[AAR-Zone] Wie viele Bilder gehören in einen guten AAR?

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[AAR-Zone] Wie viele Bilder gehören in einen guten AAR?

Beitragvon Fairas » 30. Oktober 2012 15:56

Wie viele Bilder (Screenshots, Wappen, Gemälde, Verzierungen etc.) gehören für Euch in einen guten AAR?

Es gibt AARs mit vielen, wenig und gar keinen Bildern. Wie seht ihr das? Für mich ist eine Geschichte die aus einem langen Textfeld, am besten noch in Standardschrift gehalten und ohne Absätze sehr trocken zu lesen. Da kann der Inhalt noch so gut sein. Einige AARs sind keine "echten" AARs sondern reine Geschichten, da kann ich das nicht beurteilen, solche lese ich auch kaum. Bei AARs, die jedoch als Spielbericht mit und ohne umfassend integrierter Story aufgebaut sind, will ich persönlich auch mal Bilder zwischendurch sehen! Nur ist dies leider nicht immer der Fall...

Wie seht ihr anderen Leser und Schreiber das?
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Re: Wie viele Bilder gehören in einen guten AAR?

Beitragvon Theoden » 30. Oktober 2012 16:13

Ich persönlich mag es nicht, wenn ein AAR vollgestopft ist mit Bildern. Das liegt aber wohl daran, dass ich in einem AAR keinen Spielbericht sehe, sondern eine Geschichte, die auf den Geschehnissen in einem Spiel basiert. Natürlich ist es gut, wenn mal das eine oder andere Bild vorkommt, aber dann sollte es finde ich eher dazu dienen, die Atmosphäre zu verstärken, als Fakten rüberzubringen. Wenn man z.B. über eine Schlacht schreibt, finde ich Bilder von entscheidenden Momenten gar nicht schlecht. Ein Kavallerieansturm, ein Ausfall, zerbröselnde Mauern, sowas halt. Dann aber möglichst so, dass man das UI nicht sieht. Was ich nicht mag, sind im Gegensatz dazu Screenshots vom Schlachtergebnis, oder dem Bildschirm wo vor der Schlacht das Kräfteverhältnis angezeigt wird. Bilder von den Kämpfen verdeutlichen nur nochmal, was ohnehin schon geschrieben wurde. Aber diese Statistiken helfen meiner Meinung nach überhaupt nicht dabei, eine bessere Vorstellung von der Situation zu bekommen. Wie viele Soldaten es pro Seite gibt, steht meistens im AAR. Selbiges gilt für den Ausgang der Schlacht. Wenn es ein heroischer Sieg war, der diese Bezeichnung verdient hat, wird das wohl auch erwähnt. Selbiges für einen besonders knappen Sieg. Wieso das ganze also nochmal per Screenshot zeigen?

tl;dr: Bilder, die die Atmosphäre verstärken ja, alles andere nein.
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Re: Wie viele Bilder gehören in einen guten AAR?

Beitragvon Horgan » 30. Oktober 2012 16:19

Die Anzahl ist absolut unerheblich, so denn die Bilder
a) thematisch stimmig sind,
b) den AAR-Text nicht "überstrahlen",
c) die Bilder die Geschichte/den AAR bereichern und nicht nur wiederholen.

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Re: Wie viele Bilder gehören in einen guten AAR?

Beitragvon Löschzement » 30. Oktober 2012 17:12

In meinen Geschichten handhabe ich das unterschiedlich.

Bei der Geschichte "Im Auftrag des Königs", der dem Leser in das Zeitgeschehen bringen soll und die deswegen auch chronologisch abgehandelt hervorgehoben wird mit all den hypothetischen und historischen Ereignissen jener Tage, wende ich eine gewisse Dichte von passenden Bildern an.

Bei der anderen Geschichte "Three Lions & no Lord Byron" schreibe ich mehr und es gibt zwar auch, aber etwas weniger Bilder. Schon allein deshalb, weil sie sich von der obig genannten Geschichte darin unterscheidet, daß hier die Charaktäre erstmal kaum Einfluß auf das große Weltgeschehen haben und der Erzählstil deshalb auch etwas anders gehalten ist.


Ob Du jetzt rein Bildschirmablichtungen (Screenshots) oder gemischt mit historischen Photos reinstellst, hängt auch davon ab wie Du die Geschichte erzählen willst.
Gott sei Dank, gibt es ja verschiedene Geschmäcker und Vorlieben :)
Generell mache ich es so, daß es mir beim nochmaligen durchgehen auch gefällt und dies würde ich auch empfehlen!

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Re: Wie viele Bilder gehören in einen guten AAR?

Beitragvon Methos der Eine » 31. Oktober 2012 13:37

Ich finde, ich habe es perfekt in meinen AARs gelöst :strategie_zone_53:

Nee, genug der Eigenwerbung. Die Anzahl hängt halt von vielen Faktoren ab:
Welches Spiel habe ich?
-Natürlich bringen in manchen Spielen die Bilder nicht sonderlich viel, in manchen kann man aufgrund des Zeitmangels keine machen und andere eignen sich besser dafür, weil man im Prinzip immer pausieren kann.

Welche Geschichte soll es sein?
-Abängig davon, ob es eine reine Nacherzählung der Geschehnisse, oder eine komplett fiktive Geschichte, ist es dann wie viele Bilder man reinpacken kann/will.

Welches Gefühl will ich erzeugen?
-Ganz wichtig bei mir zum Beispiel, ich will dem Leser ein Szenario geben, dessen Struktur vom Spiel vorgegeben wird und das dann ironisch bis komisch verfremden. Will man aber hier eher nüchtern referieren oder illustrieren, oder umschreiben, dann ist das wieder etwas anderes.

Aber unabhängig davon finde ich, dass man schon ein paar Bilder reinsetzen sollte, denn sonst ist es ja kein AAR, sondern einfach eine Geschichte, die im jeweiligen Spieleuniversum spielt.
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Re: Wie viele Bilder gehören in einen guten AAR?

Beitragvon Vampy » 31. Oktober 2012 13:46

Gerade bei Strategiespielen (wie etwa Hearts of Iron) sind Landkarten nie verkehrt. Der Screenshot einer Karte kann hilfreicher für das Verständnis sein, als wenn ich schreibe "Angriff von Provinz X auf Provinz Y". Ein "Must-Have" sind auch animierte Karten, bei denen man die Gebietsgewinne (oder Verluste) in zeitlicher Abfolge dokumentieren kann.

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Re: Wie viele Bilder gehören in einen guten AAR?

Beitragvon mori1982 » 23. November 2012 21:45

Für mich ist die Anzahl der Bilder abhängig vom Leser. Klingt vielleicht erstmal verwirrend, denn wie soll der Schreiber wissen, was der Leser will.

Das geht natürlich nicht, aber da komme ich eben zum Knackpunkt. Ich erwarte bei einem AAR das was es ist, ein After Action Report und keine "Rollenspiel". Von daher habe ich auch ganz andere Erwartung an einen guten AAR als die meisten anderen hier in dem Thread. Zum Beispiel Granits AAR Im Auftrag des Königs ist überhaupt nicht meins, ich blätter zwar ab und an mal rein, aber überfliege nur die Bilder. Nichtdestotrotz gebührt Granit für den AAR größter Respekt für die Mühe und den Detailreichtum.

Ein weiteres Beispiel ist Angriff in den Anden,. den lese ich sehr gerne, obwohl der mir stellenweise aus zu rpg-lastig ist. Aber dafür wartet der AAR alle 10 zeilen mit nem neuen Bild zur Lager der argentischen Nation auf, wo man sich selber ein Bild der Lage machen kann, unabhängig vom Propagandagewäsch :D

Besonders gut finde ich AARs wo ich als Leser noch etwas über den Aufbau und das Gameplay lernen kann, die lese ich am liebsten. Da können dann auch gerne viele Bilder dabei sein.
Als Beispiel da im SI Forum [TFH] Der Tag der Schande! - Ein USA – AAR von Veydo.

Ist wohl so wie bei richtigen Büchern, das lese ich auch lieber Sachbücher als Romane :D
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Re: Wie viele Bilder gehören in einen guten AAR?

Beitragvon Theory767 » 5. Januar 2013 22:25

Ich finde im AAR "Glück und Elend der Vereinigten Provinzen" wurde das richtig gut gemacht. Schade das der Autor ncht mehr weiterschreibt.
Weiß jemand wie dort die Bilder bearbeitet wurden?

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Re: Wie viele Bilder gehören in einen guten AAR?

Beitragvon Claus E. Witz » 17. Januar 2013 23:36

Theory767 hat geschrieben:Ich finde im AAR "Glück und Elend der Vereinigten Provinzen" wurde das richtig gut gemacht. Schade das der Autor ncht mehr weiterschreibt.
Weiß jemand wie dort die Bilder bearbeitet wurden?


Werter Stratege Theory,

das wird vermutlich die Freeware Paint.NET sein, die ich im späteren Verlauf meines Rapports ebenfalls verwendet habe.

mori1982 hat geschrieben:Ein weiteres Beispiel ist Angriff in den Anden, den lese ich sehr gerne, obwohl der mir stellenweise aus zu rpg-lastig ist. Aber dafür wartet der AAR alle 10 zeilen mit nem neuen Bild zur Lager der argentischen Nation auf, wo man sich selber ein Bild der Lage machen kann, unabhängig vom Propagandagewäsch.


Habt Dank für Euren wohwollenden Kommentar, werter Feldherr Mori. Ich finde, dass sich der Rollenspiel ähnliche Ich-Erzähler am ehesten anbietet, da ich zum Zeitpunkt meiner Spiel-Entscheidungen nicht allwissend bin. Ich empfinde die Intensität und Spannung des Spiels stärker, wenn ich in eine Rolle schlüpfe und meine Gedanken zu den strategischen Möglichkeiten ausformuliere. Mit der "Propaganda" versuche ich nur deutlich werden zu lassen, dass der Protagonist sich seine eigene Wahrheit zurechtlegt, um sein Gewissen zu beruhigen.

Zurück zu den Bildern: Ich füge möglichst die Screenshots hinzu, die die Aussage meines Berichtes unterstützen. Ansonsten müsste ich noch viel ausschweifender schreiben. Auf Fotos verzichte ich zum Einen, weil es nichts adequates für diesen fiktiven Krieg gibt, zum Anderen, weil jeder Leser so seine eigene Phantasien entwickeln kann.

Lehrreiches gab es übrigends in der Ursprungsfassung im alten 701-Forum auch. Es gab zahlreiche Fragen und Antworten direkt im AAR dazu, warum ich wie entschieden hatte. Daneben entwickelte sich ein zusätzlicher Thread aus Sicht des Generalkommandos unter General Sarobe, bei dem der Stab mit Lesern im Rollenspiel Beratungen abhielt. - Leider sind diese Texte alle verschollen.

Hochachtungsvoll

Claus E. Witz
"Wir behaupten (...), der Krieg ist nichts als eine Fortsetzung des politischen Verkehrs mit Einmischung anderer Mittel." Carl von Clausewitz

Angriff in den Anden! (HoI2 Argentinien 1936 AAR)
*edit-Wüsti - Sig verändert - wir haben eine verbindliche Kommentarregelung in der SZ!!
*edit Claus: ... also Kommentare bitte hier.

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Re: Wie viele Bilder gehören in einen guten AAR?

Beitragvon Marvin » 18. Januar 2013 06:35

Zu Theory767,
habe mal probeweise versucht die Exif-Informationen auszulesen, leider war auch aus denen nicht auszulesen, mit welchem Programm hier gearbeitet wurde. Andererseits ist auch zu sagen, dass es kein besonderes Programm erfordert, da es eigentlich nur ein paar farbige Linien und Wörter sind, das geht mit dem erwähnten PAINT.Net, aber auch mit Gimp oder anderen (Freeware-)Bildbearbeitungsprogrammen.
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