[Unterhaltung] Sanderson - Die Sturmlicht-Chroniken

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[Unterhaltung] Sanderson - Die Sturmlicht-Chroniken

Beitragvon Jukonon » 17. September 2011 12:50

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Ich will euch hier die mit Abstand beste Buchreihe der Geschichte näher bringen, "Die Sturmlicht-Chroniken" von Brandon Sanderson. Die Reihe (mit einem vorgenommenen Weg von 10! Büchern) spielt auf dem sturmumtosten Kontinent Roschar. Sanderson hat es nicht nur geschafft glaubwürdige Charaktere und ein neues, interessantes Magiesystem zu erschaffen, er hat auch noch eine völlig neue Flora und Fauna geschaffen, die perfekt zusammenpassen. Hier glaubt man sich nicht ins Mittelalterliche Europa versetzt, es gibt keinen Erdboden, nur harten Fels, denn die sogenannten Großstürme (Vom Prinzip her gewaltige Orkane) tragen jeden Mutterboden sofort weg. Die Pflanzen dieser Welt klammern sich an den nackten Fels und warten auf die Großstürme, bei denen sie sich dann öffnen um Nährstoffe aufzunehmen. Bäume gibt es kaum und die, die existieren haben eine Art Gelenk, dass ihnen erlaubt sich bei einem Sturm umzulegen um nicht entwurzelt zu werden. Die Tierwelt ist auch eine völlig andere, Säugetiere gibt es kaum, anstatt dessen sind Insekten die beherrschende Art. Ich werde jetzt das Magiesystem nicht erklären, da es einfach zu umfangreich und vielschichtig für ein paar kurze Sätze ist.

Ein übersetztes Interview mit Sanderson über seinen Werken ist hier zu finden.

Das folgende Zitat ist wohl die Art wie ich das ganze hier eigentlich schreiben hätte sollen ^^

Roschar ist die Welt der Steine und Stürme. Diese toben mit einer so gewaltigen Macht, dass sie die Flora, Fauna und selbst die Zivilisation geformt haben. Die Tiere verkriechen sich in ihre Körperschalen, Bäume ziehen ihre Äste ein und das Gras zieht sich bei der leisesten Berührung in die Erde zurück. Die Städte schmiegen sich an Orte, die Zuflucht vor dem Sturm versprechen. Und die Menschen nutzen die Kraft der Stürme für ihre Zwecke – in Steine gebannt, als Währung und als Quelle der Magie.

Vor Jahrhunderten fochten die strahlenden Ritter gegen einen dunklen Feind, den sie zwar besiegen, doch nicht gänzlich vernichten konnten. Nach dieser Aufgabe zogen sich die unsterblichen Ritter zurück und hinterließen der Welt ihre magischen Schwerter und Rüstungen. Diese werden Splitterklingen und Splitterrüstungen genannt und machen ihre Träger nahezu unbesiegbar.

Fürst Dalinar, der Bruder des ermordeten Königs, ist einer der Träger dieser seltenen Rüstungen. Einst war er ein hoch geachteter Heerführer, doch die ihm gesandten Visionen von der alten Welt lassen ihn an seinem Verstand zweifeln und die Anderen an seinen Fähigkeiten. Dabei scheint es, als würden ihm die Visionen etwas eindringlich Wichtiges vermitteln wollen …

Kaladin, der Sohn eines Chirurgen, war einst ein kometenhaft aufsteigender Offizier, den das Schicksal und die Missgunst eines Fürsten in die Sklaverei trieben. Nun versucht er in einem wahnsinnigen Krieg, bei dem jeder einzelne Fürst für sich selbst kämpft und sich mehr um die Jagd als den Krieg selber kümmert, zu überleben und sein zerschmettertes Selbstbewusstsein wieder zu erlangen. Kein leichtes Unterfangen. Doch an ihm ist mehr dran, als er selber ahnt.

Brandon Sanderson schafft etwas, das nur wenigen Fantasyautoren gelingt. Eine intensive Weltschöpfung, die man faktisch mit keinem anderen Weltenentwurf vergleichen kann. So umfassend ist die Andersartigkeit dieser Welt, dass sie nahezu alleine ausreicht, um den Leser bei der Stange zu halten. Es gibt soviel Neues zu entdecken, dass man ihm nicht böse ist, wenn er doch mal weitschweifiger wird. In anderen Büchern überlese ich oft Landschaftsbeschreibungen, aber nicht im „Der Weg der Könige“, dessen Welt eine grundsätzlich fremdartige Flora und Fauna bietet, die in sich stimmig und plausibel erscheint. Stellt euch nur vor, dass es hier kein normales Gras gibt. Dessen Equivalent zieht sich vor den Füßen der Menschen und Wagenrädern zurück. So wandert man immer auf einem kahlen Fleck Erde. Und das ist nur ein kleines Wunder, unter vielen. Sanderson macht praktisch vor nichts halt. Absolut faszinierend!

Ich muss zugeben, dass ich wegen der vollmündigen Ankündigung des Verlages sehr skeptisch war, die besagte, dass es sich bei dem Weg der Könige um ein Werk im Range eines Herr der Ringe handelt. Doch nach der Lektüre bin davon überzeugt, dass das tatsächlich stimmt. Das Werk Sandersons kann man zwar nicht mit dem Herrn der Ringe vergleichen, doch ist sein Werk ebenso packend und einzigartig. Für mich ist „Der Weg der Könige“ das bisher beste Buch des Jahres. Und das verdient nicht weniger, als die volle Wertung – 10 Punkte.


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Da ich kein Talent für Beschreibungen habe und mich generell nur in Schwärmereien ergehe ohne viel zu sagen, werde ich mir erlauben, Rezensionen Anderer zu posten.

1. Band, 1. Teil: Der Weg der Könige:
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Pressestimmen
"Ein großer Wurf! Ein beeindruckender Auftakt zu einer großen Saga." (phantastik-news.de, Carsten Kuhr über "Der Weg der Könige" )
Kurzbeschreibung
Ein Epos vom Weltrang des Herrn der Ringe

Roschar ist eine sturmumtoste Welt, die über Jahrtausende von übermenschlichen Kriegern regiert wurde, deren Schwerter jedes Leben auslöschen konnten. Doch die Krieger sind verschwunden und Roschar droht zu zerfallen. Das Schicksal der Welt liegt nun in den Händen derer, die es wagen, die magischen Schwerter zu ergreifen . . . Mit „Der Weg der Könige” eröffnet Brandon Sanderson das große Fantasy-Epos des 21. Jahrhunderts und zieht seine Leser in eine Welt, wie sie noch nie zuvor in der Literatur erschaffen wurde.

Dies ist die Geschichte von Dalinar, Heerführer von Alethkar und Bruder des ermordeten Königs. Seit dem Tod des Königs sind die Fürsten des mächtigsten Reiches von Roschar zerstritten, und der Krieg mit dem Barbarenvolk im Osten zieht sich länger hin als erwartet. Dabei trägt Fürst Dalinar nicht nur schwer an dem Vermächtnis seines toten Bruders, sondern auch an den unheimlichen Visionen, die ihn des Nachts überfallen: Visionen aus einem vergangenen Zeitalter, als die Völker von Roschar vereint waren, als die Menschen noch Seite an Seite mit den Göttern kämpften und die magischen Schwerter dem Schutz des Lebens dienten. Visionen, die in Fürst Dalinar nicht nur eine neue Hoffnung auf Einheit unter den Menschen wecken, sondern auch eine tiefe Furcht. Denn noch weiß keiner, welches Schicksal die Zukunft von Roschar für all jene bereithält, die das Rätsel der Vergangenheit lösen können . . .


Oh oh, ich und Sanderson, das ist schon eine lange Geschichte - eine Geschichte die nicht unbedingt auf Freundschaft basiert und ich ihm immer etwas böse bin, dass er nach einem guten Start seiner Bücher anfängt irgendwas zu vermasseln. Der Mann versteht es supergute Settings zu verfassen, seine Ideen zu Magiesystemen finde ich einfach großartig. Seine Charakterentwicklungen empfand ich immer etwas zwiespältig, da war mir immer zuviel schwarz/weiß, zuviel Gutmenschentum in seinen Helden vorhanden. Mir fehlten immer die Kanten an seinen Protagonisten, ihre Einstellungen und Handlungen erschienen mir immer unangemessen NETT im Bezug auf die Gefahren in denen sie steckten. Ihre Reaktionen auf Geschehnisse die durch ihre Feinde verursacht wurden, waren verhältnismässig gelinde. Er schrieb von Wut, aber die Aktuere schmissen mit Wattenkugeln, gewannen aber doch am Ende.

Ein anderer Punkt der mich an Sanderson immer störte war, er ist ein kleiner Infodumper, ständig wird etwas wiederholt. So etwas ist völlig überflüssig wenn man seinen Leser bei der Stange hält. Wenn ich allerdings ein paar hundert Seiten brauche un meine Aktuere aus der Stadt fliehen zu lassen, dann zieht sich das schon gewaltig und die Spannung geht flöten. Da wird soviel gedacht, diskutiert, geplant und wieder verworfen, das man ständig denkt: Junge, komm zu Potte. Da habe ich manchmal das Gefühl er wird nach Seiten bezahlt .-))
Also mochte ich die Settings und seine Magiesysteme sehr ... wie er aber dann mit seinen Akteuren umging weniger. Mein Wunsch war immer das er straffer schreibt und seinen Charateren/Büchern mehr Grimmigkeit verpasst.

Und dann lese ich das der erste Teil vom WEG DER KÖNIGE erscheint ... und nächsten Satz das der WEG auf 10 Bände angelegt ist. Mein erster Satz war: Ach du heilige Sch...e!
Mistborn hat mich schon arg gebeutelt mit seinen endlosen Passagen in denen nicht viel passierte. Was soll das nun geben dachte ich?
Sehr zwiespältig habe ich das Buch bestellt und habe angefangen zu lesen. Und tätsächlich sieht es so aus also ob er mich diesmal am Haken hat. Seine Charaktere sind stimmg, das Setting wieder einmal erstklassig, er erschafft eine völlig neue Welt die mir von Anfang an gefällt. Er schreibt flüssig, webt interessannte Handlungsfäden auf verschiedenen Ebenen. Das ist ein großer Fortschritt, das hält das Buch lebendig und somit auch mich bei der Stange. Sanderson erhält von mir alle Sterne, bis jetzt halte ich es für sein bestes Buch!
Ich habe noch nie zu den großen Inhaltsveratern gehört, ich finde immer man soll sich eine Welt im Kopf erschaffen können. Solche "Zusammenfassungen" nehmen den Reiz einer Geschichte vorweg. Also macht Euch selber auf die Reise, es lohnt sich allemal.

Zur Teilung des Buches sage ich nichts ausser Marketingvollgrütze, Kundenverarsche, Geldschneiderei. Es gibt zig Beispiele das es auch mit der Seitenzahl funktioniert. Man sollte solche Machenschaften eigentlich boykottieren und auf die Taschenbuchausgaben warten.

Wohin führt der WEG DER KÖNIGE? Sollte Sanderson so weiterschreiben kann das etwas ganz großartiges werden. Ich freue mich auf den nächsten Band und bin gepannt wohin uns der Weg führt. Ich befürchte ein bisschen das 10 Bände auch genug Gefahren bergen in altes Schreibverhalten zurückzufallen, das wäre sehr schade. Ich hoffe einfach mal das das nicht der Fall sein wird. Sonst wird das nichts mit der dicken Freundschaft mehr. Bis hier 5 Sterne!


Brandon Sanderson, der sich in der Fantasy durch die "Mistborn"-Trilogie und die Übernahme von Jordans "Wheel of Time"-Serie einen Namen gemacht hat, präsentiert nach jahrelanger Vorarbeit sein bisher ehrgeizigstes Projekt: "The Stormlight Archive", eine auf 10 Folgen ausgelegte Serie im Stil epischer Fantasy, wovon "The Way of Kings" in der englischsprachigen Originalausgabe den ersten - 1000 Seiten starken - Band darstellt.

Die Handlung spielt auf Roshar, einer von lebensfeindlichen Stürmen und Felsenlandschaften geprägten Welt. Vor Jahrhunderten existierten dort die magisch begabten Orden der Strahlenden Ritter. Von ihnen ist nicht mehr übriggeblieben und überliefert als ihre magischen Rüstungen und Schwerter, die ihre Träger nahezu unbesiegbar machen und deren Wert in Königreichen und Menschenleben aufgewogen wird. Andere magische Artefakte sind ebenso selten und umkämpft, alle Versuche, sie nachzubilden, sind bisher fehlgeschlagen.
Einer der Träger der magischen Rüstungen ist Dalinar Kholin, Hochprinz von Alethkar und Bruder des bisherigen Königs Gavilar. Seit dessen Ermordung vor einigen Jahren tobt ein erbitterter Krieg gegen die fremdartigen Parshendi, die für die Tat verantwortlich gemacht werden. Einst als mutiger Kämpfer Blackthorn gerühmt und gefürchtet, wird Dalinar wegen seines engen Festhaltens an einem altertümlichen ritterlichen Ehrenkodex und wegen seiner Visionen als Feigling geschmäht und seine Autorität als Beschützer des neuen Königs, seines Neffen Elokhar, von den anderen Prinzen systematisch untergraben. Diese halten wenig von militärischer Disziplin und behandeln ihre Sklaven schlechter als Tiere.
Kaladin ist einer dieser Sklaven, die im Krieg geradezu verheizt werden. Aufgewachsen und ausgebildet als Sohn eines angesehenen Chirurgen, sieht er sich in einer hoffnungslosen und menschenunwürdigen Situation und kämpft verzweifelt darum, nicht wie seine Leidensgenossen zu einem abgestumpften Wesen zu werden, das ohne menschliche Regungen ums Überleben ringt.
Die dritte Hauptfigur ist die junge Adlige Shallan, die versucht, die Ketzerin und Gelehrte Jasnah Kholin, Nichte von Dalinar, als Mentorin für ihre Studien zu gewinnen. Daß sie noch weitaus dunklere Motive verfolgt, weiß niemand außer ihren Brüdern.
Eingestreut in die Handlungssträne um diese Hauptfiguren werden in Zwischenkapiteln weitere Charaktere vorgestellt und ihre Bedeutung für die Rahmenhandlung in kürzeren Szenen eingeschoben.

Wer gedacht hatte, daß Sanderson mit "Mistborn" schon sein ganzes Talent ausgeschöpft hatte, wird hier positiv überrascht. Erneut stellt der Autor seinen Einfallsreichtum unter Beweis und präsentiert nicht nur ein erstklassig durchdachtes und logisch vernetztes Magiesystem, sondern bringt durch den Aspekt des in Vergessenheit geratenen Wissens noch eine Reihe interessanter zusätzlicher Facetten zum Tragen. Noch besser kommt diesmal die Charakterentwicklung zur Entfaltung; Sanderson greift weniger auf klassische Fantasy-Elemente zurück und entwickelt viel mehr die einzelnen Charaktere mit ihren Stärken und Schattenseiten und macht sie dadurch tiefgründig und realistisch.
Auch in der Ausgestaltung der Welt beschreitet er neue Pfade: anstatt einer Szenerie, die im Mittelalter irgendwo in Europa angesiedelt zu sein scheint wie meist in der High Fantasy, erschafft er eine komplett neue Welt - mit ungewöhnlicher Flora und Fauna, verschiedenen Kulturen, sozialen Regeln, logisch entwickelt aus der rauhen und unwirtlichen Umgebung. Dies belebt er mit einer erstaunlich überzeugenden Fülle an Details, die einen geradezu in die Landschaft und die Geschichte hineinsaugen.
Dabei schreibt er sehr klar und geradlinig, was manchmal täuschend einfach wirkt; dabei erfordert es viel Können, über die immense Seitenzahl und die verschiedenen Handlungsstränge hinweg den Leser im Bilde zu halten. Hier hat man jederzeit das Gefühl, mitten in der Handlung zu stehen und den Überblick zu haben. Ehe man es sich versieht, hat man wieder 50 Seiten gelesen und möchte gar nicht mehr aufhören. Die englische Originalausgabe umfaßt 1000 Seiten, die sich sehr flüssig und durchgängig lesen.

Leider kann man eine Übersetzung dieses brillianten Werkes in entprechender Form auf dem deutschsprachigen Markt nicht kaufen, da Teil 1 nach etwa der Hälfte der Kapitel endet. Einen logischen und nachvollziehbaren Grund, warum das Original in der deutschen Ausgabe auf 2 Bände verteilt wird und in "Der Weg der Könige" nur ein Bruchteil der Kapitel veröffentlicht wurde, kann ich nicht finden. Zwar liest man im Internet immer wieder, dass Verlage bei Überschreiten einer gewissen Seitenzahl ein Werk zweiteilen müssen; angesichts der Tatsache, daß das Original in einen Band gepaßt hat, macht dies nicht wirklich Sinn.

Inhaltlich ist es sehr schade, daß die Handlung an einem Punkt des Spannungsbogens abgebrochen wird, der vom Autor als durchgehender Plot geplant war; dadurch geht einiges von der Faszination der Geschichte, die gerade von ihren leisen Tönen und dem minutiösen Erzählstil lebt, verloren. Als Leser gerät man da schon ins Spekulieren, ob Sanderson auf dem deutschen Markt noch nicht zu den ganz Großen gehört und sich deshalb so etwas gefallen lassen muß; auf dem englischsprachigen Markt räumt ihm sein Verlag jedenfalls alle Freiheiten ein, die er in brillianter Form zu nutzen weiß.
Das macht sich auch an der einmaligen Gestaltung der Originalausgabe bemerkbar, die optisch stimmig abgerundet wird durch die geschmackvolle Gestaltung des Covers und die ungewöhnliche Gestaltung des Innenteils, mit bunten Karten und Symbolen sowie Skizzen, die meistens Zeichnungen der Figur Shallan darstellen und in direktem Bezug zur Handlung stehen. Jedes Kapitel ist am Beginn von einer Illustration verziert, die an mittelalterliche Handschriften erinnert. Damit schafft Sanderson ein Gesamtkunstwerk, dessen inneren und äußeren Zusammenhang man respektieren und erhalten sollte. (Deswegen gibt es auch 5 Sterne für das ursprüngliche Konzept des Autors.)

Hoffentlich nimmt sich der deutsche Verlag ein Beispiel an der Originalausgabe und veröffentlicht in Zukunft die weiteren Folgen in derselben Form wie das Original. Ansonsten sollte man sich überlegen, sich die englischsprachige Version zu leisten, die optisch wie inhaltlich den Preis der Hardcover-Version in jedem Fall wert ist.


1. Band, 2. Teil: Der Pfad der Winde:
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Woher nimmt dieser Sanderson seine Kreativität und Fantasie? Erstmal vorab hier wird nichts inhaltlich vorweggenommen, jeder soll selber entscheiden was er von dem Band hält, es nicht zu lesen wäre devinitiv ein Fehler, wenn man Band eins gut fand.
Der Pfad der Winde knüpft nahtlos an den ersten an und nimmt an Fahrt auf,lässt tiefere Einblicke der Charaktere zu und baut die Geschichte weiter aus.Die Story wird auch nicht langweilig dar Sanderson es versteht den Leser zu überraschen und zu fesseln ich hab einfach nur mitgefiebert so solls sein.

Sanderson ist in jeden fall jemand der Fantasy Geschichte schreiben wird einfach innovativ was er schreibt wie z.B. die Misborn Reihe wer die gelesen hat wird von den Sturmlicht Chroniken faziniert sein ,denn man fiebert mit und kann es kaum erwarten wie es weitergeht einfach noch breiter und tiefschürfender !!


Ich fand den Auftakt echt klasse nach dem was ich gelesen habe ist es so das da noch einiges zu Erwarten ist.Sollen ja noch 18 Bücher folgen als deutsche Ausgaben wenn die hier wieder halbiert werden!!(auf 10 amerikanische Bände angesetzt)


Der Schreibstil ist natürlich immer Geschmackssache er schreibt sehr flüssig einzig die kleine Auszüge am anfang eines Kapitels haben mich ein bisschen verwirrt. Wie im Band eins leider mit einigen schreibfehlern der Übersetzung bitte meine zu entschuldigen :).


Kaladin und Szeth passagen hab ich verschlungen einfach genial. Wobei Szeth ist nicht so oft angesprochen worden.Im ersten Band liegt das Hauptaugenmerk auf Kaladin und Schallan wobei im zweiten Kaladin und Dalinar im Fokus sind ich fand Schallans part etwas mühsam aber das entwickelt sich im zweiten Band sehr positiv da wirds mit dem Fabrial noch sehr interesant.

Kaladin macht mir am meisten Spass ich glaube mit ihm steht und fällt das Ganze. Ihm schenkt Sanderson am meisten Aufmeksamkeit und mit seiner Brückenmanschaft hat er mich begeistert.Die letzten 300 Seiten hab ich nicht einmal geblinzelt so spannend war`s.

Sanderson schafft das was vielen anderen nicht gelungen ist seine Protagonisten lebendig werden zu lassen er nimmt sich einfach Zeit für die Hauptcharaktere. Die Geschichte ist devinitiv im Begriff ein Meisterwerk zu werden ganz sicher!!! Ich hoffe nur das er sich nicht genauso verliert wie George R.R. Martin,der kommt mit seinem Epos ja auch nicht aus dem Quark und baut ohne ende neue Handlungsstränge auf,aber ich glaub Sanderson hat das im Griff ich kann es kaum erwarten den nächsten Band zu lesen.



Der Pfad der Winde ist der zweite Teil des ersten Bandes der Sturmlicht-Chroniken und setzt diesen genialen Band jedoch nicht genauso gut fort - er ist noch besser! Man merkt beim Lesen sofort, dass das Buch als eine Einheit konzipiert ist, denn es geht wirklich nahtlos im Plot weiter. Hat der Auftaktband Der Weg der Könige noch erkennen lassen, wie aufwendig, ausgeklügelt, ausführlich und brillant diese Saga werden wird, so hat Der Pfad der Winde dies bereits unter Beweis gestellt. Im Nachhinein betrachtet war der erste Teil im Prinzip nur vorbereitend für die Entwicklungen, die hier endlich vollzogen werden. So habe ich mich bei Der Weg der Könige manchmal schon gefragt, wieso diese Figur so detailliert beleuchtet und vorgestellt wird, obwohl noch nicht erkennbar war, inwiefern sie etwas Besonderes darstellt oder gar die Rettung Roschars einleiten könnte. - Und das Buch war lang. Dass es mir dennoch sehr gut gefallen hat, zeugt von der Qualität Sandersons Schreibstils. Lange Rede, kurzer Sinn: Hier passiert endlich etwas. Viele der angedeuteten Geheimnisse werden gelüftet und jede Figur erhält nun auch ein Werkzeug mit dem es sich in der Fortsetzung weiterarbeiten lässt. Dabei sind manche Wendungen und Entwicklungen ab bestimmten Punkten vorhersehbar, manche Erkenntnisse und Ereignisse kommen jedoch so plötzlich und unerwartet, dass ich tatsächlich mit offenem Mund mein Buch angestarrt habe. Und das Beste an der ganzen Aufklärungsarbeit, die das Buch im Finale leistet: Es tauchen stets noch mehr Fragen und Geheimnisse auf, die in den Fortsetzungen geklärt werden wollen. So ist mir z.B. immer noch nicht klar, was die Glyphen und verschiedenen Karten im Buchdeckel zu bedeuten haben. Da kommt noch so vieles mehr. Und ich bin mir sicher, dass Die Sturmlicht-Chroniken bald in einem Atemzug mit den ganz großen Fantasy-Reihen genannt werden. Sanderson ist gerade dabei sich sein eigenes Monument zu schreiben.
Der Pfad der Winde ist auch so unheimlich mitreißend geschrieben, trotz der wieder einmal nicht geringen Seitenzahl, konnte ich das Buch nicht aus der Hand legen und habe es in kürzester Zeit durchgelesen. Dabei sind nicht nur die Entwicklungen der Charaktere die in diesem Buch im Fordergrund stehen, so überaus gelungen, nein, das Buch ist zudem sehr spannend geschrieben und selbst Schallans, manchmal doch etwas dröger Erzählzweig hat an Fahrt aufgenommen.
Die besondere Stärke des Werkes ist jedoch die unheimliche Tiefe: Sanderson nimmt sich viel Zeit um seine Charaktere dem Leser nahezubringen, sein Handeln verständlich zu machen und voll in das Geschehen einzutauchen. Die Beschreibungen sind liebevoll und detailliert. Durch seinen Schreibstil schafft es Sanderson wirklich beim Leser Bilder heraufzubeschwören. Der Plot ist wirklich geschickt konstruiert und deutet an, das da noch sehr viel auf den Leser zukommen wird.
Zudem ist für jeden Leser etwas dabei: Schlachten, politische Intrigen, kleine Liebschaften und wirklich interessante Charaktere.
Das Buch an sich besticht erneut mit seiner Ausstattung: Neben den erwähnten Farb-Karten/Abbildungen in den Deckelinnenseiten verfügt das Buch über einige wirklich gelungene Illustrationen und illustrierte Kapitelanfänge, an denen man auf einem Blick erkennen kann, welcher Erzählstrang fortgeführt wird.

Fazit: Ich kann mit Worten nicht wiedergeben, wie genial dieses Buch ist. Ich kann nur jedem empfehlen, sich nicht von der großen Seitenzahl der beiden Bücher abschrecken zu lassen und dieses großartige Werk zu lesen. Mit Die Sturmlicht-Chroniken wird sich Sanderson in die Reihen der ganz Großen einreihen können. Für mich ist Sanderson bereits jetzt einer der ganz Großen.


Es gäbe noch unzählige solcher Kommentare, aber ich denke die hier reichen um einen ersten Eindruck entstehen zu lassen. Um noch einmal zu verdeutlichen wie genial diese Reihe ist, ich kenne HDR und "Das Lied von Eis und Feuer" und noch unzählige andere Bücher, aber das hier, ist das beste, dass ich je gelesen habe, selbst Tolkien würde der Mund offen stehen. Ich lese generell sehr schnell und verschlinge Wälzer knapp unter der 1000-Seiten-Grenze in 1-2 Tagen, den ersten Teil habe ich (mit Schule) in 2 Tagen geschafft, ich konnte nichts machen, außer dieses Buch zu lesen, habe nichts gegessen und bin eine Srunde früher aufgestanden um weiterzulesen. Beim 2. Band wars genau das selbe, nur, dass es vll einen Nachmittag gedauert hat.

Im Buch gibt es immer wieder Bilder, die diese völlig andere Welt etwas aufklären und einen Eindruck der völlig anderen Flora und auf Insekten basierenden Fauna geben. Hier ein paar davon:

Schallan versucht hinter die Funktionsweise des Fabrials zu kommen

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Die Himmelsaale

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Die sogenannten Chulls, große Insekten mit einer harten Schale, die als Lasttiere eingesetzt werden

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Verschiedene Pflanzen

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Karbranth, die Stadt der Glocken

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Vll kennt hier schon jemand die Reihe und wir können diskutieren, wenn ihr sie noch nicht kennt, dann solltet ihr sie sofort lesen, ihr verpasst wirklich etwas.

MfG
Zuletzt geändert von Jukonon am 15. August 2012 22:47, insgesamt 5-mal geändert.
“There were dreams once upon a time, dreams now all but forgotten. On sad days I dust them off and fondle them nostalgically, with a patronizing wonder at the naivete of the youth who dreamed them.”

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Re: [Bücher] Die Sturmlicht-Chroniken

Beitragvon Jukonon » 25. August 2012 23:14

Gibt es denn wirklich KEINEN, der das Buch kennt und sich herablässt hier zu posten? :P

Edit: Hab mal etwas Zeit investiert und das ganze ein bisschen sehenswerter gestaltet, zufrieden bin ich dennoch nicht, zukünftige Arbeiten folgen vll.

Edit²: Der 2. Teil erscheint übrigens (nicht das es jemanden interessiert ^^ ) voraussichtlich diese Weihnachten (auf Englisch). Ich würde euch empfehlen, dass ihr das Original kauft, das ist erstens um die Hälfte billiger und zweitens ist das Original einfach immer besser (trotz dehr guter Übersetzung, Respekt dafür)
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Re: [Unterhaltung] Sanderson - Die Sturmlicht-Chroniken

Beitragvon drghouse1337 » 27. Dezember 2012 23:44

Geniale Bücher!!! Warte schon sehnsüchtig auf eine Fortsetzung!

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Re: [Unterhaltung] Sanderson - Die Sturmlicht-Chroniken

Beitragvon Ardrianer » 28. Dezember 2012 00:43

nein, kannte ich bisher noch nicht, aber hört sich interessant an. allerdings wächst mein unerledigter Buchstapel derzeit ähnlich wie mein unerledigter Spielestapel
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Re: [Unterhaltung] Sanderson - Die Sturmlicht-Chroniken

Beitragvon totalwarzone » 28. Dezember 2012 15:18

würde hier auch gern eines vorstellen aber wie sieht das rechtlich aus?

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Re: [Unterhaltung] Sanderson - Die Sturmlicht-Chroniken

Beitragvon Jukonon » 15. Februar 2013 17:13

Geniale Bücher!!! Warte schon sehnsüchtig auf eine Fortsetzung!

Ebenfalls, es dürfte laut Sandersons Website auch nicht mehr soooo lange dauern ;)

würde hier auch gern eines vorstellen aber wie sieht das rechtlich aus?

Ich versteh die Frage nicht... Inwiefern soll es rechtliche Probleme geben wenn man ein Produkt bewirbt?
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