[EU IV] Handel strukturieren - Händler richtig setzen

Historisch simuliertes Globalstrategiespiel

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outsider1812
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[EU IV] Handel strukturieren - Händler richtig setzen

Beitragvon outsider1812 » 26. November 2014 14:36

Auch nach zig Spielen habe ich das Handelssystem von EU4 irgendwie nicht kapiert.

Klar, je mehr von meinen Provinzen / Kolonien an einen Handelsknoten grenzen, und je besser diese ausgebaut sind, desto größer mein Einfluß. Dazu kommt der Flotten-Einfluß (Handel schützen durch leichte Schiffe).

Aber soll ich mit meinen Händlern eher Handel abschöpfen, oder lieber an meinen Heimat-Knotenpunkt umlenken?

Bislang habe ich es immer so gemacht, daß am Heimat-Knoten ein Händler den Gewinn abschöpft, und die anderen Handel an diesen Heimat-Knoten zuleiten (also "stromaufwärts"), damit sich am Heimat-Knoten der Gewinn maximiert.
Mein gesunder Menschenverstand (hoffe ich ;-) sagt mir, daß das irgendwie am logischsten ist.

Habe woanders aber gelesen, daß es besser wäre, vom Heimat-Knoten den Einfluß abzuleiten (also "stromabwärts") und an den Enden abzuschöpfen. Also genau umgekehrt.

Oder sollte man stattdessen an sovielen Handelsknoten wie möglich abschöpfen? Oder alles dem Heimat-Knoten zuzuleiten, ohne dort abzuschöpfen?

Habe mal rumexperimentiert, aber irgendie ändert sich das Handelseinkommen nicht großartig. Bauen Händler über die Zeit eigentlich auch Einfluß auf, oder zählen hier nur angrenzende Provinzen und die entsprechenden Ausbauten (Markt etc.)?

Beispiel England (vor der Kolonisierung der Terra Inkognita): Ärmelkanal ist Heimatknoten. Leite ich Einfluß von Lübeck, Champagne, Rheinland etc. nach dort um? Oder schöpfe ich lieber ab?

Wo habe ich die beste Gewinnspanne? Im Spiel gibt es nirgendwo einen Hinweis, was die beste Möglichkeit ist.

Wenn man über das Menü den Handels-Reiter öffnet, sehe ich ja auch die Auflistung der Handelsknoten und daneben die Kennzahlen. Durch diese Kennzahlen (inkl. der aufpoppenden Infos) steige ich absolut nicht durch. Anhand welcher Kennzahl dort kann ich erkennen, WO und mit welcher MASSNAHME (Abschöpfen/Umleiten) ich den besten Gewinn mache?

Gibts da ne ungefähre Faustregel?

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Re: [EU IV] Handel strukturieren - Händler richtig setzen

Beitragvon Caesar » 26. November 2014 18:09

Das Spiel kann doch nicht alles für dich tun, du musst schon selbst herausfinden was für dich am Besten ist. ;)

Wie du schon gesagt hast, du kannst immer nach dem Monatsende die Veränderung sehen und hast dann das ERgebnis, ob es besser ist oder nicht.
An deinem Heimatknoten schöpfst du automaisch ab, der Händler erhöht nur etwas deinen Einfluss.
Nein, Handelseinfluss hängt eben von Provinzen, Handelsschiffen, Einfluss in den Knoten davor e.t.c ab, aber der Händler baut nichts auf.

Sonst, seh dich einfach mal hier ein wenig um, Fragen zum Handel sind wohl die, die am häufigsten vorkommen.
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Re: [EU IV] Handel strukturieren - Händler richtig setzen

Beitragvon Fridericus Secundus » 30. November 2014 17:22

Ich hätte eine ähnliche Frage. Habe mit Portugal angefangen und meinen Händler von Safi in den Ärmelkanal verlegt. Grund: Safi wird durch ein marokkanisches Embargo sowieso lahmgelegt und der Ärmelkanal hat den deutlich höheren Handelswert. Aber: obwohl dort ein ein Händler ist, habe ich 0 Einfluss und 0 Profit...wieso das denn? Wengistens ein bisserl was sollte doch da sein, und sowbald ich ein paar Schiffe hinverlegt habe, auc etwas mehr.
Außerdem habe ich auf das Embargo von Marokko nicht mit einem eigenen reagiert, sondern habe mal frei einen Handelskrieg begonnen...mal schauen, wohin der führt.
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Re: [EU IV] Handel strukturieren - Händler richtig setzen

Beitragvon dschagannad » 30. November 2014 19:19

Was willst du denn im Ärmelkanal? Du hast da 0 Provinzen, ein Händler da kann maximal abschöpfen und das auch nur mit horrenden Mali, das lohnt nicht. Pack den Händler lieber nach Genua und leite weiter nach Sevilla.

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Re: [EU IV] Handel strukturieren - Händler richtig setzen

Beitragvon Fridericus Secundus » 30. November 2014 21:42

Aha, danke. Dachte, dass es da viel zu holen gibt - offenbar nicht so.
Noch was anderes: obwohl ich (Portugal) mit kastilien eine Staatsehe hatte und gut Freund bin, verhängen die kurz nach Marokko ein Handelsembargo gegen mich - wtf? Was hab ich denen denn getan?
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Re: [EU IV] Handel strukturieren - Händler richtig setzen

Beitragvon Caesar » 30. November 2014 21:48

Ja, Sevilla ist bzw. wird so reich, da solltest du deinen Fokus im Wettbewerb mit spanien darauf legen.
Es kann aber schon manchmal sinnvoll sein, zusammen mit einem Haufen Handelsschiffen einen Händler in einen sehr reichen Knoten zu schicken, vorallem wenn dort nur wenige andere Schiffe patrullieren.
Das kann einem schon eine Menge geld bringen, die man sonst nicht bekäme.
Oder wenn dort etwa deine Rivalen sind oder du deine Händler anderswo brauchst wäre Freibeuter schicken auch eine Möglichkeit.
Ob ein Handelskrieg mit Marokko groß etwas bringt glaube ich nicht, höchstens etwa mit Kastilien (falls du den gewinnen kannst).

Du klaust denen quasi einen großen Teil ihres Handelseinkommens, es ist nur sinnvoll dich mit einem Embargo zu belegen, selbst wenn du nicht deren Rivale bist.
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Re: [EU IV] Handel strukturieren - Händler richtig setzen

Beitragvon Fridericus Secundus » 1. Dezember 2014 12:58

Interessant! demnach wäre die beste Antwort ein Gegenembargo beim gleichzeitgen Versuch, in Sevilla (um diesen Knoten geht es ja hauptsächlich) möglichst viel Einfluss gegenüber Kastilien zu gewinnen, um mein Embargo möglichst wirkungsvoll zu machen und seines entspr. zu schwächen.
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Re: [EU IV] Handel strukturieren - Händler richtig setzen

Beitragvon Caesar » 1. Dezember 2014 14:05

Du musst nur immer beachten ob sie dein Rivale sind, bei diesen sind Embargos obligatorisch und kosten dich nichts.
Bei den anderen gibt das einen Malus auf deine Handelseffizienz.
Du musst eben gucken ob es sich lohnt, was bei Sevilla nach erfolgter Kolonisierung wohl au jeden Fall so sein wird.
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