[Hearts of Iron IV] Eure Bewertung von HoI4

Alles zum Spiel - natürlich erst nach Release

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[Hearts of Iron IV] Eure Bewertung von HoI4

Beitragvon Chromos » 26. Juni 2016 21:40

Ich bin ja schon gespannt wie es nach dem ersten großen "Abverkauf" weitergeht mit den Patches und Erfahrungen.

Bei metacritic userscore ist HoI4 (6,8) ja jetzt schon schlechter als selbst HoI3 (7,1) und EU4/CK2/Stellaris...
Bei STEAM sind die Kritiken noch positiv. Allerdings werden mir fast nur Neagtive angezeigt.
Und jetzt gehen die Devs wohl noch ohne größere Änderungen nach dem 1.1 Patch in den Urlaub.

Macht es denen, die diverse bugs schon erlebt haben noch Spaß?
Spiele von dem WK-I bis zum Kalten Krieg! Bald möglich mit dem "AHOI-Mod"!
Infos rund um Hearts of Iron 3 und den AHOI-Mod:

- blog -___-forum-___-facebook-___-twitter-
Die Widescreen-Mods(min. 1280*768) für Hearts of Iron 3 gibt es da auch!(Auch HPP/AS/RPM/BlackI.C.E)

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Re: Eure Bewertung von HoI4

Beitragvon Churchill » 26. Juni 2016 22:26

In erster Linie steht und fällt das Spiel mit der KI. 1.1 wird Anpassungen bringen, dann wird man sicher noch relativ stabil über den Sommer kommen. Jetzt mal ehrlich, 80% is nur whine. Es wird ein frisches hoi4 mit dem hoi3 samt addons und geliebten mods verglichen, das ist nicht ganz fair. War ja schon beim hoi3 release die gleiche Leier. Langfristig wird sich Hoi4 gut etablieren, daran hab ich keine Zweifel.

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Re: Eure Bewertung von HoI4

Beitragvon Der Grose KA! » 26. Juni 2016 23:04

Mein Problem ist nichtmal die KI oder die Bugs, ich finde es ist zu einem komplett anderen Spiel geworden, es fühlt sich kein bisschen mehr wie HoI an, viel zu einfach, man kann locker die eigene oder fremde Regierung umändern (innerhalb eines Jahres habe ich als Mexiko die Kommunistische Partei von 1% Unterstützung zur Regierungspartei gemacht ). Das Flugzeugsystem ist auch etwas dürftig, die Flieger fliegen jetzt einfach alle in einer riesen Region rum und nicht mehr in den einzelnen Provinzen, dazu kommt noch das die Provinzen nicht mal mehr Namen haben, es wird auch eigentlich sogut wie alles für Regionen gemacht (ähnlich wie Vik2) was mich auch ziemlich stört.
Und zu guter letzt die Karte, einfach viel zu "Schick" gemacht, mag sein das die alten Karten Grafisch nicht so toll aussahen, aber wenigstens wusste man da gleich welches Gelände, welche Gebäude und welches Wetter da drauf war, jetzt sieht man nur noch überall irgendwelche 3D Modelle von Irgendwelchen Gebäuden rumstehen und Stürme etc. fegen über ganze Gebiete quer über alle möglichen Provinzen weg.
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Re: Eure Bewertung von HoI4

Beitragvon Hjalfnar » 27. Juni 2016 00:56

Bin...kritisch. Der Schlachtplaner ist völliger Müll für mich, ich war ein großer Fan von HoI3, wo ich jede Division einzeln kommandieren konnte. Damit geht der Schlachtplaner völlig an mir vorbei. Angeblich soll man ja ohne ihn spielen können, aber versucht mal eine gute Defensivlinie ohne Planungsbonus zu knacken. Die Megaregionen bei Marine und Luftwaffe sind einfach nur unrealistisch. Gezielte Luftangriffe gehen gar nicht mehr, die Luftkämpfe sind eine Farce wo der gewinnt, der von Beginn an mehr Flugzeuge gebaut hat. Produktionsmenü, Handelssystem (ja, wirklich!) und Divisionsdesigner finde ich super, das Politiksystem braucht mehr Vielfalt, ist aber nicht übel. Das Techsystem gefällt grundsätzlich, ist aber viel zu dünn. Das Ausrüstungsmanagement mag ich, ist aber noch arg grob und ich vermisse Beutewaffen von überrannten oder eingesselten Einheiten sowie von kapitulierenden Staaten. Hatte gehofft, einige Panzer 35(t) zu bekommen, wenn ich Tschechien schlucke. Diplo ist im Moment ein einziger Witz, Spionage quasi nicht vorhanden oder ein noch größerer Witz. Und die KI...muss ich das wirlich erwähnen? Ein Graus! Ohne gewaltige Krücken geht gar nichts, als DR kann ich bergeweise Öl, Wolfram und Gummi aus Übersee importieren, ohne Konvois zu verlieren. Permanante Landungen an allen Küsten werden dauernd blutig abgewiesen. Kesselbildung findet nicht statt, bzw. ist im Rahmen des Schlachtplaners kaum möglich. Apropos Kessel...der größte Müll ist wohl das Nachschubsystem. Bzw. der konstante Malus. WTF?! Wer hat das verbrochen?! Aushungern geht gar nicht, stattdessen kriegen eingekesselte Einheiten einfach einen statischen Abzug auf die Kampfwerte, was ein MÜLL!!!

Insgesamt: Im MP spaßig, aber viel viel viel zu arcadig. Ich werds spielen, aber immer HoI3 hinterhertrauern. Singleplayer ist langweilig. Oh, und sie müssen ca. 50 DLCs und Patches bringen, bevor das Spiel nur halbwegs so sein wird, wie es bei Release hätte sein müssen...wohlgemerkt ein Release über ein Jahr nach dem geplanten Termin!
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Re: Eure Bewertung von HoI4

Beitragvon Civil » 27. Juni 2016 01:21

Negativ:
- schlechte KI
- keine Möglichkeit außer Nukes, den Zusammenhalt zu zerbomben (gerade im Krieg gegen die Sowjets nervig)
- KI zieht sehr hässliche Grenzen

Neutral:
- Planungssystem. Ist nett um schnell eine Front zu bemannen, die Boni hingegen sind eher unnötig.

Positiv:
- Das man nun easy seine Regierung switchen kann, finde ich ziemlich genial, so kommt etwas mehr Dynamik ins Spiel und es läuft nicht immer alles gleich ab wie bei Teil 3.
- Beim Frieden werden Gebiete nun gerecht aufgeteilt, wobei mMn hier Bomber zu viele Punkte geben. Aber immer noch besser als wie in Teil 3, wo Italien Frankreich erobert und Deutschland es dann bekommt ...
- Die Vereinfachung der Befehlsstruktur sagt mir auch zu, das empfand ich bei Teil 3 echt immer als eine Qual.
- Das wohl wichtigste: Endlich kann man mit fast jedem Land ohne Mods was reißen.
- Workshop integration

Alles in allem finde ich das Spiel schon ziemlich gut, viel besser als Teil 3. Zumal ich optimistisch bin, dass es noch besser wird.

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Re: Eure Bewertung von HoI4

Beitragvon Counter » 27. Juni 2016 09:15

Vergessen du mußt was früher du gelernst.
Vergleiche mit Vorgängern hinken etwas, es gibt in bestimmten Bereichen Ähnlichkeiten aber man sollte mMn die Spiele unabhängig betrachten, da jedes Spiel für sich selbst versucht über eine abstrakte Weise ein 2. Weltkriegsspiel zu simulieren.
Jeder scheint auch andere Ansprüche an ein solches "WW2 Kriegspiel" zu stellen. Machne wünschen sich mehr Diplomatie oder wolle mit einem Kleinststaat die Welt erobern, einige hoffen auf ein Multiplayerfähiges Spiel usw...
Der Singelplayer reizt mich persönlich überhaupt nicht, man macht ein paar Testspiele um das Basics zu verstehen und mehr nicht. Für mich entscheidet das Spiel im Multiplayer, ob es was taugt oder nicht und bislang macht es einen fähigen Eindruck.
Es läuft bislang sehr Stabil.
Es macht alles irgendwo Sinn.
Gerade fürs MP kann ein flüssiger Spielfluss erreicht werden, da sich ein nerviges Micromanagement bislang nicht einstellt, wenn genug Spieler vorhanden sind.
Es werden sich garantiert noch Schwächen auftun, die zu beseitigen sind aber es bietet bislang eine sehr gute spielbare Basis.
Wer Rechtschreib- und oder Grammatikfehler findet, darf sie behalten und mit Quellenverweiss wieder verwenden.

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Re: Eure Bewertung von HoI4

Beitragvon Panzer IV » 27. Juni 2016 15:12

Nachdem ich bei HoI 3 sehr sehr spät nach Release gekauft und gespielt hatte, und somit von den teils schmerzhaften erfahrungen der Mutigen profierte, wollte ich beim 4. Teil nun zur 1. Welle gehören;)

Ich bin der Meinung, dass Spiele einer Reihe miteinander verglichen werden dürfen und diesem Vergleich auch standhalten müssen. Es ist eben eine Reihe. Teil 3 wie 4 (und auch 1 und 2 :P )heißen beide Hearts of Iron und haben beide dasselbe Ziel und greifen dabei auch zum Großteil auf die selben Prinzipien zurück. Daher hinkt in meinen Augen ein deartiger Vergleich keines Wegs.

bevor ich mich über Pro und Kontra auslasse, stelle ich kurz meine Perspektive vor:
Ich erwarte von Hearts of Iron eine so weit wie es geht, realistische Simulation der Welt von vor mehr als 70 Jahren, da ich der Meinung bin, dass es eine möglichst realistische Grundlage benötigt ,um der Frage nachzugehen, ob und wie man selbst bzw welche Entscheidungen den Verlauf des Krieges/der Welt wie beeinflusst hätten. Ist das Spiel zu abstrakt, macht es kaum einen Sinn, "historisch" spielen zu wollen, da man die Ergebnisse aus Spiel und Geschichte dann kaum miteinander vergleichen kann.
Ohne den nötigen Realismus ist es einfach nur eine Art Risiko-Spiel mit einem gewissen Setting.

Positiv:
- das neue Ausrüstungsproduktionssystem und das neue Ausbildungsystem. Auch der Verfall von Produktionseffizienz beim Anlaufen neuer Ausrüstung finde ich gelungen.
- allgemeine Zugänglichkeit des Spiels erhöht, dadurch potentiell größere Basis an Spielern/Mitspielern
- Divisions-Designer großartig, allerdings mit der einschränkung, man deaktiviert die Kosten an Armee-Erfahrung. Kampferfahrung zu benötigen ,um seine Divisionen nach belieben zusammensetzen zu können, ist unlogisch
- Idee des Luftkampf-Systems. Allerdings sind die Regionen, wie schon angemerkt, viel zu groß. Gezielte Massierung von Luftbodenunterstützung auf einzelne Bodenschlachten ist so nicht oder nur mit riesigen Mengen an Flugzeugen möglich (große Menge Flugzeuge in einer Region erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass sich viele Flugzeuge in einer Provinz einfinden, um die Schlacht zu unterstützen ;) )
- Idee des Marine-Kampfsystems. Habe bisher nur wenig Marine-Kampferfahrung. Prinzipiell stelle ich mir aber vor, dass es mit diesem System eher möglich ist ,auch mit einzelnen Überwasserschiffen Handelskrieg zu führen
- Neue Engine, besseres Aussehen. Macht das Spiel angenehmer zu spielen (das Auge isst mit) und attraktiver für neue Spieler(Trend hin zur Grafikhurerei statt Fokus/Vorliebe für Spielmechaniken)
- endlich eine vernünftige (wenn auch nicht bugfreie) Mechanik, um Expeditionstruppen zu senden. Leider bisher auf Bodentruppenbeschränkt (Flugzeuge nur als Ausrüstung)
- Infrastuktur besteht aus eben dieser ,ziviler und militärischer IK. Fokus auf konzentrierte oder zerstreute IK.
- Synthetisches Öl(und Gummi)

Negativ:
- KEIN GELD !!!!!! Sublimierung durch zivile IK völlig unzureichend. Jede strategische Ress ist gleich viel IK wert. Dadurch wird Stahl zur wichtigsten Ress der Welt. Nicht, dass Stahl nicht wichtig wäre, aber gemessen an der Verfügbarkeit ist Öl/Treibstoff wichtiger
- es klang schon an. Das Handelsystem ist viel zu einfach. Jede Ress gleich viel Wert. Handel nur in Stufen von 8 Einheiten oder einem Vielfachen von 8 einstellbar. Dies plus die Tatsache ,dass es kein Lagersystem gibt, macht den Handel gerade für IK-Schwache Nationen extrem ineffizient (Man benötigt 1 oder 2 Gummi, weil man ein paar Flugzeuge bauen möchte, muss aber 8 kaufen ,und verschwendet 6 Gummi und somit die 6/8 zivile IK, die man dafür handelt.
- KEIN TREIBSTOFF!!!!!!!! Irritierenderweise wurde es in der Strategiezone bisher nur 2-3 Mal negativ bemerkt, dass es keinen Treibstoff mehr gibt. Während die Sublimierung bei Mot. Verbänden und Flugzeugen vlt noch gegeben ist, weil man zu deren Herstellung ja Öl benötigt und sie sie durch Verschleiß auch fortwährend Öl benötigen, ist es bei Schiffen völlig absurd, da sie einmal fertig gestellt, bis an ihr Lebensende einen Freifahrtsschein haben. Im Gegensatzu zu Flugzeugen und Landeinheiten kann man bei Schiffen nichtmal Treibstoff reinmodden, da sie im Einsatz keine Ausrüstung als Nachschub benötigen. Dies ist einfach katastrophal. Treibstoff war und ist Dreh- und Angelpunkt militärischen Vorgehens, solange Mot. Verbände/Schiffe/Flugzeuge im Spiel sind. (Genauso wie Geld in den meisten Wirtschaftsystemen der Schmierstoff ist, mit dem das System läuft)
- Schlachtplaner-Boni sind viel zu groß
- Forschung dauert viel zu lang -.- Forschungsystem wie auch in Teil 3 viel zu abstrakt, dies wird aber wie das Kampfsystem wohl auf lange Zeit in Spielen nur schwer oder nur mit viel Aufwand anders gelöst werden können
- Nationen unterscheiden sich kaum in Spielstilen bzw mit fast jeder Nation/jedem Staat ist fast jeder Spielstil möglich (kann auch positiv sein in bezug auf die "Was wäre wenn"-Fragen)
- Generale verlieren ihre Fähigkeiten, wenn sie befördert werden ?? Ähh, soweit ich weiß, sind Beförderungen eine Anerkennung für erbrachte Leistung (oder ein Gefallen/Vetternwirtschaft :P ) In keinem Fall aber führt eine Beförderugn dazu, dass der Beförderte dümmer/unfähiger wird, in dem was er tut.
- Keine Mil. Hierachien mehr. Für Menschen ,denen eine Armee-Struktur zu kompliziert und zu aufwendig ist, gab es auch schon in HoI-3 die Möglichkeit, dies von der KI erledigen zu lassen. Ob diese das gut gemacht hat, spielt dabei keine Rolle. Sie ist ja auch ohne die Strukturen immernoch nicht gut^^
- Luftkampfberechnung wurde schon angesprochen, ein einziges Tontaubenschießen auf beiden Seiten. die Intensität ist viel zu hoch. Auch fehlt eine Rückmeldung über gegnerische Modelle (Piloten, die aus dem Einsatz wiederkehren ,berichten ja regelmäßig, wen und was sie so in der Luft angetroffen haben)
- wie schon angesprochen, die Mechanik von Nachschub und abgeschnittenen Einheiten (Malus sofort, obwohl einheiten über einen Vorrat an Nachschub verfügen sollten)
- Flußübergangsmalus viel zu hoch (schon zu Hoi3 Zeiten hatte hier in diesem Forum jmd angemerkt, dass Flußübergänge in der Realität kein so großes Hindernis waren, wie sie im Spiel dargestellt werden. Die Wehrmacht(und auch andere Armeen) hat(haben) viele Flüße erfolgreich überquert, und das gänzlich ohne Marine-Infanterie ;)
- Die Möglichkeiten, Frieden zu schließen, sind EXTREM limitiert. Eigentlich muss man entweder selbst verlieren oder den Gegner vollständig bezwingen, um auf absehbare Zeit einen Frieden schließen zu könenn. Und das ist nicht nur auf die Fraktionsmechanik begrenzt. Wieso ?
- Die See-Infavsions-Mechanik ist bevormundend. Ich möchte selbst entscheiden, ob ich meine Truppen in den scheinbar sicheren Tod schicke, oder nicht. Das spiel verbietet mir jedoch per Programmierung, einen scheinbar für mich nachteiligen Zug zu tätigen. Diese Mechanik führt dazu, dass die KI als Deutsches Reich in meinen Spielen noch nie erfolgreich in Norwegen gelandet ist. Mir fehlt da die Würze von, wie es der Leipziger Militärverlag im Buch "Der 2. Weltkrieg" ausdrückte;"... vertraute seine Truppen einfach dreist dem Wetter und dem Zufall an."
- + Die Begrenzung der maximal gleichzeitig Invasierenden Truppen basiert nicht auf der Menge an Konvois, sondern einer "Forschung" bescheuerter geht es kaum.

Ja, um mal ein Fazit zu ziehen, bevor es ewig weiter geht.

HoI IV ist rein als Spiel gesehen ein gutes Spiel. Es spielt sich relativ gut, die meisten Dinge sind nachvollziehbar ,und im Multiplayer ist es sicher spaßig, wenn nicht grade alle Spieler Pros sind und man nirgends durchbrechen kann (so hörte ich).
Als 2.WK-Simulationen versagt es aber nochmehr als seine Vorgänger. Besonders kritisch die Wertung und der Umgang mit Ressourcen, Geld und Politik/Diplomatie. Und in Verbindung mit Ress die Tatsache,dass niemand Treibstoff braucht.
Dieses Spiel könnte genauso gut Schlacht um Mittelerde oder ein Eu V oder sonste was sein. Mit dem 2. Wk gemein hat es Texte und Bilder, viel mehr aber nicht.
Solange man also nicht versucht, 2. WK zu spielen, macht es eignetlich sehr viel Spaß :P
Ich meine, dank der dämlichen KI habe ich als(faschistisches) Griechenland großen Anteil daran ,dass die Achse den Krieg verliert, obwohl die Allierten und die Komintern sich bekriegen und zwischen Komintern und Achse Frieden herrscht. Da fühlt man sich doch toll, oder? :P (Und ja, der Historische Fokus ist an, deshalb erklärte mir Italien den Krieg, obwohl Deutschland mich so sehr mochte und mich auch mehrmals in die Achse einlud. Aber wie wir es aus der Geschichte kennen, Mussolini war ja nicht gerade dafür bekannt, seine Schritte mit uns abzusprechen ^^

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Re: Eure Bewertung von HoI4

Beitragvon Hjalfnar » 27. Juni 2016 17:26

Hupps, die Treibstoffversorgung habe ich tatsächlich vergessen! Das fuchst mich auch enorm. Völlig bescheuert. Selbst wenns nur über einen Modifikator wäre, wäre es besser als gar nicht drin. Einfach völliger Blödsinn.
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Re: [Hearts of Iron IV] Eure Bewertung von HoI4

Beitragvon Counter » 27. Juni 2016 21:48

Der Treibstoff wird mit dem Nachschubs veralgemeinert, genausowemig werden Ersatzteile, Munition und Nahrung als separates Transportgut gegliedert.
Wer Rechtschreib- und oder Grammatikfehler findet, darf sie behalten und mit Quellenverweiss wieder verwenden.

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Re: [Hearts of Iron IV] Eure Bewertung von HoI4

Beitragvon Panzer IV » 28. Juni 2016 10:36

Nein, wird er nicht.

Nachschub wird, wenn ich das richtig sehe, von der IK in den Provinzen generiert. Egal über wie viel strategische Öl-"Reserven", besser Einkommen, man verfügt.

Dazu kommt, dass wir für die Errichtung von weiteren Fabriken ebenso wenig Öl benötigen.

Heisst im Faziz: An keiner Stelle der Nachschubproduktion ist Öl im Spiel und somit ist die Behauptung, Treibstoff würde durch Nachschub abgebildet werden, ein schlechter Witz oder eine dreiste Lüge ;)

Und damit auch ja keine Illusionen entstehen:

wie schon in meiner Bewertung geschrieben, könnte man ja noch fantasieren, dass bei mot. Verbänden und Flugzeugen Treibstoff simuliert wird, da wir ja für die konstante Produktion der Ausrüstung Öl benötigen und Flugzeuge und Panzer/Lkws durch Verschleiß und Kampfverluste ersetzt werden müssen. Diese These ist aber sehr schwach, denn:
- Wenn ich Verschleiß-/Verlustlos mit meinen Mot. Verbänden Opereriere, brauche ich für ihren Einsatz kein Öl, da ich keine Ausrüstung für den Ersatz benötige. Somit kann ich unendlich
lange mit meinen Panzerchen rumfahren und mit meinen Flugzeugen rumfliegen, solange sie nicht durch Unfall oder Abschuss ersetzt werden müssen.

Nun ist Treibstoff für Landeinheiten noch per Ausrüstung darstellbar, in dem man eine Ausrüstung kreiert, die sich Treibstoff nennt und sie halt als benötigte Ausrüstung Panzern und LKWs hinzufügt. Soweit bin ich schon gekommen.
Flugzeuge brauchen nur sich selbst, genauso wie Schiffe, und das führt dazu, dass sich HoI IV so spielt, wie ein Arcade Racer, bei dem man auch unendlich lange und ohne die Simulationen von Gewicht durch Treibstoff um den Kurs oder durch die Stadt düsen kann.

Die Abhängigkeit von Öl-Importen Japans war einer der entscheidenen Gründe für die kriegerischen Unternehmungen dieses Landes zur Zeit des 2. WKs. Im Spiel HoI IV, haben Japans Eroberungsbestrebungen nur eine Schwache begründung, da Treibstoff ja kein Thema ist und Japan niemals fürchten müsste, auf Grund nutzloser, weil trockener Schiffe, schutzlos zu sein. Wenn man mal hinter das Ideologische Gebrabbel schaut.
Zuletzt geändert von Panzer IV am 28. Juni 2016 12:39, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: [Hearts of Iron IV] Eure Bewertung von HoI4

Beitragvon Zukaru » 28. Juni 2016 11:11

Hallo,

zunächst einmal möchte ich mich meinen Vorrednern generell anschließen. Solides Spiel mit wahnsinnig viel Potenzial nach oben, auf Grund von einigen Schwachpunkten in der Ausführung :).
Dennoch.
Wenn Paradox auch nur etwas Verstand hat und den haben Sie wohl, werden Sie es wie folgt lösen:
Es werden Raffinerien (ähnlich wie Zivilfabriken auf State-ebene) eingeführt, die Öl in Treibstoff umwandeln. (hier könnte man noch ins Detail gehen: Umwandlung in Benzin (land), Kerosion (luft) und Diesel (see). Oder einfach nur Treibstoff als alles in einem. Man kann dann in der Produktion, fortlaufend Öl in Treibstoff umwandeln lassen und der wird dann gelagert und per Versorgungsnetzwerk an die Divisionen verteilt (bestimmt durch Infastruktur usw.).

Genauso könnte man es auch bei Nachschub generell machen. man lässt Zivilfabriken einfach Nachschub herstellen (Kleidung, Nahrung etc.). Damit produzieren dann Zivilfabriken Nachschub(aus ressourcen??) und der Nachschub wird auch als feste Größe gelagert. Das System mit dem Waffenverschleiß und Ausfällen könnte man natürlich als Ergänzung behalten.
Damit würde man sich an HOI 2 und 3 orientieren, wo auch eine gewisse Prozentzahl der IK für die Nachschubproduktion draufging.

Also ich für meinen Teil, würde das so, sehr begrüßen und ich denke sie werden es auch in einem DLC genauso machen.

Ließe sich auch leicht umsetzen denke ich.

LG

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Re: [Hearts of Iron IV] Eure Bewertung von HoI4

Beitragvon Mounzer » 28. Juni 2016 11:43

Egal was hier geschrieben wird, es ist ein Armutszeugnis, dass so ein erfahrener Entwickler nicht auf die Stimmen im Forum und auf Realismus setzt.

Und es ist fair, das jetzige HoI 3 mit dem jetzigen HoI 4 zu vergleichen, sie haben einfach nichts aus ihren Fehlern gelernt, gar nichts.

Abgesehen davon, ist es einfach zu bunt, ich habe nicht das Gefühl eine dramatische Zeit nachzuspielen und wichtige Entscheidungen zu treffen.

Es fühlt sich optisch nicht rund an. Der Realismus wurde fast vollständig ausgeblendet. Ich setzte alles auf die Modder, habe aber schon gehört, dass die Änderungen nicht so tiefgreifend sein werden, aufgrund der Substanz.

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Re: Eure Bewertung von HoI4

Beitragvon Sarge » 28. Juni 2016 14:40

Panzer IV hat geschrieben: - Generale verlieren ihre Fähigkeiten, wenn sie befördert werden ?? Ähh, soweit ich weiß, sind Beförderungen eine Anerkennung für erbrachte Leistung (oder ein Gefallen/Vetternwirtschaft :P ) In keinem Fall aber führt eine Beförderugn dazu, dass der Beförderte dümmer/unfähiger wird, in dem was er tut.


Kleiner Satz von mir dazu: das war zumindest bei Teil 2 auch schon so.

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Re: [Hearts of Iron IV] Eure Bewertung von HoI4

Beitragvon Counter » 28. Juni 2016 20:13

Panzer IV hat geschrieben:Heisst im Faziz: An keiner Stelle der Nachschubproduktion ist Öl im Spiel und somit ist die Behauptung, Treibstoff würde durch Nachschub abgebildet werden, ein schlechter Witz oder eine dreiste Lüge ;)

Bleibt der Nachschub mehre Tage komplett aus, bleiben motorisierte Verbände liegen. Da Treibstoff nicht als separate Resource geführt wird, bestätigt dies meine Ausage.
Treibstoffe sind Industrieprodukte egal ob sie aus Öl, Kohle oder Biomasse gewonnen werden, also kann man sie ruhig zum algemeinen Nachschub sehen.
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Re: Eure Bewertung von HoI4

Beitragvon Panzer IV » 28. Juni 2016 21:51

Sarge hat geschrieben:
Panzer IV hat geschrieben: - Generale verlieren ihre Fähigkeiten, wenn sie befördert werden ?? Ähh, soweit ich weiß, sind Beförderungen eine Anerkennung für erbrachte Leistung (oder ein Gefallen/Vetternwirtschaft :P ) In keinem Fall aber führt eine Beförderugn dazu, dass der Beförderte dümmer/unfähiger wird, in dem was er tut.


Kleiner Satz von mir dazu: das war zumindest bei Teil 2 auch schon so.



Danke. Nett zu wissen. Ist mir damals nicht aufgefallen, habe den 2. Teil stets nur bis zum Polenfeldzug spielen können, da diesen selbst nie besessen. Ich bin sicher, wir haben uns einige Dinge vom 2. Teil für Hoi IV gewünscht, aber dass Generale ihre Fähigkeiten durch Beförderung verlieren, war sicher nicht darunter *gg*

Counter hat geschrieben:
Panzer IV hat geschrieben:Heisst im Faziz: An keiner Stelle der Nachschubproduktion ist Öl im Spiel und somit ist die Behauptung, Treibstoff würde durch Nachschub abgebildet werden, ein schlechter Witz oder eine dreiste Lüge ;)

Bleibt der Nachschub mehre Tage komplett aus, bleiben motorisierte Verbände liegen. Da Treibstoff nicht als separate Resource geführt wird, bestätigt dies meine Ausage.
Treibstoffe sind Industrieprodukte egal ob sie aus Öl, Kohle oder Biomasse gewonnen werden, also kann man sie ruhig zum algemeinen Nachschub sehen.


Meine Mot. Verbände bekamen einen Malus im Gefecht und das wars. Von liegen bleiben war keine Spur (auch nach Tagen nicht).

Und selbst wenn es so gewesen sein sollte, ist diese Art der Darstellung blödsinnig, da die damals genutzten Treibstoffe nunmal Benzin oder Diesel waren (oder Flaschengas in der Fabrik) und diese benötigen nachweislich Öl, und nicht Luft und Liebe.
Die besondere Dynamik der Abhängigkeit von Öl-Importen wirkte sich erheblich auf die Staats- und Kriegsführung von bswp. Japan und Deutschland aus.
Von dieser bedeutsamen Dynamik fehlt in HoI IV jede Spur.

Es mag ja sein, dass du dich nicht daran störst, dich um Treibstoff-Management nicht sorgen zu müssen, aber deshalb muss "man" (oder fru) Treibstoff nicht als "allgemeinen" Nachschub sehen.

Vlt sollten wir für Treibstoff ein eigenes Thema erstellen, hier sollten ja eigentlich die Leutz ihre Bewertungen kundtun ^^