Finanzielles in der Spiele-Branche

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Finanzielles in der Spiele-Branche

Beitragvon Ischozar » 25. August 2020 13:49

@Scorch,
Sorry :O Keine Absicht!

Hmm, ich weiß nicht wie der Preis zu rechtfertigen ist...Für mich geht das soweit klar, weil sich durch die DLCs natürlich auch das weiter arbeitende Team dahinter finanziert. Außerdem hat TK jetzt eine so gigantische, liebevoll designte Karte.

In jedem Fall stimme ich dir zu, dass das Volk etwas völlig Neues mitsichbringt, ähnlich wie die Gelben Turban-Fraktionen.
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Scorch
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Re: [Total War: THREE KINGDOMS] Rund ums Spiel

Beitragvon Scorch » 25. August 2020 14:57

Schon ok, ist mir nur so beim lesen aufgefallen ^^

Das sich das Team dahinter finanziert ist schon klar.
Aber ich finde irgendwie passt das Verhältnis heutzutage nicht mehr so ganz zwischen dem Preis von einem Grundspiel und den DLC.
Zumindest hier bei Total War. (Aber auch andere Serien).

Wenn man bei 3K bleibt und bedenkt, dass man für das Grundspiel ca. 60€ bezahlen muss und damit eigentlich die Entwicklungskosten gedeckt sein müssten, kommt das schon etwas sonderbar, wenn man für ca 5% Neuerung (DLC) dann nochmal ca. 1/3 (18€) des Grundpreises zahlen muss. Einfach mal übertrieben Dargestellt.

Irgendwie komisch.

Wenn man aber mit den DLC noch die Entwicklungskosten oder Folgekosten (Patchen, Fehlersuche usw.) finanzieren muss, könnte man doch eigentlich gleich mehr Geld für das Grundspiel verlangen und dafür die DLC wieder günstiger machen. Oder einfacher gesagt, eben den DLC Preis den Wert der Neuerung angemessen.
Das wiederum würde aber wahrscheinlich einen riesen Aufschrei bei den Gamern geben.

Naja, leider weiß ich halt bis heute nicht, ob diese ganzen Preise von den Publishern extrem überzogen sind oder gerechtfertigt. ^^

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Re: [Total War: THREE KINGDOMS] Rund ums Spiel

Beitragvon Nightslaver » 25. August 2020 18:14

Scorch hat geschrieben:Schon ok, ist mir nur so beim lesen aufgefallen ^^

Das sich das Team dahinter finanziert ist schon klar.
Aber ich finde irgendwie passt das Verhältnis heutzutage nicht mehr so ganz zwischen dem Preis von einem Grundspiel und den DLC.
Zumindest hier bei Total War. (Aber auch andere Serien).


Rein von einem inhaltlichen Standpunkt betachtet passen die Preise bei DLCs im Verhältnis zum inhaltlichen Umfang eines Hauptspiels in der Regel nie.
Da muss man erst sämtliche Faktoren mit einbeziehen die einen DLC und die Verkäufe eines Spiels betreffen.

Scorch hat geschrieben:Wenn man bei 3K bleibt und bedenkt, dass man für das Grundspiel ca. 60€ bezahlen muss und damit eigentlich die Entwicklungskosten gedeckt sein müssten, kommt das schon etwas sonderbar, wenn man für ca 5% Neuerung (DLC) dann nochmal ca. 1/3 (18€) des Grundpreises zahlen muss. Einfach mal übertrieben Dargestellt.

Irgendwie komisch.


Hauptspiele verkaufen sich in der Regel aber auch mehrere Hunderttausend mal bis mehrere Millionen bis in der Spitze mehre dutzend Millionen mal, da wird also ehr bis zu einem gewissen Grad über Masse die Kasse gemacht (du hast Summe X an Entwicklungskosten und Marketing, sobald die eingespielt ist ist alles danach Gewinn) und da gibt es halt auch eine Schmerzgrenze welche Leute bereit sind für ein Spiel zu bezahlen, welche bei vielen Spielern auf dem PC bei etwa 60 Euro liegt.
DLCs verkaufen sich in der Regel eine gute Ecke weniger oft als das Hauptspiel und das ändert sich in aller Regel auch nicht damit wenn der DLC günstiger angeboten wird.

Grund dafür, der durchschnittliche Videospieler verbringt im Schnitt nur etwa 20h bis 24h Spielzeit mit einem zum Release gekauften Videospiel (das sind meist gerade mal so maximal um die 1 bis 2 Wochen), bevor er sich einem neuen Spiel zuwendet (Videospiele sind im Verhältnis zum Aufwand der Entwicklung sehr kurzlebige Unterhaltungsprodukte geworden), diese Leute kaufen in der Regel auch keinen DLC, oder nur solche die direkt zum Release kaufbar sind.

Nur etwa 15% bis 21% aller Käufer vom Spiel kommen dann überhaupt noch bis zum Ende einer Kampagne, verbringen also, im Schnitt so zwischen 40 und 60h mit dem Spiel, das sind die Personen die auch noch den einen oder anderen DLC nach Relase kaufen.
Von diesen 15% bis 21% sind es wiederum nur noch etwa 10 bis 20% die ein Spiel bis zum absoluten "erbrechen" spielen und die in der Regel dann auch nahezu jeden erscheinenden DLC mitnehmen.

Daraus ergibt sich dann auch warum DLCs meistens bzgl. der Preis-Leistung im Vergleich zum eigentlichen Hauptspiel so bescheiden abschneiden, weil der Markt für die DLCs zu einem Spiel in der Regel um ein vielfaches kleiner ist als der für das Hauptspiel selbst und man natürlich trotzdem noch Geld mit dem DLC möglichst maximal viel verdienen will.

Vielleicht könnte nur der Fraktions-DLC für Three Kingdoms auch noch gerade so für 6-8 Euro bzgl. seiner reinen Entwicklung die Kosten abdeckend vertrieben werden, aber man muss ja auch einrechnen das zusätzlich auch noch Personen dasitzen die an für alle erscheindenen Patches und dem einen oder anderen kostenfreien Inhalt arbeiten, die auch noch fortlaufend zusätzlich Geld kosten, vielleicht kommen auch noch eigene Server hinzu, oder muss ein Dienst wie Steam für seine Dienstleistung bezahlt werden, dann wärst du vielleicht bei 8 bis 12 Euro und man will eben auch noch selbst was mit verdienen und schwupps bist du bei 16 bis 19 Euro für einen DLC der sich im Durchschnitt ein paar zehntausend bis niedrige hunderttausend mal verkauft (viele selbst simple Steamerfolge für DLCs krebsen im besten Fall bei maximal 5% - 15% an Spielern rum die das Hauptspiel auch haben), weniger häufig, gerade bei solchen Titeln wie Total War, oder Spiele von Paradox, richtig bzgl. Verkäufen einschlägt (das hast du meist ehr bei Spielen wei Call of Duty, oder Sims). ;)

Game as a Service rentiert sich also am Ende nur dadurch so gut weil eine Minderheit bereit ist für regelmäßigen neuen Content auch höhere Preise zu zahlen, was am Ende aber halt auch allen Spielern zu gute kommt, selbst die die kaum einen DLC kaufen, durch Patches und kostenfreie neue Inhalte.

Scorch hat geschrieben:Wenn man aber mit den DLC noch die Entwicklungskosten oder Folgekosten (Patchen, Fehlersuche usw.) finanzieren muss, könnte man doch eigentlich gleich mehr Geld für das Grundspiel verlangen und dafür die DLC wieder günstiger machen. Oder einfacher gesagt, eben den DLC Preis den Wert der Neuerung angemessen.


Nein kann man nicht so einfach.
Es gibt eine Schmerzgrenze ab der die breite Masse an Käufern nicht mehr bereit sind für ein Produkt den aufgerufenen Betrag zu bezahlen, bei PC Spielen liegt diese Summe bei etwa 60 Euro.
Gutes Beispiel dafür ist auch die Playstation 3, welche sich zum Release für 600 Euro Listenpreis nur schlecht / schleppend verkaufte und die Verkäufe erst mit sinkenden Preisen deutlich stiegen, weshalb Sony bei der PS4 auch die Preise wieder deutlich gesenkt hat und auch die PS5 zum Release sehr sicher keine 600 Euro kosten wird.

Kurz um, du kannst den Release Preis eines Spiels nicht beliebig nach oben schrauben um hinten raus die DLCs günstiger anzubieten, weil dann zum Release auch deutlich weniger Käufer das Spiel kaufen werden und du hinten raus mit den DLCs trotzdem nicht signifikant mehr verkaufen wirst.

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Re: [Total War: THREE KINGDOMS] Rund ums Spiel

Beitragvon nordstern » 25. August 2020 23:16

Nightslaver hat geschrieben:
nordstern hat geschrieben:18 EUR? Ne dafür hol ich ihn nicht. Das lohnt sich füpr mich nicht.
...
Ich dachte der Spaß kostet wie alle FraktionsDLCs von WH so 8-9 EUR. Wenn diein WH neue Fraktionen mit neuen Einheiten und Mechaniken für 8-9 EUR einfügen können, zahl ich keine 18 EUR in TK.


Ach nordstern und dann fühlst du dich wahrscheinlich gleich wieder getriggert wenn dir jemand sagt das du gerade wieder einmal nur mumpitz von dir gibst...

Auch in Total War: Warhammer kosten die (Major)"Faction Packs", mit neuen Fraktionen, seit jeher grundsätzlich 19 Euro:

https://store.steampowered.com/app/6178 ... omb_Kings/

https://store.steampowered.com/app/8356 ... ire_Coast/

9 Euro kosten nur die "Legendary Lord Packs", welche für jeweils 2 bestehende Fraktionen eine Hand voll neuer Einheiten und jeweils einen neuen Anführer bringen, aber keine grundsätzlich neue spielbare Fraktion:

https://store.steampowered.com/app/1158 ... The_Blade/

nordstern hat geschrieben:Es gibt zwar auch in WH DLCs für 18 EUR aber die haben ne eigene "regionale" Kampagne noch dzu. Und ich hab die eh alle nicht ;)


Nein ist es nicht, alle neuen Fraktionen seit dem Norsca DLC in Warhammer 1 spielen auf der gleichen Kampangenkarte wie das jeweilige Hauptspiel und bringen keine eigenen Minikampagnen mehr mit sich (das gab es nur beim Tiermenschen und Waldelfen DLC), welche in Warhammer 1 wegen des völligen mangels eigener Mechaniken und jeglicher sonstigen Unterschiede auch schon damals ihre Existenz nicht mal im Ansatz rechtfertigen konnten, weil es im Grunde nur eine 1 zu 1 kopierte Miniaturausgabe der Hauptkampagne auf einer eigenen begrenzteren Karte war.

Anders als in den historischen Total Wars wie Attila, wo "Age of Charlemange", oder "The Last Roman" mit eigenen Inhalten in den Minikampagnen aufwarteten.


ah mein Fehler. Ich kaufe die alle nur im sale oder garnicht. Daher hatte ich das nicht aufm Schirm. Aber in den Packs steckt dennoch mehr Arbeit, da sie die ganzen Monster, etc modellieren und animieren müssen. In TK nutzen alle Einheiten die selben Modelle.. sind ja Menschen und die Tiger haben sie sicher aus WH von den HE genommen und das Modell von nem Löwen zu nem Tiger umgewandelt und das Modell der Elefanten aus Rome2 optimiert. Auf jeden Fall weniger Aufwand wie die Vampirküste, beastmen, etc wo duzende Modelle und Animationen neu gemacht werden müssen.

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Re: [Total War: THREE KINGDOMS] Rund ums Spiel

Beitragvon Scorch » 26. August 2020 06:26

@Nightslaver

Danke für die sehr ausführliche Antwort ^^

Sehr kluge und interessante Worte, welche du schreibst.

Daran, dass DLC in der Regel so wenig gekauft werden habe ich gar nicht gedacht.

Ich merke es ja an mir selbst. Die Käufe bei denen ich über 60€ ausgegeben habe kann ich in meinem bisherigen Leben an einer Hand abzählen.

Wenn man nun noch mehr als 60€ verlangen würde, wäre das zwar gut für die "instandhaltungskosten", allerdings müssten dann auch Leute welche nur max 20 std in einem Spiel verbringen diese bezahlen ohne irgendwie davon zu profitieren (Und das ist ja bekanntlich die breite Masse).
Das wäre dann wahrscheinlich noch abschreckender für den Spielekauf als ein gefühlt teurer DLC.


Ich denke aber trotzdem, dass Spiele in ferner Zukunft teurer werden.
Gehälter wollen bezahlt werden, alles andere wird auch teurer und will bezahlt werden.
Von daher muss es zwangsläufig so sein.
Die Frage ist nur, inwieweit das persönliche Einkommen mit steigen wird, sodass PC zocken gefühlt entweder ein teures Hobby oder eben wie bisher bleibt.
Dann wird wahrscheinlich auch eine neue Schmerzgrenze für den Käufer entstehen.
Naja, wie dem auch sei. Der letzte Absatz war nun etwas philosophisch, also von daher... who knows ^^

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Re: [Total War: THREE KINGDOMS] Rund ums Spiel

Beitragvon Ischozar » 26. August 2020 08:34

Dann wird wahrscheinlich auch eine neue Schmerzgrenze für den Käufer entstehen.


Die steigenden Kosten für Produktionen sind ja auch den Entwicklern/Publishern aufgefallen :) Dementsprechend lenkt man mit Abo Modellen dagegen oder fährt eben solche Umsonstmodelle, wie jetzt bei Troy. Laut Infos sollen die PS5 Spiele zum starte nun knapp 79,99€ kosten, sprich 10€ mehr als vergleichbare PS4 spiele. Ich denke, hier wird die Obergrenze liegen.
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Re: [Total War: THREE KINGDOMS] Rund ums Spiel

Beitragvon Scorch » 26. August 2020 14:13

Ischozar hat geschrieben:
Dann wird wahrscheinlich auch eine neue Schmerzgrenze für den Käufer entstehen.


Die steigenden Kosten für Produktionen sind ja auch den Entwicklern/Publishern aufgefallen :) Dementsprechend lenkt man mit Abo Modellen dagegen oder fährt eben solche Umsonstmodelle, wie jetzt bei Troy. Laut Infos sollen die PS5 Spiele zum starte nun knapp 79,99€ kosten, sprich 10€ mehr als vergleichbare PS4 spiele. Ich denke, hier wird die Obergrenze liegen.


So schauts aus.

Auch wenn 80€ erstmal Brutal aussehen, muss man sich immer klar machen was dahinter steckt.
Viel Geld ist es, das ist klar. Teuer ist individuell.

Solche gefühlt teuren Erlebnisse kennt man ja auch aus dem Alltag.
Lebensmittelpreise sind hierfür eigentlich immer ein gutes Beispiel.
Wenn man an der Kasse steht, im Einkaufswagen liegen 3 Trümmer und die freundlich, lächelnde Kassiererin um 50€ bittet. :strategie_zone_304:

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Re: [Total War: THREE KINGDOMS] Rund ums Spiel

Beitragvon Way of Blücher » 26. August 2020 15:09

Teuer ist individuell.


Wenn man an der Kasse steht, im Einkaufswagen liegen 3 Trümmer und die freundlich, lächelnde Kassiererin um 50€ bittet.


3 Nahrungsmittel für 50€? 2 Flaschen Chandon Champagner + Korkenzieher?
Keine Ahnung wo du einkaufen gehst, aber ich denke, dir könnte man auch so Sprüche wie "eure Armut kotzt mich an" gut andichten.
Sry, ist nicht böse gemeint. ;)


Bezügl. Total War: Das es schon überhaupt ein Spiel wie THREE KINGDOMS gibt, zeigt doch, dass es natürlich nur ums Geld geht. Erschließung vom chinesischen Markt und so. Und genau deshalb werden wir wohl auch in Zukunft NIE ein Total War erleben, wo man mit Mongolen, Birmanen, oder Tibetern in China einfallen könnte. Dann würde das gesamte Total War Franchise in China noch schneller vom Markt genommen werden, als die Serie South Park.
Quod sumus hoc eritis! Fuimus aliquando quod estis.

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Re: [Total War: THREE KINGDOMS] Rund ums Spiel

Beitragvon Ischozar » 26. August 2020 15:26

@Blücher,

bitte verschone uns hier mit deinem ideologischen China gebashe :) Das Spiel basiert auf einem historischen Mythos und wurde schon zig mal für Spielevorlagen verwendet. Die Fokussierung auf den chinesischen Osten/Süden führt dazu, dass Tibet oder andere Regionen absolut keine Rolle einehmen. Die Geschichte der drei Reiche kennt diese Gebiete nicht.
Jedem Spiel liegen ökonmische Gedanken zugrunde. Da braucht es keinen chinesischen Markt o.ä zu...

3 Nahrungsmittel für 50€? 2 Flaschen Chandon Champagner + Korkenzieher?
Keine Ahnung wo du einkaufen gehst, aber ich denke, dir könnte man auch so Sprüche wie "eure Armut kotzt mich an" gut andichten.
Sry, ist nicht böse gemeint


Ich denke, Scorch hat hier bewusst mit einer Übetreibung gearbeitet. Ka wieso du gleich persönlich wirst.
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Re: [Total War: THREE KINGDOMS] Rund ums Spiel

Beitragvon Scorch » 26. August 2020 16:01

Klar, war der Einkaufsvergleich eine Übertriebene Darstellung.
Man sollte hierbei nicht jedes Wort auf die Goldwaage legen. ;)

Danke für die Unterstützung Ischozar :)
Mir unverständlich wie man das anders lesen konnte.

Und freilich ist teuer individuell. Kommt doch immer auf den eigenen Verdienst/Lebensstandard/usw. drauf an.

Das ist aber eine objektive Aussage und sagt nichts über mich oder mein Verständnis für teuer aus.
Zur Info: Auch ich finde 80€ eine Menge Geld, was der kluge Leser ja auch lesen konnte, denn ich habe es ja bereits geschrieben.

So und nun gehe ich Champagner trinken. Prost :strategie_zone_61:

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Re: [Total War: THREE KINGDOMS] Rund ums Spiel

Beitragvon Nightslaver » 26. August 2020 17:36

Scorch hat geschrieben:Zur Info: Auch ich finde 80€ eine Menge Geld, was der kluge Leser ja auch lesen konnte, denn ich habe es ja bereits geschrieben.


80 Euro ist auch nicht wenig Geld, selbst für jemanden der einen Netto Stundenlohn von relativ guten 15 Euro hat sind das noch etwas über 5 Stunden Arbeit bis er sich ein Videospiel für 80 Euro kaufen kann, also mehr als etwa ein halber Arbeitstag. ;)

Das Problem ist aber auch nicht das wenn ein Spiel 80 Euro kosten würde, sondern die Schnelllebigkeit mit welcher die Käufer die Unterhaltungsmedien konusmieren.
Das Groß der Käufer kauft heute Videospiele wie Unterwäsche 12 Spiele und 10 DLCs hier im Jahr zum Vollpreis, 30 Spiele und 10 DLCs da im Sale reduziert und beschwert sich halt dann das ein Spiel 80 Euro kostet zum Release, am Ende wird es dann aber eigentlich gar nicht wirklich gespielt, weil schon das nächste Spiel da ist was gespielt werden soll.

Bewusster Konsum ist eigentlich auch an dieser Stelle das Stichwort, nur das kaufen wofür man auch wirklich bereit ist mal Zeit zu investieren, man kann sowieso nicht alles Spielen, nicht mal wenn man arbeitslos ist und 24h am Tag Zeit hätte.

Lieber nur 4-6 Spiele im Jahr und die auch wirklich ausgibig spielen, spart am Ende auch Geld, das sonst sowieso nur auf einer ewig langen Pile of Shame landet, die immer nur noch länger wird.

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Re: [Total War: THREE KINGDOMS] Rund ums Spiel

Beitragvon Scorch » 26. August 2020 18:14

Nightslaver hat geschrieben:Das Groß der Käufer kauft heute Videospiele wie Unterwäsche 12 Spiele und 10 DLCs hier im Jahr zum Vollpreis, 30 Spiele und 10 DLCs da im Sale reduziert und beschwert sich halt dann das ein Spiel 80 Euro kostet zum Release, am Ende wird es dann aber eigentlich gar nicht wirklich gespielt, weil schon das nächste Spiel da ist was gespielt werden soll.

Bewusster Konsum ist eigentlich auch an dieser Stelle das Stichwort, nur das kaufen wofür man auch wirklich bereit ist mal Zeit zu investieren, man kann sowieso nicht alles Spielen, nicht mal wenn man arbeitslos ist und 24h am Tag Zeit hätte.


Das kannst du laut sagen. Genau meine Rede :strategie_zone_22:

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Re: [Total War: THREE KINGDOMS] Rund ums Spiel

Beitragvon nordstern » 26. August 2020 20:36

Ich kaufe "nur" noch 1-2 Spiele und DLCs/Jahr...

Ich habe kein "Problem" 80 EUR für ein Spiel auszugeben. Aber dafür erwarte ich dann auch mehr. Für ein Spiel mit aktuellem Umfang 80 EUR auszugeben würde ich hingegen nie tun. Für 80 EUR erwarte ich dann aber auch mehr Tiefgang, Individuelle Freiheiten und ne bessere KI. Bereiche die aktuell sehr stiefmüttlicher gehandhabt werden.

Und klar steigen die Entwicklungskosten. Aber z.b. Marken wie TW greifen immer auf das selbe Gerüst zurück. Das senkt die Entwicklungskosten, während Marken wie The Elder Scrolls jedesmal ne neue Engine aufbauen, also von Grund auf neu aufgebaut wird. Da hängt dann mehr Enginearbeit in weniger Spiel als bei TW z.b. Und dennoch gibt es diese Spiele auch für 50-60 EUR. Wenn das also wirtschaftlich ist pro Engine "nur" 2-3? Spiele + DLCs rauszubringen (Fallout, TES) rauszubringen, dann ist die Gewinnmarge bei einem TW hoch genug um mehr Inhalt zu liefern. Wird eben nur nicht gemacht. Vielleicht ist das auch der Grund wieso es so wenige solche Titel gibt... niedrige Marge als bei anderen Titeln.

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Re: [Total War: THREE KINGDOMS] Rund ums Spiel

Beitragvon Ischozar » 26. August 2020 21:32

Das senkt die Entwicklungskosten, während Marken wie The Elder Scrolls jedesmal ne neue Engine aufbauen, also von Grund auf neu aufgebaut wird.


Naja, ein Elder Scrolls hat auch eine Entwicklungszeit von plus 5-6 Jahren. Das ist in der Gesamtheit nicht vergleichbar. Zumal die Engine auch bspw. für Fallout wiederverwendet wird (Oblivion / Fallout 3 Gamebryo Engine, Fallout 4 / Skyrim UND Fallout 76 Creation Engine ).
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Re: [Total War: THREE KINGDOMS] Rund ums Spiel

Beitragvon Nightslaver » 26. August 2020 21:35

nordstern hat geschrieben:Ich kaufe "nur" noch 1-2 Spiele und DLCs/Jahr...

Ich habe kein "Problem" 80 EUR für ein Spiel auszugeben. Aber dafür erwarte ich dann auch mehr. Für ein Spiel mit aktuellem Umfang 80 EUR auszugeben würde ich hingegen nie tun. Für 80 EUR erwarte ich dann aber auch mehr Tiefgang, Individuelle Freiheiten und ne bessere KI. Bereiche die aktuell sehr stiefmüttlicher gehandhabt werden.


Und mit welchen Recht erwartest du das, du zahlst ja sowieso keine 80 Euro sondern aktuell erstmal nur 60 Euro.
Tiefgang und Freiheit ist bis zu einem gewissen Grad eine sehr subjektive Angelegenheit die viele Personen sehr unterschiedlich interpretieren und auslegen können, wo selbige anfängt und wo es aufhört.
Lediglich bei der AI kann man wohl ehr zu gleichen Meinungen kommen, ist es aber auch keine Baustelle die nur Total War betreffen würde, sondern durch die gesamte Gaming Branche stark krankt und seit rund 20 Jahren faktisch weitestgehend stagniert.

nordstern hat geschrieben:...während Marken wie The Elder Scrolls jedesmal ne neue Engine aufbauen, also von Grund auf neu aufgebaut wird.

Da hängt dann mehr Enginearbeit in weniger Spiel als bei TW z.b. Und dennoch gibt es diese Spiele auch für 50-60 EUR. Wenn das also wirtschaftlich ist pro Engine "nur" 2-3? Spiele + DLCs rauszubringen (Fallout, TES) rauszubringen, dann ist die Gewinnmarge bei einem TW hoch genug um mehr Inhalt zu liefern. Wird eben nur nicht gemacht. Vielleicht ist das auch der Grund wieso es so wenige solche Titel gibt... niedrige Marge als bei anderen Titeln.


Und wieder einmal gibst du falsche Äußerungen von dir nordstern...

Die Creation Engine von The Elder Scrolls V: Skyrim & auch Fallout 4 / Fallout 76 ist nach wie vor im Grundgerüst / Kern immer noch die gleiche Gamebryo Engine die schon bei The Elder Scrolls III: Morrowind in 2002 gearbeitet hat:

Gamebryo (formerly NetImmerse until 2003) is a game engine developed by Gamebase Co., Ltd. and Gamebase USA, that incorporates a set of tools and plugins including run-time libraries,[1] supporting video game developers for numerous cross-platform game titles in a variety of genres, and served as a basis for the Creation Engine.

https://en.wikipedia.org/wiki/Gamebryo


Wie auch bei Warscape Engine der Total War Reihe, oder der Clausewitz Engine von Paradoxspielen, oder Spielen mit der Genome Engine von Piranha Bytes (Gothic 3 / Risen 1-3 / Elex), usw. wurde sie nur aufgebohrt und um zeitgemäße Features und Funktionen erweitert und ggf. noch vom Namen her umbenannt.

Grundsätzlich handhaben es die meisten Firmen / Entwickler auch schon seit unzähligen Jahren so das man die Engine nicht alle paar Titel neu entwickelt sondern weiterverwendet, sofern man nicht sowieso gleich eine fertige einkauft, wie die Unity Engine oder Unreal Engine, und diese nur erweitert und anpasst, weil eine komplett neue Engine in Eigenregie zu entwicklen verhältnismäßig viel Zeit kostet, viel know how erfordert und Köpfe die das wirklich können auf dem Arbeitsmarkt unglaublich teuer sind, da nicht mal im Ansatz so häufig zu finden wie jemand der einem ein paar hübsche Grafiken erstellen, oder ein paar Quests scripten kann.

Übrigens sei zu Bethesda noch gesagt das der Laden bzgl. seiner Eigenmarken (TES / Fallout) einer der dreist-faulsten Vereine ist die am Gamingmarkt unterwegs sind, weniger investierte Arbeit in den Inhalt ihrer Spiele, after Release Produktpflege und Patchsupport stellen nicht viele andere am Markt bereit, wie das bei Bethesda der Fall ist, die sich rotzfrech, seit 18 Jahren, auf dem Rücken ihrer sehr starken Modder Community regelrecht ausruhen und bequem machen.

Gegen dieses Geschäftsgebahren ist selbst CA mit Total War faktisch noch in fast jeder Hinsicht ein Weisenknabe, auch wenn man da ohne Frage auch seine Kritikpunkte findet.