Finanzielles in der Spiele-Branche

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Re: [Total War: THREE KINGDOMS] Rund ums Spiel

Beitragvon nordstern » 26. August 2020 23:18

Das wusste ich nicht... sry ;)
Und ja ich weis das Bethasda eher spartanisch ist. Darum ging es nicht... und auch das KI die Branche betrifft ist mir klar. Aber hier ging es um TW. Grundsätzlich ist es aber so das die Gamingbranche die letzten jahre Inhalte abgespeckt haben oder vernachlässigt um die Nachfolger zum selben Preis bei steigenden Entwicklungskosten anbieten zu können. Wenn sie also ein Spiel für 80 EUR anbieten ist das ok. Aber ich will dann eben ne deutlich bessere KI und die inhaltliche Tiefe von vor 4-5 Jahren.

bei bethesda hat mich da nie gestört mit dem Support. Weil deren Spiele funktionieren wenn sie auf den Markt kommen. Sie haben (zumindest Falloput und TES) keine Spielbrechenden Bugs. Rome2 z.b. hatte keine BelagerungsKI die ersten 5 Monate. Sowas wäre bei Bethesda undenkbar gewesen. Dafür supportet CA die Spiele nach dem Release, bethesda weniger. Aber CA verdient auch mehr Geld durch mehr DLCs danach, Bethesda reizt die DLC-Schiene nicht aus. Sie könnten aus Skyrim soviel mehr holen immer noch. Tun es aber nicht wirklich.

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Re: [Total War: THREE KINGDOMS] Rund ums Spiel

Beitragvon Sir Heinrich » 26. August 2020 23:29

Ich habe noch nie was von ner guten KI gehört. Gibt es sowas wie ne "Gute" KI überhaupt bzw. lässt sich sowas überhaupt in nem angemessenen Aufwand programmieren. Oder verlangen wir Gamer da immer wieder die eierlegende Wollmilchsau?
Mann muss nicht immer am meisten schreiben,
es reicht, wenn man das meiste liest.

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Re: [Total War: THREE KINGDOMS] Rund ums Spiel

Beitragvon Nightslaver » 27. August 2020 00:21

nordstern hat geschrieben:Das wusste ich nicht... sry


Ja nordstern und genau da liegt das Problem warum verschiedene Leute hier öfters gereizt auf deine Posts reagieren, dieses "eigentlich weiß ich es nicht, aber geb es trotzdem völlig flasches Zeug zum besten" ist bei dir einfach gefühlt recht oft der Fall...

nordstern hat geschrieben:Und ja ich weis das Bethasda eher spartanisch ist. Darum ging es nicht...


Spartanisch ist sehr beschönigend.

nordstern hat geschrieben:Grundsätzlich ist es aber so das die Gamingbranche die letzten jahre Inhalte abgespeckt haben oder vernachlässigt um die Nachfolger zum selben Preis bei steigenden Entwicklungskosten anbieten zu können.


Nein, das man größere Inovationen und größere Änderungen an bestehenden Marken oft im Vergleich zu den 1990er Jahren scheut (siehe Ubisoft Prinzip, oder Battlefield, ect.) liegt schlicht daran das Spiele schon lange in vielen Fällen keine 1 bis 10 Personen Projekte mit überschaubaren Buget in Höhe eines Mittelklassewagens oder Luxusautos mehr sind sondern Millionen bis Multimillionen Projekte mit mehreren Dutzenden bis meheren hundert Mitarbeitern und Anlegern und ggf. auch externen Geldgebern die so ein Spiel finanzieren.

Wenn man dann eine Marke hat die sich recht gut verkauft und ihre möglichst breite Käuferbasis gefunden hat wird man die halt so lange bedienen wie sie sich damit bedienen lässt, um das Risiko für einen finanziellen Flop halt möglichst gering zu halten.
Die Filmindustrie, aber auch in vielen anderne Branchen nicht wesentlich anders, handhabt es doch im Grunde auch nicht anders, Zombies sind gerade angesagt ,erstmal 10 Zombiefilme und Serien drehen, Superhelden Filme verkaufen sich gerade gut, erstmal drehen solange die Leute dafür ins Kino rennen, usw.

Investitionen in Inovation und Entwicklung kosten nun einmal Geld und sind immer mit dem Risiko behaftet das die Ergebnisse daraus sich ggf. nicht wie erwartet verkaufen lassen, weshalb man Inovationen und Entwicklung gerade in modernen Konzernen nur soweit betreibt wie nötig und das Risko am liebsten kleinen Startups, bzw. in der Gamingbranche Indiestudios, überlässt und die, sollte etwas vielversprechend ausfallen, dann eben aufkauft, was das Risiko und Kosten soweit möglich minimiert und den Gewinn maximiert.
Darum ist es übrigens nebenbei auch ein weit verbreiter Irrglaube das der moderne neoliberale Kapitalismus in irgend einer Form Fortschritte und Inovationen stärker fördern / begünstigen täte, ehr im Gegenteil er hemmt sie weil er nur noch maximal Gewinnorientiert operiert und dafür Entwicklung und Inovation soweit wie möglich scheut und blockiert, bzw. eben die Kosten dafür auslagert.

nordstern hat geschrieben:Wenn sie also ein Spiel für 80 EUR anbieten ist das ok. Aber ich will dann eben ne deutlich bessere KI und die inhaltliche Tiefe von vor 4-5 Jahren.


Wenn man das will nordstern kauft man aber auch nicht bei größeren etablierten Studios sondern schaut sich in der Indieschiene um, weil nur da findest du meistens noch größere Wagnisse die nicht zwingend darauf ausgelegt sind ein möglichst maximales Publikum anzusprechen, sondern eben die Nische.

nordstern hat geschrieben:bei bethesda hat mich da nie gestört mit dem Support. Weil deren Spiele funktionieren wenn sie auf den Markt kommen. Sie haben (zumindest Falloput und TES) keine Spielbrechenden Bugs.


Und wieder Blödsinn deinerseits nordstern, Betehsda fabriziert immer wieder schwere Bugs in ihre Spiele, ob es Quests sind die bis heute in Skyrim nicht gefixt wurden und 100% broken sind, oder ob es Abstürze zu Release in Fallout 3 waren, weil das Spiel nicht mit Mehrkern CPUs umgehen konnte. Sehr viele Bugs wurden auch nie von ihnen gefixt und da ist es egal ob wir von Morrowind, Oblivion, Skyrim, Fallout 3, Fallout 4 oder Fallout 76 sprechen.

Kannst dir ja gerne mal die Patch Notes der Community Patches zu Morrowind oder Skyrim durchlesen, die sind elendig lang / umfangreich.

nordstern hat geschrieben:Rome2 z.b. hatte keine BelagerungsKI die ersten 5 Monate. Sowas wäre bei Bethesda undenkbar gewesen.


Du meinst so undenkbar wie das die Soundausgabe in Skyrim nach Release 1 Monat lang nur in 16-Bit 48.000Hz (CD-Qualität) funktionierte?
Oder es bis heute, 9 Jahre später, ohne Community Patches Nebenquests gibt die 100% nicht abschließbar verbuggt sind, oder auch die Hauptquest vom Dawnguard DLC, welche immer wieder gerne an einer Stelle sporadisch zum rumbuggen und damit einhergehnder nicht Weitspielbarkeit neigt?
Und so weiter...

Sorry nordstern, aber ich behaupte sicher nicht grundlos, weil das nicht meine Art ist, das Betehsda einer der größten Sauläden am Spielemarkt ist und eines ist sicher, ihre Faulheit nur ein Minimum an Patches nach Release zu bringen ruht nicht daher das sie soviel Arbeit in die Qualitätskontrolle vor Release stecken und ihr Spiel deshalb besonders ausgereift wäre!
Das ruht bei ihnen einfach nur daher das sie sagen, warum Zeit und damit Geld reinstecken, sollen die Modder die Arbeit für uns doch kostenlos erledigen, genauso wie die ein vernünftiges übersichtliches Inventar-UI für den PC zu entwickeln, wo man sich nicht in grauenhaft unübersichtlichen Listen totscrollt.

nordstern hat geschrieben:Sie könnten aus Skyrim soviel mehr holen immer noch. Tun es aber nicht wirklich.


Blendest du da etwa gerade mal lieber schön ihre Abzocke mit dem Creation Club in Skyrim und Fallout 4 aus? Selbst zum DLC entwickeln sind sie ja zu Faul, lieber für 500 Dollar die Arbeit von Moddern nehmen und dann über den Creation Club mit einem vielfachen davon versilbern lassen.

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Re: [Total War: THREE KINGDOMS] Rund ums Spiel

Beitragvon Homerclon » 27. August 2020 00:34

Sir Heinrich hat geschrieben:Ich habe noch nie was von ner guten KI gehört. Gibt es sowas wie ne "Gute" KI überhaupt bzw. lässt sich sowas überhaupt in nem angemessenen Aufwand programmieren. Oder verlangen wir Gamer da immer wieder die eierlegende Wollmilchsau?
KI-Programmierer sind für die Gaming-Branche schwer zu begeistern, da man in anderen Sektoren ein vielfaches mehr verdienen kann.
Daher kommt die KI bei Spielen eher von Programmierer, die das nebenher machen.

In der Spielebranche ist es generell so, das die Entwickler sich dies aussuchen, weil sie eine Leidenschaft für Spiele haben. Weshalb sie bereit sind die ziemlich schlechte Bezahlung und viel Arbeit hinzunehmen, inkl. Stress durch Zeitdruck. Worunter dann verständlich die Kreativität und somit die Qualität leidet.
Man sollte sich aber nicht die Illusion machen, und davon ausgehen das die Löhne steigen würden, wenn die Preise steigen. Das würde wohl bei Indi-Entwickler so sein, die ihre Spiele selbst vermarkten. Aber wenn man sich anschaut was bspw. CEOs und Manager bei den großen Publisher verdienen ... Aktuell ist Activision Blizzard stark in der Kritik, die sollen an manchen Standorten nicht mal genug Bezahlen, das ihre Entwickler sich den Lebensunterhalt leisten können - und als Ausgleich / Boni würde es Spielzeit (MMOs) und Spielinhalte geben. Die Löhne sollen zwar dem üblichen der Branche entsprechen, nur das die Lebenserhaltungskosten nicht überall gleich hoch sind, scheint keiner bedacht zu haben. Auf die berechtigte Kritik, wurde dann vorgerechnet das sie durch die "Boni" ja viel besser bezahlt würden als irgendwo sonst (wenn man 10€ für einen "Skin" aufruft, den der Praktikant mal eben in 10 Minuten gemacht hat, während der Gleichzeitig noch den Kaffee gekocht hat, und man den Skin dann ohne weiteren Kostenaufwand unendlich vervielfachen kann, dann braucht man sich nicht fragen wie das errechnet wurde).

Tut mir leid, aber das Geheule das die Preise zu niedrig seien weil die Entwicklungskosten immer weiter steigen, und die Gewinne immer schmäler werden, glaube ich nicht mehr. Jedenfalls nicht in der gesamten Branche. Da genehmigen sich einfach ein paar zu viel vom Kuchen.
Zumindest beim Umsatz, hat meines Wissens die Videospiel-Branche längst mit Hollywood mind. gleichgezogen.
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Re: [Total War: THREE KINGDOMS] Rund ums Spiel

Beitragvon Scorch » 27. August 2020 06:49

Homerclon hat geschrieben:Tut mir leid, aber das Geheule das die Preise zu niedrig seien weil die Entwicklungskosten immer weiter steigen, und die Gewinne immer schmäler werden, glaube ich nicht mehr. Jedenfalls nicht in der gesamten Branche. Da genehmigen sich einfach ein paar zu viel vom Kuchen.
Zumindest beim Umsatz, hat meines Wissens die Videospiel-Branche längst mit Hollywood mind. gleichgezogen.



Das ist von Anfang an auch mein Verdacht gewesen und es ist traurig.
Die Game Star hat dazu vor langer Zeit auch mal einen guten Bericht gemacht.

Da möchte man als guter Gamer die Entwickler/Programmierer/usw. Unterstützen indem man dann Spiele zum (fast) vollen Preis zahlt, aber hinterher bleibt immer die Ungewissheit, ob man nicht doch gerade das dicke Management an der Spitze gefüttert hat.

Da kann ich die Leute, welche Spiele auf solchen keyshop-Seiten kaufen schon verstehen (mal die geiz ist geil Mentalität außen vor gelassen).
Man weiß nicht wo sein Geld hinfließt und da es nach wie vor solche Missstände in der Spielebranche gibt, lässt das halt nichts gutes Vermuten.


Mal was anderes: Wirklich interessant was hier geschrieben wird. Macht Spaß zu lesen. :strategie_zone_4:

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Re: Finanzielles in der Spiele-Branche

Beitragvon Ischozar » 27. August 2020 08:22

Da möchte man als guter Gamer die Entwickler/Programmierer/usw. Unterstützen indem man dann Spiele zum (fast) vollen Preis zahlt, aber hinterher bleibt immer die Ungewissheit, ob man nicht doch gerade das dicke Management an der Spitze gefüttert hat.


Ich denke, dass diese Aussage eher relativ ist. Die Branche funktioniert nicht (mehr) ohne großes Managment und die "Größen" in der Spielebranche. Wenn der Protest bzw. die Zahlen aber schlecht werden, dann gibt es meistens doch ein Einlenken. Zuletzt gesehen hab EA und Star Wars. Hier wird Disney ordentlich durch gemacht haben, nehme ich an, weil der Gewinn bzw. das Image so schweren Schaden genommen hat ( nach Battlefront II ). Und ehe man sich versah, hatte man mit Jedi Fallen Order ein solides Star Wars Game, was zumindest Fan Herzen hör schlagen ließ. Und auch mit dem angekündigten Squadron konnten schon zumindest Preview Star Wars Fan wie EckhartsLadder schon überzeugt werden.

Solche Projekte sind dann eben doch nur durch einen großen Konzern im Hintergrund zu stemmen und sehen am Ende dann auch recht top aus :)
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Re: Finanzielles in der Spiele-Branche

Beitragvon Scorch » 27. August 2020 12:16

Schon. Die Aussage mit dem Management war auch nicht direkt auf die Konzerne bezogen ^^

Sondern eher darauf, dass Vorstände, Aktionäre, Top-Manager ein (wahrscheinlich) enorm größereres Stück vom Kuchen abbekommen als Entwickler/Programmierer.
Bitte nicht falsch verstehen: Dass Führungspositionen mehr Geld verdienen können/sollten (wie auch immer) ist ja auch in Ordnung. Leute in solchen Positionen haben immerhin genügend Stress um die Ohren. (Und brauchen tut man Sie auch. Ohne Kapitän gehen die meisten Schiffe unter ^^ )
Nur ist es heutzutage doch keine Seltenheit mehr, dass Top-Manager mit mehreren Milliönchen nach Hause gehen, während wie in diesem Beispiel, der Programmierer nicht mal seine Miete zahlen kann (wenn er Pech hat).

Dass man große Konzerne und den Umsatz welche diese insgesamt machen braucht um gute Spiele zu entwickeln, oder eben auch mal nen Flop auszugleichen ist klar. Und es ist ja auch gut so, dass Firmen gute Umsätze machen, damit diese weiterhin Wettbewerbsfähig bleiben.
Nur das Gehaltsgefüge ist in manchen Branchen heutzutage etwas aus den Fugen geraten, meiner Meinung nach.

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Re: Finanzielles in der Spiele-Branche

Beitragvon Croaker » 27. August 2020 12:31

Als jemand, der Jahre in der Gamesbranche auf dem Buckel hat, kann ich sagen, dass man als Entwickler nicht reich wird.
Große Umsätze werden mit den Spielen zwar gemacht und ab einer bestimmten Sprosse der Karriereleiter kassiert man dann auch mal ein wenig davon mit, aber das große Geld machen in der Branche vielleicht die oberen 1%. Der überwiegende Teil, vor allem im Bereich Qualitätssicherung oder den kreativen Bereichen wie Level Design und Art, wird mit Hungerlöhnen abgespeist. Im Game Design gibt es Ausreißer nach oben und im Programmiererbereich sind es dann solide (wenn auch gegenüber anderen Wirtschaftszweigen trotzallem noch lächerliche) Gehälter. Produktion und Management kommen dann schon besser bei weg und bekommen in der Regel auch Gewinnbeteiligungen, auch wenn es für die gebotene Leistung (in Hinblick auf schlechte Personalführung und zeitliches Missmanagement), auch deutlich zu viel ist. Der überwiegende Teil des Geldes geht aber an Studiobosse, Topmanagement und Aktionäre.

Ja, Produktionen werden zwar immer aufwändiger und viel mehr Mitarbeiter lassen sich die schlechten Arbeitsbedingungen und die miese Vergütung immer weniger gefallen, andererseits finden sich auch weiterhin Wege die Lohn- und damit auch die Produktionskosten möglichst gering zu halten. Da werden dann Grafiken günstig im Ausland produziert, QA komplett ausgelagert und auch teils ganze Featureblöcke von Externen erstellt.

Daher ist das "Dahinschmelzen von Gewinnen" in meinen Augen auch wirklich nur jammern auf hohem Niveau... Und die obligatorischen Preiserhöhungen bei neuen Konsolengenerationen sind in meinen Augen auch nur das Austesten der Grenzen des Machbaren. Wobei bei Konsolen die Hardware ja meist mit sehr geringer Gewinnmarge oder gar unterpreisig verkauft wird und die "echten" Gewinne am System erst durch die Spiele generiert werden. Der PC-Markt zieht dann preislich inzwischen gerne mal nach, auch wenn ich da keine große Begründung für sehe... (So stark ist unsere Inflation nicht, als dass 10 Euro Erhöhungen im 4-6 Jahresryhthmus gerechtfertigt wären)

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Re: Finanzielles in der Spiele-Branche

Beitragvon Homerclon » 27. August 2020 12:45

Wobei gerade bei PC-Spiele man nicht gezwungen ist die erhöhten Preise zu bezahlen, bei den allermeisten Titel sinken die Preise schon nach wenige Monate - teil sehr deutlich.
Bei Konsolen halten sich die Preise meist länger. Hab schon länger keine Konsolen mehr, aber mir waren selten welche für unter 30€ begegnet. Selbst wenn schon die nächste Konsolen-Generation auf dem Markt war.


Die Mikropaymants haben bei manchen Publisher auch für jährlich steigende Rekordgewinne gesorgt.
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Re: Finanzielles in der Spiele-Branche

Beitragvon Croaker » 27. August 2020 12:51

Stimmt. Es kommt ja auch einfach so viel raus, dass man unmöglich alles sofort spielen könnte, wofür man sich genre-technisch interessiert.

Ich persönlich kaufe Spiele daher auch nur in Sales, teils auch erst Jahre später. Nur in seltenen Ausnahmefällen wird ein Spiel direkt zum Release gekauft oder über Crowdfunding mitfinanziert.
Da muss ich dann schon wirklich sehr heiß sein auf das Spiel...

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Re: Finanzielles in der Spiele-Branche

Beitragvon Sir_Kannolot » 27. August 2020 15:12

Bin da voll bei dir @Croaker, die meisten Games werden nur noch im Sale gekauft, alles andere kann sich ja niemand leisten.. spiele häufig Konsole und da sinken die Spielpreise gefühlt ja nie :D

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Re: Finanzielles in der Spiele-Branche

Beitragvon Cingan » 27. August 2020 22:26

Croaker hat geschrieben: die "echten" Gewinne am System erst durch die Spiele generiert werden.

Oder durch Zubehör&Peripherie für die Konsolen.

Deswegen meine Abkehr von den Konsolen seit 2019.
Ich glaube auch nicht an eine technisch gute PS5. Sony verspricht immer viel zu viel. Ich denke Microsoft macht das Rennen.
Alleine schon wegen so Spielerfreundlichen Dingen wie Crossplay (Forza Horizon4) was meiner Meinung nach Standard sein sollte für Rennspiele die auf mehreren Systemen entwickelt wurden.

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Re: Finanzielles in der Spiele-Branche

Beitragvon Way of Blücher » 28. August 2020 16:10

Sir Heinrich hat geschrieben:Ich habe noch nie was von ner guten KI gehört. Gibt es sowas wie ne "Gute" KI überhaupt bzw. lässt sich sowas überhaupt in nem angemessenen Aufwand programmieren. Oder verlangen wir Gamer da immer wieder die eierlegende Wollmilchsau?


Nun, ich erinnere mich, dass die KI bei Panzer General 3D damals schon sehr gut war, bzw. das Spiel für Einsteiger nicht gerade leicht war.
Ich denke, dass man sagen kann: Je weniger Zeit ein (kleines) Entwicklerteam in die Grafik und in die allgemeine Darstellung steckt, desto mehr Zeit bleibt für KI und Storydesign.

Siehe Vergleich Assassins Creed und The Witcher 3. Assassins Creed: Dutzende von großen Teams aus allen Ecken der Welt erschufen eine glaubwürdige und riesengroße Spieltwelt im antiken Ägypten. So groß wie die Spielwelt dort ist, so langweilig, oberflächlich und vorhersehbar ist und sind die Geschichten der Quests (meistens), egal ob Haupt-, oder Nebenquest.
Bei The Witcher 3: Mit einem verhältnismäßig kleinen Team ebenfalls eine gute Grafikpräsentation, aber eine eine noch bessere und spannendere Story!

PS Ansonsten kann ich in dieser Diskussion den Aussagen von Nightslayer zustimmen, bzw. findet sich meine eigene Sichtweise dort am häufigsten wieder.

Darum ist es übrigens nebenbei auch ein weit verbreiter Irrglaube das der moderne neoliberale Kapitalismus in irgend einer Form Fortschritte und Inovationen stärker fördern / begünstigen täte, ehr im Gegenteil er hemmt sie weil er nur noch maximal Gewinnorientiert operiert und dafür Entwicklung und Inovation soweit wie möglich scheut und blockiert, bzw. eben die Kosten dafür auslagert.


Dass das, was unter dem Namen "Neoliberalismus" verkauft wird, in Wahrheit einfach nur "Neofeudalismus" und ein riesiger Raubzug mit einem eigenen Theoriegebäude ist, hat inzwischen schon lange Einzug in die wissenschaftliche Debatte gefunden.

Ischozar hat geschrieben:olche Projekte sind dann eben doch nur durch einen großen Konzern im Hintergrund zu stemmen und sehen am Ende dann auch recht top aus


CD Projekt hat hier das Gegenteil bewiesen. Hätten Disney, CA, oder Ubisoft den Titel "the Witcher" übernommen, wäre es mit Sicherheit nicht so ein hervorragender Glanztitel geworden!

Ischozar hat geschrieben:Das Spiel basiert auf einem historischen Mythos und wurde schon zig mal für Spielevorlagen verwendet. Die Fokussierung auf den chinesischen Osten/Süden führt dazu, dass Tibet oder andere Regionen absolut keine Rolle einehmen. Die Geschichte der drei Reiche kennt diese Gebiete nicht.


Dann hätte es wohl kaum einen DLC mit den Nanman geben dürfen, welches noch dazu z.T. in Sichuan und Yunnan spielt. Des Weiteren hätte dann auch ein Charakter wie Ma Teng mit seinen Reiternomaden kaum was zu suchen in dem Spiel.

The Man, commonly known as the Nanman or Southern Man (Chinese: 南蠻), or the Southern Barbarians, were ancient indigenous peoples who lived in inland South and Southwest China, mainly around the Yangtze River valley. The Nanman included multiple ethnic groups, probably related to the predecessors of the modern Zhuang, Tai, Miao (Hmong) peoples, and non-Chinese Sino-Tibetan groups such as the Bai people.
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Re: Finanzielles in der Spiele-Branche

Beitragvon Ischozar » 28. August 2020 17:52

CD Projekt hat hier das Gegenteil bewiesen. Hätten Disney, CA, oder Ubisoft den Titel "the Witcher" übernommen, wäre es mit Sicherheit nicht so ein hervorragender Glanztitel geworden!


CD Projekt Red ist keine so kleine Spieleschmiede wie du vielleicht denkst :) Sie gehören in Europa eher zu den Big Playern. Übrigens auch daran zu sehen, dass sie ein generisches mobile game auf den Markt hauen, der durch PokemonGo ohne hin schon abgegrast ist ;)...

Im anderen Thread antworte ich dir gerne auf deine TK-Antwort.
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Re: Finanzielles in der Spiele-Branche

Beitragvon Way of Blücher » 28. August 2020 19:03

CD Projekt Red ist keine so kleine Spieleschmiede wie du vielleicht denkst :) Sie gehören in Europa eher zu den Big Playern.


Naja, CD Projekt ist kein internationales Unternehmen und beschränkt sich auf den mittleren Osten Europas mit kleineren Aufträgen an deutsche Firmen. Was Umsatz und Mitarbeiterzahl angeht, gehören die erst seit der Witcherreihe zu den größeren, europäischen Firmen, aber im Bezug auf Umsatz und Reingewinn sind die immer noch eher klein. Außerdem liegt es auch daran, also warum es viele kleinere Firmen nicht mehr gibt, dass Ubisoft den europäischen Raum im Bezug auf massentaugliche Spiele vor einigen Jahren so ziemlich leer geräumt hat.
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