräften unter allen Umständen zu vermeiden ist.

gez.
Kaiser Oskar I. von Preußen

Verteiler:
OKH
OKM
OKL
OKdR Abt. West
OKdR Abt. Ost
Chef d. Abwehr
Minister des Auswärtigen Amtes
Minister des Inneren zur weiteren Veranlassung

Endgültige Fassung der Operation "Gunter"

Am 01. August fand im Kaiserpalast einer der wichtigsten Besprechungen der letzten Monate statt. Hier sollte sich die weitere Zukunft des Reiches entscheiden. Diesmal war sogar der Kaiser persönlich anwesend. Nach der Eröffnung durch den Kaiser, übernahm der Kanzler das Wort. Zuerst zeigte er die neuesten Berichte und Karten.
Danach wurde heftig über alle Pläne und Fakten diskutiert. Wilhelm musste einen kurzen Vortrag zur Wehrfestigkeit der Westgrenze machen. Seiner Meinung, war die Grenze zu Frankreich und Belgien ausreichend gesichert. Sollte es zu einem Konflikt mit Polen kommen, müsse dieser jedoch innerhalb von max. 2 Monaten beendet sein. Bis dahin würden sich die Alliierten vorbereiten und dann musste die Westgrenze wesentlich verstärkt worden sein. Wenn die Westgrenze stark genug befestigt war, hielt Wilhelm eine Offensive der Westalliierten für unmöglich.
Doch Wilhelm fügte seinem Vortrag eine ganz wichtige „Kleinigkeit“ hinzu. All diese Pläne würden ohne ein Stillhalten der UdSSR nicht funktionieren. Die Reichswehr war im Augenblick nicht in der Lage zwei große Grenzen zu sichern. Dies gab er zu Bedenken.

Hier schaltete sich der Kanzler ein. Er meinte nur, dass dieses "Problem" bereits in Arbeit sein. Alle schauten sich gegenseitig an und keiner wusste was der Kanzler damit meinte. Welchen Trumpf hatte der Kanzler noch im Ärmel?

Als man zu später Stunde auseinander ging, waren sich alle Beteiligten einig. Das Kaiserreich steuerte mit voller Kraft auf einen großen europäischen Krieg gegen Polen und damit den Westmächten zu.
Am Abend wusste Wilhelm dann warum der Kanzler so geheimnisvoll gesprochen hatte. Man hatte einen Pakt mit der UdSSR geschlossen. Einen wahren Teufelspakt. Dies hieß nun es geht bald los. Mit diesem Pakt hatte man die Teilung Polens beschlossen. Da die Allies Garantien gegenüber Polen ausgesprochen hatte, war dies wahrscheinlich der kommende Krieg.

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Damit machten die vielen Truppenverlegungen im Juni und Juli auch wieder Sinn. Nicht umsonst hatte man das II. Armeekorps nach Königsberg und an die polnische Grenze verlegt.
Wilhelm wusste, dass die Zeit des Friedens nun täglich weniger wurde. Die Uhr tickte…



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[HOI3 TFH 4.02] "Die Familie Albrecht - eine deutsche Familiensaga" Neufassung

Beitragvon croatiafreiburg » 11. April 2021 20:39

7. Die letzten Tage des Friedens

Bis zum 21. August 1939 waren alle Truppen, die am Ostfeldzug teilnehmen sollten, in Ihren Aufmarschgebieten angelangt und bereit die Befehle für die Operation Gunter auszuführen.

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Mit der Heeresgruppe A, welche aus 3 Armeen und einer Panzerarmee bestand, wollte man die Polen in die Knie zwingen. Damit standen insgesamt. 15 Korps mit 71 Division, davon 24 motorisierte Panzerdivisionen und 3 Gebirgsjägerkorps an den Grenzen zu Polen. Aufgeteilt auf 3 Schwerpunkte.
Hinzu kamen noch 5 Luftflotten und im Westen 4 Abfangjägergeschwader. Die Westfront wurde mit der 3. Armee und 4 Armeekorps mit 20 Divisionen gesichert. Vor allem die Nordseeküste und die Rheingrenze zu Frankreich war schwer gesichert worden.
Wilhelm war sehr nervös und unsicher, wie sich die Lage zuspitzen würde. Würde es tatsächlich zu einem neuerlichen Krieg kommen? Ein Angriff auf Polen wäre nicht nur ein lokaler Krieg. Die Allies hatten deutlich erklärt, dass man die aggressive Politik des Reiches nicht mehr tolerieren würde und dem Reich sofort den Krieg erklärt. Wilhelm hatte aus seiner Zeit im ersten Weltkrieg noch gut vor Augen, welche Macht die Allies zusammen mit den USA entfachen können. Es graute im vor diesem Krieg. Sein Bruder in Duisburg war gleicher Meinung. Lediglich der neue Firmenchef Rolf war begeistert und könnten den Krieg gar nicht erwarten. Oh, diese jungen Leute kannten die Schrecken eines Krieges nicht. Und dieser neue Krieg würde den letzten noch an Brutalität und Opfer übertreffen. Die neuen Waffen waren so viel grausamer.
Der Kanzler sah die Lage deutlich positiver. Nach seiner Einschätzung wurden die Westmächte einen großen Krieg wegen Polen nicht wagen. Sollten die verbalen Drohungen gegen Polen nicht fruchten, würde es zu einem begrenzten Krieg im Osten kommen. Danach würde das Reich seine Strategie neu überdenken.
Die Tage in Berlin waren sehr hektisch. Eine Depeche nach der anderen wurde zwischen Berlin und Warschau gesendet. Doch auch die Polen waren zu keinem Kompromiss bereits. Die Garantien aus London und Frankreich ließen de Polen sehr locker mit der Bedrohung umgehen. Dachten Sie wirklich, dass man der Reichwehr solange widerstehen konnte, bis Hilfe aus dem Westen zur Stelle war. Was für Narren! Ein Blick auf die Polenakte zeigte, wie sehr sich dieses Land überschätzte

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Am 30. August war die Geduld des Kaisers vorbei. Genug verhandelt. Man ließ ein Ultimatum nach Polen senden. Innerhalb von 48 Stunden mussten die Polen nun entscheiden. KRIEG oder FRIEDEN? Das war nun die Frage.



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Es war nun bereits der 31. August 1939 22 Uhr. Das Ultimatum würde in 2 Stunden ablaufen und noch lang nicht mal eine Antwort der Polen vor.
Die Zeit des Friedens sollte also sehr bald zu Ende sein….
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Re: [HOI3 TFH 4.02] "Die Familie Albrecht - eine deutsche Familiensaga" Neufassung

Beitragvon croatiafreiburg » 13. April 2021 19:59

Viertes Kapitel - Flächenbrand in Europa

1. Der Polenfeldzug

Da die Polen die deutschen Forderungen nicht mal beantworteten, erklärte der Kanzler im Namen des Kaisers, dass die Operation "Gunter" wie geplant um 06:00 Uhr am 01. September 1939 beginnen sollte. Er befahl damit den Angriff auf Polen und somit Krieg.

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Noch am selben Tag wurde das neue Wehrpflichtgesetz und einige wichtige Kriegsindustriegesetze erlassen. Das Reich befand sich somit seit dem frühen Morgen im Krieg mit Polen.

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Die Angriffe der Reichswehr trafen die polnischen Truppen meist vernichtend. Das Heer, auch durch Luftangriffe bestens unterstützt, machte bereits in den ersten Stunden sehr gute Fortschritte.

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Gegen Abend (ca. 18.00) konnten die einige Kommandeure erste Erfolgsmeldungen ans HQ nach Berlin telegraphieren. Es lief bisher alles nach Plan.
Erst am späten Abend startete die polnische Armee erste „verzweifelte“ Gegenangriffe an der Grenze zu Ostpreußen.

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In der Nacht zum 02.09.1939 hielt der Kanzler das Telegramm der Kriegserklärungen der Alliierten in seinen Händen. Damit war man nun doch mit den Westmächten im Krieg. Aus dem „lokalen“ Polenfeldzug war also doch ein großer europäischer Krieg entstanden. Doch die Westmächte blieben an der Grenze vorerst passiv. Dies hatte Wilhelm Albrecht ja so vorausgesagt. Doch eines hatte man nicht richtig bedacht. Die englische Herrschaft zur See. Dadurch kam in der Ostsee am 02. Sept. 1939 zu ersten Seegefechten.
Noch schlimmer war die am 02. September beginnenden Angriffe auf deutsche Handelskonvois. Dies konnte die deutsche Wirtschaft schwer treffen.

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Am 02.09.1939 um 8 Uhr könnten die ersten Geländegewinne gemeldet werden.
Am gleichen Tag mobilisierte Luxemburg, Belgien und Japan! Ihre Truppen.
Nach vier Kriegstagen hatte die Wehrmacht bereits beachtliche Erfolge erzielt. Die militärische Lage der Polen war bereits nach einigen Tagen aussichtslos geworden.
Auch im Süden hatten man nun erste Durchbrüche erzielen können.

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Am folgenden Tag meldete die Heeresgruppe den ersten größeren Kessel.

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An der Westfront wurden derweil erste Truppenbewegungen der Franzosen gemeldet. Doch bisher gibt es keine Veranlassung zu besonderen Gegenmaßnahmen.
Bis zum 08. September konnte die Reichswehr die Stadt Kattowitz (6.9) besetzen und Danzig vom Restpolen abschneiden. Die ersten Panzerdivisionen erreichten die Stadtgrenze Warschaus. Die Lage der polnischen Truppen im Süden war völlig aussichtslos.

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Außenpolitisch erklärte Kanada Ihren Beitritt zu den Alliierten und somit dem Reich den Krieg.
Wilhelm hielt am 09. September die Verlustzahlen der deutschen Konvois in Händen. Die Royal Navy und Marine nationale française hatten in der ersten Woche bereits mehrere Konvois angegriffen und teilweise versenkt. Dies wollte Wilhelm im Auge behalten, denn diese Konvois waren für die deutsche Rüstung lebensnotwendig.
Am gleichen Tag meldete der Stab der Heeresgruppe A die Einnahme der polnischen Hauptstadt. Die polnische Regierung floh in Richtung Osten.
Am 10. September 1939 bat Wilhelm um die Versetzung an ein Front HQ. Er wollte die neue Panzerwaffe aus der Nähe beobachten und dann einen Bericht darüber verfassen. Dadurch wollte er eventuelle Fehler etc. aufdecken. Immerhin befürchtete er, dass der Krieg im Westen irgendwann doch mal heftiger werden würde. Mit der abendlichen Frontmeldung wurde am 10.09. die Einnahme Krakaus gemeldet.

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Die Welt war geschockt über den schnellen Vormarsch der Reichswehr. Als Reaktion trat auch Australien den Alliierten bei und erklärte dem Reich formell den Krieg.

Wilhelm bezog am 11. Sept. 1939 Quartier in Warschau. Von dort aus beobachtet er den Rest des Krieges gegen Polen.

Am 13.09.1939 sendete er ein Eiltelegramm nach Duisburg zu seinem Bruder.
Durch die Einnahme Danzig kontrollierte das Reich den polnischen Korridor. Damit trat folgender Effekt ein.

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In den nächsten Tagen versuchten die Polen Ihre Truppen und Ihr Material durch Rückzugsgefechte zu retten. Doch die Wucht und Geschwindigkeit der Reichswehr waren einfach zu heftig.

So musste die polnische Armee am 14. September 1939 bedingungslos kapitulieren und wurde somit vollständig besetzt. Sofort wurde eine Militärverwaltung in Warschau eingerichtet.

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Als Reaktion der Alliierten auf diese Kapitulation folgen britische den ersten Luftangriff auf Zielen rund um Oschersleben. Die deutschen Jäger konnten diese Luftflotte jedoch in heftige Kämpfe verwickeln. Man darf also gespannt abwarten, ob die Alliierten sich das nicht zweimal überlegen.

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Ärgerliche waren die Verluste in der Nordsee. Dort traf die Nordseeflotte auf britisch-franz. Marineverbände und musste eine heftige Niederlage einstecken, indem man 3 Schiffe und 1 Boot verlor. Zur See waren die Alliierten eindeutig überlegen. Hier musste man sich eine gute Strategie überlegen.

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Nachdem die Polen kapituliert hatten, wurden die geheimen Zusatzvereinbarungen zwischen dem Deutschen Kaiserreich und der UdSSR am 16.09.1939 wirksam. Faktisch war dies eine Teilung Polens. Die UdSSR war nun direkter Nachbar des Reiches.
Wilhelm gefiel diese Tatsache nicht sonderlich. Er hätte es sehr begrüßt, wenn man einen verbündeten polnischen Pufferstaat belassen hätte.

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Bereits einige Tage nach dem Sieg im Osten wurden die ersten Truppen in Richtung Westen verlegt.
Dieser schnelle und einfache Sieg in Polen steigerte die Popularität des Kaisers und Kanzlers immens. Doch Wilhelm wusste, dass der Krieg nun erst begann. Polen war kein großes Problem gewesen. Doch Frankreich und England waren andere Kaliber. Man dürfte also nun keinen Fehler machen und sich über- und den Feind unterschätzen. Den dieser Fehler führte im ersten Weltkrieg zu dieser Schmach von Versailles.
Am 20.09.1939 erreichte Wilhelm eine erfreuliche Nachricht aus Duisburg. Rolf Albrecht wurde zum 2. Mal Vater. Sein zweiter Sohn hieß Maximilian Albrecht. Er beschloss für einige Tage nach Duisburg zu fahren um den neuesten Zuwachs der Familie persönlich zu begrüßen.

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