[Hearts of Iron IV] Entwicklertagebuch 45 Frontlinien

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Marvin
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[Hearts of Iron IV] Entwicklertagebuch 45 Frontlinien

Beitragvon Marvin » 22. Februar 2016 13:16

Heute sprechen wir in einem der größten neuen Features: Schlachtpläne

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Designziele

Zuerst haben wir uns die beiden letzten Titel angeschaut:

HOI2
+ weniger Provinzen -> volle manuelle Kontrolle problemlos möglich
- wenige Provinzen -> weniger möglichkeiten zu taktischem Gameplay

HOI3
+ Viele Provinzen für interessantes Gameplay
+ Schlachtpläne rein optisch -> trotzdem genutzt
- Viele Provinzen machen manuelle Kontrolle schwerer/nerviger
- Konnte Kontrolle über HQ an die KI abgeben, aber wenig Kontrolle für den Spieler

In HoI IV wollen wir beides kombinieren. Wir haben viele Provinzen, ermöglichen immer manuelle Kontrolle aber automatisierung von Teilen, die nicht wichtig sind inklusive Kontrolle über die Automatisierung. Das System ist bewusst nicht intelligent gestaltet, schlau soll der Spieler sein, befiehlt man einen suizidalen Frontalangriff auf die Maginot-Linie, meldet sich das System, führt es aber aus.

In HoI IV zeichnet man Schlachtpläne, an denen sich die zugewiesene Divisionen halten, aber man kann jederzeit manuell eingreifen. Der Spieler soll Pläne auf hoher Ebene entwerfen, aber in der Lage sein Situationen zu erkennen und Gelegenheiten zu ergreifen (wie kleinere Einkreisungen oder das Abschneiden des Rückzugs). Die strategische Situation kann sich ändern und man muss lange vorbereitete PLäne anpassen, z.B. eine Gruppe abspalten um auf Notfälle zu reagieren.

Steuerung
Schlachtpläne werden für jede Armee kontrolliert und man hat verschiedene Werkzeuge:
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Marineinvasion und Fallschirmjäger:
Darüber sprechen wir in ein paar Wochen

Frontlinie bestimmen:
Divisionen einer Armee einer Frontlinie zuteilen. Teilt entweder der gesamten Frontlinie ggü einer Nation zu, oder per click & drag nur einem Teil. Eine Frontlinie mit Truppen ist eine Voraussetzung für das Erstellen von offensiven Plänen, damit man einen Punkt hat, von dem aus man angreift.

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Angriffslinie
Zugeteilte Divisionen versuchen von der Frontlinie aus zu dieser Linie vorzurücken, die Richtung wird durch einen Pfeil dargestellt, denn man anpassen kann. Man kann mehrere dieser Linien aneinanderhängen.

Angriffs- und Frontlinien können überlappen. Ich habe gerne eine große Frontlinie mit Infantrie mit breitem Angriffsplan und ein paar Durchbruch-Einheiten wie Panzer in kleineren Bereichen mit schmalerer Angriffslinien. In meiner oben gezeigten Russlandinvasion arbeiten Guderians Panzer auf diese Weise mit vor Rundstedts Infanterie.

Bewegt man die Maus über den Pfeil einer Angriffslinie zeigt das Bild anhand grüner Streifen Schritt für Schritt wie der Plan ausgeführt wird.

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Rückfalllinie:
Hiermit kann man eine Verteidigungslinie an einem Fluss oder ähnlicher Position festlegen. Sehr hilfreich für kontrollierte Rückzüge, teilt man Offensivdivsionen dieser Linie zu, werden sie sich sofort zurückziehen und diesen Punkt verteidigen. (Ich empfehle das zurücklassen von ein paar Verteidiger[youtube][/youtube]n um den Gegner zu verlangsamen)

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Gegend bewachen:
Hier erhält die Armee einen Zuständigkeitsbereich anstatt einer Frontlinien. Divisionen verteilen sich auf die wichtigsten Provinzen, halten den Widerstand zurück und erobern Provinzen zurück, wenn es sicher ist. Also ziemlich nützlich für die Verteidigung

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Divisionen zuteilen
Schnell zuteilen von Divisionen, sehr hilfreich, kann über die Strg-Taste genutzt werden.

Änderungsmodus
Lässt einen sämtliche Teile eines Plans durch klicken oder gedrückt-halten von Alt ändern.

Löschen
Man kann natürlich auch gesamte Pläne (per Rechtsklick) oder Teile davon löschen.

Planungsboni
Schlachtpläne sind nicht nur zur Kontrolle der Einheiten, sondern bringen auch andere Vorteile, wenn man genügend Zeit investiert. Je länger man einen Plan vorbereitet, desto höher der Bonus. Das Maximum hängt von den Doktrinen ab. Mobile Kriegsführung gewährt schnelleren Planungsbonus, allerdings ist das Maximum nur die Hälfte der Doktrin Großer Schlachtplan. (Diese Boni erhalten auch Einheiten die als Teil des Plans manuelle Befehle erhalten haben). Während man den Plan ausführt, geht der Bonus langsam zurück, eventuell muss man dies mit einer guten Verteidigungsposition zum neu gruppieren anpassen. Es gibt auch ein paar Anführerfähigkeiten die schnelleres Planen und mächtige Kombos ermöglichen.

Nächste Woche geht es um Großbritannien.

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Re: [Hearts of Iron IV] Entwicklertagebuch 45 Frontlinien

Beitragvon Taxla » 22. Februar 2016 13:43

ich finds so behindert...wieso machen sie großartig dieses Feature und im worldwarwednesday nutzt es der deutsche nicht weil er meint dass es müll ist...

???
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Re: [Hearts of Iron IV] Entwicklertagebuch 45 Frontlinien

Beitragvon Xylli » 22. Februar 2016 19:42

Kommt immer auf die eigene Spielweise an.
Wenn man alles gleich selber macht hat man mehr Kontrolle, das Feature soll ja den Spieler entlasten, nimmt ihm aber auch automatisch die Kontrolle weg, da man weniger bestimmt oder nicht so genau auf alles achtet als wenn man es selber macht.
Ich denke aber, dass die meisten das Feature nutzen werden.
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Re: [Hearts of Iron IV] Entwicklertagebuch 45 Frontlinien

Beitragvon Timy1998 » 22. Februar 2016 20:58

Ich denke das System ist historisch auch realistischer, ich bezweifle dass irgendwer (außer Hitler 45) jede Division selbst befehligt hat, da man den Anführer der Nation spielt halte ich ein Befehlssystem auf Armeegruppen Ebene doch für realistisch, auch wenn ich die Strukturen vermissen werde.
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Re: [Hearts of Iron IV] Entwicklertagebuch 45 Frontlinien

Beitragvon Galien » 23. Februar 2016 17:56

Das klingt hoch interessant, vielen Dank für das Übersetzen und einfügen Marvin :)
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Re: [Hearts of Iron IV] Entwicklertagebuch 45 Frontlinien

Beitragvon nordstern » 9. April 2016 16:53

interessant. Allerdings sehe ich nur Angriffslinien zu denen die Truppen streben. Aber was wenn ich einen umfassenden Großangriff auf breiter Front will? Verteidigungslinien gibt es... aber eine Frontverschiebung nach vorne nicht :/

Zwiegespalten. Theoretisch gut... praktisch will ich nicht jede Operation planen müssen wegen dem Boni.

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Re: [Hearts of Iron IV] Entwicklertagebuch 45 Frontlinien

Beitragvon Crosis » 11. April 2016 22:27

Schwierig. Möchte das System in HoI2 am liebsten. HoI3 war mir viel zu fummelig, daher hat man dann automatisiert und so den krieg gewonnen ohne irgendetwas tun zu müssen - war schon eher seltsam.

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Re: [Hearts of Iron IV] Entwicklertagebuch 45 Frontlinien

Beitragvon VolkaHart » 19. April 2016 15:20

Hol2 wäre mir auch am besten... mit der Hol3 finde ich mich nicht sehr gut zurecht...

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Re: [Hearts of Iron IV] Entwicklertagebuch 45 Frontlinien

Beitragvon kampfmaschine » 19. April 2016 18:14

In HOI3 war doch die Armeeorganisation das nervigste. OK, vor einen Krieg/bzw wenn mein ein wenig Luft hatte hat es richtig Spass gemacht die Truppen in passenden Armeen - Korps usw. zu organisieren. Aber wenn man richtig Krieg hatte, in einen großen Gebiet, war es nur noch nervig alle paar Minuten eine Pause zu machen um die Truppen halbwegs so zu organisieren, dass alle immer in entsprechender Funkreichweite waren.

Das Steuern der mehr Einheiten und die mehr Provinzen, im Vergleich zu HOI2, fand ich eigentlich immer noch ganz gut erträglich.

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Re: [Hearts of Iron IV] Entwicklertagebuch 45 Frontlinien

Beitragvon deb10er0 » 19. April 2016 18:54

kampfmaschine hat geschrieben:In HOI3 war doch die Armeeorganisation das nervigste. OK, vor einen Krieg/bzw wenn mein ein wenig Luft hatte hat es richtig Spass gemacht die Truppen in passenden Armeen - Korps usw. zu organisieren. Aber wenn man richtig Krieg hatte, in einen großen Gebiet, war es nur noch nervig alle paar Minuten eine Pause zu machen um die Truppen halbwegs so zu organisieren, dass alle immer in entsprechender Funkreichweite waren.

Das Steuern der mehr Einheiten und die mehr Provinzen, im Vergleich zu HOI2, fand ich eigentlich immer noch ganz gut erträglich.



Stimme ich zu 100% zu. Bis zum Angriff habe ich immer schön alles organisiert. Während des kampfes nix mehr (war mir einfach viel zu stressig). Sobald der Gegner platt war, wieder alles neu organisiert.