[Kommentare] "Im Auftrag des Königs"

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Re: [Kommentare] "Im Auftrag des Königs"

Beitragvon eliterex » 20. Juni 2013 11:29

Der Führer als Gott gesandeter König oder unser lieber Geostratege als Nachkomme einer der großen deutschen Königsfamilien :D
Möglicher Autor der Bücher: Wie ich Österreich-Ungarn zu einer Industrieweltmacht machte-Eine Biografie; Zentraleuropa gegen Frankreich, Russland und Italien-Eine Selbstanalyse; Warum Hawaii zu Österreich gehört; Saint Thomas und andere Scherze; 101 Sprüche und Wege um Lovias zu ärgern;Wie erschaffe ich ein Kolonialreich; 30 Sprüche die Taxla abbringen Krieg zu führen
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Re: [Kommentare] "Im Auftrag des Königs"

Beitragvon Löschzement » 20. Juni 2013 11:57

eliterex hat geschrieben:Der Führer als Gott gesandeter König oder unser lieber Geostratege als Nachkomme einer der großen deutschen Königsfamilien :D


Hier vielleicht ein Kapitel, welches etwas mehr Licht ins Dunkel der Machenschaften bringt.

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Re: [Kommentare] "Im Auftrag des Königs"

Beitragvon Hjalfnar » 20. Juni 2013 13:18

Es wird immer interessanter!
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Re: [Kommentare] "Im Auftrag des Königs"

Beitragvon Gotchalcus » 21. Juni 2013 22:40

Sehr spannende neue Teile, richtig richtig spannend, ich freu mich bereits auf viele weitere ^^

Gruß Stefan

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Re: [Kommentare] "Im Auftrag des Königs"

Beitragvon Löschzement » 28. Juni 2013 00:12

Hiermit möchte ich auf die gerade aktuelle Umfrage hinweisen, nähere Informationen auf Seite 1 der Kommentare, Beitrag 1.

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Re: [Kommentare] "Im Auftrag des Königs"

Beitragvon Löschzement » 4. Juli 2013 18:36

Viele Klicks aber kaum Abstimmungsergebnisse in entscheidenden geostrategischen Fragen der Kriegsführung.
Liegt wohl daran, daß das Reich zwar offiziell ein volksregierter Staat ist, aber.... nun ja, ihr wisst es ja ;)

Also, wie schauts aus?
Ich kann aktuell Nationales China in die Achse holen, dann würde logischerweise die Umfragesache mit Japan nicht hinhauen, weil Japan dort fundamentale Interessen in China besitzt.
Oder doch lieber Japan erstmal in die Neutralität drängen bei Erfüllung der Voraussetzungen?
Vielleicht wollt ihr auch nur den ultimativen Seekrieg gegen Japan sehen?

Hmmm....Deutsches Volk - was wollt ihr?
(Wehe einer schreibt jetzt Maoam... :strategie_zone_115: )

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Re: [Kommentare] "Im Auftrag des Königs"

Beitragvon Anteus » 5. Juli 2013 00:23

Guten Abend,

ich habe bisher noch nicht abgestimmt da ich mich bisher für nichts entscheiden konnte.

Schauen wir uns doch mal an wie es im Ersten Weltkrieg mit den Osmanen war:

Das Osmanische Reich war ja bekanntlich der kranke Mann am Bosporus. Die Armee war veraltet, die Infrastruktur rückständig, das Land pleite und überschuldet, militärisch und wirtschaftlich abhängig von den europäischen Großmächten ebenso der Fortbestand des Reiches vom Wohwollen derer. Es gab in dem Land im wesentlichen zwei Fraktionen. Die eine Seite befürwortete die Neutralität des Osmanischen Reiches während des Krieges und wollte die Beziehungen zu Großbritanien nicht gefährden. Die westlichen Ententemächte waren aber weder bereit territoriale Forderungen der Osmanen zu akzeptieren, noch Schulden zu erlassen, ganz im Gegenteil. Es gab bereits Pläne den nahen Osten aufzuteilen und Russland hatte schon lange Interesse daran den Bosporus und die Dardanellen zu kontrolieren. Dazu kam noch das die Briten zu Beginn des Krieges zwei für das Osmanische Reich bestimmte Schlachtschiffe einfach beschlagnahmten und in die Royal Navy integrierten. Dieses Ereignis vergiftete die Beziehungen zwischen Briten und Osmanen.

Die Gegenseite (die Jungtürken) war sich darüber im Klaren, dass sich die Lage, in der sich das Osmanische Reich befand, dringend ändern musste wenn es Überleben sollte. Das Osmanische Reich brauchte einen verlässlichen starken Partner an seiner Seite, der eine Großmacht ist, mit dem es keine gravierenden Konflikte gab und der keine imperialen Interressen in der Region verfolgte. Der einzige Kandidat dafür war das Deutsche Kaiserreich mit dem die Osmanen sehr gute wirtschaftliche Beziehungen pflegten.
Die Jungtürken unter Enver Pascha hatten sich schließlich durchgesetzt und so war das Osmanische Reich an der Seite Deutschlands in den Krieg eingetreten.

Dann mal zu Japan:

Japan hat mit Deutschland und Italien eines gemeinsam. Alle drei waren bis ins 19. Jahrhundert Flieckenteppiche, die schließlich geeint wurden. Alle drei wollten sich gegen die alten Großmächte durchsetzen und selbst als Weltmächte anerkannt werden und über ein Kolonialreich verfügen.

In Japan endete es 1870 in der Meji-Restauration. Wenig später nahm sich Japan das 1871 gegründete Deutsche Kaiserreich für weitere Reformen als Vorbild. Das Shogunat wurde abgeschafft und der Tenno wurde Staatsoberhaupt. Das Militär wurde nach preußischem Vorbild modernisiert und geformt. In der Ära Bismarck gab es gute wirtschaftliche und kulturelle Beziehungen zwischen Deutschland und Japan. Japan hatte ebenfalls gute Beziehungen zu Großbritanien und Frankreich wo unter anderem die ersten japanischen Marineoffiziere ausgebildet wurden und wo Japans erste modernen Kriegsschiffe gebaut wurden.

Bismarck war während seiner Amtszeit darum bemüht den Frieden auf dem europäischen Kontinent zu wahren und den Erbfeind Frankreich zu isolieren. Hierbei verstehe ich übrigens nicht warum die Franzmänner so scharf auf Elsaß-Lohtringen sind. Vielleicht kan ja jemand hier mal aufklären. Zummindest das Ellsass wahr mehrheitlich Deutsch und gehörte Jahrhunderte zu Deutschland. Naja weiter im Text...

Kaiser Wilheim II hat danach einiges von Bismarcks Errungenschafften wieder kaputt gemacht. Der größte Fehler war das man den so genannten "Rückversicherungsvertrag" mit Russland nicht verlängerte als dieser abgelaufen war. Als Folge davon näherte sich Russland dem zuvor total isolierten Frankreich an :strategie_zone_400: :strategie_zone_48:
Später kam Großbritanien noch dazu (Folge des Flottenwettrüstens zwischen Deutschen und Briten).

Japan führte in der Zeit zuerst 1895 Krieg gegen China womit es unter anderem Formosa (Taiwan) hinzugewann. Außerdem bestand ein militärisches Bündnis mit Großbritanien. 1905 kam es wegen Interessenskonflikten in der Mandschurei zum Russisch-Japanischen Krieg. Die Japaner konnten die Russische Pazifikflotte versenken. Zur Unterstützung wollten die Russen ihre Ostseeflotte herranziehen. Auf dem Weg durch die Nordsee kam es zu einem schweren diplomatischen Zwischenfall zwischen Russland und Großbritanien. Die Russen beschossen unter anderem Fischkutter, die sie für japanische Torpedoboote hielten. Es drohte ein Krieg zwischen Großbritanien und Japan auf der einen, so wie Russland und Frankreich auf der anderen Seite. In der Zeit verschlechterten sich die Beziehungen zwischen Japan und Deutschland. Russische Schiffe durften sich im Deutschen Hafen von Tsingtau versorgen was den Japanern missfiel. Im Ersten Weltkieg 1914 forderten die Briten Japan wegen ihrem Bündnis auf in den Krieg einzutreten. Dem ist Japan auch nachgekommen. Ziele Japans waren die deutschen Besitzungen im Pazik und die deutschen Konzessionen in China. Hier sei anzumerken das die Japaner zu den deutschen Kriegsgefangen sehr gastfreundlich waren.

In der Weimarer Zeit pflegten Japan und Deutschland wieder halbwegs normale kulturelle und wirtschaftliche Beziehungen. Genausogut waren auch die Beziehungen zwischen Deutschland und China. In den frühen 30ern übernahm das Militär in Japan zunehmend die Macht und der Tenno war nur noch eine Marionette. 1931 ist das Japanische Heer eigenwillig in die Mandschurei einmaschiert und hatte den Sattelietenstaat Mandchukou gegründet. In den folgenden Jahren näherten sich Deutschland und Japan weiter an.

1937 ist der zweite Krieg zwischen Japan und China ausgebrochen. Die USA reagierten mit Sanktionen. Das Bündnis mit den Briten bestand nicht mehr. Deutschland musste sich entscheiden ob es auf seiten Chinas oder Japans stand.

So Granit, jetzt geht die Story mit deinem AAR weiter.

Hier hat sich Deutschland auf die Seite Japans gestellt. Die Japaner suchen wohl dringend nach einem Bündnispartner um nicht isoliert zu sein wie zuvor die Osmanen. Hier scheint Deutschland wieder der geeignete Partner zu sein. Allerdings bekommen die Japaner nicht rechzeitig die entscheidende Antwort aus Berlin. Ich denke die Briten und Franzsosen verhalten sich hier genauso wie zuvor Italien gegenüber. Man ließ Italien in Abbessinien rumschludern um sie dafür weiterhin als Partner gegen Deutschland zu halten. Im Falle Japan opfern die Alliierten China damit sich Japan dafür nicht der Achse anschließt. Wenn sich die USA den Alliierten anschließen würden sie bestimmt die Sanktionen fallen lassen. Des weiteren hat man Japan wohl mit weiteren wirtschafftlichen und territorialen (vielleicht Indochina, Malaysia ohne Singapur, weitere Pazifikinseln) Zugeständnissen gelockt.

Um die Beziehungen zu Japan in Zukunft wieder verbessern zu können dürftest du China nicht in die Achse holen und müsstest es ebenso wie die Alliierten Japan preisgeben. Das Gute ist es gab noch keine militärischen Auseinandersetzungen mit Japan. Du könntest Japan deinerseits mit territorialen Zugeständnissen im Pazifisch-Asiatischen Raum locken. Des weiteren müsste auch noch die UdSSR zu Fall gebracht werden. Da wäre der ferne Osten Russlands ein weiteres Lockmittel für Japan. So würden die Japaner vielleicht die Seiten wechseln wenn auch die Alliierten entsprechend geschwaächt sind.

Am interessantesten fürs Spiel an sich wäre natürlich wenn Japan ein Gegner für die Kriegsmarine bleibt. In dem Fall kannst du China in die Achse aufnehmen. Japan und Deutschland wären dann endgültig Feinde.

So viel zu meinen Überlegungen.

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Re: [Kommentare] "Im Auftrag des Königs"

Beitragvon Löschzement » 5. Juli 2013 09:42

:strategie_zone_37: Anteus! :strategie_zone_65:
Was für eine Antwort. Herzlichen Dank für Deine tiefergehenden Erklärungen auf dem Gebiet der Geostrategie! Hab ich Dich nicht bei von Düsterwalds 60ten auf seiner Feier gesehen?

In der Tat besitzen Japan und Deutschland einige Gemeinsamkeiten, sogar kulturell, was man eigentlich ja nicht glauben sollte. Vom Kult der Sonne bis hin zur Kriegerkaste. Die Lehre der teilweise Kantschen Tugenden, ob sekundär oder primär, könnten ebenso im Bushido stehen. Beide sind auch sehr stolze Völker, in denen vielleicht auch etwas übertrieben die Ehre und Treue gehandhabt wird. Geschichtlich wurden beide von europäischen Großmächten die letzten Jahrhunderte drangsaliert, Japan bis zuletzt zu einer langen Isolation die durch militärische Mittel beendet wurde. Die Erniedrigung ist daher auch beiden Völkern ein Begriff. Hinzu kommt aber das japanisch-asiatische Gefühl, nicht sein Gesicht zu verlieren und zum Tenno zu stehen, bzw. auch zu Bündnissen.
Grund der Zweckbündnisse war in der Vergangenheit Japan expansiv zu einer Kolonialmacht zu kreieren, japanischer Nationalismus als innere Reaktion auf die Verwestlichung die mit der Industrialisierung einherging, hat sich mittlerweile zum japanischen Faschismus gewandelt. Ebenso ein Protektionismus, also der Schutz der ostasiatischen Kulturen unter der Schirmherrschaft des Kaiserreichs Japan.

Ziel Japans ist es im Grunde genommen, Ostasien von den Europäern zu befreien und eine Wohlstandsphäre mit japanischer Hegemonie zu installieren.
Die Zögerlichkeit der Achse ließ sie erneut zu den Alliierten gehen, ich glaube aber, solange kein Krieg zwischen dem Reich und Japan herrscht, ist da vielleicht noch nicht das letzte Wort gesprochen.
Russland ist für das Kaiserreich politisch zu vernachlässigen. Es gab in dieser Gol-Ebene zwar einige Gefechte 1938, aber beide Mächte sind da mit einem Patt raus. Gleichzeitig hat sich das Verhältnis zwischen dem Reich und der UDSSR aufgrund der vermeintlichen Unterschiede, aber auch wegen des sowjetischen Truppenaufmarsches in Europa, angespannt, was die Sowjets in Fernost schwächen dürfte.
Die angelsächsischen Vereinigten Staaten haben ihrerseits Interesse den Pazifik zu beherrschen, da der Atlantik ganz klar in britischer Hand ist. Auch wegen den Phillipinen. Die USA unterstützen inoffiziell die Chinesen und offiziell gibt es die angesprochenen Sanktionen.
Frankreich stellt für Japan keine Bedrohung mehr dar, nur noch Großbritannien und die Commonwealth Länder.

Meine These wäre tatsächlich die:
Fällt die britische Insel und wird das Empire handlungsunfähig, durch die Wegnahme seiner wichtigen Lebensader Suez und die Sicherung des Ostmittelmeerraumes seitens der Achse, könnte Japan keinen Grund mehr sehen in der Fortführung eines Bündnisses mit den Europäern. Doch solange nur noch kein Krieg zwischen dem Reich und Japan einerseits und dem Reich und der USA andererseits ausgebrochen ist.
Japan könnte neutral werden (spieltechnisch zementiert durch NAP's zwischen Japan und Großbritannien um sicher zu gehen, daß die KI keine hinterhältigen Bukkake, äh, Kamikaze Angriffe auf ehemalige Partner macht).
Das die USA für Japan bald zu beschäftigt ist in Südamerika, hebt sich mit der Tatsache auf, daß die USA eben bald beschäftigt ist.
Nationales China darf für diese Überlegung richtigerweise nicht zur Achse gehen um eine mögliche Wiederaufnahme gemeinsamer Interessen zwischen dem Reich und Japan nicht zu vergiften, was gleichzeitig eindeutig kein Pluspunkt für die USA mit ihrer Handlungsweise für Japan ist.

Für von Düsterwald bedeutet das:
Er erkennt eine Möglichkeit den berechtigten Selbstvorwurf vielleicht doch noch zu korrigieren, diesmal genauso mit zögerlichem Verhalten in Sachen China. Die innenpolitische Lage im Reich ist mittlerweile aber diese, daß das Regime immer totalitärer wird und altgediente Widersacher neben Kritikern ausschaltet. Von Düsterwald hat sich in der Vergangenheit beim Führer nicht unbedingt beliebt gemacht, jetzt abermals zögerlich zu sein, könnte ihn auf ein Abstellgleis verfrachten. Er spielt also auf Zeit, in dieser Zeit kann aber noch so einiges schief gehen. Es hängt auch viel von Italien ab :strategie_zone_305: ob sie Ägypten erobern können. Ebenso darf kein Kriegszustand zu Japan hergestellt werden, und wer weiß was die verrückten Argentinier noch so machen.
Dann ist da noch die Sache mit dem Professor und in welche Schwierigkeiten unser Geostratege da vielleicht noch hineingezogen wird.

Klar, bleiben ja noch die Abstimmungsergebnisse des Volkes abzuwarten....oder die der Generalität im OKW.....oder wer auch immer hier im Reich noch wählt lol

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Re: [Kommentare] "Im Auftrag des Königs"

Beitragvon Anteus » 6. Juli 2013 10:48

Nach langem Überlegen und Rumgrübeln konnte ich mich weder dazu entscheiden dafür zu stimmen, das Japan bei den Alliierten bleibt, noch das es neutral wird oder gar ganz der Achse beitritt. Von daher baue ich auf den Speer des Schicksals.

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Re: [Kommentare] "Im Auftrag des Königs"

Beitragvon Claus E. Witz » 6. Juli 2013 22:59

Werter Stratege Granit,
meine herzlichsten Glückwünsche zur längst verdienten Erwähnung im "Strategen"! :strategie_zone_4:

Hochachtungsvoll

Claus E. Witz
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*edit-Wüsti - Sig verändert - wir haben eine verbindliche Kommentarregelung in der SZ!!
*edit Claus: ... also Kommentare bitte hier.

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Re: [Kommentare] "Im Auftrag des Königs"

Beitragvon xxHyFoxx » 8. Juli 2013 21:50

Ein Buendnis zwischen dem deutschen Reich und dem japanischen Kaiserreich kann immer nur eine Heirat aus Zwang heraus sein. In der Natur der Aehnlichkeit beider Staaten liegt begruendet das sie sich abstoßen.
Beiden Staaten ist gemein das sie Habenichtse sind. Beiden Staaten ist gemein das sie eine starke Industrie besitzen, aber ihre Rohstoffe von unsicheren Kantonisten importieren muessen. Das Ziel beider Staaten muss die Kontrolle der Rohstoffquellen sein. Beide Staaten werden sich frueher oder spaeter in die Quere kommen.
Sollte ein solches Buendnis zustande kommen, so wird nur Japan von der freien Hand in China profitieren. Fuer das deutsche Reich ist China zu weit weg und Japan wird nichts abgeben was es nicht selber braucht. Japan mit der Kontrolle ueber das rohstoffreichen Sibirien zu koedern wuerde dem deutschen Reich nur einen Baerendienst erweisen.

Von daher muss das deutsche Reich sich ungleiche Partner suchen die seine Beduerfnisse befriedigen koennen. Wer Rohstoffe hat, liefern kann, will und die deutsche Unterstuetzung benoetigt ist natuerlicher Partner. China hat Rohstoffe, es wird liefern und es wird deutsche Hilfe in jeder Form wollen.
Aber kann es liefern? Werden die Gueter in der Blockade verloren gehen?

So China dies nicht kann, so muss es des Ziel des deutschen Reiches sein Japan aus China heraus zu halten und in einen weiteren Krieg zu treiben. Das japanische Kaiserreich ist fuer den Westen nur ein Konkurrent. Ziel des Westens ist es die japanischen Bestrebungen zu unterminieren und das Land zu unterwerfen. Warum soll man dem japanischen Kaiserreich nicht klar machen das es nach dem Niedergang des deutsches Reiches nur der naechste auf der Abschußliste des Westens waere? Warum soll es seine Macht nicht nutzen und sich das rohstoffreiche Borneo aneignen? Schluß mit dem Kleinklein in Ozeanien! Nimm was Dir zusteht! (... und fuer uns sowieso unerreichbar ist.)

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Re: [Kommentare] "Im Auftrag des Königs"

Beitragvon Hjalfnar » 9. Juli 2013 06:43

Ich habe mich entschieden, für einen Austritt Japans im Falle einer erfolgreichen Invasion Großbritanniens zu plädieren. Warum? Nun:
1. Wer ist der Garant japanischer Interessen im Pazifikraum? Eindeutig das Vereinigte Königreich. Frankreich ist und bleibt eine Kontinentalmacht, mehr nach Europa denn nach Asien orientiert, auch mit seiner Indochina-Kolonie.

2. Wenn Großbritannien seine Insel in Europa verliert, und daraufhin nicht kapituliert, wird die britische Regierung wohin gehen? Wo wird die neue politische und wirtschaftliche Basis für den Rest des Krieges liegen? In Indien. Wäre UK denn auch bereit, ein japanisches Großreich oder eine Hegemonie unter japanischer Führung in direkter Nachbarschaft zum letzten kriegswirtschaftlich wichtigen Staatsgebiet zu akzeptieren? Eher nein.

3. UK dürfte im Falle eines Verlustes seiner Insel einen Großteil seiner Armee verlieren. Das bedeutet, die USA müssten (wie historisch geschehen) einen Großteil der kämpfenden Truppen stellen, oder zumindest den Briten wirtschaftlich kräftig unter die Arme greifen (ebenfalls historisch geschehen). Damit wären die USA in der perfekten Position, Druck auf UK und Frankreich auszuüben, ihre Zugeständnisse an Japan im Pazifikraum zugunsten der USA zu brechen. Was sollte Japan dagegen schon tun, wenn die USA auf alliierter Seite dabei sind?

Ergo: Sobald Großbritannien fällt, würden die Japaner ihre Felle (aka friedliche Errichtung einer japanischen Hegemonie im Pazifik und eines durch die Alliierten legitimierten Krieges gegen Nationalchina) davon schwimmen sehen, da ein Beitritt der USA zum alliierten Bündniss fast unvermeidbar ist. Damit sind alle Versprechen der großen europäischen Mächte hinfällig. Wer bleibt als einziger Unterstützer japanischer Interessen in der Region gegenüber einem dann Rest-UK? Genau. Deutschland bzw. die Achse.
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Re: [Kommentare] "Im Auftrag des Königs"

Beitragvon Löschzement » 9. Juli 2013 16:39

Anteus hat geschrieben:Nach langem Überlegen und Rumgrübeln konnte ich mich weder dazu entscheiden dafür zu stimmen, das Japan bei den Alliierten bleibt, noch das es neutral wird oder gar ganz der Achse beitritt. Von daher baue ich auf den Speer des Schicksals.

Ein weiterer Mystiker unter uns :strategie_zone_68:



@xxHyFoxx
Deine Überlegungen sind bereits dem Geostrategen von Düsterwald zugegangen.
Sollte die Abstimmung zu Gunsten eines japanischen Austritts von den Alliierten ausgehen, natürlich nur unter Achseneroberungsvorraussetzungen, könnte das Reich dem Japaner freie Hand in Ostasien und Neutralität diesbezüglich zusichern.
Ähnlich wie in einem historischen Spiel Indochina Japan zugesprochen werden würde, könnte man Japan Malaya und Borneo versichern und somit das Empire weitestgehend zerschlagen.



@Hjalfnar
zu 2.
Vielleicht wäre dann aber gerade deshalb ein verbündetes Japan in Direktnachbarschaft für UK erstrebenswert.

zu 3. + Negierung zu 2.
Ich denke auch, daß der Engländer dann aber massivst auf US Hilfe setzen würde, was Japan wiederum vor den Kopf stößt, denn die amerikanischen Interessen im Pazifik sind ja kein Geheimnis.
Annektierung Hawais, Inbesitznahme der Phillipinen, Unterstützung der Feinde Japans im Chinakrieg, ect...


Danke euch für die Lageeinschätzung!

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Re: [Kommentare] "Im Auftrag des Königs"

Beitragvon Michigan » 12. Juli 2013 12:33

Ich verfolge deinen AAR schon ne ganze Weile im Stillen und finde den sehr gut!
Hab davon einige Denkanstöße für meinen eigenen geplanten bekommen.

Meine Meinung zur Japan Frage:

Wo liegen denn die japanischen Interessen?
Im Gebiet von unterhalb Sowjetunion bis runter nach Australien, von Indien bis Hawaii. Das meiste Ally- Gebiet.

Die USA hat Interessen im gleichen Gebiet.

Sollte es zu einem Konflikt zwischen Japan und USA kommen muss sich UK auf die Seite von USA stellen weil sie von denen abhängig sind.

Japan befindet sich also in einer Zwickmühle. Seine Expansionspläne werden durch die Mitglidschaft bei den Alliierten begrenzt und die
Mitglidschaft ist durch die Spannungen mit USA bedroht.

Japans Ausweg wäre dann Komintern oder Achse. Ersteres eher unwahrscheinlich weil Komintern keinen Feind der Alliierten aufnehmen wird.

Das andere Problem stellt der Herr mit Schnauzbart dar. Der will Ergebnisse und wenn er warten muss fängt er an zu schreien und mit den Armen zu fuchteln und
dann erschießen die Herren in Schwarz so lange irgendwelche Geostrategen bis wieder Ruhe herrscht.

In deinem Spiel sehe ich folgende glaubhafte Optionen:

1. Du eroberst die Insel der Teetrinker -> Japan verliert damit seinen starken Partner und damit jedes Interesse an den Alliierten. (Wenn USA da noch net bei den Allys sind)

2. Japan bekommt Pearl Habour und fliegt damit aus den Allys. (Da müsste man aufpassen dass sich die KI dann an die Logik und net an die Verträge hält. Nicht das England mit nem Krieg gegen USA Selbstmord begeht)


3. Du holst China in die Achse und Japan wird entweder von dir oder von dir und den Allys platt gemacht (ja nachdem ob es Pearl Habour gibt oder nicht)

Ich würde sagen Variante 1 oder 3 je nachdem ob du England schnell genug schaffst oder nicht,.

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Re: [Kommentare] "Im Auftrag des Königs"

Beitragvon Arathanor » 12. Juli 2013 16:50

Geniales AAR. Ich habe die Werbung dafür im Strategen gelesen und mir einfach mal angeschaut. Ich habe es regelrecht verschlungen!
Ich vor allem den neuen Verlauf der Geschichte interessant und muss diesen Zweigelt auch unbedingt mal probieren.

Mach weiter so, ich bin schon gespannt auf die Weiterführung der Geschichte.

Gruß aus dem schönen Niedersachsen
Zuletzt geändert von Arathanor am 12. Juli 2013 22:08, insgesamt 1-mal geändert.
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