[AAR Warhammer] Söhne Ulrics

Die AAR der phantastischen Art...

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[AAR Warhammer] Söhne Ulrics

Beitragvon fidibus rex » 13. Dezember 2017 00:26

Hinweis für Kommentare: Da ich mich noch nicht mit der Mechanik des Kommentarmenüs beschäftigt habe, könnt ihr, falls ihr Kritik, Verwünschungen, Anregungen oder Hinweise auf irgendwelche Fehler und anderen netten Dinge auf dem Herzen habt, mir per PN mitteilen.
Bis die Geschichte fertig ist, habe ich evtl. mich auch mit dem Kommentarmenü auseinander gesetzt. LG und einen großen Dank für euer Interesse!


Ich versuche mich mal an meinem ersten AAR. Dabei geht es um Middenland inder Mortel Empires Kampagne. Boris Wütterich und seine Mannen kamen mir als ein Interessantes Thema vor, wieso ich es hier abhandeln werde. Screens werden folgen.

SÖHNE ULRICS

Prolog:

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Zarte Melodien pfeiften die sanften Ströme des Reiks gen' Norden. Mit größter Disziplin und gehorsam geschmiedete Lanzenspitzen tauchen in das Wasser des mystischen Flusses. Roter Nebel verbreitet sich in den wohl geformten Wellen, die wie sinnliche Kurven einer Maid an der Sandbank auf und ab glitten. Unweit der Stelle tranken Pferde hastig und schnaubend in den Schatten der Türme Altdorfs die auf der gegenüberliegenden Seite thronten, das Wasser. Die Männer trockneten ihre Speere mit Lumpen und erfreuten sich des Anblicks der heraneilenden Knappen. Mit Krügen, Würsten und geräucherten Ziegenbeinen bewaffnet, keuchten sich diese zu der prächtigen Coleur der Carroburger Heraldik die über den Häuptern der müden Rittern wehten. Die nahen Dörfler zeigten sich sehr dankbar und spendeten so viel sie aufbringen konnten. Der großzügige Dank galt den stolzen Männer Ulfrics, mit Leopardenfell-Mänteln und glänzenden Rüstungen. Die Kaiserwahl war gerade erst beendet, schon eilten zusammen mit dem ersten Glockenrausch, grüne eklige Goblins aus den Untiefen der Wäldern als hätte man sie zu einem Festmahl eingeladen heran. Noch Unwissend über den Ausgang der Wahl, konnten die Ritter Carroburgs weder auf den Befehl ihres Hauptmanns noch auf die Rückkehr ihres Kurfürsten Boris Wütterich warten. Sofort setzten sie sich daran die kleinen Giftzwerge zu verfolgen. Die jungen Fräuleins hatten nicht mal die Gelegenheit ihnen Blumen zu zu werfen oder ihnen hinter her zu winken, da hinterließen schon die mächtigen Hufen der Kaltblüter von den Pantherrittern Carroburgs umher wirbelnde Staubwolken vor den Toren der Stadt. Die Kundschafter sollten recht behalten, den ein Trupp hungriger Gobos pirschte sich durch das Dickicht an abgelegene Höfe und Ställe heran. Ohne zu zögern preschten die Ritter auf die unwillkommenen Gäste der Feier des neuen Kaiser drauf zu. Das Gemetzel dauerte aller höchstens so lange wie ein geübter Schmied brauchte eine Handvoll Nägel aus einem Klumpen Eisen zu zaubern. Doch die Verfolgung der Wolfsreiter unter den Grünhäutern gestaltete sich schwieriger als erwartet. Mit vollen Mägen und schwer gepanzert konnten sie die Goblins auf ihren flinken Wölfen nicht einholen sondern nur zum Fluss jagen. Die Grünhäute eilten zu einem heran nahendem Heer ihrer Artgenossen. Auf Hilfe konnten die Ritter nicht hoffen, den sämtliche Truppen Middenheims sicherten die Städte und Grenzen und ohne ihres Kurfürsten Boris Wütterichs waren sie nur ein Mantikor ohne Kopf und Flügel. Zu ihrem Erstaunen und Glücks schienen die wilden Grünhäute jedoch keine Interesse an ihnen zu haben sondern zogen weiter den Fluss abwärts zu einem möglichen Übergang. Einen Boten nach Altdorf hatten sie keine Möglichkeit, so blieb nur die Hoffnung das die Eindringlinge rechtzeitig von den Wchen Talabeclands oder Altdorfs lokalisiert wurden. Sie tranken das Bier der Dörfler und beschlossen den Gobos mit einem gewissen Sicherheitsabstand zu folgen. Da erdröhnten auf der anderen Seite des Flusses Hornstöße und ein atemberaubendes Feuerwerk. Unter den detonierenden bunten Farben erstrahlte der schwarze Adler des Reiklands. Nun wussten sies auch. Ihr Kurfürst Boris Wütterich hat die Wahl gegen Karl Franz verloren. Schwerer Unmut legte sich auf ihren Schultern wie ein Last bereits vergangener Freveltaten und Unbehagen breitete sich in ihre Brustkörben wie vergorener Wein. Sie sattelten ihre Pferde und machten sich daran was der Feind nun im Schilde führte. Sie Stießen die Lanzen mit den neben an gesatteltem Kammeraden.
"Für Sigmar!" riefen sie, die Worte die das Herz eines jeden Middenländers mit Stolz und Ehrfurcht erfüllte und ritten los.


Zänkische Kurfürsten im Norden und Osten. Den unliebsamen Kaiser im Süden. Und unbequeme Nachbarn im Osten.
Middenheim, das eigentliche Herz des Imperiums, Heimat der stärksten Ritter und Sitz des Ulfrickkultes. Kurfürst Boris Wütterich sieht sich in einer schwierigen Lage. Nordland ist zwar freundlich gesinnt, aber auch nur weil es auf die Hilfe aus Middenheim gegen die Norsca Barbaren angewiesen ist. Die Stadt Norden selbst, wird von der Ostmark kontrolliert, so wird jeglicher direkter Seezugang im Norden verwehrt. Im westen sitzen die verhassten Marienburger auf einem Sack voll Gold un denken gar nicht daran mit ihren Brüdern zu teilen. Boris braucht jedoch die Kontrolle über den Hafen um den Handel im und aus dem Imperium entlang des Reiks steuern zu können. Im Osten sitzen die mürrischen Hochländer. Sie zollen weder Ulric noch Middenland genügend Respeckt. Auch vermutet Boris wurde er von ihnen bei der Kaiserwahl betrogen. Im Süden sitzt nun der neue Kaiser, Boris gehörig im Nacken und fordert Tribut und Gehorsam. Zu allem Überdruss tummeln sich im Inland widerwärtige Grünhäute und die Ausgeburt des bösen persönlich. Boris Wütterich steckt in einer misslichen Lage. Doch das Erbe Ulrics, seiner Priester und Ritter ist nicht nur eine Last auf seinen Schultern sondern auch ein Segen, der ihn zu großen Taten beflügeln kann.
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Re: [AAR Warhammer] Söhne Ulrics

Beitragvon fidibus rex » 17. Dezember 2017 16:20

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Wutschnaubend betrat Boris die Hallen des Ulrics. Seine Anwesende Ulrics Garde und Pantherritter starrten Löcher in die Luft. Den Hofmagiern fiel plötzlich ein das sie noch sehr viel zu erledigen hatten und das der Staub in der Bibliothek mal wieder gewischt werden sollte. Am Fuße des Throns begutachtete der Graf von Middenheim die untergehende Sonne am Horizont die, die Milchgläser der Trollhohen Fenstern in einem fahlen Licht glänzen lies. Sigmar selbst lies wohl die Würfel über sein Schicksal fallen. Karl Franz wurde zum neuen Kaiser des Imperiums gekrönt. Schon bald würde Karl Franz von Boris Tribut, Treue und Gehorsam fordern. Formell, stand der Graf dem Kaiser natürlich in der Pflicht. Als stärkster alle Kurfürsten ist er eine beachtliche Säule des Imperiums. Die Entscheidungen die er als nächstes treffen sollte, würde das Imperium entweder schwächen oder stärken. Doch lief er Gefahr sein Gesicht und seinen Respekt auf der politischen Bühne zu verlieren. Die Reaktionen im Reich bringen nur wenige Überraschungen hervor. Der Kurfürst von Nordland sicherte Boris zu, das alte und traditionsreiche Bündnis weiterhin aufrecht zu erhalten. Der Kurfürst von Ostland versammelte seine Streitkräfte in Norden und bedrohte die östliche Grenze des Nordlands. Im wissen darüber das der Kaiser vorerst mit internen Konflikten in Altdorf beschäftigt sein würde, erklärte das Hochland Talabecland den Krieg und machten sich daran mit ihren Truppen die Ströme des Reiks zu überqueren.
Boris selber plante sich erst mal den arroganten Machenschaften Marienburgs zu widmen. Wie erwartet kündigten die Händler der prächtigen Handelsstadt Middenland das Handelsabkommen. Nordland alleine konnte die dadurch entstandene Lücke nicht kompensieren. Nur wenige Händler trauten sich in die Norsca Gewässer um Dietershafen an zu steuern und die wenigen waghalsigen, die verrückt genug waren, nach Dietershafen zu segeln verlangten horrende Preise. Doch die Ostländer zogen Boris einen Strich durch die Rechnung als sie ihre Truppen gen' Nordland in Bewegung setzten. Wütterich musste sein Bündnis pflegen damit sein Ansehen nicht leidet. Schlimmer war wohl das er sich durch die jüngsten Ereignisse etwas eingekesselt sah und in diesen schwierigen Zeiten, deren Höhepunkte noch auf sich warten ließen, man ein, zwei gute Freunde durch aus gebrauchen könnte.

***

Boris Wütterich versammelte seine Truppen bei Middenheim um anschließend nach Nordland zu marschieren. Das Ostland an ihrer nördlichen Küste zurecht zu weisen sollte viel einfacher ausfallen, als ihre Hauptstadt Wolfburg direkt zu belagern. Im übrigen ersparte es ihm, mit seinen Truppen das unliebsame Hochland zu durchqueren.
Sein Plan sah recht einfach doch funktionell aus. Das Ostland im Norden rasch besiegen und dann auf Marienburg marschieren. Den durch das Handelsembargo wurde der Krieg nun unvermeidbar.
Was dem Grafen dabei durch aus zu gute kam, war die Tatsache das die Marienburger einen unwillkommenen, aber genauso selbst verschuldeten Handelskrieg gegen zahlreiche bretonische Adelige, einige Stämme der Bergorks und sogar gegen den frisch gekrönten Kaiser selbst führen mussten.
Das ganze konnte sich allerdings als ein sehr großer Nachteil entpuppen, sollte einer der anderen großen Konkurrenten sich Marienburg unter den Nagel reisen. Boris kämpfte nun nicht nur gegen das Ostland sondern auch gegen die Zeit.

Die Truppen versammelten sich vor den Toren der Stadt. Zahlreiche Bürger verabschiedeten die Staats Truppen mit Bierkrügen, Blumen und Brotlaiben. Nicht wenige Jugendliche sangen dabei enthusiastische Lieder begleitet von patriotischen Hurra Rufen. Eher weniger Enthusiasmus machte sich bei den Soldaten selbst breit. Ein Kampf gegen Brüder, auch wen diese eine andere Heraldik auf ihren Wappenröcken trugen, war immer eine recht unangenehme Angelegenheit. Insgeheim hoffte jeder im Stillen für sich, das die Kurfürsten sich diplomatisch einigen würden, bevor sich die ersten Klingen kreuzten. Doch natürlich würde niemand solch ein Gedankengut in der Anwesenheit eines Hauptmannes auch nur flüstern geschweige den im Antlitz des Kurfürsten persönlich. So jubelten sie als Boris Wütterich mit seiner Garde aus den Toren ritt, gefolgt von jungen Adeligen mit Pistolen bewaffnet, die noch nie den Geschmack einer Schlacht gekostet haben. Natürlich war ihre Euphorie dementsprechend grenzenlos. Auch verständlich, von dem Rücken eines Pferdes aus zu feuern ist eine ganz andere Sache als sich mit dem Schwert in der Hand ins Schlachtgetümmel zu werfen.


AKT I

Sterne des Nordens


Boris genoss die frische Luft seiner Heimat die seine Lungen erfüllte, eben so wie das dumpfe jubeln seiner Städter im Rücken, die Schatten der Türme Middenheims voraus.
Die Trompeten und Trommeln verstummten. Lediglich der Wind umgarnte die flatternden Fahnen und Banner.
KuHerolde des Kaisers voraus!! bellte einer seiner Offiziere.
,,Schrei mir doch nicht so ins Ohr du Narr, ich bin noch nicht erblindet," gab Boris mürrisch zurück.
Was auch immer dem Kaiser nun für Wünschen durch die Sinne segeln mochten, sie segelten zum falschen Zeitpunkt vor sein Heer. Noch mehr schlechte nachrichten die seine edlen Pläne durchkreuzten würde sein Magen an diesem tage nicht verkraften. Noch weniger seine Laune, die er wohl in irgend einer vergessenen Kanalisation bei den Skaven vergessen hatte.
Die Herolde näherten sich rasch.
,,Seid gegrüsst Graf Wütterich, edler Kurfürst von Middenland! ich bin.."
Boris winkte ihn ab. ,,Ja, ja ich sehe schon wer du bist lassen wir diesen formellen Scheiß. Wenn ihr eine gute Herberge zum rasten sucht, so werdet ihr nicht wenige in Middenheim finden."
,,Eure Herbergen würden wir gerne aufsuchen mein Herr, doch zu erst müssten wir eine Botschaft des Kaisers überbringen und eine Kunde, die euch wohl nicht erfreuen wird. Aber ihr seit ja schon gerüstet wie ich sehe also..."
,,Warte," Boris erhob erneut seine Hand ,,gerüstet für was oder wen?"
,,Also die Botschaft des Kaisers.."
,,Die Botschaft kann warten, für wen sind wir gerüstet?"
,,Na die Tiermenschen Horde im Süden. Da ihr gerüstet seid, nahm ich an das ihr bereits davon wisst und auf dem Weg seit diese zu vernichten."
Ein Raunen erstreckte sich über die Reihen der Hauptmänner und Offiziere hinter Boris seinem Rücken, dass schon kurz darauf die Reihen seiner Männer erreichte.
,,Natürlich ist es nicht immer toll gegen Brüder aus den Nachbarländern zu kämpfen, aber bei einem drohendem Kampf gegen Missgeburten mit Stier-köpfen und Pferdeschwänzen werde ich bestimmt nicht vor Freude den Salto und den Purzelbaum einstudieren," flüsterten bereits die ersten jungen Rekruten. Lediglich die Adelssöhne in den Reihen der Pistoliere schienen begeistert zu sein.
Boris wegte ab was er sagen sollte. Vor dem Herold zu zugeben, das seine eigenen Kundschafter von der drohenden Gefahr nichts gewusst haben, würde ihn unfähig und schwach wirken lassen. Was dieser Schweinehund von Herold wohl mit der aller größten Freude seinem Kaiser darlegen würde. Also antwortete er wohl überlegt:
,,Ach so. Die Tiermenschen. Ja, ja natürlich. Wir sind gerade auf dem Weg diesen Abschaum zu ihren geistig verwirrten Göttern zu schicken. Also was will der Kaiser?"
,,Der Disput zwischen euch und Marienburg ist dem Kaiser natürlich nicht entgangen. Da er sich um alle Bürger im Imperium sorgt, schickte er mich um euch ein ehrliches und großzügiges Bündnis anzubieten. Das sieht folgendermaßen aus ich erlaube mir die Worte des Kaisers zu zitieren:
Mein Ehrenwerter Freund. Wir waren nicht immer einer Meinung ich verstehe durch aus, das es euch schmerzt das ausgerechnet ich zum Kaiser gewählt wurde. Doch sind es dunkle Zeiten, Zeiten des Krieges, des Blutes und des Mordens in denen wir unser aller Schicksal weilen lassen. So liegt es an uns wenigen, den guten, den vernünftigen und barmherzigen, zusammen zu halten. Nur gemeinsam können wir es schaffen den Wahnsinn und das böse in dieser Welt auszumerzen. Ich denke ihr, als ein kluger und weitsichtiger Mann denkt da genauso wie ich, sicherlich habt ihr mir schon eure Diplomaten und Boten geschickt um ein ähnliches Angebot dar zu bringen.
So biete ich euren Händlern an, den Hafen von Altdorf zu nutzen, so lange die Angelegenheit in Marienburg noch nicht erledigt ist. Und ein Schutzbündnis, das wir uns gegenseitig in Zeiten der Not beistehen können. Ich schicke meinen besten und zuverlässigsten Herold, da durch Marienburgs Spione ich nicht riskieren wollten, das meine Nachricht auf dem Weg zum Botschafter in Middenheim nicht verloren geht.
Hochachtungsvoll
Imperator Karl Franz


Boris war klar, das sich der Kaiser auf seine Kosten lustig machte. Ebenso, das wenn er solch ein Angebot ausschlagen würde, sich selber auf eine Stufe mit den Schwachköpfen aus Marienburg und Ostland beförderte. Zumal die provisorische Nutzung des Altdorfer Hafens nicht nur frisches Geld in die Kassen spülen sollte, sondern auch die Kaufmannsgilde befriedigen würde.
Wiederwillig, doch sich nichts anmerkend Unterschrieb er den Wisch des Kaisers, wünschte dem Herold einen angenehmen Aufenthalt in seiner Stadt und machte sich auf den Weg in Richtung Süden um das Tiermenschen Heer auszuspähen. Wie erwartet war es nicht schwer ausfindig zu machen. Lediglich ein halber Tagesmarsch war dazu nötig gewesen und seine Soldaten so noch bei Kräften. Wenn diese Wilden ein mal in ihren blutrünstigen rausch verfallen, vergessen sie ihre geheimen Pfade in den finsteren Wäldern und wüten durch das Land. Boris konnte noch nicht abschätzen wie groß der Schaden in den umliegenden Dörfer war, doch er sah noch keinen Rauch am Horizont. Wenn Ulric gnädig war, so waren die Dörfer in der Gegend noch ganz. Boris erkannte das wiederwertige Biest, das die Herde anführte sofort. Es handelte sich um Khazrak den Einäugigen. Die beiden hatten noch einige Rechnungen unter einander offen. Auch Khazrak erkannte ihn und befahl seiner Herde den sofortigen Angriff. Zumindest vermutete Boris das es sich um einen Befehl handelte. Anhand des unverständlichen Gebrülls, könnte es auch bedeuten das Khazrak ganz dringend scheißen muss.
Um was es sich auch immer handel sollte, die ersten Minotauren stürmten voran und ließen das übrige Heer hinter sich. Auf der Seite seines Heeres beschlossen die jungen Pistoliere nicht länger auf einen befehl seitens des Grafens zu warten und stürmten mit ihren flinken Pferden voran um ihre erste Salve auf die Minotauren abzufeuern. Das es keinen einzigen von den riesigen Monstern auch nur ins straucheln brachte, zeigte den jungen Adeligen die Realität des Krieges früh auf. Ungläubig starrten sie ihre Pistolen an. Doch fingen sie sich zum Glück schnell wieder, wendeten und machten sich daran ihre Waffen rasch nach zu laden. Boris hatte keine Zeit seine ungestümen Kavalleristen zurecht zu weisen, das konnte er sich für nach der Schlacht aufheben. (Sollten sie überleben.) Sofort bildete er eine Schlachtlinie:

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Nach den ersten Salven von Armbrustbolzen, zeigten auch die Pistolen der jungen Adeligen ihre Wirkung. So brachen die Minotauren zusammen ehe sie die erste Reihe von Boris' Männern erreichen konnten. Die Nachfolgenden Tiermenschen schienen dadurch verängstigt das ihre Stärksten Kämpfer bereits gefallen waren, doch wurden sie von ihrem Wahnsinnigen Herdenführer weiter vorwärts zum Angriff gepeitscht.

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Die Schlacht verlief recht schnell. Den Middenländern gelang es die wilden unstrukturierten Tiermenschen einzukreisen und zu massakrieren. Khazrak erlitt einen Schock und kamm gerade noch so mit seinem leben davon und flüchtete erbärmlich vom Feld.

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Die Middenländer jubelten ausgelassen über den Sieg und vor allem darüber, das sie fast kaum Verluste zu beklagen hatten. Boris stutzte seine Pistoliere zurecht und feierte anschließend mit den restlichen Männern. Sie sind heute glimpflich davon gekommen, doch in der Ferne lauerten bereits größere Gefahren und schwierigere Aufgaben auf sie. Nach einer erholsamen Nacht machten sie sich auf den Weg in den Norden.

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Re: [AAR Warhammer] Söhne Ulrics

Beitragvon fidibus rex » 15. Januar 2018 02:44

Die Männer reisten eine Wochen lang gen' Norden. Stets auf der Hut vor weiteren Tiermenschen oder schlimmeren Gegebenheiten. Fast schon zur Überraschung des Grafen konnte er mit seinen Männer ungestört nach Nordland ziehen. Lediglich das schlechte Wetter lies den Tross immer wieder im Schlamm und Morast stecken bleiben. So mussten die Handwerker hin und wieder neue Räder an die Wägen an bringen oder andere Kleinteile austauschen. Doch schließlich als sie am Horizont in der Ferne die Türme von Salzmünde sichteten, machte eine große Erleichterung ihre Runde durch die Ränge. Darauf folgte jedoch eine kleine Enttäuschung, den Boris machte seinen Soldaten klar, das sie in Nordlands Hauptstadt kein Halt machen werden. Der Graf von Salzmünde war selber mit einfallenden Barbarenhorden aus dem kalten Norden beschäftigt und verließe sich darauf das die Middenländer ihre Ostgrenze sicherten. So tröstete Wütterich seine Männer damit, das sie schließlich bald Beute machen würden. Norden war der einzige Hafen des Ostlands und somit das Zentrum des feindlichen Güterverkehrs und ein wichtiges Handelsmonopol. Die Freude hielt sich zwar in Grenzen doch die Soldaten vertrauten auf ihren Grafen und seine Führung.

*


Boris lies ein Lager in den Wäldern nahe der Grenze aufschlagen. Seine Generäle und Offiziere rieten ihm davon ab. Was ihn nur noch mehr darin bestärkte. Den er wusste das die Generäle auf der Gegerseite niemals damit rechnen würden das Boris mutig, oder wohl treffender ausgedrückt wahnsinnig genug wäre hier zu lagern. In den Wäldern tummelten sich merkwürdige Bestien, weit aus schlimmer und monströser als die primitiven Tiermenschen. An den Küsten nördlich der Wälder könnten jeder Zeit Langschiffe aus Norsca eintreffen. Hier weit ab der Heimat, ohne Nachschub und Rückzugsmöglichkeiten würden sie ihn niemals vermuten. Boris schickte Kundschafter aus. Grimmige Männer in Begleitung von Falknern. Würden die Vögel panische Signale von sich geben, würde es bedeuten das sich nicht Menschliche Monstrositäten in der nähe befinden. Humanoide Feinde müssten die Männer schon selber ausfindig machen müssen. Da es sich um die besten Spurenleser handelte, die im Gegensatz zu den meisten anderen Menschen sich in den imperialen Wäldern nicht nur gut zu recht fanden sogar so etwas wie heimisch fühlten, dürfte dies keine Probleme darstellen. Ebenso wie im Zweikampf mit dem Schwert, ging es allein darum den Feind zu erst zu erwischen.
Desweiteren veranlasste er junge Kavalleristen mit schnellen Pferden in die umliegenden Dörfer zu reiten und alles an Proviant heran zu schaffen was ihre Pferde zu tragen vermochten.
,,Doch denkt daran, das sind die bauern unseres Verbündeten also behandelt sie Ehrbar, bezahlt für die Wahre und zeigt Dankbarkeit. Wenn die Leute behaupten sollten nichts haben, so bleibt diplomatisch und verprügelt sie nicht gleich...Erzählt ihnen das wenn sie es euch nicht verkaufen wollen, das die Ostländer kommen und es ihnen mit roher Gewalt entreisen werden. Und ihr Leben vielleicht auch. Sagt ihnen das."
Mit diesen Worten schickte er sie auf ihre wichtige Quest. Es war eine scheinbar leichte Aufgabe doch jeder gute Heerführer weist, eine Armee marschiert nur so weit, wie weit sie ihre Stiefeln tragen und wie viel Narhung es dabei hat. Ein heißer Braten, ein Stück Brot und ein Humpen Bier, lässt einen Mann schnell die Strapazen des Tages vergessen. Jedenfalls bis zum nächsten Morgengrauen. Doch wenn er die Strapazen des nächsten Tages beschreitet, so ihr er stehts dadurch motiviert wenn er weis das ein Saftiges Stück fleisch auf ihn wartet.

Boris schritt durch das Lager. Seine Männer alberten, spielten Karten, erzählten sich Witze und reinigten ihre Rüstungen. Unnötiges Feuer lies er ausbleiben auch bei Nacht. Vor allem Bei Nacht. Außer weniger Kerzen und Fackeln hatte kein Licht zu leuchten. Es sollten keine Flammen in den Himmel aufsteigen und kein Knistern Echos zwischen die Baumstämme hallen lassen und auch kein Funklen sollte die Baumkronen erleuchten.

Der Graf blieb am Rande des Lagers an einer Feuerstelle stehen. Die Soldaten trampelten bereits das Feuer aus den der Abendhimmel begann zu Dämmern. Manch einen möge dies an einen vergangen romantischen Abend mit einer Magd hinter einem Stall erinnern. Einen anderen dagegen daran wie die Horden der mutierten Barbaren vor wenigen Jahren an den Küsten Nordlands landeten und wildem Geschrei und wirbelnden Äxten auf die Zivilisation zu stürmten bereit, diese zu zerstören und zu vernichten. Die Älteren Soldaten um die Feuerstelle erinnerten sich durch aus daran. Boris erkannte die Gesichter von einigen von ihnen. Einer trug immer noch den Orden, mit dem der Graf ihn persönlich ausgezeichnet hatte.
Der jüngste von ihnen, der wohl erst sechzehn Sommer zählte, hatte damals wohl noch keinen Bartwuchs. Er rieb einen Kessel trocken und erschrak als er Wütterichs Schatten hinter sich ausmachte. ,,Schon gut mein Junge. Mach einfach weiter," wies er den Burschen mit ruhigem und festen Ton an.
,,..Ja...ja..Jawohl mein Herr," stotterte der Junge unbeholfen.
Boris war klar das solche Jünglinge mehr aus Furcht für ihn Kämpften, als aus Stolz oder gar Liebe zum Heimatland und so weiter. Also versuchte er, wenn sich die Gelegenheit dazu Bot einen Draht zwischen seinen Untergebenen her zu stellen. Natürlich würden sie trotzdem weiter hin Angst vor dem Tod haben. Doch sollen sie nicht ihren Kurfürsten fürchten. Sondern respektieren. So lässt es sich auch leichter kämpfen.
Er blickte in Richtung der Untergehende Sonne. Er sah Falken hoch oben am Himmel gleiten. Seine Kundschafter würden schon bald mit neuer Kunde im Lager eintreffen. Boris kratzte sich am Schnurrbart und trat näher zu dem Jungen. Die übrigen Soldaten verneigten sich. Der mit dem Orden stand auf und bot seinen Platz an, damit Boris sich setzen konnte, doch dieser blieb stehen und wies den alten Haudegen so wie die übrigen an wieder ihre Plötze einzunehmen und weiter den Abend genießen den Sigmar ihnen gewährt hatte.
,,Wie heißt du mein Junge?" fragte er den jungen Burschen.
,,Dietrich. Dietrich Randenfeld."
,,Aha. Nun wer ich bin weist du ja bereits nehme ich mal an."
,,Ja aber natürlich guter Herr Wütterich."
,,Guter Herr Wütterich? Wer hat dir den diesen Unsinn erzählt?"
Der Junge blickte etwas verdutzt und verwirrt zu seinen Kamaraden. Boris bemerkte anhand ihrer Augen das sie verstanden haben, doch sie verzogen keine Miene und zuckten lediglich mit den Schultern.
,,Entschuldigung Herr, ich verstehe nicht ganz...aber...aber ihr seit doch Kurfürst Boris Wütterich, Graf von.."
..Ah da hat sich jemand mit dir aber einen ganz schön bösen Scherz erlaubt mein Guter. Ich bin Günter."
,,Günter?"
,,Jap. Der Koch des Kurfürsten."
,,Aber warum tragt ihr dann seine Rüstung."
,,Nun immer wenn der Graf schläft, lässt er mich seine Rüstung tragen, damit sie geschmeidig und eingetragen bleibt. So ist sie wenn er wieder in sie schlüpfen will leichter anzuziehen und sitzt auch viel gemütlicher."
"Ah...wirklich? Das wusste ich gar nicht," der junge Rekrut schien sich nun etwas zu lockern und die anfängliche Spannung zu verlieren, doch so richtig begreifen konnte er noch nicht was da vor sich geht.
,,Und das hilft wirklich wenn man die Rüstung anbehält? Mir ist das auch aufgefallen meine ich. Wenn ich Tagsüber mit der Rüstung marschiere, gewöhne ich mich an sie und sie kommt mir Abends dan etwas bequemer vor. Doch wenn ich sie über Nacht ablege und sie am nächsten Morgen wieder anziehe, dann kommt sie mir wieder sehr ungemütlich vor," überlegte der Bursche weiter.
Boris lies sich ein kleines, unscheinbares Lächeln auf die Mundwinkel schleichen und blickte zu den Kameraden von dem Jungen. Diese warteten einen kurzen Moment und brachen schließlich in schallendes Gelächter aus. Dietrich schien nun vollends verwirrt zu sein. Boris nahm ihm den Kessel ab und verlangte den Dolch. Etwas ängstlich bekam er ihn schließlich von Dietrich überreicht.
,,Schau her, die Spitze des Dolches, ist zwar scharf. Doch ist der Knauf großflächiger und rund," wies er den Jungen an. ,,"Also, wenn du mit dem Knauf durch den Kessel schabst, so hast du ihn schneller von den Resten gesäubert." Boris machte es vor und gab den Dolch und den Kessel Dietrich zurück.
,,Siehst du? Ging ganz schnell und ist auch schon recht sauber geworden. Nun musst du ihn nur noch mit Wasser auswaschen und sei dir versichert, dass bei eurem nächsten Mal keine übel riechende Überreste vom letzten Essen dazu mischen."
Boris klopfte ihm zum Abschied auf die Schulter und ging. Die übrigen machten einen Kniefall, wie vor einem König oder Kaiser, obwohl er keiner war. Doch welch ein Kurfürst stellt sich hin und reinigt einen kessel aus dem einfache Soldaten Essen. Die Kameraden aus den Nachbar-zelten die das Geschehen beobachtet haben, blickten voller Ehrfurcht und Respekt ihrem Anführer hinter her und beugten ihre Köpfe.

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Re: [AAR Warhammer] Söhne Ulrics

Beitragvon fidibus rex » 23. Januar 2018 00:51

Boris hat nicht viel von seinen Gegner aus dem Ostland erwartet. Doch das sie sich als Laien der Kriegsführung erweisen, damit rechnete er nun wirklich nicht. Entweder der Kurfürst des Ostlands besorgte sich neue Generäle und Berater, oder er sollte seine Ambitionen gewaltig herunter schrauben. Natürlich könnte es sich bei den Kopflosen Truppenbewegungen des Gegners auch um ein Täuschungsmanöver handeln. Doch die Kundschafter Middenlands haben ihm stets gute Dienste erwiesen und waren sehr erfahren. Gewiss auf ihren Schultern lastete eine große Verantwortung, doch um so mehr waren diese Männer sich ihrer Aufgabe bewusst. An ihnen hingen die Leben von tausenden, so würden sie eher sterben als verzagen. Sie hatten ihrem Grafen zweierlei interessante Gegebenheiten zu berichten:

Erstens: Das Heer der Ostländer bewegte sich südlich von ihnen außerhalb der Wälder in Richtung Salzmünde. Hätten die feindlichen Kundschafter Wütterichs Heer gesichtet, dann würden sie auf keinen Fall ihren Rücken entblößen. Jeder Feldheer der Unfallfrei mit Messer und Gabel umgehen konnte wusste das. Ein zweites Heer war nicht in der nähe und die Garnison in Norden würde nicht ausreichen um die Middenländer einzukesseln. Außerdem würden sie wohl kaum den einzigen Hafen Ostlands unbewacht zurück lassen. Und hier zeichnete sich Punkt zwei auf die Karte:
Ein starkes Heer der Norsca bewegte sich zwischen Ehrengrad und der Burg von Rauken. Das Heist die feindlichen Generäle waren gezwungen ihre restlichen Armeen im Süden zu behalten. Was bedeutete, die nördlichen Truppen der Ostländer waren auf sich alleine gestellt. So lange die Norsca Barbaren sich im Süden aufhielten würde nicht ein mal Verstärkung oder Nachschub kommen.

Boris hatte dadurch mehrere Möglichkeiten. Die Armee die südlich von ihm streifen in Richtung Salzmünde verfolgen und ihnen im besten falle in den Rücken fallen.
Ihren Verhalten nach zu urteilen erwarteten sie die Truppen Middenlands irgendwo bei Salzmünde und rechneten mit einer offenen Feldschlacht. Doch Boris könnte sie weiter nach Salzmünde marschieren lassen und warten bis sie ihr lager aufschlugen um dann überraschend von ganz wo anders aufzutauchen.
Die Rustikalste Variante war wohl seine Truppen sofort aus dem Wald stürmen zu lassen und versuchen die Sache schnell zu beenden. Dies rieten ihm zumindest seine Untergebenen.
Doch der Graf von Middenheim entschied sich für eine ganz andere Variante: Er versammelte sein Heer und führte es in Richtung Osten nach Norden. Die Garnison war nicht sehr groß und würde nicht lange stand halten. Von Dort aus hatte er die Fittiche in seiner Hand. Er hatte genug Nahrungsmittel für seine Soldaten und eine Basis von der er defensiv agieren konnte. Doch der Hauptgrund war wohl, das er dadurch nicht mehr auf die Häfen in Altdorf oder Marienburg angewiesen war. Natürlich war die Schiffsreise durch die Nördlichen Meere von Gefahren behaftet, doch der Profit sollte es wohl wert sein.
Das Heer der Ostländer würde eine Lange Zeit brauchen um Salzmünde zu belagern und war zwischen Norden und eben jenem Salzmünde eingeschlossen. Die Anhänger des Chaos in der Nähe der Burg von Rauken spielten damit dem Grafen ungewollt in die Karten. Boris war sich natürlich bewusst, das es sehr makaber und unmoralisch wirkte, die Chaosbarbaren als eine Art unfreiwillige Verbündete in dieser Sache zu sehen. Doch dies War Krieg. Ein Krieg den er nicht gewollt hatte. Dennoch würde natürlich sein Gedankenspiel zu keinem Zeitpunkt seines Lebens einem Chronisten oder Barden preis geben.
Durch diese unerwartete Finte und der praktisch kampflose Verlust Nordens zwang die Ostländer in die Knie, ohne das ein offener Kampf statt gefunden hat. Nordland und Ostland schlossen Frieden, den die Ostländer mussten ihre Männer schonen und sich gegen den Feind aus dem Norden zu wappnen.
Boris hingegen war wohl der größte Nutznießer bei diesem Krieg. Den Norden wurde ihm praktisch geschenkt. Er konnte seine Männer schonen, einen Hafen erobern und hatte nun eine offene Schuld beim Kurfürsten des Nordlands. Das alles verdankte er nur dem klugen taktieren auf der Strategie-Karte.

So reiste er zurück nach Middenheim, auf dem Weg von sämtlichen Bürgern des Nordlands als Held gefeiert. Zuhause angekommen erwartete ihn jedoch bereits neue Kunde aus Altdorf. Noch bevor Boris aus Norden aufgebrochen ist, waren bereits Herolde des Imperators auf dem Weg nach Middenheim gewesen. Zähne knirschend, warf er dessen Nachricht in ein loderndes Kaminfeuer. Schon wieder er musste er wegen dem Geplänkel von anderen seine Pläne mit der Eroberung von Marienburg in weite Ferne rücken. Das Reikland und Whiesenland befanden sich nun im Krieg und Karl Franz rief seinen stärksten Verbündeten zur Hilfe. Es stand wahrlich schlecht um das Reikland. Aus dem Süden pirschten sich die verdammten Orks und Goblins an. Aus dem Osten bedrohten die Vampirfürsten das Reich. Im Westen blockierten die Marienburger weiterhin die Häfen. Im Norden hatte Boris zwar nun einen Hafen. Doch musste er dort Truppen zurück zu lassen um diesen zu verteidigen und drohende Aufstände der Einheimischen im Keim zu ersticken.
Doch es half alles nicht. Boris Wütterich war ein Mann Ulrics. Ein Mann der sein Wort hielt, oder mit eben jenem auf den Lippen starb. Er beschloss seinen Soldaten zwei Tage Ruhe zu gönnen und mögliche junge Rekruten ein zu berufen. Die Soldaten würden sich nicht darüber freuen, erst wohl auf Zuhause angekommen zu sein, schon wieder weit fort zu müssen. Zwei tage mehr nicht. Mehr konnte er ihnen auch nicht gönnen.

Nach genau zwei Tagen reisten die Middenlander gefolgt von den imperialen Herolden nun in den Süden zu einem weit aus ernster zu nehmenden Gegner. Oder besser gesagt Gegnerin, den auf ihn und seine Truppen wartete niemand anders als die Kurfürstin Elspeth von Draken persönlich.
Zu seiner Gunst begleitete ihn nun aber Jagdmarshall Markus Wulfhart mit einem kleinerem Heer frischer Rekruten. Während er marschierte, schaffte es Elspeth von Draken Grüneburg zu erobern.
Diese Stadt ihr wieder zu entreisen, dürfte den Imperator entzücken und zufrieden stellen. Vielleicht war das sogar gut so, den so könnte Boris den Krieg erneut schneller beenden als gedacht. Doch dies mal würden ihm keine taktischen Spielerein auf der Karte helfen, den der Feind verschanzte sich nun mit seiner gesamten Armee in der eroberten Ortschaft.

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Re: [AAR Warhammer] Söhne Ulrics

Beitragvon fidibus rex » 2. Februar 2018 00:30

Die Wolken wankten wie betrunkene über den Häuptern der Middenländer. Das rascheln des Grases unter ihren Stiefeln, das stöhnen der Äste, ja sogar der scharfe Wind selbst, zwang sie dazu ihre Augen zusammen zu kneifen. Das bittere Gestöhne der traurigen Jahreszeiten umgarnte sie. Mit ihrer gesamten Auffassungsgabe saugten sie stumm die herrliche Pracht der Welt um sie herum auf, bei ihrem Gleichschritt. Welch zauberhafte Heimat diese Reikländer doch hatten. Ein Heim für das Gewiss sich lohnte, sein Leben auf dem Schlachtfeld zu lassen. Viele der jungen Soldaten betraten zum ersten mal ihr südliches Nachbarland. Einen Gedanken daran, dass sie dieses auch nie wieder verlassen sollten verschwendete jedoch keiner von ihnen, obwohl jedoch jedem bewusst war, dass so kommen würde.
Die Kurfürstin von Wiehsenland führte ein gewaltiges Heer ins Feld. Und anders als in Ostland, würde ihnen hier keine Trickserei mehr helfen. Allein Boris' Führung und ihr eigenes Geschick würde ihnen dazu verhelfen, am Leben zu bleiben.
Boris war sich der Prekären Lage bewusst. Der Imperator benutzte ihn und seine Männer mehr oder weniger als Kanonenfutter. Natürlich, würde er seiner Loyalität, als auch Ruhm und Ehre im gesamten Reich festigen. Natürlich würde er auch sich großen Respekt und Hochachtung von den anderen Kurfürsten verschaffen. Der Preis dafür war die Ader seiner Armee, die viel Blut lassen würde. Nach dem bericht seiner Kundschafter, waren Die Wiehsenländer im Zahlenmäßig überlegen. Jagdmarschal Markus Wolfhart war zwar mit Verstärkung unterwegs, doch auch Elspeth von Draken würde in Grünburg bald Verstärkung aus Nuln erhalten. Der Hacken an der Geschichte war jedoch, das die Nulner rascher in Grünburg ankommen und weit über 3000 Mann zählen würden. Boris selber hätte aber nur Knapp an die 3000 Soldaten. Er hatte nun die Wahl. Auf den Jagdmarschall warten. Oder Mit seinen knapp 1400 Mann einen raschen Angriff wagen, bevor die Verstärkung aus Nuln Grünburg erreichte. Die Aussichten auf einen Erfolg waren sehr Gering bis gar unmöglich. Boris konnte zwar Söldner aus dem Averland anwerben, doch hatte er nach wie vor gut 6 bis 700 Mann weniger. Darüber hinaus befanden sich im feindlichen Lager zwei Sigmarpriester und Flagellanten, die unerschütterlich bis zum Tod kämpfen würden.
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All diese Gedanken lies er natürlich seine Männer nie erfahren. Lediglich seine Kundschafter waren sich ihrer Lage bewusst. Brosi schickte sie zum Jagdmarschall mit der Nachricht er sohle sich beeilen, doch die Männer nicht zur Erschöpfung voran treiben.
Seine Entscheidung war gefallen. Er würde mit seinen Männern die Whisenländer herausfordern, möglichst viele von ihnen töten. Mit der Hoffnung darauf, genug getötet zu haben damit der Jagdmarschall dem Feind danach zahlenmäßig überlegen sein sollte. Die Entscheidung beruhte darauf, seine 1400 Männer zu Opfern.
Um seine Chancen etwas zu erhöhen, lies er sein Heer durch einen Hügeligen Wald auf Grünburg zu marschieren. Das sich Espeth niemals von einem schwächerem Heer belagern lassen würde, war ihm natürlich klar. Somit hatte er zumindest die Wahl des Schlachtfelds auf seiner Seite. Er Positionierte seine Freischärler und Pistoliere tief im Wald jenseits der rechten Flanke um die Gegnerisch Armbrustschützen so überraschen zu können. Er selber führte zusammen mit den Averländer das Zentrum an und lockte den Feind auf einen Hügelkamm. Natürlich stürmten die Nulner auf sein kleines Heer zu. Das taktieren war vorbei.

Die Averlander stürmten mutig mit den Middenheimern Schwertkämpfer den Hügelkamm hinab auf die heranpreschenden Nulner.
Die Bäume boten ihnen Schutz vor den Feindlichen Fernkämpfer die, jedoch wie Unbesonnene Irren den Hügel hinaufschoßen und so Unweigerlich auch ihre eigenen Kameraden verwundeten.

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Die Schlacht tobte und wuchs zu einem wahren Blutbad heran. Stahl klirrte, Männer stürzten auf die Knie, manche schrien Ulric an, manche Sigmar, ihre Schreie erstickten in gurgelnden Geräuschen aus ihren Kehlen und gutturalem Geschrei sterbender Nachbar. Irgendwo im Hintergrund wieherten die Pferde der Pistoliere nur um einen Wimpernschlag später wieder im surren der Arbrustbolzen und Pistolenschüssen zu versinken. Manche lagen am Boden mit abgetrennten Gliedmaßen, manche versuchten ihre Eingeweide zurück an ihren Platz zu schieben, doch wurden ihre Gesichter von Stiefeln der noch lebenden zertreten. Manche schrien laut nach ihret Mutter, manche beleidigten die Mutter des Gegners der dabei war ihr Leben auszulöschen. Sterbende urinierten und koteten sich ein, schon bald lag ein erbärmlicher, widerwärtiger Gestank in der Luft. Manche Junge Soldaten mussten sich übergeben und kämpften weiter. Manch andere wurden beim erbrechen getötet. Ein Scharlachroter Mantel des Grauens strich über den Hügel. Junge Männer verendeten in ihren Eigenweiden wohl wissend, das ihre Finger nie wieder durch das Haar einer jungen Maid streifen würden. Nie wieder würden sie lachen, ein Humpen Bier trinken und tanzen. Einige wenige die lang genug in ihren schmerzen gefangen waren, fragten sich: Wozu das ganze?

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Endlich kamen die Freischärler aus ihrer Deckung und vielen den überraschten Nulner Armbrustschützen in die Flanke. Zu diesem Zeitpunkt schwanden jedoch bereits die Kräfte der tapfer kämpfenden Middenheimer, die sich immer wieder neu formierten und sich auf den Hügelkamm stürzten.
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Sie schafften es die Nulner Fernkämpfer zu überrumpel, doch schon bald sah sich Boris umzingelt und musste sich leicht Verwundet vom Schlachtfeld schleppen lassen. Nun wurde ihnen bewusst, wie fatal die Entscheidung ihres Grafen gewesen war. Ihm war nach dem Bericht der Kundschafter wohl von Anfang an klar gewesen, das sie hier massakriert werden würden. Es ging darum den Feind zu schwächen. Mehr nicht. Doch sie schwiegen und keiner wagte auch nur ein Wort zu sagen, obwohl die Wut auf Wütterich ins unermessliche wuchs. Er hat sie einfach so zur Schlachtbank geführt. Doch von der anderen Seite wuchs auch ihr Respekt vor ihm, den er stand mit ihnen Schulter an Schulter in Eingeweide, umringt vor schreienden Männern.
Boris kniff die Augen zusammen. Er lies sich stumm fort tragen, dabei zu Ulric betend das sein heutiges Opfer nicht vergebens war.
Seine Offiziere waren froh, dass die Last dieser grausamen Entscheidung nicht auf ihren Schultern lag.
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Re: [AAR Warhammer] Söhne Ulrics

Beitragvon fidibus rex » 19. Februar 2018 01:10

Geschlagen und ausgelaugt marschierten Boris und seine Männer zurück gen' Norden. Westlich von ihnen in den weitläufigen Weiden und Wiesen marschierte der Jagdschall in die Richtung aus der sie kammen um den Nulnern den vernichtenden Schlag zu verpassen. Sie rasteten unter freiem Himmel, die Dörfer in der Gegend waren längst verlassen so waren sie auf sich selber gestellt. Ihr Proviant mussten sie bei ihrem Rückzug zurück lassen, so waren die Männer nicht nur von Wunden und Erschöpfung geplagt sondern auch der Gevatter Hunger lies ihre Mägen knurren. Einige Verwundete erlagen ihren Schmerzen sowie Wunden und bekamen von denen die noch bei Kräften waren eine Ehrwürdige Feuerbestattung. Am nächsten Tag setzten sie ihren Marsch fort. Boris schwieg besonnen und führte seine Männer an, ohne sich sein Mühsal anmerken zu lassen. Ein Kühler Wind zog vom Osten her über das Land und verbreitete so eine bittere Kunde aus dem Talabecland. Die kleinen Bäche die den östlichen Wald abzuschirmen schienen, spiegelten die gewaltigen Spiegelbilder der finsteren Tannenbäumen. Nach westen erstreckte sich ein Tal aus grünen Gräsern und entblößten Sigmars Herrlichkeit auf der Welt der sterblichen. Schon viele Sagen haben sie über diese Wälder gehört. Keine Märchen von Zauber und Magie, oder schöne Wesen und silberne Wasserfälle wie man sie in den Geschichten über Atel Loren hier und da aufschnappt. Es waren mehr die düsteren Gedichte voller Schauer. Trauer und Kummer.

So wenn du gehst, holder Wanderer
pfeiffst ein Liedchen wie kein anderer,
dein Lächeln voller Liebesdurst,
schmeichelt es dir nach des Weibes Lust,
So geh da hin zu den Herbergen,
im düstren Walde wo dunkle Berge,
thronen! thronen!
Dort findest du die dunklen Feen'
an den Ufern der vergessnen' Seen,
dein Lächeln wird dir schnell vergehn'!
wandre nicht, bleibe stehn!
und sie schenken dir ihre Rosen,
oh Dornen! Dornen! dunkle Dornen!
Verlierst du doch, für eine Liebesnacht,
alle Sinne die dir Sigmar erbracht!
Deine Seele, sie im Mondschein lacht,
Dein Geist nicht mehr so erwacht,
Doch wisse hast du keine Sorgen! Sorgen! liebe Sorgen!
zwischen den Lippen der Feen' bist für immer verloren!


Flüsterte Boris im gedämpften Ton. Ein altes Lied was sogleich auch seine adeligen Offiziere kannten. Alte Gedichte und Märchen die sie früher studieren mussten über ihr geliebtes Imperium. So hatte wohl jeder Fluss, Jeder Stein und jeder Wald seine eigene Geschichte zwischen den alten vermoderten Seiten der imperialen Chroniken. So stimmten sie eines nach dem anderen ein um sich vom Marsch abzulenken und wach zu halten. So überspielten sie die das knarzen der Äste im wilden Getöse den nicht zu halten wollenden Lüften die sich ihre Wege zwischen den Bäumen bahnten.
Krähe und Raben ächzten ihre schaurigen Melodien, die Wölfe heulten aus vollen Kehlen und zwischen den Wolken tobte das Gewitter und lies Blitze über die Weiten der Flora tosen. Doch verzagten ihre Herzen nicht, in Gedanken an ihre Verbündeten die nun das Blatt des Krieges zu ihren Gunsten wenden sollten, setzten sie einen Müden Fuß vor den anderen.

Je näher sie an das südliche Ufer des Reichs kamen, desto mehr Menschen kamen ihnen über den Weg. Meist reisende Handwerker und Kaufleute, jedoch keiner mit genug Proviant um den Rest von Wütterichs Trupp zu versorgen. Reikländische Kundschafter und Herolde schlossen sich ihnen an und verbreiteten die erste freudige Kunde, die die Middenländer in den letzten zwei Tagen zu hören vermochten. Wenn es nicht gar die einzige gute Nachricht gewesen war. Der Imperator weis ihren Mut und ihren Einsatz zu würdigen und auch wenn Altdorf und das gesamte Reikland selbst, sich zum gegebenem Zeitpunkt in einer Lage der Not befinde, so will er doch alles mögliche tun um sich erkenntlich zu zeigen. Reikländische Jäger und Förster und Bauern haben den ankommenden Middenländern ein Lager nahe des Reiks aufgeschlagen, es sollen zelte und Proviant ihnen zur Verfügung stehen. Auch konnte der Imperator einige altdorfer Medicuse entbehren um ihre Wunden zu versorgen.
Schließlich kam ihr Marsch vorerst zu ende und sie erblickten das Lager, wovon die Herolde ihnen berichteten. Tatsächlich haben sich die Reikländer richtig Mühe gegeben um aus den minimalistischen Mitteln das beste raus zu holen was sie konnten. Einige der Zelte wurden sogar mit Pelzen bedeckt, um die Offiziere und Boris selber von den messerscharfen Windböen aus dem tiefen Osten zu schützen.
Wahrlich, seit sie die uralten Nadelwälder hinter sich gelassen hatten, schien der Wind wie ein hungriger Wolf tiefe Furchen in ihre Matten Gesichtszüge zu beißen.

Boris Wütterich lies die verwundeten und die, die am meisten ermüdeten in die Zelte mit den Pelzen einquartieren. Er selber nahm sich ein einfach Zelt wie die übrigen. Sogleich erfüllte das Geschrei der Armen Teufeln das Lager, denen die Medicuse im Eil verfahren Gliedmaßen amputieren mussten um das zu retten was noch zu retten war. Einige überlebten nicht und ihre Körper wurden abseits des Lager zu einem großem Scheiterhaufen gebracht.
Die, für die das Schicksal etwas mehr Glück vorgesehen hatte, saßen still schweigend an den Lagerfeuern und stärkten sich. An einem anderem Tag und Anlass würden sich ein jeder von ihnen über das Festmahl freuen was ihnen dargeboten wurde. Wochen lang bekamen die Soldaten nichts anderes außer gekochtes Wurzelgemüse und Fisch, sofern sie an Flüssen oder Bächen vorbeizogen. Den jagen war nur dem Reikländischen Adel erlaubt und Wütterich achtete darauf das seine Männer durch Wilderei keine Kluft zwischen den beiden Parteien rissen. Schließlich waren sie Verbündete und sie nur Gäste in dieser Provinz.
Doch nun wurde ihnen Eintöpfe mit Hammelfleisch und festem Gemüse serviert. Dazu gab es gepökelten Schinken und geräucherte Ziegenbeine. Hartes aber nahrhaftes Brot und sogar etwas Käse. Karl Franz zeigte sich wohl gnädig und lies die Speisekammer der eignen Ritter aus Altdorf berauben. So ruhten und speißten sie. Mit den Blick in Richtung Süden mit der Hoffnung, ihre Kundschafter würden schon Bald am Horizont erscheinen um ihnen mit zu teilen das ihre Aufopferung nicht vergebens war.

*


Jagdmarschall Markus Wulfhart lies seine Männer im Eiltempo marschieren. Die jungen Rekruten waren solche Gewaltmärsche noch nicht gewohnt, so machte sich schon bald ein etwa raues Klima in den Rängen breit. Wulfhart setzte alles auf eine Karte. Die Zahlenmäßige Überlegenheit. Wenn er die Nulner schlug, würde ihr Nachschub alleine nicht mehr ausreichen um ihm die Stadt wieder zu entreisen. Einige Nulner sind wieder eingetroffen, doch zumeist nur junge unerfahrene Rekruten wie die seinen.
Anders als Wütterich marschierte er jedoch nicht durch die Wälder und Hügel sondern nahm einen Umweg in Kauf und kamm von der Südwestlichen Seite, die von Flachen Ebenen beherrscht wurde.So hätte er einen besseren Überblick und strapazierte trotz des Umweges seine Soldaten nicht zu sehr durch das einfacher zu beschreitende Terrain. Den Nulner blieb natürlich trotzdem nichts anderes übrig als sich zu stellen. Außer die Stadt kampflos zu verlassen, doch dafür waren ihre Anführer natürlich zu stolz.
So stellten sich beide Seiten auf einer glatten Wiese auf. Die Winde waren in diesem Tal ruhige die Wollen hingen vereinzelt wie himmlische Berge über ihnen un ließen der Sonne genug Raum um einzelne Rüstungsteile zum leuchten zu bringen. hier und da trauten sich wenige Hügel an die Oberfläche, doch boten sie keiner der Seite besondere strategische Vorteile. Wulfhart positionierte nicht desto Trotz seine unerfahrensten und am schlechtesten bewaffneten an der Rechten Flanke oberhalb eines der besagten Hügel. Der Feind besaß keine berittenen Truppen und würde nicht viele Truppen entbehren können um die rechte Flanke der Middenländer auf dem Hügel zu erstürmen.
Der größte Trumpf auf den der Jagdmarschall zurück greifen konnte, waren die Söldner aus Stirland und Averland. Er verließ sich nur ungerne auf Männer die nur wegen profit kämpften und töteten, doch in diesem Fall konnte er ihre Erfahrung und Kaltschnäuzigkeit durch aus gut gebrauchen.

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bald gehts weiter...:)

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Re: [AAR Warhammer] Söhne Ulrics

Beitragvon fidibus rex » 13. März 2018 00:50

Die Sonne streifte allmählich den Horizont und lies den Himmel die Landschaften bedrohlich beleuchten. Ein leichter Nieselregen setzten ein und lies das Satte Grün ein ruhiges, mildes Gemälde präsentieren. Mit ernsten Mienen und fest an einander gepressten Lippen marschierten die beiden Heer immer näher auf einander zu. In den wenigen Bäumen, die die umliegende Landschaft säumten, ließen Raben und Krähen ihre Freude über die baldige Mahlzeit verkünden. Der Wind wechselte langsam seine Einflug schneiße und blies nun ganz seicht aus Nordöstlicher Richtung. Diese frische Briese kam den verschwitzten Middenländern nicht ungelegen und so genossen sie jeden Regentropfen den der Wind ihnen wie Farbtupfer eines Pinsels von einem wahnsinnigen Künstler an die Wangen warf. Den Nulnern ist die Flankierung nicht entgangen. Doch sie wollten ihre zahlenmäßige Unterlegenheit mit einer Kompakten Formation kompensieren. Die vordersten Reihen näherten sich und mit jedem Schritt heran an den Feind mehrten sich auch die Kriegsschreie der Soldaten. Mit wilden und lauten Verwünschungen trafen die beiden Armeen auf einander und ließen das Tal mit den Geräuschen ihres klirrenden Stahls erfühlen.

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Der Plan des Jagdmarschalls ist aufgegangen. Seine provisorisch rekrutierten Einheiten schafften es die feindlichen Fernkämpfer zu überwältigen. Nicht nur das, er selber schaffte es die Kurfürstin zu verwunden.

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Ohne sie verloren die Nulner den Mut und ließen schon bald ihren Kampfgeist von Winde in die Fernen Wälder forttragen. Die Middenländer verfolgten ihre Feinde nicht. Mit der Kurfürstin als Trophöe, würde auch der Kampfgeist von ganz Whiesenland verzagen. Hielten nun die Schlüssle zum Sieg in diesem Krieg in ihren Händen. Traurig darüber, das Boris Wütterich nicht anwesend sein konnte, traten sie den Rückzug an, bereits in großer Vorfreude schwelgend, ihm bald von diesem Sieg berichten zu können.

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Re: [AAR Warhammer] Söhne Ulrics

Beitragvon fidibus rex » 23. März 2018 00:38

Akt II


Das Lager mit den blauen Fähnlein und dem weißen Wolf wehten unweit den Toren von Altdorf. Die Soldaten durften nicht in die Stadt rein, doch durften sie unweit des Reiks lagern. Müde und abgekämpft näherten sich die Truppen des Jagdmarshalls. Neugierige Bauern und Handwerker tummelten sich vor der Stadt und beäugten die Soldaten aus dem nördlichem Kurfürstentum. Nach einem starken Regen war die Erde und der Weg aufgeweicht und so mühten sie sich die letzten Meilen zum Feuer und Herd. Kaufleute und Reisende schoben mit aller Kraft ihre Karren auf der Straße nach Altdorf und auswärts.
Die Gerüche aus den kochenden Kesseln der Middenländer, hätten aber wohl sogar der kislevitischen Eiskönigin ein Lächeln entlocken können.

Boris begutachtete seine Männer und besprach sich kurz mit dem Marshall. Der Imperator erwartete den Kurfürsten in Altdorf und dieser bestand darauf von seinem Marshall begleitet zu werden.
Der Glanz der Stadt war in all seiner Pracht nach wie vor unverkennbar. Von den kaiserlichen Herolden begleitet marschierte der Middenländische Trupp zu den Toren der Stadt. Gesäumt von dicken Buchen und wildem Gestrüpp. Frauen tummelten sich in dem Wilden Gewächs und sammelten Beeren in ihre geflochtene Körbe, die eine nicht weniger intensivere Leuchtkraft ausstrahlten als ihre vollmundigen roten Lippen die Boris Wütterich von einem Kelch halb trockenem Bordoleaux träumen ließen. Kinder spielten in den Pfützen, Katzen und kleine Vögelchen suchten sich ihre eigene Stellen zum Baden und trinken, von den Docks kamen Jungen mit Netzen voller zappelnder Fische. Noch kaum am Eingang angekommen, konnte man bereits die kraftvollen Stimmen der Marktschreier klar und deutlich hören, wie die Kriegstrommel nach einem Marschbefehl. Trotz all der Verlockungen und Sinnesfreude die die Stadt zu versprechen vermochte, so schwelgte doch der nimmer enden wollende Kummer und Schmerz tief in ihren Adern. Die Städter pflegten zu sagen, das Geld stimmt nicht weil Krieg ist. Der Magen ist nicht immer voll, weil die ernste dieses Jahr nicht gut war. Doch die Verdorbenheit versteckte sich hinter in einem weiter verborgenerem Ursprung.

Jungleure und Gaukler versuchten jeder auf seine Weise die Leute zu bespaßen. Diebe verbargen ihre krummen und mehrmals gebrochene Nasen hinter Kaputzen, Damen wedelten ihre Düfte in den Wind. Herren, kräuselten ihre Schnurrbärte und versuchten ihre Sehnsüchte hinter ernsten Mienen zu verbergen. Die Stadt lebte und brodelte. Ein verwesendes Kadaver um ein vitales und pulsierendes Herz gehüllt. Über all dies tronte die Erhabenheit des Palastes der jede andere Architektur im gesamten Imperium in den Schatten stellte. Je näher sie dem Palast kammen, desto mehr änderte sich auch das Stadtbild. Die Scharlatane und Gaukler wichen und so nahmen Dichter und Maler ihren Platz im Straßenbild ein. So roch es auch aus den Fenstern der Wirtschaften immer genüsslicher. Doch am meisten vielen Boris die Hüte der Damen ins Auge. Je näher sich man dm Palast näher kam, um so mehr schmuckvolle Federn schienen die zu haben. Boris musste schmunzeln und betrat das Palastgelände.

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Re: [AAR Warhammer] Söhne Ulrics

Beitragvon fidibus rex » 4. April 2018 00:11

Karl Franz wartete in den magischen Palastgärten seiner Residenz. Nach dem kargen Bild der Landschaft vor den Toren der Stadt, kam es Boris Wütterich so vor als würde er durch ein Portal in eine andere Welt eintreten. Vor einigen Jahren war er schon ein mal hier gewesen, doch scheint der neue Imperator viel Wert um das Äußere Erscheinungsbild seiner Majestät zu legen. Mit einer scheinbar frisch polierten Rüstung schritt der Kaiser zwischen den farbenprächtigsten Gewächsen Bretonnias und dem fernem Ulthuan.
,,Das Reich dankt euch für eure Loyalität und Treue Kurfürst," sprach Karl Franz mit einer festen und eisernen Stimme. Dann hob er seinen Blick von einer Pflanze und schaute Boris tief in die Augen.
Ein Mann der scheinbar nicht geboren, sondern zusammen mit den Reikländern Panzern geschmiedet wurde. Auch jedes seiner wohl gewählten Worte klang wie der Schlag eines Schmiedehammers.
,,Ich weis das ihr nur hier seid, weil die Formalität und die Höflichkeit es von euch verlangt."
Boris schwieg und hielt dem Blick des Kaisers stand.
,,...doch allein die Tatsache das ihr überhaupt hier seid, stellt euch höher als die meisten anderen Kurfürsten. Auch wenn wir beide wohl wissen das ihr eure eigene nteressen verfolgt. So wie es jeder tut. Daran ist nichts verwerflich, ihr dient eurer Stadt, eurem Land und eurem Volke. So verfolgt ihr eure Interessen immer hin auf der richtigen Seite. Denn einige anderen Kurfürsten, dienen nur sich selbst."
Boris brummte seine Zustimmung doch erwiderte kein Wort darauf und machte mit seiner Miene dem Imperator klar, dieser solle nun zum Punkt kommen.
,,Nun ,mir ist klar, dass nach dem Marienburg ein Handelsembargo gegen euch verhängte, das ihr es vorzieht diesen Hafen selber zu kontrollieren in dem ihr Marienburg erobert. Doch ihr wisst das ihr das alleine wohl kaum schaffen werdet. Auch ich würde es in unserer jetzigen Lage wohl kaum alleine Schaffe. Ihre Mauern sind dick und vor dem Hafen liegt die größte Flotte des Imperiums. Gemeinsam würden wir es eventuell schaffen, daran zweifle ich gewiss nicht, doch wären unsere Verluste verheerend. Deswegen schlage ich vor, das wir uns vor erst um den anderen Wahnsinn im Reich kümmern. Das ihr den Kurfürsten von Nordland gegen die Aggression des Ostlandes beschützt habt, zeigt wie tollkühn und aufrichtig ihr in eurem Herzen seid. Mit dem zurück schlagen der Nulner Truppen habt ihr mein Vertrauen gewonnen. Nun den. Der Kurfürst von Hergig plant eine Invasion in das Talabecland. Unserem verbündeten. Wir können wohl davon ausgehen, wenn ihr die Burg in hergig sichert, wird sie in besseren Händen sein und für Ruhe und Frieden in dieser Region sorgen. Ich werde mich mit meinen Truppen um die verrückten Averländer kümmern. Diese Irren bekämpfen die Stirländer und vergessen dabei das die Untoten im fernen Sylvania nicht mehr so tief schlaffen wie sie es eigentlich sollten.
Wenn wir unserer Basis gefestigt haben, sollten wir uns gemeinsam um das Ostland und die Ostmark kümmern. Rebellen durchstreifen das Land und ich kriege meldungen von immer stärkeren Invasionen aus der Norscastämme. Wenn wir diese Plage aufgehalten haben. Können wir dann schauen wie wir die Magnaten in Marienburg zurecht weisen können. Ich bin davon überzeugt, das wir eine Lösung finden werden, die alle zufrieden stellen wird. Was meint ihr dazu?"
Boris nickte langsam und kräuselte seinen Schnurrbart. Nach einigen Augenblicken, in denen er mit seiner Fußspitze Staubkörner am Boden suchte doch keine fand, stimmte er dem Imperator beiläufig zu.
"Eure Pläne sind groß und blicken in die ferne Zukunft. Lasst mich mit dem Hochland anfangen. Danach sehen wir weiter?"
Nach einem festen Händedruck, begleitete Boris den Kaiser in das Innere des Palastes wo bereits dessen Generäle mit einer großen Karte des Imperiums auf sie warteten.
Die Lage im Ostland verhieß wirklich nichts gutes. Der Kurfürst aus Wolfenburg geriet aus seinen anfänglichen Expansionsversuchen nun selber mit dem Rücken zur Wand.

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Re: [AAR Warhammer] Söhne Ulrics

Beitragvon fidibus rex » 16. April 2018 02:23

Nach weiteren zweien Nächten zum Ausruhen, machte sich die Middenländische Armee auf den Rückweg nach Hause. Trotz des Wissens im Hinterkopf, nicht lange Hause verweilen zu können, so freuten sich dennoch alle wenigstens für ein paar Stunden die Liebsten in die Arme schließen zu können. Wütterichs Wunden aus der Schlacht heilten nur langsam, doch er biss die Zähne zusammen auf der langen fahrt um auf keinen fall auch nur den geringsten Anfall von Schwäche vor seinen Männern Preis zu geben.
Sie kamen in der Nacht an. Der Mond lies die Kuppeln der Middenheimer Türme in einem melancholischem Bild erscheinen und der Himmel hing tief schwarz über ihren Häuptern. Das Sternenbild glich einem teurem Teppich aus Arabia. Boris würde am liebsten gleich am nächsten Tag aufbrechen doch seine Wunden plagten ihn weiter und von der Reise ausgelaugt und erschöpft musste er auf seine Medicue hören und sich einige Tage ausruhen um wieder zu Kräften kommen zu können. Sein Körper war geschwächt, doch sein Geist hell wach. Scharf wie die Blicke eines Falken lies er immer wieder über die Karte des Imperiums schweifen. Er lies seine Kundschafter wieder voraus reiten um die Lage vor Ort zu erkunden. Es kamen zwar tag täglich Botschafter aus dem Osten doch ihre Quellen waren von zweifelhafter Natur.

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Re: [AAR Warhammer] Söhne Ulrics

Beitragvon fidibus rex » 18. April 2018 01:36

Die Hochebenen vom Hochland waren fahl und gräulich. Nur sperlich ließen sie grüne Grashalme erblicken. Das Middenheimer Heer konnte ohne großen Widerstand ein das kahle Land einmarschieren.
Anders als im Reikland oder im Nordland, konnten die Truppen hier sich nur langsam fort bewegen. Die Haupt Handelstrasse lag nun mal auf dem Fluß. Die wenigen Gehwege wurden vom seit Tagen anhaltenden Regen weg geschwemmt. Die Pfade bestanden nur noch aus zerflossenem Matsch und vereinten sich mit der sie umzingelnden Landschaft. Wie eine braune Arterien zogen sich die Wege durch das Dickicht und den Morast. In den umher liegenden Sümpfen hörte man die aber Millionen von Stechmücken summen. Das Wild schien sich jedoch von dem Unwetter in die tiefen dunklen Wälder zurück gezogen zu haben. Nach zwei Tagesmärschen, sah man jedoch bereits die ersten berge des Hochlands, für die das land berühmt war und nach dem es auch benannt wurde.
Weit in den nördlichen Bergkuppeln lag die Sagen umwobene Bronzfestung. Sagenumwoben jedenfalls wenn man den Aussagen der Hochländer glauben schenken mochte.
Jahre lang waren Hochland und Middenland verbündet. Doch mit dem sinnlosen Krieg gegen Talabecland haben sich die Hochländer übernommen.
Wohl deswegen spekulierte Boris Wütterich darauf, diese Angelegenheit schleunigst, auch ohne Blut vergießen bereinigen zu können.
Beide Fürstentümer waren ausgeblutet, doch keine Seite wollte Pardon walten lassen. Die Kundschafter berichteten, das der Kurfürst von Hochland seine Hauptstadt verlassen hatte und sich in Bronzfestung verschanzt hatte. Das Ostland kämpfte Verzweifelt um ihre Existenz, doch Bechhafen konnte nicht gehalten werden. Die dunklen Mächte begannen sich aus zu breiten und verschlangen alles auf ihrem Weg.
Da Wütterich nicht drauf hoffen konnte den Herrscher vom Hochland persönlich antreffen zu können, so hoffte er doch, auf die Vernunft dessen Herolde.