Rome2 AAR Caesar in Gallien; Rom

AAR u.a. zu Spielen der Total War Reihe

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MagnusAlexus90
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Rome2 AAR Caesar in Gallien; Rom

Beitragvon MagnusAlexus90 » 11. November 2016 22:25

Begrüßung
Salvete Visitatores! Ich spiele schon eine Weile Rome 2 und habe Interesse ein AAR zu diesem Spiel zu schreiben. Dazu sei gesagt, dass ich in diesem Bereich ein blutiger Anfänger bin, der sich erst vor kurzem hier angemeldet hat. Daher muss ich mich in Feinheiten professioneller Beiträge erst einarbeiten. Ich bitte um Verständnis wenn alles am Anfang erst mal unbeholfen aussieht.

Was den Aufbau meines AARs angeht, habe ich aber schon ganz klare Vorstellungen. Die ersten Artikel gehören zur Einleitung des AARs. Hier schreibe ich etwas zum historischen Hintergrund der Fraktion (Prolog), liste die Kampagnen-Voreinstellungen (Spielregeln) auf und mache eine Ausgangsanalyse des Spielbeginns. Dann erst beginne ich mit dem Hauptteil des AARs in Form einer historischen Chronik. Das heißt, das Spiel Geschehen wird in Form einer chronologisch nach Jahreszahlen geordneten Geschichte erzählt (wie in einem Geschichtsbuch). Da die Total War Spiele Runden basiert sind, eignen sie sich besonders gut für diese Schreibart von AAR.

Die Mechanismen und den Aufbau des Spiels werde ich hier allerdings nicht erklären, da ich mit diesem AAR eine fiktive Geschichtschronik kreieren möchte.
PS: Ich bin offen für Kritik und freue mich auch über Unterstützung und Verbesserungstipps für mein erstes AAR.[/block]

Dann wünsche ich mal Gaudium (viel Freude) beim Lesen ^^

MagnusAlexus90
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Rome2 AAR Caesar in Gallien; Rom

Beitragvon MagnusAlexus90 » 12. November 2016 11:12

Einleitung

Prolog:

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Bellum Gallico, Caesars Blitzeroberungskrieg steht bevor
Wir schreiben das Jahr 58 v.Chr. und befinden uns im südlichen Teil Galliens (die Gebiete zwischen Norditalien, Schweizer Alpen und Südfrankreich). Gaius Julius Cäsar, der seine Karriere als einer der größten Feldherrn der Weltgeschichte noch vor sich hatte, war zu dieser Zeit Prokonsul (Statthalter) der Provinzen Illyrien (westlicher Balkan) und Gallia Cis- und Transalpina. Unruhen und Umwälzungen bannten sich in Gallien an. Die ehemals mächtigen und mit Rom verbündeten Haeduer unterlagen benachbarten Stämmen und hatten an Macht eingebüßt. Die Helvetier, die im Gebiet der heutigen Schweiz siedelten, fühlten sich von den germanischen Sueben bedrängt. Sie begannen eine große Völkerwanderung nach Gallien. Die Sueben hatten sich wiederum links des Rheins niedergelassen. Auch wenn diese Vorkommnisse keine direkte Bedrohung für Rom darstellten, kamen sie doch Cäsar sehr gelegen. Er müsste nur geeignete Vorwände finden um militärisch intervenieren zu können. Es so darstellen als wäre römische Ordnung in Gefahr, oder müsse den Galliern zu ihrem Vorteil gebracht werden. Der Ruhm daraus würde ihm sicherlich endlich die große politische Macht in Rom bringen. Vielleicht ließe sich damit sogar Erfolge im Osten seines Vorbildes, dem Feldherrn Pompeius überflügeln.

Diese Karte veranschaulicht, wie damals Gallien vor der römischen Eroberung aufgeteilt war:


Dieses große und für Römer kaum erschlossene Gebiet zwischen Pyrenäen, Alpen, Rhein und Britannien eroberte und befriedete Cäsar in der echten Geschichte in gerade mal acht Jahren. Bis heute ist das eine beeindruckende Leistung und diente Cäsar als perfekter Aufstieg auf Roms politischer Bühne. Ich werde versuchen diese Leistungen in unserem AAR nachzuspielen. Werden sich die Szenarien ähnlich abspielen oder schafft man es sogar die gallischen Stämme in noch kürzerer Zeit zu unterwerfen. Folge ich mit Cäsar im AAR dem historischen Vorbild oder entscheide ich mich, ja vielleicht sogar muss ich mich anders entscheiden. Es kann nur spannend werden und hier zum Vergleich schon mal eine grobe Zeittafel zum historischen Ablauf des gallischen Krieges:

    58: Helvetier-Wanderung; Niederlage gegen Cäsar im späten Juni (Bibracte)/ Mitte September; Vernichtung von Suebenfürst Ariovists Heer bei Mülhausen
    57: Römische Feldzüge gegen die Stämme der Belger
    56: Menapier und Morini im Nordosten Galliens widersetzten sich den Römern. Dafür waren die Feldzüge in Aquitanien und der Normandie erfolgreich. Verlängerung von Cäsars Oberbefehl um fünf Jahre
    55: Cäsar schlug germanische Stämme, die über den Rhein kamen. Zudem unternahm er die erste Überquerung. Erste Expedition in Britannien
    54: Zweite Britannien Expedition, sowie Eburonen-Aufstand im November unter Ambiorix. Römische Verbände wurden in Aduatuca (zwischen Maas und Rhein) geschlagen
    53: Römische Strafunternehmung in Belgica, sowie Verwüstung des eburonischen Stammesgebietes
    52: Gesamtgallischer Aufstand unter Vercingetorix. Die Gallier siegten zwar bei Gergovia, wurden allerdings bei der Belagerung von Alesia geschlagen. Ende der Belagerung mit Kapitulation Vercingetorixs Ende September.
    51: Weitere römische Operationen, Zusammenbruch des organisierten gallischen Widerstands.
    50: Nur noch kleinere Militär-Operationen. Gallien war nun militärisch gesichert.
Es ist anzumerken, das man laut Informationen auf Steam sogar im Spiel nur bis 51 v. Christus Zeit hat. Die Eroberung ganz Galliens muss also schon in sieben Jahren vollendet sein. Meine spielerischen Fortschritte werde ich wohl gemerkt mit der obigen Zeittafel vergleichen. :strategie_zone_96: Ich liste meine Erfolge pro Jahr gegenüber den historischen auf. Dann werden wir sehen, ob ich und wie ich mit Cäsar schaffe ganz Gallien in TWR2 zu unterwerfen. Bis dahin sage ich schon mal:

adunatio visitatores. :strategie_zone_56:
Zuletzt geändert von MagnusAlexus90 am 19. November 2016 09:40, insgesamt 2-mal geändert.

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Beitragvon MagnusAlexus90 » 13. November 2016 17:38

Einleitung

Spielregeln:
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Re: Rome2 AAR Caesar in Gallien; Rom

Beitragvon MagnusAlexus90 » 13. November 2016 19:49

Einleitung

Ausgangsanalyse:

"GALLIA EST OMNIS DIVISIA IN PATRES TRES, QUARUM UNAM INCOLUNT BELGAE, ALIAM AQUITANI, TERTIAM; QUI IPSORUM LINGUA CELTAE, NOSTRA GALLI APPELLANTUR"
~ Gallien zerfällt als Gesamtland in drei Teile. Den einen davon bewohnen die Belger, den zweiten die Aquitanier, den dritten der Volksstamm, welcher sich in der eigenen Sprache Kelten nennt, in der Sprache der Römer aber Gallier heißt.

Geopolitische Ausgangslage

Übersicht vom Landbesitz der Fraktionen
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Übersicht diplomatischer Status
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In der Zeit um 58 v. Chr. hatte Rom schon seinen Fuß in der gallischen Tür. Gallia Cisalpina (Gallien diesseits der Alpen), also die Provinzen Insubria und Liguria waren fest in römischer Hand und gut romanisiert. Eine weitere Besitzung gab es am Mittelmeer an der Grenze zu Spanien; Narbo Martius in der Provinz Narbonensis. Doch der Rest Galliens gehörte nach wie vor den freien gallischen Stämmen. Dazu existierte noch ein kompletter Außenseiter, die altgriechische Kolonie Massilia am Mittelmeer. Nahe den römischen Besitzungen hatten die Vocontier und Häduer ihre Territorien, die im Gegensatz zu den anderen Stämmen bessere Verhältnisse zu Rom pflegten. Bei den Vocontiern basierte dies aber nur auf der Art eines Klientelstaates. Die Alpen kontrollierten die feindlich gesinnten Helvetier. Gergovia, das Stammesgebeit der Averner, den gallischen Erzfeinden Roms, lag nahe an den Mittelmeerprovinzen.

Abschließend lässt sich sagen, das Roms momentaner Schwerpunkt eher im alpinen Gallien lag. Hinter den Alpen war man noch sehr schwach vertreten. Geschickte Bündnispolitik mit Stämmen in dieser Region wäre sicherlich erstmal eine Notwendigkeit.

Wirtschaftliche Ausgangslage

Liste der Startfinanzen und der Provinzeinnahmen zu Beginn
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Mit 2000 Sesterzen war die Kasse des Prokonsuls im Frühjahr 58 sehr niedrig gefüllt. Es war von vornerein klar das sich damit keine aufwendigen Investitionen realisieren ließen. Der Großteil des Geldes müsste wohl zuerst für Militär und Infrastruktur ausgegeben werden. Auch der Gewinn aus dem Einkommen in der nächsten Periode bezifferte auf kaum mehr als die Hälfte der momentanen Schatzkammer. Die höchsten Einnahmen machte man mit Steuern, die größten Ausgaben verschlang der Armeeunterhalt.

Handelsverträge bestanden mit Massilia, doch die Zölle waren recht niedrig. Ligurien, mit den Städten Genua und Pollentia erwirtschaftete die meisten Einnahmen, aber die öffentliche Ordnung bröckelte. Insubrien, mit den Siedlungen Medhlan und Vercelum könnte man als die Militärprovinz mit den Ausbildungsstätten sehen. Narbo Martius in der Narbonensis war eher eine Randsiedlung mit Hafen.

Generell gab es in allen Provinzen Probleme mit abfallender öffentlicher Ordnung. Bei der Nahrungsproduktion drohte keine Hungersnot, aber die Produktion in Narbo Martius war niedrig.

Militärische Ausgangslage

Liste der Streitkräfte, Aufbau und Lage
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Übersicht Charaktere und deren Eigenschaften
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Die militärische Lage dieser Tage könnte man mit gemischten Gefühlen betrachten. Caesar stand mit seiner Legion (Legio I Julus Victorem*~"Julus Siegreiche") schon vor dem helvetischen Feindesland. Die Mannstärke mit 16 Einheiten war die einer starken Legion. Damit hätte man genug Kampfkraft für zukünftige Aktionen gegen den Feind.
Doch dafür wurde der Schutz der reströmischen Gebiete in Gallien sehr vernachlässigt. In Narbo Martius stand gerade mal eine kleine Legion unter Regillus, die Lupis Galli* (Galliens Wölfe). Und Gallia Cisalpina hatte nur ihre Stadtgarnisonen. Hier war also um so mehr Caesars künftiger Erfolg von Bedeutung. Immerhin operierte eine Spionin, Domitia Strabo von Cisalpina aus, also nahe dem Feindesland.

Der Prokonsul und Legat Caesar, 42 Jahre alt, verfügte über gute Fertigkeiten, sowohl im Feld, als auch in der Politik. Als Prokonsul hatte er das meiste Gewicht in seiner Partei. Dagegen war der zweite Legat, Regillus ein recht gewöhnlicher und unbekannter Mann im Geschäft. Angesehener waren Gaius Cassius Longinus, gefolgt von Decimus Junius Brutus. Die Agentin Domitia hatte für ihren Beruf noch ein sehr zartes Alter von 21 Jahren. Dennoch beeinflusste sie mit kleinen positiven Vorteilen die Provinzverwaltung.

Caesars Partei hieß natürlich die Popularen (Prokonsulat Gallien) und die Gegenpartei nannte sich die Optimaten (Senat). Mit 151 von 500 Senatoren verfügte Caesars Partei gerade mal über mehr als ein Drittel Einfluss auf der politischen Bühne. Dadurch gab es keine Spannungen, aber auch keine Machtvorteile.


*Kleine Anmerkung: Die Namen der Legionen, die ich hier verwende, sind keine echten Bezeichnungen von Legionen dieser Zeit. Ich dachte, ich bin mal kreativ und phantasiereich und überlege mir eigene Bezeichnungen. Dennoch habe ich die Namen an den historischen Hintergrund der Fraktion angelehnt. Cäsars Legion ist zum Beispiel nach dem legendären Gründer seiner Familie, den Juliern benannt: "Julus". Wofür die "Siegreiche" steht muss wohl nich weiter erläutert werden. :strategie_zone_11:
Die andere Legion habe ich einfach von Gallia in "Lupis Galli" umbenannt, weil das interessanter klingt und sich mit der Wolfsstandarte kombinieren lässt
.
Zuletzt geändert von MagnusAlexus90 am 20. November 2016 07:47, insgesamt 2-mal geändert.

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Rome2 AAR Caesar in Gallien; Rom

Beitragvon MagnusAlexus90 » 18. November 2016 15:42

Einleitung

Strategischer Ausblick

Ich werde meine Eröffnungsstrategie und auch zukünftige Züge an den wahren Ablauf des gallischen Krieges anlehnen. Es ist allerdings stark davon auszugehen, dass nicht alles genau wie in der Geschichte ablaufen wird.

Zunächst wird mit dem Alpenfeldzug gegen die Helvetier und ihrer Verbündeten begonnen. Das Ziel ist die vollständige Unterwerfung dieser Stämme. Sobald es sich finanziell realisieren lässt, wird eine dritte Legion in Cisalpina ausgehoben. Hat man hier dann Erfolge verbucht, wird der Schwerpunkt wie in der Geschichte weiter nach Norden zu den Sequanern und Sueben verlagert. Allerdings bleibt abzuwarten, wie sich die geopolitische Lage verändert. Die Diplomatie der gallischen Stämme und ihr Verhältnis zu Rom bedarf ständiger Beobachtung. Vielleicht gelingt es einem wie dem echten Caesar Stämme gegeneinander auszuspielen.

An der narbonensischen Front ist erst mal defensiveres Agieren angesagt. Hier sollte versucht werden, Verteidigungsbündnisse mit den wohlgesinnten Nachbarn zu schmieden, zum Beispiel ein Schutzbündnis mit Massilia. Somit kann die noch schwache Position sicherer gemacht werden. Früher oder später wird es auch hier zu Auseinandersetzungen kommen. Doch bevor eine stärkere Legion in der Narbonensis möglich ist, braucht man mehr Einkommen. Das kommt natürlich vom Krieg im Nordosten.

Im Bauwesen beginnt man am besten erst mal dem Ausbau der Wirtschaft und den Einrichtungen für die öffentliche Ordnung. Militärisch müssen vor allem frische Einheiten rekrutiert werden. Erst mit Voranschreiten der Forschung und mehr Geld können bessere Ausbildungsgebäude errichtet werden.

Natürlich wird, sobald das möglich ist, auch das Spionage- und Agentennetzwerk ausgebaut. Denn nur ein wissender Feldherr ist auch ein starker Feldherr.
Das ist soweit die Eröffnungsstrategie. Also dann, man sieht sich beim Beginn des Feldzugs.

Wie sagte Cäsar einmal: "alea iacta est"; die Würfel sind gefallen :strategie_zone_56:

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Re: Rome2 AAR Caesar in Gallien; Rom

Beitragvon Avarice1987 » 30. März 2017 02:00

Sehr gut geschrieben, machst du weiter?
Wer möchte mal eine Runde gegen mich spielen?

Company of Heroes ( 1 mit allen add ons), ETW, NTW, Rome 2, FEAR 3.

Schreibt mich an auf Steam.

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