Karthago unspielbar?

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Karthago unspielbar?

Beitragvon Kael » 6. Juli 2018 23:14

Nun ja - ich versuch es mal so....
Selbst auf dem leichtesten Schwierigkeitsgrad ist es für mich fast unmöglich dieses Spiel zu gewinnen oder in irgend einer Art und Weise 'Land zu gewinnen' oder es überhaupt zu halten.

vielleicht bin ich dafür aber auch einfach zu dumm.

Ich habe es nun insgesamt 10x hintereinander veruscht, immer wieder mit verschiedenen Taktiken und der Situation angepasst... Was aber JEDE Runde passiert und mir den Gar ausmacht ist folgendes:

-> Nach spätestens 5 Runden bin ich mit gefühlt 9000 Fraktionen im Krieg die sich nur auf mich + Vasallen stürzen.

Ich hab nun versucht...
1.Ausgeglichen gespielt
2. Ausgeglichen gespielt
3. Fokus auf Neu-Karthago gelegt
4. Fokus auf Lybien gelegt
5. Vasallen komplett ignoriert
6. Nur auf Navy geganen
7. Nur auf Land gegangen (mein bisher 'erfolgreichstes Spiel'. Ich hab es geschafft Syrakus anzugreifen und zu erobern...Dann kam Rom mit 5 Full-Stacks)
8. Ausgeglichen gespielt
9. Verscht auf Spanien zu konzentrieren
10. Nur auf Navy gegangen und versucht zu stören.

Alles keine Möglichkeiten.
Die KArthager haben:
1. Keine einzige starke Einheit - ich müsste 25 Runden mindestens haben um eine Pikeneinheit zu bekommen
2. Die Armee besteht im Prinzip die ganze Zeit nur aus: Stadtwachen, Speerwerfern und ein paar Karthagischen Hopliten - Einheitenvielfalt irgendwie nicht vorhanden.
3. Das Einkommen ist lächerlich, sobald ein einziger Verbündeter 'wegfällt' ist 30% des Einkommens weg (klar sind auch Satellitenstaaten, aber die halten nichts as)

Meine Verluste sind im Regelfall eher wenige, aber die Masse ist einfach.... es ist unmöglich, sooooo viele Armeen die da auf einen zukommen und es gibt keine einzige Verschnaufspause.
Ich gewinne 6 Schlachten, vernichte 6 Armeen komplett, dann aber kommt die 7te und die vernichtet mich dann. Spätestens wenn die Römer mit 3+ Stacks auf mich losgehen ist Ende im Gelände.


Ist Karthago mittlerweile unspielbar? (ich erinnere mich nämlich das ich schöne Spiele mit Karthago bei Release von Rome 2 hatte - mittlerweile ist es aber grausam)
Es ist auch die einzige Fraktion mit der ich kein bisschen Land sehe. Alle anderen Fraktionen gehen, nur mit Karthago nicht.

Ich meine, selbst Massina hat mehr Einheiten die es rekrutieren kann. In Karthago habe ich die ganze Zeit sagenhaft 3. Und Massina ist nur ein Stadtstaat...

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Re: Karthago unspielbar?

Beitragvon Avarice1987 » 8. Juli 2018 14:36

hast du Mods installiert?
Wer möchte mal eine Runde gegen mich spielen?

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Re: Karthago unspielbar?

Beitragvon Way of Blücher » 8. Juli 2018 21:08

@ Kael:

Die ersten Runden voll auf die Diplomatie und den Ausbau der Gebäude konzentrieren, die Geld bringen.

1.) Die Diplomatie: Schau dir in der ersten Runde genau die Verflechtungen der Fraktionen an. In der Regel sollte es im Osten helfen schnell Ägypten als Freund zu gewinnen, dann sollten auch dort viele Feinde wegfallen. Wenn du in der Lage bist dich militärisch auf Cyrene (heute Ostlybien) zu konzentrieren, dann bringt es viele +Punkte mit Ägypten, außerdem wird es deinem Vasallen Lybien helfen zu überleben, denn die Lybier werden in den Regel von den Ägyptern, oder Cyrenaiker überrannt.
In Spanien solltest du versuchen dir 1-2 verbündete Stämme zu suchen, in der Regel ist die Fraktion der Edetani in Arse, ODER die Kantabrer in Tarraco schnell als Freund zu gewinnen, wenn du der anderen der beiden Fraktionen den Krieg erklärst, hast du diese 2 Fraktionen in der Tasche, dann solltest schnell versuchen mit Massalia ein Handelsabkommen zu schließen (bringt ordentlich Kohle, wenn du irgendwann Südiberien kontrollierst.)
Also: Die KI wird dir kaum Zeit für Frieden lassen, versuche also einen Mehrfrontenkrieg zu verhindern, indem du in Spanien, oder im Osten dir neue Verbündete und Handelspartner besorgst.
Tipp: In der Regel machen sich neben den Ägyptern auch die Fraktion Knossos auf Kreta, oder eine andere, freundlich gesinnte Fraktion als sehr sinnvoll. In der Regel gewinnt Athen die Oberhand in Griechenland, mit Knossos, oder Massalia als Partner sollten dir die Athener freundlicher gesonnen sein.

2.) In Spanien, Sizilien und Nordafrika kannst du dir schnell sehr gute Söldnereinheiten kaufen, je nachdem wie du vorgehen möchtest, solltest du dir gut überlegen, wo und wie diese einsetzt.
Vor allem bei den spanischen und westafrikanischen Fraktionen wirst du am Anfang auch bei den Gegnern keine guten Einheiten finden. In Spanien werden erst die Keltiberier mit ihren Massen an Generalseinheiten "Die Eidgeschworenen" ziemlich nervig.
Ich habe damals spätenstes in Runde 2 die iberische Stadt Kartuba der Turdetani geplündert. Ohne Verbündete verlierst du schnell Boden in Spanien und früher, oder später musst du dich mit einer größeren Defensivarmee in Qart Hadast verschanzen, bis du an den anderen Fronten Ruhe hast.

3.) Unterstütze nur einen Vasallen, jede Runde eine kleine Finanzspritze zuerst an beide, wenn die Vasallen eine ihrer Städte verlieren könnten, dann entscheide welcher Vasall dir wichtiger ist und pummt den ordentlich Geld in den Rachen. Bei mir haben sich die Lybier in Thapsus sehr lange gehalten, obwohl ständig immer neue Gegnerwellen in Lepcis aufgehalten werden mussten. Nova Carthago hat in den meisten Fällen (und ich habe mit Karthago auch 3 Anläufe gebraucht) bei mir versagt, mir sogar die Treue gekündigt. Kleiner Tipp: Wenn Nova Carthago sich irgendwann als zu schwach erweist: Erobere einfach deren Städte, die übrig sind. In der Regel ist diese kümmerliche Vasallenfraktion militärisch genauso schwach wie du am Anfang.

4.) Gegen die römischen Hastati-Legionen hast du ohne Söldnerkavallerie, oder Elefanten am Anfang keine Chance, wenn du nicht schon in Runde 1-2 Syrakus erobert hast, dann grabe dich mit einer kleinen Truppe in Lilybaem ein und lass die Wellen der Syrakuser, oder Römer abprallen. (Jede Runde, jede Schlacht selbst kämpfen).

Wenn du die ersten 25 Runden gut überlebt hast und dir eine Region der Karte relativ sichern konntest, bzw. nur an einer Front Krieg hast, dann sollte es bald schnell Berg auf gehen.



Ich hoffe, dass ich helfen konnte. :)
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Re: Karthago unspielbar?

Beitragvon nordstern » 11. Juli 2018 02:53

Die Karthager sind leider recht schwer.

Meine bisher erfolgreichen Spiele liefen anders.

Rom bindet mit Abstand die meisten Ressourcen. Aufgrund ihrer Flotten und ihrer Armeen die permament in Sizilien und Sardinien agieren. Cyrene war nie ein großes Problem. Aber wenn man sie erobert hat das Vorteile bei den Ägyptern. Steht als in der Prio irgendwo in der Mitte. Spanien kannst du nur halten, wenn du sofort aggressiv vorgehst und zeitgleich das Prinzip der Feind meines Feindes ist mein Freund praktizierst.

Ich gehe daher immer wie folgt vor:

1. Rom bekommt eine Finanzspritze -> das dient NICHT der Friedenssicherung sondern der Kriegsverschleppung. Wenn Rom zuerst eine andere Fraktion angreift, hast du solange Ruhe bis diese besiegt wurde. Was durchaus 20-25 Runden dauern kann. Das Geld ist folglich gut investiert. Den selbst wenn sie dir den Krieg erklären (was meiner Erfahrung nach meistens nicht mehr passiert), haben sie noch einen zweiten Krieg der sie bindet.

2. Syrakuse wird nicht angegriffen. Wir wollen ja nichts tun um Rom zu verärgern... noch

3. Alle finanziellen Mittel fließen nach Runde 2 entweder in Finanzgebäude oder das Militär in Spanien. Wenn man Spanien richtig anpackt, wird es zur Versorgungslage des restlichen Reichs.

Ich persönlich lass die Vasallen vor die Hunde gehen. Mich stört es, das die mein Kernreich einengen und ich teilweise nicht mal komplette Provinzen haben kann. Je früher die drauf gehen desto besser. Ist Spanien befriedet lass ich dort eine Armee und zieh mit den anderen beiden nach Afrika um da aufzuräumen. Zeitgleich stelle ich eine vierte und fünfte Armee (keine FS!) auf um Sardinien und Lilybaeum zu verteidigen. So je nach Bedrohungslage von Rom wird Rom dich nach 15-50 Runden angreifen. Das kannst du nicht verhindern. Aber du kannst Zeit gewinnen und das brauchst du als Karthago. Daher ist es dein obestes Ziel den Krieg gegen Rom hinauszuzögern. Je länger dir das gelingt, desto besser. Alle anderen Kriege sind handelbar.

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Re: Karthago unspielbar?

Beitragvon Way of Blücher » 11. Juli 2018 13:01

Die Karthager sind leider recht schwer.


Eigentlich nicht unbedingt. Nur die ersten 30 Runden sind schwer, ist man über diesen einen, gewissen kritischen Punkt rüber, dann gehts steil bergauf.

Rom war in meinen Karthagospielen häufig schnell von anderen KI Fraktionen zurückgedrängt.
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Re: Karthago unspielbar?

Beitragvon nordstern » 11. Juli 2018 16:36

Das liegt aber an der RomKI die nicht mit Norditalien richtig fertig wird und zu früh und zu massiv gegen Karthago vorgeht, selbst wenn sie erstmal Norditalien sichern sollte. Sie verzettelt sich im Mittelmeer einfach. Es wäre echt besser, wenn es ein Script gäbe das den beziehungsmalus zwischen Karthago und Rom mit der Stärke beider Seiten hochskaliert statt zu Spielbeginn einen Dauerhaften Malus zu haben. Das würde es Karthago ermöglichen historisch zu agieren und Rom auch mal gen Norden zu expandieren statt sich mit Epirus, Karthago und Norditalien zu verzetteln. Den genau das macht auch sogut wie jeder menschliche Spieler der Rom spielt und es wäre historischer.

Das meine ich damit. Sein wir ehrlich: Rome2 ist immer nur Anfangs schwer. Da die KI keine großen Reiche aufbaut und die Mechanik große KI-Reiche schwächt ist die Startphase das einzig wirklich interessante ohne Mods. Und da ist neben den Parthern meines erachtens Karthago die schwerste Startnation die man haben kann. Sie verzeiht nämlich keinerlei Fehler.

Btw: Es gibt ein Script das dazu führt das Rom IMMER Karthago angreifen wird oder umgekehrt. EGAL wie gut die Beziehunge sind. Ich habe es einmal geschafft trotz Malus der beste Freund Roms zu sein. Sie haben mich dennoch verraten. In einer Situation in der sie das eigentlich nicht hätten tun sollen, da sie eigentlich komplett gebunden waren. Entsprechend hab ich Rom ohne Gegenwehr geschluckt. Es scheint da also ein Script oder eine Mechanik zu geben.

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Re: Karthago unspielbar?

Beitragvon Avarice1987 » 11. Juli 2018 17:45

Mit Divide et Impera spielen die sich Richtig gut
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Re: Karthago unspielbar?

Beitragvon Ischozar » 11. Juli 2018 18:46

Das meine ich damit. Sein wir ehrlich: Rome2 ist immer nur Anfangs schwer.

Das hat sich mittlerweile auch geändert. Gerade im MidGame konnte es echt knackig werden, die letzten paar Male.
"Keine Experimente an Spezies die fähig zur Integralrechnung sind. Einfache Regel. Habe sie nie gebrochen." - Dr. Mordin Solus, Genetiker & ehem. Mitglied der STG

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Re: Karthago unspielbar?

Beitragvon nordstern » 11. Juli 2018 20:26

Dann könnte ich es ja mal wieder auspacken. Ich mag schwere Spiele :)