Europa Universalis III

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Europa Universalis III ist ein Spiel von Paradox Interactive, in dem es darum geht, die Geschicke eines X-beliebiges Landes zwischen 1453 und 1789 zu steuern. Man kann wirklich jedes beliebige Startdatum auf den Tag genau auswählen und jedes beliebige Land spielen, dass zu dieser Zeit existierte. Aus meiner Sicht ist es sozusagen eine verbesserte Form des Total War Kartenmodus, dafür gibt's hier leider keine Total War typischen Schlachten.

Du kannst als Spanien spielen und die neue Welt entdecken und kolonisieren. Oder willst du lieber die Mayas spielen und die Spanier eben genau daran hindern? Vielleicht liegt dir aber auch mehr an den Osmanen, einer indischen Nation oder an China. Du kannst auch den Amerikanern bei der Erkämpfung ihrer Unabhängigkeit helfen und vieles mehr.

Nicht nur die Entscheidung wann und wen du spielst, sondern auch wie du spielst, liegt bei dir. Das Spiel setzt dir keine Grenzen. Du könntest es dir beispielsweise zur Aufgabe machen, die vielen zersplitterten deutschen Kleinstaaten zu einigen und ein vereinigtes Deutschland zu schaffen. Vielleicht bist du aber auch ganz der Händler und willst beispielsweise Venedig das Monopol über das Mittelmeer wegschnappen oder gar gegen andere Länder intrigieren.

Das Spiel ist wirklich komplex, doch damit man nicht ganz allein da steht, gibt dir das Spiel gewisse Vorgaben in Form von Missionen, die du entweder erfüllen oder ignorieren kannst.

Europa Universalis ist 2007 erschienen. Seitdem kamen unzählige Mods und Add-Ons heraus.

Add-Ons
Napoleons Ambitions erweitert die Kampagne um die Napoleonische Zeit bis ins Jahr 1820. Übernimm die Rolle des revolutionären Frankreichs und zeig Europa, wer Napoleon Bonaparte ist oder halte eben diesen auf, seine imperialen Pläne in die Tat umzusetzen.

In Nomine setzt den Startzeitpunkt der Kampagne auf das Jahre 1399. Der hundertjährige Krieg befindet sich in seiner heißen Phase, die goldene Horde wütet über das Land und Byzanz kämpft verzweifelt ums überleben. Außerdem bekommt die Religion durch dieses Addon eine wichtigere Rolle zugesprochen.

Heir to the Throne ist das dritte Addon, dass lange von Fans geforderte Features in das Spiel einbringt. Es verstärkt unter anderem die rollenspielerischen Elemente, den Bereich der Diplomatie und den Bereich des Handels. Als neue Faktionen kommen unter anderem die Hanse und Epirus hinzu.

Divine Wind fokussiert auf Asien, einer Region die nach Ansicht der Fans und auch der Entwickler vorher zu wenig Aufmerksamkeit bekam. Horden werden aggressiver. China wird mehr mit seiner Innenpolitik beschäftigt sein. Japan wird, wie es historisch korrekter ist, in verschiedene kleine Bereiche aufgeteilt. Das Ziel ist es nun, Shogun zu werden und die Insel der aufgehenden Sonne zu vereinen, um dem Krieg im fernen Osten entweder ein Ende oder eine ganz neue Größenordnung zu geben. Neben all dem verspricht das Addon eine Verbesserung des Interfaces sowie die Anpassung der Grafik auf Victoria II-Look.

Mods:
O.K., es gibt viele. Sehr viele. Das Spiel ist fast komplett moddbar und sorgt daher für eine hülle und fülle an Mods.
Der bekannteste dürfte wohl Magna Mundi sein, der das Spiel deutlich schwerer macht, es mit neuen Events versorgt und....ach ich weiß nicht, es einfach nur realistisch und damit entsprechend wirklich, wirklich knüppelschwer macht. Wenn der Spieler mal eine wichtige Entscheidung falsch trifft, kann dies durchaus fatale Folgen mit sich bringen.

Beim Whole World Mod ist der Name Programm. Die vorherigen leeren Teile der Welt, wie zum Beispiel das innere Afrika, Sibirien, Mittelaustralien und die Rocky Mountains werden zu spielbaren Bereichen. Daneben fokussiert die Mod hauptsächlich auf massive Land- und Regionenadditionen. Willst du Krieg mit den Osmanen um eine einzige läppische Insel wie z.B. Lesbos führen? Hiermit wird's möglich. Daneben fügt der Whole World Mod noch viele neue oder alternative Nationen ein, die entweder zu diesem Zeitpunkt oder überhaupt nicht existiert haben, aber durchaus existiert haben könnten, wie z.B. das Keltische Reich, das Neurömische Reich, Al-Andalus oder sogar die Europäische Union.

MEIOU...das Ding ist ein Zwischenschnitt aus den beiden oben genannten Mods. Die Mod findet wirklich den richtigen Dreh zwischen Spielbarkeit und Historik. Neue Länder, mehr Regionen, besseres Spielerlebnis. Guckt's euch einfach mal an.

Rising Nations ist recht simpel. Es erweitert die Zeitlinie bis in die Gegenwart. Willst du mit der CSA, der Sowjetunion, Afghanistan, Kosovo oder sonstwem die Welt erobern? Hiermit geht alles.

Von The Dark Years hab ich jetzt eine zeitlang nichts mehr gehört. Die Mod versetzt EU vom Ende zum Anfang des Mittelalters. Hier kann man mit sich mit Wikingern, Franken, Kreuzfahrern und dem schwarzen Tod herumprügeln.

Hier jetzt alles Mögliche zu nennen würde den Rahmen sprengen und ist auch gar nicht mein Ziel. Ein paar Screens bekommt ihr noch, der Rest liegt aber bei euch. :P

SCREEN 1

Amerika ist reich und wartet nur darauf, erkundet zu werden!

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SCREEN 2

Die Ming-Dynastie hält die Vorherrschaft im fernen Osten....doch wie lange noch?

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SCREEN 3

Vertreibe die europäischen Kolonisten aus Indien!

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SCREEN 4

Willst du Heiliger Römischer Kaiser werden, oder das Reich von innen heraus zerstören?


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SCREEN 5

Fight for freedom! For unity! For the United States!

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SCREEN 6

Begleite die Römer im letzten Kapitel ihrer langen Geschichte.

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SCREEN 7

Mods wie MEIOU stellen das Spiel noch einmal gründlich auf den Kopf. Nicht nur optisch.

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SCREEN 8

Europa Universalis erfordert viel Geduld. Und erinnert oftmals auf ziemlich unsanfte Methode daran, dass es mal wieder Zeit zum speichern gewesen wäre...

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Ich kann euch nur warnen....das Spiel entwickelt schneller einen Suchtfaktor als Nikotin. Ich hab schon von Leuten gehört, die sich Tagelang in ihr Zimmer sperrten, um eine Kampagne durchzudaddeln. Ich gehörte einige Zeit dazu. ;)